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Künstliche Intelligenz

Angriffe auf FortiSandbox-Schwachstellen | heise online


Schwachstellen in den IT-Sicherheitsappliances FortiSandbox von Fortinet dienen Angreifern aus dem Netz derzeit als Angriffsziel. Aktualisierungen, um die Sicherheitslücken zu schließen, stehen schon etwas länger bereit.

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Auf X meldet DefusedCyber die beobachteten Angriffe. Gleich drei Schwachstellen in FortiSandbox werden demnach attackiert. Die erste Lücke ermöglicht bösartigen Akteuren, an einer Path-Traversal-Schwachstelle in der JRPC-API von FortiSandbox anzusetzen, um mit sorgsam präparierten HTTP-Anfragen die Authentifizierung zu umgehen (CVE-2026-39813, CVSS 9.1, Risiko „kritisch“). Bereits Mitte April hat Fortinet FortiSandbox 4.4.9 und 5.0.6 veröffentlicht, die das ausbessern.

Ebenfalls unter Beschuss steht eine unzureichende Filterung von Elementen, die in einem Befehl ans Betriebssystem von FortiSandbox verwendet werden, die Angreifern ohne Authentifizierung das Ausführen von nicht autorisiertem Code oder Befehlen mittels manipulierter HTTP-Anfragen ermöglichen (CVE-2026-39808, CVSS 9.1, Risiko „kritisch“). DefusedCyber sieht auch Angriffe auf eine jüngere Sicherheitslücke, die das unbefugte Einschleusen von Befehlen ohne vorherige Authentifizierung mittels manipulierter HTTP-Anfragen ermöglichen, die ans Betriebssystem durchgereicht und dort ausgeführt werden (CVE-2026-25089, CVSS 9.1, Risiko „kritisch“). Die Schwachstelle hat Fortinet in der vergangenen Woche gemeldet, die Versionen mit den Fehlerkorrekturen sind jedoch die gleichen wie aus dem April.

DefusedCyber bleibt sehr schmallippig und erwähnt lediglich, dass die IT-Forscher nach eigenen Angaben seit dem 14. Juni Angriffe auf diese Schwachstellen beobachten. Ein Screenshot zeigt eine Anfrage auf einen jsonrpc-Endpunkt. Die Fortinet-Advisories bestätigen die Angriffe derzeit noch nicht, sie weisen zum Meldungszeitpunkt „Known Exploited: No“ aus.

Zu den Angriffen auf die jüngere Schwachstelle CVE-2026-25089 schreiben die Autoren noch kurz, dass der Exploit mutmaßlich mittels Vibe Coding entstanden ist, also mit KI-Unterstützung. Er sei deshalb wahrscheinlich fehlerhaft. Einen funktionierenden Exploit für die Lücke hat DefusedCyber demzufolge noch nicht gesehen, es sei noch keiner veröffentlicht worden.


(dmk)



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Künstliche Intelligenz

Gamingmäuse unter Linux einstellen | heise online


Wer regelmäßig am PC zockt, schätzt hochwertige, fürs Gaming optimierte Eingabegeräte. Die sehen nicht nur schicker aus als die Standard-Büroaustattung, sondern haben auch sonst einige Vorteile: Mäuse und Tastaturen sind robuster und minimieren Verzögerungen zwischen Eingabe und Reaktion auf dem Bildschirm durch höhere USB-Abfrageraten (USB-Polling). Die Empfindlichkeit der Mäuse ist zwischen träge und extrem nervös fein einstellbar, zwischen gespeicherten Konfigurationen schaltet eine DPI-Taste schnell um. Außerdem lassen sich Farbe und Blinkmuster der Tastenbeleuchtungen frei wählen. Doch die dazu nötigen Programme stellen die Hersteller nur für Windows und macOS bereit. Die wachsende Zahl der Gamer unter Linux bleibt außen vor. So ersparen sie sich zwar überfrachtete Hintergrundprogramme mit Datensammelwut und Cloudanbindung, müssen jedoch zum Einstellen selbst tätig werden.

Vor einigen Jahren haben wir Gamingtastaturen getestet, darunter die Logitech G910 Orion Spectrum. Die gefiel mit leisen, schnellen Tasten, doch leuchtete und blinkte sie bei jedem Einschalten wie ein Weihnachtsbaum. Erst nach dem Start des Windows-Hintergrundprogramms Logitech GHub wechselte sie auf das eingestellte statische Blau. Unter Linux schaffte G810-LED Abhilfe, ein kleines Progrämmchen für die Eingabezeile. Mit den Kommandos -an 0000FF --startup-mode gestartet speicherte es die Vorgabe blaue Tastenbeleuchtung dauerhaft in der Tastatur.

  • Viele Mäuse und Tastaturen gängiger Hersteller lassen sich auch mit Linux-Tools konfigurieren.
  • Die Open-Source-Lösungen für Linux erkennen ältere Modelle eher als neuere.
  • libratbag-Device-Dateien mancher älteren Geräte lassen sich anpassen, sodass neuere Nachfolgermodelle erkannt werden.


Zwei Pinguine vor petrolfarbenem Hintergrund

Zwei Pinguine vor petrolfarbenem Hintergrund

(Bild: 

Liane M. Dubowy / KI / heise medien

)

Wer spielen will, braucht Windows: Das stimmt schon lange nicht mehr. Unzählige Indie-Games und AAA-Titel laufen einwandfrei unter Linux – in der Regel ohne Frickelei. Wir stellen Linux-Distributionen fürs Gaming sowie praktische Gaming-Tools vor.

Für Linux gibt es verschiedene, teils herstellerabhängige Lösungen, um Tastaturen, Mäuse und andere Gamingperipherie anzupassen. Einige stellen wir im Folgenden vor. Das Beispiel zeigt aber, dass eine Google-Suche nach einem bestimmten Modell lohnen kann. Vielleicht waren Sie nicht alleine mit den Einstellproblemen. Allerdings gilt auch: Je neuer das Maus- oder Tastaturmodell ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass das Konfigurieren unter Linux funktioniert. Dann hilft nur ein Bekannter mit Windows-PC, der die zeitweise Installation der Herstellersoftware erlaubt. Wenn die Wunscheinstellungen erst einmal im Festspeicher des Eingabegeräts stehen, funktionieren diese an jedem PC und auch mit Linux.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Gamingmäuse unter Linux einstellen“.
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Künstliche Intelligenz

Baidu und Postauto testen in der Schweiz für Robotaxidienst AmiGo


Der chinesische Technologiekonzern Baidu und der Verkehrsbetrieb Postauto starten mit einem Robotaxidienst in der Schweiz. Die Schweizer Verkehrsbehörde Bundesamt für Strassen (Astra) hat eine Sondergenehmigung für den On-Demand-Dienst AmiGo erteilt.

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Die Testfahrten mit den teilautomatisierten Fahrzeugen (SAE Level 4) vom Typ Apollo Go RT6 haben Anfang des Monats begonnen, wie Baidu mitteilte. Die Astra hat ein 80 Quadratkilometer großes Einsatzgebiet in den Ostschweizer Kantonen St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden dafür freigegeben. Bei den Fahrten ist zur Sicherung jeweils ein Mensch an Bord.

„Mit AmiGo machen wir automatisierte Mobilität im öffentlichen Nahverkehr erfahrbar“, sagte Postauto-Chef Stefan Regli. „Die Sondergenehmigung der Astra zeigt, dass wir den Betrieb schrittweise und unter klar definierten Sicherheitsauflagen umsetzen können. Unser Fokus liegt darauf, einen sicheren und zuverlässigen Dienst aufzubauen, der den bestehenden öffentlichen Nahverkehr sinnvoll ergänzt.“

AmiGo ist ein Gemeinschaftsangebot der Baidu-Tochter Apollo Go und des Schweizer Verkehrsbetriebs Postauto, das On-Demand-Mobilität anbieten soll. Angekündigt wurde es Ende 2025. Der Start für den regulären Dienst, der bis zu 25 Fahrzeuge umfassen soll, ist laut Postauto spätestens für das erste Quartal kommenden Jahres geplant. Nach Ende der Testphase sollen die Fahrzeuge ohne Sicherheitspersonal an Bord unterwegs sein.

Der chinesische Digitalkonzern Baidu, ursprünglich Betreiber einer Suchmaschine, beschäftigt sich schon seit knapp zehn Jahren mit dem autonomen Fahren. 2017 initiierte der Konzern das Projekt Apollo, um die entsprechende Software zu entwickeln und diese kostenlos zur Verfügung zu stellen. Seit 2023 darf Baidu Robotaxis regulär einsetzen.

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Ende März kam es in der chinesischen Stadt Wuhan zu einem Systemausfall bei Baidu, infolgedessen rund 100 Robotaxis auf den Straßen liegen blieben.


(wpl)



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Künstliche Intelligenz

KI-Update kompakt: Mythos-Sperre, Nudifier-Verbot, Propaganda, iPhone


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Die US-Regierung hat am Wochenende die Anthropic-Modelle Fable 5 und Mythos 5 unter einer Exportkontrolldirektive gesperrt. Verhandlungen mit dem Hersteller laufen, eine Einigung steht aus. Auslöser war ein Bericht einer Sicherheitsabteilung von Amazon, der einen vermeintlichen Jailbreak des Modells Fable beschrieb.

Die Cybersicherheitsexpertin Katie Mosuris, die den Bericht eingesehen hat, widerspricht dieser Darstellung. Das Modell habe schlicht die Aufforderung „fix the Code“ befolgt und einen Patch entworfen, den Menschen danach manuell prüften. Genau das solle KI in der Cybersicherheit leisten, argumentiert Mosuris. Andernfalls blieben mächtige Werkzeuge allein Angreifern vorbehalten. Ein weiterer Faktor für die Sperre soll ein chinesischer Zugriff auf das vollständige Mythos-Modell gewesen sein. Washington hält bislang an der Maßnahme fest.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Über 200 Menschenrechtsorganisationen, darunter Amnesty International, fordern den sofortigen Stopp von KI-Systemen in militärischen Tötungsketten. Sie warnen vor einer Zukunft, in der Algorithmen über Leben und Tod entscheiden. Ein Bericht des New Scientist nennt einen ersten bestätigten Fall: Vollautonome Drohnen sollen im „Terminator-Modus“ eigenständig feindliche Soldaten getötet haben, ohne menschliche Kontrolle.

Auch in Gaza, im Libanon und im Iran sind automatisierte Systeme zur Überwachung und Zielgenerierung im Einsatz. Die Organisationen sprechen von „Massenabfertigung“, die Angriffe im Minutentakt autorisiere. In der Kritik stehen Google, Microsoft und OpenAI, die Milliarden mit Militäraufträgen verdienen. Gefordert werden strenge Regeln, um den Ausbau autonomer Waffensysteme zu stoppen.

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Die niederländische Verbraucherschutz-Stiftung SOMI hat Meta verklagt. Sie wirft dem Konzern vor, Beiträge und Kommentare aus Facebook und Instagram unter falschen Angaben zum KI-Training zu nutzen. Meta erwecke den Eindruck, die Daten flössen in die Llama-Sprachmodelle. Tatsächlich landeten sie im Werbeoptimierungssystem GEM. Verarbeitet würden zudem Daten von Personen ohne Konto sowie von Minderjährigen.

SOMI fordert mindestens 1.000 Euro Schadenersatz pro Betroffenem plus 100 Euro für jeden Monat seit Mai 2025. Für Jugendliche soll der Mindestbetrag im Erfolgsfall das Dreifache, für Kinder das Fünffache betragen. Auch Personen ohne Facebook- oder Instagram-Konto können sich der Sammelklage anschließen.

Das Europaparlament hat mit großer Mehrheit neue Regeln gegen pornografische Deepfakes beschlossen. Verboten sind KI-Systeme, die Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs erzeugen. Auch Apps, die intime Bereiche identifizierbarer Personen oder sexuell eindeutige Handlungen ohne Einwilligung zeigen, sind untersagt. Anbieter dürfen Bild- oder Videogeneratoren in der EU nur vertreiben, wenn technische Schutzvorkehrungen die Erstellung solchen Materials verhindern.

Die Regelung ergänzt bestehende Vorschriften und nimmt erstmals auch die Anbieter von Nudification-Apps in die Pflicht. Eine Lücke bleibt: Nicht einvernehmliche Bikini-Bilder, wie sie der Chatbot Grok auf X erzeugte, dürften weiterhin erlaubt sein. Stimmen die Mitgliedsstaaten zu, tritt das Gesetz am 2. Dezember in Kraft.

Smartphone-Preise steigen wegen einer anhaltenden Speicherkrise. Carl Pei vom Hersteller Nothing erklärte auf X, Speicher sei mittlerweile die teuerste Komponente und mache über die Hälfte der Hardwarekosten aus. Ursache ist der KI-Boom: Rechenzentren benötigen denselben Speichertyp wie Smartphones. Erstmals konkurrieren Geräte- und KI-Infrastruktur direkt um dieselben Chips.

Neue Modelle kosten bereits bis zu 100 Dollar mehr als ihre Vorgänger. Xiaomi-Chef Lei Jun erwartet weitere Aufschläge in den kommenden zwei Jahren. Betroffen sind auch Gaming-Konsolen und PC-Hardware. Beide Firmenchefs raten zu zügigen Käufen, da sich die Lage so bald nicht entspanne.


KI-Update

KI-Update

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.

SpaceX kauft das KI-Entwicklertool Cursor für 60 Milliarden Dollar in Aktien. Es ist einer der größten Tech-Deals der jüngeren Zeit. SpaceX gewinnt damit direkten Zugang zur globalen Entwickler-Community und will Cursor neben dem Chatbot Grok als profitables Vorzeigeprodukt etablieren. Das KI-Unternehmen xAI ist bereits integriert.

Cursor könnte vom Supercomputer „Colossus“ mit 200.000 Nvidia-GPUs profitieren, aus dem auch Google und Anthropic Rechenleistung mieten. Für Konkurrenten wie Anthropic und OpenAI im KI-Coding-Geschäft steigt der Druck.

Salesforce übernimmt die KI-Kundenservice-Plattform Fin für 3,6 Milliarden Dollar. Kernprodukt ist ein KI-Agent, der Kundenanfragen über Kanäle wie Live-Chat und WhatsApp bearbeitet. Grundlage ist das hauseigene Modell „Apex“, das für den Support entwickelt wurde. Salesforce verspricht autonome Problemlösung, niedrigere Kosten und schnellere KI-Einführung.

Der Deal zeigt den Druck auf klassische Softwareanbieter durch generative KI. Salesforce hatte zuvor Informatica für acht Milliarden Dollar gekauft, um KI tiefer in die eigenen Produkte zu integrieren.

Nach dem Github Copilot stellt Microsoft auch sein KI-Tool Copilot Cowork auf nutzungsbasierte Abrechnung um. Cowork ist eine Adaption eines gleichnamigen Anthropic-Tools und soll Wissensarbeit mit agentischer KI unterstützen. Charles Lamanna, bei Microsoft für Copilot zuständig, bezeichnet ein Pauschalmodell als nicht tragbar. Manche Nutzer erledigten hunderte Aufgaben pro Woche, was die Kosten in die Höhe treibe.

Parallel prüft Microsoft laut dem Nachrichtenportal Axios den Einbau des chinesischen Modells DeepSeek V4 als günstigere Option. Da der Einsatz eines chinesischen Modells besonders in den USA Kritik auslösen dürfte, betont der Konzern, DeepSeek wäre optional und liefe vollständig auf der eigenen Cloud Azure. Eine Entscheidung soll in den kommenden Wochen fallen.

Nach dem Github Copilot stellt Microsoft auch sein KI-Tool Copilot Cowork auf nutzungsbasierte Abrechnung um. Cowork ist eine Adaption eines gleichnamigen Anthropic-Tools und soll Wissensarbeit mit agentischer KI unterstützen. Charles Lamanna, bei Microsoft für Copilot zuständig, bezeichnet ein Pauschalmodell als nicht tragbar. Manche Nutzer erledigten hunderte Aufgaben pro Woche, was die Kosten in die Höhe treibe.

Parallel prüft Microsoft laut dem Nachrichtenportal Axios den Einbau des chinesischen Modells DeepSeek V4 als günstigere Option. Da der Einsatz eines chinesischen Modells besonders in den USA Kritik auslösen dürfte, betont der Konzern, DeepSeek wäre optional und liefe vollständig auf der eigenen Cloud Azure. Eine Entscheidung soll in den kommenden Wochen fallen.

Daten von Pokémon-Go-Spielern sind in ein KI-Modell geflossen, das künftig Militärdrohnen unterstützen könnte. Mehrere europäische Zeitungen berichten darüber. 2021 setzte der Entwickler Niantic Spielanreize, damit Nutzer reale Orte mit ihren Smartphones scannen. Die Teilnahme war freiwillig und erforderte eine ausdrückliche Zustimmung. Millionen scannten daraufhin Straßen, Gebäude und Parks und lieferten Milliarden visueller Mapping-Daten.

Das Spin-off Niantic Spatial wandelte die Scans in eine 3D-Karte um, mit der sich Maschinen per Kamera orten und navigieren können, ganz ohne GPS. Im Dezember 2025 kündigte Niantic Spatial eine Partnerschaft mit dem US-Rüstungsdienstleister Vantor an, der auf Software zur Drohnenortung spezialisiert ist. Die Kooperation soll Probleme mit gestörten oder manipulierten Satellitensignalen lösen, wie sie in den Kriegen in der Ukraine und im Iran auftreten.

Meta hat offenbar die Gesichtserkennung des Pentagon-Zulieferers Rank One Computing (ROC) für seine Smart Glasses geprüft. Eine Softwarelizenz verknüpft die ROC-Technologie mit einer Testversion der Meta-AI-App, die für die Ray-Ban-Meta-Brillen nötig ist. Sie deckt Gesichtserkennung, Lebenderkennung und bis zu zehn Millionen Gesichtsvorlagen ab. Spuren der Software fanden sich in der App, aktiviert war sie nicht.

ROC wurde von ehemaligen FBI-Mitarbeitern gegründet und beliefert vor allem Militär, Geheimdienste und Strafverfolgung. Meta hatte zuvor eigenen, ebenfalls inaktiven Code für eine Funktion namens „Nametag“ entwickelt und nach Medienberichten entfernt. Der Konzern bezeichnet das Projekt als rein explorativ und betont, noch keine endgültige Entscheidung über Gesichtserkennung getroffen zu haben.

Apple bringt ein KI-Modell mit 20 Milliarden Parametern auf das iPhone, obwohl Arbeitsspeicher dort knapp ist. Das bisherige On-Device-Modell hatte rund drei Milliarden Parameter. Das neue Modell AFM Core Advanced dreht das Prinzip um: Es liegt vollständig im Flash-Speicher, in dem sonst Fotos und Apps stecken. In den schnellen RAM lädt das System nur jenen Teil, den es für die aktuelle Anfrage braucht.

Den Kniff nennt Apple Instruction Following Tuning. Statt bei jedem Wort neu zu entscheiden, welche Teile zu aktivieren sind, analysiert das Modell die gesamte Anfrage und wählt einmalig den passenden Ausschnitt. Das Modell versteht Text, Bilder und Audio gleichzeitig und treibt die neuen, natürlicher klingenden Siri-Stimmen komplett ohne Cloud an. Siri-Projektleiter Mike Rockwell sagt, ohne dieses Modell wären die Stimmen nicht möglich gewesen. Es läuft nur auf dem iPhone 17 Pro, dem 17 Pro Max, dem iPhone Air sowie leistungsfähigen Macs und iPads. Apple schafft damit zwei KI-Klassen innerhalb der eigenen Produktlinie.

Auf der Augmented World Expo zeigt das kalifornische Start-up Raven Resonance eine Smart-Glasses-Brille, die ohne Smartphone oder Cloud auskommt. Anders als Modelle von Meta, Samsung oder Google trägt die Raven Prism einen ARM-Prozessor mit vier Kernen, der das hauseigene Linux-System RavenOS ausführt. Gesteuert wird per Eye-Tracking und Sprache, ein farbiges Display projiziert Inhalte ins Sichtfeld.

Besonderheit sind die wechselbaren „Raven Wings“-Akkumodule, die sich im laufenden Betrieb tauschen lassen. Das System friert den Zustand ein und arbeitet danach nahtlos weiter. KI-Funktionen laufen lokal, die Kamera hat eine mechanische Abdeckung und Signal-LEDs. Die Brille soll noch dieses Jahr erscheinen. Angaben zu Preis und technischen Daten fehlen bislang.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO


(igr)



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