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Affiliate Marketing 2026: Trends, KI, generative Suche
Der Affiliate Trend Report 2026 zeigt, warum der Kanal nicht nur trotz KI, generativer Suche und Social Commerce wächst, sondern womöglich gerade wegen dieser Umbrüche: 62 Prozent der Advertiser erwarten steigende Umsätze. Welche Strategien jetzt zählen – und warum Affiliate Marketing als krisenfester Performance-Kanal neu bewertet wird.
Affiliate Marketing ist selten der lauteste Kanal im Marketing-Mix. In wirtschaftlich unsicheren Phasen zeigt sich aber immer wieder, dass er zu den verlässlichsten gehört. Genau dieses Bild zeichnet der Affiliate Trend Report 2026. Trotz anhaltender Unsicherheiten rechnet die Branche mit steigenden Umsätzen, wachsenden Budgets und einer stärkeren strategischen Rolle. Treiber dieser Entwicklung sind vor allem Künstliche Intelligenz, generative Suche und Social Commerce. 55 Prozent der Advertiser sehen Aktionen mit Affiliates als wichtigstes Wachstumspotenzial, gefolgt von Tests neuer Kampagnenformate wie Retargeting, SEA oder E-Mail Marketing mit jeweils 48 Prozent.

Für den Report haben MAI xpose360 und AffiliateBLOG.de mehr als 1.200 Advertiser, Affiliates sowie Agenturen, Netzwerke und Technologieanbieter:innen befragt. Damit zählt die Studie zu den umfassendsten Marktanalysen zum Affiliate Marketing im deutschsprachigen Raum. Die wichtigsten Trends und strategischen Verschiebungen ordnen wir im Folgenden ein.
Die wichtigsten Affiliate-Marketing-Trends 2025
Affiliate Marketing bleibt stabil und wird für viele zum Umsatztreiber
Die Erwartungen für 2026 fallen in Zeiten allgemeiner Unsicherheit durch sich überschlagende Entwicklungen überraschend positiv aus. 62 Prozent der Advertiser, 52 Prozent der Agenturen, Netzwerke und Tech-Unternehmen sowie 46 Prozent der Affiliates rechnen mit steigenden Umsätzen im Affiliate Marketing. Bereits 2025 konnten 54 Prozent der Advertiser ihre Umsätze über den Kanal steigern.
Gleichzeitig verändert sich die Rolle des Kanals im Marketing Mix. 71 Prozent der Advertiser zählen Affiliate Marketing 2026 zu ihren wichtigsten Umsatztreibern – direkt hinter Paid Media. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein signifikanter Anstieg und ein Signal dafür, dass Affiliate Marketing zunehmend strategisch geplant wird und nicht mehr nur als ergänzender Performance-Kanal gilt.

Auch beim Budgetverhalten zeigt sich diese Aufwertung. 54 Prozent der Advertiser halten Affiliate Marketing für besonders krisenfest. Entsprechend investieren 27 Prozent der Unternehmen zusätzlich in den Kanal, weitere 24 Prozent schichten Budgets aus anderen Marketing-Disziplinen um. Während Affiliate Marketing insgesamt an Bedeutung gewinnt, wird Künstliche Intelligenz zum zentralen Beschleuniger dieser Entwicklung.
KI ist 2026 nicht mehr Nice-to-have, sondern Standard
Die dominierende Entwicklung bleibt Künstliche Intelligenz. 88 Prozent der Advertiser bewerten sie als wichtigstes Thema 2026. In der Praxis heißt das, dass KI nicht mehr „oben drauf“ sitzt, sondern tief in operative Prozesse integriert ist. Besonders häufig kommt sie in der Content-Erstellung zum Einsatz – bei Advertisern zu 78 Prozent, bei Affiliates sogar zu 84 Prozent. Hinzu kommen automatisierte Reportings (53 Prozent) sowie Publisher-Akquise und Werbemittelproduktion mit jeweils 44 Prozent. Affiliates nutzen KI darüber hinaus stark für SEO- und Ideenentwicklung.
Damit verändert sich auch der Wettbewerbsfaktor. Entscheidend ist nicht mehr das einzelne Tool, sondern wie gut Teams KI in bestehende Workflows, Datenstrukturen und Steuerungslogiken integrieren. In diese Richtung entwickelt sich derzeit die nächste Stufe, denn KI wird zunehmend agentisch. Das zeigt sich auch jenseits des Affiliate-Kanals. Google testet mit Agent Skills in Antigravity und Auto Browse für Chrome erstmals wiederverwendbare Wissenspakete, mit denen Gemini Aufgaben selbstständig ausführen kann. Parallel holt Meta mit der Übernahme von Manus Know-how für autonome KI-Agents ins Unternehmen. Beide Entwicklungen markieren den Übergang von assistierender KI hin zu Systemen, die Prozesse eigenständig steuern und Entscheidungen vorbereiten.
Für das Affiliate Marketing heißt das: KI optimiert nicht mehr nur einzelne Arbeitsschritte, sondern wird Teil der operativen Infrastruktur. Wer früh lernt, agentische Systeme sinnvoll zu orchestrieren, verschafft sich einen strukturellen Vorsprung.
Agent-Ära bei Google:
Antigravity erhält Agent Skills und Chrome Auto Browse

Generative Suche sorgt für neue Gewinner:innen – und neue Risiken
Neben KI rückt ein zweiter struktureller Treiber in den Fokus: generative Suche, etwa über Google AI Overviews. Rund die Hälfte der Befragten zählt sie zu den wichtigsten Entwicklungen 2026 und nur zwei Prozent sind der Meinung, dass sich eine Investition in AI nicht lohnen würde. Die Konsequenzen sind aus Affiliate-Sicht besonders spürbar, weil Reichweite und Sichtbarkeit traditionell stark über Search entstehen.

Wie schnell sich Traffic-Ströme verschieben können, zeigte bereits das vergangene Jahr. In Deutschland führten Manual Actions im Rahmen der Site Reputation Abuse-Richtlinie Ende 2024 zu teils massiven Sichtbarkeitsverlusten – auch bei affiliate-getriebenen Modellen wie Gutschein-, Deal- oder Content-Seiten. In genau diesem Umfeld wirkt generative Suche wie ein zusätzlicher Beschleuniger: Klassische SEO-Modelle geraten weiter unter Druck, während technologische Publisher, Recommendation-Engines und KI-nahe Plattformen profitieren.
Entsprechend reagieren erste Advertiser mit sogenannten Answer- oder Generative-Engine-Optimierungen, um in KI-generierten Such- und Antwortsystemen sichtbar zu bleiben. Dabei verschiebt sich der Fokus von klassischen Rankings hin zu Quellenrelevanz, Autorität und inhaltlicher Anschlussfähigkeit. Welche Domains in Systemen wie ChatGPT, Perplexity oder anderen KI-Suchen tatsächlich zitiert und referenziert werden, zeigen erste GEO-Analysen zur KI-Sichtbarkeit.
Dass diese Entwicklung nicht nur SEO, sondern auch PR und Markenkommunikation betrifft, macht der GEO-Ansatz deutlich. Generative Engine Optimization verbindet Suchlogik, Medienarbeit und Plattformstrategie und wird damit zu einer neuen Schnittstelle zwischen Performance, Content und Reputation. Parallel zur Verlagerung von Sichtbarkeit in KI-Umgebungen gewinnt ein weiterer Kanal an Dynamik: Commerce.
KI-Commerce verschiebt die Customer Journey – Social Commerce gewinnt an Gewicht
Ein weiterer zentraler Befund der Studie betrifft den Kaufprozess selbst. 41 Prozent der Advertiser erwarten, dass sich Suche, Beratung und Kaufabschluss künftig stärker in KI-basierte Umgebungen verlagern, etwa in Chatbots oder digitale Shopping Assistants. Viele Marktteilnehmende gehen zudem davon aus, dass KI perspektivisch alle Touchpoints der Customer Journey beeinflusst – insbesondere in der Informations- und Entscheidungsphase. Affiliate Marketing wird damit zunehmend Teil eines KI-getriebenen Commerce-Ökosystems und nicht mehr nur als vorgelagerter Traffic-Kanal betrachtet.
Parallel dazu gewinnt Social Commerce deutlich an Relevanz. Während sich Search neu sortiert, etabliert sich Social als dritter zentraler Pfeiler im Affiliate Mix. Influencer-Modelle steigen laut Studie in ihrer Bedeutung von 28 auf 43 Prozent, auch Social Media Publisher legen deutlich zu. Getrieben wird diese Entwicklung durch neue Shopping-Formate und Plattformlogiken wie TikTok Shop oder Checkout-Funktionen in Social Apps. Advertiser reagieren darauf mit hybriden Vergütungsmodellen, garantierten Platzierungen und einer stärkeren Verzahnung von Affiliate- und Creator-Kampagnen. Affiliate Marketing wird dadurch sichtbarer, persönlicher und zunehmend creator-getrieben.
TikTok Next 2026:
Marken brauchen jetzt „unersetzlichen Instinkt“

Tracking wird strategischer – hybride Vergütungsmodelle werden zur neuen Norm
Das Thema Tracking verliert 2026 an öffentlicher Dramatik, gewinnt jedoch strategisch weiter an Bedeutung. Statt der reinen Cookieless-Debatte rücken First-Party-Daten, Server-to-Server Tracking und die Integration in CRM-Systeme in den Fokus. Bereits 54 Prozent der Advertiser arbeiten mit entsprechenden Setups, weitere planen den Umstieg. Parallel wird Affiliate Marketing zunehmend in ganzheitliche Customer Journey- und Customer-Lifetime-Value-Strategien eingebettet. 59 Prozent der Advertiser kennen inzwischen den CLV ihrer Affiliate-Kund:innen – ein deutliches Signal dafür, dass der Kanal immer häufiger als Bestandteil langfristiger Kund:innenwertmodelle verstanden wird.
Diese strategische Aufwertung spiegelt sich auch in den Vergütungsmodellen wider. Reine CPO-Modelle verlieren weiter an Bedeutung. 73 Prozent der Advertiser zahlen bereits zusätzliche WKZ oder setzen auf hybride Vergütungsmodelle. Gründe dafür sind steigende Produktionskosten, volatile SEO-Reichweiten und der Wunsch nach planbaren, langfristigen Kooperationen. Auch auf Affiliate-Seite wird dieser Wandel aktiv eingefordert. Für viele Publisher sind hybride Modelle inzwischen Voraussetzung, um qualitativ hochwertigen Traffic nachhaltig liefern zu können.
Resümee: Warum Affiliate Marketing gerade jetzt gewinnt
Der Affiliate Trend Report 2026 zeigt: Der Kanal profitiert vom Umbruch, weil er messbar bleibt und sich schneller an neue Such-, Plattform- und Commerce-Logiken anpassen kann als viele andere Disziplinen. KI, generative Suche und Social Commerce sind dabei keine kurzfristigen Trends, sondern neue strukturelle Rahmenbedingungen. Markus Kellermann, CMO der MAI Group, bringt es auf den Punk:
Affiliate-Marketing ist längst kein Nischenkanal mehr, sondern ein strategischer Wachstumstreiber entlang der gesamten Customer Journey.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Googles KI-getriebene Suche, neue Interfaces und veränderte Publisher-Modelle setzen klassische Traffic-Strategien unter Druck. Bereits 2025 führten die Site Reputation Abuse Updates auch in Deutschland zu spürbaren Reichweitenverlusten bei Affiliate-Seiten. Vor diesem Hintergrund bewerten viele Marktteilnehmende Affiliate Marketing neu – als kontrollierbaren, datengetriebenen Performance-Kanal in einem zunehmend volatilen Suchumfeld.
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Markenoffensive von TankTank: So nimmt Reformhaus den Longevity-Trend auf die Schippe
Der Kampagnenspot zeigt: Auch bei vermeintlichen Trendthemen wie Longevity ist das Reformhaus zur Stelle.
Um möglichst lange zu leben, greifen Superreiche zu teils absurden Methoden. Dass ein langes, gesundes Leben kein bloßer Hype ist, sondern auch auf natürliche Weise gefördert werden kann, soll eine neue Markenoffensive von Reformhaus zeigen, die von der Kreativagentur TankTank entwickelt wurde.
„Longevity“, zu deutsch Langlebigkeit, liegt im Trend: Mit Methoden wie „Biohacking“, „Telomer-Resets“ und „Kryonik“ versuchen Mneschen, ihr Leben so weit wie möglich zu erweitern oder sogar ewiges Leben anzustreben. Diese teils absurd anmutenden Bestrebungen nimmt der Spot der neuen Reformhaus-Kampagne unter dem Motto „Länger gesund leben“ auf die Schippe.
Der Spot und die Kampagnenmotive werden auf Social Media ausgespielt und durch Content-Marketing und Werbemittel am POS in rund 1.000 Filialen in Deutschland und Österreich ergänzt. Lokale Fokussierung steht dabei im Fokus der Mediastrategie: Die Kampagnenassets werden digital jeweils in einem Radius von fünf bis zehn Kilometern rund um Reformhaus-Filialen ausgespielt.
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Angriff auf Milka?: Ritter Sport startet Sonder-Edition mit Apple-Geschmack
In der Jahresbilanz 2025 war wenig Musik für Ritter Sport. Der Schokoladenhersteller konnte trotz wachsendem Umsatz die höheren Kosten nicht kompensieren. Die neue Sonder-Edition zusammen mit Apple Music soll jetzt neue Kunden anlocken. Das Projekt ist für beide Partner bemerkenswert.
Das hat es so noch nicht gegeben: In der Vergangenheit hat Ritter Sport zwar immer wieder schon Sonder-Editionen mit anderen Marken in den Handel gebr
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X predigt Integrität und führt jetzt Werbe-Labels ein
X’s core value is providing an authentic pulse on humanity,
schreibt Bier. Man wolle Menschen zwar weiterhin ermutigen, ihre Geschäfte auf X aufzubauen. Doch versteckte Werbung habe zuletzt „überhandgenommen“, schade der Integrität des Produkts und untergrabe das Vertrauen in Inhalte auf der Plattform. Die neuen Labels sollen dieser Entwicklung entgegenwirken.
Von „Integrität“ zu sprechen, wirkt angesichts der wiederholten Skandale rund um die Plattform mindestens bemerkenswert. Das Vertrauensproblem von X speiste sich zuletzt nicht in erster Linie aus versteckter Werbung, sondern aus grundlegenden Plattformentscheidungen. Änderungen am Algorithmus, durch die bestimmte Inhalte mehr Reichweite bekamen als andere, eine zunehmend politisierte Plattformstrategie unter Elon Musk und die wiederholten Kontroversen rund um den KI-Chatbot Grok haben die Glaubwürdigkeit der Plattform deutlich erschüttert. Einer der größten jüngeren Vorfälle war der Grok-Nacktbild-Skandal Anfang 2026: Die KI Grok hat User sexualisierte Deepfakes von Frauen und Minderjährigen erstellen lassen und sich halbherzig entschuldigt.
Grok:
Nacktbild-Skandal und Top-Platzierung im App Store

Paid Labels auf X: Transparenz-Update oder PR-Maßnahme?
Konkret bezieht sich das Paid Labels Update laut Nikita Bier zunächst auf klassische Pay-per-Post Deals. Investor:innen, die etwa Beteiligungen an Startups teilen, müssten dagegen nicht zwingend jedes Posting labeln, oft geschehe die Offenlegung laut Bier bereits im Text.
Die Community reagiert gemischt. Während einige das Feature als überfälligen Schritt gegen versteckte Werbung feiern, fragen andere nach Durchsetzung und Sanktionen. Laut Bier sollen Nutzer:innen verdächtige Inhalte melden können; entsprechende Reporting-Funktionen direkt unter Posts sind angekündigt.
Spannend wurde es in der Diskussion um freiwillige Krypto-Promotions. Eine Creatorin erklärte, sie werde nicht bezahlt, poste aber regelmäßig Inhalte zu einem bestimmten Projekt. Sie gehört nicht offiziell zum Unternehmen, steht aber in engem Austausch mit dem Kern-Team und bekommt etwa besondere Rollen in der Community (zum Beispiel auf Discord), erhält frühe Informationen oder unterstützt Produkt-Launches. Auf die Frage, ob solche Posts trotzdem als Werbung gelten, reagierte Bier mit:
Yes, every post on your profile is a very obvious ad.
Ob das neue Label tatsächlich Vertrauen zurückbringt oder nur neue Grauzonen schafft, entscheidet sich an der Umsetzung. Ohne klare Regeln und sichtbare Sanktionen bleibt es ein Symbol ohne Wirkung. Zugleich wächst der Wettbewerbsdruck: Während X regelmäßig durch Kontroversen auffällt, verschiebt sich die Nutzung zu anderen Plattformen. Threads ist auf vielen Smartphones bereits präsenter als X, und auch Bluesky verzeichnet immer mehr Zulauf.
Hier hat Threads X überholt:
Daten zeigen Power Shift
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