Connect with us

Datenschutz & Sicherheit

Cyberkrieg: Medien zitieren Interna aus Russlands Geheimdienstausbildung


An der Staatlichen Technischen Universität Moskau „N. E. Bauman“ lernen Studierende eines geheimen Lehrstuhls, wie man westliche Gesellschaften mit Propaganda destabilisiert oder in unterschiedlich gut gesicherte Rechner eindringen kann. Das und viel mehr hat ein internationales Rechercheteam anhand von mehr als 2000 internen Dokumenten der Universität herausgefunden, die „erstmals einen tiefen Einblick in diese Form der Agentenausbildung“ ermöglichen, wie „Der Spiegel“ ausführt. Es handelt sich demnach um Interna aus dem sogenannten „Lehrstuhl 4, Spezialausbildung“, der Ausbildungsaufgaben für den Militärgeheimdienst GRU übernimmt. Dem wurden eine ganze Reihe von Cyberangriffen der vergangenen Jahre zugeschrieben.

Weiterlesen nach der Anzeige

Laut dem Spiegel ist der Lehrstuhl dafür verantwortlich, Agenten, Cyberangreifer und Saboteure für den Geheimdienst auszubilden. Dafür sei er in drei „militärische Fachrichtungen“ aufgeteilt, von denen der „Spezialdienst für Aufklärung“ für die IT-Ausbildung zuständig sei. Dort geht es demnach um „Informationskriegsführung, elektronische Aufklärung und IT-nahe Spezialkompetenzen“, wobei der GRU direkten Einfluss auf die Ausbildung nehmen würde. Laut den Dokumenten sendet der Geheimdienst Prüfer zu Examen, definiert die Anforderungen und genehmigt Kandidaten. Eingebunden seien einige der höchsten Personen aus den Bereichen für Cyberkriegsführung.

In einem Kurs „Abwehr technischer Aufklärung“ lernt man dem Bericht zufolge, „in insgesamt 144 Stunden über zwei Semester den kompletten Werkzeugkasten“ der modernen Cyberkriegsführung. Dabei gehe es etwa um das Eindringen in fremde Rechner mittels Passwortattacken, über das Ausnutzen von Sicherheitslücken oder mithilfe von Trojanern. Eine praktische Übung behandle „Penetrationstests mit Viren“, ein Modul „Computerviren und Würmer“. Am Kursende müssen die Studenten demnach einen Testserver hacken. Auch DDoS-Attacken gehören zum Lehrstoff. Zum Einsatz von Propaganda zitiert der Spiegel eine Praxisaufgabe folgendermaßen: „Erstelle ein Social-Video für ein beliebiges Thema, indem du Manipulation, Druck und versteckte Propaganda verwendest, um ein ‚heißes‘ Thema zu promoten oder zu entkräften“.

Die Dokumente geben dem Bericht zufolge auch einen Einblick in die jungen Männer selbst, die an dem geheimen Lehrstuhl ausgebildet werden. So konnten einigen von ihnen angeblich Konten in sozialen Netzen zugeordnet werden, die auf ein unverdächtiges Teenagerleben hindeuten. Am Lehrstuhl 4 sitzen sie dann aber wohl nicht ausschließlich vor dem Computer, zur Ausbildung gehört dem Bericht zufolge auch ein einmonatiges Trainingscamp, in das alle müssen. „Fotos zeigen junge, teils übergewichtige Männer in Tarnkleidung, die sich an Kletterstangen abstrampeln und Schießübungen mit einer Pistole machen“, schreibt der Spiegel zu Bildern dieses Teils der Ausbildung.

Wie die Medien an die Dokumente gelangt sind, schreibt der Spiegel nicht. Gleichzeitig weist das Nachrichtenmagazin darauf hin, dass Geheimdienste auch in Deutschland und anderen westlichen Staaten immer offener an Universitäten um Nachwuchs werben. Die Verbindung zwischen der Moskauer Universität und dem Militärgeheimdienst geht aber deutlich weiter. Zugleich geben die Dokumente Einblick in die Hintergründe teils verheerender Cyberattacken, die in den vergangenen Jahren für Aufsehen gesorgt haben. So schreibt der Spiegel, dass ein Absolvent kurz nach seinem Abschluss offenbar bei einer Spezialeinheit gelandet ist, die hinter der Malware NotPetya gesteckt haben soll. Die hat im Sommer 2017 weltweit für Chaos gesorgt.

Weiterlesen nach der Anzeige


(mho)



Source link

Datenschutz & Sicherheit

Sicherheitslücken gefährden Verbindungen über libssh2


Die Open-Source-SSH-Bibliothek libssh2 ist verwundbar. Angreifer können an zwei Sicherheitslücken ansetzen, um Systeme zu attackieren. Im schlimmsten Fall kann Schadcode Computer kompromittieren. Der Patchstatus ist den derzeit verfügbaren Informationen zufolge undurchsichtig. Zum Zeitpunkt dieser Meldung gibt es keine Berichte, dass Angreifer die Schwachstellen bereits ausnutzen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Unternehmen setzen die Bibliothek an empfindlichen Stellen im Netzwerk ein, um etwa Router und IoT-Feräte fernzusteuern und Server zu managen. Demzufolge könnten erfolgreiche Attacken weitreichende Folgen haben.

Beide Lücken (CVE-2026-55200kritisch“, CVE-2026-55199hoch“) sind auf GitHub dokumentiert. Angreifer können über präparierte SSH-Pakete Speicherfehler auslösen und Schadcode ausführen. Außerdem sind DoS-Attacken vorstellbar.

Davon sind den Entwicklern zufolge alle libssh2-Versionen bis einschließlich 1.11.1 bedroht. Das Problem ist, dass beide Sicherheitspatches derzeit nur in Form von GitHub-Commits (7acf3df, 1762685) existieren. Offensichtlich sind die Fixes bereits im Master-Branch verfügbar, aber eine neue Version steht noch aus. Stichproben bei Linux-Distributoren haben Folgendes ergeben: Laut dem Debian Security Tracker wird die reparierte Ausgabe 1.11.1-3 derzeit getestet. In Kali Linux ist diese Version wohl schon seit Mai dieses Jahres enthalten.


(des)



Source link

Weiterlesen

Datenschutz & Sicherheit

Jetzt patchen! Angriffe auf WordPress-Websites mit Gravity-SMTP-Plug-in


Derzeit haben es Angreifer auf WordPress-Websites mit Gravity-SMTP-Plug-in abgesehen und attackieren Instanzen. Ein Sicherheitspatch ist bereits seit Ende dieses Jahres verfügbar, aber offensichtlich noch nicht flächendeckend installiert.

Weiterlesen nach der Anzeige

Vor den Attacken warnen Sicherheitsforscher von Wordfence in einem Beitrag. Ihnen zufolge ist die Lücke (CVE-2026-4020 „mittel“) seit März dieses Jahres bekannt. Seitdem gibt es auch die reparierte Ausgabe 2.1.5. Alle vorigen Versionen sind verwundbar.

Die Forscher geben an, dass das Plug-in derzeit rund 100.000 aktive Installationen aufweist.

Ansatzpunkt für Angreifer ist ein nicht ausreichend sicher konfigurierter REST-API-Endpoint. So können sie ohne Authentifizierung darauf zugreifen, um über einen HTTP-GET-Request detaillierte Systemkonfigurationen abzurufen und diese Informationen für weiterführende Attacken zu nutzen.⁣

Die Sicherheitsforscher geben an, bereits 17 Millionen Angriffsversuche dokumentiert zu haben. Admins sollten dementsprechend zügig handeln und ihre Instanzen absichern. In ihrem Beitrag führen sie detaillierte Informationen zur Lücke auf. Zusätzlich finden Admins dort konkrete Hinweise (Indicators of Compromise, IoC), wie IP-Adressen, an denen sie bereits attackierte Systeme erkennen können.


(des)



Source link

Weiterlesen

Datenschutz & Sicherheit

Bamboo, Confluence & Co.: Atlassian schließt 100 Sicherheitslücken


Admins von Atlassian-Anwendungen sollten, um möglichen Attacken vorzubeugen, die ab sofort verfügbaren Sicherheitsupdates für verschiedene Produkte des Softwareherstellers installieren. Geschieht das nicht, können Angreifer Sicherheitslücken in etwa Bitbucket, Confluence und Jira Service Management ansetzen. Bislang gibt es keine Berichte, dass Angreifer die Schwachstellen bereits ausnutzen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Wie aus dem Sicherheitsbereich der Atlassian-Website hervorgeht, haben die Entwickler in aktuellen Versionen insgesamt 100 Lücken geschlossen. Davon sind neben dem eigenen Code auch Abhängigkeiten zu etwa Apache Tomcat betroffen.

Weil eine Auflistung der Schwachstellen und reparierten Ausgaben den Rahmen dieser Meldung sprengt, müssen sich Admins auf der verlinkten Seite des Softwareherstellers einen Überblick verschaffen. Im Folgenden finden sich einige besonders bedrohliche Lücken.

Unter den geschlossenen Schwachstellen sind auch einige „kritische“ Lücken – darunter sogar welche mit maximalem CVSS Score 10 von 10 (etwa CVE2026-40175). Das ist zum Beispiel der Fall in Axios im Zusammenhang von Jira Data Center and Server. Die Atlassian-Entwickler schreiben, dass aufgrund der Form der Abhängigkeit in diesem Kontext eine weniger bedrohliche Einstufung als kritisch gilt. Bei dieser Prototype-Pollution-Schwachstelle können Angreifer manipulierend eingreifen und etwa eigenen Code ausführen. Dagegen sollen die Versionen 11.3.7 (LTS) recommended Data Center Only und 10.3.22 (LTS) Data Center Only gerüstet sein.

Der Großteil der verbleibenden Lücken ist mit dem Bedrohungsgrad „hoch“ eingestuft. An diesen Stellen können Angreifer unter anderem für DoS-Attacken (etwa CVE-2026-33388) ansetzen oder sogar Schadcode aus der Ferne ausführen (CVE-2026-41044).


(des)



Source link

Weiterlesen

Beliebt