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Biwin Amber PR2000 SSD im Test
Satte 8 TB Speicher im auf Wunsch bunten Outdoor-Gehäuse mit fast durchweg vierstelligem Durchsatz gibt es mit der externen SSD Biwin Amber PR2000. Die Schreibschwäche der Konkurrenten gibt es hier nicht. Dabei hilft Microns schneller B58R-TLC-Speicher.
Die Biwin PR2000 im Überblick
Eine interessante SSD-Serie für den externen Einsatz hat Biwin mit der Amber PR2000 im Programm. Farbvielfalt und vor allem viel Speicherplatz zeichnen die Serie aus. Vier Farben (Schwarz, Grün, Grau, Orange) stehen zur Auswahl, doch hierzulande sind bisher nur Orange und Schwarz erhältlich. Die Modelle reichen von 512 GB über die üblichen 1 TB und 2 TB bis über 4 TB und in der Spitze satten 8 TB Speichervolumen. Letztere Version hat Biwin für den Test auf ComputerBase zur Verfügung gestellt.
- Riesiger Speicherplatz
- Konstante Schreibrate von 1.000 MB/s …
- Keine Temperatur-Drosselung
- Schutz gegen Staub und Wasser (IP67)
- Winziger SLC-Cache
- … gerät bei 50 % Füllstand ins Schwanken
Der SM2322-Controller von Silicon Motion und die Micron-TLC-Speicherchips (B58R, 232 Layer) stecken in einem Kunststoffgehäuse mit einem Materialmix aus Thermoplastischem Polyurethan (TPU) und Silikon. Die Hülle sorgt sogleich für gewissen Schutz vor Staub, Stößen und Wasser. Biwin wirbt mit einer IP67-Zertifizierung, die für „staubdicht“ und „Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen“ steht. Laut Hersteller soll die SSD ein Untertauchen in 1 Meter tiefem Wasser für 30 Minuten schadlos überstehen. Das gelingt dank entsprechender Abdichtung auch ohne eine sonst übliche Schutzkappe am USB-C-Port. Die Tests wurden allerdings nicht während des Betriebs am Kabel durchgeführt. Zudem habe die SSD Falltests aus 3 Meter Höhe überstanden.
Die Biwin Amber PR2000 ist rund 9,1 cm lang, 5,9 cm breit und knapp 1,2 cm hoch. Damit zählt sie nicht zu den kompaktesten und mit 60 Gramm auch nicht zu den leichtesten externen SSDs, passt aber problemlos in die meisten Hosentaschen. Im nachfolgenden Abschnitt können die Eckdaten mit ebenfalls von der Redaktion getesteten Modellen der Konkurrenz verglichen werden.
Die SSD nutzt den USB-Standard 3.2 Gen 2×2 mit bis zu 20 Gbit/s (brutto). Die maximalen Datentransferraten sollen 2.000 MB/s beim sequenziellen Lesen und 1.800 MB/s beim sequenziellen Schreiben betragen. Die Tests werden zeigen, ob dies nur im Benchmark oder auch im praktischen Einsatz möglich ist.
Preise und Eckdaten im Vergleich
PCIe 5.0 vs. PCIe 3.0/4.0 und SATA im neuen Testsystem
Die Probanden müssen im Test gegen die High-End-Konkurrenz mit PCIe 5.0 wie der Sandisk WD_Black SN8100 (Test) und der Samsung 9100 Pro (Test) sowie die Flaggschiffe der PCIe-4.0-Generation in Form der WD_Black SN850X (Test) und der Samsung 990 Pro (Test) antreten. Auch ein Vergleich mit SSDs der langsameren Sorte auf Basis von PCIe 3.0 und SATA sowie mit externen Modellen wird gezogen.
Der Wechsel auf PCIe 5.0 seitens der SSDs machte auch einen Wechsel des Testsystems von ComputerBase nötig. Die Wahl fiel auf AMDs aktuelle AM5-Plattform mit einem B650E-Mainboard von Asus und dem mit 65 Watt TDP antretenden 12-Kern-Prozessor Ryzen 9 7900 (Test). Der primäre M.2-Slot des Mainboards erhält PCIe 5.0 x4 direkt über die CPU. Beim Betriebssystem fand ein Umstieg auf Windows 11 statt.
Nachfolgend werden die ab jetzt für SSD-Tests verwendete Hard- und Software aufgelistet.
- Windows 11 Pro 22H2 22621.1413
- AMD Ryzen 9 7900
- Asus B650E-F Strix Gaming WiFi
- DDR5-5200, 38-38-38-84
- AMD-Chipsatztreiber 5.02.19.2221
- GeForce RTX 2080 Ti mit GeForce-Treiber 531.29
- GeForce RTX 3080 Ti mit GeForce-Treiber 552.22 (Zusatztest Direct Storage)
- SoftPerfect RAMdisk 4.4
- Asus BIOS 1222
Die Angabe und die dauerhafte Verwendung der konkreten Version von Windows 11 sind entscheidend, denn Microsoft hat zuletzt verstärkt an der Datenträger-Leistung im Explorer gearbeitet. So erzielt die neue Plattform beim Kopieren aus der RAM-Disk auf eine sehr schnelle SSD über 6,0 GB/s, während die alte Plattform mit denselben SSDs bei unter 2,5 GB/s an eine Grenze stieß. Auch das Kopieren auf der SSD ist mit dem neuen System und insbesondere mit dem aktuelleren Windows viel schneller. Die letzten inkrementellen Updates für Windows 11 22H2 brachten dabei noch einmal einen deutlichen Schub gegenüber der ersten Hauptversion aus dem 4. Quartal 2022 – mit der lag das Limit im Explorer noch bei knapp unter 4,0 GB/s.
Ein Benchmark musste raus
Zuletzt förderte der sogenannte Avocados-Benchmark, der offiziell als BulkLoadDemo für Microsofts DirectStorage-API bekannt ist, seltsame Ergebnisse zutage. Die eigentlich schnellsten Modelle konnten so nur kurzfristig die Spitzenleistung von rund 30 GB/s ermöglichen, brachen bei nachfolgenden Messungen aber spürbar ein, wodurch ihr Durchschnittswert geringer als erwartet ausfällt.
Mit Temperaturproblemen ist das nicht zu erklären, gerade weil neue Flaggschiffe viel weniger Energie benötigen als etwa die E26-Generation. Auch die sehr schnelle Corsair MP700 Pro XT (Test) verfehlte so das Spitzenfeld deutlich, was eigentlich nicht sein kann. Da die Ursache nicht zu ergründen war, verzichtet ComputerBase fortan auf diesen Benchmark.
Testergebnisse und Benchmarks
Das Testmuster wurde für die nachfolgenden Tests, sofern nicht anders vermerkt, unter dem SSD-Kühler des Asus ROG Strix B650E-F Wifi mit darüber blasendem 120-mm-Lüfter getestet.
Schreibleistung (SLC-Modus)
Wie ausdauernd der SLC-Modus ausfällt, testet ComputerBase wie folgt: Eine komprimierte RAR-Datei mit 10 GB Größe wird aus einer RAM-Disk mit fortlaufender Nummer in der Dateibezeichnung so oft ohne Pause auf die leere Test-SSD geschrieben, bis die Kapazitätsgrenze erreicht ist (grün). Für jeden Kopiervorgang wird die erreichte Transferrate protokolliert. Direkt nach dem letzten Transfer werden 50 Prozent der erstellten Dateien gelöscht. Im Anschluss wird der SSD für die interne Speicherverwaltung eine halbe Stunde Ruhe gegönnt. Dann wird sie abermals mit den RAR-Dateien vollgeschrieben (gelb). Der Test soll die Abhängigkeit des SLC-Modus vom Füllgrad der SSD ermitteln beziehungsweise aufzeigen, ob der einmal genutzte SLC-Modus sich nach Ruhephasen erholt.
Von einem SLC-Turbo ist praktisch nichts zu sehen, dafür gibt es eine konstant hohe Schreibrate von rund 1.000 MB/s bei frisch formatiertem Datenträger. Sind bereits 50 Prozent der Speicherkapazität mit Daten belegt, kommt es am Ende zu Schwankungen zwischen rund 600 und 1.000 MB/s. Eine Schreibschwäche wie beim Sandisk Desk Drive mit 8 TB (Test) gibt es also nicht und von der nahezu katastrophalen Schreibleistung der Samsung T5 Evo (Test) ist die Biwin-SSD meilenweit entfernt.
- Schwarz/Weiß: NVMe-SSDs (PCI Express 5.0, M.2)
- Rot: NVMe-SSDs (PCI Express 4.0, M.2)
- Blau: NVMe-SSDs (PCI Express 3.0, M.2)
- Grün: Externe SSDs (USB, Thunderbolt)
- Gelb: SATA-SSDs (2,5 Zoll)
Hinweis: Über die Schaltfläche oben rechts im Diagramm (+…Einträge) lassen sich weitere Ergebnisse einblenden, die zur besseren Übersicht zunächst versteckt sind.
Leseleistung
Zur Überprüfung der praktischen Leseleistung wird der Installationsordner des Spiels Shadow of the Tomb Raider (SotTR, 32 GB) auf das Testmuster kopiert und anschließend in die RAM-Disk gelesen. Das Gegenstück sollte in diesem Fall also erneut keinen Flaschenhals darstellen. Dies geschieht einmal mit völlig leerem Laufwerk und einmal praxisnah mit 80 Prozent Füllstand. Der Testlauf im leeren Zustand erfolgt 30 Minuten nach der Formatierung. Der Testlauf bei 80 Prozent wird auf dem zuerst zu 100 Prozent und dann ausgehend von 50 Prozent vollgeschriebenen Laufwerk durchgeführt, auf dem 20 Prozent gelöscht und dann 30 Minuten Pause eingelegt wurden.
Lesend ist die Biwin PR2000 mit rund 1.600 MB/s nicht so schnell wie im synthetischen Benchmark (dazu später mehr). Lexar SL500 (Test) und Crucial X10 Pro (Test) zeigen wie es besser geht.
Kopierleistung
Als Kopiertest (Lesen + Schreiben) hat die Redaktion einen 195 GB großen Steam-Ordner mit fünf installierten Spielen auf der SSD dupliziert. Dies geschieht einmal mit völlig leerem Laufwerk und einmal praxisnah mit 80 Prozent Füllstand. Der Testlauf im leeren Zustand erfolgt 30 Minuten nach der Formatierung. Der Testlauf bei 80 Prozent wird auf dem zuerst zu 100 Prozent und dann ausgehend von 50 Prozent vollgeschriebenen Laufwerk durchgeführt, auf dem 20 Prozent gelöscht und dann 30 Minuten Pause eingelegt wurden.
Im Kopiertest erfüllt die Biwin PR2000 die Erwartungen, obgleich die Leistung bei 80 Prozent Füllstand trotz der riesigen Speichermenge abnimmt.
Gaming-Leistung
Aufgrund zuletzt nicht mehr nachvollziehbarer Resultate verzichtet die Redaktion auf den DirectStorage-Benchmark (Avocados). In diesem Abschnitt wird fortan nur noch der auf die Gaming-Leistung von Massenspeichern ausgerichtete 3DMark Storage verwendet.
Mit über 1.100 Punkten liegt die Biwin Amber PR2000 im Spitzenfeld ihrer Klasse mit USB 20 Gbps.
Office-Leistung
Der Quick System Drive Benchmark des PCMark 10 soll leichtere Aufgaben im Alltag widerspiegeln. Das Szenario reicht vom Schreiben, Lesen und Duplizieren von Bilddateien über die Anwendung von Adobe Illustrator und Photoshop bis Microsoft Excel.
Eine für ihre Klasse zügige Latenz und eine mittelmäßige Durchsatzrate sorgen in Kombination für ein auch eher mittelmäßiges Ergebnis im PCMark 10.
Theoretische Leistung
Der CrystalDiskMark hat sich quasi zum Standard-Benchmark der Branche gemausert und dient auch den SSD-Herstellern zur Ermittlung der beworbenen Leistungswerte. Wenig praxisnah, wird der Test an dieser Stelle zur Überprüfung der theoretischen Spitzenleistung verwendet.
Da sind sie, die im Datenblatt versprochenen 2.000 MB/s beim sequenziellen Lesen. Andere Modelle mit USB 3.2 Gen 2×2 sind aber noch einen Tick schneller und erreichen bis zu 2.100 MB/s. Auf Augenhöhe mit der neuen Crucial X10 (Test) liegt die Biwin PR2000 beim wahlfreien Lesen (RND4K mit Q1T1).
Auch beim sequenziellen Schreiben wird die Angabe im Datenblatt von 1.800 MB/s erfüllt. Die Crucial X10 bleibt hier in dieser Klasse der Spitzenreiter mit 2.000 MB/s.
Temperaturen
Erst nach 30 Minuten Dauerschreiblast steigt die Temperatur bis auf 75 °C. Beim vollständigen Beschreiben der leeren SSD ist kein Einbruch der Schreibrate zu verzeichnen, wie das zweite Diagramm zur Schreibleistung offenbart. Beim Test mit 50 Prozent Füllstand kommt es trotz kürzerer Schreiblast zu Einbrüchen der Schreibrate, die aber nicht mit der Temperatur, sondern mit Verwaltungsmaßnahmen im NAND-Flash zu erklären sind.
Leistungsrating
Die Biwin Amber PR2000 kann sich zwar in keinem Test an die Spitze setzen und absolvierte so eher unauffällig den Parcours. Da es aber auch keine echten Schwächen gibt, ist die Leistung im Durchschnitt sehr ordentlich für eine externe SSD mit USB 3.2 Gen 2×2 und mindestens auf Augenhöhe mit der Crucial X10.
Hinweis zum Diagramm: Über die Schaltfläche oben rechts im Diagramm (+…Einträge) lassen sich weitere Ergebnisse einblenden, die zur besseren Übersicht zunächst versteckt sind. Da nicht alle SSD in demselben Umfang getestet werden konnten, bleiben einige Modelle mit dem Ergebnis „0“ außen vor.
Fazit
Biwin liefert mit der Amber PR2000 eine relativ kompakte externe SSD mit satten 8 TB Speicherplatz, deren Schreibbeständigkeit weitgehend überzeugen kann. Im Dauerschreibtest lieferte sie konstante 1.000 MB/s bis zum Schluss. Bei 50 Prozent Füllstand kam es gegen Ende allerdings zu leichten Einbrüchen. Dennoch ist die Schreibleistung erheblich besser als beim Sandisk Desk Drive mit 8 TB (Test) oder der sehr langsamen Samsung T5 Evo mit 8 TB (Test). Dank schnellerem Interface (20 Gbit/s statt 10 Gbit/s) steckt Biwin die beiden Kontrahenten auch beim Lesen in die Tasche.
Die Temperaturen bleiben auch bei Dauerlast im Rahmen, gedrosselt wird daher nicht. Dass es das Gehäuse mit IP67-Zertifizierung und Farbauswahl gibt, ist ein weiterer Bonus. Ein kleiner Makel ist der fast nicht vorhandene SLC-Cache, der wirklich größer ausfallen könnte.
Unter den in der Redaktion getesteten 8-TB-SSD für unterwegs ist die Biwin PR2000 mit Abstand die beste, daher erhält sie die ComputerBase-Empfehlung. Mit einem Preis von aktuell 600 Euro* zählt sie zudem zu den günstigeren externen SSDs mit 8 TB.
- Riesiger Speicherplatz
- Konstante Schreibrate von 1.000 MB/s …
- Keine Temperatur-Drosselung
- Schutz gegen Staub und Wasser (IP67)
- Winziger SLC-Cache
- … gerät bei 50 % Füllstand ins Schwanken
Mehr Informationen zu SSDs gewünscht? Die 17. Episode von „CB-Funk – der ComputerBase-Podcast“ bietet Details satt. Welche Unterschiede gibt es eigentlich zwischen SATA und PCIe Gen 3 bis 5 sowie TLC und QLC? Wie testet die Redaktion, was gilt es beim Kauf einer neuen SSD zu beachten und welche Modelle sind empfehlenswert? Die 17. Folge CB-Funk liefert Antworten.
CB-Funk lässt sich nicht nur über den eingebetteten Podigee-Player abspielen, sondern auch bequem direkt in den Podcast-Apps eurer Wahl abonnieren und hören. Verfügbar ist der ComputerBase-Podcast auf Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, Amazon Music* und Deezer.
ComputerBase hat die Amber PR2000 SSD leihweise von Biwin zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung durch ComputerBase Pro und deaktivierte Werbeblocker. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.
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AMD Instinct MI500: CDNA 6 erscheint 2027 mit HBM4E, MI455X debütiert mit Helios

AMD gab auf der CES erneut einen Ausblick auf die kommende KI-Beschleuniger-Serie Instinct MI500. Diese soll weiterhin 2027 erscheinen und nutzt die CDNA-6-Architektur in einem „fortgeschrittenen“ 2-nm-Prozess sowie HBM4E als neuen Speichertyp. Die Leistungsprognose ist absurd hoch, doch wenig aussagekräftig.
MI500 kommt mit CDNA 6
Einen enormen Leistungsschub prognostiziert AMD für die Instinct-MI500-Serie, die bekanntlich 2027 erscheinen soll. Bestätigt wurde nun, dass die GPU-Architektur CDNA 6 zum Einsatz kommt. Ob damit im Grunde der erwarteten Zusammenlegung von RDNA und CDNA als vereinte UDNA-Architektur eine Absage erteilt wird, bleibt abzuwarten. Zumindest hat der Name CDNA weiter Bestand im Profiumfeld.
Die Fertigung der MI500-Beschleuniger soll erneut in einem 2-nm-Prozess erfolgen. Dies ist zwar schon bei der für dieses Jahr geplanten MI400-Serie der Fall, allerdings spricht AMD von „Advanced 2nm“, was also eine Weiterentwicklung bedeuten kann. Bei MI500 soll zudem erstmals HBM4E zum Einsatz kommen.
Die Leistungsprognose von einer wahnwitzig hohen Steigerung um mehr als den Faktor 1.000 gegenüber Instinct MI300X darf an dieser Stelle erwähnt werden, lässt sich aber mangels Details nicht einordnen.
Zwischen MI430X und MI455X ist noch Platz: MI440X kommt
Dass zwischen der erst kürzlich vorgestellten Instinct MI430X für den HPC-Bereich und der Instinct MI455X als AI-Beschleuniger auch noch Platz ist, beweist AMD mit der nun neu vorgestellten MI440X. Dabei handelt es sich laut Hersteller um eine „On-Premises-Lösung mit 8 GPUs für Enterprise KI (Training, Feintuning und Inferenz), die sich nahtlos in bestehende Infrastrukturen integriert“.
Das Helios Rack in ganzer Pracht
Vor Ort auf der CES 2026 in Las Vegas konnte die Redaktion die Helios-Plattform mit MI455X und Epyc Venice (Zen 6) in voller Größe in Augenschein nehmen.
Darin kommen jene 72 MI455X zum Einsatz, die für 2,9 ExaFLOPS an KI-Leistung sorgen sollen. Die Epyc-Prozessoren der nächsten Generation kommen zusammen auf 4.600 Kerne und die 31 TB an HBM4 sollen vereint für 43 TB/s Durchsatz sorgen.
Ein komischer Vergleich* mit MI455X
Nicht zum ersten Mal sorgen AMDs Präsentationsfolien für Stirnrunzeln. Auf einer wird von einer 10-fachen KI-Leistung der Instinct MI455X im Vergleich zum Vorgänger Instinct MI355X gesprochen und auf eine Fußnote mit weiteren Details zu dieser Aussage verwiesen. Doch diese Fußnote am Ende der Präsentation macht die Verwirrung komplett, denn dort wird vom Vergleich von 72 MI355X mit 8 MI455X gesprochen – was bereits dem Faktor 9 entspricht. Das soll allerdings nicht korrekt sein, der Vergleich sei auf Basis von einzelnen Beschleunigern angestellt worden – ein großes Fragezeichen bleibt.
Nach weiteren Details zur MI500-Leistungsprognose gefragt, blieb AMD vor Ort verschlossen und es ist stark davon auszugehen, dass hinter dem Leistungszuwachs um den Faktor 1.000x der Vergleich von Datenformaten steckt, den die alte MI300X-Plattform noch gar nicht unterstützt. Hinzu kommt die dann wahrscheinlich fast drei bis vierfache TDP zuzüglich unzähliger weiterer Verbesserungen.
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Das erste Gerücht: „GeForce RTX 6090“ mit GR202 erst im 2. Halbjahr 2027

Es geht wieder los: Der für seine GeForce-Leaks bekannte X-Account kopite7kimi hat sich erstmals zur nächsten Generation GeForce RTX geäußert, wenn auch mit naheliegenden Informationen: Demnach setzt die mutmaßliche „GeForce RTX 6090“ auf die GR202-GPU mit Rubin-Architektur, der Launch sei für das 2. Halbjahr 2027 geplant.
Das Gaming-Flaggschiff wird GR202
Getroffen hat kopite7kimi diese Aussagen als Reaktion auf einen Beitrag, in dem vermutet wurde, dass der Chip, der auch für den GDDR7-HPC-Beschleuniger Rubin CPX genutzt werden wird, als GeForce-Flaggschiff-GPU zum Einsatz kommt. Rubin CPX setzt auf eine halbe Rubin-GPU (GR100), die wie Blackwell GB100, GB200 und GB300 aus zwei einzelnen Chips (GR102) zusammengesetzt wird.
Marktstart erst im 2. Halbjahr 2027?
Laut kopite7kimi trägt die GPU für Rubin CPX allerdings den Codenamen GR212 und sei als quasi halber, wenn auch angepasster GR200 „keine GROSSE GPU“ für ein Gaming-Flaggschiff – das werde besagter GR202, mit dem im 2. Halbjahr 2027 zu rechnen sei. GR100 ist hingegen bereits fertig und soll wie geplant noch Ende 2026 erscheinen.
Sollte das Gerücht zum Termin für GR202 zutreffen, würden zwischen zwei neuen GeForce-Generationen dieses Mal über zweieinhalb Jahre liegen.
Der Gerüchten zufolge kurzfristig verschobene Start der GeForce RTX 5000 Super (mit 50 Prozent mehr VRAM) könnte damit problemlos noch im 2. Halbjahr 2026 stattfinden, ohne direkt mit der Nachfolgegeneration in Kollision zu geraten. Derzeit scheint aber ohnehin fraglich, ob er noch kommt – und falls ja, ob Nvidia dann wirklich auf die größeren 3-GB-GDDR7-Chips setzt.
Zur CES gab es ein „Software-Upgrade“
Zur CES 2026 gab es vorerst auch ohne neue Hardware für die aktuelle Serie ein „FPS-Upgrade“, denn in Kürze soll Multi Frame Generation 6× bis zu 5 statt vormals bis zu 3 Zwischenbilder generieren und den gewählten MFG-Faktor auch dynamisch an ein Ziel-FPS-Niveau anpassen können (Dynamic MFG).
Dank neuem Treiber bereits verfügbar für alle GeForce RTX ist DLSS 4.5 Super Resolution mit der 2. Generation Transformer Model, mit der Nvidia insbesondere bestehende Darstellungsprobleme angehen will. Ein Test auf ComputerBase folgt in Kürze.
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Sabre v2 Pro Wireless MG: Corsairs leichte Magnesium-Maus funkt mit 8.000 Hz

Zur CES 2026 hat Corsair eine besondere Version der Sabre v2 Pro Wireless mit einem MagnesiumGehäuse angekündigt. Das E-Sports-Eingabegerät erinnert damit auch optisch stark an die Viper Mini Signature Edition – Razer hat schon vor rund drei Jahren eine vergleichbare und außerordentlich teure Metall-Maus vorgestellt.
Magnesiumlegierung für die Shooter-Maus
Mit einem UVP von rund 320 Euro war besagte Viper keineswegs ein Massenprodukt. Corsairs Sabre v2 Pro Wireless MG folgt diesem Pfad ins absolute Luxussegment nicht, sondern soll gemäß unverbindlicher Preisempfehlung rund 140 Euro und damit weniger als die Hälfte kosten – trotz recht vergleichbarer Spezifikationen. Der Aufpreis zur bereits im Herbst erschienenen Sabre v2 Pro Ultralight Wireless, der Variante mit geschlossenem Kunststoff-Gehäuse, liegt damit bei rund 30 Euro.
Im Inneren des Magnesium-Chassis arbeitet insofern wenig verwunderlich die gleiche Technik. Corsair nennt den verbauten Sensor Marksman S, die Spezifikationen mit 33.000 CPI und sehr hohen Geschwindigkeits- und Beschleunigungswerten lassen dahinter einen PixArt PAW-3950 vermuten. Kabellos sollen per 2,4-GHz-Funk erneut bis zu 8.000 Hz möglich sein, alternativ steht Bluetooth zur Verfügung.
Echte 8.000 Hz und höhere Akkulaufzeit
Anders als bei früheren Corsair-Mäusen werden die USB-Abfrageraten oberhalb von 1.000 Hz tatsächlich nativ erreicht und bieten somit einen tatsächlichen Mehrwert, wie ComputerBase schon im vergangenen Sommer auf der Gamescom im Gespräch mit Corsair erfahren konnte. Hier hat der Hersteller aus seinen Fehlern gelernt und ordentlich nachgebessert.
8.000 Hz gelten im kompetitiven Bereich inzwischen als Goldstandard, nachdem im Jahr 2021 erste kabelgebundene und Ende 2023 schließlich erste kabellose Mäuse mit der erhöhten USB-Abfragerate aufkamen.
Zur Laufzeit nennt Corsair „bis zu 120 Stunden“, was sich auf den 2,4-GHz-Betrieb mit 1.000 Hz bezieht. Damit liegt die Batterielaufzeit ein gutes Stück höher als bei der Standardvariante der Maus, wo es nur rund 70 Stunden sind. Bei höheren USB-Abfrageraten fällt die Laufzeit wie üblich. Geladen wird über ein abnehmbares USB-A-auf-USB-C-Kabel. Zum Lieferumfang gehören optionale Grip-Tapes und Ersatzmausfüße in einem alternativen, größeren Formfaktor.
Konfigurierbar im Browser und ohne Software-Installation
Corsair betont, dass die Maus vollständig per Software anpassbar und konfigurierbar ist, Spieler das aber nach Belieben auch über den Browser via Corsair Web Hub* erledigen können: Eine separate Software-Installation ist nicht zwingend nötig.
Keine Angaben gibt es zu den verbauten Schaltern und dem Marktstart.
ComputerBase hat Informationen zu dieser Meldung von Corsair unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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