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Künstliche Intelligenz

Europäer: Klassische Medien, KI-Detektoren und Staat müssen KI-Inhalte prüfen


Der Schutz der Demokratien in Europa vor KI-Falschnachrichten und Manipulationsversuchen kann aus Sicht der Europäer durch einen Dreiklang von prüfenden Institutionen gewährleistet werden: klassische Medien, KI-Detektoren und staatliche Regulierung. Die eigene Medienkompetenz wird als weniger wirksam eingestuft. Das geht aus einer aktuellen Studie des Vodafone Instituts hervor, der Denkfabrik des Telekommunikationsdienstleisters. KI wird demnach als große Gefahr für die Manipulation von Wahlen und auch das Untergraben des Vertrauens in politische Institutionen durch generierte Falschnachrichten beziehungsweise Desinformation gesehen.

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Für die Studie wurden 12.086 wahlberechtigte Personen ab 18 Jahren in zwölf europäischen Ländern über computergestützte Online-Interviews im Frühjahr 2025 befragt, darunter auch 1002 Personen aus Deutschland. Der Befragung zufolge hat für mehr als die Hälfte der Europäer – unabhängig vom Alter – die Bedeutung redaktioneller Berichterstattung aufgrund der steigenden Gefahr von Falschnachrichten zugenommen. So stimmten insgesamt 53 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass die Bedeutung redaktioneller Beiträge aufgrund der aktuellen Lage gestiegen sei. Unter den 25- bis 34-Jährigen sind es 57 Prozent, bei den 18- bis 24-Jährigen und 35- bis 44-Jährigen mit 54 Prozent etwas mehr.


Grafik aus der Studie zu im Artikel genannten Zahlen

Grafik aus der Studie zu im Artikel genannten Zahlen

Jüngere informieren sich eher online, ältere eher in klassischen Medien, durch aktuelle Entwicklungen gewinnen redaktionelle Berichterstattungen an Gewicht, um Falschnachrichten zu vermeiden oder besser zu erkennen.

(Bild: Vodafone Institut)

Ältere Menschen konsumieren ohnehin eher klassische Medien, belegt die Studie: Im europäischen Durchschnitt und über alle Altersklassen hinweg greifen rund 60 Prozent der Befragten für politische Informationen auf klassische Medien wie Nachrichten im Fernsehen und Radio zurück. Die Nutzung von Fernsehen und Radio nimmt mit höherem Alter zu. Der Anteil in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen liegt bei gut 40 Prozent. Neben Nachrichten im Fernsehen und Radio spielen weitere Quellen eine wichtige Rolle: der persönliche Austausch innerhalb der Familie, im Freundeskreis oder am Arbeitsplatz (46 Prozent), redaktionelle Berichterstattung (43 Prozent) sowie politische Talkshows und Reportagen im Fernsehen (41 Prozent)

60 Prozent der 18- bis 24-Jährigen nutzen für politische Informationen soziale Medien. Instagram (61 Prozent), YouTube (57 Prozent) und TikTok (56 Prozent) sind hierbei die maßgeblichen Plattformen, die zumindest schon einmal zu diesem Zweck genutzt wurden. Mit Blick auf alle Befragten über alle Altersklassen hinweg zeigt sich ein zweigeteiltes Bild für den Nachrichtenbezug online: 47 Prozent informieren sich über Nachrichtenportale, 42 Prozent über soziale Medien.

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Wie häufig Menschen in Kontakt mit Falschnachrichten kommen, ist unter den Generationen ebenfalls unterschiedlich. Demnach gaben unter den 18- bis 24-Jährigen 38 Prozent an, in den vergangenen Monaten sehr oder extrem häufig Fake News wahrgenommen zu haben, während der Wert bei den über 64-Jährigen bei 16 Prozent liegt. Die Studie mutmaßt, dass dies unter anderem daran liegen könnte, dass junge Menschen mehr Zeit online verbringen und dadurch öfter Kontakt zu Desinformation haben. Ob sie vielleicht auch besser darin sind, Fake News zu erkennen, hat die Studie nicht untersucht. Sie kommentiert aber an anderer Stelle: „Während die meisten überzeugt sind, sich nicht von Falschnachrichten beeinflussen zu lassen, werden die Manipulationsgefahren bei anderen Personen als viel stärker eingeschätzt: 39 Prozent gegenüber 18 Prozent. Dies ist ein bekanntes Phänomen und daher wenig überraschend, dass es in allen Ländern vorzufinden ist. Es ist aber durchaus relevant, da es zu sozialer Spaltung beitragen kann. Wenn einzelne Gruppen glauben, dass „die Anderen“ durch Medien manipuliert werden, kann dies das Misstrauen in der Gesellschaft verstärken.“


Grafik aus der Studie zu im Artikel genannten Zahlen

Grafik aus der Studie zu im Artikel genannten Zahlen

In Südeuropa hat die Bedeutung von klassischen Medien aufgrund der Sorge vor Falschnachrichten zugenommen, in Nordeuropa eher weniger.

(Bild: Vodafone Institut)

Dass Falschnachrichten eine sehr große oder extreme Gefahr für die Demokratie darstellen, gaben 28 Prozent aller Befragten an. Am stärksten davon überzeugt sind Menschen aus Spanien mit 38 Prozent Zustimmung, und am wenigsten Menschen aus Finnland mit 15 Prozent. Je jünger die Befragten, desto stärker bewerten diese den Einfluss von Falschinformationen auf die Demokratie (35 Prozent bei den 25- bis 34-Jährigen vs. 21 Prozent bei den über 64-Jährigen). Wie häufig Fake News wahrgenommen werden, unterscheidet sich auch deutlich zwischen den Ländern: So wurden in Estland und Griechenland (39 und 35 Prozent) wesentlich mehr Fake News von Befragten wahrgenommen als etwa in Finnland und Schweden (20 und 19 Prozent).

Da KI auch zur Erstellung von Fake News und täuschend echter Videos und Fotos im politischen Kontext genutzt werden kann, wurden Teilnehmende auch hierzu befragt: Die größten Risiken von KI für die Demokratie werden in Wahlmanipulationsmöglichkeiten im Vorfeld von Wahlen (36 Prozent) und dem Untergraben des Vertrauens in politische Institutionen durch KI-generierte Falschnachrichten (30 Prozent) gesehen. Auch überwiegt bei den befragten Europäerinnen und Europäern derzeit die Skepsis bei der Wahrnehmung von KI. Nur etwa 30 Prozent glauben, dass die Vorteile von KI insgesamt die Nachteile überwiegen. Besonders kritisch gegenüber KI-Inhalten zeigen sich Befragte aus Deutschland und dem Vereinigten Königreich, während es in Südeuropa mehr Zutrauen gibt.


Grafik aus der Studie zu im Artikel genannten Zahlen

Grafik aus der Studie zu im Artikel genannten Zahlen

Gute Seiten – schlechte Seiten: KI wird eher skeptisch betrachtet, wo Vor- oder Nachteile liegen (könnten), wurde genauer abgefragt.

(Bild: Vodafone Institut)

Ein Dreiklang aus Maßnahmen hat den Befragten zufolge das größte Zukunftspotential, dem zu begegnen: KI-Detektoren, klassische Medien und staatliche Regulierungen. 45 Prozent sehen vor allem eine Überprüfung durch klassische Medien als relevant an, was besonders von Älteren genannt wurde. Als weniger zukunftsrelevant werden Erkennungsalgorithmen in sozialen Medien (35 Prozent), medienkompetente Nutzer (31 Prozent) und die Förderung des Austauschs von Best Practices durch internationale Organisationen (23 Prozent) gesehen.

Die Befragten sprechen sich dementsprechend für Maßnahmen wie das Kennzeichnen von KI-generierten Inhalten (65 Prozent), Faktenchecks (59 Prozent) sowie den Einsatz nationaler Aufsichtsbehörden (58 Prozent) aus. Teilnehmende aus Portugal befürworten in diesem Zusammenhang die verschiedenen Aspekte des DSA und des AI Act mit 70 Prozent am stärksten, während das Menschen aus Polen mit 50 Prozent am wenigsten tun. Zudem steigt die Zustimmung zu regulatorischen Maßnahmen mit dem Alter und der formalen Bildung. So werden beispielsweise Faktenchecks und die Unterbindung von Hassrede von knapp der Hälfte der formal niedrig Gebildeten (47 Prozent) befürwortet, bei den formal höher Gebildeten sind es zwei Drittel (65 Prozent).

Des Weiteren betrachten 43 Prozent aller Befragten Tools zur Erkennung von künstlich erstellten oder veränderten Videos, Bildern oder Audiodateien (KI-Detektoren) als zukunftsträchtige Lösungen. Bisher nutzen nur 14 Prozent der Befragten solche Detektoren, das Interesse sei aber bei jungen und formal höher gebildeten Menschen größer. Die Nutzungsbereitschaft variiert zwar zwischen den Ländern, aber fast ein Drittel der Europäer kann sich deren Einsatz zur Verifizierung politischer Inhalte gut vorstellen. Insgesamt zeigt die Studie: Ältere Befragte setzen mehr auf staatliche Regulierungen und Überprüfung mit klassischen Medien (49 Prozent bzw. 56 Prozent der über 64-Jährigen), Jüngere halten KI-Detektoren für geeigneter (50 Prozent der 18- bis 24-Jährigen).

Der Studie zufolge sind Jüngere aber ohnehin diejenigen, die sich mehr mit KI-Tools auseinandersetzen und diese auch schon für politische Themen genutzt haben. Je jünger die Befragten sind, desto größer ist die Bereitschaft für die (zumindest einmalige) Nutzung. Bei den 18- bis 24-Jährigen sind es 79 Prozent, bei den über 64-Jährigen nur 24 Prozent.

Mit Abstand Spitzenreiter bei den KI-Tools ist ChatGPT, das bereits von einem Drittel im politischen Kontext mindestens einmal genutzt wurde, gefolgt von Google Gemini, Meta AI, Copilot und DeepSeek. Überbewertet werden dürfen diese Daten allerdings nicht, denn wie die Studie auch klarmacht, liegt die Nutzung von KI-Tools für die politische Meinungsbildung im Vergleich zu klassischen Medien oder Nachrichtenportalen und Social Media weit zurück: Insgesamt nur 11 Prozent der Befragten nutzen regelmäßig ChatGPT oder anderen KI-Tools, wenn es um die Beschaffung von politischen Informationen geht.


Grafik aus der Studie zu im Artikel genannten Zahlen

Grafik aus der Studie zu im Artikel genannten Zahlen

Parteienwerbung hat einen noch schlechteren Ruf als soziale Medien oder KI-Tools.

(Bild: Vodafone Institut)

Und auch wenn jüngere Befragte von 18 bis 24 Jahren zu 48 Prozent die Meinung vertreten, dass KI mehr Vor- als Nachteile bringt, hinterfragen diese Altersgruppen KI-generierte Inhalte mit 43 Prozent sogar leicht überdurchschnittlich. Über alle Altersgruppen hinweg sind 40 Prozent der Befragten KI-Inhalten gegenüber misstrauisch, ähnlich wie auch gegenüber Social-Media-Inhalten mit 41 Prozent. Mit 43 Prozent schneidet nur noch die Werbung von Parteien unter den Befragten schlechter ab.


(kbe)



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Suche nach außerirdischem Leben: Habitable Zonen bislang wohl zu eng gezogen


Ein israelischer Astrophysiker plädiert dafür, das bei der Suche nach außerirdischem Leben zentrale Konzept der habitablen Zone zu erweitern. Der Begriff bezeichnet jenen Bereich um einen Stern, in dem auf Exoplaneten nach aktuellem Verständnis flüssiges Wasser existieren kann. Amri Wandel von der Hebräischen Universität Jerusalem sagt jetzt aber, dass dieser Bereich sowohl in Richtung des Sterns als auch nach außen hin ausgeweitet werden sollte. Gravitativ gebundene Exoplaneten, die ihrem Stern nur eine Seite zeigen, könnten demnach noch viel näher am Stern auf der ewigen Nachtseite flüssiges Wasser vorhalten. Weiter weg könnte flüssiges Wasser dagegen noch unter mächtigen Eispanzern existieren, wo es auf der Oberfläche längst zu kalt ist.

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Die vorgeschlagene Erweiterung der habitablen Zone

(Bild: Amri Wandel)

Wandel erklärt, dass viele der jetzt entdeckten Exoplaneten nicht in das bisherige Schema passen und das Weltraumteleskop James Webb auch auf Exoplaneten außerhalb der habitablen Zone flüchtige Gase findet. Seine Arbeit könne erklären, warum es auch auf denen flüssiges Wasser und damit eine der grundlegendsten Voraussetzungen für die Entstehung von erdähnlichem Leben geben könnte. Eine Visualisierung seiner Berechnung zeigt, dass die habitable Zone kein schmales Band, sondern ein relativ breiter Bereich sein sollte. Im Sonnensystem würde sie nicht nur von der Erde bis fast zum Mars reichen, sondern sogar den Merkur und die Gasriesen Jupiter und Saturn umfassen. Bei mehreren ihrer Monde wurden bereits Hinweise auf Ozeane unter der Oberfläche entdeckt.

Wenn man die Annahmen über die habitable Zone und ihre Grenze überarbeitet, könnte das dafür sorgen, dass Astronomen und Astronominnen an Orten nach Spuren von außerirdischem Leben suchen, die sie bisher ignoriert haben, meint Wandel. Inzwischen kennen wir mehr als 6000 Planeten um andere Sterne, fast 8000 Kandidaten müssen noch überprüft werden. Dutzende davon gelten als potenziell bewohnbar, auch wenn das durch weitere Beobachtungen oft später wieder ausgeschlossen wird. Wandel stellt seine Überlegungen jetzt in The Astrophysical Journal vor, dort spricht er von einer „erweiterten habitablen Zone“.


(mho)



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Live-Webinar zum Apple-Gerätemanagement: MDM, ABM und neue Funktionen


Das Live-Webinar vermittelt ein solides Fundament für die Verwaltung von Apple-Geräten in Unternehmen. Machen Sie sich mit den neuesten MDM-Funktionen von Apple vertraut und erfahren Sie, welche Neuerungen für Ihre IT-Strategie relevant sind und wie Sie diese gewinnbringend einsetzen.

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Das Zusammenspiel zwischen Apple Business Manager und MDM-Systemen bildet die Grundlage für eine professionelle Geräteverwaltung. Geräte registrieren, Apps verteilen und Konfigurationen zentral verwalten – diese Prozesse sparen Zeit und reduzieren den administrativen Aufwand erheblich.

Mark Zimmermann, Leiter des Kompetenzzentrums für mobile Lösungsentwicklung bei der EnBW, stellt die verschiedenen Bereitstellungsmodelle für Apple-Geräte vor. Er geht unter anderem auf das Declarative Device Management ein, auf die Herausforderungen und Chancen von Apple Intelligence, Moderne Sicherheitskonzepte, Zero Trust Architecture und Platform SSO im Kontext von Apple-Geräten. Sie verstehen, wie diese Konzepte Ihre IT-Sicherheit stärken und gleichzeitig die Nutzererfahrung verbessern.

Wenn Plattformen wie visionOS und watchOS auch in Ihrem Unternehmen an Bedeutung gewinnen, erfahren Sie, wie Sie sie in Ihre bestehende MDM-Strategie integrieren und welche Besonderheiten zu beachten sind.

Das Webinar Apple-Gerätemanagement im Unternehmen: Grundlagen, neue Funktionen und aktuelle Trends richtet sich an IT-Administratoren, System- und Netzwerkverantwortliche sowie Mobile Device Manager. Einsteiger erhalten einen strukturierten Überblick über die Grundlagen. Erfahrene Administratoren profitieren von hilfreichen Details und aktuellen Entwicklungen rund um das Apple-Ökosystem. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, grundlegendes technisches Verständnis ist jedoch von Vorteil.

Das vierstündige Live-Webinar findet am 24. Februar 2025 statt. Die Veranstaltung bietet ausreichend Raum für Fragen an den Referenten.

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Ein Ticket kostet 169 Euro. Sichern Sie sich 10 Prozent Frühbucherrabatt, indem Sie sich bis zum 26. Januar 2026 anmelden.

Im Anschluss erhalten die Teilnehmer die Folien des Webinars sowie einen Zugang zur Aufzeichnung.

Weitere Informationen und Anmeldung: Apple-Gerätemanagement im Unternehmen: Grundlagen, neue Funktionen und aktuelle Trends


(ims)



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„Teutobots“: Autonome Roboter transportieren Waren und Gegenstände in Bielefeld


Die Hochschule Bielefeld (HSBI) testet im Projekt AQ-Shuttle im Bielefelder Quartier Lohmannshof, wie vier fahrende Bringbert-Lieferroboter, die „Teutobots“, Waren und Gegenstände etwa nach Hause transportieren können. Bei dem Pilotprojekt handelt es sich allerdings nicht um einen klassischen Lieferservice von Wareneinkäufen, sondern vielmehr um eine Roboter-gestützte Transporthilfe.

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Die vier Bringbert-Roboter stammen von dem Roboterhersteller Cartken, mussten also von den Forschern der HSBI nicht selbst entwickelt werden. Die sechsrädrigen Roboter weisen ein Ladevolumen von 83 cm x 51 cm x 62 cm auf und können Nutzlasten bis zu 20 kg transportieren. Die elektrisch angetriebenen Teutobots weisen dabei eine Laufzeit von mehr als 13 Stunden auf. Der fest montierte Ladecontainer ist über einen verschließbaren und mit einem Code zu entriegelnden Verschlussdeckel gesichert, damit während einer unbeaufsichtigten Transportfahrt nichts abhandenkommt.

Die Navigation von einem Ort zum anderen erfolgt autonom. Der Roboter musste dazu sein Einsatzgebiet im Quartier Lohmannshof durch Mapping erst kennenlernen. Dazu nutzte er gängige Kartendienste über eine Mobilfunkanbindung, die über zwei unabhängig voneinander funktionierende SIM-Karten unterschiedlicher Netzbetreiber den kontinuierlichen Zugriff garantierten. Über das Mapping des Einsatzbereiches haben die Wissenschaftler dem Roboter die wichtigsten stationären Hindernisse beigebracht. Auch das Verhalten an Ampeln und Fußgängerüberwegen müssen dem Roboter antrainiert werden. Der Roboter kann zusätzlich auf plötzlich auftauchende Hindernisse reagieren, fährt dann aus dem Weg auf vorher definierte Rastplätze oder stoppt. Zusätzlich sind Ladestationen und Nachtquartiere angelegt, an denen der Roboter geschützt untergebracht ist. Eine Genehmigung für den Betrieb auf Fußwegen hat die Stadt Bielefeld erteilt.

Mit der kleinen Roboterflotte wollen die Wissenschaftler herausfinden, wie gut sie als Transporthilfe taugen. So können sie etwa Einkäufe vom Supermarkt nach Hause bringen oder Gegenstände von A nach B transportieren. Ein Auto etwa muss dann dafür nicht mehr genutzt werden.

Die Buchung der derzeit kostenlos nutzbaren Teutobots erfolgt per QR-Code direkt an einer Mobilstation und einem Supermarkt im Quartierbereich, an der die Roboter abgestellt sind. Daraufhin erhält man eine PIN für die jeweilige Fahrt. Dann muss der Roboter nur noch beladen und das Ziel eingegeben werden, das er dann auf Knopfdruck anfährt. Nach Abschluss der Fahrt kehrt er selbstständig wieder zu seiner Ursprungsstation zurück.

Welche tatsächlichen Nutzungsszenarien in der bereits angelaufenen Praxisphase teilnehmende Bielefelderinnen und Bielefelder dann tatsächlich haben werden und ob die Roboter überhaupt Akzeptanz erfahren, ist noch unklar.

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Die HSBI sucht derzeit weitere Teilnehmer für das Projekt, die im Quartier Lohmannshof wohnen müssen. Interessierte können sich unter teutobots@hsbi.de melden. Eine Projektseite mit den wichtigsten Informationen haben die Forscher eingerichtet. Das Projekt wird vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV) gefördert. Ziel ist es, Möglichkeiten zu erforschen, die den Individualverkehr durch den Einsatz eines Quartiershuttles reduzieren.


(olb)



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