Apps & Mobile Entwicklung
Beta-Phase gestartet: Adobe Firefly lernt persönliche Stile für Bildgenerierung

Adobe hat heute die private Beta-Phase seiner benutzerdefinierten Firefly-Modelle eröffnet, die nun persönliche Stile erlernen können. Damit erhalten Nutzer die Möglichkeit, den Bild-Generator exakt auf ihre eigene Ästhetik zu trainieren, sodass künftig generierte Bilder konsistent dem gleichen Stil entsprechen.
Gleichbleibende Erzeugnisse bei gleichzeitiger Zeitersparnis
Die bereits auf der letzten Adobe Max vorgestellte Funktion soll die Arbeit mit Firefly nicht nur qualitativ verbessern, sondern auch Arbeitsabläufe optimieren und dadurch Zeit sparen, indem der Bildgenerator direkt erfasst, was der Anwender erwartet. Dabei richtet sich die neue Funktion vor allem an Kreative, die große Mengen an Inhalten erstellen müssen und eine wiederverwendbare Grundlage benötigen, bei der die visuelle Konsistenz über mehrere Projekte hinweg gewährleistet ist.
Die neue Funktion lässt sich sowohl bei der Bildbearbeitung von Fotos als auch bei eigenen Illustrationen einsetzen. Die aktualisierte Version von Firefly behält dabei nicht nur Details wie Strichstärke, Farbpaletten oder allgemeine Gestaltungen, sondern auch Beleuchtung und sogar ganze Charaktermerkmale über mehrere Generationen hinweg konsistent bei. Laut Adobe sollen die neuen Funktionen Kreativen helfen, „neue Ideen zu entwickeln, die auf ihre Ästhetik abgestimmt sind, das Modell projekt-, brief- und kampagnenübergreifend wiederzuverwenden und in großem Maßstab zu produzieren, ohne das zu verlieren, was Ihre Arbeit einzigartig macht“.
Aktuell stehen zur Umsetzung drei Trainingsmethoden zur Verfügung:
- Fotostil: Hier lässt sich die Ausgabe auf ein bestimmtes Erscheinungsbild trainieren, bei dem Merkmale wie Beleuchtung, Farbe und Stimmung einbezogen werden. So entstehen Bilder, die immer dem gleichen visuellen Eindruck entsprechen.
- Illustrationsstil:Hiermit lassen sich immer wieder neue Illustrationen erstellen, die immer wieder denselben Bildcharakter widerspiegeln.
- Charaktere: Mit dieser Funktion können Charaktere laut Adobe über Szenen und Geschichten hinweg konsistent erzeugt werden.
Bilder bleiben privat
Zum Trainieren der KI-Modelle können Kreative zwischen 10 und 30 Bilder im JPG- oder PNG-Format mit einer Mindestauflösung von 1.024 × 1.024 Pixel und einheitlichem Seitenverhältnis – bis zu 16:9 im Querformat und 9:16 im Hochformat – hochladen. Firefly analysiert im Anschluss die Bilder und versucht, den entsprechenden Stil zu erkennen, um diesen bei künftigen Erzeugnissen anwenden zu können. Adobe empfiehlt zudem, Bilder mit einheitlichem Stil und einheitlicher Farbpalette zu verwenden und unscharfe Bilder sowie solche mit niedriger Auflösung zu vermeiden. Für größtmögliche Sicherheit bietet Adobe eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Trainieren benutzerdefinierter Firefly-Modelle. Das Unternehmen betont zudem, dass die benutzerdefinierten Modelle standardmäßig privat sind und die zum Training verwendeten Bilder nicht für das allgemeine Lernen der Firefly-Modelle herangezogen werden.
Die Beta-Funktion steht ab heute Premium-Abonnenten zur Verfügung, für jedes Training verlangt Adobe 500 Credits aus dem monatlichen Generativ-Guthaben des Nutzers.
Projekt Moonlight startet ebenfalls in Beta
Neben dem lernenden Firefly hat Adobe heute auch die private Beta-Phase des Projekts „Moonlight“ gestartet. Dabei handelt es sich um eine dialogorientierte Benutzeroberfläche, mit der Kreative künftig ihre Ziele bei der Bildbearbeitung in einem auf einzelne Schritte basierenden Chat beschreiben können, statt diese bisher komplett in einem einfachen Eingabefeld mitzuteilen.
Erst vor einigen Tagen hatten Adobe und Nvidia eine langfristige Partnerschaft bekannt gegeben, die unter anderem auch die Firefly-Modelle betrifft.
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NL-LC1-24, -36 & -42: Noctuas AIO-Kühler sind ab 219,90 Euro ab sofort verfügbar
Noctuas erste All-in-One-CPU-Wasserkühler-Serie hat einen Namen, einen Preis und einen Termin: Die Noctua NL-LC1 erscheint am 16. Juni und wird 219,90 Euro (240 mm), 249,90 Euro (360 mm) respektive 279,90 Euro (420 mm) kosten. Der optionale VRM-Zusatzlüfter NL-ACF1 kostet 19,90 Euro. Hier sind alle Details.
Marktreif ein Jahr nach Ankündigung
Die Entscheidung, in den Markt mit All-in-One-Wasserkühlern einzusteigen, hatte Noctua vor genau einem Jahr auf der Computex 2025 verkündet. Ein Jahr später kommt jetzt die fertige Serienware auf den Markt.
Für Noctua, bekannt für teils wiederholte Anpassungen an der Roadmap, war die Time-to-Market von der Ankündigung bis zur Handelsware damit vergleichsweise kurz. Der erste anvisierte Termin „1. Quartal“ konnte dennoch nicht gehalten werden, weil die Fertigung der Schwingungsdämpfer der Pumpeneinheit noch nicht die gewünschte Qualität erreicht hatte.
Eine optimierte Asetek-Plattform mit Noctua-Lüftern
Die NL-LC1 ist kein von Grund auf von Noctua entwickeltes Produkt, die Basis ist das aktuelle Asetek-Design (Emma (G8) V2). Noctua hatte diesen Schritt schon vor einem Jahr erklärt: Mit Blick auf Leistung und Zuverlässigkeit der Produkte habe man sich dazu entschieden, keine von Grund auf eigene Entwicklung anzustreben, sondern das Gebotene zielgerichtet zu verbessern.
Diese Optimierungen hat Noctua vorgenommen
1. Schwingungsdämpfung der Kühler-Pumpe-Einheit
Den größten Eingriff hat Noctua am Standard-Deckel der Pumpe-Kühler-Einheit von Asetek vorgenommen, genau genommen an dessen Schall- und Vibrationsisolierung. Neben einer dreilagigen Schallisolierung sollen Schwingungen der Pumpe durch einen integrierten Massedämpfer reduziert werden. Den eigenen „Deckel“ nennt Noctua „NL-PNA1“ (Pump Noise Absorber)
Zur Computex 2026 präsentiert Noctua Ergebnisse zur Lautstärke- und Vibrationsmessung am Kopf der Pumpe-Kühler-Einheit ohne Deckel, mit Noctuas Deckel und im Vergleich zu zwei nicht näher benannten Mitbewerbern.
Doch nicht nur die Vibrationen sollen abgenommen haben, auch soll das Betriebsgeräusch niedriger und angenehmer ausfallen.
Die aktuellen AIO-Plattformen sind schon als sehr leise zu bezeichnen, aber Noctua will die Herausforderung gemeistert und ein mess- und hörbar noch besseres Ergebnis abgeliefert haben.
2. Drei optimierte Drehzahl-Profile
Nutzer können bei der NL-LC1 zwischen drei Pumpen-Profilen wählen: Quiet, Balanced und Manuell. In jedem Profil agiert die Pumpe mit mindestens 750 U/min (20 % PWM), doch wie hoch sie maximal drehen kann und ab wann sie die Basis von 750 U/min verlässt, können Nutzer je nach Profil selber wählen. Ab 45 °C Kühlmittelflüssigkeitstemperatur greift zur Sicherheit aber die Pumpe selbst ein.
3. Einsatz der eigenen G2-Lüfter
Als Lüfter kommen der NF-A14x25 G2 (140 mm, 3 × für LC1-42) oder der ganz neue NF-A12x25 G2 (120 mm, 2 × für LC1-24, 3 × für LC1-36) in Braun zum Einsatz. Die Lüfter laufen nicht mit der exakt selben Drehzahl, um Störgeräusche in Folge von Resonanzen zu vermeiden.
4. Einsatz von Noctua SecuFirm2+
Die All-in-One von Noctua nutzt das aktuelle Montagesystem SecuFirm2+. Wer von einem Noctua-Luftkühler auf die neue AIO wechselt, muss daher nicht einmal die Halterung wechseln. Doch nicht nur die Interoperabilität sei dadurch möglich, auch bietet das Kit je nach Plattform die Möglichkeit zum Offset-Setzen und damit nochmals niedrigere Temperaturen.
Mit optionalem VRM-Lüfter
Um die Stromversorgung, den RAM und die M.2-SSD im 1. Slot durch die AIO mit kühlen zu können, bietet Noctua als Zubehör einen 80-mm-Lüfter mit angepasstem Rahmen an. Die akustischen Eigenschaften werden dadurch leicht negativ beeinflusst, sollen aber weiterhin über dem Niveau der nicht optimierten Version von Asetek liegen.
Technische Daten im Überblick
Erste Produkte im Noctua-Store auf Amazon
Direkt zum 16. Juni sollen die All-in-One-Wasserkühler im Noctua-Store auf Amazon.de* verfügbar werden, alternative Händler sollen aber kurzfristig ebenfalls Ware erhalten. Zum Vergleich: Das aktuelle Luftkühler-Flaggschiff von Noctua, der NH-D15 G2, gibt es ab 147 Euro (chromax.black ab 153 Euro).
Update
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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Jim Kellers Firma: Qualcomm soll Tenstorrent übernehmen wollen

Um fehlendes eigenes Know-How vor allem im größeren AI-Umfeld auszugleichen, probiert sich Qualcomm angeblich erneut an einer Übernahme. Das Ziel dieses Mal: Tenstorrent. Das kleine Unternehmen unter der Führung des bekannten Ingenieurs Jim Keller würde in seiner Bewertung um viele Milliarden US-Dollar anwachsen.
Offiziell ist Tenstorrent noch ein AI-Startup, letzte Bewertungen sahen es dennoch bereits bei rund 3 Milliarden US-Dollar. Laut The Information soll Qualcomm Interesse am Unternehmen zeigen und Gespräche führen, als Preis für eine mögliche Übernahme stehe aber bereits eine Zahl zwischen 8 und 10 Milliarden US-Dollar im Raum.
Für Qualcomm wäre das problemlos stemmbar, dank dem Smartphone-Geschäft verdient das Unternehmen jedes Quartal Milliarden. Damit werden die Bereiche ausgeglichen, in denen es nicht so gut läuft, dazu zählt bisher auch das AI-Geschäft in größerem Stil. Dieses hat Qualcomm zum Start ziemlich verschlafen und läuft nun hinterher, versucht sich dabei mit Beschleunigern mit LPDDR5 und bald auch einem Wiedereinstieg ins CPU-Geschäft im Datacenter. Apropos CPU: Die aktuellen CPU-Kerne stammen schließlich auch aus einer Übernahme, Nuvia gab es seinerzeit aber für vergleichsweise günstige 1,4 Milliarden US-Dollar.
Tenstorrent, gegründet bereits 2016, arbeitet an AI-Beschleunigern auf Basis von RISC-V, Jim Keller wechselte im Jahr 2021 dorthin. Anders als viele andere Start-ups brachte Kellers Team dabei schnell echtes Silizium in den Markt und nicht nur Powerpoint-Folien und Vaporware. Die Lösungen waren aber nicht frei von Problemen. Zu Beginn des Jahres musste deshalb ihr Produkt quasi im laufenden Betrieb kastriert werden, sowohl die Anzahl der Kerne als auch TDP wurden dabei deutlich zurückgeschraubt.
Beide Firmen gaben erwartungsgemäß keinen Kommentar zu den Gerüchten ab. Qualcomms Pläne für das Datacenter und AI werden in der kommenden Woche offiziell dargelegt, im Rahmen seines Investor Days will das Unternehmen endlich die Karten offenlegen. Mit Spannung wird dabei vor allem auch die neue CPU-Generation erwartet, die seit einem Jahr ohne Details in der Luft hängt.
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Specs: Snap gibt AR-Brille für 2.200 USD zur Vorbestellung frei
Im Rahmen der Augmented World Expo 2026 hat Snap die neueste Generation der AR-Brille Specs vorgestellt und sie zur Vorbestellung freigegeben. Die Specs kosten 2.195 US-Dollar vor Steuern und sollen ab Herbst zuerst in den USA, UK und Frankreich verfügbar sein. Die autarke AR-Brille wird von Snap in zwei Größen angeboten.
Snap (das Unternehmen hinter Snapchat) bietet Brillen seit 2016 an. Zuerst gab es eine Kamera-Sonnenbrille, wie sie vergleichbar mit den verschiedenen Ray-Ban Meta beim Konkurrenten zu finden sind, später folgten von Snap auch echte AR-Brillen. Seit 2021 entwickelte das Unternehmen die Spectacles (Specs) zunehmend als AR-Plattform für Entwickler weiter.
Die neuesten Generationen setzen auf transparente Displays und fortschrittliche AR-Technologien, um digitale Inhalte direkt in das Sichtfeld der Nutzer einzublenden und langfristig den Weg zu alltagstauglichen AR-Brillen zu ebnen.
Snaps erste AR-Brille für Consumer
Ergänzend dazu hat Snap jetzt die erste für Endkunden angekündigte AR-Brille unter dem Namen „Specs“ vorgestellt. Sie baut technisch auf der fünften Spectacles-Generation auf, wird aber erstmals als kommerzielles AR-Produkt vermarktet. Snap ruft 2.195 US-Dollar vor Steuern für das Consumer-Modell auf und verlangt 200 US-Dollar Anzahlung, die sich Käufer bis zur geplanten Auslieferung im Herbst erstatten lassen können.
Die Specs kommt in zwei Größen
Snap bietet die Specs in zwei Größen an: mit schmaler Passform (47 mm), die 132 g wiegt, und einer breiteren (52 mm), die auf 136 g kommt. Zum Vergleich: Reguläre Brillen liegen oftmals im Bereich von 30 g, die Ray-Ban Meta Wayfarer (Gen 2) wiegt rund 50 g. Die Specs wiegen demnach das Drei- bis Vierfache.
Elektrochromatische Gläser mit Waveguide-Technologie
Die Specs ist mit elektrochromatischen Gläsern ausgestattet, die innerhalb von 10 Sekunden zu einer vollständigen Tönung wechseln sollen. Wahlweise stehen auch Gläser mit Sehstärke zur Auswahl. Die AR-Brille verfügt über von Snap eigens entwickelte Liquid-Crystal-on-Silicon-Displays (LCoS) mit 51 Grad Sichtfeld und 16 Millionen Farben. Das Sichtfeld entspricht dem Hersteller zufolge in der Wahrnehmung etwa einem 24-Zoll-Display zum Arbeiten oder einem 115-Zoll-Heimkino in rund drei Metern Entfernung.
Das Unternehmen setzt dabei auf die sogenannte Waveguide-Technologie. Dabei wird das von einem Mikrodisplay erzeugte Bild über einen optischen Wellenleiter (Waveguide) in die transparente Brillenlinse eingekoppelt und durch feine optische Strukturen (Milliarden laut Snap) im Glas zum Auge geleitet. So können digitale Inhalte wie Texte, Symbole oder 3D-Objekte in das Sichtfeld eingeblendet werden, während die reale Umgebung weiterhin sichtbar bleibt. Der große Vorteil besteht darin, dass die Brille deutlich kompakter und leichter gebaut werden kann als bei herkömmlichen optischen Systemen, was Waveguides zu einer der wichtigsten Technologien für alltagstaugliche AR-Brillen macht.
Qualcomm steuert Snapdragon-Chips bei
Angetrieben werden die Specs von zwei Snapdragon-Prozessoren: einer für Computer Vision, einer für Lenses. Dadurch soll schnelles Hand-Tracking, natürliche Interaktionen und eine Motion-to-Photon-Latenz von 7 Millisekunden erreicht werden. Die Akkulaufzeit beträgt laut Snap bis zu vier Stunden im „Mixed Use“; das mitgelieferte Ladecase ermögliche unterwegs bis zu 20 Stunden Nutzungszeit insgesamt.
Das Unternehmen schreibt sich auf die Fahnen, mit den Specs erstmals Augmented Reality für Menschen im Alltag nutzbar zu machen. Anwendungsbeispiele sind etwa die Navigation direkt im Sichtfeld, räumliche Messungen, kontextuelle KI-Unterstützung, Streaming, Screen-Casting, Whiteboards oder kollaborative Arbeitsflächen.
Brille soll „Privacy by Design“ haben
Dabei sei die AR-Brille mit „Privacy by Design“ entwickelt worden. Die Brille frage nach, bevor sensible Informationen genutzt werden, außerdem verfüge sie über eine LED-Anzeige bei Aufnahmen, priorisiere On-Device-Processing und soll Nutzern Kontrolle darüber geben, was gespeichert, synchronisiert, geteilt oder gelöscht wird.
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