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Akko Mod68 HE Magnetic Keyboard


Die Akko Mod68 HE ist eine besondere Tastatur und das nicht nur wegen der alternativ erhältlichen Version mit transparenten Tastenkappen: Sie kombiniert analoge Tasten und Metallgehäuse zu einem Preis, der anderswo doppelt so hoch ausfällt: „Nur“ knapp über 100 Euro kostet sie trotz Premium-Features. Gibt es einen Haken im Test?

Einen „neuen Maßstab“ soll die Mod68 HE* damit in der Preisklasse von unter 100 Euro setzen, kündigt der Hersteller an. Auf dem Papier ist sie mit ihrem Materialeinsatz dafür gut aufgestellt. Doch die 100-Euro-Aussage ist trotzdem schöngerechnet, denn die Angabe schließt die Mehrwertsteuer aus beziehungsweise gilt nur, wenn man die (regelmäßigen) Rabatte bei Akko berücksichtigt. Ein schlechtes Vorzeichen? Nein, denn am Ende ist alles egal. Die Details im Test.

  • Vollmetall-Gehäuse
  • Angenehmer Klang
  • Einstellbare & gut abgestimmte Tasten
  • Übersichtlicher Web-Treiber
  • Transparent-weiße Version: Tastenkappen schlecht ablesbar
  • Keine PBT-Tastenkappen

Die Mod68 HE im Überblick

Als 65-Prozent-Tastatur spart sich die Mod68 HE* F-Tasten und Nummernblock, alle anderen Tasten werden dicht zusammengerückt. Die Ausstattung des Basismodells beginnt und endet bei RGB-LEDs. Der Rest steckt unter Aluminium-Haube: 8.000 Hz Abfrage- und 16.000 Hz Scanrate sowie analoge Taster sind in der Preisregion in der Tat eine Ansage, sofern auch die Qualität stimmt.

Für 10 Euro Aufpreis gibt es die Tastatur zudem kabellos mit einem 10.000-mAh-Akku. Daten können dann auch über Bluetooth 5.3 und kabellos, hier ebenfalls mit 8.000 Hz, übertragen werden. Laufzeiten liegen laut Herstellerangaben bei rund 44 Stunden mit voller RGB-Beleuchtung, rein weiße LEDs reduzieren sie auf 20 Stunden. Das getestete US-Layout ist dabei nur eine Option, mittlerweile bietet Akko die Mod68 HE auch mit großer Eingabetaste an.

Taster: Überzeugender Mittelweg

In der DE-Version der Mod68 stecken stets lineare AstroAim-Taster. Den Federwiderstand wählt Akko als gelungenen Kompromiss zwischen fein dosierbaren Tastern wie Wootings Lekker60-Switch (40 bis 60 Gramm) und besonders leichtgängigen „Shooter-Modellen“ (30 und 50 Gramm). Dazu kommt eine recht hohe Rückprallkraft, die ihnen einen reaktionsfreudigen Charakter verleiht.

Die „ausgemittelte“ Abstimmung trifft im persönlichen Geschmack einen hervorragenden Kompromiss. Es schreibt sich etwas weniger ermüdend als mit den schwergängigeren Tastern, aber noch kontrolliert genug, um frühere Auslösepunkte und eine gute Dosierbarkeit der Eingaben zu ermöglichen. Dabei sind die Taster eine Spur agiler als die „Standardtaster“ von Wooting. Zu beiden Aspekten tragen der hohe Rückprall und der deutlich ansteigende Widerstand bei.

Akustisch entsprechen die Taster mit „Thocky“-Soundprofil dem Stand analoger Technik insofern, als dass sie einen geschlossenen Boden haben, der satteren Klang produziert. Softwareseitig gibt es ebenfalls, mit Ausnahme einer Thumbstick-Emulation, alles, was analoge Switches können.

Kraftdiagramm der Akko AstroAim
Kraftdiagramm der Akko AstroAim (Bild: Akko)

Bei den weiß- oder anthrazit-transparenten Tastenkappen nutzt die Mod68 Polycarbonat-Kunststoff, die Beschriftung wird im Siebdruck-Verfahren aufgebracht. Für durchsichtige Caps ist das der Standard. Tastenkappen aus PBT-Kunststoff gibt es aktuell nur für die schwarz-braune ANSI-Version der Tastatur, „Gradient“-Caps setzen sowohl auf PC- als auch ABS-Kappen.

Das Material fühlt sich im ersten Moment an, als wären die Tasten mit Gummi überzogen, wird aber schnell sehr glatt und dann fast „rutschig“. So fühlt sich die Oberfläche zunächst eine Weile ungewohnt an, aber lässt sich damit leben.

Auch ohne LEDs fehlt es an Kontrast
Auch ohne LEDs fehlt es an Kontrast
So gut wie die Sharkoon-Tastatur sieht die Mod68 nicht aus
So gut wie die Sharkoon-Tastatur sieht die Mod68 nicht aus
Tasten werden sichtbar nur unten angeleuchtet
Tasten werden sichtbar nur unten angeleuchtet
Blickwinkel und LED-Farben beeinflussen die Ablesbarkeit
Blickwinkel und LED-Farben beeinflussen die Ablesbarkeit

Beleuchtung und Beschriftung sind ein Problem, bei dem die Tastatur keine gute Figur abgibt. Die weiße Beschriftung der lichtdurchlässigen Tastenkappen lässt sich selten leicht und nie gut ablesen. Je nach Umgebungslicht und Farbe der Hintergrundbeleuchtung kann sie auch ganz verschwinden, der Blick nach unten zur Orientierung wird anstrengend. Die ISO-De-Version mit dunkel-transparenten Kappen dürfte dieses Problem allerdings weniger stark ausgeprägt haben.

Die Ausleuchtung ist ebenfalls speziell: Die LEDs sitzen unter den Tasten und unter einem Diffuser. Beleuchtet werden nur „Quadrate“ unter den Tasten, nicht die gesamte Taste. Das kann Sharkoon mit der komplett durchsichtigen Sharkoon Crystal Shark (Test) in beiden Punkten besser, jede 08/15-Tastatur erst recht. Mit deaktivierter Beleuchtung ließ sich die Mod68 schlicht am besten nutzen.

Alltag & Akustik

An diesem Haken bleibt man jedoch kaum hängen. Materialeinsatz, Abstimmung der Taster und der ebenso bekannte wie funktionale Software-Hinterbau machen die Mod68 im Einsatz zu einem überzeugenden Angebot. Das Layout trägt dazu bei.

Akko Mod68 HE Magnetic Keyboard im Test
Akko Mod68 HE Magnetic Keyboard im Test
Aufbau der Mod68 HE
Aufbau der Mod68 HE (Bild: Akko)

Akustik: Premium an den Ohren

Der Klang der Mod68 HE ist klar und fokussiert mit hörbaren Anschlägen, dabei aber kontrolliert. Nachhall fehlt, die Taster klingen angenehm satt. Dank der Kombination aus Poron-Sandwichschaum, Bodenschaum und Silikondämpfung entsteht ein klick-klackendes Klangbild mit wahrnehmbaren, aber dezenten Anschlägen.

Akko Mod68 HE Magnetic Keyboard im Test
Akko Mod68 HE Magnetic Keyboard im Test
Aufbau der Mod68 HE
Aufbau der Mod68 HE (Bild: Akko)

Akko Mod68 HE (Akko AstroAim)

Geräuschdämpfung und Aluminium-Gehäuse sind ein massives Upgrade gegenüber etwas günstigeren Tastaturen. Die Monsgeek Fun60 (Test) klackert hell und im Vergleich billig, auch eine an sich leise Sharkoon SGK50 S2/S3 (Test) klingt günstiger – sie kann hallenden Kunststoff nicht ganz verbergen. Auch eine ähnlich teure Ducky One X kann akustisch nicht mithalten, sie klickt heller und weniger satt, eine Logitech G515 tippt ebenfalls heller und wahrnehmbarer. Für 100 Euro ist das Gebotene richtig gut und deutlich über dem, was die Preisliga hergibt.

Vor allem kann aber nach oben verglichen werden. Eine Wooting 80 HE klackt tiefer und gedämpfter, bei Akko sind die Anschläge als „Tack“ klarer definiert und ein wenig präsenter. Hall wird fast komplett eliminiert, nur die Leertaste sticht mangels zusätzlichem Schaumstoff hervor. Damit kann sie auch eine teurere Keychron K2 schlagen, die ihr teilweise aus Kunststoff gebautes Chassis nicht verbergen kann. Zudem sind die Anschläge voller als bei einer NZXT Function Elite. Deutlich gesagt: Das Klangprofil klingt Premium, ist angenehm, ruhig und voll alltagstauglich – nur nicht ultra-silent.

Alltag: Passt, wenn …

Beim Schreiben und Spielen mausert sich die Akko Mod68 dergestalt zu einem angenehmen Begleiter. Das 65%-Layout hilft dabei, sich an die verringerte Tastenanzahl zu gewöhnen, und auch mit der ANSI-Tastenanordnung lässt sich nach einer Weile leben. Gelungen ist auch das Chassis, das sich durch seine eingezogenen Flanken gut versetzen lässt.

Nur die Tastenkappen stören, am Ende blieb die Beleuchtung eher aus, so ließen sie sich noch am besten ablesen. Selbst wenn das nicht dauerhaft nötig ist, erleichtert das kurze „Referenzblicke“ nach unten. Mit deutschem Layout dürfte sich das besser darstellen, ansonsten wird ein Set alternativer Tastenkappen fällig.

Software: mit Mehrwert

Die Anpassung an die verringerte Tastenzahl erleichtert die Software, die entweder installiert oder über eine Web-App genutzt werden kann, die beim Hersteller zu finden ist. Aufbau und Funktionsumfang sind von anderen Akko-Tastaturen bekannt und decken das ab, was man braucht, insbesondere das Neubelegen der FN-Ebene und das Verschieben der FN-Taste.

Der Cloud Driver präsentiert seine Optionen übersichtlich, erlaubt das Teilen von Profilen und wird erst beim Einstellen der Taster etwas verschachtelt. Die Option hätte sich als eigener Menüpunkt besser gemacht, im Reiter „Konfiguration“ geht sie etwas unter. Das ist jedoch auf hohem Niveau kritisiert, besser ist nur die quelloffene VIA-Lösung – und selbst die findet sich in der Preisklasse selten, die meisten Gaming-Anbieter stellen weniger flexible Optionen zur Verfügung.

Fazit: Wenn es passt gut

Einen „neuen Maßstab“ soll die Mod68 HE* damit in der Preisklasse von unter 100 Euro setzen, kündigt der Hersteller an. Auf dem Papier ist sie mit ihrem Materialeinsatz dafür gut aufgestellt. Doch die 100-Euro-Aussage ist trotzdem schöngerechnet, denn die Angabe schließt die Mehrwertsteuer aus beziehungsweise gilt nur, wenn man die (regelmäßigen) Rabatte bei Akko berücksichtigt. Ein Showstopper? Nein.

Es mag kaum nachvollziehbar klingen, einer Tastatur mit, je nach Situation und Licht, teils sehr schlecht ablesbaren Tastenkappen eine Empfehlung auszusprechen, es ist aber möglich. Der Ärger beim Suchen einer Taste ist zwar durchaus groß, aber Kappen lassen sich leicht tauschen und sind nicht allzu teuer, zumal die deutsche Version mit dunkel-transparenten Kappen ohnehin mehr Kontrast schafft.

Fazit: Taster und Klang machen die Tastenkappen wett
Fazit: Taster und Klang machen die Tastenkappen wett

Dafür passt der Rest nicht nur, er übertrifft das, was die Preisklasse sonst hergibt, sehr spürbar. Material und Anmutung von Gehäuse und Tasten überzeugen, der Klang trifft eine feine Balance zwischen hörbarer, hochwertiger und dezenter Rückmeldung. Die Basis ist toll und tatsächlich noch bezahlbar, schnörkelloses Premium-Feeling liefert Akko zum noch bezahlbaren Preis. Das dürfte andere Hersteller mittelbar unter Druck setzen.

Dazu kommt die Programmierung per Software oder gleichwertiger Web-App. Das Gesamtpaket liefert in diesen Bereichen ein spürbares Upgrade zu etwas günstigeren Produkten und vor allem auch ein spürbares Upgrade zu gleich teuren Angeboten. Das ist selbst dann noch der Fall, wenn man einen Satz Tastenkappen für etwa 20 Euro zum Kaufpreis addiert und die Gesamtbilanz dann weniger begeistert, aber immer noch positiv ausfällt – zumal die Tastatur derzeit mit 20 Prozent Rabatt verkauft wird* (Stand 20. November 2025).

  • Vollmetall-Gehäuse
  • Angenehmer Klang
  • Einstellbare & gut abgestimmte Tasten
  • Übersichtlicher Web-Treiber
  • Transparent-weiße Version: Tastenkappen schlecht ablesbar
  • Keine PBT-Tastenkappen

ComputerBase hat die Mod68 HE von Akko leihweise zum Testen erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.

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Lidl verkauft ab Donnerstag (15.01.) Performance-Bohrschrauber


Möchtet Ihr Euch mit neuem Werkzeug ausstatten, ist Lidl eine gute Anlaufstelle. Hier bekommt Ihr Parkisde-Geräte zum günstigen Preis, die sich vor allem für Heimwerker wirklich lohnen können. Jetzt bietet der Discounter einen Akku-Bohrschrauber samt Akkus im Schnäppchen-Deal.

Lidl bietet eine Vielzahl von Werkzeugen an. Vom Akkuschrauber bis hin zur kompletten Werkbank bekommt Ihr hier alles, was das Heimwerker-Herz höher schlagen lässt – und das zu einem wirklich fairen Preis. Mit der Performance-Serie sichert Ihr Euch leistungsfähigere Modelle, wie etwa den Akku-Bohrschrauber „PBSPA 12 E4“. Diesen bekommt Ihr ab Donnerstag, dem 15.01., in den Lidl-Filialen für 49,99 Euro. Allerdings könnt Ihr Euch das Werkzeug samt Akkus und Ladegerät schon jetzt im Online-Shop bestellen.

Parkside Performance Akku-Bohrschrauber unter 50 Euro – Lohnt sich das?

Der Discounter-Schrauber nutzt einen bürstenlosen Motor und ein 2-Gang-Getriebe, um einen möglichst effizienten Arbeitsablauf zu garantieren. Insgesamt 20 Drehmomentstufen lassen sich zudem einrichten. Das Schnellspannbohrfutter lässt sich dank Quick Release ebenfalls schnell entnehmen. Angetrieben wird der Parkside Performance PBSPA 12 E4 durch einen 12‑V-Lithium-Ionen-Akku. Davon befinden sich gleich zwei im Lieferumfang (samt passendem Ladegerät). Zusätzlich packt der Hersteller noch drei Boxen mit 25 Bits, sowie sieben Holz- und Metallbohrer ins Paket. Das Performance-Werkzeug verspricht zudem eine 20 Prozent längere Laufzeit und ein 25 Prozent höheres maximales Drehmoment im Vergleich zu „normalen“ Parkside-Modellen.

Preislich können Makita, Bosch und Co. hier definitiv einpacken. Der Akku-Bohrschrauber kostet Euch ab dem 15.01. nur noch 49,99 Euro, was einer Ersparnis von 20 Euro gegenüber dem regulären Preis entspricht. Da das Angebot in den Filialen allerdings nur bis zum 17.01. gilt, solltet Ihr Euch besser beeilen – oder Ihr schaut im Online-Shop vorbei. Denn hier bekommt Ihr den Parkside Performance PBSPA 12 E4 schon jetzt zu diesem Preis geboten. Vor allem für Kleinarbeiten im Haus oder leichte Montagearbeiten ist das Lidl-Modell gut geeignet. Größere Arbeiten, könnten jedoch etwas herausfordernder werden.

Was haltet Ihr von dem Angebot? Lohnt sich der Lidl-Deal oder lasst Ihr lieber die Finger davon? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!





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Die unterschätzte Gefahr im Kinderzimmer


Ich bin gerade auf der CES 2026 in Las Vegas. Und mir ist aufgefallen, dass Kinder ein heißes Thema geworden sind, wenn es um KI-Roboter und Gefährten geht. Und einige von ihnen wollen sogar dabei helfen, unsere Jüngsten und Freiwilligsten auszubilden. Deswegen finde ich die Idee schlecht.

Sind wir mal ehrlich: Das Internet ist überall, und durch den KI-Boom wird der digitale Wildwesten erst einmal noch wilder, bevor wir (hoffentlich) die Kurve kriegen. Für unsere Kinder bedeutet das: Abwarten ist keine Option. Wer heute nicht lernt, wie man die Algorithmen bändigt, verliert morgen den Anschluss. Digitale Souveränität ist das neue Schwimmenlernen.

Aber ich glaube nicht, dass ein KI-Begleiter, wie man ihn auf der CES sieht, der richtige Ansatz ist. Und das kommt von jemandem, der als Kind gerne einen liebenswerten, großäugigen digitalen Begleiter gehabt hätte.

Das Spielzeug unserer Kinder verändert sich

Ich habe zwar keine eigenen Kinder, aber selbst ich habe eine drastische Veränderung bei Kinderspielzeug festgestellt. Als ich noch jünger war, besaß ich eine kleine Furby-Kopie. Ein flauschiger rosa Ball, der sich leicht bewegte, wenn man ihn berührte, und entzückende gurrende Geräusche von sich gab. Und das war auch schon alles. Wenn man mit ihm spielen wollte, musste man sich schon etwas einfallen lassen.

Heutzutage gibt es immer mehr Kinderspielzeug, das wenig Raum zum Spielen lässt. Das ist ein ernstes Problem, denn heute interagiert ein Kind nicht mehr mit dem Spielzeug, sondern das Spielzeug interagiert mit ihm. Und wenn es um KI-Begleiter geht, ist das ein Problem. Denn die KI füttert Euer Kind aktiv mit Informationen. Informationen, über die Ihr in vielen Fällen keine Kontrolle habt. Damit entfällt auch der Anreiz für Euer Kind, sich selbst etwas einfallen zu lassen.

These AI companions look innocent, but they
Diese KI-Begleiter sehen unschuldig aus, aber sie sind nicht harmlos. Bildquelle: nextpit

Selbst mit den besten Absichten wird ein KI-Begleiter die Art und Weise, wie ein Kind die Welt sieht und mit ihr interagiert, beeinflussen. Sei es durch vordefinierte Variablen in ihrer Programmierung oder durch gezielte Interaktionen, die auf Kinder und/oder Eltern zugeschnitten sind. Ganz zu schweigen von dem dystopisch anmutenden Potenzial für subtile Indoktrination durch private Gruppen, Unternehmen oder Staaten.

Reibungslose KI oder echte Erfahrung: Was brauchen Kinder wirklich?

Was ich jetzt sage, mag sich wie eine Selbstverständlichkeit anhören, aber Kinder müssen während ihrer gesamten Entwicklung mit echten Menschen in Kontakt kommen, um zu wachsen. In Deutschland sind die Gefahr der sozialen Isolation und das Fehlen von Außenperspektiven einer der Gründe, warum Hausunterricht verboten ist. Wenn man dann noch einen KI-Begleiter hinzunimmt, hat man den perfekten Sturm für eine fehlangepasste, sozial isolierte und benachteiligte Kindheit geschaffen.

KI-Begleiter sind so konzipiert, dass sie reibungslos funktionieren. Reale soziale Interaktion ist oft das Gegenteil. Menschen streiten sich, und Kinder müssen lernen, in Konflikten Kompromisse einzugehen. Ein KI-Begleiter, der darauf ausgelegt ist, jegliche Reibung zu beseitigen, lässt echte soziale Interaktion dadurch schnell als die schlechtere Alternative erscheinen.

Auch wenn Euer Kind mit seinem KI-Begleiter sehr glücklich ist, schadet er ihm langfristig. Hier auf der CES war ich schockiert, wie viel allgemeines Lob diese KI-Lösungen für Kinder zu erhalten scheinen. Wie ich eingangs sagte, hätte ich als Kind auch gerne einen niedlichen KI-Begleiter gehabt, daher verstehe ich den Reiz. Aber als Erwachsener, der zur Selbstreflexion fähig ist, stelle ich fest, dass ich mit einem KI-Begleiter an meiner Seite sicherlich eine glücklichere Kindheit gehabt hätte, aber jetzt wäre ich schlechter dran.

Alternative Lösungsansätze: Medienkompetenz statt blinder Technikgläubigkeit

Auch wenn das scheinbar ständige Lob und die Verbreitung dieser Technologien besorgniserregend sein mögen, sind wir nicht dem Untergang geweiht. Und es könnte tatsächlich einige Vorteile haben, wenn wir unsere Kinder früh an KI heranführen. Auf der CES 2026 habe ich mir einen KI-Lesebegleiter für Kleinkinder angeschaut.

Dieser Lesebegleiter kann Texte scannen und sie in eine ansprechende Erzählung umwandeln. Er erkennt auch, worauf Euer Kind auf einer Seite oder in einem Bild zeigt, und reagiert entsprechend darauf. Diese Art von KI-Begleiter kann ein Kind tatsächlich dazu ermutigen, sich mit dem Lesen zu befassen, ohne die tatsächliche menschliche Interaktion zu ersetzen. Er ist so konzipiert, dass er auf die angeborene Neugier des Kindes reagiert, was wiederum zu weiteren Erkundungen anregt.

Could reading companions like these be a good compromise?
Könnten Lesebegleiter wie diese einen guten Kompromiss darstellen? Bildquelle: nextpit

Es gibt auch andere solche Begleiter, die sich auf die frühe Einführung mehrerer Sprachen konzentrieren. Ihr könnt mit Eurem Kind so interagieren, wie es ein zweisprachiges Elternteil tun würde. Und diese Technologien können, wenn sie richtig eingesetzt werden, wirklich nützlich sein.

Ich sehe jedoch keine rosige Zukunft, in der unsere Kinder mit LLM-fähigen Begleitern spielen und nicht mit anderen Kindern. Bevor Ihr also auf den Hype-Zug aufspringt und versucht, das Neueste und Beste für Euer Kind zu bekommen. Fragt Euch, ob Ihr etwas im Leben Eures Kindes ersetzen oder hinzufügen wollt. Und wenn Ihr etwas so Wesentliches wie Freundschaften mit anderen Kindern ersetzt, solltet Ihr vielleicht einen Schritt zurücktreten.



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Infolge der Trump-Krisen: BND soll deutlich mehr Überwachungs­befugnisse erhalten


Mehr Daten abfangen, mehr Hacker-Kapazitäten: Um unabhängiger von amerikanischen Nachrichten­diensten zu werden, soll der Bundes­nachrichtendienst (BND) deutlich mehr Befugnisse erhalten. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, der NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung vorliegen.

Massiv ausweiten will die Bundesregierung die strategische Aufklärung, also die Überwachung von Datenströmen an Internet­knoten­punkten wie den DE-CIX. Dort kann der BND 30 Prozent der Datenströme kontrollieren. Mit Suchbegriffen – den sogenannten Selektoren – sollen Informationen über bestimmte Personen oder Ereignisse wie mutmaßliche Terroranschläge erfasst werden. Dafür speist der BND etwa IP-Adressen oder Telefonnummern in die eigenen Überwachungs­systeme ein, um den weltweiten Datenverkehr zu filtern.

Strategische Aufklärung: BND soll Datenströme am DE-CIX deutlich umfassender überwachen

Wie die Tagesschau berichtet, soll der BND künftig erfasste Daten bis zu einem halben Jahr speichern und auswerten dürfen. Dabei ist der Geheimdienst nicht mehr auf Metadaten wie etwa IP-Adressen beschränkt, sondern kann auch auf Kommunikations­inhalte zugreifen.

Was zudem aufgeweicht werden soll, ist der Schutz von aus Deutschland stammenden Daten. Bis dato musste der Geheimdienst Filter wie IP-Adressen nutzen, um sicherzustellen, dass man nur Daten aus dem Ausland erfasst. Künftig sollen aber auch Daten überwacht werden können, die von Deutschland ausgehen.

Neu sein soll auch ein zweistufiges Verfahren, mit dem der BND bereits gespeicherte Inhalte und Chats durchsuchen darf. Entsprechende Suchbegriffe darf der BND bislang nur in zukünftig erfasster Kommunikation als Filter nutzen.

Speichern von Inhalten sei keine Vorratsdaten­speicherung

Eine Vorratsdaten­speicherung ist das laut Juristen des Kanzleramts nicht. Man würde mit den Regeln nicht alle Internet-Provider verpflichten, sämtliche Daten für eine bestimmte Zeit zu speichern. Stattdessen sammele der BND nur bestimmten Datenverkehr an ausgewählten Stellen.

Mit den neuen Regeln würde man sich auf das Niveau der europäischen Partner begeben. Der niederländische Militär­nachrichten­dienst speichere entsprechende Daten für bis zu zwei Jahre, in Frankreich liegt die Grenze für Inhalte bei vier Jahren, Geheimdienste in Großbritannien und Italien könnten diese „solange wie notwendig“ aufbewahren.

Der BND will mehr hacken

Neben ausgeweiteten Überwachungs­kapazitäten soll der BND auch mehr Befugnisse für Hacker-Angriffe erhalten. Wenn ausländische Provider sowie die Betreiber von Online-Diensten und Plattformen nicht freiwillig kooperieren wollen, soll der BND die Möglichkeit erhalten, in die jeweiligen Systeme eindringen zu dürfen. Das gilt auch, wenn die entsprechende Infrastruktur in Deutschland steht.

Solche Vorgaben gelten auch für Branchengrößen wie Google, Meta oder X, heißt es im Bericht der Tagesschau. Angriffe auf IT-Server in Deutschland sollen dem BND demnach auch gestattet sein, um feindliche Hacker-Angriffe abwehren zu können.

Einschränken will man auch den Schutz besonderer Vertraulichkeits­beziehungen. Der soll etwa nicht mehr für Journalisten gelten, wenn diese für die Staatsmedien autoritärer Staaten arbeiten.

Bundesregierung sieht sich in Zugzwang

Der Gesetzentwurf ist eine Reaktion auf die Trump-Administration. Mit Drohungen wie einem Nato-Austritt steht die Frage im Raum, inwieweit die amerikanischen Geheimdienste auch in Zukunft noch Informationen an deutsche Behörden liefern. Mit den ausgeweiteten Befugnissen soll der BND nach Ansicht des Kanzleramts selbst in der Lage sein, die Daten zu beschaffen, die in Deutschland und Europa nötig sind.

Viele der Vorhaben sind aber umstritten, insbesondere infolge der NSA-Enthüllungen wurden die Befugnisse des BND mehrfach angepasst. Nötig waren Gesetzes­änderungen auch nach Urteilen des Bundes­verfassungs­gerichts. Die Kernfrage ist grundsätzlich, wie sich die Privatsphäre der Einzelnen angesichts der Massen­überwachung schützen lässt.



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