Apps & Mobile Entwicklung

Im Test vor 15 Jahren: Gainwards GeForce GTX 580 mit doppeltem Speicher


Im Test vor 15 Jahren: Gainwards GeForce GTX 580 mit doppeltem Speicher

Die Nvidia GeForce GTX 580 war vor 15 Jahren die schnellste Single-GPU-Grafikkarte. Boardpartner wie MSI und Gainward boten ihre eigenen Modelle der GeForce GTX 580 (Test) mit eigens entwickelten Kühlern, höheren Taktraten und – bemerkenswerterweise – mehr Grafikspeicher an.

Bewährte Kühler und mehr Speicher

Die MSI GTX 580 Twin Frozr II OC bot genau das, was der Name versprach. Es handelte sich dabei um eine GeForce GTX 580 mit dem bewährten Twin-Frozr-II-Kühler mit zwei 75-mm-Axiallüftern, fünf Heatpipes und einem großen Aluminium-Kühlkörper.

Abseits von dem überarbeiteten Kühler beließ MSI das PCB und die restlichen Komponenten der Grafikkarte unverändert gegenüber dem Referenzdesign. Der Hersteller hob allerdings die Taktraten der GPU von 772 auf 822 MHz und die des Speichers von 2.004 auf 2.138 MHz an. Preislich lag sie zum Testzeitpunkt bei 496 Euro.

MSI GeForce GTX 580 Twin Frozr II OC

Ein etwas ausgefalleneres Design hatte die Gainward GeForce GTX 580 Phantom. Wie bei MSI kam ein eigens entwickelter Kühler zum Einsatz, der unter der Haube auf sechs Heatpipes und einen großen Aluminium-Kühlkörper setzte. Besonders war, dass die drei 70-mm-Axiallüfter unter den Lamellen saßen und somit von außen nicht zu sehen waren.

Gainward GeForce GTX 580 Phantom

Die Gainward GeForce GTX 580 Phantom verfügte zudem über ein anderes PCB als das des Referenzdesigns. Die augenscheinlich wichtigste Änderung war der mit 3.072 MByte gegenüber dem Referenzdesign doppelt so große GDDR5-Speicher. In puncto Taktraten kam die Phantom mit einer homöopathischen Übertaktung von 11 MHz auf der GPU und 6 MHz auf dem Speicher daher. Der Preis des Gainward-Modells lag bei 529 Euro.

Gainward GeForce GTX 580 Phantom

Drei GByte Speicher waren 2011 überflüssig

Wie erwartet waren beide Modelle der GeForce GTX 580 in den Benchmarks sehr schnell. In 2.560 × 1.600 Bildpunkten ergab sich trotz hoher Qualitätseinstellungen kein messbarer Vorteil für den größeren Grafikspeicher der Gainward GeForce GTX 580 Phantom. Anders sah es bei der MSI GeForce GTX 580 Twin Frozr II OC aus, die dank der Übertaktung im Mittel um gute sechs Prozent gegenüber dem Referenzdesign zulegen konnte.

Performancerating

    • MSI GTX 580 Twin Frozr II OC

    • Gainward GTX 580 Phantom 3GB

    • Nvidia GeForce GTX 580

    • AMD Radeon HD 6970

    • AMD Radeon HD 6950

    • Nvidia GeForce GTX 570

Einheit: Prozent, Arithmetisches Mittel

Bei der Leistungsaufnahme nahmen sich die beiden Modelle gegenüber dem Referenzdesign nicht viel. Der Schalldruckpegel war unter Last jedoch deutlich niedriger als bei dem Referenzdesign, wobei die Twin Frozr II OC insgesamt am besten abschnitt. Das genau gleiche Ergebnis stellte sich bei den Temperaturmessungen heraus: Die Twin Frozr II OC war am kühlsten, gefolgt im dichten Abstand von der Phantom und dann weit hinterher kam das Referenzdesign. Das Übertaktungspotenzial der Karten war nahezu identisch, wodurch die Phantom leicht auf die gleiche Geschwindigkeit der Twin Frozr II OC angehoben werden konnte.

Fazit

Sowohl die MSI GeForce GTX 580 Twin Frozr II OC als auch die Gainward GeForce GTX 580 Phantom machten im Test eine gute Figur. Der Schalldruckpegel und die GPU-Temperaturen lagen deutlich unter denen des Referenzdesigns. Der doppelt so große Grafikspeicher der Phantom war im Jahr 2011 – auch unter für damalige Verhältnisse extremen Bedingungen – nicht sinnvoll. Wer auf Nummer sicher gehen wollte und für zukünftige Titel extra Speicher parat halten wollte, der hatte mit der Phantom aber die Option. In beiden Fällen war der Aufpreis gegenüber einer herkömmlichen GeForce GTX 580, die es ab etwa 425 Euro gab, aber für die meisten Anwender zu hoch.

In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:

Noch mehr Inhalte dieser Art und viele weitere Berichte und Anekdoten finden sich in der Retro-Ecke im Forum von ComputerBase.



Source link

Beliebt

Die mobile Version verlassen