Künstliche Intelligenz
Münchner Robotik-Unternehmen Agile Robots zeigt seinen ersten humanoiden Roboter
Das Robotik-Unternehmen Agile Robots mit Hauptsitz in München hat mit dem Agile One seinen ersten humanoiden Roboter vorgestellt. Der Roboter ist dafür konzipiert, um in strukturierten industriellen Arbeitsumgebungen zusammen mit Menschen zu arbeiten. Die Produktion des Agile One soll bereits Anfang 2026 beginnen – in Deutschland.
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Der humanoide Roboter Agile One ist 174 cm groß, wiegt 69 kg und ist in der Lage, Gewichte bis zu 20 kg zu tragen. Seine Gehgeschwindigkeit gibt Agile Robots mit 2 m/s an. Das sind 7,2 km/h – liegt also in etwa auf dem Niveau eines zügig gehenden Menschen. Mehr technische Informationen zu dem Roboter verrät Agile Robots zunächst nicht. So ist unklar, welche Aktuatoren im Roboter eingebaut sind und wie lange er durchschnittlich pro Tag mit einer Batteriefüllung im Einsatz sein kann.
Festzustehen scheint, dass der humanoide Agile One mit Händen mit fünf beweglichen Fingern ausgestattet ist, wie verschiedene Videos zeigen. Integriert sind Fingerspitzensensoren und Kraft-Drehmoment-Sensoren in den Gelenken, sodass die Maschine je nach Aufgabe feinfühlig oder kraftvoll zupacken kann. In Videos ist etwa zu sehen, dass sie damit kleine Gegenstände wie Schrauben greifen kann. Ob der Agile One damit in der Lage ist, auch filigranere Montagearbeiten in der Industrie durchzuführen, muss sich noch zeigen. Agile Robots spricht in einer Mitteilung aber davon, dass der Roboter für „präzise Manipulationsaufgaben“ geeignet sei. Ferner soll er hauptsächlich Transport- und Pick-and-Place-Aufgaben übernehmen sowie Maschinen und Werkzeuge nutzen können, erklärt Agile Robots.
Kollaborativer Roboter für die Industrie
Ein Schwerpunkt des Agile One liegt auf der Zusammenarbeit mit Menschen. Dazu hat Agile Robots ihn mit diversen Näherungssensoren ausgestattet, die einen sicheren Betrieb des Roboters in Menschennähe ermöglichen sollen. Das Design des Agile One bezeichnet das Unternehmen selbst als „klar und farbenfroh“, seine Augen als „reaktionsfreudig“, sodass er nicht so leblos wirkt wie andere humanoide Roboter. Menschen sollen mit ihm per Sprache und über ein Info-Display kommunizieren können.
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Das Werbevideo zeigt den humanoiden Roboter Agile One.
Die Künstliche Intelligenz (KI) des Roboters wurde mit einem der größten industriellen Datensätze Europas und mit menschlich erfassten Daten trainiert. Der Roboter soll sich durch weiteres anwendungsspezifisches Training auf neue Aufgaben in der Industrie anpassen lassen. Agile Robots realisiert die humanoide Intelligenz über eine mehrschichtige KI-Architektur. Jede dieser Schichten ist auf eine spezifische Ebene von Kognition und Steuerung spezialisiert. Das können etwa strategisches Denken, Aufgabenplanung, schnelle Reaktionsfähigkeit und feinmotorische Präzision sein. Dadurch soll der Roboter an viele verschiedene Aufgaben anpassbar sein.
Das Training des KI-Modells des Agile One erfolgt laut Agile Robots in der Industrial AI Cloud der Deutschen Telekom und von Nvidia. Die Industrial AI Cloud basiert auf rund 10.000 Nvidia-GPUs und wird neben dem KI-Training auch dafür genutzt, um etwa neue Daten für Simulationen zu generieren. Agile Robots betont, dass sich die Rechenzentren der Cloud in Deutschland befinden und europäischen Datenschutzstandards entsprechen.
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Das 2018 vom heutigen CEO Zhaopeng Chen und Mitarbeitern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gegründete Unternehmen Agile Robots beabsichtigt, den Agile One bereits ab Anfang 2026 in einem eigenen Werk in Bayern zu produzieren. In welchen Stückzahlen das erfolgen wird, teilte das Unternehmen nicht mit.
(olb)
Künstliche Intelligenz
Obsidian-Rollenspiel: „Avowed“ kommt auf die Playstation
„Avowed“ kommt auf die Playstation: Am 17. Februar bringen Microsoft und Entwickler Obsidian das Rollenspiel auf die Playstation 5, wie sie in einem Video ankündigten. „Avowed“ war bislang eine der letzten Xbox-Eigenproduktionen der jüngeren Vergangenheit, die noch nicht auf der Sony-Konsole verfügbar sind.
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Zusammen mit dem Playstation-5-Port bekommt „Avowed“ zum Stichtag einige neue Features, die auch in die PC- und Xbox-Version integriert werden. Dazu zählen ein „New Game+“-Spielmodus sowie mehrere neue spielbare Rassen, darunter Zwerge. Auch ein Fotomodus wird eingeführt.
Playstation-Port ein Jahr nach Release
„Avowed“ erschien vor knapp einem Jahr zu ordentlichen Kritiken. Es ist das erste Spiel in Obisidians „Pillars of Eternity“-Universum, das nicht aus der klassischen Top-Down-Perspektive gespielt wird. Gelungen sind unter anderem das Kampfsystem und mit Abstrichen das Open-World-Design, die Präsentation der Story und die Dialoge wurden dagegen häufig kritisiert. 76 Prozent der Steam-Spieler empfehlen den Titel.
Anfang 2024 begann Microsoft damit, viele seiner Eigenproduktionen auf der Playstation zu veröffentlichen – zuvor war das jahrelang ein Tabu. Das ist Teil eines Strategiewechsels: Microsoft sieht seine Xbox-Sparte weniger als Treiber für Konsolenverkäufe und will stattdessen mehr Spiele verkaufen.
Zuerst kamen „Sea of Thieves“, „Hi-Fi Rush“, „Pentiment“ und „Grounded“ auf die Playstation, später folgte unter anderem das Open-World-Rennspiel „Forza Horizon 5“. Das Remaster von „Gears of War“ wurde direkt zum Release auf der Sony-Konsole veröffentlicht. Jüngst folgte der „Microsoft Flight Simulator 2024“. Nach dem Release von „Avowed“ auf der Playstation fehlt vor allem noch ein großes Spiel aus den vergangenen Jahren auf der Sony-Konsole: Das Bethesda-Rollenspiel „Starfield“ wurde noch nicht portiert.
(dahe)
Künstliche Intelligenz
Mein Scrum ist kaputt #143: Das große Icebreaker-Schrottwichteln
Der Einstieg in eine Retrospektive oder auch in einen Workshop gelingt einfacher, wenn man die Aufmerksamkeit aller Teilnehmenden mit einem geeigneten Icebreaker gewinnt. Ideen und Anregungen dafür lassen sich in Online-Archiven, irgendwelchen Online-Blogs und -Artikeln finden, oder man fragt vielleicht ChatGPT, Gemini und andere KI-Assistenten.
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Doch was taugen Icebreaker aus solchen Quellen? Dieser Frage gehen Sebastian Bauer, Ina Einemann und Dominik Ehrenberg in ihrem agilen Podcast nach und begutachten eine Reihe von Vorschlägen.
Hinweis: Die ersten beiden Icebreaker beinhalten für manche Leute möglicherweise unangenehme Geräusche. Wer diese vermeiden möchte, sollte direkt zum Kapitel „Kühlschrankbeichte“ (ca. bei Minute 17) springen.
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Künstliche Intelligenz
Heizungstausch ohne Investition: Wann sich Wärme-Contracting lohnt
So wie es Software als Service gibt, verkaufen darauf spezialisierte Firmen auch Wärme als Service. Das technische Drumherum wie Wärmeerzeuger, Verrohrung, Wartung und Ersatz packen die Anbieter komplett in einen monatlichen Zahlbetrag plus einen verbrauchsabhängigen Arbeitspreis. Bei diesem sogenannten „Wärme-Contracting“ trägt der Anbieter die Investition und deren funktionale Risiken (nicht jedoch Effizienzrisiken). Er lässt sich diesen Service allerdings entsprechend bezahlen.
Fernwärme funktioniert etwa in weiten Teilen auf diese Weise, auch wenn Hausbesitzer die Übergabestation oft noch separat kaufen müssen. Entsprechend teurer ist Fernwärme im Vergleich dazu, Investition und Risiken einer eigenen Heizung selbst zu tragen. Das gilt analog für Wärme-Contracting. Ein anderer Aspekt dieser Vertragsart wird von manchen Vermietern genutzt: Sie können selbst eine bestehende alte Heizung vom Contracting-Anbieter betreiben lassen. Die Kosten werden dabei komplett auf die Mieter umgelegt.
- Wärme-Contracting ist im Prinzip Warme-Wohnung-as-a-Service.
- Das ist komfortabel, kostet aber mehr als Alternativen.
- In der Miete gibt es besondere Vorgaben.
- Manche Vermieter gehen halbseidene Wege, die man gründlich auf Legalität prüfen sollte.
Dieser Artikel beschreibt Wärme-Contracting in beispielhaften Berechnungen und beleuchtet die wichtigsten rechtlichen Aspekte dieser Geschäfte in der Vermietung.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Heizungstausch ohne Investition: Wann sich Wärme-Contracting lohnt“.
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