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Ernährungskampagne: Lidl holt HeimatTBWA an Bord und schrumpft Wigald Boning


Lidl wirbt mit Wigald Boning

Die Advertising-Sparte von Omnicom hatte seit der Integration von Interpublic wenig Positives zu verkünden. Den Verlust von Prestigekunden wie Henkel, Hornbach und Teekanne bewerten Experten als Alarmsignal. Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer, wie die neue Kampagne von Lidl zeigt.

Dass sich Lidl vom Modell der kreativen Leadagentur verabschiedet hat und stattdessen auf ein Pool-Modell setzt, ist

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Mallorca-Hit „Der Zug hat keine Bremse“: So schlachtet Netto die neue WM-Hymne der Nationalelf für Eigenwerbung aus


Netto springt auf den WM-Zug auf

Für Realtime-Marketing ist vor allem Sixt bekannt. Netto zeigt jetzt, dass der Autovermieter kein Exklusivrecht darauf hat. Kurz nachdem Bundestrainer Julian Nagelsmann „Der Zug hat keine Bremse“ zum WM-Motto erklärte, überrascht der Discounter in den sozialen Netzwerken mit einer Neuauflage des Ballermann-Hits.

Damit hatte offenbar niemand gerechnet. „Der Zug hat keine Bremse“, grölten tausende deutsche Fußballfans nach dem 7:1-Auftaktsieg der

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Guerilla Marketing in Düsseldorf: Freixenet prostet Fans zu, die für Bad Bunny Spanisch lernen


Der Spruch ist eine direkte Anspielung auf den puerto-ricanischen Superstar Bad Bunny

Am Wochenende stand Düsseldorf ganz im Zeichen der riesigen Doppelkonzert-Show eines der weltweit erfolgreichsten Musikers: Bad Bunny gab am Samstag und Sonntag zwei exklusives Deutschland-Konzerte in der Merkur-Spiel-Arena. Die spanische Schaumweinmarke Freixenet und die Agentur Social Match by We Are Era nutzten das Event für einen sympathischen Guerilla-Marketing-Stunt.

Den zehntausenden Fans, die am Wochenende nach Düsseldorf pilgerten, um den puerto-ricanischen Latin-Rap-Star auf der Bühne zu sehen

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Bonussystem: Verbraucherschützer ziehen Klage gegen Rewes Rabatt-Werbung zurück


Die Rewe-Bonus-App sorgt für Streit

Kunden der Supermarktkette können sich in der App Bonus-Coupons sichern. Verbraucherschützer halten die Praxis allerdings für irreführend. Zwei Gerichte kommen zu unterschiedlichen Einschätzungen.

Im Streit um Rabatt-Werbung in der Rewe-App hat die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg eine Klage gegen den Lebensmittelhändler zurückgenommen. Das teilte eine Sprecherin des Oberlandesgerichts (OLG) Köln der Deutschen Presse-Agentur mit. Der Senat habe eine andere Auffassung als die Vorinstanz, hieß es. Damit ist das Urteil des Landgerichts Köln gegenstandslos.

Im konkreten Fall ging es unter anderem um Werbung für Weintrauben und Sekt in der Rewe-App. Nutzer können sich beim Kauf bestimmter Produkte einen Bonus-Coupon in Höhe eines festen Eurobetrags sichern, den sie später einlösen dürfen. Verbraucherschützer hielten die Darstellung für irreführend, weil neben den Artikeln zwar der Bonus, nicht aber der Produktpreis angezeigt werde. Ohne Preisangabe könnten Verbraucher jedoch keine informierte Kaufentscheidung treffen.

Das Gericht gab ihnen im November 2025 recht. Rewe legte daraufhin Berufung ein, das Urteil wurde deshalb nicht rechtskräftig. Die Richter des OLG Köln bewerteten den Fall nun anders. Sie sahen in der betreffenden Werbung keine Verpflichtung für Rewe, weitere Preisangaben zu machen, und stuften die Klage als unbegründet ein.

So reagieren Verbraucherschützer und Rewe

Gabriele Bernhardt von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg sagte: „Das OLG hat in der mündlichen Verhandlung sehr deutlich gemacht, dass es auf die Berufung der Gegenseite unsere Klage zurückweisen wird.“ Deshalb habe man sie zurückgenommen. Rewe teilte auf Nachfrage mit: „Wir freuen uns, dass das OLG Köln unsere Rechtsauffassung bestätigt hat.“

Treue-Apps von Lebensmittelhändlern waren zuletzt mehrfach Thema vor Gericht. Der Verbraucherzentrale Bundesverband verklagte die Discounter Penny und Netto. Moniert wurde, dass nur angemeldete Kunden besondere App-Rabatte erhalten. Die Klagen wurden abgewiesen, im Fall Penny wurde Revision zugelassen.

Im September 2025 scheiterten Verbraucherschützer mit einer Klage gegen Lidl vor dem Oberlandesgericht Stuttgart. Sie kritisierten, die App sei entgegen den Teilnahmebedingungen nicht kostenlos, weil Nutzer mit ihren Daten zahlten. Der Verbraucherzentrale Bundesverband zog deshalb vor den Bundesgerichtshof.

Umfrage: App-Nutzer kaufen mehr

In den Treue-Apps erhalten Kunden exklusive Vorteile und Rabatte, wenn sie sich registrieren. Händler gewinnen dadurch loyalere Kunden und deren Daten, die zeigen, was Käufer wollen. Laut einer repräsentativen Umfrage des Handelsforschungsinstituts IFH Köln verwenden gut 90 Prozent der Menschen Bonus-Apps. Ob diese die Kundenbindung stärken, ist jedoch fraglich. Nutzer haben der Befragung zufolge im Schnitt 4,2 Apps von Händlern installiert. Jeder Zweite wechselt nach eigenen Angaben für die besten Vorteile häufig zwischen Apps. Ebenso viele haben das Gefühl, dabei kaum Geld zu sparen. Das IFH befragte im Februar 1.000 Menschen zwischen 18 und 69 Jahren.



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