Künstliche Intelligenz
Nach langem Warten: AMD bringt FSR 4.1 für ältere Grafikkarten
AMD portiert seinen aktuellen KI-Upscaler doch noch auf ältere Grafikkarten und integrierte Grafikeinheiten. FidelityFX Super Resolution (FSR) 4.1 kommt im Juli 2026 für GPUs mit RDNA3-Architektur, also für alle Radeon-Grafikkarten der Serie RX 7000 und für Mobilprozessoren ab der Ryzen-7000-Generation.
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Anfang 2027 folgen Treiber, die den KI-Upscaler auf RDNA2-GPUs bringen. Auf diesem Stand befinden sich die Radeon RX 6000 und Ryzen 6000. Außerdem profitiert Valves Gaming-Hardware: Der Kombiprozessor im Handheld-PC Steam Deck hat noch eine RDNA2-GPU und der kommende Wohnzimmer-PC Steam Machine eine RDNA3-Variante. AMDs Ankündigung erfolgte unter anderem über Youtube.
Wie Nvidias Deep Learning Super Sampling (DLSS) führt auch FSR 4 erstmals ein KI-Modell ein, das die Auflösung hochskaliert. Nutzer können ein Spiel etwa in 1080p oder 1440p rendern lassen und dann auf 4K hochrechnen lassen, um Leistung gegenüber nativer 4K-Auflösung zu sparen. Das erhöht die Bildrate, was insbesondere Mobil-GPUs zugutekommt.
FSR 3 und älter kamen noch ohne KI aus. AMD setzte dort primär auf die Verrechnung mehrerer Frames, um die Bildinhalte hochzuskalieren (Temporal Upscaling).
Formatwechsel auf INT8
Bislang waren FSR-4-Versionen RX-9000-Grafikkarten mit RDNA4-Architektur vorbehalten. Erst diese kann mit dem Gleitkomma-Datentyp FP8 (Floating Point 8 Bit) umgehen, den AMD ursprünglich für seine generative KI eingesetzt hat.
Für die Portierung auf ältere GPUs wechselt AMD auf das Integerformat INT8 mit ganzzahligen 8-Bit-Werten. RDNA1-Grafikkarten der RX-5000-Serie sind außen vor; sie unterstützen keinen geeigneten Datentyp.
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Schon vergangenes Jahr veröffentlichte AMD über Github versehentlich ein Repository, das eine INT8-Version enthielt. Spieler haben damit bereits lauffähige Versionen für RDNA3- und später RDNA2-GPUs kompiliert. Sonys aktueller PS5-Ableger PlayStation Spectral Super Resolution (PSSR) entspricht ebenfalls einer FSR-4.1-Umsetzung mit INT8.
(mma)
Künstliche Intelligenz
Software Testing: Positives Führen – Was dahinter steckt und was nicht
Positives Führen hat nichts mit Ponyhof zu tun – das ist einer der ersten Sätze, die Christian Thiele im Gespräch mit Richard Seidl sagt, und bringt damit das Thema direkt auf den Punkt. Die beiden sprechen darüber, was hinter dem PERMA-Modell steckt: fünf konkrete Stellschrauben, mit denen Führung im Alltag greifbar wird, von positiven Emotionen über psychologische Sicherheit bis hin zum bewussten Feiern von Erfolgen. Es kommt auch zur Sprache, warum Leadership keine Frage der Rolle ist und was passiert, wenn man den besten Entwickler zum Projektleiter macht, nur weil Karriere bisher immer über Führung lief.
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Richard Seidl ist Berater, Speaker und Podcast-Host. Für ihn ist klar: Wer heute exzellente Software kreieren möchte, denkt den Entwicklungsprozess ganzheitlich: Menschen, Kontext, Methoden und Tools. Er hat seine Erfahrungen in acht Fachbüchern veröffentlicht, betreibt erfolgreich zwei Community-Podcasts und ist Beirat der heise-Konferenz betterCode() Testing.
„Niemand weiß so richtig, wer eigentlich wirklich wem was zu sagen hat und welche Konsequenzen das hat.“ – Christian Thiele
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Christian Thiele ist Experte für Positive Leadership und unterstützt Führungskräfte, Teams und Organisationen mit Coachings, Trainings, Vorträgen, Teamentwicklungen und Konfliktklärungen. Zunehmend ist er auch im Hochschulkontext tätig, unter anderem als Standortleiter München-Ismaning im Studiengang „Positive Psychologie und Coaching“ an der Deutschen Hochschule für Sport und Gesundheit. Mit Haltung und Methoden der Positiven Psychologie möchte er dazu beitragen, dass Einzelne und Gruppen mehr Erfolg, mehr Kreativität, mehr Sinnhaftigkeit und mehr Freude in der Arbeit erleben. Gleichzeitig unterstützt er Menschen und Organisationen dabei, weniger Frust zu erleben, Stress besser zu bewältigen und leichter vom Krach zur Kooperation zu kommen.
Softwarequalität im Gespräch
Dieses Format fokussiert sich auf Softwarequalität: Ob Testautomatisierung, Qualität in agilen Projekten, Testdaten oder Testteams – Richard Seidl und seine Gäste betrachten die Dinge, die die Qualität in der Softwareentwicklung steigern.
Die aktuelle Episode ist auch auf Richard Seidls Blog verfügbar.
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(mai)
Künstliche Intelligenz
Tidal: KI-Musik bleibt erlaubt, verdient aber kein Geld mehr
Vollständig KI-generierte Musik erzielt auf dem Streamingdienst Tidal keine Einnahmen mehr, geht aus einer neuen Richtlinie des Unternehmens hervor. Solche Titel sind von Tantiemen ebenso ausgeschlossen wie von Direktverkäufen an Fans, heißt es in der am Montag veröffentlichten Richtlinie.
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Verboten wird KI-Musik damit auf der Musikstreaming-Plattform nicht. Tidal akzeptiert sie laut der veröffentlichten Richtlinie weiterhin. Vollständig per KI erzeugte Stücke bekommen ein sichtbares KI-Symbol. Das Kennzeichen erscheint ab Mitte Juli und soll später auch auf überwiegend KI-generierte Musik ausgeweitet werden.
Härter gegen Betrug
Ab Mitte Juli blockiert oder entfernt Tidal allerdings KI-Musik, die mit betrügerischer Aktivität in Verbindung steht. Dazu zählt das Unternehmen Titel, die Hörer täuschen, echte Künstler und ihr Publikum „beeinträchtigen“ oder über Massen-Uploads und sonderbare Streaming-Muster auffallen. Auch Stücke, die Stimme oder Namen existierender Künstler imitieren, will Tidal mit automatisierten Werkzeugen aufspüren und löschen.
Die Verantwortung will Tidal nicht allein tragen. Künftig sollen Vertriebspartner KI-Inhalte bereits kennzeichnen, bevor diese den Dienst erreichen. Tony Gervino, Executive Vice President und Chefredakteur von Tidal, begründet den Schritt in einer separaten Mitteilung: „Egal, was man anderswo liest: Die Übernahme der Musikindustrie durch KI ist nicht unvermeidlich, wenn wir jetzt noch entschiedener handeln, um sie zu überwachen und zu kontrollieren.“
44 Prozent sind KI
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Wie verbreitet KI-Musik inzwischen ist, zeigen etwa Zahlen von Deezer. Täglich erreichen den französischen Dienst knapp 75.000 KI-generierte Tracks, das sind rund 44 Prozent der neu hochgeladenen Musik. Auf Deezer entfallen derweil nur 1 bis 3 Prozent der Streams auf KI-Musik, weil der Dienst erkannte Titel aus seinen Empfehlungen ausschließt. Laut Deezer werden zudem rund 85 Prozent dieser KI-Streams als betrügerisch erkannt und demonetarisiert. Deezer bietet ein kostenloses Tool, das Playlists auf KI-generierte Musik prüft.
Spotify nennt keine vergleichbaren Upload-Zahlen, hat aber einen Spam-Filter eingeführt und kennzeichnet die Authentizität von Künstlern. Im vergangenen September gab Spotify an, 75 Millionen Spam-Tracks entfernt zu haben. Bandcamp untersagte KI-Musik im Januar komplett, Apple Music führte im März Transparenz-Tags ein.
(dahe)
Künstliche Intelligenz
Playstation 6: Sony will Konsolen nicht mit erheblichen Verlusten verkaufen
Sony will seine Spielkonsolen grundsätzlich nicht mit erheblichen Verlusten verkaufen, geht aus einer Fragerunde mit Investoren zur Playstation-Sparte hervor. Es sei nicht realistisch, alle gestiegenen Komponentenkosten aufzufangen. Die Playstation 6 könnte zu ihrem kolportierten Marktstart 2027 oder 2028 also deutlich teurer werden als bisherige Sony-Konsolen.
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Die Aussagen fielen am 5. Juni bei einem Investorentreffen zur Sparte Game & Network Services. Das Protokoll der Fragerunde hat Sony inzwischen veröffentlicht. Ein Teilnehmer hatte darin ausdrücklich nach der Preisstrategie für die nächste Plattform gefragt.
Markt unter Beobachtung
Bislang liefen die Verkäufe der Playstation 5 wie geplant, einen Nachfrageeinbruch durch die angehobenen Preise für die Spielkonsole sieht Sony nicht. Die Playstation 5 wurde seit ihrem Release im Herbst 2020 dreimal verteuert. „Grundsätzlich beabsichtigen wir nicht, Hardware mit erheblichen Verlusten zu verkaufen“, heißt es in dem Protokoll.
Das Konsolengeschäft lebt üblicherweise eher von Softwareeinnahmen: Hersteller verkaufen ihre Hardware oft unter den Herstellungskosten und verdienen erst über Spiele, Abodienste und Gebühren in ihren Stores. Angesichts massiv gestiegener Preise für Komponenten erreichen Hardwarehersteller aber eine Schmerzensgrenze. Die Steam Machine kostet mindestens 1040 Euro, weil das Unternehmen die Hardware anders als Sony und Microsoft nicht subventioniert und die Produktionskosten direkt an die Käufer weitergibt.
Playstation und Xbox sind in dieser Generation bereits mehrfach teurer geworden. Sony hob die Preise aller PS5-Modelle zuletzt Anfang April an, in Deutschland kostet die Standardversion seither 650 Euro und die Digital Edition 600 Euro. Microsoft wiederum verteuert seine Xbox-Konsolen zum 1. August weltweit, die Series S beginnt dann bei 500 US-Dollar und die Series X bei 750 US-Dollar. Mehrere Beobachter gehen laut Videogameschronicle davon aus, dass die in den nächsten Jahren erwartete Konsolengeneration zu Preisen jenseits der 1000 US-Dollar auf den Markt kommen könnte.
Einen Preis oder einen Termin für die Playstation-6-Generation nannte Sony nicht. Microsoft hat derweil schon erste Details zu Project Helix angekündigt.
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