Künstliche Intelligenz
Neue Spekulationen um Preis der Steam Machine
In den vergangenen Tagen haben mehrere Nutzer offenbar unabhängig voneinander Angebote für Valves neue Steam Machine im Onlineshop der großen tschechischen Handelskette Smarty.cz entdeckt. Auffällig daran sind die Preise, die sich im Quelltext der Webseite finden. Inklusive der tschechischen Umsatzsteuer von 21 Prozent kostet das Modell mit 512-GByte-SSD rund 988 Euro, die Version mit 2-TByte-SSD rund 1111 Euro. Der Aufpreis von 123 Euro entspricht den derzeit gängigen Marktpreisen für SSDs, der Rahmen erscheint also realistisch.
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Entdeckt hatten die Angaben im Quellcode unter anderem Nutzer von Reddit, auch heise online kann die Listungen im HTML der Webseite am Samstagnachmittag noch nachvollziehen. Ob es sich dabei nur um Platzhalter handelt, wie sie in Onlineshops häufig eingesetzt werden, lässt sich nicht beurteilen. Angesichts der anhaltenden Speicherkrise, durch die DRAM- und Flash-Bausteine doppelt bis viermal so teuer geworden sind, könnte die Steam Machine allerdings wirklich derart teuer werden. Neben der SSD verfügt das Gerät auch über 16 GByte DDR5-RAM und 8 GByte Grafikspeicher aus GDDR6.

Die Preise der Steam Machine in tschechischen Kronen finden sich im Quelltext der Webseite von Smarty.cz.
(Bild: Screenshot Niklas Engelking, heise medien)
Speicherkrise könnte auch Valve treffen
Es ist nicht bekannt, ob sich Valve vor Beginn der Speicherkrise im Herbst 2025 mit langfristigen Verträgen zu festen Preisen abgesichert hat. Die wenigen großen DRAM- und Flash-Hersteller warnten in den vergangenen Monaten vor einer lange anhaltenden Knappheit, die mindestens während des ganzen Jahres 2026 anhalten soll. Hauptgrund ist der Boom von KI-Rechenzentren, für deren Bestückung ein Großteil der Produktion der Speicherhersteller umgestellt oder bereits vorab verkauft wurde.
Seit Valve die neue Steam Machine Mitte November vorgestellt hat, verweigert das Unternehmen jede konkrete Angabe zum Preis. Hieß es zuerst noch, das Gerät solle zu einem Preis von Konsolen auf den Markt kommen, so wurde später gesagt, es solle soviel kosten wie ein vergleichbarer PC. Seitdem rätseln zahllose Beobachter, auch heise online, was der tatsächliche Preis sein könnte. Bevor die Speicherpreise im Dezember regelrecht explodierten, galten rund 800 Euro für das 512-GByte-Modell als Konsens. Dass es nicht die rund 500 US-Dollar beziehungsweise Euro einer Playstation 5 werden, stand schon von Anfang an fest: Als der YouTuber Linus Sebastian (LTT) diesen Preis auf eine Frage von Valve nach einem vernünftigen Preis aufrief, herrschte seiner Beschreibung nach betretenes Schweigen im Raum.

Steam Machines im Shop von Smarty.cz
(Bild: Smarty.cz, Screenshot: heise medien)
Keine Subvention durch Spiele
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Im Unterschied zu Konsolen etwa von Nintendo, Microsoft und Sony soll die Steam Machine nicht durch den Verkauf von Spielen subventioniert werden. Valve sagte von Anfang an, dass das Geschäft mit der Hardware „nachhaltig“ sein sollte. Das ergibt auch Sinn, denn viele Interessenten werden schon über eine gut gefüllte Steam-Bibliothek verfügen, die großen, exklusiven „System Seller“ wie bei klassischen Konsolen sind auch nicht in Sicht. Selbst der Vergleich mit einem ähnlichen PC aus Standardbauteilen fällt schwer, denn bei der neuen Steam Machine handelt es sich um einen sehr kompakten Custom-PC. Motherboard, Netzteil und Kühlung sind Sonderanfertigungen, samt zahlreicher anderer Spezialteile wie Antennen und den mehreren I/O-Platinen.
Überraschend an der Listung durch Smarty.cz ist zudem, dass es sie überhaupt gibt. Bisher achtete Valve bei seinen Geräten wie dem sehr erfolgreichen Steam Deck vor allem auf einen Direktvertrieb, bei dem sämtliche Margen bei Valve bleiben. Ob sich also der tschechische Händler ein besonderes Kontingent gesichert hat, und sich dieses dann gesondert bezahlen lässt, ist eine der weiteren Unklarheiten. Ebenso wie der Starttermin für die Steam Machine, denn auch den hat Valve bisher nur mit „Anfang 2026“ angegeben.
(nie)
Künstliche Intelligenz
Bist du über 18? Apple beginnt in ersten Ländern mit iPhone-Altersprüfung
Apple hat offensichtlich damit begonnen, das Alter von Kunden beim Zugriff auf Inhalte zu überprüfen. In ersten Ländern blockiert das Unternehmen nun den Download von Apps mit einer Altersfreigabe von „18+“, solange nicht durch „angemessene Methoden“ nachgewiesen wurde, dass der Zugriff durch einen Erwachsenen erfolgt. Der App Store führe diese Prüfung automatisch durch, teilte Apple gegenüber Entwicklern mit. Die Alterssperre gilt ab sofort in Australien, Brasilien und Singapur. Was genau unter diese „angemessenen Methoden“ falle, erläuterte das Unternehmen nicht.
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Kreditkarten- oder Ausweis-Scan erforderlich
Einzelnen Nutzerberichten aus Großbritannien zufolge versucht Apple auch dort, das Alter anhand der Kreditkartendaten zu verifizieren. „Bestätigen Sie, dass Sie 18+ sind, um Ihre Einschränkungen zu aktualisieren“, lautet der übersetzte Text aus einem Systemdialog, der offenbar aus der Beta von iOS 26.4 stammt. „Um diese Einschränkungen zu ändern, setzt Großbritannien voraus, dass Sie bestätigen, ein Erwachsener zu sein“, erläutert Apple weiter.
Im Kleingedruckten merkt der Konzern an, für die Altersprüfung werde die im Account hinterlegte Kreditkarte herangezogen oder der Zeitraum beachtet, für den das Nutzerkonto bereits besteht. Alternativ könne es „helfen“, das Alter über das Einscannen einer Kreditkarte zu verifizieren. Auf Reddit berichtet ein anderer Nutzer, er habe alternativ auch seinen Ausweis abfotografieren können. Wie Apple diese sensiblen Daten konkret erfasst und verwaltet, bleibt unklar. Bis das Alter bestätigt wurde, sind App-Downloads und In-App-Käufe dem Hinweis zufolge gesperrt.
App-Store-Betreiber als Jugendschützer
Die Forderungen nach einer Altersprüfung durch die großen App-Store-Betreiber Apple und Google wurden in den vergangenen Monaten immer lauter. Apple wies dies bislang unter Verweis auf Datenschutz von sich, man wolle nicht zentral die Ausweisdaten von Nutzern speichern. Alterssperren sind plötzlich in mehreren Ländern anzutreffen, etwa bei Social Media oder rund um pornografische Inhalte – letztere dürfen allerdings gar nicht in den App Store. Bei Apps, die dort inzwischen als 18+ eingestuft sind, handelt es sich hauptsächlich um leicht anrüchige Video-Chat-Apps und Sportwetten.
(lbe)
Künstliche Intelligenz
Atomwaffen als erste Wahl: KI neigt zur Eskalation
Large Language Models (LLMs) sind schon bei kleinen Aufgaben, wie Textarbeiten oder Programmierung, nicht zu entmutigen: Egal, wie aussichtslos die Situation erscheint – sie präsentieren immer eine Lösung oder zumindest etwas, das sie dafür halten. Würde man GPT-5.2, Claude Sonnet 4 oder Gemini 3 Flash allerdings als Krisenberater einsetzen, hätte das katastrophale Folgen, wie Forscher des King’s College London untersucht haben.
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In Konfliktsimulationen seien in 95 Prozent der Planspiele am Ende taktische Atomwaffen zum Einsatz gekommen, berichten sie in einem wissenschaftlichen Papier. Kein Modell wählte jemals die Option der vollständigen Kapitulation. Und nur in 18 Prozent der Fälle deeskalierten die Modelle nach einem nuklearen Ersteinsatz. Als mögliche Ursache gilt, dass Nachgeben durch das Training strukturell blockiert sein könnte. Und während zu vermuten wäre, dass eine Maschine unter Zeitdruck besonnener reagieren kann als ein Mensch, zeigte der Modellversuch, dass Modelle in solchen Situationen erst zur Höchstform aufliefen und noch wahrscheinlicher einen vollständigen Atomkrieg anzettelten.
„Nukleares Tabu“ ist der KI nicht so wichtig
Dass das „nukleare Tabu“ einer KI weniger wichtig ist als dem Menschen, dürfte vermutlich damit zusammenhängen, dass das Szenario eines Atomkriegs für Menschen mit Gefühlen behaftet ist. Die KI wählt diese Optionen hingegen genauso waghalsig und explorativ wie den Einsatz konventioneller Waffen.
Untersucht wurden 21 Planspiele mit insgesamt 329 Zügen. Die KI musste ausführlich ihre Denkprozesse darlegen, sodass 780.000 Wörter zusammenkamen. Es ist nicht die erste Studie, die eine KI als Kriegsentscheider untersuchte. Im Jahr 2024 veröffentlichten bereits unter anderem Forscher der Universitäten Stanford und Georgia Tech Untersuchungsergebnisse, die zu ähnlichen Befunden kamen. Der Hang zur Eskalation hat sich mit neueren Modellen aber offenbar nicht geändert, wie die jetzige Studie aus London zeigt. Zudem wurde erstmals untersucht, wie sich die LLMs bei Zeitdruck verhalten, bei Simultanzügen und wenn Signale und Aktion voneinander getrennt werden.
KI immer mehr in Militäreinsätzen gefragt
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Bei Entscheidungen über Krieg und Frieden dürften Militärs weltweit die künstliche Intelligenz noch zurückhaltend einsetzen, sagte der Forscher Tong Zhao von der Universität Princeton der Wissenschaftspublikation „New Scientist“. Allerdings könnte die Vorgehensweise der KI schon im Kleinen gefährlich sein, wenn einzelne Waffen mit KI-Hilfe gesteuert werden oder gar autonom Entscheidungen treffen sollen. Zhao warnt zudem, dass bei extrem knappen Zeitfenstern der Druck wachsen könnte, KI stärker einzubeziehen. International gibt es bereits Diskussionen über eine politische Regulierung des Einsatzes von KI beim Militär.
(mki)
Künstliche Intelligenz
Samsung Galaxy Buds 4 und 4 Pro: Neues Design und Chatbot-Zugriff
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Nach den 2024 erschienenen Galaxy Buds 3 und 3 Pro, die manche als eine Kopie von Apples AirPods bezeichneten, legt Samsung seine Ohrstöpsel neu auf. Anstelle eines eckigen Stiels setzt Samsung bei der neuen Generation auf ein flacheres „Blade“-Design. Auch die Tonqualität und die ANC-Stärke will Samsung verbessert haben. Zudem zieht KI-Support ein.
Mit oder ohne Silikontips
Wie die Vorgänger unterscheiden sich die beiden Buds-Varianten zunächst in ihrer Bauweise: Die Pro-Version verfügt über Silikon-Tips in verschiedenen Größen, die die Ohren passiv gegen Umweltgeräusche schützen. Die Buds 4 hingegen haben ein offenes Design, ähnlich wie die AirPods 4. Bei den neuen Modellen ändert Samsung außerdem die Schutzhülle, in die die Ohrstöpsel nicht mehr von oben hereingesteckt werden müssen, was bisweilen etwas fummelig war. Stattdessen legt man sie in den eckigen Case mit transparentem Deckel, das Nachladen im Case erfolgt über auf der Innenseite der Ohrstöpsel liegende Kontakte.

Samsungs Galaxy Buds 4 Pro und Buds 4 kommen in einem Case mit transparentem Deckel.
(Bild: Steffen Herget / heise medien)
Laut Samsung verfügen die neuen Modelle über „breitere Tieftöner, kombiniert mit verbesserter aktiver Geräuschunterdrückung (ANC) und einem verbesserten adaptiven Equalizer“. Die Buds-4-Modelle sollen damit einen Klang liefern, der „über das gesamte Spektrum der Originalaufnahme treu bleibt“.
Beide Varianten unterstützen laut Samsung 24bit/96kHz-Audio, wenn sie mit bestimmten Galaxy-Geräten verbunden sind und die Audioquelle das unterstützt. Außerdem bieten sie Support für 24-bit-HiFi und „360 Audio Multi-Channel“ (räumlicher Klang) – Funktionen, die Samsung auch bei seinen älteren Ohrstöpsel-Generationen anbietet.
Support für 3 Chatbots
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Zudem verfügen beide Varianten über aktive Geräuschunterdrückung, wobei die Pros durch ihre passive Dämpfung Außengeräusche effektiver dämmen dürften. In beiden Varianten ist ein Transparenzmodus und ein adaptiver Equalizer integriert. Nur die Pro-Variante verfügt über eine automatische Erkennung von Sprache und Sirenen. Dabei erkennen die Ohrhörer automatisch die Stimme des Benutzers, verstärken die Umgebungsgeräusche, um die Verständlichkeit von Gesprächen zu verbessern. Bei wichtigen Warnsignalen wie Alarmen, Rettungsfahrzeugen oder Polizeisirenen wird ebenso der Transparenzmodus aktiviert.
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Neu bei beiden Modellen ist laut Samsung die Möglichkeit, mit einem Sprachbefehl einen der drei KI-Chatbots – Gemini, Bixby oder Perplexity – zu initiieren, die mit One UI 8.5 Bestandteil von Galaxy-Smartphones werden. Die Buds 4 Pro unterstützten außerdem Kopfgesten, um Anrufe zu verwalten und mit Bixby zu interagieren, erklärt der Hersteller.
Galaxy Buds 4 Pro mit bis zu 7 Stunden Laufzeit
Hinsichtlich der Laufzeiten unterscheiden sich die Modelle: Die Buds 4 liefern laut Samsung mit ihren 54-mAh-Akkus bis zu 5 Stunden Musikwiedergabe mit aktiver Geräuschunterdrückung und 6 Stunden ohne. In den Buds 4 Pro ist ein 61-mAh-Akku verbaut, der 6 Stunden mit ANC und 7 Stunden ohne ANC Musik abspielen soll. Durch das Nachladen im Schutzcase, das 515 mAh beziehungsweise 530 mAh (Pro) fasst, sollen bis zu 30 Stunden Gesamtlaufzeit möglich sein.
Zur weiteren Ausstattung der Galaxy-Buds-4-Reihe gehören Bluetooth 6.1, der automatische Wechsel der Ausgabequelle und Auracast. An Codecs unterstützen die Ohrstöpsel SSC (Samsung Seamless Codec), SSC UHQ (Samsung Proprietary), AAC, SBC und LC3. Die Buds 4 sind nach IP54 gegen das Eindringen von Wasser und Staub geschützt, während die Pro-Version einen stärkeren Schutz gegen Wasser nach IP57 besitzt. Die „7“ bedeutet, dass die Pro-Ohrstöpsel zeitweiliges Untertauchen überstehen. Die Buds 4 sind dagegen nur gegen Spritzwasser geschützt.
Für die Galaxy Buds 4 verlangt Samsung 179 Euro, für die Pro-Version fallen 249 Euro an. Die In-Ear-Kopfhörer werden in den Farben Schwarz und Weiß angeboten, die Pro-Version soll es offenbar exklusiv in Samsungs Online-Store in einem „Pink Gold“ geben. Die neuen Buds können ab sofort vorbestellt werden, der Marktstart ist der 11. März.
(afl)
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