Digital Business & Startups
Milliardär Marc Andreessen sagt, er betreibe „null“ Selbstreflexion
Michael Kovac/Getty Images for Vanity Fair
- Marc Andreessen, Mitbegründer von A16z, sagte kürzlich, er übe sich „so wenig wie möglich“ in Selbstreflexion.
- Im Internet tauchten daraufhin zahlreiche Memes auf, die seine Theorie infrage stellten, dass „die großen Männer der Geschichte nicht herumgesessen und solche Dinge getan haben“.
- Kritiker verwiesen auf historische Persönlichkeiten wie Marcus Aurelius, John D. Rockefeller und Warren Buffett.
Marc Andreessen gräbt nicht tief in sich selbst. Er ist sogar stolz darauf, gegen Selbstreflexion zu sein. Der Mitgründer der Wagniskapitalfirma Andreessen Horowitz sagte kürzlich in einem Interview, dass er nicht viel von Selbstreflexion halte. Tatsächlich erklärte er David Senra, dass er „null“ Selbstreflexion anstrebe – oder „so wenig wie möglich“. Er wolle vorwärtskommen, sagte er und zeichnete mit seiner Hand eine aufsteigende Kurve.
„Ich habe festgestellt, dass Menschen, die in der Vergangenheit verharren, in der Vergangenheit stecken bleiben“, sagte Andreessen. „Das ist ein echtes Problem. Es ist ein Problem bei der Arbeit und es ist ein Problem zu Hause.“ Andreessen sagte auch, dass die „großen Männer der Geschichte nicht herumgesessen und solche Dinge getan haben“.
Nachdem Senra den Clip online gestellt hatte, äußerten sich X-Nutzer in den Kommentaren – und machten Andreessens Worte schnell zum Meme.
Paul Graham, Mitbegründer von Y Combinator, antwortete mit der Frage: „Was?“
„Das stimmt nicht“, schrieb Graham. „Findest du nicht, dass beispielsweise Charles Darwin zu den großen Männern der Geschichte gehörte?“
SoFi-CTO Jeremy Rishel bezeichnete Andreessens Ansicht als „absurd falsch“ und führte Beispiele wie Marcus Aurelius und die Gründerväter der USA an. Seth Bannon, Gründungspartner von Fifty Years, verwies auf weitere Beispiele wie John D. Rockefeller und Warren Buffett.
Preston Attebery, Gründer von AppClub, verwies auf einen Moment, in dem Steve Jobs nachdenklich wirkte. Nachdem er aus Apple verdrängt worden war, erzählte Jobs Newsweek, dass er „viele lange Spaziergänge im Wald unternommen und nicht wirklich mit vielen Menschen gesprochen habe“.
„Sie sagen dir, du sollst die Selbstreflexion vergessen, während sie selbst in Podcasts Selbstreflexion betreiben“, schrieb Fahd Ananta, Produktmanager bei Opendoor.
Andere verteidigten Andreessen. Der Serienunternehmer Ryan Carson schrieb, er habe keine Geduld für Selbstreflexion, Tagebuchschreiben oder Therapie. Der Clip „hat mir das Gefühl gegeben, dass es nicht so schlimm ist“, schrieb er.
Podcast-Moderator Rob Wiblin schrieb, dass Andreessen eigentlich das Grübeln kritisierte, „was in den meisten Fällen wirklich schädlich ist“.
Elon Musk postete auf X: „Negative neuronale Bahnen durch Therapie oder Selbstreflexion zu verstärken, ist ein Rezept für Elend. Man sollte keine Spurrillen in die Straße fräsen.“
Wie so oft postete Andreessen trotz allem weiter. Er veröffentlichte mehrere Aussagen von „meinem Therapeuten Claude“ auf seinem X und empfahl ein Buch. Was für Peter Thiel der Antichristen sei, sei für Andreessen die Selbstreflexion, schrieb er. Introspektion sei eine Kombination aus Neurotizismus, Narzissmus und Daumenlutschen, schrieb der Risikokapitalgeber.
Als ein Interviewer Steve Jobs eine introspektive Frage stellte – wo er in der Geschichte der amerikanischen Erfinder einzuordnen sei –, antwortete Jobs: „So denke ich eigentlich nicht.“ Andreessen teilte den Clip mit einem einzigen Wort: „Nun.“
Währenddessen nutzte Andreessen mehrere Gelegenheiten, um sich über seine Kritiker lustig zu machen. „Viele von euch müssen offensichtlich mehr Selbstreflexion betreiben“, schrieb Andreessen.
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Auto-Abo-Startup Finn erreicht Unicorn-Status – Business Insider
Finn sammelt 140 Millionen Euro ein und erreicht damit eine Milliardenbewertung. Das Münchner Mobility-Startup zählt so offiziell zu den Unicorns aus Deutschland.
Insgesamt 140 Millionen Euro frisches Kapital für das Münchner Auto-Abo-Startup Finn: Das Unternehmen gibt den erfolgreichen Abschluss einer Series-D-Finanzierungsrunde bekannt. Damit knackt das Mobilitäts-Startup eine Unternehmensbewertung von über einer Milliarde Euro – und erreicht Unicorn-Status.
Das 2019 gegründete Startup Finn setzt auf ein Auto-Abo. Das funktioniert so: Kunden wählen ihr Fahrzeug online, zahlen eine monatliche Rate – und erhalten ein Paket, das Leistungen wie Zulassung, Versicherung, Wartung und Steuern bündelt. Ein Angebot, das auf hohe Nachfrage trifft. Und seither rasant wächst. Gründerszene hat mit Maximilian Wühr, seit 2023 CEO und Co-Founder von Finn, darüber gesprochen.
Rückenwind vom E-Auto-Boom
„Wir erleben einen grundlegenden Wandel in der Mobilitätsbranche: Flexibilität, digitale Nutzererlebnisse und einfacher Zugang gewinnen zunehmend an Bedeutung“, sagt Wühr. Von diesen Trends profitiere das Startup: „Die Welt bewegt sich von offline zu online. Viele Menschen wollen gleichzeitig immer mehr Access, aber auch weniger Ownership, es geht weniger um Eigentum oder Status-Symbole. Finn profitiert außerdem von dem großen Interesse an Elektrofahrzeugen.“ Das gebe Rückenwind, so Wühr.
Aber es gebe eben auch Herausforderungen, mit denen sich das Unternehmen auseinandersetzen muss und Lösungen bieten will: „Auf der anderen Seite merken wir, dass es Volatilität in Spritpreisen gibt, dass es eine geopolitische Volatilität gibt und dass die Menschen verunsichert sind.“
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100 Millionen Eigenkapital, 40 Millionen Fremdkapital und ein SevenVentures-Deal eingetütet
Die Runde sei überzeichnet, verrät Finn-CEO Wühr im Gespräch mit Gründerszene. Rund ein halbes Jahr haben die Verhandlungen eingenommen. Aber er sagt auch: „Es ist kein leichtes Fundraising-Environment. Es gibt derzeit viel Hype für AI und Defense. Als Startup mit Mobility-Schwerpunkt hat man es aktuell schwerer.“
Allein 100 Millionen Euro sammelte das Startup in dieser Runde an Eigenkapital ein. Angeführt wurde die Series-D-Finanzierungsrunde von Portage, einem Investor für Fintech- und Mobility-Unternehmen. Auch Bestandsinvestoren ziehen mit: UVC Partners, bereits seit den Anfängen an Bord, baut sein Engagement nach Unternehmensangaben deutlich aus. Zudem beteiligen sich Planet First Partners, Korelya Capital, White Star Capital, HV Capital und Picus Capital erneut.
Neben den 100 Millionen Euro Eigenkapital, steuern BC Partners Credit und Runway Growth Capital gemeinsam über 40 Millionen Euro Fremdkapital bei. Darüber hinaus beteiligt sich an der Finanzierungsrunde auch der ProSiebenSat.1-Investmentarm SevenVentures über einen Media-for-Equity-Deal.
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Starkes Wachstum seit Gründung
Das Unternehmen verwaltet derzeit mehr als 50.000 aktive Auto-Abos und erzielt einen jährlich wiederkehrenden Umsatz (ARR) von über 300 Millionen Euro. Der Unicorn-Status sei für das Startup ein Meilenstein und vor allem „eine schöne Anerkennung fürs Team“, betont Wühr. Der Erfolg sei das Resultat von „super viel harter und gemeinsamer Arbeit“.
Mit dem frischen Kapital wolle Finn weiter die eigene Strategie verfolgen: „Im Endeffekt machen wir weiter das, womit wir Erfolg haben – nur noch besser. Wir fokussieren uns auf Deutschland, auf Wachstum und auf Profitabilität. Wir nutzen das Geld quasi als Puffer für eine bessere Kapitalisierung.“
Konkret will Finn seine Fahrzeugflotte ausbauen, in die Technologieplattform und die operative Infrastruktur in Deutschland investieren und seine Expansion in Europa vorantreiben.
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7 spannende Startups aus Dresden, die alle kennen sollten
#StartupsToWatch
Die sächsische Landeshauptstadt Dresden hat viel zu bieten – auch in Sachen Startups! In der wunderschönen Elbmetropole sind uns zuletzt wieder einige aufstrebende und auch junge Startups aufgefallen – darunter Additive Drives, FMC und Smarobix.

Die wunderschöne Elbmetropole Dresden ist immer einen Besuch wert, auch wenn es um spannende Startups geht. Denn in den vergangenen Jahren ist in der Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen eine äußerst inspirierende Startup-Szene entstanden.
Dennoch steht Dresden weiter viel zu selten im Fokus der bundesweiten Startup-Szene. In den vergangenen Wochen und Monaten sind uns wieder einige aufstrebende und neue Startups aus Dresden aufgefallen, die wir hier noch einmal in den Mittelpunkt rücken.
7 spannende Startups aus Dresden
Additive Drives
Additive Drives, 2020 von Philipp Arnold Jakob Jung und Axel Helm gegründet, kümmert sich um die „Entwicklung neuer, effizienterer und leistungsfähigerer Elektromotoren“. Mehr über Additive Drives
Cancilico
Cancilico, 2023 von Markus Badstübner, Moritz Middeke, Sebastian Riechert und Jan Eckardt gegründet, hat sich vorgenommen, den Bereich der bildbasierten klinischen Diagnostik mittels Künstlicher Intelligenz zu revolutionieren. Mehr über Cancilico
Last Mile Semiconductor
Last Mile Semiconductor (LMS), 2022 von Christoph Gulich und Mario Orgis gegründet, entwickelt „energieeffiziente IoT-Hochsicherheits-Chips“. Mehr über Last Mile Semiconductor
FMC
FMC (The Ferroelectric Memory Company), 2016 von Ali Pourkeramati gegründet, entwickelt eine chipbasierte Speichertechnologie. Im Bezug auf energiehungrige KI-Rechenzentren kann die Technologie von FMC eine Entlastung bei Kosten, CO2-Bilanz und regulatorischen Auflagen bedeuten. Mehr über FMC
diamics
Das BioTech diamics, von Johannes Paul und Markus Friedemann auf die Beine gestellt, setzt auf „autonome, chemofluidische Schaltungsplattformen für Point-of-Care-Tests (POCT)“. Damit möchte das Startup das Problem der teuren und begrenzt verfügbaren Labordiagnostik angehen, indem es „hochpräzise Diagnostik für jeden – jederzeit und überall“ ermöglicht.
Smarobix
Hinter Smarobix, von Ariel Podlubne, Johannes Mey, Sergio Pertuz, Franz Breu und Patrick Grosa an den Start gebracht, steckt eine „datengesteuerte Software für die Entwicklung leistungsstarker Robotersysteme“. „Our mission is to enable robotic engineers to improve the efficiency and real-time capabilities of their robot system“, ist auf der Website zu lesen.
Packwise
Packwise, 2017 von Gesche Weger, Felix Weger und René Bernhardt gegründet, ermöglicht Unternehmen der „Chemie- Pharma- und Lebensmittelbranche Transparenz entlang der Supply Chain zu gewinnen“. Mehr über Packwise
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): Shutterstock
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Die nächste Gründerelite: Das ist Elon Musks SpaceX-Mafia
Elon Musk gehörte zur legendären PayPal-Mafia – jenem Zirkel, aus dem einige der mächtigsten Figuren der Tech-Welt hervorgingen. Nun entsteht rund um ihn ein neues Netzwerk mit ähnlichem Mythos: die SpaceX-Mafia.
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