Künstliche Intelligenz
CarPlay: Verbesserungen bei bekannten Apps – und einige Neuheiten
In den vergangenen Wochen haben Entwickler von iOS-Apps im Hinblick auf die CarPlay-Unterstützung nachgelegt. Bekannte iPhone-Anwendungen wurden für die Fahrzeugintegration verbessert, andere kamen erstmals ins Apple-fähige Auto. Ein Überblick, was sich lohnt und was neu ist.
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Chatbots und mehr
Siri samt Apple Intelligence sind bekannt dafür, technisch immer noch deutlich schwächer zu sein als das, was die großen KI-Firmen bieten. Apple will das mit iOS 27 zwar ändern, doch bis dahin lohnt ein Blick auf die Konkurrenz. Da seit iOS 26.4 Chatbots im Auto nun offiziell per Audioschnittstelle angesprochen werden dürfen, wurde die Situation bei CarPlay deutlich aufgewertet. Mittlerweile steht etwa die offizielle ChatGPT-App auch im Auto zur Verfügung. Damit kann man sowohl auf vorhergehende Chats zugreifen als auch auf „Projekte“, wie OpenAI größere Gesprächseinheiten mit der KI nennt. Die sehr simpel aufgebaute CarPlay-App erlaubt auf Knopfdruck einen neuen Sprachchat, eingestellt wird das meiste jedoch auf dem iPhone.
Ebenfalls für CarPlay verfügbar gemacht wurden zeitnah der Suchagent Perplexity sowie Grok von xAI. Auch hier hat man es mit eher einfachen Anwendungen zu tun, die vor allem schnell zum Sprachchat leiten. Das liegt nicht so sehr an den KI-Firmen selbst, als an Apple, das genaue Vorgaben macht, wie solche Chatbot-Anwendungen umzusetzen sind, damit User während der Fahrt nicht abgelenkt werden. Derzeit fehlen leider sowohl Claude von Anthropic, zu dem es im Hinblick auf CarPlay keine offizielle Ankündigung gibt, als auch Google Gemini. Letzteres soll aber recht bald in Form einer Google-Maps-Integration ins Auto kommen, was eine kluge Platzierung wäre, denn der Kartendienst ist neben Apple Maps die wohl meistgenutzte CarPlay-Anwendung.
Kommunikation im Auto
Zweite wichtige CarPlay-Kategorie, die in den letzten Wochen einige Verbesserungen verpasst bekam, ist das Thema Kommunikation. Nachdem es Microsofts Teams schon lange auch im Fahrzeug gibt, legte nun Google mit Meet nachher. Die App erlaubt unter anderem den Zugriff auf den Kalender, um sich schnell in Treffen zuschalten zu können. Wie bei Teams sind reine Sprachchats möglich, man sieht seine Mitstreiter also auch in Videokonferenzen nicht. Technisch wäre das sicherlich möglich, doch Apple verbietet es aus Verkehrssicherheitsgründen.
Schließlich hat Meta mit WhatsApp experimentiert und seiner CarPlay-App eine verbesserte Oberfläche verpasst. Statt (fast) nur via Siri nutzbar zu sein, kann man nun unter anderem auf die letzten Chats, Anrufe oder Gruppengespräche zugreifen. Ein neuer Bereich listet zudem Favoriten. All das macht die kostenlose Anwendung im Fahrzeug deutlich nutzbarer.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Playstation 6: Sony will Konsolen nicht mit erheblichen Verlusten verkaufen
Sony will seine Spielkonsolen grundsätzlich nicht mit erheblichen Verlusten verkaufen, geht aus einer Fragerunde mit Investoren zur Playstation-Sparte hervor. Es sei nicht realistisch, alle gestiegenen Komponentenkosten aufzufangen. Die Playstation 6 könnte zu ihrem kolportierten Marktstart 2027 oder 2028 also deutlich teurer werden als bisherige Sony-Konsolen.
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Die Aussagen fielen am 5. Juni bei einem Investorentreffen zur Sparte Game & Network Services. Das Protokoll der Fragerunde hat Sony inzwischen veröffentlicht. Ein Teilnehmer hatte darin ausdrücklich nach der Preisstrategie für die nächste Plattform gefragt.
Markt unter Beobachtung
Bislang liefen die Verkäufe der Playstation 5 wie geplant, einen Nachfrageeinbruch durch die angehobenen Preise für die Spielkonsole sieht Sony nicht. Die Playstation 5 wurde seit ihrem Release im Herbst 2020 dreimal verteuert. „Grundsätzlich beabsichtigen wir nicht, Hardware mit erheblichen Verlusten zu verkaufen“, heißt es in dem Protokoll.
Das Konsolengeschäft lebt üblicherweise eher von Softwareeinnahmen: Hersteller verkaufen ihre Hardware oft unter den Herstellungskosten und verdienen erst über Spiele, Abodienste und Gebühren in ihren Stores. Angesichts massiv gestiegener Preise für Komponenten erreichen Hardwarehersteller aber eine Schmerzensgrenze. Die Steam Machine kostet mindestens 1040 Euro, weil das Unternehmen die Hardware anders als Sony und Microsoft nicht subventioniert und die Produktionskosten direkt an die Käufer weitergibt.
Playstation und Xbox sind in dieser Generation bereits mehrfach teurer geworden. Sony hob die Preise aller PS5-Modelle zuletzt Anfang April an, in Deutschland kostet die Standardversion seither 650 Euro und die Digital Edition 600 Euro. Microsoft wiederum verteuert seine Xbox-Konsolen zum 1. August weltweit, die Series S beginnt dann bei 500 US-Dollar und die Series X bei 750 US-Dollar. Mehrere Beobachter gehen laut Videogameschronicle davon aus, dass die in den nächsten Jahren erwartete Konsolengeneration zu Preisen jenseits der 1000 US-Dollar auf den Markt kommen könnte.
Einen Preis oder einen Termin für die Playstation-6-Generation nannte Sony nicht. Microsoft hat derweil schon erste Details zu Project Helix angekündigt.
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(dahe)
Künstliche Intelligenz
Chips übertrumpfen Autos: Mexiko profitiert vom KI-Boom
Mexiko profitiert vom KI-Boom in den Vereinigten Staaten. Seine begehrten KI-Chips lässt Nvidia zwar größtenteils vom Auftragsfertiger TSMC in Taiwan produzieren; die Serverschränke für die Rechenzentren aber montiert der US-Chipkonzern zunehmend in Mexiko. Das berichtet die Germany Trade and Invest (GTAI), die Wirtschaftsförderungsagentur des Bundes.
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Der taiwanesische Auftragsfertiger Foxconn setzt dem Bericht zufolge in Mexikos zweitgrößter Stadt Guadalajara für Nvidia die KI-Server GB200 zusammen. Das Unternehmen hat dort in den vergangenen Jahren über sein Tochterunternehmen Ingrasys rund 400 Millionen US-Dollar in den Aufbau der Produktion der KI-Server investiert. Bislang stellte Foxconn, das bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten in Mexiko tätig ist, vor allem Konsumentenelektronik in Chihuahua, Tijuana und Ciudad Juárez an der Grenze zu den USA her.
Zahlreiche multinationale Unternehmen folgen diesem Geschäftsmodell: Sie importieren Hightech-Komponenten aus Asien, montieren sie in Mexiko und liefern anschließend in die USA. In Mexiko sind die Arbeitskräfte günstig, und das Land verfügt über viel Erfahrung in der Montage von Elektronikprodukten wie Fernsehern und Laptops. Vor allem aber ist Mexiko über das nordamerikanische Freihandelsabkommen USMCA mit dem US-amerikanischen und dem kanadischen Markt verbunden – ein enormer Standortvorteil.
Überraschende Zahlen
GTAI verweist auf überraschende Zahlen der mexikanischen Zentralbank. Demnach überstiegen die Exporte von Rechenprozessoren im vergangenen Jahr mit 69,4 Milliarden US-Dollar erstmals die von Autos mit 58,6 Milliarden US-Dollar – ein Trend, der sich in diesem Jahr fortgesetzt und verstärkt hat. Im April lagen die Ausfuhren von Prozessoren demnach knapp viermal so hoch wie die Pkw-Exporte. Zugleich stiegen die Importe aus Taiwan rasant. Das Land ist mittlerweile Mexikos drittwichtigster Handelspartner – nach den USA und China und noch vor Deutschland.
Deutsche Unternehmen in Mexiko sind laut GTAI zwar kaum direkt im Chipgeschäft tätig, profitieren aber ebenfalls vom hohen Bedarf an verschiedenen Komponenten für KI-Rechenzentren und deren Stromversorgung. Dazu zählen Phoenix Contact mit Sitz im lippischen Blomberg, das Komponenten und Systeme in den Bereichen der Elektrotechnik, Elektronik und Automation anbietet, der Münchner Anbieter von Kühlsystemen, Güntner, aber auch Konzerne wie Bosch oder Siemens.
Kritiker bemängeln derweil, dass trotz der beeindruckenden Zahlen wenig Wertschöpfung in Mexiko selbst bleibe. Die Regierung in Mexiko-Stadt möchte deshalb verstärkt strategische Projekte anziehen, die es dem Land ermöglichen, an der globalen technologischen Transformation teilzunehmen. In ihrem „Plan México 2030“, der nationalen Wirtschaftsstrategie, wird die Halbleiterbranche als einer von neun strategischen Sektoren genannt, in denen Steueranreize die heimische Produktion ankurbeln sollen.
Querétaro als Hub für Rechenzentren
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Diese Strategie zeitigt erste Erfolge. Die installierte Rechenkapazität in Mexiko selbst nimmt zu. Zu einem wichtigen Standort entwickelt sich dabei die zentralmexikanische Millionenstadt Querétaro. Der US-Tech-Konzern Microsoft nahm dort Anfang 2024 sein erstes regionales Rechenzentrum in Betrieb. Die Amazon-Tochter Amazon Web Services (AWS) kündigte Anfang 2025 Investitionen in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar in einen Infrastruktur-Cluster an, um Kunden fortschrittliche und sichere Cloud-Technologien zu bieten.
Das US-amerikanische IT-Unternehmen CloudHQ, mit Sitz in San Francisco im US-Bundesstaat Kalifornien, wiederum wird in Querétaro 4,8 Milliarden US-Dollar in den Bau eines Campus mit sechs Rechenzentren investieren. Diese sollen für Cloud Computing und künstliche Intelligenz genutzt werden. Auch Siemens eröffnete 2024 ein Werk mit 400 Angestellten in Querétaro; und Phoenix Contact im März 2026 eine Fabrik, die bislang ausschließlich den US-Markt produziert.
(akn)
Künstliche Intelligenz
Busy Bar: Produktivitäts-Gadget vom Erfinder des Flipper Zero erscheint im Juli
Das Security-Multitool Flipper Zero entwickelte sich nicht zuletzt wegen seines damals innovativen Designs zum Kult-Gadget. Nun schickt Erfinder Pavel Zhovner ein neues Helferlein ins Rennen: Die Busy Bar soll Digitalarbeitern helfen, Störungen von außen durch klare Signale einzudämmen. Ähnlich wie der Flipper Zero ist das Gerät erweiterbar und lässt sich mit vielen Smarthome-Ökosystemen verheiraten.
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Die Busy Bar ist ein Plastikkästchen von 17×6×4 cm, dessen Vorderseite ein 6,35 Zoll (ca. 16 cm) großes LED-Display mit einer Auflösung von 72×16 Pixeln dominiert. Seine Kernfunktion ist simpel: Auf Knopfdruck prangt der namensgebende Schriftzug „Busy“ in pixeligen Lettern auf der Anzeige. Um Kollegen oder Familienmitgliedern die Dauer der Beschäftigung anzuzeigen, lässt diese sich per Drehrad einstellen.
Diese Funktion ist hauptsächlich für Großraumbüros gedacht und soll Arbeitende bei „deep focus“, also tiefer Konzentration, unterstützen. Sie klemmen die Busy Bar auf ihren Monitor – das große Display in Richtung Kollegen gewandt. Eine kleinere monochrome Anzeige zeigt dem konzentriert Arbeitenden die Restdauer und den aktuellen Status an. Erfinder Pavel Zhovner: „Wir haben die Busy Bar gebaut, um Konzentration physisch erlebbar zu machen.“
Im Inneren des Gadgets werkelt ein STM32U5M-SoC (system-on-chip) – auch der Flipper Zero setzt auf die STM32-Plattform. Neben WLAN hat die Busy Bar auch USB-Ethernet an Bord. Eine 3250-mAh-Batterie sorgt für bis zu zwei Wochen Standby- und acht Stunden aktive Anzeigezeit.
Offenes Ökosystem
Nicht nur per Knopfdruck lässt sich die Busy Bar bedienen: Sie hat ein integriertes Webinterface, ist Matter-zertifiziert und vom Start weg mit den drei größten Smarthome-Ökosystemen kompatibel. So eignet sie sich auch fürs Homeoffice, sofern dort Apple Home, Google Home oder Home Assistant im Einsatz sind. Wer eigene Ideen verwirklichen will, kann das mittels HTTP-API, MQTT und Anbindungen per Python und Typescript tun. Natürlich lassen sich eigene Botschaften oder kleine Bildchen auf die Frontanzeige zaubern – die Busy Bar kann so auch als Fitness- oder Pausentimer, Mitteilungszentrale oder Besetztanzeige für den Konferenzraum dienen.
Die Busy Bar setzt damit auf ein ähnliches Rezept wie ihr erfolgreicher Cousin, der Flipper Zero. Auch das Netzwerk-Multitool profitierte enorm von seiner Offenheit für eigene Programme oder Platinen, die per GPIO einfach aufs Gerät gesteckt werden. Erfinder Zhovner erhebt das Prinzip gar zum Raison d’être seines Unternehmens: „Wie alles, das wir bei Flipper bauen, ist [die Busy Bar] komplett Open-Source und anpassbar.“
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Busy App blockiert Zeitfresser
Ablenkungen durch am Arbeitsplatz auftauchende Kollegen oder Familienmitglieder soll die Busy Bar reduzieren helfen – die mitgelieferte App hilft dem Nutzer dabei, störende Meldungen und Doomscrolling zu vermeiden. Dazu schaltet sie alle Geräte von der Smartwatch bis zum Laptop stumm, sofern diese unter macOS, iOS, Android, watchOS oder Wear OS laufen – Windows kommt später. Auch in der App lässt sich ein Timer einstellen und das Pixeldisplay der Busy Bar verändern.

Von Smartwatch bis Laptop: Das App-Ökosystem der Busy Bar.
(Bild: Flipper Devices)
Vorbestellungen ab sofort möglich
Die Warteliste auf der Produkt-Webseite busy.app ist eröffnet, Bestellungen sind ab dem 14. Juli möglich. Das Produktivitätsgadget hat allerdings seinen Preis. Wer bereits überzeugt ist und sich direkt in der Warteliste einträgt, erhält die Busy Bar für 159 Euro – allerdings nur noch bis zum 12. Juli. Danach gibt es dreitausend Exemplare für 179 Euro – der reguläre Verkaufspreis beträgt schlußendlich 219 Euro.
Die Busy Bar ist nicht das einzige neu angekündigte Gerät aus Pavel Zhovners Unternehmen: Der Tüftler arbeitet derzeit am Flipper One, das ein universelles Linux-Cyberdeck werden soll.
Update
29.06.2026,
16:18
Uhr
Wie Flipper Devices auf Nachfrage klarstellten, ist der auf der Website ausgewiesene Preis kein Fehler, sondern ein zusätzlicher Rabatt für Interessenten auf der Warteliste. Das haben wir im Text noch einmal klargestellt.
(cku)
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