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Künstliche Intelligenz

Bahn will 2026 mehr als 23 Milliarden Euro ins Netz stecken


Mehr als 23 Milliarden Euro will die Deutsche Bahn im kommenden Jahr in die Modernisierung des Schienennetzes stecken und damit so viel wie noch nie. „Mehr als die Hälfte des Geldes fließt in das Bestandsnetz“, sagte der Chef des für die Infrastruktur zuständigen Bahn-Unternehmens DB InfraGo, Philipp Nagl, der Deutschen Presse-Agentur. „Die weiteren Mittel gehen in die Digitalisierung, in den Neu- und Ausbau, in kleine und mittlere Maßnahmen, die Bahnhöfe und eine Reihe kleinerer Themen.“

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Schon in diesem Jahr hat die Bahn rund 19 Milliarden Euro in die Ertüchtigung der als überaltert und überlastet geltenden Schieneninfrastruktur gesteckt. Tausende Weichen und Hunderte Kilometer Oberleitungen wurden erneuert, zudem knapp 2.300 Kilometer Gleise. Außerdem wurden 60 neue Stellwerke in Betrieb genommen – nicht allerdings am Kölner Hauptbahnhof, wo die Inbetriebnahme eines solchen Stellwerks wegen Softwareproblemen im September trotz Komplettsperrung nicht geklappt hat.

Zu den wichtigen Bauprojekten im auslaufenden Jahr gehören die weiter andauernde Generalsanierung zwischen Hamburg und Berlin, die Verbesserung der Anbindung des Flughafens Berlin-Brandenburg an die Berliner Innenstadt sowie der Wiederaufbau der von der Flut 2021 zerstörten Ahrtalbahn in Rheinland-Pfalz.

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„Wenn wir die Investitionen ins Bestandsnetz auf diesem Niveau dauerhaft fortführen, kann das Netz stetig besser werden“, sagte Nagl. 2025 zählte die Bahn insgesamt rund 26.000 Baustellen, kommendes Jahr werden es voraussichtlich 28.000. Im ablaufenden Jahr hat die InfraGo zudem laut eigener Aussage rund 950 ihrer 5700 Bahnhöfe modernisiert.

Trotz der hohen Summen, die inzwischen verbaut werden, merken Fahrgäste weiterhin täglich, wie schlecht es um das Schienennetz in Deutschland bestellt ist. Die Pünktlichkeit im Fernverkehr ist rekordverdächtig niedrig. Viele Baustellen bremsen nach wie vor den Zugverkehr aus, und unvorhergesehene Störungen sind an der Tagesordnung.

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„Diese Anlagen wurden niemals so lange mit dieser Belastung gefahren, etwa ein altes Relais-Stellwerk“, sagte der InfraGo-Chef. „Diese sind ausgelegt für 40 Jahre – und heute zum Teil schon seit 70 Jahren im Einsatz.“ Irgendwann komme jedes Bauteil an die Grenze der Nutzbarkeit, zumal immer mehr Verkehr auf diesen Anlagen rolle.

Mit den sogenannten Generalsanierungen wollen Bund und Bahn bis Mitte der 2030er Jahre zumindest besonders viel befahrene Strecken in Deutschland rundum erneuern. Den Start machte 2024 die sogenannte Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim. Doch selbst dort ist die Bahn bei den Störungen noch nicht ganz dort, wo sie sein wollte. „Wir haben seit der Wiederinbetriebnahme der Strecke im Schnitt über 60 Prozent weniger Störungen als vorher“, sagte Nagl. Ziel waren allerdings 80 Prozent. Nagl zeigte sich überzeugt, dass dieses Ziel noch erreicht werde.

Ein weiteres Problem auf der Strecke ist die Digitalisierung der Leit- und Sicherungstechnik, genannt ETCS. „Das ist bislang nur im Südabschnitt im Betrieb“, sagte der Manager. Das hänge auch damit zusammen, dass die Züge in der Regel noch nicht mit der neuen ETCS-Technik ausgestattet seien. Bei der aktuell laufenden Generalsanierung zwischen Hamburg und Berlin hat die Bahn auch deshalb auf den meisten Streckenabschnitten noch gar kein ETCS verbaut.

Insgesamt gibt es im Schienennetz bislang wenige Strecken mit ETCS. Der Bahn zufolge sind es 683 Kilometer – 157 Kilometer kamen 2025 neu hinzu.

Wie sich der Zustand des Netzes und der Anlagen entwickelt, dokumentiert die InfraGo im jährlich erscheinenden sogenannten Zustandsbericht. Die nächste Aktualisierung soll im April 2026 erscheinen.


(emw)



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Künstliche Intelligenz

Warum der ehemalige GitHub-Chef eine Entwicklerplattform für KI-Agenten aufbaut


Thomas Dohmke beobachtet, wie sich die Zeit, in der Menschen ausschließlich mit Menschen zusammenarbeiteten, allmählich dem Ende zuneigt. Er leitete knapp vier Jahre lang die Microsoft-Tochter GitHub als CEO. Nach seinem Ausstieg im September 2025 verfolgt er jetzt neue, ambitionierte Pläne. Wie das Handelsblatt berichtet, will Dohmke mit seinem Startup Entire eine neue globale Plattform aufbauen, auf der Entwickler mit KI-Agenten Hand in Hand arbeiten können. Auch Investoren zeigen sich von der Idee überzeugt.

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Github wurde 2008 als Plattform für Softwareentwickler gegründet und gehört seit 2018 zum Microsoft-Konzern. Entwickler nutzen sie unter anderem für Open-Source-Projekte und die kollaborative Arbeit am Code. Dohmke betont, dass er seine Position als CEO im Guten verlassen habe.

Dass Microsoft über seinen Investmentarm M12 in Entire investiert, wertet er als Zeichen der weiterhin guten Beziehung zu seinem früheren Arbeitgeber. Die bei GitHub gesammelten Erfahrungen möchte Dohmke jetzt bei Entire einbringen – und weiterentwickeln. „Wir leben in einem Agenten-Boom“, erklärt er dem Handelsblatt. „Agenten können massive Mengen an Code generieren, die ein Mensch nicht nachvollziehen könnte.“

Seiner Einschätzung nach bremst die bestehende Infrastruktur das Potenzial von KI-Agenten bislang aus. Auf der Website von Entire heißt es: „Das gesamte Software-Ökosystem wird durch ein manuelles Produktionssystem behindert, das von vornherein nicht für das Zeitalter der KI konzipiert wurde. Ein System, das nicht für die Zukunft nachgerüstet werden kann.“

Genau hier setzt Dohmke mit seinem Startup an. Er wolle nicht mit GitHub konkurrieren. Stattdessen adressiere er eine neue Zielgruppe: „GitHub dient 180 Millionen Entwicklern mit bestehenden Prozessen. Wir bauen für eine neue Welt, in der Agenten die Mehrheit des Codes schreiben.“ Dennoch seien Überschneidungen zwischen beiden Plattformen nicht ausgeschlossen.

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Der Gründer verfolgt die Vision einer Plattform, die von Grund auf für das KI-Zeitalter entwickelt wurde. Mensch und Maschine sollen dort gemeinsam arbeiten, voneinander lernen und Produkte entwickeln. Entire basiert dabei auf drei zentralen Komponenten. Erstens kombiniert eine Git-kompatible Datenbank Code, Zielsetzungen, Einschränkungen und Argumentationsketten in einem versionskontrollierten System. Zweitens ermöglicht eine universelle semantische Argumentationsschicht die Koordination mehrerer Agenten über einen gemeinsamen Kontextgraphen. Drittens integriert die Plattform einen KI-nativen Softwareentwicklungszyklus, der die Zusammenarbeit zwischen Agenten und Menschen neu strukturieren soll.

Ein erstes Produkt widmet sich sogenannten Checkpoints. Derzeit arbeiten viele KI-Agenten ineffizient, unter anderem aufgrund begrenzter Kontextfenster. Dadurch verlieren sie bei langfristigen Projekten oft den Überblick. Entire will diesen Kontext dauerhaft verfügbar machen. Checkpoints dokumentieren eine komplette Sitzung einschließlich Protokollen, Eingabeaufforderungen, betroffenen Dateien, Token-Nutzung und Tool-Aufrufen.

Nutzer können diese nach Zweigen durchsuchen, einzelne Sitzungen analysieren und nachvollziehen, wie sich der Code durch die Zusammenarbeit von Mensch und Agent Schritt für Schritt entwickelt hat. „Selbst drei Jahre später kann man noch nachvollziehen, warum der Agent eine Codezeile so geschrieben hat“, so Dohmke.

Mit seinem Vorhaben stößt Dohmke auf großes Interesse. In einer Seed-Finanzierungsrunde sammelte Entire 60 Millionen US-Dollar ein. Die Unternehmensbewertung liegt derzeit bei 300 Millionen Dollar. Die Runde wurde vom Wagniskapitalgeber Felicis aus San Francisco angeführt. Zu den weiteren Investoren zählen Y-Combinator-Chef Garry Tan, der deutsche Venture-Capital-Geber Cherry Ventures sowie Yahoo-Mitgründer Jerry Yang.

Dieser Beitrag ist zuerst auf t3n.de erschienen.


(jle)



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Künstliche Intelligenz

Video: Coolify macht Homeserver einfacher!


Mit der kostenlosen Software Coolify lassen sich Anwendungen wie Jellyfin, Pi-Hole oder Minecraft-Server in Sekunden aufsetzen – ganz ohne Linux-Kenntnisse und Kommandozeilen-Gefrickel.

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Wer einen Heimserver betreiben möchte, kennt das Problem: Die Installation und Konfiguration einzelner Dienste erfordert normalerweise Linux-Kenntnisse, Docker-Befehle und viel Geduld. Die Open-Source-Software Coolify verspricht, diesen Prozess radikal zu vereinfachen. Sie vereint Docker für das Ausführen der Container-Anwendungen sowie Traefik als automatisierte Reverse-Proxy-Verwaltung unter einer Web-Oberfläche. Dienste wie Jellyfin, Pi-Hole, Minecraft-Server, WordPress-Blogs und viele mehr lassen sich damit mit wenigen Klicks installieren – inklusive automatischer SSL-Zertifikate für verschlüsselte Verbindungen.

Die Hardware-Anforderungen sind überschaubar: Ein alter Rechner, ein Raspberry Pi ab Generation 4 oder eine virtuelle Maschine auf einem NAS reichen aus, mindestens 30 Gigabyte Speicher sollten vorhanden sein. Die Installation von Coolify selbst besteht aus einer einzigen Befehlszeile. Anschließend ist die Oberfläche über den Browser erreichbar. Die komplette Installation, inklusive Ubuntu-Server, schauen wir uns in diesem Video an.


(mond)



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Künstliche Intelligenz

Fritzboxen: Hersteller bestätigt Fehler in FritzOS 8.20


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This article is also available in
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die aktuelle Router-Firmware FritzOS 8.20 verhält sich nicht immer wie gewünscht. In den vergangenen Wochen häuften sich Berichte über Geschwindigkeitseinbußen bei manchen Fritzboxen wie dem DSL-Modell 7690 in einer bestimmten Konfiguration: Der Router hängt hinter einem separaten Glasfasermodem. Dann können Down- und Upload-Raten sinken. In einem Extremfall ist von unter 10 statt 500 Mbit/s die Rede.

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Tüftler haben bereits herausgefunden, dass die Paketverarbeitung im Router schuld ist. Normalerweise übernimmt das ein dafür optimierter Logikblock im Fritzbox-Prozessor. Offensichtlich kann FritzOS 8.20 da Schluckauf verursachen. Der Hersteller bestätigt das Problem, geht aber generell von geringen Leistungseinbußen aus.

„Nach dem Update auf FritzOS 8.20 kann es in bestimmten Betriebszuständen zu leichten Performance-Veränderungen bei den genannten Modellen kommen. Wir haben das Verhalten analysiert und werden ein Update für die Modelle bereitstellen“, schreibt Fritz in einer Stellungnahme an heise online.

„Für die Fritzbox 7690 gibt es bereits eine Laborversion, die die Performance-Veränderung adressiert. Das Verhalten tritt nur bei aktivierter Paketbeschleunigung auf und mehrheitlich nur dann, wenn die Fritzboxen an einem Glasfasermodem betrieben werden. Bei DSL-Anschlüssen entstehen keine Performance-Veränderungen. Als vorläufigen, temporären Workaround empfehlen wir, die Funktion ‚Paketbeschleunigung‘ in den Fritzbox-Einstellungen zu deaktivieren (Hilfe und Info > Fritzbox Support > Paketbeschleunigung).“


Screenshot aus FritzOS-Oberfläche

Screenshot aus FritzOS-Oberfläche

Bei den Fritzboxen ist standardmäßig die Paketverwaltung per Hardware-Beschleunigung aktiviert. Wer Probleme hat, sollte den zweiten Haken vorläufig entfernen.

(Bild: heise medien)

Die Weboberfläche ist standardmäßig über die IP im Browser aufrufbar. Laut Nutzerberichten reicht es, den zweiten Menüpunkt „Hardware-Beschleunigung“ zu deaktivieren. Dann läuft die Paketverwaltung über die CPU-Kerne; dadurch kann bloß die elektrische Leistungsaufnahme etwas steigen. Der Haken muss bei jedem Router-Neustart entfernt werden, ansonsten aktiviert sich die Hardware-Beschleunigung wieder von allein. Für die Fritzbox 7690 gibt es die Laborversion 8.24, die einen Fix enthalten soll.


(mma)



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