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Angriff auf Weltmarkt: EU-Regierungschefs für globale Champions „made in Europe“


Die EU will im globalen Wettbewerb nicht länger hauptsächlich als regulatorischer Schiedsrichter, sondern stärker als Spieler auf dem Feld stehen. Auf seinem Gipfeltreffen in Brüssel am Donnerstag hat der Europäische Rat die Weichen für eine Reform der europäischen Wirtschaftsstruktur gestellt. Unter dem Leitmotiv „Ein Europa, ein Markt“ verfolgen die Staats- und Regierungschefs das Ziel, die europäische Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und die strategische Autonomie der Gemeinschaft zu zementieren, ohne dabei das europäische Sozialmodell zu kippen.

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Ein Kernproblem hat der Rat dabei ausgemacht: Während US-amerikanische oder chinesische Unternehmen auf riesigen, einheitlichen Heimatmärkten skalieren können, kämpfen europäische Startups oft mit 27 unterschiedlichen nationalen Regelwerken. Das soll sich ändern. Die EU-Chefs fordern – ganz im Sinne von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) – eine konsequente Vereinfachung des Binnenmarkts, bei der harmonisierte EU-Vorschriften die nationalen Alleingänge ersetzen sollen. Leitgedanke ist, dass Unternehmen jeder Größe – vom kleinen IT-Dienstleister bis zum aufstrebenden KI-Einhorn – im gesamten Binnenmarkt so reibungslos agieren können, als gäbe es keine Grenzen mehr.

Besonders innovativen Firmen soll hier ein neues Instrument helfen: Ein europäischer gesellschaftsrechtlicher Rahmen in Form des „28. Regime“ mit der EU Inc. im Zentrum. Diese optionale, harmonisierte Regelung soll es vor allem Startups ermöglichen, digital und grenzüberschreitend zu expandieren, ohne sich immer wieder in das Dickicht lokaler Wirtschaftsgesetze einarbeiten zu müssen. Der Rat will Druck machen, dieses Vorhaben zusammen mit dem Parlament bis Ende 2026 auf Basis eines Kommissionsvorschlags zu verabschieden. Der EU-Abgeordnete Damian Boeselager (Volt) sieht aber noch Hürden: So blieben etwa die Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmer in Europa unterschiedlich.

Um „globale Champions“ von Weltniveau zu schmieden, rückt auch das heilige Gut der Wettbewerbshüter ins Visier: die Fusionskontrolle. Der Rat verlangt eine Überarbeitung der Leitlinien für Zusammenschlüsse. Damit greifen die Staatschefs eine Initiative der EU-Kommission auf, die bereits vor knapp einem Jahr den Startschuss für eine Reform der vergleichsweise strengen Richtlinien gab. Schlüsselbereiche wie die Technologie-, Telekommunikations- und Rüstungssparte sollen als Sektoren anerkannt werden, in denen Größe ein entscheidender Wettbewerbsfaktor ist. Das ist voll nach dem Geschmack des Chefs der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges.

Rückendeckung kommt auch von höchster politischer Ebene. Kanzler Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron betonten etwa schon gemeinsam den Willen, Wettbewerbsregeln so zu etablieren, dass europäische Champions entstehen können. Der Weg für Mega-Mergers soll geebnet werden, um international gegen Giganten bestehen zu können. Doch Verbraucherschützer wie Vanessa Turner vom Verband Beuc warnen davor, die Fusionskontrolle zulasten der Konsumenten zu schwächen. Gerade im TK-Sektor blieben die im Gegenzug versprochenen Mehrinvestitionen in die Infrastruktur oft vage. Der Rat betont zumindest pro forma, dass ein wirksamer Wettbewerb gewährleistet bleiben müsse.

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Um den Verwaltungsaufwand generell zu senken, setzen die EU-Chefs auf die Karte Digitalisierung. Ein Element ist die Einführung eines einheitlichen elektronischen Meldesystems für die Entsendung von Arbeitnehmern. Gleichzeitig soll das Prinzip der „einmaligen Erfassung“ (Once-only) durch eine digitale Brieftasche ähnlich der EUDI-Wallet Realität werden, was die Interaktionen zwischen Unternehmen und Behörden vereinfachen würde.

Auch beim Thema KI und Regulierung drückt Brüssel aufs Tempo: Das umstrittene geplante Omnibus-Paket inklusive einer ehrgeizigen Novelle des AI Acts soll bereits bis Juli 2026 stehen, um eine KMU-freundliche Regulierung zu schaffen. Der Fahrplan ist generell eng getaktet: Die Agenda soll nach Möglichkeit bereits 2026 und spätestens bis Ende 2027 umgesetzt werden.


(nen)



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Microsoft Fabric: So gelingt der Einstieg in die Datenplattform


Microsoft Fabric ist der neue leistungsstarke SaaS-Dienst von Microsoft. Der Cloud-Service bietet alle wichtigen Werkzeuge, um große Datenmengen zu speichern, zu verarbeiten und zu analysieren. Die (bisher) sechs Anwendungen sind größtenteils keine Neuerfindungen, sondern stark verbesserte bewährte Technologien. Fabric vereint alle Funktionen von Azure Synapse Analytics/Azure Data Factory, alle Funktionen von Azure ML Studio und alle Funktionen von Power BI. Zusammengehalten wird das Tool durch den OneLake, der die zentrale Speicherung von Unternehmensdaten ermöglicht. Somit werden redundante Kopien der Daten vermieden, was zur Entlastung von Servern und geringeren Kosten führt.

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Im heise academy Campus gibt IT-Experte Emil Vinčazović einen praxisorientierten Einblick in die All-in-One-Lösung zur Datenanalyse von Microsoft. Die Videokurs-Reihe baut aufeinander auf, kann aber auch einzeln zur Weiterbildung genutzt werden:

Passend dazu beleuchtet Emil Vinčazović im heise academy Blog den Aufbau moderner Datenplattformen mit Microsoft Fabric und Purview:

Während ein Beitrag zeigt, wie sich beide Lösungen für Data Governance, Transparenz und Compliance kombinieren lassen, erläutert ein weiterer den Einsatz automatisierter Datenklassifizierung und Sensitivity Labels für eine sichere Datenkultur. Ergänzend wird vorgestellt, wie sich Fabric mithilfe von Entra ID, Azure Key Vault und Defender for Cloud nach dem Prinzip „Security by Design“ absichern lässt. Der neueste Artikel widmet sich dem Abbau von Datensilos und zeigt, wie eine einheitliche Datenbasis die Zusammenarbeit und die Nutzung von Unternehmensdaten verbessern kann.

Die Blogbeiträge stehen kostenfrei zur Verfügung – ideal, um einen ersten Eindruck zu gewinnen. Für alle, die noch tiefer in die Themen eintauchen möchten, sind die einzelnen Videokurse zum Preis von 95 € bzw. 195 € erhältlich. Besonders attraktiv ist der heise academy Pass: Für nur 49 € im Monat besteht uneingeschränkter Zugriff auf das gesamte Kursangebot der heise academy, wobei jährlich 45 neue Videokurse dazukommen.

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Alle Infos zum Angebot finden sich auf der Website der heise academy.

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Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren Widerrufsmöglichkeiten erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.


(cmho)



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Saugroboter Roborock Saros 20 Sonic im Test: schrubbt den Boden mit Wischplatte


Der Roborock Saros 20 Sonic kombiniert 36.000 Pa Saugkraft mit einer vibrierenden Wischplatte und ausfahrbarem Lidar. Im Test überzeugt das Premium-Modell.

Roborock legt nach: Nach dem Saros 20 (Testbericht) folgt mit dem Saros 20 Sonic eine technisch überarbeitete Variante, die in mehreren Details den Vorgänger sichtbar voraus ist. Der wichtigste Unterschied steckt im Namen: Statt zweier rotierender Wischmopps arbeitet der Sonic mit einer vibrierenden Wischplatte, die mit 4000 Schwingungen pro Minute über den Boden schrubbt. Damit nähert sich Roborock der händischen Schrubbbewegung – schonend für Parkett, aber kraftvoll genug für angetrocknete Verschmutzungen.

Statt des frontal verbauten Solid-State-Lidars („Star Sight“) des Saros 20 setzt der Sonic auf einen ausfahrbaren Mini-Laserturm auf der Rückseite. Im Ruhezustand verschwindet er unter dem Gehäusedeckel und schaut nach hinten heraus, bei Bedarf fährt er für den 360-Grad-Rundumblick nach oben. Die ultraflache Bauhöhe von 7,98 cm bleibt damit erhalten. Der Preis liegt aktuell bei 1269 Euro und damit klar im Premium-Segment. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Roborock Saros 20 Sonic?

Beim Design baut Roborock auf den Saros 20 auf, schraubt aber an mehreren Stellen nach. Die Station behält ihr mattes, edles Frontpanel, bekommt aber einen zusätzlichen Deckel, der Frisch- und Brauchwassertank optisch sauber kaschiert. Auch die Klappe im unteren Teil der Front, hinter der Staubbeutel und Reinigungsmitteltank sitzen, wurde überarbeitet. Statt einer kompletten Abnehmverkleidung wie beim Vorgänger gibt es nun eine fest am Gehäuse verankerte Klappe, die nach unten aufschwingt. Das wirkt durchdachter und vermeidet, dass die Abdeckung beim Wechseln des Staubbeutels herumliegt.

Die Stationsmaße liegen bei 440 × 409 × 470 mm. Im Inneren finden bis zu 2,7 l Staub, 4 l Frischwasser und 3,5 Liter Schmutzwasser Platz – Werte, die nahezu identisch zum Saros 20 sind. Der Roboter selbst misst 353 mm im Durchmesser und 79,8 mm in der Höhe und gehört damit weiterhin zu den flachsten Saugrobotern am Markt.

Optisch unterscheidet sich der Sonic durch eine geriffelte Oberfläche auf dem Deckel, die ihm einen eigenständigen Charakter verleiht. Die Bedienknöpfe sitzen nicht mehr in einer pillenförmigen Aussparung, sondern als zwei längs platzierte, stiftförmige Tasten. Geschmackssache, aber platzsparender. Die Verarbeitung ist tadellos, alles sitzt fest, nichts klappert.

Unter dem Boden arbeitet die bewährte Duo-Divide-Hauptbürste – in der Mitte unterbrochen, sodass Haare gezielt zur Mitte wandern und im Saugkanal landen. Dazu kommen die ausfahrbare Flexi-Arm-Arc-Seitenbürste mit Anti-Tangle-Technologie und die neue Vibrationswischplatte, die ebenfalls ausfahrbar ist.

Einrichtung: Wie schnell ist der Roborock Saros 20 Sonic betriebsbereit?

Die Einrichtung läuft über die Roborock-App, die in unseren Tests immer wieder zu den besten am Markt gehört übersichtlich, performant und intuitiv. Roborock hat den Einrichtungsablauf überarbeitet: Nach dem Verbinden per QR-Code und der WLAN-Eingabe fragt die App nach den Gegebenheiten im Haus – Teppiche, Haustiere, mehrgeschossiges Wohnen. Der Sonic verwaltet bis zu vier Karten gleichzeitig. Praktisch: Der Roboter unterstützt sowohl reine 2,4-GHz-Netze als auch Kombi-Netze mit 5 GHz.

Zudem lässt sich direkt der Nicht-stören-Modus einrichten, die Kartenspeicherung festlegen und der Sprachassistent Rocky aktivieren. Etwas schade: Die Sprache für die Ansagen lässt sich nicht direkt im Rocky-Menü umstellen, sondern nur über die allgemeinen Einstellungen. Ein erstes Firmware-Update von Version 02.38.88 auf 02.54.28 nahm im Test rund 3 Minuten in Anspruch.

Ein nettes Detail: Roborock liefert neben der normalen deutschen Stimme wieder ein humorvolles Sprachpaket mit. Beim Saros Z70 war es „Rocktimus Prime“ mit Transformers-Anleihen, beim Sonic ist es passend zur Fußball-WM 2026 eine Fußball-Fan-Edition. Eine Kommentatorenstimme brüllt „Finaleeeeee, ohooo“, wenn ein Reinigungsauftrag fertig ist, und unter Stadiongeräuschen meldet sich der Roboter mit „Trinkpause“ bei einer Unterbrechung. Standardmäßig ist aber die normale Stimme aktiviert. Wer von Sprachansagen generell schnell genervt ist, der kann sie auch ganz deaktivieren. Dann verpasst man allerdings alle akustische Statusmeldungen und muss in die App schauen.

Die Matter-Kompatibilität und die Steuerung über Amazon Alexa, Apple Siri und Google Assistant funktionieren wie gewohnt. Auch der Live-Videostream der Kamera für die Fernüberwachung ist mit an Bord – und kann auf Wunsch und unter Vergabe eines Passworts aktiviert werden. Standardmäßig ist die Funktion deaktiviert. Beim Datenschutz verweist Roborock auf eine TÜV-Rheinland-Zertifizierung der App-Sicherheit.

Weiterhin gibt es auch eine Offline-Funktion: Die erstellte Karte lässt sich lokal speichern und der Roboter kann ohne Internetverbindung betrieben werden. Allerdings mit deutlichen Einschränkungen: Der direkte App-Zugriff von unterwegs, viele Detaileinstellungen und die praktische Videokamera-Funktion, über die man per Smartphone auf die Roboterkamera zugreifen kann, funktionieren nur mit aktiver Internetverbindung. Der Offline-Betrieb eignet sich daher primär für Nutzer mit festen Reinigungszeiten, die keine spontanen Anpassungen vornehmen möchten.

Navigation: Wie gut erkennt der Roborock Saros 20 Sonic Hindernisse?

Mit dem ausfahrbaren Mini-Lidar auf der Rückseite und der zusätzlichen Kameraerkennung navigiert der Sonic tadellos. Im Test verschiebt er keine Stühle, navigiert vorsichtig zwischen Tischbeinen und meistert verwinkelte Bereiche souverän. Die Empfindlichkeit der Objekterkennung lässt sich in drei Stufen anpassen – vorsichtiger, Standard oder empfindlicher.

Beim Klettern zeigt der Sonic die Qualitäten des Saros 20: Einzelne Hindernisse bis 4,5 cm, doppelte Türschwellen mit zusammen bis zu 8,8 cm. Auf Teppichen hebt sich die Wischplatte automatisch an, und dank Adapti-Lift-Chassis 3.0 kann sich der Roboter für die dynamische Teppichreinigung auch komplett anheben, um langflorige Teppiche bis 3 cm gründlicher zu saugen.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Roborock Saros 20 Sonic?

Auf Hartböden hinterlässt der Sonic einen hervorragenden Eindruck. Er arbeitet mit starken 36.000 Pa Saugleistung und schlägt sich auf Hartboden richtig gut – Vogelfutter, Krümel und gröbere Partikel verschwinden zuverlässig. Statt einer durchgehenden Walze setzt Roborock auf eine in der Mitte unterbrochene Bodenbürste , was der Hersteller Duo Divide nennt. Durch die Zweiteilung wandern Haare und Staubflocken gezielt zur Mitte und landen direkt im Saugkanal, statt sich um die Walze zu wickeln. Das Prinzip kennen wir bereits von früheren Roborock-Modellen und es hat in unseren Tests von allen Anti-Verhedderungsbürsten am besten funktioniert.

Auf Teppichen bietet die App mehrere Strategien: Teppich zuerst saugen, Teppiche komplett auslassen oder die dynamische Tiefenreinigung mit angehobenem Chassis. Im Test befährt der Sonic Teppiche zielstrebig, ohne sie aufzufalten, und entfernt grobe Partikel zu rund 95 Prozent. Bei feinem Mehl als Simulation für eingetretenen Staub liegt die Aufnahmequote bei etwa 85 Prozent – ein starker Wert. Beim zweiten Durchgang über den Teppich senkt der Roboter die Hauptbürste zusätzlich ab und fixiert sie in dieser Position, statt sie wie sonst leicht über den Boden schweben zu lassen. Das drückt die Borsten tiefer in den Flor und holt spürbar mehr Schmutz heraus.

Spannender wird es bei der Wischfunktion. Statt der rotierenden Mopps des Saros 20 vibriert beim Sonic eine Wischplatte mit 4000 Schwingungen pro Minute und drückt mit 14 Newton (N) auf den Boden. Diese Vibrationswisch-Technik soll händisches Schrubben nachempfinden. Auf Parkett ist sie schonender als Walzensysteme, weil sie weniger Feuchtigkeit ausbringt, dafür aber spürbar ergiebiger als klassische Mopps. Ein Vorteil zeigt sich an Kanten und in Ecken: Die ausfahrbare Wischplatte kommt durch ihre einzelne, größere Fläche näher an Wände und Sockelleisten heran als rotierende Doppelmopp-Systeme. Roborock spricht von einem um 27 Prozent vergrößerten Vibrationsbereich für Ecken.

Im Test schlägt sich die Wischplatte ordentlich. Frische Flecken und leichte Verschmutzungen sind kein Problem. An festgetrocknetem Mehl beißt sie sich aber die Zähne aus – das ist eine Disziplin, in der nur eine Walze wirklich überzeugt. Auch hat die Platte das systembedingte Problem aller nicht durchgespülten Wischsysteme: Sie sättigt sich relativ schnell mit Schmutz, da während der Fahrt kein integrierter Abstreifmechanismus arbeitet. Der Roboter muss regelmäßig zur Station zurückkehren, um die Platte zu reinigen. Immerhin wird sie während der Fahrt aus dem 70-ml-Frischwassertank im Roboter kontinuierlich mit frischem Wasser versorgt.

In der Station kümmert sich das überarbeitete Rockdock mit bis zu 100 °C heißem Wasser um die Wischplatte und trocknet sie anschließend mit 55 °C warmer Heißluft. Praktisch: Das Dock kann die Platte unabhängig vom Roboter waschen, was pro Zyklus rund 3 Minuten Zeit spart. Der TÜV Rheinland bescheinigt eine Bakterienentfernungsrate von 99,99 Prozent.

Die Lautstärke fällt angenehm aus. Im Standardmodus messen wir 50 dB(A), die Fahrmotoren liegen bei rund 47 dB(A). Damit ist der Sonic leise, aber nicht ganz so geräuscharm wie die fast unhörbaren Fahrmotoren von Dreame. Im Maximalbetrieb gibt Roborock 64 dB(A) an.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Roborock Saros 20 Sonic?

Der 6400-mAh-Akku liefert laut Hersteller bis zu 190 Minuten Laufzeit – damit reicht eine Ladung für die meisten Wohnungen problemlos. Im Praxistest reinigt der Sonic einen 60 Quadratmeter großen Raum, von dem er rund 54 Quadratmeter tatsächlich saugen kann, in etwa 69 Minuten. Dabei verbraucht er gut 30 Prozent der Akkukapazität im Standardmodus.

Hochgerechnet schafft der Roboter damit rund 180 bis 200 Quadratmeter mit einer Ladung – je nach Bodenbelag und gewähltem Modus. Auf Teppichen mit Tiefenreinigung sinkt die Reichweite. Bei knappem Akku kehrt der Sonic automatisch zur Station zurück und lädt dort in 150 Minuten wieder voll. Roborocks intelligente Ladestrategie passt die Ladedauer zudem an die verbleibende Reinigungsfläche an – der Roboter wartet also nicht unnötig auf eine vollständige Aufladung.

Preis

Der Roborock Saros 20 Sonic ist aktuell für 1269 Euro erhältlich. Damit liegt er nochmals über dem Saros 20, der inzwischen für rund 1059 Euro zu haben ist. Zum kommenden Prime Day und weiteren Shopping-Events dürfte der Preis aber spürbar fallen.

Zu beachten gibt es auch den Unterschied zwischen Complete-Edition und der normalen Ausführung: So bringt die Complete Edition mehr Zubehör mit, wie Ersatzfilter, Staubbeutel, Reinigungsmittel und Ähnliches. Die normale Edition kommt hier mit nur einem Beutel, einer Seitenbürste und keinem Filter. Je nach Preis lohnt sich im Zweifel also der direkte Griff zur Complete-Edition.

Fazit

Der Roborock Saros 20 Sonic übernimmt nahezu alle Stärken des Saros 20 und legt in den entscheidenden Details nach. Die Vibrationswischplatte ist die wichtigste Neuerung und bringt echte Vorteile: Sie reinigt Kanten und Ecken besser als klassische Doppelmopp-Systeme, schrubbt mit 4000 Schwingungen pro Minute auch festeren Schmutz an und gibt dabei weniger Feuchtigkeit an den Boden ab als Walzensysteme – ein klarer Vorteil für Parkettbesitzer. An festgetrocknetem Schmutz scheitert sie zwar weiterhin, das schaffen nur Walzen wirklich gut.

Die Navigation mit ausfahrbarem Lidar-Turm arbeitet im Test tadellos, das ultraflache Design von 7,98 cm bleibt erhalten, und die Kletterfähigkeit von 4,5 cm einzeln und 8,8 cm doppelt gehört zum Besten am Markt. Dazu kommen die Station mit 100 °C Heißwasserreinigung, die durchdachten Detailverbesserungen am Gehäuse und die wie immer hervorragende Roborock-App.

Trotz hohem Preis von 1269 Euro ist der Saros 20 Sonic damit aktuell der durchdachteste Premium-Saugroboter im Test und löst seinen Bruder als neuen Testsieger unserer Saugroboter-Bestenliste ab. Wer Wert auf Parkettpflege, gute Eckenreinigung und ein extrem flaches Design legt, bekommt hier das aktuell rundeste Paket.



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Nordfrankreich: Fototour von Straßburg über Nancy bis in die Vogesen


Frankreich beginnt nicht in Paris. Bereits wenige Kilometer hinter der deutschen Grenze verändert sich jenseits des Rheins die visuelle Atmosphäre. Plätze wirken großzügiger, Fassaden verspielter, das Leben verlagert sich sichtbar nach draußen.

Cafés öffnen sich zur Straße, Märkte prägen ganze Viertel, Menschen sitzen, beobachten und kommen ins Gespräch. Für Fotografinnen und Fotografen entsteht so ein anderes Zusammenspiel von Architektur, Bewegung und Alltag als auf der deutschen Seite des Rheins.

Bei unserer Tour konzentrieren wir uns auf Städte nahe der Grenze, die sich besonders gut für urbane Motive und Streetfotografie eignen. Dazu gehören Straßburg und Nancy sowie kleinere Orte, die den Übergang zwischen Stadt und Land bilden.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Nordfrankreich: Fototour von Straßburg über Nancy bis in die Vogesen“.
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