Connect with us

Künstliche Intelligenz

.med startet: Gesundheitsbranche erhält eigene Top-Level-Domain


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Am 2. September wird die seit Jahren wachsende Welt der Top-Level-Domains (TLD) um eine Facette reicher: Ab Dienstag ist die Domainendung .med allgemein verfügbar. Sie ist grundsätzlich für das Gesundheitswesen gedacht und soll es etwa medizinischen Fachkräften wie Ärzten, Kliniken, Forschungseinrichtungen, Pharma-Unternehmen und digitalen Gesundheitsanbietern ermöglichen, sich eine eigene, aussagekräftige Internetadresse zu sichern.

Verfechter des neuen Namensraums betonten, dass dieser mehr Vertrauen und Klarheit schaffen könnte: Von Selbstdiagnose-Apps über alternative Behandlungsmethoden bis hin zu „TikTok-Medizin“ nimmt die Zahl medizinisch wirkender Inhalte im Netz rasch zu. Oft ist für Nutzer nicht ersichtlich, wer hinter den Angeboten steht. Die Endung .med soll daher als sichtbares Zeichen für seriöse medizinische Inhalte dienen. Sie helfe Patienten und Partnern, heißt es, professionelle Anbieter sofort zu erkennen und sich von unseriösen Informationen zu unterscheiden.

Auch zu einer verbesserten Kommunikation im Gesundheitssystem soll die neue TLD beitragen: Eine klare digitale Identität sei besonders nützlich, argumentieren die Befürworter, da viele geeignete Domain-Namen mit Endungen wie .de oder .com bereits vergeben seien. Eine eigene .med-Domain könne nicht nur für Webseiten, sondern auch für professionelle E-Mail-Adressen genutzt werden. Damit lasse sich der Austausch innerhalb der Branche standardisieren.

Die Einführung von .med hat sich hingezogen. Als Hauptursache für die Verzögerungen gilt die sorgfältige Prüfung, die die zentrale Domainverwaltung ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) für „sensitive“ TLDs vorsieht. Der Begriff „med“ ist international stark mit dem Gesundheitswesen und der Medizin assoziiert. Es besteht daher die Sorge, dass eine freie, unregulierte Vergabe der Domain zu Missbrauch führen könnte. So gab es einen regelrechten „Kulturkampf“ darüber, ob ein solch sensibler Begriff als Handelsgut an jedermann verkauft werden darf. Und auch die Mittelmeeranrainer hätten ursprünglich gerne .med gehabt.

Als übergeordnete Verwalterin (Registry) machte die in Cleveland ansässige US-Firma Medistry das Rennen. Um die Domain an den Start zu bringen, musste sie ihre Geschäftsstrategie anpassen. Anfangs sollte die Vergabe über ein „Request for Proposal“-Verfahren erfolgen, was restriktiv gewesen wäre. Erst die Entscheidung, .med für einen breiteren Personenkreis zu öffnen, beschleunigte den Prozess. Die damit einhergehende Liberalisierung musste jedoch auch mit gewissen Schutzmaßnahmen kombiniert werden, um insbesondere Markenrechte abzusichern.

Prinzipiell steht .med nun für alle Interessenten offen. Hauptsächliche Zielgruppe bleiben aber Akteure des Gesundheitswesens. Die TLD ist bei einer Vielzahl von Registrierungsstellen weltweit erhältlich. Als Registrare fungieren etwa Variomedia, Domainregistry.de, INWX, GoDaddy oder Tucows. Medistry spricht von einer Premium-Domain, an der es großes Interesse gebe: Bis Mitte August habe es während der ersten 12 Wochen der Vorregistrierungsphase über 42.000 Anmeldungen gegeben. Große medizinische Organisationen und Marken wie Biogen, CVS, Stanford, Bayer, Mayo Clinic und Ozempic seien bereits am Start.

Christian Dallmayer, Chef des Starnberger Registrars united-domains, nennt als Preis für Neuregistrierungen gegenüber heise online 79 Euro fürs erste Jahr und 279 Euro für jedes weitere in der Verlängerung. Bis 11. September hätten Vorbesteller Zeit, ihre Domain verbindlich zu registrieren. Zum Vergleich: Die ähnliche TLD .healthcare wird dort mit 84 Euro pro Jahr angepriesen. Verfügbarkeit und Kosten bei anderen Anbietern variieren.


(mho)



Source link

Künstliche Intelligenz

Damit der Cloud-Zug nicht abfährt: MariaDB übernimmt SkySQL


MariaDB hat die Rückübernahme von SkySQL offiziell bekannt gegeben und will damit die eigene Cloud-Strategie stärken. SkySQL war 2010 erst von MariaDB gekauft und 2023 dann als eigenständiges Unternehmen ausgegründet worden. In den vergangenen 18 Monaten konzentrierte es die Weiterentwicklung in Richtung einer KI-gestützten, serverlosen Database-as-a-Service-Plattform.

Mit dieser Akquisition will MariaDB auf die wachsende Nachfrage nach solchen Datenbanklösungen reagieren, die Nutzer sowohl lokal als auch in der Cloud oder im hybriden Betrieb einsetzen können. Im Cloud-Angebot seiner Enterprise Platform will MariaDB die SkySQL-Technik integrieren und so als Teil seiner Datenbankdienste auf AWS, Azure und Google Cloud anbieten.

CEO Rohit de Souza betont, dass die Innovation im Bereich Serverless und KI durch die Übernahme deutlich beschleunigt werde. Das ist auch nötig, denn IDC und Gartner prognostizieren, dass Unternehmen in den nächsten Jahren ihre Datenbanken zunehmend in die Cloud verschieben werden – hier will MariaDB dank der Integration von SkySQL also nicht den Anschluss verlieren. Entsprechend wird das gesamte SkySQL-Team in MariaDB eingegliedert.

Aus der Ankündigung bei MariaDB gehen keine weiteren Details zur Übernahme hervor. Allerdings dürfte die Integration von SkySQL ein wichtiger Schritt sein, um gegenüber konkurrierenden Plattformen wie Oracles Cloud-Dienst MySQL Heatwave verloren gegangene Zeit aufzuholen.


(fo)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

OSINT-Tool: Mit theHarvester mehr Informationen zu einer Domain herausfinden


Mit einem einfachen Befehl in der Kommandozeile läuft das Open-Source-Tool theHarvester los und trägt fleißig alle öffentlichen Informationen zu einer Domain zusammen. Dazu befragt es über 40 unterschiedliche Suchmaschinen und diverse Scanner aus dem OSINT-Bereich („Open Source Intelligence“, zu Deutsch etwa „Informationen aus offenen Quellen“), um eine möglichst große Palette an Quellen abzudecken.

Bei unserer Testabfrage zu heise.de spuckte das Tool 1400 Subdomains, 300 IP-Nummern sowie Hunderte von URLs und E-Mail-Adressen aus – kein Eintrag doppelte sich.

Die Entwickler von theHarvester bieten unterschiedliche Möglichkeiten an, das Tool zu verwenden: Die wohl einfachste Option besteht darin, das Hacker-Linux Kali zu benutzen, das in einer virtuellen Maschine (VM) laufen kann. Es bringt von Haus aus dieses Tool und Hunderte weiterer nützlicher Werkzeuge mit. Aber man kann es auch via Docker oder pipx nutzen oder unter Zuhilfenahme des Python-Paketmanagers uv direkt aus einer lokalen Kopie der Quelltexte starten.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „OSINT-Tool: Mit theHarvester mehr Informationen zu einer Domain herausfinden“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Kakao Talk: Anklage fordert 15 Jahre Haft für Firmengründer und Tech-Milliardär


Die Anklage im Gerichtsverfahren gegen den Gründer des südkoreanischen Tech-Unternehmens Kakao hat zum Abschluss 15 Jahre Gefängnis für Kim Beom-su gefordert. Das berichtet die Korea Times und ruft dabei in Erinnerung, dass dem 59-Jährigen Aktienmanipulation im Zuge einer Übernahmeschlacht vorgeworfen wird. Wie die Nachrichtenagentur ausführt, hat ihm die Anklage vorgeworfen, dass er als Chef der Kakao-Gruppe der oberste Entscheidungsträger und „letztlicher Nutznießer der kriminellen Erlöse“ gewesen sei. Laut dem Bericht sieht das Gesetz in Südkorea eigentlich eine maximale Haftstrafe von 11 Jahren für die vorgeworfenen Taten vor, wenn die Manipulation aber einen besonders großen Einfluss auf die Aktienpreise gehabt habe, könne sie auf 15 Jahre erhöht werden.

Kim wurde vor einem Jahr verhaftet, das für den Haftbefehl zuständige Bezirksgericht hat demnach befürchtet, dass er fliehen oder mögliche Beweise vernichten könnte. Erst im Oktober kam er aus Gesundheitsgründen gegen Kaution frei. Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, gemeinsam mit seiner Unternehmensführung im Jahr davor im Zuge eines Bieterwettstreits die Aktienkurse des koreanischen Musiklabels SM Entertainment künstlich in die Höhe getrieben zu haben, um dessen Übernahme durch einen Konkurrenten zu verhindern. Einen Monat später, im März 2023, stieg die Kakao-Gruppe schließlich selbst als Hauptaktionär bei SM Entertainment ein.

Kim Beom-su gilt mit seinem 2010 gegründeten Internetimperium Kakao als einer der erfolgreichsten und wohlhabendsten Unternehmer des Landes. Seine Firmengruppe ist vor allem bekannt für den Messenger-Dienst KakaoTalk, den dort mit Abstand beliebtesten Instant-Messenger, der aber auch in vielen anderen Angeboten genutzt wird. Als der nach einem Brand in einem Rechenzentrum vor drei Jahren ausfiel, sorgte das landesweit für Chaos und sogar der Präsident forderte Konsequenzen. Nach seiner Festnahme hat sich Kim Beom-su laut der Korea Times aus der Führungsebene des Riesenkonzerns zurückgezogen, er hält aber weiterhin ein Viertel der Anteile und ist damit der größte Aktionär.


(mho)



Source link

Weiterlesen

Beliebt