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Jetzt patchen! Attacken auf Adobe ColdFusion und Fortinet-Firewalls beobachtet


Aufgrund von zurzeit laufenden Attacken sollten Admins ihre Adobe-ColdFusion-Instanzen und ihre Fortinet-Firewalls auf den aktuellen Stand bringen. Die ausgenutzten Sicherheitslücken sind in beiden Fällen bereits seit mehreren Jahren bekannt, aber offensichtlich wurden die Sicherheitspatches bislang nicht flächendeckend installiert. Was Angreifer nach erfolgreichen Attacken konkret anstellen, ist derzeit nicht bekannt.

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Die Fortinet-Lücke (CVE-2020-12812 „kritisch“) ist seit Juli 2020 bekannt. Im April 2021 gab es erste Berichte zu Attacken. Das FBI und die CISA vermuteten hinter den Angriffen staatlich geförderte Cybercrimegruppen. Nun hat Fortinet einen neuen Beitrag zur Schwachstelle veröffentlicht und warnt vor erneuten Angriffen.

Unter bestimmten Bedienungen können Angreifer die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) umgehen und sich so Zugriff auf Instanzen verschaffen. In der Warnmeldung listen die Entwickler bedrohte Konfigurationen auf. Außerdem finden Admins dort Hinweise, an denen sie bereits erfolgreich attackierte Systeme erkennen können. Dagegen sind die FortiOS-Versionen 6.0.10, 6.2.4 und 6.4.1 abgesichert.

In welchem Umfang die Angriffe ablaufen und wer dahintersteckt, ist derzeit unklar. Sicherheitsforscher von Shadowserver zeigen auf, dass derzeit noch mehr als 10.000 ungepatchte Instanzen über das Internet erreichbar sind.

Sicherheitsforscher von Greynoise haben in einem Beitrag Attacken auf Adobe ColdFusion dokumentiert. Dabei setzen die Angreifer an verschiedenen Lücken an, die größtenteils aus 2023 stammen. Im schlimmsten Fall führen Angreifer ohne vorherige Authentifizierung Schadcode aus der Ferne aus.

In dem Beitrag finden Admins konkrete Hinweise wie IP-Adressen, an denen sie attackierte Instanzen erkennen können. Admins sollten sicherstellen, dass ColdFusion auf dem aktuellen Stand ist. Der Großteil der attackierten Systeme findet sich in den USA. In Deutschland haben die Sicherheitsforscher eigenen Angaben zufolge 100 Attacken dokumentiert.

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(des)



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Freitag: X-Geldstrafe wegen Leistungsschutzrecht, Erbgut von Leonardo da Vinci


X muss der Presseagentur AFP 170.000 Euro zahlen, weil es gerichtlich geforderte Daten nicht liefert. AFP wollte das ehemalige Twitter gerichtlich zur Einhaltung des Leistungsschutzrechts zwingen, weil X Verhandlungen verweigert. In einem weiteren Verfahren zweier französischer Tageszeitungen drohen 60.000 Euro täglich, wenn X keine Daten offenlegt. Derweil haben Wissenschaftler auf einer Leonardo da Vinci zugeschriebenen Zeichnung männliches Erbgut gefunden, aber auch von Bakterien, Pflanzen, Pilzen und Viren. Sie verknüpfen es mit anderen Dokumenten, etwa Briefe und andere Dokumente von Verwandten da Vincis, um herauszufinden, ob es sich tatsächlich um Erbgut des Künstlers handelt. Neu sind hingegen die Smart Bricks von Lego, die etwa Soundeffekte beim Bewegen eines in der Hand gehaltenen Raumschiffs erzeugen. Laut Kritikern könnten diese elektronischen Lego-Steine Kinderfantasien untergraben. Lego hält dagegen. Man will zwar nicht komplett digital werden, aber Smart Play ist die Zukunft – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Wegen Nichtbefolgung eines Gerichtsurteils muss der Mikroblogging-Dienst X in Frankreich 170.000 Euro an die Presseagentur Agence France-Press (AFP) zahlen. Denn entgegen früheren Gerichtsentscheidungen hat X Daten über die Nutzung von AFP-Inhalten nicht offengelegt. Hinzu kommen laut Entscheidung des Tribunal de Paris vom Donnerstag 60.000 Euro Verfahrenskosten. Hintergrund ist, dass die Betreiberfirma xAI versucht, das europäische Leistungsschutzrecht zu boykottieren. Nicht nur weigert sie sich, mit Verlagen zu verhandeln, sie ignoriert auch Gerichtsurteile. In einem zweiten Verfahren greift das Gericht schon strenger ein und droht bei Nichtbefolgung des Urteils ab 10. Februar mit 60.000 Euro Strafe pro Tag: Französische Geldstrafe für X wegen Boykott des Leistungsschutzrechts.

Auf der Suche nach dem Erbgut des Renaissance-Wissenschaftlers und -Künstlers Leonardo da Vinci meldet eine Forschergruppe einen möglichen Durchbruch: Auf einer da Vinci zugeschriebenen Kreidezeichnung haben sie männliches Erbgut gefunden. Gewissheit gibt es keine, aber schon die angewandten Methoden sind ein Meilenstein. Nach eigenen Angaben haben die Forscher der Kreidezeichnung, die als „Heiliges Kind“ bekannt ist und den Kopf eines Kleinkindes zeigt, mit forensischen Methoden Erbgut-Proben entnommen. Das hatten sie an weniger wertvollen Kunstwerken geübt. Demnach wurde Erbgut von Bakterien, Pflanzen, Pilzen, Viren und auch einem Mann gefunden. Besonders auf der Rückseite wurde Erbgut entdeckt: Auf den Spuren Leonardo da Vincis.

Nach Legos Vorstellung von Klemmbausteinen mit Elektronik und Sensoren zur Erzeugung von bewegungsabhängigen Licht- und Soundeffekten gab es gemischte Reaktionen. Experten monierten, die neuen Smart Bricks würden untergraben, was Lego für Kinder in einer zunehmend digitalen Welt auszeichnet. Smart-Play-Produkte könnten kindliche Fantasie unterdrücken, weil das Spielzeug die bislang selbst erdachten Effekte bereits erzeugt. Doch jetzt hält Lego dagegen. Zwar sei die Einführung von smarten Elementen in Lego-Sets ein großer Moment für das Unternehmen, auf den lange hingearbeitet wurde. Doch das bedeute nicht, dass Lego sein zentrales Kundenversprechen hinter sich lässt. Der Hersteller wolle weiterhin seine Kernkompetenzen pflegen, so Legos Reaktion auf die Kritik an Smart Bricks: Bleiben unserem Kernversprechen treu.

Das 13 Jahre alte DSL-Fritzbox-Topmodell 7490 bekommt ein weiteres FritzOS-Update. Die neue Version 7.62 bringt wie schon 7.60 von Anfang 2025 Verbesserungen, aber keine neuen Funktionen. Fritz nennt Anpassungen an den Telefoniedienst des Anbieters Deutsche Telekom und die Erhöhung von Stabilität und Sicherheit. Damit handelt es sich primär um ein Service-Update für Nutzer, denen das alte Fritzbox-Topmodell nach über einem Jahrzehnt weiterhin ausreicht. FritzOS 8 und nachfolgende Updates scheint der WLAN-Router nicht mehr zu erhalten. Das Update ist derweil ein willkommenes Zeichen, dass der Hersteller Fritz seine Update-Politik auch nach seiner Übernahme aus Luxemburg und der Namensänderung (früher AVM) beibehält: 13 Jahre alte Fritzbox 7490 bekommt noch ein FritzOS-Update.

Bei IT-Forensik geht es insbesondere um die digitale Spurensicherung nach Cyberangriffen und bei Verdachtsfällen im Unternehmen. Im c’t-Datenschutz-Podcast beschreibt eine leitende IT-Forensikerin ihre Arbeit als klassische Spurensuche, nur eben komplett digital. Ermittelt wird auf Laptops, Smartphones, Servern oder in ganzen IT-Landschaften. Ziel sei es, sauber zu rekonstruieren: Wer ist eingedrungen, welche Daten sind betroffen und wie groß ist der Schaden. Ihr Team identifiziert Spuren, sichert sie möglichst gerichtsfest und wertet sie neutral aus. Den größten Teil ihrer Einsätze machen Ransomware-Angriffe aus, aber auch der Datenschutz muss im Blick gehalten werden, erklärt sie in der Auslegungssache 150: Auf digitaler Spurensuche.

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Auch noch wichtig:


(fds)



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Lego reagiert auf Kritik an Smart Bricks: Bleiben unserem Kernversprechen treu


Nach Legos Vorstellung von Klemmbausteinen mit Elektronik und Sensoren zur Erzeugung von bewegungsabhängigen Licht- und Soundeffekten gab es gemischte Reaktionen. Experten monierten, die neuen Smart Bricks würden untergraben, was Lego für Kinder in einer zunehmend digitalen Welt auszeichnet. Doch jetzt hält Lego dagegen. Zwar sei die Einführung von smarten Elementen in Lego-Sets ein großer Moment für das Unternehmen, auf den lange hingearbeitet wurde. Doch das bedeute nicht, dass Lego sein zentrales Kundenversprechen hinter sich lässt.

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Auf der CES hatte Lego vor wenigen Tagen sein neues Smart-Play-System vorgestellt – laut Hersteller die „größte Innovation“ seit der Einführung der Minifiguren im Jahr 1978. Smart Bricks erkennen Bewegungen, Lage und Berührung und reagieren darauf mit Licht- und Soundeffekten. Weitere Komponenten wie Smartphone, Bildschirm oder eine App sind nicht nötig. Im März soll Lego Smart Play in Form von Star-Wars-Sets mit Licht und Sound auf den Markt kommen.

Die hochgradig miniaturisierte Technik von Lego Smart Play, die etwa Soundeffekte beim Bewegen eines in der Hand gehaltenen Raumschiffs erzeugt, hat aber auch Kritiker. So könnten die Smart Bricks laut Kinderschutz-Organisation Fairplay „untergraben, was einst an Legos großartig war“. Sound- oder andere Effekte seien nicht notwendig. „Wie jeder weiß, der schon einmal einem Kind beim Spielen mit klassischen Legosteinen zugesehen hat, bewegen sich die Lego-Kreationen von Kindern bereits durch die Kraft ihrer Fantasie und machen Geräusche“, erklärte Fairplay-Leiter Josh Golin gegenüber der BBC.

Andrew Manches, Professor für Kinder und Technologie an der Universität Edinburgh, stimmte zwar zu, dass der Reiz von Lego in der „Freiheit liegt, einfache Bausteine zu erschaffen, neu zu gestalten und anzupassen, um endlose Geschichten zu erzählen, die von der Fantasie der Kinder angetrieben werden“. Er begrüßte aber auch die Integration physischen und digitalen Spielens sowie die Art und Weise, wie die Lego-Sets auf die kindliche Nutzung der Smart-Play-Produkte reagieren.

Das betont auch Lego-Manager Federico Begher. „Dies ist eine Ergänzung, eine komplementäre Weiterentwicklung“, sagte er im Interview mit IGN. „Wir werden auch weiterhin unsere Kernkompetenzen pflegen, Innovationen vorantreiben und unser Kerngeschäft fortführen.“ Lego vergleicht es auch mit den Minifiguren. „Früher fing die Minifigur klein an, sie war nur in wenigen Produkten enthalten, und überall dort, wo Rollenspiele stattfanden, war es sinnvoll, die Minifigur einzusetzen“, erklärte Begher. „In diesem Sinne sehen wir das ähnlich: Wo immer sich die Möglichkeit für diese Art von dreidimensionalem Spiel bietet, werden wir sie wahrscheinlich nutzen. Das ist im Grunde unsere Denkweise.“

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Smart-Play-Trailer


(Quelle: Lego)

Das Smart-Play-System ist demnach ein zusätzliches Angebot. „Das heißt nicht, dass es etwas ersetzt“, fügte er hinzu. „Es ist eine zusätzliche Ebene, die dauerhaft integriert sein wird und an die wir glauben. Sie wird Teil unseres Spielsystems sein, genau wie der Baustein oder die Minifigur.“

Zu zukünftigen Smart-Play-Produkten wollte sich Begher nicht äußern, aber deutete an, dass die ersten drei Smart-Play-Sets aus dem Star-Wars-Programm nur die „Spitze des Eisbergs“ sind. „Es gibt noch viel mehr, was dieses Gerät leisten kann, und das wird sich mit der Zeit zeigen“, sagte Begher. „Wir mussten entscheiden, wie groß der Launch und der damit verbundene Sprung sein soll. Es muss ein fantastisches, neues und aufregendes Erlebnis werden, aber der Sprung darf nicht so groß sein, dass Verständnis und Aufklärung zur Hürde werden, richtig? Wir haben an der richtigen Balance und der entsprechenden Roadmap gearbeitet.“


(fds)



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Neu entdeckter Asteroid rotiert in Rekordgeschwindigkeit


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Vor gut einem halben Jahr ist das Vera C. Rubin Observatory in Betrieb genommen worden. Schon in den ersten Bildern haben Astronomen einen rekordverdächtigen Himmelskörper entdeckt: einen sehr schnell rotierenden Asteroiden.

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Der Asteroid, der die Bezeichnung 2025 MN45 bekommen hat, ist etwa 710 Meter groß. Er rotiert in 113 Sekunden, also weniger als zwei Minuten, um sich selbst – zur Erinnerung: Die Erde braucht dafür 24 Stunden. Damit ist 2025 MN45 der am schnellste rotierende Asteroid in der Klasse von Asteroiden, die größer sind als ein halber Kilometer, wie das Entdeckerteam um Sarah Greenstreet vom National Optical-Infrared Astronomy Research Laboratory (Noirlab) in der Fachzeitschrift The Astrophysical Journal Letters schreibt.

Asteroiden rotieren unterschiedlich schnell. Die jeweilige Rotationsgeschwindigkeit gibt Hinweise auf die Entstehung und auf ihre Geschichte. Eine hohe Rotationsgeschwindigkeit könnte die Folge einer Kollision mit einem anderen Asteroiden sein. Das bedeutet, der Asteroid könnte das Fragment eines ursprünglich größeren Objekts sein.

Zudem lässt sich von der Rotationsgeschwindigkeit auf die Zusammensetzung schließen: Ein schnell rotierender Asteroid muss über eine gewisse innere Festigkeit verfügen, sonst würde er zerfallen. Je schneller sich ein Asteroid dreht und je größer er ist, desto stabiler muss er also sein – wie 2025 MN45.

„Dieser Asteroid muss ganz klar aus einem Material mit einer sehr hohen Festigkeit bestehen, um bei seiner sehr schnellen Rotation in einem Stück zu bleiben“, sagte Greenstreet. „Wir haben errechnet, dass er eine Kohäsionsfestigkeit ähnlich der von festem Gestein braucht.“

Die meisten Asteroiden im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter seien Geröllhaufen-Asteroiden, also Zusammenschlüsse aus vielen kleineren Gesteinsbrocken, die durch die Schwerkraft zusammenhielten, erläutert die Forscherin. Diese rotieren eher langsam: Die Grenze liegt bei 2,2 Stunden, sonst droht der Zerfall.

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Neben 2025 MN45 hat das Team um Greenstreet über 70 weitere Asteroiden ausgemacht und deren Rotationsperioden bestimmt. Darunter sind 16 mit sehr kurzen Rotationsperioden, zwischen 13 Minuten und 2,2 Stunden, sowie drei ultraschnelle, die eine vollständige Umdrehung in weniger als fünf Minuten absolvieren. Alle 19 sind größer als 90 Meter.

Das Vera C. Rubin Observatory steht in Chile, auf dem Berg Cerro Pachón in einer Höhe von 2647 Metern. Es verfügt über einen 8,4 Meter großen Hauptspiegel und die weltweit größte Digitalkamera: Die ist so groß wie ein Kleinwagen, wiegt 2,8 Tonnen und hat eine Auflösung von 3200 Megapixeln. Das Teleskop kann mit hoher Geschwindigkeit große Bereiche des Nachthimmels in bislang unerreichter Auflösung erfassen und damit zeitliche Veränderungen sichtbar machen. Das soll es ermöglichen, kurzlebige Phänomene wie Sternenexplosionen zu beobachten. Daneben soll es nach Asteroiden suchen sowie Erkenntnisse über Dunkle Materie und Dunkle Energie liefern.

Bereits die im Juni veröffentlichten ersten Bilder, die in der ersten Betriebswoche entstanden, zeigten laut Forschern knapp 2000 neue Asteroiden aus sowie zahlreiche Himmelskörper, die ihre Helligkeit ändern. Die Bilder zeigen unter anderem den Trifidnebel und den Lagunennebel in der Milchstraße und eine gigantische Aufnahme mit rund 10 Millionen einzelnen Galaxien.


(wpl)



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