Connect with us

Künstliche Intelligenz

Chatkontrolle: Datenschutzbehörden warnen vor Massenüberwachung in der EU


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Im Vorfeld der 4. Trilog-Verhandlungsrunde zwischen EU-Parlament, Rat und Kommission, die für den 11. Mai angesetzt ist, verschärft die Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder (DSK) ihren Ton. In einer jetzt veröffentlichten Entschließung appellieren die Experten an die EU-Organe und insbesondere an die Bundesregierung, die Pläne zur Chatkontrolle endgültig aufzugeben.

Weiterlesen nach der Anzeige

Hinter dem Vorhaben, das nach offiziellen Angaben der Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern dienen soll, verbirgt sich nach Ansicht der Datenschützer eine Infrastruktur für eine anlasslose Massenüberwachung. Diese würde den Kernbestand europäischer Grundrechte bedrohen.

Die Kritik der DSK zielt vor allem auf die Unverhältnismäßigkeit der Maßnahmen, die Millionen Bürger unter einen Generalverdacht stellten. Das Ziel des Kinderschutzes stehe außer Frage. Nach Ansicht der Aufsichtsbehörden muss private Kommunikation via Messenger denselben Schutz genießen wie das klassische Briefgeheimnis. Ein Eingriff dürfe nur dann erfolgen, wenn ein konkreter, von der überwachten Person selbst gesetzter Anlass vorliege.

Die geplante Verordnung sieht dagegen breite Aufdeckungsanordnungen vor. Diese könnten Plattformbetreiber dazu verpflichten, private Nachrichten flächendeckend zu scannen. Alarmierend ist laut der DSK dabei vor allem der Versuch, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu umgehen. Dies könnte etwa durch Client-Side-Scanning (CSS) erfolgen, bei dem Inhalte bereits auf dem Endgerät vor der Verschlüsselung geprüft werden.

Die Debatte gewinnt durch eine Gesetzesneuheit an Schärfe: Seit Anfang April fehlt die rechtliche Grundlage für das „freiwillige“, anlasslose Scannen privater Kommunikation in der EU. Eine Übergangsregelung, die es Anbietern erlaubte, Messenger-Dienste und E-Mails proaktiv auf Darstellungen sexualisierter Gewalt gegen Kinder (CSAM) zu scannen, ist ausgelaufen.

Die EU-Kommission und Sicherheitsbehörden beklagen seitdem eine Schutzlücke. Doch Bürgerrechtler sehen eine historische Chance. Für sie ist das Ende der Interimsverordnung die Option, den Kinderschutz auf ein rechtsstaatlich solides Fundament ohne Massenüberwachung zu stellen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Google, Meta, Microsoft und Snap kündigten trotzdem an, weiterhin freiwillige Maßnahmen ergreifen zu wollen, um entsprechendes Material auf ihren Plattformen zu identifizieren. Zugleich forderten sie die EU-Institutionen auf, dringend die Verhandlungen über einen dauerhaften Regulierungsrahmen abzuschließen.

Die DSK zweifelt die Wirksamkeit der vorgesehenen Überwachungswerkzeuge an. Technische Analysen zeigten, dass sich Erkennungsmethoden durch simple Bildmanipulationen umgehen ließen. Gleichzeitig könnten harmlose Dateien gezielt so verändert werden, dass sie fälschlicherweise als illegales Material gemeldet werden. Dies würde unbescholtene Bürger ins Visier der Fahnder rücken. Diese Schwächen führten zu einer großen Menge an Falschmeldungen, die wiederum wertvolle Ermittlungsressourcen binde.

Die Kontrolleure untermauern dies mit Zahlen von 2023, die das Missverhältnis verdeutlichen: Microsoft durchsuchte demnach weltweit über 11,7 Milliarden Inhalte, wobei in Europa lediglich 0,00007 Prozent der eingesehenen Kommunikationsvorgänge zu einem konkreten Verdacht führten. Die Fehlerquoten der eingesetzten Systeme hätten teilweise zu 20 Prozent gelegen.

Auch die EU-Datenschutzbeauftragten haben bereits festgestellt, dass solche Instrumente die Grundsätze der Erforderlichkeit und Verhältnismäßigkeit nicht wahren. Die Beweislast für die Angemessenheit eines so schweren Eingriffs liege bei den Gesetzgebern, doch dieser Nachweis konnte der DSK zufolge binnen vieler Jahre nicht erbracht werden. Effektiver sei die konsequente Durchsetzung bestehender Gesetze wie des Digital Services Act (DSA) sowie eine Auflage für Plattformen, ihre Dienste nach dem Prinzip „Safety by Design“ von Grund auf kindersicher zu gestalten. Flankiert werden müsse dies durch eine angemessene Finanzierung von Prävention, Medienpädagogik und Opferhilfe.


(wpl)



Source link

Künstliche Intelligenz

Amazon legt Filmprojekt über Sam Altman auf Eis


Eigentlich ist sein Film über OpenAI-CEO Sam Altman fast fertig – jetzt muss Regisseur Luca Guadagnino aber vorerst die Arbeit daran ruhen lassen. Sein Auftraggeber Amazon hat kürzlich eine große Kooperation mit OpenAI gestartet, das Filmprojekt über seinen Geschäftspartner will das Unternehmen jetzt wohl lieber einem anderen Studio überlassen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Der Film namens ‚Artificial‘ ist eine Mischung aus Drama und Komödie, die sich um die Ereignisse rund um Altmans Entlassung und Wiedereinstellung als OpenAI-Chef Ende 2023 dreht. Altman musste überraschend seinen Hut nehmen, nachdem der Aufsichtsrat ihm mangelnde Offenheit in der Kommunikation vorgeworfen hatte. Wenige Tage später kehrte Altman dann aber als OpenAI-Chef zurück, nachdem hunderte OpenAI-Beschäftigte mit ihrer eigenen Kündigung gedroht hatten. Altman wird im Film von Andrew Garfield verkörpert. Der Filmdatenbank IMDb ist auch ein Auftritt von Elon Musk zu entnehmen – gespielt von Ike Barinholtz.

Bis der Film zu sehen sein wird, wird es aber wohl noch etwas dauern. „Wir sind der Meinung, dass ‚Artificial‘ besser aufgehoben wäre, wenn es von einem anderen Studio veröffentlicht würde, und arbeiten eng mit dem Filmteam zusammen, um einen neuen Verleih für den Film zu finden“, sagte ein Amazon-Sprecher laut Medienberichten dazu. Für Guadagnino als Filmemacher habe das Unternehmen größten Respekt und Bewunderung übrig und Amazon wolle auch in Zukunft mit ihm zusammenarbeiten, betonte er. Laut dem Branchenmedium „Variety“ ist das Filmprojekt so weit vorangeschritten, dass bereits erste Testvorstellungen stattgefunden haben. Das berichtet das Portal unter Berufung auf einen Teilnehmer.

Das plötzliche Aus für den Film kommt nach der Ankündigung einer großen Kooperation Amazons mit dem KI-Hersteller. Amazon Web Services (AWS) und OpenAI wollen sich zusammentun, um ihren Kunden skalierbare KI-Agenten und -Anwendungen zu liefern. Amazon hat bei OpenAIs jüngster Finanzierungsrunde 50 Milliarden US-Dollar zugesagt, unter der Bedingung, dass OpenAI an die Börse geht oder das Ziel einer allgemeinen künstlichen Intelligenz erreicht.

Lesen Sie auch


(nen)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Hinterland of Things: Kernfusion und Drohnentechnik suchen Kapital


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die Entwicklung der Kernfusion gilt als eine der größten technologischen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte und als eine der kapitalintensivsten, während viele Software-Start-ups mit vergleichsweise wenig Kapital starten können. Auf der Start-up-Konferenz Hinterland of Things erklärte Armin Reinartz von Proxima Fusion, dass die wissenschaftlichen Grundlagen inzwischen vorhanden seien. Die eigentliche Herausforderung bestehe nun darin, daraus eine wirtschaftlich tragfähige Technologie zu machen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Das Münchner Start-up, das eine Ausgründung des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik ist, hat nach eigenen Angaben eine der bislang größten privaten Finanzierungsrunden eines europäischen Fusions-Start-ups abgeschlossen. Es entwickelt Fusionsreaktoren, sogenannte Stellaratoren, die extrem heißes Plasma mithilfe komplexer Magnetfelder einschließen sollen, um Energie nach dem Vorbild der Sonne zu erzeugen.

Der nächste große Meilenstein soll 2027 erreicht werden. Dann will das Unternehmen einen neu entwickelten Magneten präsentieren, der später Teil eines Fusionsreaktors werden soll. Anfang der 2030er Jahre soll mit „Alpha“ ein Demonstrator folgen. Langfristig arbeitet Proxima auf kommerzielle Fusionskraftwerke hin. In den USA und China fließen Reinartz zufolge bereits Milliardenbeträge in die Entwicklung von Fusionstechnologien. Europa müsse nun entscheiden, ob die künftige Wertschöpfung rund um Fusionskraftwerke auf dem Kontinent entstehen solle oder ob die Technologie später aus dem Ausland bezogen werde.

Für Investoren unterscheiden sich Fusionsunternehmen deutlich von klassischen Software-Start-ups. Statt Nutzerzahlen oder Umsatzwachstum stehen technische Fortschritte und klar definierte Entwicklungsziele im Mittelpunkt, um das hohe Risiko zu minimieren. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Lieferkette. Proxima arbeitet nach eigenen Angaben bereits mit mittelständischen Zulieferern zusammen und sieht erhebliches Potenzial für weitere Industriepartner. Für den Aufbau einer europäischen Fusionsindustrie werde eine Vielzahl spezialisierter Unternehmen benötigt.

Als Beispiel nannte Reinartz die Rolf Kind GmbH aus Lindlar. Das mittelständische Unternehmen fertigt hochpräzise Stahlkomponenten, sogenannte „Pancakes“, aus denen die Magneten für den Reaktor aufgebaut werden. Gerade bei der Kernfusion komme es auf höchste Fertigungsqualität an. Bereits kleinste Materialfehler könnten dazu führen, dass die supraleitenden Magneten ihre Funktion verlieren. Im internationalen Wettbewerb sieht Reinartz darin einen Vorteil für deutsche und europäische Industrieunternehmen. Während Hersteller aus China in vielen Industriebereichen häufig über den Preis konkurrierten, seien für Fusionsanlagen vor allem Präzision, Zuverlässigkeit und Fertigungsqualität entscheidend. Mit dem Demonstrator Alpha könnte die Nachfrage nach solchen Komponenten deutlich steigen. Nach Einschätzung von Reinartz müssten sich die Kapazitäten deutlich erhöhen.

Daher bleibt die Finanzierung ein Thema. Dr. Sarah Theinert von UVC Partners, einem an Proxima Fusion beteiligten Venture-Capital-Investor, warnte auf der Veranstaltung davor, dass es in Europa weiterhin an ausreichend Wachstumskapital mangele. Die Gefahr bestehe darin, dass wichtige Zukunftstechnologien zwar in Europa entwickelt würden, größere Finanzierungsrunden später aber von Investoren aus den USA oder Asien getragen werden.

Weiterlesen nach der Anzeige

Die Diskussion über Zukunftstechnologien beschränkte sich auf der Konferenz nicht auf die Kernfusion. Auch Unternehmen aus der Drohnen- und Luftfahrtbranche warben für mehr Investitionen in Deep-Tech-Projekte. Matthias Lehna von Quantum Systems und Maximilian Oligschläger von ERC System betonten, dass die Branche von den geopolitischen Veränderungen und daraus entstehenden neuen Sicherheitsanforderungen profitiert. Quantum Systems entwickelt KI-gestützte „Aufklärungsdrohnen“ und autonome Luftfahrtsysteme für zivile und militärische Anwendungen. ERC System arbeitet an hybridelektrischen Senkrechtstartern (eVTOL), die künftig unter anderem in der Logistik, bei Rettungsdiensten und zum Schutz kritischer Infrastruktur eingesetzt werden sollen.

Besonders der Krieg in der Ukraine habe die Entwicklung unbemannter Systeme beschleunigt. Er habe gezeigt, wie schnell sich Drohnen und ihre Einsatzkonzepte weiterentwickeln können. Hardware werde teilweise innerhalb weniger Monate angepasst, Software sogar innerhalb weniger Wochen. Der Einsatz unbemannter Systeme habe Lehna zufolge eine Dynamik ausgelöst, die weit über klassische Rüstungsprojekte hinausgehe.

Oligschläger verwies dabei auf strukturelle Unterschiede zu den USA und China. Europa verfüge über starke Forschungseinrichtungen und Ingenieurskompetenz, sei aber oft zu langsam bei der Industrialisierung und Skalierung neuer Technologien. Die eigentliche Herausforderung bestehe darin, aus wissenschaftlichen Durchbrüchen erfolgreiche Unternehmen und industrielle Wertschöpfung zu machen. Dafür brauche es nach Ansicht der Diskutanten mehr Risikokapital, schnellere Skalierung und langfristige politische Unterstützung.


(mack)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Apple Music: Hi-Res-Lossless-Audio erstmals für Apple TV 4K


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Apple-TV-User fühlen sich aktuell vergessen: Weder hat Apple seit 2022 neue Modelle auf den Markt gebracht, noch während seiner WWDC-Keynote in der vergangenen Woche das Betriebssystem tvOS 27 überhaupt großartig erwähnt. Interessierte mussten sich daher die Details aus verschiedenen Website-Dokumenten zusammensuchen. Eines davon betrifft die Musikwiedergabe auf der Multimediabox: Künftig wird es möglich, hochauflösendes, verlustfreies Songmaterial wiederzugeben. Das geht zunächst aber nur mit Apple Music, ob auch andere Streaming-Apps das Format via API unterstützen werden, blieb zunächst unklar.

Weiterlesen nach der Anzeige

Die grundlegende Unterstützung für Lossless-Audio im Rahmen von Apple Music hatte Apple den Apple-TV-Geräten bereits mit tvOS 26 spendiert. Technisch drin sind seither 24 Bit mit bis zu 48 kHz. Nun kommt Apples Hi-Res-Lossless-Format hinzu. Dieses beherrscht mehr als 48 kHz, schafft bis zu 192 kHz bei 24 Bit. Das neue Format verspricht ein noch natürlicheres Klangbild, wobei man dafür schon sehr gute Ohren haben muss.

Das Material muss zudem überhaupt als Hi-Res-Lossless-Audio vorliegen, was vor allem bei neuerer Musik sowie Klassikeralben der Fall ist, die ein entsprechendes Remastering hinter sich haben. Apple verspricht „Audiowiedergabe in Studioqualität“, wobei dies viel mit den hinter dem Apple TV hängenden Verstärkern und Lautsprechern zu tun hat. Lossless-Formate komprimieren Medien ohne Kompressionsverluste und entpacken sie dann ins Originalformat. In einem Supportdokument erklärt Apple, wie man das verlustfreie Songmaterial wiedergibt. Verschiedene Geräte bieten hier verschiedene Möglichkeiten.

Weitere Neuerungen in tvOS betreffen die AutoMix-Funktion, die Songs mithilfe von KI überblenden kann. Diese ist erstmals auf Apple-TV-Geräten verfügbar (sowie auf dem HomePod). Weiterhin hat Apple die Podcasts-App für tvOS überarbeitet. Sie kommt in einem neuen Look, mit zusätzlichem Fokus auf Video-Podcasts, einer neuen Navigationsleiste und verbesserten Suchfunktionen.

tvOS 27 erscheint im Herbst. Entwickler dürfen bereits eine Betaversion ausprobieren. Eine Public Beta erscheint vermutlich im kommenden Monat.

Weiterlesen nach der Anzeige


(bsc)



Source link

Weiterlesen

Beliebt