Connect with us

Künstliche Intelligenz

Hamburg bleibt das digitalste Bundesland


Hamburg bleibt laut dem Bitkom-Länderindex 2026 das digitalste Bundesland Deutschlands. Der Stadtstaat erreicht 70,3 von 100 möglichen Punkten und verteidigt seinen Spitzenplatz mit deutlichem Abstand. Dahinter folgen Berlin mit 63,8 Punkten und Hessen mit 63,7 Punkten. Hessen verbessert sich damit gegenüber der vorherigen Ausgabe von Rang fünf auf Rang drei. Die auffälligste Bewegung im Ranking zeigt das Saarland: Es springt von Platz zwölf im Jahr 2024 auf Rang sechs. Insgesamt zeichnet der Index ein Bild stark ungleich verteilter digitaler Stärken: Der Norden liegt vor allem bei der Infrastruktur vorn, ostdeutsche Länder punkten bei digitaler Bildung, der Süden bleibt in der digitalen Wirtschaft stark.

Weiterlesen nach der Anzeige

Für den Länderindex hat der Branchenverband Bitkom alle 16 Bundesländer anhand von 30 Indikatoren in vier Kategorien bewertet: Governance & Verwaltung, Digitale Infrastruktur, Digitale Wirtschaft und Digitale Gesellschaft. In die Auswertung flossen eine Befragung aller Landesregierungen, amtliche Statistiken, Drittstudien sowie eine repräsentative Bevölkerungsbefragung mit mehr als 5.600 Teilnehmern ein. Die Daten rechnet Bitkom auf eine Skala von 0 bis 100 um.

Hinter Hamburg, Berlin und Hessen folgen Bayern mit 62,6 Punkten auf Rang vier und Baden-Württemberg mit 61,8 Punkten auf Platz fünf. Am unteren Ende des Rankings liegen Sachsen-Anhalt mit 52,4 Punkten sowie Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils 51,1 Punkten, die sich Platz 15 teilen. Eine schwache Gesamtplatzierung bedeutet allerdings nicht zwingend Schwächen in allen Teilbereichen. Gerade in der Kategorie Digitale Gesellschaft erreichen einige ostdeutsche Länder vordere Plätze.

Hamburg verdankt seine Spitzenposition vor allem starken Werten in der digitalen Wirtschaft und der digitalen Infrastruktur. In beiden Kategorien liegt das Land auf Rang eins. Hinzu kommen ein dritter Platz bei Governance & Verwaltung und Rang fünf bei der Digitalen Gesellschaft. Als Treiber nennt Bitkom vor allem die Glasfaser- und Gigabitversorgung sowie den hohen Anteil an IT-Unternehmen und IT-Fachkräften. Berlin behauptet Rang zwei vor allem mit seiner digitalen Wirtschaft. Ausschlaggebend sind hier die hohe Zahl an Start-up-Neugründungen und die starke Präsenz von IT-Unternehmen.

Hessen rückt in der Gesamtwertung knapp vor Bayern auf Rang drei vor und erreicht bundesweit den ersten Platz in der Kategorie Governance & Verwaltung. Bei der digitalen Infrastruktur liegt das Land auf Rang zwei. Ein zentraler Standortfaktor ist hier die hohe Rechenzentrumsleistung in der Region Frankfurt am Main. Solche Standortvorteile schlagen sich im Index ebenso nieder wie politische und administrative Rahmenbedingungen.

Der eigentliche Überraschungsfall des Jahres ist das Saarland. Das kleinste Flächenland verbessert sich in der Gesamtwertung um sechs Plätze und erreicht in der Kategorie Digitale Gesellschaft sogar Rang eins. Dahinter stehen vor allem starke Werte bei digitaler Bildung: In allen Schulformen gibt es dort mindestens sechs Pflichtstunden Informatik, außerdem unterrichten 5 Prozent der Lehrkräfte das Fach. Im Bundesdurchschnitt sind es bislang 3 Prozent. Hinzu kommt ein Spitzenwert bei der Gigabitversorgung an Schulen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Der Länderindex macht zudem regionale Muster sichtbar. In der Kategorie Digitale Infrastruktur liegen mit Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen vor allem Länder aus dem Norden vorn. Dort sind Glasfaser- und Gigabitnetze überdurchschnittlich gut ausgebaut. Der Süden punktet dagegen in der digitalen Wirtschaft, hier schneiden nur Hamburg und Berlin noch besser ab. In ostdeutschen Ländern setzen die Landesregierungen laut Bitkom vor allem Maßnahmen zur digitalen Teilhabe und Bildung erfolgreich um.

Das zeigt sich besonders in der Kategorie Digitale Gesellschaft. Mecklenburg-Vorpommern erreicht hier Rang zwei, Sachsen Rang drei und Thüringen Rang vier. Im Gesamtranking liegen diese Länder dagegen deutlich weiter hinten. Hintergrund sind erneut Bildungsindikatoren: In Mecklenburg-Vorpommern gibt es an allen Schulformen sechs Pflichtstunden Informatik, in Sachsen unterrichten 9 Prozent der Lehrkräfte das Fach. Für den Verband ist das ein Hinweis darauf, dass digitale Bildung als eigene Stärke sichtbar wird, sich daraus aber nicht unmittelbar eine entsprechend starke Position in Wirtschaft oder Infrastruktur ergibt.

Bitkom leitet aus dem Ranking auch strukturelle Gemeinsamkeiten digital starker Länder ab. Dazu zählen eine überdurchschnittliche Wirtschaftsleistung, eine hohe Bevölkerungsdichte, eine starke Unternehmens- und Hochschullandschaft sowie hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung. Hinzu kommen politisch-institutionelle Faktoren wie ein eigenständiges Digitalministerium, ein Digitalkabinett, ein Digitalcheck für neue Gesetze oder eine Digitalstrategie mit öffentlichem Fortschrittsbericht. Ein solcher Digitalcheck soll prüfen, ob neue Regelungen digitaltauglich sind oder bestehende digitale Prozesse behindern.

Aus Sicht des Verbands liegen die naheliegenden Hebel für Nachzügler vor allem in mehr digitaler Bildung und einem höheren Umsetzungstempo in der Verwaltung. Bitkom empfiehlt unter anderem Informatik als Pflichtfach ab der Sekundarstufe I, zusätzliche Weiterbildungsangebote für Lehrkräfte sowie mehr Angebote zur Förderung digitaler Kompetenzen, etwa in Bibliotheken oder Volkshochschulen. Für die Verwaltung fordert der Verband ein Beschleunigungsbudget für digitale Maßnahmen und mehr Tempo bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG), das Bund, Länder und Kommunen verpflichtet, ihre Leistungen digital verfügbar zu machen.

Zugleich verweist Bitkom auf die Notwendigkeit einer engeren technischen Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern. Potenzial sieht der Verband im sogenannten Deutschland-Stack. Gemeint ist damit ein gemeinsames technisches Fundament für digitale Verwaltungsleistungen, also wiederverwendbare Basiskomponenten statt vieler paralleler Einzellösungen in den Ländern. Denkbar sind etwa gemeinsame Bausteine für Identitätsdienste, Formulare, Registeranbindungen oder Bezahlfunktionen. Für IT-Verantwortliche in der Verwaltung ist das vor allem eine Frage der Architektur: Weniger Insellösungen sollen Entwicklung, Betrieb und Wartung vereinfachen und Doppelarbeit vermeiden.

Neben langfristigen Strukturfragen weist Bitkom auch auf kurzfristig nutzbare Spielräume hin. Im Rahmen der föderalen Modernisierungsagenda hätten sich Bund und Länder darauf verständigt, unter anderem Berichtspflichten für Unternehmen abzubauen. Auch beim Mobilfunkausbau seien die Voraussetzungen für eine schnellere Errichtung neuer Masten bereits verbessert. Alle Informationen zum Länderindex 2026 finden sich beim Bitkom.


(fo)



Source link

Künstliche Intelligenz

Microsoft Fabric: So gelingt der Einstieg in die Datenplattform


Microsoft Fabric ist der neue leistungsstarke SaaS-Dienst von Microsoft. Der Cloud-Service bietet alle wichtigen Werkzeuge, um große Datenmengen zu speichern, zu verarbeiten und zu analysieren. Die (bisher) sechs Anwendungen sind größtenteils keine Neuerfindungen, sondern stark verbesserte bewährte Technologien. Fabric vereint alle Funktionen von Azure Synapse Analytics/Azure Data Factory, alle Funktionen von Azure ML Studio und alle Funktionen von Power BI. Zusammengehalten wird das Tool durch den OneLake, der die zentrale Speicherung von Unternehmensdaten ermöglicht. Somit werden redundante Kopien der Daten vermieden, was zur Entlastung von Servern und geringeren Kosten führt.

Weiterlesen nach der Anzeige

Im heise academy Campus gibt IT-Experte Emil Vinčazović einen praxisorientierten Einblick in die All-in-One-Lösung zur Datenanalyse von Microsoft. Die Videokurs-Reihe baut aufeinander auf, kann aber auch einzeln zur Weiterbildung genutzt werden:

Passend dazu beleuchtet Emil Vinčazović im heise academy Blog den Aufbau moderner Datenplattformen mit Microsoft Fabric und Purview:

Während ein Beitrag zeigt, wie sich beide Lösungen für Data Governance, Transparenz und Compliance kombinieren lassen, erläutert ein weiterer den Einsatz automatisierter Datenklassifizierung und Sensitivity Labels für eine sichere Datenkultur. Ergänzend wird vorgestellt, wie sich Fabric mithilfe von Entra ID, Azure Key Vault und Defender for Cloud nach dem Prinzip „Security by Design“ absichern lässt. Der neueste Artikel widmet sich dem Abbau von Datensilos und zeigt, wie eine einheitliche Datenbasis die Zusammenarbeit und die Nutzung von Unternehmensdaten verbessern kann.

Die Blogbeiträge stehen kostenfrei zur Verfügung – ideal, um einen ersten Eindruck zu gewinnen. Für alle, die noch tiefer in die Themen eintauchen möchten, sind die einzelnen Videokurse zum Preis von 95 € bzw. 195 € erhältlich. Besonders attraktiv ist der heise academy Pass: Für nur 49 € im Monat besteht uneingeschränkter Zugriff auf das gesamte Kursangebot der heise academy, wobei jährlich 45 neue Videokurse dazukommen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Alle Infos zum Angebot finden sich auf der Website der heise academy.

E-Mail-Adresse

Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren Widerrufsmöglichkeiten erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.


(cmho)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Saugroboter Roborock Saros 20 Sonic im Test: schrubbt den Boden mit Wischplatte


Der Roborock Saros 20 Sonic kombiniert 36.000 Pa Saugkraft mit einer vibrierenden Wischplatte und ausfahrbarem Lidar. Im Test überzeugt das Premium-Modell.

Roborock legt nach: Nach dem Saros 20 (Testbericht) folgt mit dem Saros 20 Sonic eine technisch überarbeitete Variante, die in mehreren Details den Vorgänger sichtbar voraus ist. Der wichtigste Unterschied steckt im Namen: Statt zweier rotierender Wischmopps arbeitet der Sonic mit einer vibrierenden Wischplatte, die mit 4000 Schwingungen pro Minute über den Boden schrubbt. Damit nähert sich Roborock der händischen Schrubbbewegung – schonend für Parkett, aber kraftvoll genug für angetrocknete Verschmutzungen.

Statt des frontal verbauten Solid-State-Lidars („Star Sight“) des Saros 20 setzt der Sonic auf einen ausfahrbaren Mini-Laserturm auf der Rückseite. Im Ruhezustand verschwindet er unter dem Gehäusedeckel und schaut nach hinten heraus, bei Bedarf fährt er für den 360-Grad-Rundumblick nach oben. Die ultraflache Bauhöhe von 7,98 cm bleibt damit erhalten. Der Preis liegt aktuell bei 1269 Euro und damit klar im Premium-Segment. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Roborock Saros 20 Sonic?

Beim Design baut Roborock auf den Saros 20 auf, schraubt aber an mehreren Stellen nach. Die Station behält ihr mattes, edles Frontpanel, bekommt aber einen zusätzlichen Deckel, der Frisch- und Brauchwassertank optisch sauber kaschiert. Auch die Klappe im unteren Teil der Front, hinter der Staubbeutel und Reinigungsmitteltank sitzen, wurde überarbeitet. Statt einer kompletten Abnehmverkleidung wie beim Vorgänger gibt es nun eine fest am Gehäuse verankerte Klappe, die nach unten aufschwingt. Das wirkt durchdachter und vermeidet, dass die Abdeckung beim Wechseln des Staubbeutels herumliegt.

Die Stationsmaße liegen bei 440 × 409 × 470 mm. Im Inneren finden bis zu 2,7 l Staub, 4 l Frischwasser und 3,5 Liter Schmutzwasser Platz – Werte, die nahezu identisch zum Saros 20 sind. Der Roboter selbst misst 353 mm im Durchmesser und 79,8 mm in der Höhe und gehört damit weiterhin zu den flachsten Saugrobotern am Markt.

Optisch unterscheidet sich der Sonic durch eine geriffelte Oberfläche auf dem Deckel, die ihm einen eigenständigen Charakter verleiht. Die Bedienknöpfe sitzen nicht mehr in einer pillenförmigen Aussparung, sondern als zwei längs platzierte, stiftförmige Tasten. Geschmackssache, aber platzsparender. Die Verarbeitung ist tadellos, alles sitzt fest, nichts klappert.

Unter dem Boden arbeitet die bewährte Duo-Divide-Hauptbürste – in der Mitte unterbrochen, sodass Haare gezielt zur Mitte wandern und im Saugkanal landen. Dazu kommen die ausfahrbare Flexi-Arm-Arc-Seitenbürste mit Anti-Tangle-Technologie und die neue Vibrationswischplatte, die ebenfalls ausfahrbar ist.

Einrichtung: Wie schnell ist der Roborock Saros 20 Sonic betriebsbereit?

Die Einrichtung läuft über die Roborock-App, die in unseren Tests immer wieder zu den besten am Markt gehört übersichtlich, performant und intuitiv. Roborock hat den Einrichtungsablauf überarbeitet: Nach dem Verbinden per QR-Code und der WLAN-Eingabe fragt die App nach den Gegebenheiten im Haus – Teppiche, Haustiere, mehrgeschossiges Wohnen. Der Sonic verwaltet bis zu vier Karten gleichzeitig. Praktisch: Der Roboter unterstützt sowohl reine 2,4-GHz-Netze als auch Kombi-Netze mit 5 GHz.

Zudem lässt sich direkt der Nicht-stören-Modus einrichten, die Kartenspeicherung festlegen und der Sprachassistent Rocky aktivieren. Etwas schade: Die Sprache für die Ansagen lässt sich nicht direkt im Rocky-Menü umstellen, sondern nur über die allgemeinen Einstellungen. Ein erstes Firmware-Update von Version 02.38.88 auf 02.54.28 nahm im Test rund 3 Minuten in Anspruch.

Ein nettes Detail: Roborock liefert neben der normalen deutschen Stimme wieder ein humorvolles Sprachpaket mit. Beim Saros Z70 war es „Rocktimus Prime“ mit Transformers-Anleihen, beim Sonic ist es passend zur Fußball-WM 2026 eine Fußball-Fan-Edition. Eine Kommentatorenstimme brüllt „Finaleeeeee, ohooo“, wenn ein Reinigungsauftrag fertig ist, und unter Stadiongeräuschen meldet sich der Roboter mit „Trinkpause“ bei einer Unterbrechung. Standardmäßig ist aber die normale Stimme aktiviert. Wer von Sprachansagen generell schnell genervt ist, der kann sie auch ganz deaktivieren. Dann verpasst man allerdings alle akustische Statusmeldungen und muss in die App schauen.

Die Matter-Kompatibilität und die Steuerung über Amazon Alexa, Apple Siri und Google Assistant funktionieren wie gewohnt. Auch der Live-Videostream der Kamera für die Fernüberwachung ist mit an Bord – und kann auf Wunsch und unter Vergabe eines Passworts aktiviert werden. Standardmäßig ist die Funktion deaktiviert. Beim Datenschutz verweist Roborock auf eine TÜV-Rheinland-Zertifizierung der App-Sicherheit.

Weiterhin gibt es auch eine Offline-Funktion: Die erstellte Karte lässt sich lokal speichern und der Roboter kann ohne Internetverbindung betrieben werden. Allerdings mit deutlichen Einschränkungen: Der direkte App-Zugriff von unterwegs, viele Detaileinstellungen und die praktische Videokamera-Funktion, über die man per Smartphone auf die Roboterkamera zugreifen kann, funktionieren nur mit aktiver Internetverbindung. Der Offline-Betrieb eignet sich daher primär für Nutzer mit festen Reinigungszeiten, die keine spontanen Anpassungen vornehmen möchten.

Navigation: Wie gut erkennt der Roborock Saros 20 Sonic Hindernisse?

Mit dem ausfahrbaren Mini-Lidar auf der Rückseite und der zusätzlichen Kameraerkennung navigiert der Sonic tadellos. Im Test verschiebt er keine Stühle, navigiert vorsichtig zwischen Tischbeinen und meistert verwinkelte Bereiche souverän. Die Empfindlichkeit der Objekterkennung lässt sich in drei Stufen anpassen – vorsichtiger, Standard oder empfindlicher.

Beim Klettern zeigt der Sonic die Qualitäten des Saros 20: Einzelne Hindernisse bis 4,5 cm, doppelte Türschwellen mit zusammen bis zu 8,8 cm. Auf Teppichen hebt sich die Wischplatte automatisch an, und dank Adapti-Lift-Chassis 3.0 kann sich der Roboter für die dynamische Teppichreinigung auch komplett anheben, um langflorige Teppiche bis 3 cm gründlicher zu saugen.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Roborock Saros 20 Sonic?

Auf Hartböden hinterlässt der Sonic einen hervorragenden Eindruck. Er arbeitet mit starken 36.000 Pa Saugleistung und schlägt sich auf Hartboden richtig gut – Vogelfutter, Krümel und gröbere Partikel verschwinden zuverlässig. Statt einer durchgehenden Walze setzt Roborock auf eine in der Mitte unterbrochene Bodenbürste , was der Hersteller Duo Divide nennt. Durch die Zweiteilung wandern Haare und Staubflocken gezielt zur Mitte und landen direkt im Saugkanal, statt sich um die Walze zu wickeln. Das Prinzip kennen wir bereits von früheren Roborock-Modellen und es hat in unseren Tests von allen Anti-Verhedderungsbürsten am besten funktioniert.

Auf Teppichen bietet die App mehrere Strategien: Teppich zuerst saugen, Teppiche komplett auslassen oder die dynamische Tiefenreinigung mit angehobenem Chassis. Im Test befährt der Sonic Teppiche zielstrebig, ohne sie aufzufalten, und entfernt grobe Partikel zu rund 95 Prozent. Bei feinem Mehl als Simulation für eingetretenen Staub liegt die Aufnahmequote bei etwa 85 Prozent – ein starker Wert. Beim zweiten Durchgang über den Teppich senkt der Roboter die Hauptbürste zusätzlich ab und fixiert sie in dieser Position, statt sie wie sonst leicht über den Boden schweben zu lassen. Das drückt die Borsten tiefer in den Flor und holt spürbar mehr Schmutz heraus.

Spannender wird es bei der Wischfunktion. Statt der rotierenden Mopps des Saros 20 vibriert beim Sonic eine Wischplatte mit 4000 Schwingungen pro Minute und drückt mit 14 Newton (N) auf den Boden. Diese Vibrationswisch-Technik soll händisches Schrubben nachempfinden. Auf Parkett ist sie schonender als Walzensysteme, weil sie weniger Feuchtigkeit ausbringt, dafür aber spürbar ergiebiger als klassische Mopps. Ein Vorteil zeigt sich an Kanten und in Ecken: Die ausfahrbare Wischplatte kommt durch ihre einzelne, größere Fläche näher an Wände und Sockelleisten heran als rotierende Doppelmopp-Systeme. Roborock spricht von einem um 27 Prozent vergrößerten Vibrationsbereich für Ecken.

Im Test schlägt sich die Wischplatte ordentlich. Frische Flecken und leichte Verschmutzungen sind kein Problem. An festgetrocknetem Mehl beißt sie sich aber die Zähne aus – das ist eine Disziplin, in der nur eine Walze wirklich überzeugt. Auch hat die Platte das systembedingte Problem aller nicht durchgespülten Wischsysteme: Sie sättigt sich relativ schnell mit Schmutz, da während der Fahrt kein integrierter Abstreifmechanismus arbeitet. Der Roboter muss regelmäßig zur Station zurückkehren, um die Platte zu reinigen. Immerhin wird sie während der Fahrt aus dem 70-ml-Frischwassertank im Roboter kontinuierlich mit frischem Wasser versorgt.

In der Station kümmert sich das überarbeitete Rockdock mit bis zu 100 °C heißem Wasser um die Wischplatte und trocknet sie anschließend mit 55 °C warmer Heißluft. Praktisch: Das Dock kann die Platte unabhängig vom Roboter waschen, was pro Zyklus rund 3 Minuten Zeit spart. Der TÜV Rheinland bescheinigt eine Bakterienentfernungsrate von 99,99 Prozent.

Die Lautstärke fällt angenehm aus. Im Standardmodus messen wir 50 dB(A), die Fahrmotoren liegen bei rund 47 dB(A). Damit ist der Sonic leise, aber nicht ganz so geräuscharm wie die fast unhörbaren Fahrmotoren von Dreame. Im Maximalbetrieb gibt Roborock 64 dB(A) an.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Roborock Saros 20 Sonic?

Der 6400-mAh-Akku liefert laut Hersteller bis zu 190 Minuten Laufzeit – damit reicht eine Ladung für die meisten Wohnungen problemlos. Im Praxistest reinigt der Sonic einen 60 Quadratmeter großen Raum, von dem er rund 54 Quadratmeter tatsächlich saugen kann, in etwa 69 Minuten. Dabei verbraucht er gut 30 Prozent der Akkukapazität im Standardmodus.

Hochgerechnet schafft der Roboter damit rund 180 bis 200 Quadratmeter mit einer Ladung – je nach Bodenbelag und gewähltem Modus. Auf Teppichen mit Tiefenreinigung sinkt die Reichweite. Bei knappem Akku kehrt der Sonic automatisch zur Station zurück und lädt dort in 150 Minuten wieder voll. Roborocks intelligente Ladestrategie passt die Ladedauer zudem an die verbleibende Reinigungsfläche an – der Roboter wartet also nicht unnötig auf eine vollständige Aufladung.

Preis

Der Roborock Saros 20 Sonic ist aktuell für 1269 Euro erhältlich. Damit liegt er nochmals über dem Saros 20, der inzwischen für rund 1059 Euro zu haben ist. Zum kommenden Prime Day und weiteren Shopping-Events dürfte der Preis aber spürbar fallen.

Zu beachten gibt es auch den Unterschied zwischen Complete-Edition und der normalen Ausführung: So bringt die Complete Edition mehr Zubehör mit, wie Ersatzfilter, Staubbeutel, Reinigungsmittel und Ähnliches. Die normale Edition kommt hier mit nur einem Beutel, einer Seitenbürste und keinem Filter. Je nach Preis lohnt sich im Zweifel also der direkte Griff zur Complete-Edition.

Fazit

Der Roborock Saros 20 Sonic übernimmt nahezu alle Stärken des Saros 20 und legt in den entscheidenden Details nach. Die Vibrationswischplatte ist die wichtigste Neuerung und bringt echte Vorteile: Sie reinigt Kanten und Ecken besser als klassische Doppelmopp-Systeme, schrubbt mit 4000 Schwingungen pro Minute auch festeren Schmutz an und gibt dabei weniger Feuchtigkeit an den Boden ab als Walzensysteme – ein klarer Vorteil für Parkettbesitzer. An festgetrocknetem Schmutz scheitert sie zwar weiterhin, das schaffen nur Walzen wirklich gut.

Die Navigation mit ausfahrbarem Lidar-Turm arbeitet im Test tadellos, das ultraflache Design von 7,98 cm bleibt erhalten, und die Kletterfähigkeit von 4,5 cm einzeln und 8,8 cm doppelt gehört zum Besten am Markt. Dazu kommen die Station mit 100 °C Heißwasserreinigung, die durchdachten Detailverbesserungen am Gehäuse und die wie immer hervorragende Roborock-App.

Trotz hohem Preis von 1269 Euro ist der Saros 20 Sonic damit aktuell der durchdachteste Premium-Saugroboter im Test und löst seinen Bruder als neuen Testsieger unserer Saugroboter-Bestenliste ab. Wer Wert auf Parkettpflege, gute Eckenreinigung und ein extrem flaches Design legt, bekommt hier das aktuell rundeste Paket.



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Nordfrankreich: Fototour von Straßburg über Nancy bis in die Vogesen


Frankreich beginnt nicht in Paris. Bereits wenige Kilometer hinter der deutschen Grenze verändert sich jenseits des Rheins die visuelle Atmosphäre. Plätze wirken großzügiger, Fassaden verspielter, das Leben verlagert sich sichtbar nach draußen.

Cafés öffnen sich zur Straße, Märkte prägen ganze Viertel, Menschen sitzen, beobachten und kommen ins Gespräch. Für Fotografinnen und Fotografen entsteht so ein anderes Zusammenspiel von Architektur, Bewegung und Alltag als auf der deutschen Seite des Rheins.

Bei unserer Tour konzentrieren wir uns auf Städte nahe der Grenze, die sich besonders gut für urbane Motive und Streetfotografie eignen. Dazu gehören Straßburg und Nancy sowie kleinere Orte, die den Übergang zwischen Stadt und Land bilden.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Nordfrankreich: Fototour von Straßburg über Nancy bis in die Vogesen“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



Source link

Weiterlesen

Beliebt