DIY: Valves neue Steam-Machine-Konsole selber bauen
Valves im Rahmen einer wahren Gaming-Offensive vorgestellte neue Steam Machine sorgt für Furore. Wer nicht warten will, kann sie schon jetzt bauen – mit ein paar Vor- und Nachteilen. Eine Anleitung inklusive Aufrüst-Optionen für das DIY-Pendant zu Valves Linux-Konsole.
Valves Steam Machine im Überblick
Valves für Anfang 2026 in Aussicht gestellt neue Steam Machine ist im Endeffekt ein extrem kompakter, standardisierter x86-PC mit AMD-Hardware, auf dem wie auf dem Steam Deck das Linux-Betriebssystem SteamOS läuft. Die meisten, aber nicht alle Windows-Spiele sind darauf lauffähig, weil Proton die Übersetzung der DirectX-Befehle zur Vulkan übernimmt. Mehr Details zu Linux-Gaming mit Windows-Spielen liefern die folgenden Berichte:
Linux vs. Windows 11 im Test: Benchmarks zur Gaming-Performance auf Radeon & GeForce
Linux-Gaming: Mit welcher Distribution laufen Windows-Games am besten?
Die technischen Eckpfeiler der Steam Machine sind eine CPU und eine GPU von AMD: Die CPU nutzt Zen 4 (Ryzen 7000), die GPU RDNA 3 (RX 7000). Die restlichen Eckdaten lauten wie folgt:
Spielekonsolen im Vergleich
Der DIY-Nachbau
Mit welcher Hardware aus dem Handel ließe sich die neue Valve Steam Machine bestmöglich abbilden? Die nachfolgende Übersicht liefert die Antwort.
Anders als im Artikel Game Pass vs. Gaming-PC: Spaß kostet weniger als eine Xbox und Game Pass, in dem es um einen möglichst günstigen Gaming-PC ging, liegt der Fokus dieses Artikels auf dem Nachbau der Steam Machine ohne Peripherie mit dem Ziel, die Leistungsdaten und den kompakten Formfaktor so gut wie möglich zu treffen.
Der Prozessor: Ryzen 5 7500F
Mit dem Ryzen 5 7500F (Test) stellt AMDs empfehlenswerte Allround-CPU die Basis der DIY-Steam-Machine. Architektur (Zen 4), Kernzahl (6) und maximale Taktfrequenz entsprechen der Valve-Hardware, die TDP liegt allerdings gut doppelt so hoch, was im Nachbau prinzipiell mehr Leistung verspricht.
AMD Ryzen 5 7500F
Der Prozessor sitzt auf einer Mini-ITX-Platine mit AM5-Sockel der Einstiegsklasse, die zudem – wie die Steam Machine – über WiFi 6E und Bluetooth 5.3 verfügt.
Besteht Bedarf nach mehr, lässt sich der DIY-Nachbau theoretisch bis hinauf zur aktuell potentesten Gaming-CPU, dem Ryzen 9800X3D, aufrüsten. Der Kühler, ein günstiges, aber recht starkes Thermalright-Modell, besitzt ausreichend Reserven.
Die Grafikkarte: Radeon RX 7600
Auch die für den Selbstbau gewählte Grafikkarte liegt bei der Leistung etwas über der Steam Machine, aber im Desktop gibt es kein 1:1 vergleichbares Modell mit 28 Compute Units (RDNA 3).
Die Radeon RX 7600 (Test) ist am nächsten dran. Sie nutzt die gleiche RDNA3-Architektur, allerdings im Vollausbau des Chips mit ein paar zusätzlichen Recheneinheiten (32 CUs) und einer um 30 Prozent höheren TDP.
Die AMD Radeon RX 7600 im Referenzdesign
Auch hier hat das Selbstbau-Modell einen großen Vorteil: Wer etwa 120 Euro Aufpreis in die Hand nimmt, kann in eine deutlich zügigere RX 9060 XT (Test) mit doppeltem Videospeicher und stark verbessertem FSR4 investieren, das aktuell RDNA4-Grafikkarten vorbehalten ist.
Der Speicher: Aktuell der Preis-KI-ller
„Dank“ des KI-Booms explodieren Speicherpreise. Noch vor gut einem Monat ließen sich 32 Gigabyte DDR5-6000 für unter 100 Euro erwerben, jetzt muss für das gleiche Kit doppelt so viel auf den Tisch gelegt werden. Günstige Angebote gibt es noch, sie verschwinden aber schnell. Dass Valve deshalb nur auf 16 Gigabyte RAM setzt, ist verständlich, für den Selbstbau-PC sind 32 GB als Option aufgrund des derzeit noch überschaubaren Aufpreises von gut 35 Euro aufgeführt.
Auch beim Massenspeicher erscheint im Selbstbau die 512-GB-Option der Steam Machine als schlechte Option. Die kleinere Kapazität spart nur 20 Euro gegenüber doppelter Speichermenge – für Valve kommt es am Ender aber auf jeden Euro an, um „den besten“ Preispunkt treffen zu können. In der Preisklasse des Gesamtsystems und in Anbetracht aktueller Installationsgrößen erscheint maximales Sparen im DIY-System hingegen nicht angebracht.
Das Gehäuse: Ein Kompromiss
Was die Steam Machine sehr attraktiv und eigenständig erscheinen lässt, ist nur schwer nachzubauen. Es ist neben der Software das Packaging: Weniger als 5 Liter Volumen für einen Gaming-PC sind eine Ansage, die sich mit Komponenten aus dem Handel kaum auch nur annähernd erreichen lässt. CPU und GPU auf einer Platine anordnen und kühlen zu können, verschafft dem Valve-Würfel einen massiven Vorteil – sein Innenleben besteht im Grunde nur aus einem großen Kühlturm mit 120-mm-Lüfter.
Steam Machine (2026) (Bild: Valve)
Mit Standard-Komponenten braucht es zwingend mehr Platz. Das schon extrem kompakte, in Schwarz oder Weiß erhältliche Silverstone Sugo 16 kommt bereits auf rund 13 Liter, die auch gebraucht werden – denn Grafikkarten der gewählten Klasse brauchen mehr als 240 Millimeter Länge. Dazu kommt ein SFX-L-Netzteil mit einigen Leistungsreserven für ein späteres Upgrade um das System zu komplettieren.
Silverstone Sugo SG16 (Bild: Silverstone)
Kann man mit mehr Höhe leben, verpackt ein Hyte Revolt 3 samt Top-Blow-Kühler auch sehr lange Grafikkarten auf 18 Liter Volumen, mit dem Fractal Ridge ließe sich auch das Format der allerersten Steam Machines (Test) wiederbeleben.
Der Vorteil des Selbstbaus liegt in den schier unbegrenzten Auswahlmöglichkeiten im Mainstream- und Boutique-Segment: Mit FlexATX, flachem Kühler und gezielter GPU-Wahl geht es auch noch kleiner. 5 Liter allerdings gehen nicht.
Das OS: Linux (SteamOS)
Die Steam Machine wird wie das Steam Deck (und ausgewählte Gaming-Handhelds von OEMs) auf SteamOS setzen – eine von Valve auf Gaming über Steam optimierte Linux-Distribution. Sie steht auch zum Download zur Verfügung, eine Garantie, dass das Betriebssystem auch auf anderen Systemen als den offiziell unterstützten Handheld-PCs läuft, gibt Valve aber nicht.
Alternativ bietet sich der Griff zu einer „herkömmlichen“ Linux-Distribution an, die mehr Hardware unterstützt, dafür nicht direkt ab Werk mit klarem Fokus auf Gaming und den Steam Big Picture Mode entwickelt wurde.
Der Preis: Nicht günstig
Am Ende bleibt die letzte große Unbekannte der neuen Gaming-Konsole: der UVP. Valve verriet zum Preis nur, dass die Steam Machine „so viel wie ein vergleichbarer Spiele-PC kosten soll“.
Der liegt in der aufgelisteten Konfiguration (16 GB + 1TB) bei rund 900 Euro, mit doppeltem Arbeits- und Festspeicher bei etwa 960 Euro. Ganz so hochpreisig kann sich Valve schwerlich positionieren, da auch PlayStation 5 (Pro) und Xbox Series X eine echte Konkurrenz sind. Aber 700 bis 800 Euro dürfte eine Steam Machine am Ende kosten – Regionen von gar unter 500 Euro scheinen vor dem Hintergrund der Preise am Markt nicht realistisch zu sein.
Wo wird die neue Steam Machine preislich landen (Basismodell)?
Unter 500 Euro
500 – 600 Euro
601 – 700 Euro
701 – 800 Euro
801 – 900 Euro
901 – 1.000 Euro
Über 1.000 Euro
Der Selbstbau im Überblick
DIY-PC vs. Steam Machine (2025)
Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung durch ComputerBase Pro und deaktivierte Werbeblocker. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.
Die Zauberwelt kehrt zurück, doch nicht alles bleibt beim Alten. Eine Figur rückt stärker ins Rampenlicht, neue Szenen öffnen bislang verschlossene Türen und plötzlich wirkt die bekannte Geschichte größer als je zuvor. Warum viele Fans diesen Stilbruch feiern.
Die neue Harry Potter Serie befindet sich im Endspurt der Dreharbeiten zur ersten Staffel. Seit Monaten kursieren Setbilder und kleine Einblicke. Doch nun sorgt eine Aussage aus dem Cast für besonders viel Gesprächsstoff. HBO plant spürbare Änderungen gegenüber der Buchvorlage und ausgerechnet die Fans reagieren erstaunlich positiv.
Draco Malfoy bekommt mehr Raum in der Harry-Potter-Serie
Im Mittelpunkt der Diskussion steht Draco Malfoy. Verkörpert wird er in der Serie von Lox Pratt. Laut Pratt wird Draco deutlich präsenter sein als im ersten Band und auch als in den Kinofilmen. Während Malfoy in den frühen Büchern oft als klassischer Gegenspieler mit klarer Schablone auftritt, soll die Serie ihn von Beginn an komplexer zeigen. Gedreht wurden unter anderem neue Szenen im Hause Malfoy. Diese Einblicke gab es bisher weder in dieser Form in den Büchern noch auf der Leinwand.
Der Nachfolger für Draco Malfoys Rolle steht ebenfalls fest Bildquelle: BBC/Warner
Mehr Perspektiven jenseits von Harry
Die Anpassungen betreffen nicht nur Draco. Auch andere Figuren sollen stärker beleuchtet werden. Lehrer werden in zusätzlichen Szenen gezeigt, teilweise sogar in ihren privaten Räumen in Hogwarts. Die Erzählung löst sich damit vom strengen Blickwinkel auf Harry und öffnet die Welt breiter. Diese Entscheidung wirkt durchdacht. Gerade in späteren Bänden spielt Dracos Erziehung eine wichtige Rolle. Wer seine Motivation verstehen will, braucht mehr als ein paar bissige Kommentare im Unterricht. Die Serie setzt genau dort an, um diese Lücke für Fans des Franchises zu stopfen.
Fans reagieren überraschend positiv
Normalerweise sorgt jede Abweichung von einer literarischen Vorlage für hitzige Debatten. Doch in diesem Fall fällt das Echo größtenteils wohlwollend aus. Viele begrüßen, dass HBO die Figuren weiterdenkt, statt sie nur neu zu verfilmen. Natürlich gibt es Stimmen, die eine möglichst werkgetreue Umsetzung bevorzugen. Doch der Gedanke, die magische Welt aus neuen Blickwinkeln zu erleben, scheint viele zu reizen.
Was das für die Serie bedeutet
Die neue Harry Potter Serie ist auf mehrere Jahre angelegt und soll auf HBO Max erscheinen. Wenn HBO diesen Kurs beibehält, erwartet Euch keine reine Nacherzählung, sondern eine erweiterte Version des bekannten Stoffes. Mehr Hintergrund, mehr Charaktertiefe und mehr Welt jenseits der Hauptfigur. Für viele Fans klingt das nicht nach Risiko, sondern nach einer Chance. Ob sich dieser Mut langfristig auszahlt, wird sich zeigen. Doch der erste Eindruck deutet darauf hin, dass die Magie auch abseits der Buchseiten funktioniert.
Jetzt weiterlesen
Nach Mega-Erfolg kehrt dieser Prime-Thriller mit neuem Killer zurück
Core Ultra X7 358H: Leistung im MSI Prestige 14 Flip AI+ im Test
Ist der Intel Core Ultra X7 358H fast so schnell wie der Core Ultra X9 388H? Auf dem Datenblatt sieht es so aus. ComputerBase hat mit dem MSI Prestige 14 Flip AI+ den Praxistest gemacht. Günstiger als in diesem Notebook gibt es die große iGPU Arc B390 derzeit nicht. Findet sich hier also ein echter Preis-Leistungs-Tipp?
Den schnellsten Intel Core Ultra 300H „Panther Lake“ hatte ComputerBase mit dem Intel Core Ultra 9 388H (Test) bereits auf dem Prüfstand. Das Fazit fiel insgesamt, aber insbesondere mit Blick auf die GPU-Leistung sehr positiv aus: AMDs direkte Konkurrenten haben keine Chance.
Der Core Ultra X7 358H ist auf dem Papier kaum langsamer, bei der iGPU liegt er sogar auf Augenhöhe. Lässt sich durch den Griff zu einem derart ausgestatteten Notebook also viel Geld sparen ohne viel Leistung einzubüßen?
ComputerBase hat den Core Ultra X7 358H im MSI Prestige 14 Flip AI+ auf die Probe gestellt. Das Notebook bietet MSI mit dem X7 derzeit für 1.549 Euro im eigenen Store an. Günstiger bekommt man einen Core Ultra 300H der X-Klasse, also mit großer iGPU derzeit nicht. Bedeutet das, die Preis-Leistung ist top?
Core Ultra X7 358H vs. X9 388H
Was sich hinter Intel Core Ultra 300 „Panther Lake“ verbirgt, hat ComputerBase in der Vergangenheit bereits wiederholt ausführlich dargelegt. An dieser Stelle soll es daher nur noch einmal den Blick auf die bisher angekündigten Modellvarianten geben.
Mehr Details zu Intel Panther Lake
Intel Core Ultra 300: Panther Lake startet mit 14 Modellen und sehr hoher Leistung
Intel Panther Lake im Detail: Das ist „Core Ultra 300“ mit Intel 18A, neuen Kernen und Xe3
Die nachfolgende Tabelle führt alle bisher von Intel offiziell angekündigten Core Ultra 300 mit ihren technischen Daten im Detail auf. Getestet hatte ComputerBase bisher das Topmodell Core Ultra X9 388H, nun folgt der Core Ultra X7 358H (fett). Der einzige Unterschied im Datenblatt zum X9: 300 MHz weniger Turbo-Takt für die CPU. Der iGPU-Takt liegt mit 2.500 MHz weiterhin auf X9-Niveau. Auch der maximale Speicher-Support und die TDP-Bandbreite, für die die CPUs spezifiziert wurden, sind identisch.
Das MSI Prestige 14 Flip AI+
Das MSI Prestige 14 Flip AI+ wurde zur CES 2026 enthüllt, ComputerBase konnte sich vor Ort in Las Vegas bereits einen ersten Eindruck verschaffen.
Das MSI Prestige 14 Flip AI+ mit Intel Core Ultra X7 358H im Test
Für 1.549 Euro im MSI-Store ist es derzeit das günstigste Modelle mit der großen Arc-B390-Grafikeinheit (siehe Preisvergleich) und zudem innerhalb einer Woche lieferbar. Derzeit gibt es das Notebook nur direkt bei MSI, doch freie Händler sollen in Kürze ebenfalls erste Ware erhalten.
So ist der X7 358H konfiguriert
Im MSI Prestige 14 Flip AI+ hat sich MSI für (vermutlich etwas günstigeren) LPDDR5X-8533 entschieden, wenngleich auch der X7 maximal mit 9.600 MT/s umgehen darf. Ob die 11 Prozent Unterschied in der Bandbreite Auswirkungen auf die Spieleleistung hat, wird sich noch zeigen müssen.
Mit bis zu 65 Watt TDP über drei (+ AI) per MSI Software Suite bereitgestellte Profile liegt die Leistungsaufnahme der CPU auf dem Niveau des X9 im Asus Zenbook Duo.
Die Leistungsprofile im MSI Center S
Weitere technische Daten
Mit 1,37 Kilogramm Gewicht ist das MSI Prestige 14 Flip AI+ ein leichter Begleiter im 14-Zoll-Format. Das Display ist ein OLED, löst allerdings „nur“ mit FHD+ (1.200p) auf und bietet lediglich 60 Hz. Als Convertible (oder 2-in-1) lässt es sich um 360° nach hinten klappen.
Eindrücke des MSI Prestige 14 Flip AI+ mit Intel Core Ultra X7 358H
Einen großen Einschnitt gegenüber dem aktuellen Stand der Notebook-Display-Technik gibt es bei der Helligkeit: 100 Prozent Helligkeit in der Mitte des Displays entsprechend nur 278 cd/m², also weniger als 300 cd/m². Für den Einsatz im Freien ist das MSI Prestige 14 Flip AI+ daher eher weniger geeignet. Das Display unterstützt Touch und Stifteingaben. Der entsprechende MSI Nano Pen kann im Gehäuseboden verstaut werden.
Die weitere Ausstattung lautet: 32 GByte RAM, 1 TByte SSD, zwei Mal Thunderbolt 4 (USB-C), WiFi 7 und ein 81 Wattstunden großer Akku. Auch HDMI und USB-A liegen nativ am Chassis vor.
Seite 1/5 Nächste Seite TDP, Profile, Leistungsaufnahme und mehr
Das große Finale von Stranger Things Ende 2025 ließ viele von Euch mit brennenden Fragen zurück. In einem kommenden Film liefert Netflix endlich das entscheidende Puzzleteil, um Henry Creels düsteres Schicksal vollständig zu entschlüsseln. Doch der angekündigte Film hat einen ganz besonderen Kniff.
Nachdem das Netflix-Flaggschiff in der Silvesternacht 2026 unter Tränen und gewaltigen Lore-Eruptionen sein Ende fand, blieb bei vielen Zuschauer:innen ein fader Beigeschmack zurück. Das große Finale galt als globales Kultur-Event. Dennoch kritisierten Hardcore-Nerds und Gelegenheitsseher gleichermaßen, dass die tiefen Beweggründe von Henry Creel alias Vecna teilweise schemenhaft blieben. Das Gefühl, eine essenzielle Episode verpasst zu haben, war kein Zufall, sondern strategisches Kalkül der Duffer-Brüder. Wichtige Antworten über die Natur des Upside Down und den Ursprung des Bösen verlegten sie schlichtweg in ein anderes Medium, das Theater.
Doch nach dem massiven Echo der Community hat Netflix nun offensichtlich reagiert. Die Wissenslücken werden genau dort geschlossen, wo sie für alle zugänglich sind – direkt auf Euren heimischen Bildschirmen. Damit liefert der Streamer die längst überfällige Antwort auf die drängendsten Fragen der Fans. Seht hier den Trailer mit Bildern des Broadway-Stückes:
Externen Inhalt erlauben
Ich bin damit einverstanden, dass externer Inhalt geladen wird. Personenbezogene Daten werden womöglich an Drittplattformen übermittelt. Nähere Informationen enthält die Datenschutzerklärung.
Henry Creel wird Vecna: Endlich sehen wir alle, was geschah!
Der Streaming-Riese hat grünes Licht für eine professionelle Verfilmung des preisgekrönten Theaterstücks „Stranger Things: The First Shadow“ gegeben. Das berichtet zumindest Collider, die offizielle Bestätigung fehlt noch. Erwartet jedoch kein klassisches Live-Action-Reboot! Statt einer neuen Verfilmung handelt es sich um eine technisch brillante Aufzeichnung der Broadway-Show. Doch keine Sorge, Euch droht kein billiger Abklatsch. Mit den Tony-Awards für das beste Szenenbild, Licht und Sound-Design im Rücken verspricht die Produktion ein Spektakel, das weit über herkömmliche Bühnenmitschnitte hinausgeht.
Das Skript stammt von Serien-Veteranin Kate Trefry. Gemeinsam mit den Duffers und dem „Adolescence“-Schöpfer Jack Thorne taucht sie tief in die 1950er Jahre von Hawkins ab. Im Zentrum steht der junge Henry Creel, dessen Schicksal untrennbar mit dem Militärdienst seines Vaters Victor auf der USS Eldridge verknüpft ist. Dabei handelt es sich um das legendäre Schiff des paranormalen Philadelphia-Experiments. In der Hauptrolle brilliert Louis McCartney neben T.R. Knight und Alex Breaux (der in anderer Rolle sogar in der Serie zu sehen ist).
Besonders wichtig für das emotionale Verständnis ist Gabrielle Nevaeh als Patty Newby, Henrys erste große Liebe, die uns zeigt, dass der spätere Antagonist keineswegs böse geboren wurde. Die Kameras halten bereits im Februar 2026 drauf, um die Originalbesetzung vor dem Cast-Wechsel am 29. März einzufangen. Damit ist ein Release noch in diesem Jahr absolut realistisch.
Eine überfällige, (zu?) späte Entscheidung
Die Entscheidung, dieses Projekt auf die Plattform zu bringen, markiert einen dringend notwendigen Strategiewechsel im Stranger-Things-Kosmos. Lange Zeit blieb das Wissen über Henrys erste, schicksalhafte Begegnung mit dem Gedankenschinder hinter dreistelligen Ticketpreisen in London und New York verborgen. Wir Netflix-Binge-Watcher schauten dabei in die Röhre.
Erst durch diese Aufzeichnung erfahren wir im Detail, wie die unheilvolle Symbiose zwischen Henry und der Schattenwelt wirklich begann. Ein Aspekt, der im Finale von Staffel 5 für erhebliche Verwirrung in der Community sorgte.
Es ist der finale Baustein, der Euch gefehlt hat. So könnt Ihr das Monster Vecna als tragische Figur begreifen lernen und seine Verbindung zum Upside Down besser verstehen. In das Gesamtgefüge des Franchise fügt sich der Film dabei durchaus nahtlos ein: Zwischen der 2025er Dokumentation „Hinter den Kulissen“ und dem im April 2026 startenden Spin-off „Stranger Things: Tales from ’85“ hält Netflix das Universum gehaltvoll am Leben. Ihr bekommt nun endlich die Chance, Hawkins’ dunkelstes Geheimnis zu lüften. Und das, ohne teure Flugtickets oder hochpreisige Theaterkarten zu bezahlen. Schöner wäre es dennoch gewesen, wenn wir diese Geschichte früher bekommen hätten – vor dem Serienfinale!
Habt Ihr schon Eure Theorien zur USS Eldridge parat?Oder wartet Ihr erst auf den Release, um die Puzzleteile von Vecnas Schicksal endlich zusammenzusetzen? Teilt Euer Wissen und diskutiert mit uns über die Geheimnisse der Schattenwelt!
Jetzt weiterlesen
Die düsterste Kult-Serie unserer Zeit kehrt zurück