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Apps & Mobile Entwicklung

Fitbit Air: Google bringt Fitness-Armband und neue Health-App mit AI-Coach


Google bringt mit dem Fitbit Air ein Fitness-Armband in Konkurrenz zu Whoop auf den Markt, wie bereits in den letzten Wochen spekuliert wurde. Im Rahmen der Hardware-Erneuerung wird jedoch auch die Software komplett umgekrempelt und aus der Fitbit-App die Google-Health-App samt neuem Abonnement.

Bis zu 7 Tage Akkulaufzeit

Fitbit Air setzt wie Whoop auf möglichst hohen Komfort, damit man das Stoffarmband bestenfalls kaum wahrnimmt und so rund um die Uhr trägt. Um alle Daten sammeln zu können, sollte es nämlich auch in der Nacht getragen werden, wenn viele Smartwatch-Nutzer ihre Uhr jedoch ablegen. Die Akkulaufzeit gibt Google mit bis zu 7 Tagen an, wobei 5-minütiges Laden eine Laufzeit von einem Tag bieten soll. In 90 Minuten sei das vollständig entladene Fitbit Air wieder voll aufgeladen, so das Unternehmen. Für die Kommunikation kommt Bluetooth 5.0 zum Einsatz. Das Fitbit Air wiegt mit Band 12 Gramm, ohne wiegt der Sensor, der 34,9 × 17 × 8,3 mm misst, 5,2 Gramm.

Lavender Performance Loop Pebble
Lavender Performance Loop Pebble (Bild: Google)
Lavender Performance Loop
Lavender Performance Loop (Bild: Google)
Lavender Performance Loop
Lavender Performance Loop (Bild: Google)

Herzfrequenz, SpO2 und Temperatur

Übliche Aktivitäten erfasst das Fitbit Air dabei vollständig automatisch, ohne dass ein Training gestartet werden muss. Alternativ lassen sich Aktivitäten manuell oder per KI-Kommunikation in der App starten. Die Herzfrequenz wird vom Fitbit Air im 2-Sekunden-Takt gemessen. Zudem misst das Gerät die Blutsauerstoffsättigung (SpO2) und die Hauttemperatur. Bewegungsdaten werden für 7 Tage auf dem internen Speicher festgehalten, sofern sie vorher nicht auf ein Smartphone übertragen werden, Workouts für einen Tag. Tagesgesamtwerte speichert das Armband für 30 Tage.

Fitbit Air (Bild: Google)

Benachrichtigungen mit LED und Vibration

Anders als bei Whoop unterstützt das Fitbit Air auch Benachrichtigungen direkt über das Armband. Hierfür verfügt es einerseits über eine LED an der Seite, die für den Status des Geräts und den Akkuladestand genutzt wird, andererseits kann das Armband selbst auch vibrieren, etwa um einen Alarm wiederzugeben.

Das Fitbit Air lässt sich parallel mit einer Google Pixel Watch nutzen, es kann aber nicht beispielsweise mit einer Garmin-Smartwatch oder einer Apple Watch kommunizieren, um Daten gemeinsam statt doppelt zu erheben. Die Funktion, dass medizinische Daten direkt gespeichert und hochgeladen werden, steht derzeit nur im US-amerikanischen Gesundheitssystem zur Verfügung.

GPS unterstützt das Fitbit Air selbst nicht, sondern ist für Standortdaten auf das gekoppelte Smartphone angewiesen.

Fitbit Air (Bild: Google)

Viele Farben und Varianten ab 100 Euro

Das Fitnessarmband kann ab heute vorbestellt werden und ist ab dem 26. Mai erhältlich. Es kostet zum Start 99,99 Euro, wobei in diesem Preis 3 Monate Google Health Premium inklusive sind – mehr zu dem neuen Abo im Folgenden. Google bietet verschiedene Armbänder für den Fitness-Tracker an. Neben sportlichen Varianten gehören dazu auch elegantere Modelle, die sich beispielsweise im Berufsalltag oder bei Anlässen tragen lassen. Auch eine Special Edition in Kooperation mit dem NBA-Star Stephen Curry ist darunter. Ob sie auch in Deutschland verfügbar sein wird, ist noch nicht bekannt.

Fitbit Air (Bild: Google)

Kein Bizeps-Band zum Start

Das bei Whoop von vielen Käufern nachgefragte Bizeps-Band fehlt dem Fitbit Air zur Vorstellung. Das Feedback, dass ein solches Band fehle, das auch viele Tester bereits gegeben hätten, sei jedoch vernommen worden, so Google.

Nicht fürs Schwimmen geeignet

Google bezeichnet das Fitbit Air als „wasserresistent bis 50 Meter“, was ATM 5 entspricht. Demnach ist es nicht uneingeschränkt fürs Schwimmen geeignet. Google gibt an, dass das Fitbit Air „für den Einsatz in flachem Wasser konzipiert ist und nicht bei Aktivitäten verwendet werden sollte, die mit Wasser hoher Geschwindigkeit oder hoher Temperatur verbunden sind“.

Fitbit Air (Bild: Google)

Google-Health-App als zentrale Gesundheits-App

Die Google-Health-App ist sowohl für Android als auch iOS verfügbar und soll alle Gesundheitsdaten in einer App bündeln. Dabei soll sie sowohl das Teilen von Daten etwa mit Freunden und Familie als auch den besonderen Datenschutz dieser Daten gleichermaßen berücksichtigen. Auch in Zukunft werden die Gesundheitsdaten eines Nutzers keinesfalls für Werbezwecke erhoben und verarbeitet, so Google. Der Datenaustausch zwischen den Geräten und Googles Servern sei zudem stets verschlüsselt.

Über APIs, Health Connect oder Apple Health lassen sich die Daten hunderter Fitness-Apps in Google Health bündeln.

Die neue Google-Health-App (Bild: Google)

Die Übersicht der wichtigsten Gesundheitsdaten in der App lässt sich den eigenen Wünschen entsprechend anpassen, damit man die für sich selbst wichtigsten Faktoren schnell einsehen kann.

Auf die Frage, warum Google das Armband „Fitbit Air“ und nicht „Pixel Air“ nennt, gleichzeitig jedoch die Fitbit-App in Google-Health-App umbenannt hat und der Marke Fitbit somit nicht überall treu bleibt, gab Google zu verstehen, dass die Google-Health-App mehr Geräte als nur Produkte von Fitbit unterstütze, man der Marke Fitbit jedoch treu bleiben und sie auch in Zukunft erhalten möchte.

Google Health Coach

Gleichzeitig führt Google mit dem Health Coach einen virtuellen AI-Fitness-Assistenten ein, der individuell auf den Nutzer eingehen und sich proaktiv anpassen soll. Er unterteilt sich in einen Fitness Coach, der Ratschläge und Pläne für ein Fitnessprogramm liefert, den Schlafexperten, der den Schlaf des Nutzers auswertet und Tipps zu dessen Verbesserung gibt, und einen Gesundheits- und Wellness-Berater, der im Stile von Gemini gezielt Fragen zur Gesundheit beantwortet und Tipps gibt, wie sich beispielsweise der Blutdruck verbessern lässt, wenn man dies erreichen möchte. Er gibt also kontextuelle Antworten auf gezielt gestellte Fragen des Nutzers.

Die neue Google-Health-App (Bild: Google)

Über ein anfängliches Gespräch mit dem Coach können Nutzer ihre Ziele beschreiben und sollen maßgeschneiderte Einblicke und Ratschläge erhalten. Der Coach fragt den Nutzer dafür eingangs, welche Ziele er hat. Sofern man bereits über Daten aus der Fitbit-App verfügt, kann der Coach auf diese zurückgreifen und sie bei der Bewertung berücksichtigen. Man kann den virtuellen Trainer auch jederzeit bitten, den eigenen Plan anzupassen, wenn man mit ihm nicht zufrieden ist.

Im Folgenden erhalten Anwender nicht nur jeden Morgen eine zugeschnittene Nachricht des Coaches, die zudem auch schneller den Schlaf analysieren soll als bisher in der Fitness-App, sondern auch nach jedem Workout und am Abend meldet sich der Coach mit einer Analyse beim Nutzer.

Google Health Premium als Abo

Nicht alle Funktionen und Optionen in der App sind jedoch kostenlos. Denn parallel führt Google das Abonnement Google Health Premium ein, das wahlweise 9,99 US-Dollar im Monat oder 99 US-Dollar im Jahr kostet. In Google One Pro und Ultra ist es bereits enthalten.

Während das normale Aktivitäten-, Schlaf- und Gesundheitstracking auch kostenlos genutzt werden kann, sind der Coach ebenso wie die adaptiven Fitnesspläne und detaillierte Einsichten in die Schlafqualität erst Teil des Abonnements.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Google unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.



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Frühstart nach 1,5 Jahren: AMD bringt FSR 4.1 schon heute für Radeon RX 7000


Angekündigt hatte AMD eine Portierung des leistungsstarken KI-Upsamplings FSR 4.1 für ältere Radeon-Generationen Mitte Mai 2026. Für Grafikkarten der Generation Radeon RX 7000 sollte es demnach im Juli soweit sein. Jetzt legt FSR 4.1 auf RDNA 3 aber nach eineinhalb Jahren Wartezeit plötzlich doch noch einen Frühstart hin.

FSR 4.1 kommt schon heute für Radeon RX 7000

Überraschung! Nachdem AMD vor rund fünf Wochen für FSR 4.1 auf Radeon RX 7000 einen Start im Juli in Aussicht stellte und sogar zuletzt noch betonte, im Vorfeld der Veröffentlichung weitere Details bekanntgeben zu wollen, geht jetzt alles ganz schnell. Schon heute wird das moderne KI-Upsampling mit dem neuen Adrenalin-Treiber 26.6.2 (Release Notes, Download auf ComputerBase) für alle Besitzer einer Grafikkarte vom Typ Radeon RX 7000 freigeschaltet, wie AMDs Senior Vice President für Computing & Graphics, Jack Huynh, verkündet.

The end result delivers image quality that ist designed to closely match what Radeon RX 9000 players experience today. To make this possible, we’ve optimized these complex machine learning models to work efficiently across different compute and memory bandwith characteristics of the RDNA 3 product family. The latest INT8 model is significantly denser and more capable than previous FSR 4.0 models, enabling higher quality image reconstruction while maintaing excellent performance.

This FSR 4.1 release ist designed to deliver both exceptional image quality and strong performance together.

Jack Huynh, SVP Computing & Graphics bei AMD

AMD habe die Upsampling-Technik in den vergangenen Monaten konkret für die ältere RDNA-3-Grafikarchitektur angepasst. Das Ergebnis liege jetzt nah an dem, was Besitzer einer neueren RX-9000-Grafikkarte und nativem FSR 4.1 bisher abrufen konnten. Von einer absolut gleichwertigen Umsetzung ist damit nicht die Rede; insbesondere zieht AMD gegenüber der aktuellen RDNA-Version keinen Vergleich bei der Leistung.

Allerdings soll die offizielle FSR-4.1-Umsetzung für Radeon RX 7000 die bisherigen „Community-Mod“ schlagen, der infolge des Leaks im September 2025 entstanden ist. AMD greift die Mod im Video sogar konkret auf und stellt die hauseigene Portierung im Bildvergleich gegenüber. Demnach soll die Rekonstruktion von Details besser ausfallen, wobei gleichzeitig die Leistung etwas höher liege.

Die Lücke zur ursprünglichen Upsampling-Lösung auf RX-9000-Grafikkarten wird damit augenscheinlich deutlich kleiner, wenngleich nicht gänzlich geschlossen. Hier gilt es aber unabhängige Tests abzuwarten.

Getestet auf allen diskreten RX-7000-Grafikkarten

AMD habe die offizielle Portierung von FSR 4.1 für RDNA 3 auf allen diskreten RX-7000-GPUs ausführlich getestet, angefangen bei der kleinen Radeon RX 7600 bis hin zum ehemaligen Topmodell, der Radeon RX 7900 XTX.

We’ve tested and validated FSR 4.1 across hundreds of PC configurations, from the Radeon RX 7600 to the Radeon RX 7900 XTX and every card in between. Across a wide range of resolutions, gamers can now enjoy machine learning powered performance in more than 300 games. […]

Download the latest AMD Sofware: Adrenalin Edition driver and enable FSR 4.1 on your Radeon RX 7000 Series graphics cards today. […]

For RDNA 3 APU players, we’re developing lightweight machine learning models to bring FSR 4.1 to even more devices.

Jack Huynh, SVP Computing & Graphics bei AMD

Noch nicht erschienen ist FSR 4.1 heute wiederum für RDNA-3-APUs. Aktuell sei AMD aber dabei, angepasste KI-Modelle mit niedrigeren Anforderungen an Leistung und Bandbreite zu entwickeln, um FSR 4.1 in Zukunft auf „noch mehr Geräten“ anbieten zu können. Hinter diesem Unterfangen stand Anfang des Monats noch ein Fragezeichen. Wann es soweit sein wird, ist aktuell aber noch ungewiss.

Veröffentlichung zwischen Proton-Leak und Steam Machine?

Die überraschende, nach der Ankündigung Mitte Mai jetzt vorzeitige Veröffentlichung von FSR 4.1 für Radeon RX 7000 folgt unmittelbar auf die kurzzeitige, mutmaßlich versehentliche Veröffentlichung experimentellen Proton-Codes von Valve, mit dem der Steam-Betreiber eine für RDNA 3 und RDNA 3.5 angepasste Version des KI-Upsamplings durchgestochen hat. Andererseits steht diversen Anzeichen und Gerüchten zufolge die Veröffentlichung der Steam Machine kurz bevor, im Laufe dieser Woche wird es angeblich soweit sein. Dass der Marktstart der Valve-Konsole mit dem Start von FSR 4.1 für Radeon RX 7000 zusammenfallen wird, galt in den vergangenen Wochen bereits als wahrscheinliche Strategie.

FSR 4.1 ist FSR 3.1 haushoch überlegen

Im Vergleich zu FSR 3.1 benötigt FSR 4.1 (Test) zwar geringfügig mehr Leistung, womit der unmittelbare FPS-Schub je Upsampling-Stufe geringer ausfällt; die Bildqualität steigt aber massiv. In Summe sogar so viel, dass FSR 4.1 Performance beständig und über beinahe sämtliche unterstützen Spiele hinweg eine bessere Bildqualität bietet, als sie Spieler zuvor mit FSR 3.1 Quality erreichen konnten. Mitunter wird auf höheren Auflösungen gar FSR 3.1 Native geschlagen.

Besitzer einer RDNA-3-Grafikkarte, darunter auch die beliebten ehemaligen Topmodelle Radeon RX 7900 XT und RX 7900 XTX, erhalten damit heute kostenlos und per Software-Update mehr FPS bei gleichzeitig endlich wieder zeitgemäßer Bildqualität in allen Spielen, die schon bisher FSR 4(.1) boten.

FSR Upscaling 4.1 kommt im Juli 2026 auf Radeon RX 7000
FSR Upscaling 4.1 kommt im Juli 2026 auf Radeon RX 7000 (Bild: AMD)

Wie deutlich modernes KI-Upsampling in diesem Aspekt gegenüber älteren Upsampling-Techniken und auch einer „nativen“ Berechnung, bei der jeder Frame direkt in der Ausgabe­auflösung gerendert wird und anschließend TAA zum Einsatz kommt, überlegen ist, hat im Februar erst ein groß angelegter Upsampling-Blindtest mit der ComputerBase-Community unterstrichen.

Mit FSR 4(.1) hat es AMD außerdem geschafft, zu Nvidias konkurrierender Upsampling-Technik DLSS 3 aufzuschließen. In vielen Spielen schneidet FSR 4.1 sogar besser ab und konkurriert direkt mit DLSS 4(.5). ComputerBase hat die verschiedenen Upsampling-Modi in den letzten Monaten in Dutzenden Games und Spielszenen mit aufwändigen Videovergleichen gegeneinander getestet. Eine Auswahl:

Umweg über INT8 statt FP8

Weil die besagten RDNA-3-GPUs nicht in der Lage sind, FP8-Berechnungen analog zu RDNA-4-GPUs effizient zu beschleunigen, hat AMD die Upsampling-Technik auf INT8 portiert. Das war spätestens seit dem erwähnten Leak im Herbst 2025 absehbar. Auch die Community-Mod machte sich diesen Umweg zunutze.

Auf RDNA-3-Grafikkarten nutzt AMD die INT8-ALUs
Auf RDNA-3-Grafikkarten nutzt AMD die INT8-ALUs (Bild: AMD)

In damaligen Benchmarks zum inoffiziellen Umweg hat ComputerBase festgestellt, dass eine Radeon RX 7900 XTX beim Einsatz der FSR-4-Mod via INT8 in Cyberpunk 2077 im Vergleich zur nativen FSR-3.1-Lösung rund 16 Prozent FPS einbüßt, sofern die gleiche Upsampling-Stufe genutzt wird. Bei der Radeon RX 9070 XT waren es hingegen beim Schritt von FSR 3.1 auf FSR 4 via FP8 nur 8 Prozent Leistungsverlust.

Inwiefern AMD die Lücke bei der Leistung jetzt tatsächlich schließen konnte, werden unabhängige Tests in Kürze herausarbeiten. Auch ComputerBase plant einen umfassenden Vergleich. Doch selbst wenn es bei den bisherigen Leistungs­nachteilen gegenüber RDNA 4 bleiben sollte, wäre FSR 4.1 dennoch ein riesiger Gewinn für RDNA-3-Grafikkarten – die massiven Vorteile bei der Bildqualität und damit die Möglichkeit, offensivere Upsampling-Modi zu fahren, machen diesen hypothetischen Nachteil mehr als wett. Zumal gegenüber „nativem“ Rendering ohnehin FPS-Vorteile bestehen blieben.

FSR 4.1 für Radeon RX 6000 folgt Anfang 2027

Die Umsetzung für RDNA-2-Grafikkarten der RX-6000-Reihe soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen, AMD sprach zuletzt von „Anfang 2027“. Hier gibt der Hersteller bisher nur wenige Details zur technischen Umsetzung bekannt. Grundsätzlich verfügen auch RDNA-2-GPUs über die Möglichkeit, INT8-Berechnungen nativ zu beschleunigen.

Downloads

  • AMD Adrenalin Radeon-Treiber

    4,3 Sterne

    AMD Adrenalin (ehemals Crimson bzw. Catalyst) ist der Treiber für alle Radeon-Grafikkarten.

    • Version 26.6.2 (WHQL) Deutsch
    • Version 26.5.2 (WHQL) Vega/Polaris Deutsch
    • +4 weitere



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EcoFlow Stream 5000 und 3000: Neues Balkon­kraftwerk macht Anker Solix Konkurrenz


EcoFlow kündigt zur Intersolar 2026 eine Reihe neuer Produkte an. Neben der Energie­management-Plattform Oasis 3.0, dem KI-basierten Energieassistent EcoFlow EcoBot und der Ocean 2 Heimspeicherfamilie gehört dazu auch das neue Plug-in-Solarsystem Stream 2, mit dem der Hersteller Anker Solix Konkurrenz macht.

Balkonkraftwerk mit 3 und 5 kWh

Die 2. Generation der Stream-Serie für kleine und große Balkonkraftwerke umfasst unterschiedliche Modelle: Stream 3000, Stream 5000, Stream AC 5000 sowie jeweils Erweiterungsbatterien mit 3 und 5 kWh Kapazität. Auch bei diesen Modellen stehen die 3000 und 5000 für die Kapazität des in das All-in-One-System mit Wechselrichter integrierten Akkus mit 3 und 5 kWh (3.014 Wh und 5.024 Wh).

Ein Vergleich mit der Anker Solix Solarbank 4 Pro zeigt, wie ähnlich viele Leistungsdaten beider Systeme sind, was nicht die einzige Parallele zwischen Solarbank 4 Pro und Stream 5000 ist, wie das neue Design und die daraus resultierenden Änderungen bei EcoFlow belegen.

Lokale Steuerung statt lokale APIs

EcoFlow bietet mit der Stream 3000 und Stream 5000 auch eine lokale Steuerung des Systems über die App. So kann das System auch ohne Cloud-Anbindung oder Internet weiterhin gesteuert werden. Zum Start wird diese lokale Steuerung aber noch nicht bereitstehen, sondern soll im September per Update folgen. Anker bietet hingegen lokale APIs, mit denen man das System beispielsweise über Home Assistant steuern kann, was aber eine solche Plattform, zusätzliche Konfiguration und die Kenntnis darüber erfordert.

EcoFlow Stream 5000
EcoFlow Stream 5000 (Bild: EcoFlow)

Neues Design mit stapelbarem Speicher

Die markanteste äußere Veränderung des Stream 3000 und Stream 5000 ist das komplett neue Design der Serie. Einerseits verzichtet EcoFlow auf ein Gehäuse aus Kunststoff und setzt nun auf Aluminium, da dies von Kunden als hochwertiger eingeschätzt wird, andererseits sind die Steckersolarsysteme nun so aufgebaut, dass sie weniger Grundfläche benötigen, dafür aber höher sind. Das Feedback der Kunden sei gewesen, dass sie zum Aufstellen zwar Platz in der Höhe hätten, nicht aber in der Fläche. Aus diesem Grund lassen sich die Zusatzbatterien nun auch unter die Haupteinheit stellen und kabellos über Kontakte mit dieser verbinden. Hier setzt EcoFlow künftig also auf dasselbe Konzept, wie Anker Solix es mit der Solarbank seit mehreren Generationen verfolgt. Für Nutzer ist diese Änderung eine enorme Verbesserung. Einerseits muss nicht wie bei der letzten Generation ein zusätzliches Kabel erworben werden, das anfänglich zudem schlecht verfügbar war, andererseits müssen Erweiterungsbatterie und Haupteinheit nicht mehr nebeneinander gestellt werden.

EcoFlow Stream 2
EcoFlow Stream 2 (Bild: EcoFlow)

4 MPPT und hohe Ausgangsleistung

Stream 5000 und Stream 3000 unterscheiden sich in der Akkukapazität und der Ein- und Ausgangsleistung über AC und Solar. Stream 5000 und Stream AC 5000 unterscheiden sich hingegen in den PV-Anschlüssen, denn die Stream AC 5000 verzichtet als reiner Nachrüstspeicher gänzlich auf Solareingänge. Sie kann beispielsweise bei einer vorhandenen Dach-PV-Anlage ohne Speicher an einer beliebigen Stelle im Haushalt nachgerüstet werden, um Überschussleistung zu speichern. Auf diese Weise lassen sich insgesamt bis zu 90 kWh an Speicher verteilt nachrüsten.

Stream 5000 bietet 4 MPPT für insgesamt maximal 5.000 Watt Solarleistung, kann also über jeden Anschluss 1.250 Watt verarbeiten. Stream 3000 verfügt zwar auch über 4 MPPT, diese unterstützen aber jeweils nur 600 Watt und so maximal in Summe 2.400 Watt. Selbst dies ist aber mehr als beim größten Vorgänger, der Stream Ultra X (Test), die auf maximal 2.000 Watt kommt.

Stream 5000 kann eine Ausgangsleistung von bis zu 3.000 Watt bereitstellen, wenn Solarenergie über die PV-Eingänge bereitsteht oder eine Erweiterungsbatterie verbunden ist. Die maximale AC-Eingangsleistung über den On-Grid-Anschluss erhöht sich ebenso von 2.500 Watt auf 3.000 Watt, wenn eine Erweiterungsbatterie verbunden ist.

Integrierte Heizung und 10 Jahre Garantie

Die Betriebstemperatur liegt bei allen Geräten zwischen -20 und +55 °C. Bei Temperaturen unter 10 °C wird eine integrierte Batterieheizung genutzt, damit der Akku effektiv arbeiten und noch geladen werden kann. Alle Geräte sind nach IP65 gegen Staub und Wasser geschützt und können auch im Freien eingesetzt werden. EcoFlow nennt für alle Speicher eine Lebensdauer von 10.000 Ladezyklen und gewährt auf alle Geräte eine 10-jährige Garantie. Für die Kommunikation unterstützen Stream 3000, Stream 5000 und Stream AC 5000 WLAN, Bluetooth und CAN.

Statt zwei Steckdosen für elektrische Geräte bietet Stream 2 zwar nur noch eine solche Steckdose, das Feedback der Nutzer sei jedoch gewesen, dass sie ohnehin nur eine Steckdose an der Stream-Serie (Test) genutzt hätten, weshalb man durch den Verzicht auf die zweite Steckdose das Design verkleinern habe können, so EcoFlow im Gespräch mit ComputerBase.

Die Stream 3000 misst 295 × 308 × 267 mm. Bei der Stream 5000 sind es 295 × 488,5 × 298 mm und bei der Stream AC 5000 295 × 479 × 287 mm. Die Stream Erweiterungsbatterie 5 kWh misst 295 × 519 × 267 mm, die Stream Erweiterungsbatterie 3 kWh hingegen 295 × 306 × 267 mm. Die Stream 5000 wiegt rund 45 kg, ist also etwas leichter als die Anker Solix Solarbank 4 Pro, die etwas über 50 kg wiegt. Stream 3000 bringt es hingegen auf rund 25 kg.

Modellvergleich

Über ein integriertes Display zeigen die EcoFlow Stream 3000 und Stream 5000 den Ladestand des Akkus an.

EcoFlow Stream 2
EcoFlow Stream 2 (Bild: EcoFlow)

Auch die zweite Generation der Stream-Mini-PV-Systeme verfügt wieder über zahlreiche Schutzmaßnahmen. Explizit wirbt der Hersteller auch damit, dass man zwei Überdruckventile verbaut, falls es im Inneren der Systeme doch mal zu einem Fehler kommen sollte, während die Konkurrenz wie auch Anker Solix lediglich ein solches Ventil verbaut hat.

Gateway bündelt die Leistung

Mit dem neuen EcoFlow Gateway kann man zudem mehrere Stream 5000 zusammenschalten, um eine Kapazität von bis zu 45 kWh an einem Gateway zu realisieren, was zu einer Ausgangsleistung von 9.000 Watt und einer Solareingangsleistung von bis zu 15.000 Watt über das Gateway führt.

EcoFlow Stream 5000 mit Gateway
EcoFlow Stream 5000 mit Gateway (Bild: EcoFlow)

Preis und Verfügbarkeit

Die neue Stream-Serie der zweiten Generation wird voraussichtlich ab Juli erhältlich sein. In Deutschland startet EcoFlow mit den folgenden Early-Bird-Angeboten für die neuen Geräte:

  • Stream 5000: 1.599 Euro UVP, 1.299 Euro Startangebot
  • Stream AC 5000: 1.499 Euro UVP, 1.199 Euro Startangebot
  • Expansion Battery 5000: 1.399 Euro UVP, 999 Euro Startangebot
  • EcoFlow Stream Gateway: 399 Euro UVP, 269 Euro Startangebot
  • EcoFlow Smart Meter Dual CT: 129 Euro UVP, 99 Euro Startangebot
  • EcoFlow Smart Meter IR: 99 Euro UVP, 79 Euro Startangebot

Auch hier bietet sich eine Gegenüberstellung zur Anker Solix Solarbank 4 Pro an:

Im Vergleich zum neuen System von Anker Solix startet EcoFlow mit der neuen Stream-Serie somit günstiger in den Markt.

EcoFlow Stream 2
EcoFlow Stream 2 (Bild: EcoFlow)

Oasis 3.0 und EcoBot vorgestellt

Zentrales Betriebssystem von EcoFlows Energiegeräten ist das neue Oasis 3.0, die Energiemanagement-Plattform von EcoFlow. Das System analysiert unter anderem Stromtarife, Wetterprognosen, Verbrauchsmuster im Haushalt sowie den Status angeschlossener Geräte, um darauf aufbauend die Energienutzung zu automatisieren.

Darüber hinaus stellte EcoFlow den EcoBot vor, einen KI-gestützten Energieassistenten, der die Interaktion mit dem Energiesystem über natürliche Sprache ermöglicht. Nutzer können Einstellungen anpassen, Energiepläne erstellen und Empfehlungen erhalten, ohne sich mit den Menüs auseinandersetzen oder Zeitpläne erstellen zu müssen. Oasis 3.0 und der EcoFlow EcoBot sollen Nutzern so einen intuitiveren Ansatz bieten, die selbst erzeugte und gespeicherte Energie optimal zu nutzen.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von EcoFlow unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.



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AMD Ryzen 7 5800X3D im Re-Test


AMD stellt den Ryzen 7 5800X3D als AM4 10 Years Anniversary Edition erneut vor. Der Test verrät, wer zugreifen darf – und wer nicht. Denn am Ende ist die Zen-3-basierte CPU bald 6 Jahre alt, entsprechend gering die Leistung. Das lohnt letztlich nur für Ryzen-2000/3000-Aufrüster mit Fokus Gaming – und bleib kostspielig.

Verrückte Zeiten erfordern auch mal verrückte Produkte, so könnte man AMDs Reanimation eines längst eingestellten Prozessors auch beschreiben. Die Speicherkrise vor allem rund um Arbeitsspeicher jeder moderner Art hat Preise hervorgebracht, die in der Branche nun jeder fürchtet. Denn mit den hohen Preisen stirbt auch das Endkundengeschäft, Neuanschaffungen werden schlichtweg aufgeschoben, ältere Hardware einfach weiter genutzt. Und so stimmte auch AMD zur Computex 2026 und der Vorstellung des neuen alten Prozessor, der DDR4 benötigt, mit ein, dass DDR5 wohl noch mindestens 2 Jahre teuer bleibt.

AMD Ryzen 7 5800X3D (das Original von 2022!) im erneuten Test im Juni 2026
AMD Ryzen 7 5800X3D (das Original von 2022!) im erneuten Test im Juni 2026

Der AMD Ryzen 7 5800X3D ist zurück!

Genau in diese Nische bringt AMD deshalb den Ryzen 7 5800X3D zurück. Er soll Nutzer eines älteren AM4-Systems mit vielleicht 3000er oder 2000er Ryzen animieren, ein letztes Upgrade in Form dieser CPU vorzunehmen; der Rest der Plattform kann weiter genutzt werden. Und diese Nutzer kann AMD auch schröpfen, hat es den Anschein, denn die UVP hat sich gewaschen: 360 Euro für einen Acht-Kern-Prozessor mit geringem Takt und Architekturbasis von vor sechs Jahren sind allein betrachtet schlichtweg viel zu teuer. Aber: Verrückte Zeiten erfordern auch mal verrückte Produkte. Und deshalb kann es funktionieren, wie der erneute Test mit dem originalen 5800X3D hier und heute zeigt – denn ein Muster der Neuauflage liegt ComputerBase nicht vor.

10 Years Anniversary Edition: Der AMD Ryzen 7 5800X3D für AM4 ist günstiger* zurück!
10 Years Anniversary Edition: Der AMD Ryzen 7 5800X3D für AM4 ist günstiger* zurück! (Bild: AMD)

Der neue AMD Ryzen 7 5800X3D ist im Kern der alte Ryzen 7 5800X3D. Ein Takt von bis zu 4,5 GHz und eine Basis auf Zen 3 stimmen mit dem Modell zur Vorstellung vor über vier Jahren überein, selbst auf AMDs Produktseite wurden nur neue Bilder der Verpackung eingefügt. Von einem neuen Stepping für die CPU ist aktuell nicht auszugehen. Neu ist nur die UVP: Seinerzeit kostet er fast 500 Euro, heute „günstigere“ 360 Euro. Vier Jahre später ist aber auch das nicht mehr günstig für so alte Hardware, gleichwertige Leistung gibt es heute für die Hälfte des Geldes, wie im Test später gezeigt wird.

AMD Ryzen 7 5800X3D im Detail
AMD Ryzen 7 5800X3D im Detail

Die günstige* AM5-X3D-Verstärkung kommt in drei Wochen

Dennoch hat AMD dabei auch ein hausgemachtes Problem. Einerseits ist es zwar schön, dass der Sockel AM4 noch einen letzten Atemzug erhält, andererseits wird aber stetig klarer, dass der Sockel AM5 noch viel länger lebt und wohl nach der aktuellen Zen-5-Generation nicht nur Zen 6 im kommenden Jahr sondern auch noch Zen 7 erhält. Denn AMD lies durchblicken, dass sich ein neuer Sockel erst mit neuem RAM-Standard alias DDR6 und PCI Express 6.0 lohne – das ist jedoch kaum vor 2030/2031/2032 im Consumer-Umfeld der Fall.

Insofern ist ein Einstieg beim Sockel AM5 heute noch immer eine Langzeitinvestition – genau dafür bringt AMD in gut drei Wochen Mitte Juli 2026 auch eine passende CPU: den AMD Ryzen 7 7700X3D. Und das ist nicht nur die viel bessere, sondern auch noch günstigere CPU als der 5800X3D; auch ein Grund, warum sie später erscheint. Wobei günstig* auch relativ ist: 329 US-Dollar sind es für eine CPU aus der Vorgängergeneration eigentlich auch nicht, wenn das Gaming-Flaggschiff der aktuellen Generation ab 388 Euro kostet und der 7800X3D als Tray-Lösung sogar ab 275 Euro beginnt. Wie schon mehrfach gesagt, verrückte Zeiten eben.

Der AMD Ryzen 7 7700X3D dürfte den Ryzen 7 7800X3D ablösen
Der AMD Ryzen 7 7700X3D dürfte den Ryzen 7 7800X3D ablösen (Bild: AMD)

Die Speicherfrage ist entscheidend: DDR4 vs. DDR5

Das verdeutlicht aber gleich zwei Punkte: Der 5800X3D ist nur etwas für die, die schon auf der AM4-Plattform sitzen und/oder dafür passenden DDR4-Speicher verbaut respektive noch im Schrank liegen haben. Denn bei einer Neuanschaffung rechnet sich das trotz vermeintlich „günstigerem“ Speicher ganz und gar nicht. Hier muss dann stets zum Sockel AM5 gegriffen werden, denn AM4 ist eben alt, die Mainboards viel knapper ausgestattet – für den Einstieg reicht das aber auch aktuell noch.

DDR4-Speicher als UDIMM kostet ab 3.200 MT/s, also DDR4-3200, aktuell ab 6 Euro pro Gigabyte. 32 GByte gibt es in Form von zwei Modulen so ab rund 200 Euro. Das ist deutlich günstiger als DDR5, auf das Gigabyte gerechnet ist dieser mindestens 50 Prozent teurer: 8 eher 9 Euro pro Gigabyte müssen bei DDR5 gezahlt werden.

Das Problem bei DDR5 ist jedoch zusätzlich, dass die Module im Durchschnitt eine viel höhere Kapazität bieten, die auf das Gigabyte gerechnet günstigsten Varianten sind 24- und 32-GByte-Module oder gar 48-GByte-DIMMs. Das wiederum treibt den Preis für ein Kit nach oben. Nur wer genauer sucht, findet 16-GByte-Module, die im Doppelpack aber 11 Euro pro Gigabyte oder summa summarum 350 Euro kosten.

Der Vorteil für DDR4 gegenüber DDR5 ist also klar: Mindestens 150 Euro ist die Preisersparnis bei gleicher Speichermenge derzeit im Handel. Spricht also nun direkt alles für den Sockel AM4 mit DDR4-Unterstützung? Mitnichten. Denn genau dieser Frage ist ComputerBase bereits zu Beginn des Jahres in mehreren Artikel nachgegangen. Denn im Sockel AM5 können auch die günstigsten CPUs, die nicht einmal 200 Euro kosten, schon die Leistung eines 5800X3D bieten, zudem können sie problemlos beispielsweise mit nur einem Speichermodul betrieben werden und liefern immer noch sehr hohe Leistung – der vermeintliche Vorteil der alten Plattform ist dahin. Aber die Rechnung gilt nur, wenn alles neu gekauft werden muss. Sind bereits Bauteile vorhanden oder noch im Einsatz, wird das wie gesagt anders.

Auch Intel lässt Sockel LGA 1700 mit DDR4 weiterleben

AMD ist bei der CPU-Unterstützung für einen Prozessorsockel und Modell, die auch noch DDR4-Speicher nutzen, nicht allein. Auch Intel führt die Serie im Sockel LGA 1700 fort, die mit Intel Alder Lake eingeführt wurde, und seitdem bereits einige Refreshes mit Intel Raptor Lake gesehen hat und selbst 2027 noch sehen soll. Mit DDR4-Speicher im Schrank oder gar Einsatz ist auch hier eine ähnlich wenn nicht gar bessere Alternative im Programm, denn CPUs von Intel gibt es nicht nur günstiger, sie sind pauschal langsamer, vor allem in Anwendungen stets durchweg deutlich schneller.

Ein gutes Beispiel und deshalb auch einige Jahre in der CPU-Rangliste vertreten ist der Intel Core i5-14600K und seine Abwandlung KF oder selbst der Vorgänger 13600K(F). Zu Preisen ab 223 Euro breit verfügbar, kostet der „neue“ 5800X3D 50 Prozent mehr – dabei ist der 14600KF mitunter 40 Prozent schneller.

Auch Intels CPUs haben aber das gleiche Problem wie AMDs im alten Sockel: Neue Lösungen alias Core Ultra 200 sind eigentlich viel günstiger. Aber: Der DDR5-Speicher ist teurer. Und bei Intel kommt erschwerend hinzu, dass die Plattform mit Sockel LGA 1851 nach einer Serie auch schon wieder eingestellt wird. Langlebigkeit gab und gibt es hier nicht.

Das alte neue Duell: 5800X3D vs. 14600K (vs. Ryzen 5 3600)

Zeit also für eine ganz aktuelle Bestandsaufnahme, um den Re-Start des 5800X3D noch einmal zu begleiten. Das BIOS für das B550-Board aktualisiert, funktioniert der AMD Ryzen 7 5800X3D sofort problemlos auch unter der aktuellsten Windows-11-Version im Zusammenspiel mit einer ROG Astral RTX 5090.

AMD Ryzen 7 5800X3D & DDR4-Konkurrenz im Test
AMD Ryzen 7 5800X3D & DDR4-Konkurrenz im Test

Ein alter Prozessor mit alten Probleme

Das Kuriosum: 5 Jahre alte Probleme, die längst gelöst schienen, gibt es auch Mitte 2026 noch. ReBAR ist auf dieser Plattform default noch deaktiviert, potenziell geht ohne Eingriff Leistung verloren. Zurück ins BIOS und mit einem Klick ist das Problem aber schnell gelöst – als Kunde ist jedoch Obacht geboten.

ReBAR beim 5800X3D ist default deaktiviert
ReBAR beim 5800X3D ist default deaktiviert

DDR4 für Intel LGA 1700 ist auch schon alt

Beim Herausforderer Intel Core i5-14600K ist es ganz ähnlich. Ein B660-DDR4-Mainboard für Sockel LGA 1700 wurde das letzte Mal im Jahr 2022 angefasst, das BIOS aus dem Oktober 2022 wird also auf Stand Mai 2026 aktualisiert. Auch hier klappt das alles problemlos, das System läuft.

Was am Ende zu erwarten ist, hatte AMD bereits prognostiziert: Intels CPU ist auf der DDR4-Plattform die langsamere. Da in Spielen regulär 14900K und 14600K nur wenige Prozente trennen, ist die Richtung also auch für den 14600K im Test klar definiert.

10 Years Anniversary Edition: Der AMD Ryzen 7 5800X3D für AM4 ist günstiger* zurück!
10 Years Anniversary Edition: Der AMD Ryzen 7 5800X3D für AM4 ist günstiger* zurück! (Bild: AMD)

Der typische AM4-Prozessor zuvor: Ryzen 5 3600

Als dritter Testkandidat reiht sich mit dem Ryzen 5 3600 ein Prozessor ein, den auch AMD als Upgrade-Ziel ausgemacht hat, auch wenn die Auswahl aus den zahlreichen Ryzen 2000 und 3000 schwer fällt.

Dabei sollte klar sein: Schon reguläre Ryzen 5000 machten zum Start gegenüber Ryzen 3000 einen Sprung in Spielen von fast 30 Prozent. Der X3D löste zusätzlich die Bandbreitenprobleme mit DDR4 und andere Problemstellen, sodass ein weiterer großer Sprung hinzukam. Im ersten Test lag der 5800X3D so bereits über 60 Prozent vor einem AMD Ryzen 5 3600.

Und heute? Finden wir es heraus!



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