Connect with us

Datenschutz & Sicherheit

Google Chrome 148: Neue Version schließt 127 Sicherheitslücken


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Mit der wöchentlichen Aktualisierung in der Nacht zum Mittwoch hat Google den Webbrowser Chrome auf den Versionszweig 148 gebracht. Zunächst blieb die Versionsankündigung leer – inzwischen ist klar: Darin haben die Entwickler 127 Sicherheitslücken gestopft.

Weiterlesen nach der Anzeige

In der Versionsankündigung reißen die Chrome-Programmierer wie üblich kurz an, welche Schwachstellen von externen IT-Forschern gemeldet wurden. Drei erreichen die Risikoeinstufung „kritisch“, für eine davon ist auch die Prämie für die Meldenden klar: 43.000 US-Dollar erhalten sie dafür. Es handelt sich dabei um einen Integer-Überlauf in der Rendering-Engine Blink (CVE-2026-7896, CVSS laut CISA 8.8, Risiko laut Google „kritisch“). Unter iOS haben die Entwickler sich um eine Use-after-free-Lücke gekümmert (CVE-2026-7897, CVSS laut CISA 7.5, Risiko laut Google „kritisch“). Das eingebaute Remote-Desktop-Tool Chromoting weist ebenfalls eine Use-after-free-Schwachstelle auf (CVE-2026-7898, CVSS laut CISA 8.8, Risiko laut Google „kritisch“).

Bei einer Use-after-free-Schwachstelle greift der Programmcode auf bereits freigegebene Ressourcen zu. Deren Inhalte sind dadurch undefiniert; Angreifer können solche Lücken oftmals zum Einschleusen und Ausführen von Schadcode missbrauchen. Dazu genügt bei Webbrowsern in der Regel das Anzeigen von sorgsam präparierten Webseiten. Weitere 31 Sicherheitslücken gelten als Risiko „hoch“, 66 als „mittlerer“ Bedrohungsgrad und 27 noch als „niedrige“ Risikostufe.

Die Sicherheitslücken schließen die Chrome-Versionen 148.0.7778.120 für Android, 148.0.7778.96 für Linux und 148.0.7778.96/97 für macOS und Windows. Wer Chrome einsetzt, sollte rasch sicherstellen, dass der Webbrowser auf aktuellem Stand ist. Bislang scheint noch keine der Schwachstellen missbraucht zu werden, zumindest schreibt Google nichts davon.

Die Updates lassen sich über den Versionsdialog anwenden. Nach Klick auf das Browser-Menü, das sich hinter dem Icon mit den drei aufeinander gestapelten Punkten verbirgt, und weiter über „Hilfe“ zu „Über Google Chrome“ öffnet er sich. Er zeigt den aktuell laufenden Softwarestand an und startet bei Verfügbarkeit die Installation der Aktualisierung. Unter Linux ist in der Regel die Softwareverwaltung der Distribution dafür aufzurufen. In den App-Stores der Mobiltelefone sind die neuen Fassungen in der Regel mit etwas Verzögerung verfügbar.

Da die Sicherheitslücken die Chromium-Basis betreffen, sollten auch Nutzerinnen und Nutzer der darauf aufbauenden Webbrowser wie Microsofts Edge schauen, ob für die Browser inzwischen eine Aktualisierung verfügbar ist.

Weiterlesen nach der Anzeige

Das Chrome-Update aus der vergangenen Woche hatte bereits 30 Schwachstellen ausgebessert. Die KI-Schwachstellensuche scheint sehr erfolgreich zu sein und den Entwicklern einige Arbeit zu bescheren. Am Ende bedeutet das jedoch, dass die Software deutlich sicherer wird.


(dmk)



Source link

Datenschutz & Sicherheit

Jetzt patchen! Angriffe auf WordPress-Websites mit Gravity-SMTP-Plug-in


Derzeit haben es Angreifer auf WordPress-Websites mit Gravity-SMTP-Plug-in abgesehen und attackieren Instanzen. Ein Sicherheitspatch ist bereits seit Ende dieses Jahres verfügbar, aber offensichtlich noch nicht flächendeckend installiert.

Weiterlesen nach der Anzeige

Vor den Attacken warnen Sicherheitsforscher von Wordfence in einem Beitrag. Ihnen zufolge ist die Lücke (CVE-2026-4020 „mittel“) seit März dieses Jahres bekannt. Seitdem gibt es auch die reparierte Ausgabe 2.1.5. Alle vorigen Versionen sind verwundbar.

Die Forscher geben an, dass das Plug-in derzeit rund 100.000 aktive Installationen aufweist.

Ansatzpunkt für Angreifer ist ein nicht ausreichend sicher konfigurierter REST-API-Endpoint. So können sie ohne Authentifizierung darauf zugreifen, um über einen HTTP-GET-Request detaillierte Systemkonfigurationen abzurufen und diese Informationen für weiterführende Attacken zu nutzen.⁣

Die Sicherheitsforscher geben an, bereits 17 Millionen Angriffsversuche dokumentiert zu haben. Admins sollten dementsprechend zügig handeln und ihre Instanzen absichern. In ihrem Beitrag führen sie detaillierte Informationen zur Lücke auf. Zusätzlich finden Admins dort konkrete Hinweise (Indicators of Compromise, IoC), wie IP-Adressen, an denen sie bereits attackierte Systeme erkennen können.


(des)



Source link

Weiterlesen

Datenschutz & Sicherheit

Bamboo, Confluence & Co.: Atlassian schließt 100 Sicherheitslücken


Admins von Atlassian-Anwendungen sollten, um möglichen Attacken vorzubeugen, die ab sofort verfügbaren Sicherheitsupdates für verschiedene Produkte des Softwareherstellers installieren. Geschieht das nicht, können Angreifer Sicherheitslücken in etwa Bitbucket, Confluence und Jira Service Management ansetzen. Bislang gibt es keine Berichte, dass Angreifer die Schwachstellen bereits ausnutzen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Wie aus dem Sicherheitsbereich der Atlassian-Website hervorgeht, haben die Entwickler in aktuellen Versionen insgesamt 100 Lücken geschlossen. Davon sind neben dem eigenen Code auch Abhängigkeiten zu etwa Apache Tomcat betroffen.

Weil eine Auflistung der Schwachstellen und reparierten Ausgaben den Rahmen dieser Meldung sprengt, müssen sich Admins auf der verlinkten Seite des Softwareherstellers einen Überblick verschaffen. Im Folgenden finden sich einige besonders bedrohliche Lücken.

Unter den geschlossenen Schwachstellen sind auch einige „kritische“ Lücken – darunter sogar welche mit maximalem CVSS Score 10 von 10 (etwa CVE2026-40175). Das ist zum Beispiel der Fall in Axios im Zusammenhang von Jira Data Center and Server. Die Atlassian-Entwickler schreiben, dass aufgrund der Form der Abhängigkeit in diesem Kontext eine weniger bedrohliche Einstufung als kritisch gilt. Bei dieser Prototype-Pollution-Schwachstelle können Angreifer manipulierend eingreifen und etwa eigenen Code ausführen. Dagegen sollen die Versionen 11.3.7 (LTS) recommended Data Center Only und 10.3.22 (LTS) Data Center Only gerüstet sein.

Der Großteil der verbleibenden Lücken ist mit dem Bedrohungsgrad „hoch“ eingestuft. An diesen Stellen können Angreifer unter anderem für DoS-Attacken (etwa CVE-2026-33388) ansetzen oder sogar Schadcode aus der Ferne ausführen (CVE-2026-41044).


(des)



Source link

Weiterlesen

Datenschutz & Sicherheit

10 Jahre „Funk“: Reichweite auf Big-Tech-Plattformen ist nicht mehr genug


Mit dem Start ihres gemeinsamen Jugendangebots „Funk“ haben ARD und ZDF eines der größten und radikalsten Experimente in der öffentlich-rechtlichen Geschichte gewagt: völlig ohne linearen Sender im Hintergrund öffentlich-rechtliche Inhalte für junge Zielgruppen direkt auf den großen kommerziellen Plattformen publizieren.

Zehn Jahre später bestreitet kaum jemand ernsthaft, dass das Experiment geglückt ist. Und zwar nicht nur weil es gelungen ist, junge Zielgruppen mit öffentlich-rechtlichen Inhalten zu erreichen: rund 80 Prozent der 14- bis 29-Jährigen nutzen Funk. Die vielen unterschiedlichen Formate verbunden mit der Herausforderung, an einer sich ständig wandelnden, jungen Zielgruppe dranzubleiben, machen Funk zu einem kreativen Experimentier- und Innovationsfeld.

Längst wechseln auch Menschen und deren Know-how von Funk zurück in die Anstalten – von Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim bis hin zum aktuellen ARD-Vorsitzenden und HR-Intendanten Florian Hager, der sich seine Sporen mit dem Aufbau von Funk verdient hat. In dem Maße, in dem Reichweite auf Drittplattformen und Publikumsinteraktion auch für andere Zielgruppen an Bedeutung gewinnen, nimmt auch die Bedeutung dieses Know-how-Transfers zu.

Aber gerade weil die Sinnhaftigkeit von Funk insgesamt – anders als die einzelner Funk-Formate – inzwischen nicht mehr ernsthaft in Frage gestellt wird, sollte der zehnte Geburtstag Anlass sein zu fragen: Sollte Funk nicht mehr leisten, als junge Zielgruppen auf Kommerzplattformen zu erreichen? Es gibt drei konkrete Stellen, an denen man die Messlatte für Funk künftig höher legen sollte.

1. Wo sind die Live-Formate, die gemeinsam junge Öffentlichkeit herstellen?

Live ist demokratische Gegenwart: Wenn bei einem (stundenlangen) Live-Stream auf YouTube oder Twitch das Publikum gleichzeitig, gemeinsam und interaktiv teilnimmt, erzeugt das ein anderes Öffentlichkeitsgefühl als der hunderttausendfach isoliert konsumierte, perfekt geschnittene Clip.

Und auch wenn Funk auf Twitch schon präsent ist, fehlt es am Programmatischen und Innovativen. Wo sind wiederkehrende Live-Formate, die mehr sind als gelegentliche Streams? Wo sind Live-Debattenformate, Live‑Q&As, Live-Erklärstücke zu aktuellen Kontroversen, Live-Korrekturen von Falschinformationen? Wo sind neue öffentlich-rechtliche Live-Formate, die die neuen digitalen Möglichkeiten auszureizen versuchen?

2. Wo bleiben tagesaktuelle Nachrichtenformate für die Funk-Zielgruppe?

Mehr und neue Live-Formate könnten auch eine Antwort auf eine weitere, öffentlich-rechtliche Leerstelle sein: Funk fehlt es an eigenen, tagesaktuellen Nachrichten-Formaten. Selbst der wöchentliche Nachrichtenüberblick „Die Woche – der Funk-Podcast“ wurde Ende 2025 eingestellt.

Alles netzpolitisch Relevante

Drei Mal pro Woche als Newsletter in deiner Inbox.

Es ist eine besondere Herausforderung, junge Zielgruppen mit tagesaktuellen Nachrichteninhalten zu erreichen, wenn die über immer weniger Erfahrung mit klassischen Print- und Fernsehnachrichten verfügen. Aber genau deshalb sollte Funk diesem Bereich eine höhere Prioriät einräumen.

3. Welchen Beitrag leistet Funk für eine dezentral-offene Digitalinfrastruktur jenseits von Big Tech?

Wenn öffentlich-rechtliche Medien im digitalen Zeitalter ihren demokratischen Auftrag erfüllen wollen, müssen sie mehr als nur öffentlich-rechtliche Inhalte liefern. Zentral für Digitalen Public Value ist auch ein öffentlich-rechtliches (Selbst-)Verständnis als gemeinwohlorientierter Infrastrukturanbieter.

Und gerade weil Funk Reichweite und öffentlich-rechtliche Budgets hat, wäre es prädestiniert, dort zu investieren, wo Marktlogiken strukturell versagen: in offene Protokolle, Interoperabilität und Portabilität. Kurz: in digital-öffentliche Räume.

Es ist völlig nachvollziehbar, dass sich Funk in den ersten zehn Jahren darauf konzentriert hat, auf kommerziellen Drittplattformen zu reüssieren. Wäre das nicht gelungen, Funk wäre keine zehn Jahre alt geworden. Doch der alleinige Fokus auf die großen, datenkapitalistischen und werbefinanzierten Kommerzplattformen passt nicht mehr in eine Welt, die dringender denn je nach öffentlich-rechtlichen Ausweichrouten verlangt.

Diese Erkenntnis dürfte sich inzwischen auch bei den Funk-Verantwortlichen durchgesetzt haben. Seit dieser Woche verfügt auch Funk über eine eigene Instanz bei Mastodon (und witzelt zum Start, dass sogar 3sat früher dran war). Und bereits einen Monat davor hatte Funk-Chef Philipp Schild öffentlich mehr Engagement in diesem Bereich angekündigt:

Wir brauchen Alternativen zu den Plattformen der Big-Tech-Konzerne. Mit AT Protocol und Mastodon existieren technische Systeme, die das ermöglichen würden. Aber: Die Nutzenden – gerade in der Funk-Zielgruppe – wollen nicht auf einen großen Content-Pool und einen guten Vorschlagsalgorithmus verzichten. Genau hier liegt die eigentliche Aufgabe.

In der Tat ist das eine ebenso wichtige wie ambitionierte Aufgabe. Dass Funk sich zutraut, hier einen substanziellen Beitrag zu leisten, ist erfreulich. Aber es ist auch höchste Zeit. In diesem Sinne: Alles Gute für die nächste Funk-Dekade!



Source link

Weiterlesen

Beliebt