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Künstliche Intelligenz

MMS in Deutschland vor dem Aus


Der Versand von MMS ist aus der Mode gekommen. Vodafone Deutschland hat den MMS-Versand Anfang 2023 eingestellt. Jetzt setzen die Mitbewerber Deutsche Telekom, O2 und 1&1 den gleichen Schritt. Der Dienst läuft bei allen Dreien mit Ende Juni aus.

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Damit sparen sich die Netzbetreiber Lizenzgebühren, Betriebskosten und weiteren mit MMS verbundenen Aufwand wie Kundendienst und MMS-Tests neuer Endgeräte sowie beim Roaming. Die in Deutschland aufgerufenen Preise für MMS waren seit jeher hoch; gleichzeitig erlauben die deutschen Mobilfunker nur kleine Dateianhänge. Beides zusammen erklärt die bescheidene Nutzung der Multimedia Messaging Service.

Der Dienst ist rund 25 Jahre alt; die erste Erwähnung im Archiv heise onlines betrifft das auf der CeBIT 2001 vorgestelltes Ericsson-Handy T68 mit MMS-Unterstützung. Vodafone Deutschland nahm MMS im April 2002 in Betrieb, zunächst sogar gebührenfrei. Die Deutsche Telekom folgte Mitte des Jahres.

Heute verweisen die Mobilfunker auf RCS (Rich Communication Services) als MMS-Ersatz. Der Trend geht jedoch in Richtung unabhängiger Dienste wie das nicht-kommerzielle Signal oder Alternativen wie Threema, Whatsapp, oder Viber.

Im Vergleich zu MMS erlaubt RCS tatsächlich größere Dateianhänge und damit höher aufgelöste Bilder oder längere Tonaufnahmen, zudem kann es in vielen Fällen auch verschlüsselt genutzt werden. Allerdings ist RCS nach erfolgter Einrichtung nicht strikt an die SIM-Karte gebunden. Daher können neu eingehende RCS-Mitteilungen in bestehenden Chats selbst nach Einlegen der SIM-Karte in ein neues Endgerät noch an das alte Endgerät adressiert werden und damit nie ankommen oder in falsche Hände geraten.

Sofern man selbst keine RCS-Nachricht vom neuen Handy an den Kommunikationspartner sendet, kann es bis zu 30 Tage dauern, bis der RCS-Server den Wechsel des Endgeräts erkennt. Es soll helfen, vor Entnahme der SIM-Karte am alten Mobiltelefon RCS zu deaktivieren, und sich dann am neuen Gerät wieder für RCS anzumelden, falls gewünscht. Wer den Google Messenger benutzt und das alte Telefon nicht mehr (funktionstüchtig) hat, kann die RCS-Deregistrierung über eine Google-Webpage manuell anstoßen.

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Die schweizerischen Mobilfunk-Netzbetreiber haben den MMS-Versand bereits 2023 respektive 2024 beendet. Aus Österreich sind der Redaktion keine Abschaltpläne bekannt, wir haben bei den großen Anbietern nachgefragt. An SMS rüttelt niemand. Zwar geht auch dort die Nutzung zurück, allerdings von einem viel höheren Niveau.


(ds)



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Astronomie: Zwei Spiralarme der Milchstraße merklich weiter entfernt als gedacht


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Zwei der vier großen Spiralarme der Milchstraße sind merklich weiter von uns entfernt als bislang angenommen. Das hat eine neue Analyse von Daten der Weltraumteleskope XMM-Newton und Chandra ergeben, die jetzt vorgestellt wurde. Demnach befinden sich der sogenannte Äußere Arm sowie der Äußere Scutum-Centaurus-Arm (auch Scutum-Crux-Arm) bis zu zehn Prozent weiter von uns entfernt als gedacht. Damit müsse die gesamte Karte unserer Heimatgalaxie angepasst werden, schreibt die Europäische Weltraumagentur ESA. Gleichzeitig macht die deutliche Korrektur sichtbar, wie ungenau unser Wissen über unsere Galaxie noch immer ist.

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Darstellung der Korrektur

(Bild: ESA/Gaia/DPAC, Stefan Payne-Wardenaar, ESA/XMM-Newton and NASA/Chandra)

Dass wir über die genaue Gestalt unserer Milchstraße vergleichsweise wenig wissen, liegt an unserer Position inmitten der Galaxie, in der dicke Wolken aus kosmischem Staub viel vor unserem Blick verstecken. Geändert habe sich das mit dem Weltraumteleskop Gaia, schreibt die ESA. Erst damit hätten wir überhaupt bestätigen können, dass die Milchstraße vier Spiralarme hat und nicht nur zwei. Für ihre jetzt vorgestellte Analyse hat die Forschungsgruppe vermessen, wie Röntgenstrahlen von fernen Gammastrahlenausbrüchen an Staubwolken in der Milchstraße reflektiert wurden. Diese Wolken liegen demnach in den Spiralarmen, weshalb sie deren Distanz verraten. Bestätigt habe sich dabei die Distanz zum Perseus-Arm. Der Arm, in dem das Sonnensystem liegt, heißt Orion-Arm.

Die Messung bestätige, wie wertvoll auch alte ESA-Missionen für die Forschung noch immer sind, sagt der Projektwissenschaftler von XMM-Newton, Erik Kuulkers. Das Weltraumteleskop wurde 1999 gestartet. Gleichzeitig zeige die Analyse auch, was für die Zukunft noch zu erwarten sei. So soll in elf Jahren das bislang größte Röntgenteleskop NewAthena gestartet werden. Damit könnten solche Reflexionen in noch größerer Distanz vermessen und die Milchstraße umfangreicher kartiert werden. Die Vermessung der Distanzen zu den Spiralarmen wird in einem Artikel im Fachmagazin Astronomy & Astrophysics vorgestellt.


(mho)



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Künstliche Intelligenz

Post zum Freitag: KI-Überwachung in der Straßenbahn


Liebe Leserinnen und Leser,

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stellen Sie sich vor: Es ist Nacht. Sie fahren von einer ausgelassenen Feier mit der Bahn nach Hause. Ihr Abteil ist komplett leer. Völlige Ruhe. Sie lehnen sich zurück. Doch dann: An der dritten Haltestelle fliegt die Tür auf – und fünf pöbelnde Personen drängen herein. Und natürlich bewegen sie sich – wie der Zufall es so will – direkt in Ihre Richtung.

Aufatmen. Das ist gerade nicht in Wirklichkeit passiert. Aber es könnte. In Bremen wird deshalb bereits etwas dagegen getan: Ein modernes KI-System soll den Fahrgastraum „beobachten“ und bei aggressivem Verhalten automatisch in einer Leitstelle Alarm schlagen. Meine Kollegen Daniel Augustin und Daniel Ziegener waren vor Ort und haben nachgefragt, wie das funktioniert. Und auch wenn der Grundgedanke gut ist, stellt sich hier dennoch die Frage: Wie viel Überwachung ist eigentlich okay?

Beim nächsten Thema geht’s um das liebe Geld: Wero – die europäische, souveräne Antwort auf PayPal. Allerdings ist die Akzeptanz noch recht gering, und ausgerechnet für die technische Infrastruktur greift man teilweise auf Amazon Web Services zurück. Da beißt sich die Katze in den Schwanz. Markus Montz hat sich den aktuellen Stand von Wero genau angesehen, die Bezahlmethode im Onlinehandel ausprobiert und eingeordnet, was von den großen Ankündigungen wirklich schon im Alltag angekommen ist.

Weiter geht es mit Politik rund um die Photovoltaik-Anlage. Die Bundesregierung plant ja, ab 2027 die feste Einspeisevergütung für neue Kleinanlagen zu kippen. Das bedeutet, dass es teurer wird, überschüssig produzierten Strom ins Netz zu übertragen. Eine mögliche Lösung, die gerade diskutiert wird, ist die „Nulleinspeisung“. Das bedeutet, man konfiguriert die Solaranlage so, dass sie ausschließlich für den Eigenverbrauch produziert. Das klingt im ersten Moment nach verschenktem Potenzial, kann sich für bestimmte Haushalte aber lohnen. Sophia Zimmermann hat durchgerechnet, für wen dieses Konzept aufgeht und was man dabei beachten muss, denn für die Behörden ist man damit nicht ganz unsichtbar.

Und was kann man an einem sonnigen Tag optimal mit Strom betreiben? Den elektrischen Rasenmäher! Da gibt’s jetzt jede Menge Auswahl. Wir haben uns LiDAR-Mäher angeschaut, also Modelle mit „Laser-Augen“. Gerade in dicht bebauten Gebieten mit hohen Bäumen oder Mauern kommen die klassischen Satelliten-Bots nämlich schnell an ihre Grenzen. Die LiDAR-Schafe scannen hingegen ihre Umgebung direkt und können so auch in verwinkelten Gärten zuverlässig navigieren. Wir haben vier Modelle auf Herz und Nieren geprüft und zeigen, welche Technik für welchen Garten wirklich sinnvoll ist.

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Nun aber zurück zu den ganz kleinen, aber unendlich nervtötenden Problemen des Tech-Alltags. USB-C-Kabel. Und ja, sie nerven. Denn die Kabel sehen absolut identisch aus, sind aber völlig unterschiedlich: Manche laden quälend langsam das Smartphone, andere übertragen keine Daten auf den PC. Nur weil der Stecker passt, heißt das noch lange nicht, dass auch alle 24 Pins im Inneren korrekt verdrahtet sind oder der nötige Chip für hohe Ladeleistungen verbaut ist. Wie man die Unterschiede aber doch erkennen kann, erfahren Sie in unserem Artikel. Schauen Sie rein!


(mig)



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Test von KI im Auto: Gemini soll Umgebung und Verkehrsschilder erklären


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Google hat eine experimentelle Gemini-Funktion für Android Automotive demonstriert, mit der Gemini Fragen zur Umgebung außerhalb des Fahrzeugs beantworten kann. Hierfür greift die KI auf Befehl der Fahrerin oder des Fahrers temporär auf die Frontkamera des Fahrzeugs zu. Die neue Funktion hat Android-Ökosystem-Chef Sameer Samat im Rahmen der Google-Developer-Reihe „Release Notes“ mit Logan Kilpatrick, Produktleiter bei Google AI Studio, vorgeführt.

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Für die Funktion hat Google einen Volvo EX60, der im Januar dieses Jahres vorgestellt wurde und noch nicht ausgeliefert wird, angepasst. Das Fahrzeug basiert softwareseitig auf Android Automotive und hat als KI-Assistenz Gemini an Bord. Um die Funktion zu starten, sagt man lediglich „Hey Google, was siehst du um uns herum?“. Der Befehl aktiviert die Frontkamera des Fahrzeugs, Gemini analysiert die Umgebung und erklärt, was zu sehen ist. Samat betont im Hinblick auf den Datenschutz, dass Gemini keinen ständigen Zugriff auf die Kamera habe. „Erst wenn man es aufruft und eine Frage stellt, liefern die Kameras für einen bestimmten Zeitraum diese Bilder an Gemini“, so der Google-Manager. Nach Beantwortung der Frage werde der Zugriff wieder beendet.

Im Video zeigt Google, dass man Gemini auch während der Fahrt nach Informationen etwa zu Gebäuden am Straßenrand und Orten fragen kann. Bei der Fahrt durch Mountain View, wo Googles Hauptquartier ist, fragte Samat etwa danach, um was für eine Skulptur es sich handle und was für ein Gebäude sich dahinter befinde, das auf der rechten Seite zu sehen sei. Gemini nannte dann nach einer gewissen Denkpause nicht nur den Namen der Skulptur, sondern auch, woraus sie besteht und weitere Hintergründe. Ebenso auskunftsfreudig zeigte Gemini sich bei dem Gebäude.

Die Funktionsweise dürfte manchen bekannt vorkommen, denn sie ähnelt dem Kameramodus von Gemini Live auf Android-Smartphones. Anstatt das Smartphone auf die Umgebung zu richten, nutzt Gemini letztlich die Kamera des Autos als Augen. „Wir wollten herausfinden, was möglich wäre, wenn Gemini – mit deiner Erlaubnis – die Welt so sehen könnte, wie du sie beim Fahren erlebst“, erklärte Samat während der Demo.

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Google ist dabei nicht das erste Unternehmen, das die Außenkameras von Fahrzeugen mit KI kombiniert. So hatte BMW im Jahr 2019 sein Konzept BMW Natural Interaction präsentiert, mit dem sich Funktionen nicht nur per Gesten und Sprache im Fahrzeug steuern lassen, auch konkrete Fragen zu Dingen der Umwelt soll eine KI beantworten können. Bis heute hat der Konzern dies aber nicht in dieser Form umgesetzt. Ob Google seine experimentelle Funktion für Serienfahrzeuge anbieten wird, hat der Konzern noch nicht verraten.

Weiter sagte Samat, dass Google noch daran arbeite, den besten Weg zu finden, um diese Funktion in Fahrzeuge zu integrieren. Ferner prüfe der Konzern Möglichkeiten, wie sie sich im realen Straßenverkehr als nützlich erweisen könnte. Als Beispiel nannte er die Verwendung von Gemini, um während der Fahrt Verkehrsschilder in einer fremden Sprache zu übersetzen.

Einige KI-Funktionen für Android Automotive, die sich teilweise auch die Frontkamera zunutze machen sollen, hat Google im Zuge der I/O 2026 im Mai angekündigt. So könne Gemini künftig etwa Fragen beantworten, die speziell auf ein Fahrzeug zugeschnitten seien – beispielsweise die Identifizierung einer Kontrollleuchte auf dem Armaturenbrett oder, ob der Fernseher, den man abholen möchte, in den Kofferraum passe.

Ferner soll die immersive Navigation in Google Maps in kompatiblen Fahrzeugen mithilfe der Live-Spurführung präziser sein. Diese funktioniere vollständig im Fahrzeug und analysiere die Straße über die Frontkamera des Fahrzeugs. Die Live-Spurführung erkenne überdies, auf welcher Spur man sich befinde, und könne in Echtzeit Hinweise geben, wann man die Spur wechseln oder abfahren müsse. Diese Funktionen sollen im Laufe dieses Jahres freigegeben werden.

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(afl)



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