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Antispy-Tool O&O ShutUp10: Mehr KI-Gegenmaßnahmen und neue Premium-Funktionen


Antispy-Tool O&O ShutUp10: Mehr KI-Gegenmaßnahmen und neue Premium-Funktionen

Bild: O&O Software GmbH

Das beliebte Antispy- und Datenschutz-Tool O&O ShutUp10 für Windows 10 und 11 bleibt in den Grundfunktionen kostenlos, führt mit der neuen Version aber erstmals auch kostenpflichtige Premium-Funktionen ein. Gleichzeitig erweitert das Update den Funktionsumfang der Gratis-Version um zahlreiche neue Optionen.

Passend zur Veröffentlichung von Windows 10 erschien im Spätsommer 2015 auch O&O ShutUp10, um dem stetigen Hunger von Microsoft nach Telemetriedaten entgegenzuwirken. Bis heute bündelt die Anwendung zahlreiche und oftmals versteckte Windows-Einstellungen zentral an einem Ort, seit geraumer Zeit lässt sich das zeitweise auch als O&O ShutUp10++ vermarktete Antispy-Tool zudem unter Windows 11 einsetzen.

O&O ShutUp10 setzt künftig auch auf zahlende Kunden

Mit der jetzt veröffentlichten Version 3.0.1076 führen die Entwickler neben zahlreichen weiteren Neuerungen erstmals Premium-Funktionen ein, womit die Anwendung nicht länger vollständig kostenlos bleibt. Dazu zählen unter anderem Datenschutzprofile, mit denen sich deaktivierte und erlaubte Windows-Funktionen an unterschiedliche Einsatzszenarien anpassen lassen, etwa wenn bestimmte Windows-Funktionen für einzelne Tätigkeiten benötigt werden.

Darüber hinaus erhalten zahlende Nutzer einen automatischen Schutz vor „Einstellungsdurchsetzungen“, über die das Betriebssystem gewissen Einstellungen versucht beizubehalten. Zusätzlich stehen unter anderem ein Aktivitätsprotokoll sowie eine Statistik- und Nutzungsübersicht zur Verfügung.

Auch viele neue kostenlose Features

Aber auch die weiterhin kostenlosen Funktionen wurden mit dem Update deutlich erweitert: So lassen sich nun unter anderem der Cocreator sowie die KI-gestützte Bildfüllung in Microsoft Paint deaktivieren. Gleiches gilt für die Ausweitung der Windows-Suche über Bing sowie für das Suchfeld in der Taskleiste, die sich jetzt ebenfalls abschalten lassen.

Darüber hinaus kann über die Anwendung künftig auch das Edge Secure Network, also das integrierte VPN von Microsoft Edge, deaktiviert werden. Zusätzlich lassen sich zahlreiche drahtlose Verbindungen wie NFC, Mobilfunk-Breitband (WWAN) und WiFi Direct über die Software abschalten, darüber hinaus lässt sich nun die Bluetooth-Kopplung einschränken.

Gleichzeitig führt O&O ShutUp10 3.0.1076 einen Bearbeitungsmodus für fortgeschrittene Nutzer sowie einen neuen Einstellungsdialog ein. Zudem können optionale Updates einschließlich Vorschau-Updates künftig unterbunden werden.

Auch einige Fehler behoben

Neben den zahlreichen Neuerungen haben die Entwickler auch mehrere Fehlerkorrekturen vorgenommen. In vorherigen Versionen konnte es vorkommen, dass bei einer Werksrücksetzung ein Richtlinien-Registrierungsschlüssel zurückblieb, der Windows-Updates blockieren konnte. Dieses Problem soll mit der neuen Version nicht mehr auftreten. Ebenfalls behoben wurden Darstellungsfehler bei Unicode- und Symbolanzeigen in lokalisierten Ressourcen.

Die ausführlichen Release Notes listen alle Neuerungen und Änderungen übersichtlich auf.

Ab sofort verfügbar

O&O ShutUp10 3.0.1076 steht ab sofort über die Website des Herstellers zum Download bereit. Alternativ lässt sich das Antispy- und Datenschutz-Tool auch weiterhin bequem direkt über den Link am Ende dieser Meldung aus dem Download-Bereich von ComputerBase herunterladen.

Die Grundfunktionen bleiben auch mit der nun erfolgten Aufteilung weiterhin kostenlos. Für die Premium-Funktionen werden bei einer Lizenz für einen PC einmalig 19,90 Euro fällig. Bei mehreren Rechnern lässt sich hingegen pro Gerät sparen: So können bis zu fünf Geräte für 29,90 Euro versorgt werden.

Aktuell bietet der Entwickler auf beide Varianten Rabatte an, wodurch diese zum Zeitpunkt dieses Artikels für 14,90 Euro beziehungsweise 24,90 Euro erhältlich sind. Als Entscheidungshilfe stellt der Hersteller zudem eine Übersicht der verschiedenen Editionen bereit.

Downloads

  • O&O ShutUp10

    4,6 Sterne

    O&O ShutUp10 ist ein Antispy-Tool für Windows 10 und 11 mit schnellem Zugriff auf wichtige Einstellungen.

    • Version v3.0.1076 Deutsch



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Synology PAS7700: Neues Active-Active-NVMe-Storage nimmt 48 SSDs auf


Synology hat das PAS7700 heute offiziell in die weltweite Verfügbarkeit geschickt. Das neue System richtet sich an Kunden, die für geschäftskritische Prozesse hohe Performance, geringe Latenzen und möglichst unterbrechungsfreien Betrieb benötigen.

Laut Synology handelt es sich beim PAS7700 um das erste Active-Active-All-Flash-NVMe-Speichersystem des Unternehmens.

Latenzen im Sub-Millisekundenbereich

Technisch setzt die PAS7700 auf eine Dual-Controller-Architektur und bringt 48 NVMe-SSD-Einschübe in einem 4-HE-Gehäuse unter. Mit bis zu sieben Erweiterungseinheiten soll sich das System auf 1,65 PB Kapazität skalieren lassen. Unterstützt werden Datei- und Blockprotokolle wie NVMe-oF, iSCSI, Fibre Channel, SMB und NFS, wodurch Synology das System nicht nur für klassische Dateiablagen, sondern auch für virtualisierte Umgebungen, Datenbanken, KI-Workloads, Medienproduktion und andere latenzkritische Anwendungen positioniert.

Bei der Leistung nennt Synology bis zu 2 Millionen IOPS, eine sequenzielle Transferrate von bis zu 30 GB/s sowie Latenzen im Sub-Millisekundenbereich. Möglich machen sollen das die vollständig NVMe-basierte Architektur, bis zu 2.048 GB Arbeitsspeicher pro System und Netzwerkanbindungen bis 100 GbE. Die Hardware-Spezifikationen nennen pro Controller einen AMD Epyc 7443P mit 24 Kernen und standardmäßig 64 GB DDR4-ECC-RDIMM-RAM, welcher sich auf bis zu 1.024 GB RAM erweitert lässt.

Ein Schwerpunkt des PAS7700 liegt auf der Hochverfügbarkeit. Die Active-Active-Architektur soll Redundanz über mehrere Ebenen hinweg bieten, darunter RAID mit Triple-Parity, synchronisierten Schreibschutz im Arbeitsspeicher, IP-Failover und Failover auf Protokollebene. Damit zielt Synology auf Umgebungen, in denen Ausfallzeiten oder Datenverlust nicht tolerierbar sind. Für die Datensicherheit nennt der Hersteller Funktionen wie Self-Encrypting Drives, WORM, unveränderliche Snapshots, Snapshot Replication und Hyper Backup.

Auch beim Thema Effizienz will Synology nachlegen. Die PAS7700 unterstützt Deduplizierung, um den Speicherbedarf bei großen Unternehmens-Workloads zu reduzieren. Zusätzlich kündigt Synology für später Synology Tiering an, das „kalte“ Daten automatisch auf günstigeren Speicher verschieben soll, während aktive Prozesse auf dem schnellen NVMe-Speicher verbleiben. Laut aktueller Produktseite soll diese Tiering-Funktion im vierten Quartal 2026 verfügbar werden. Synology Drive und Synology Office sind für die PAS7700 laut Produktseite für das dritte Quartal 2026 vorgesehen.

Active-Active?

Mit Active-Active-Architektur ist gemeint, dass zwei Controller gleichzeitig aktiv arbeiten und Datenzugriffe bedienen. Bei klassischen Storage-Systemen gibt es oft Active-Passive: Ein Controller arbeitet aktiv, der zweite wartet nur im Standby. Fällt der aktive Controller aus, übernimmt der passive Controller. Das erhöht die Verfügbarkeit, aber im Normalbetrieb bleibt ein Teil der Hardware ungenutzt. Bei Active-Active sieht es anders aus. Beide Controller sind gleichzeitig produktiv im Einsatz. Sie können parallel Lese- und Schreibzugriffe verarbeiten, teilen sich also die Arbeit. Fällt einer der beiden Controller aus, übernimmt der andere Controller dessen Aufgaben. Für angeschlossene Server oder Clients soll der Zugriff dabei möglichst ohne Unterbrechung weiterlaufen.

Neue Ausrichtung auf größere Unternehmen

Mit der PAS7700 verschiebt Synology den Fokus sichtbar weiter in Richtung Enterprise-Storage. Während die Marke lange vor allem für NAS-Systeme im KMU- und Prosumer-Umfeld bekannt war, adressiert das neue System deutlich anspruchsvollere Infrastrukturen. Interessant ist dabei vor allem die Kombination aus Synologys stark integrierter Softwareplattform und einer Hardwarebasis, die sich mit klassischen Enterprise-Setups messen können soll.

Preise nennt Synology in der Mitteilung nicht.



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Linux-Gaming: „Low Latency Layer“ bringt Anti-Lag-Funktionen für Linux


Ein neues Open-Source-Projekt sorgt derzeit in der Linux-Gaming-Community für Aufmerksamkeit: „Low Latency Layer“. Das auf GitHub veröffentlichte Projekt will die sogenannte „Click-to-Photon“-Latenz reduzieren – also die Zeit zwischen einer Eingabe per Maus oder Tastatur und der sichtbaren Reaktion auf dem Bildschirm.

Low Latency auch für Intel

Technisch setzt „Low Latency Layer“ an einer interessanten Stelle an, das Projekt implementiert hardwareunabhängig die Vulkan-Erweiterungen „VK_NV_low_latency2“ und „VK_AMD_anti_lag“. Dadurch sollen Funktionen, die aus dem Nvidia-Reflex-Ökosystem beziehungsweise von AMDs Anti-Lag-Technik bekannt sind, auch auf Hardware nutzbar werden, für die sie offiziell nicht oder nur eingeschränkt verfügbar sind. Laut Projektbeschreibung bringt der Layer Reflex- und Anti-Lag-Fähigkeiten insbesondere auf AMD- und Intel-GPUs und kann in Verbindung mit dxvk-nvapi relevante Aufrufe für Proton- beziehungsweise Steam-Play-Spiele weiterreichen.

Linux-Gaming profitiert

Der praktische Nutzen liegt vor allem im Linux-Gaming. Viele moderne Spiele bieten Nvidia Reflex an, während AMD Anti-Lag 2 seltener direkt unterstützt wird. Genau diese Lücke will Low Latency Layer schließen. Damit könnte der Layer besonders für Besitzer von AMD- oder Intel-Grafikkarten interessant sein, die unter Linux von Reflex-ähnlicher Latenzoptimierung profitieren möchten.

Standardmäßig stellt der Layer die Erweiterung VK_AMD_anti_lag bereit. Bei nativen Linux-Spielen wie Counter-Strike 2 soll dies laut Dokumentation ohne zusätzliche Eingriffe funktionieren, sodass AMD Anti-Lag direkt im Spielmenü aktiviert werden kann. Für Proton-Spiele empfiehlt das Projekt zunächst die Umgebungsvariable LOW_LATENCY_LAYER_REFLEX=1. Falls eine Reflex-Option im Spiel nicht erscheint, kann zusätzlich DXVK_CONFIG=“dxgi.hideAmdGpu = True“ gesetzt werden. Gleichzeitig warnt der Entwickler vor bestimmten Workarounds wie PROTON_FORCE_NVAPI=1 oder dem Vortäuschen einer Nvidia-GPU, da diese Funktionen unter anderem den Proton-FSR4-Upgrade-Pfad stören können.

Vielversprechender Auftakt

Erste Messungen wirken vielversprechend, sollten aber mit Vorsicht eingeordnet werden. In der GitHub-Dokumentation heißt es, Benchmarks deuteten darauf hin, dass Low Latency Layer gleichauf mit oder sogar besser als proprietäre Windows-Implementierungen auf derselben Hardware abschneiden könne. Getestet wurden unter anderem The Finals, Counter-Strike 2, Cyberpunk 2077, Resident Evil Requiem, Marvel Rivals und Overwatch 2. Die Messungen erfolgten laut Projekt mit High-End-AMD-Hardware, Gentoo Linux, KDE Plasma 6.6 und einem Monitor mit Nvidia Reflex Analyzer.

Für Arch-Nutzer gibt es bereits ein AUR-Paket namens vulkan-low-latency-layer. Dort wird das Paket als „Implicit Vulkan layer that reduces click-to-photon latency for AMD and Nvidia“ beschrieben. Es steht unter MIT-Lizenz und verweist direkt auf das GitHub-Projekt als Upstream-Quelle.

Ergebnisse im Detail

Latenzvergleich für Counter-Strike 2
Latenzvergleich für Counter-Strike 2 (Bild: nJ3ahxac aka Nicolas James)

Das auf der GitHub-Seite gezeigte Diagramm veranschaulicht, welchen Einfluss der Low Latency Layer in einem konkreten Test mit Counter-Strike 2 haben kann. Gemessen wurde die Latenz mit dem Nvidia Reflex Analyzer auf einem System mit Ryzen 7 9800X3D und Radeon RX 7900 XTX. Getestet wurde in 1080p mit 8x MSAA, dem Very-High-Preset und einer Practice-Session (Übungsrunde) auf der Karte Inferno. Die Angabe „n = 50“ bedeutet, dass pro getesteter Konfiguration 50 Messwerte erfasst wurden.

Die Grafik ist als Boxplot aufgebaut. Jeder schwarze Punkt steht für eine einzelne Messung, während die farbigen Kästen die typische Verteilung der Werte darstellen. Entscheidend ist dabei die vertikale Achse: Sie zeigt die gemessene Latenz in Millisekunden. Je niedriger die Werte ausfallen, desto schneller reagiert das System sichtbar auf eine Eingabe. Die Linie innerhalb eines Kastens markiert den Median, also den mittleren typischen Wert der jeweiligen Testreihe.

Verglichen werden mehrere Latenztechniken und Plattformen. Auf der linken Seite stehen die beiden Korthos-Varianten des Low Latency Layer unter Linux, einmal im Anti-Lag-2-Modus und einmal im Reflex-Modus. Daneben folgen AMD Anti-Lag 2 unter Windows, AMD Anti-Lag 2 unter Windows mit Vulkan, Mesa Anti-Lag 2 unter Linux sowie drei Vergleichsmessungen ohne aktive Latenzreduzierung unter Linux, Windows und Windows mit Vulkan.

Auffällig ist, dass die beiden Korthos-Varianten in diesem Test die niedrigsten Werte erreichen. Sowohl Korthos Anti-Lag 2 Linux als auch Korthos Reflex Linux liegen ungefähr im Bereich von 6 bis 8 Millisekunden und damit unter den meisten anderen Vergleichswerten. AMD Anti-Lag 2 unter Windows schneidet etwas höher ab, während Mesa Anti-Lag 2 unter Linux in diesem Szenario nochmals höhere Werte zeigt. Die Messungen ohne aktive Latenzreduzierung liegen insgesamt am oberen Ende des Diagramms, insbesondere die Windows-Vulkan-Konfiguration ohne Anti-Lag- oder Reflex-Technik.

Die Grafik soll damit zeigen, dass der Low Latency Layer in diesem konkreten CS2-Test die Eingabelatenz deutlich reduzieren kann. Besonders bemerkenswert ist, dass die Korthos-Werte unter Linux in dieser Messreihe sogar unter den Vergleichswerten von AMD Anti-Lag 2 unter Windows liegen. Gleichzeitig sollte man die Ergebnisse nicht als allgemeingültigen Beweis für alle Spiele, Treiber- und Hardware-Kombinationen verstehen. Es handelt sich um einen einzelnen Benchmark unter klar definierten Bedingungen. Für das getestete Szenario deutet die Messung jedoch darauf hin, dass der Low Latency Layer eine ernstzunehmende Option für Linux-Spieler sein könnte, die möglichst geringe Eingabeverzögerungen erreichen wollen.

Frustration als Ursache

Gegenüber Phoronix berichtet Entwickler Nicolas James das Projekt gestartet zu haben, weil ihn der Zustand von Anti-Lag 2 unter Linux frustriert habe. Die Mesa-Implementierung sei laut seiner Einschätzung instabil gewesen und standardmäßig deaktiviert worden. Zudem habe sie in seinen Tests nicht den Effekt der proprietären Windows-Variante erreicht.

Das Projekt steht noch am Anfang

Trotz aller Euphorie bleibt Low Latency Layer ein junges Projekt. Die aktuelle Version auf GitHub ist v0.1.0, also klar ein früher Release. Für experimentierfreudige Linux-Spieler ist der Layer aber schon jetzt spannend, zeigt er doch, dass Latenzoptimierung nicht zwingend an proprietäre Treiberpfade oder bestimmte GPU-Marken gebunden sein muss. Sollte sich die Technik in weiteren Spielen und auf mehr Hardware bewähren, könnte Low Latency Layer zu einem wichtigen Baustein für kompetitives Gaming unter Linux werden.



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Trotz enormer KI-Kosten: Anthropic erwartet im 2. Quartal einen ersten Betriebsgewinn


Trotz enormer KI-Kosten: Anthropic erwartet im 2. Quartal einen ersten Betriebsgewinn

Bild: Anthropic

Trotz der enormen Kosten für den Betrieb der KI-Systeme und das Modelltraining nähert sich Anthropic einem ersten Quartal mit Betriebsgewinn, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und das Wall Street Journal.

Die Zahlen präsentierte Anthropic im Rahmen von Gesprächen mit Investoren, berichten die Medien mit Verweis auf Personen, die mit den Vorgängen vertraut sind.

Demnach könnte Anthropic im zweiten Quartal, das im Juni endet, einen Umsatz von 10,9 Milliarden US-Dollar erreichen. Mehr als doppelt so viel wie die 4,8 Milliarden US-Dollar Umsatz aus dem ersten Quartal, erklärte die Quelle von Reuters. Damit wächst der Umsatz schneller als bei anderen Tech-Konzernen wie Google oder Facebook zu vergleichbaren Zeitpunkten.

Der Betriebsgewinn soll im zweiten Quartal bei 559 Millionen US-Dollar liegen.

Wettstreit mit OpenAI beim anstehenden Börsengang

Maßgeblich für den Erfolg ist der Hype rund um die Agenten-Lösungen wie Claude Code. Diese befeuern sowohl die Umsatzentwicklung als auch die Marktbewertung von Anthropic, die mittlerweile sogar gleichauf oder etwas höher ist als die von OpenAI.

Insbesondere im Wettstreit mit OpenAI sind solche Kennziffern wichtig. Beide KI-Unternehmen planen – ebenso wie Elon Musks Raketenfirma SpaceX – in diesem Jahr den Börsengang. Dort könnten Rekordwerte erzielt werden. Vorteile dürfte aber das Unternehmen haben, das als erstes den Schritt vollzieht.

Anthropics Jagd nach Computing-Leistung

Begrenzt wird die Nachfrage laut Anthropic bislang vor allem durch den Mangel an ausreichenden Computing-Kapazitäten. Diese sind demnach der limitierende Faktor, als Konsequenz führte das Unternehmen Ende März verschärfte Nutzungsgrenzen für Claude Code ein.

Diese Limitierungen könnten sich positiv auf den Betriebsgewinn ausgewirkt haben. Denn laut dem Wall Street Journal gab Anthropic im ersten Quartal bei jedem Dollar, der eingenommen wurde, noch 71 Cent für Rechenkapazitäten aus. Im zweiten Quartal soll dieser Wert auf 56 Cent sinken. Das Geschäft wird also effizienter und damit profitabler.

Offen ist nur, ob und inwieweit sich diese Entwicklung fortsetzt, wenn Anthropic Zugang zu mehr Computing-Leistung erhält. Zuletzt verkündete das Unternehmen die Kooperation mit SpaceX, die mittlerweile das KI-Startup xAI übernommen hat, das nun unter dem Label SpaceXAI läuft.

Bei dieser Zusammenarbeit mietet Anthropic das komplette Colossus-1-Rechenzentrum, in dem mehr als 200.000 Nvidia-GPUs laufen. Zugang zu Colossus II soll auch möglich sein. Dafür erhält SpaceX 1,25 Milliarden US-Dollar pro Monat, heißt es im Bericht von Reuters. Der Vertrag soll bis Mai 2029 laufen, kann von beiden Unternehmen aber mit 90-tägiger Vorlaufzeit gekündigt werden.



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