Connect with us

UX/UI & Webdesign

Faktenreiches Staunen: Auch so kann man Naturschutz vermitteln! › PAGE online


Dominik Eulberg bringt Techno Beats, Ökologie und Artenschutz zusammen. Mit »Prachtliebe & Wunderfakten« ist sein neues Buch erschienen: faktenreich, multimedial und engagiert – mit Tiersounds und besonderen Illustrationen.

Faktenreiches Staunen: Auch so kann man Naturschutz vermitteln! › PAGE online

Zurzeit tourt Dominik Eulberg wieder. Als Minimal Techno-DJ zieht er über die Festivals. Er ist gefeiert, international gefragt und vielfach ausgezeichnet.

Doch die Musik ist nicht seine einzige Leidenschaft. Genauso passioniert kämpft er als studierter Ökologe gegen den Artenkollaps und für den Erhalt der Biodiversität – und klärt auf.

Auch in seinem jüngst erschienenen Buch »Prachtliebe & Wunderfakten«, das informativ und wissenschaftlich auf dem neuesten Stand ist.

Doch anstatt nur trockene Fakten zu liefern, animiert Eulberg zum Staunen. Ganz so wie er es selbst tut. Über die heimische Flora und Fauna, über Kröten, die wie Vögel singen, Rehe, die bellen, darüber, wie Rotkehlen in kalten Nächten zusammenrücken, andere wie ein Nebelhorn klingen und in den Zellen des Siebenschläfers ein Jungbrunnen versteckt ist.

Er ist auf der Suche nach den kleinen und großen Wundern, die vor der eigenen Haustür warten. Bei ihm ist das der Westerwald.

Natursounds und Illustrationen

Dominik Eulberg möchte begeistern, weil er weiß, dass man das schützt, was man liebt – und er möchte zeigen, wie jeder sein Beitrag leisten kann.

Das tut er als »Botschafter der Natur« für das Museum für Naturkunde Berlin, als Ornithologe und NABU-Fledermausbotschafter, mit Naturschutz-Soundtracks und Klanginstallationen wie »Synthigall« – und auch in seinem neuen Buch schärft er das Bewusstsein.

Mit 45 Artenporträts, so fundiert wie eingängig geschrieben und begleitet von zahlreichen Tiersounds, die über QR-Codes abgerufen werden können. Sie reichen von röhrenden Wildtieren zu den Lauten kleiner Käfer und lassen die unterschiedlichsten Vogelgesänge hören.

Und zudem ist das Buch von Illustrationen des Frankfurter Künstlers Nikolas Kuhlen durchzogen. Wir haben nachgefragt, wie sie entstanden sind – und wie er zum Spezialisten für Artenporträts wurde.

Farbenfroh und detailliert

Tatsächlich hat Nikolas Kuhlen seine Hobbys Birdwatching, Zeichnen und Malen zu seinem Beruf gemacht. Er ist Autodidakt, benutzt durchaus auch Fotomaterial. Am liebsten aber nähert er sich seinen Illustrationen in der Natur an und macht dort Skizzen.

Er arbeitet mit Künstlerfarbstiften, weil sie ein sehr detailliertes und präzises Arbeiten ermöglichen. Gleichzeitig bieten sie eine enorme Bandbreite an Farben.

Und die Freude an Farben merkt man seinen Illustrationen an, er arbeitet mit ausgesuchten Grüntönen und feinsten Farbschattierungen, dann wieder mit sattem Orange, mit leuchtendem Gelb, zartrosa sind Blütenblätter, während das Pfauenauge rot strahlt.

Er mag alle Vögel, auch wenn das Illustrieren von bunten oder eher unbekannten Exemplaren, die man einem größeren Publikum vorstellen kann, besonders viel Freude macht.

Sein Lieblingsvogel allerdings hält sich farblich eher bedeckt. Aber er hat andere Qualitäten. Es ist der Mauersegler, der für Nikolas Kuhlen der Inbegriff des Sommers ist.

Eingebettet sind die Illustrationen in typografische Hintergründe, sie sind vom Farbfeldern umgeben oder fügen sich in Überschriften ein. Gestaltet wurde das von Natalia Eulberg, Kommunikationsdesignerin, »autodidaktische Raupenforscherin« und Ehefrau von Dominik Eulberg.

Ein Buch also, hinter dem drei ausgesprochene Naturfreund:innen und leidenschaftliche Kreative stehen.

Dominik Eulberg: Prachtliebe & Wunderfakten, 224 Seiten, Hardcover, Eichborn Verlag, 20 Euro, ISBN 978-3-8479-0242-3

 

 

 

 

 

 



Source link

UX/UI & Webdesign

Ist KI das neue Sampling oder das Ende der Originalität? › PAGE online


»Die Aufgabe von Kreativen ist es, den unwahrscheinlichen Gegenentwurf zu setzen«, sagt Nils Hartmann. PAGE hat mit ihm über Originalität in Zeiten von KI gesprochen – und darüber, was das mit Sampling zu tun hat. Es geht um Bruchstellen, Wissensverbindungen und unseren kreativen Widerstand.

Ist KI das neue Sampling oder das Ende der Originalität? › PAGE online
Foto: Nils Hartmann (Chief Creative Officer & Managing Partner, Parasol Island)

Der Begriff »Sampling« stammt aus subkulturellen Entwicklungen im Hip-Hop. Kurz erklärt: Bestehende Tonaufnahmen (Samples) werden in neuen Beats verarbeitet – wie eine musikalische Collage.

Nils Hartmann, Chief Creative Officer und Managing Partner bei Parasol Island, erklärt, wo der Unterschied zwischen Rekontextualisierung und bloßer Reproduktion liegt und wie heute neue Formen von Originalität entstehen können.

PAGE: Wie kann sich kreative Eigenständigkeit in heutigen Zeiten mit KI durchsetzen?

Nils Hartmann: Nicht über das Machen, sondern über das Unterscheiden. Wenn alle aus denselben (Cloud-)Archiven schöpfen, produziert das statistisch zwangsläufig mehr Ähnlichkeit. Eigenständigkeit entsteht heute nicht mehr durch die reine Erstellung, sondern durch Auswahl, Haltung und tiefe Rekontextualisierung – durch das Wissen, das man von außen in den Loop bringt oder bewusst ausschließt. Die KI berechnet den wahrscheinlichsten Output; unsere Aufgabe ist es, genau dort den unwahrscheinlichen Gegenentwurf zu setzen.

PAGE: Wo liegt der Unterschied zwischen Rekontextualisierung und bloßer Reproduktion?

Nils Hartmann: Im Widerstand des Materials. Beim klassischen Sampling – »Crate Digging«, ein Break auf der MPC – bringt das Original seinen »Geist« mit: seine Geschichte, seinen Kontext, seine Reibung. Ähnlich wie bei dem Stilmittel der Collage. Das ist Rekontextualisierung: Ich setze etwas Konkretes in eine neue Beziehung. Reproduktion dagegen ist, wenn dieser Geist in einer statistischen Wolke verdampft – wenn die Referenz so unsichtbar wird, dass nichts mehr Widerstand leistet. Kein Widerstand, keine Bedeutung. Oder wenn die Referenz zu eindeutig ist und nichts mehr dechiffriert werden muss.

PAGE: Können neue Formen von Originalität entstehen, wenn wir immer wieder Reproduziertes aus den Algorithmen weiterverarbeiten?

Nils Hartmann: Unbedingt sogar. Vor allem an den Bruchstellen. Indem man bewusst Brüche, Fehler und Mutationen erzeugt und sie mit echtem Wissen verbindet. Nicht das Wiederkäuen schafft Neues, sondern der Moment, in dem man den Algorithmus gegen seine eigene Wahrscheinlichkeit zwingt. Für unseren professionellen Alltag suchen wir nach neuen, ungesehenen visuellen Lösungen. Der Kampf um Aufmerksamkeit lässt sich nicht mit more sameness lösen. Aber das geht nur mit Führung (=Direction) und nicht, in dem man einfach die Ergebnisse so nimmt, wie sie kommen.

PAGE: »Den Algorithmus gegen seine eigene Wahrscheinlichkeit zwingen«, das trifft es gut. Aber wie ist es bei selbst programmierten KI-Tools? Die lassen sich mit eigenem Material füttern. Besteht da auch die Gefahr von ständiger Reproduktion?

Nils Hartmann: Ein Modell, das ausschließlich auf das eigene Material trainiert ist, perfektioniert vor allem eines: sich selbst zu wiederholen. Sofern das beabsichtigt ist, kann das Vorgehen zu eigenständigeren Lösungen führen als die Arbeit mit Tools von der Stange. Eigene Tools sind enorm wertvoll – wenn man sie als Erweiterung nutzt, um unerreichbare Territorien zu erkunden oder neue visuelle Ausdrucksformen finden möchte. Die Gefahr ist da, wenn wir KI als Optimierungsmaschine einsetzen, die den gewünschten Stil bis zur Erschöpfung dupliziert. Das ist es, was die meisten Anbieter (Adobe, OpenAI, etc.) ja verkaufen. Nicht »Einzigartigkeit«, sondern »sowohl als auch«. Wir sollten also nicht nur mit handelsüblichen Lösungen experimentieren. Es gibt eine engagierte Community (ähnlich wie damals bei der demoscene, Processing & vvvv), die Grenzen auslotet. Um den Bogen zur Musik zu schließen: It grows in the underground.

Danke!

Das könnte dich auch interessieren



Source link

Weiterlesen

UX/UI & Webdesign

Spannende Annäherung an Verschollenes: Die Schrift »Ege Basalt« › PAGE online


Die Kleinbuchstaben der »Basalt«, die Eduard Ege in den Jahren 1926/27 entwarf, existierten nur noch in Fragmenten. Die Künstlerin und Schriftdesignerin Lena Schmidt hat das Alphabet jetzt ergänzt und als »Ege Basalt« veröffentlicht.

Spannende Annäherung an Verschollenes: Die Schrift »Ege Basalt« › PAGE online

Eduard Ege (1893-1978) war Grafiker, Holzschneider und Maler. Er entwarf das Münchner Stadtwappen, Buchumschläge und das Logo der Deutschen Bundesbahn, das bis 1993 im Gebrauch war.

1921 zeichnete er die »Ege-Schrift«, eine Versalschrift, auf die 1926/27 die Versalschrift »Basalt« folgte, bold, mit kunstvollen Punzen, Grundstrichen in kontrastierenden Stärken und Abstrichen, die schon mal ein aufregend markantes Eigenleben führen.

Genzsch & Heyse hat einst beide Schriften veröffentlicht, und 1934 erweiterte Eduard Ege die »Basalt« um ein Kleinbuchstabenalphabet.

Das allerdings ist zum Großteil verschollen. Einzig auf einem Flugblatt, das während des Zweiten Weltkriegs in den Niederlanden verteilt wurde, finden sich einige der Kleinbuchstaben. Zehn an der Zahl: a, c, g, h, i, n, r, s, u und w.

Moderne Interpretation

Die Hamburger Künstlerin und Typografin Lena Schmidt, die bei Matt Mullican an der HFBK in Hamburg Kunst studierte und sich dann an der HAW auf Grafikdesign mit dem Schwerpunkt Schriftgestaltung spezialisierte, hat jetzt die »Ege Basalt« veröffentlicht.

Und das mit ihrem Studio, ihrer Foundry und ihrem Schriftverlag Spirit & Bones.

Tief ist sie in die Arbeit von Eduard Ege eingetaucht, um anhand der noch vorhandenen zehn Kleinbuchstaben ein vollständiges Alphabet zu zeichnen.

Doch da man Historie natürlich nicht getreu abbilden kann und erst recht nicht kreative Arbeit, ist mit der »Ege Basalt« keine Rekonstruktion, sondern eine moderne Interpretation des Originals entstanden.

Und sie ist so ausdrucksstark und kraftvoll wie Eduard Eges Arbeit und eignet sich besonders für Anwendungen in Editorial Design, Branding und visueller Kommunikation.

Auf I Love Typography ist die »Ege Basalt« gerade mit einem Discount erhältlich.

 

 

Das könnte dich auch interessieren



Source link

Weiterlesen

UX/UI & Webdesign

Klug & umwerfend modern: So rebranded man einen Energieversorger! › PAGE online


Erst hat Hochburg Design die Brands schwarzwald energy, schwarzwald nature und deer Mobility entwickelt, jetzt folgte der schwierigste Teil: das Rebranding der Dachmarke ENCW. Ein entscheidendes Detail der Identity haben die Kreativen bewahrt – und neu erfunden.

Das könnte dich auch interessieren



Source link

Weiterlesen

Beliebt