Künstliche Intelligenz
OpenClaw im Selbstversuch: Erste Schritte mit dem Super-KI-Agenten
Mails versenden, Kalender bearbeiten, Skripte schreiben und ausführen: LLMs können ziemlich selbstständig viel mehr Dinge erledigen, als man sich als Normal-Nutzer erträumt. Wer sich mit KI-Entwicklung beschäftigt, kann so etwas seit einiger Zeit über Mechanismen wie „function calling“ aufsetzen. Doch gibt es mit OpenClaw eine kostenlose Software, die all diese Funktionen und noch mehr bietet und dabei auch noch verblüffend einfach zu nutzen ist. Wer sie installiert, chattet nicht mehr nur mit seinen LLMs, sondern lässt sie Aufgaben erledigen. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.
Wir haben uns ein paar Tage intensiv mit OpenClaw beschäftigt, dem Tool einen E-Mail-Zugang gegeben und es kleine organisatorische Aufgaben übernehmen lassen. Weil so ein mächtiges Werkzeug auch allerhand Angriffsfläche für Sicherheitslücken bietet, gehen wir auf Nummer sicher: OpenClaw arbeitet auf einem frisch aufgesetzten Linux und erhält keinen Zugriff auf wichtige Accounts. OpenClaw ist zunächst nur ein Framework. Damit es funktioniert, muss es ein KI-Modell laden. Dafür bieten sich leistungsfähige LLMs an. Wir verwenden das recht günstige günstige Gemini 3 Flash Preview über einen Api-Zugang. So liegen die Kosten für unseren Versuch nur bei wenigen Euro.
- Mit OpenClaw können LLMs digitale Werkzeuge nutzen, um Mails zu verschicken, Skripte zu schreiben und diverse Aktionen auszuführen.
- Die Einrichtung ist verblüffend einfach. Allerdings ist Vorsicht geboten: Mit den mächtigen Fähigkeiten der Software gehen große Sicherheitsrisiken einher.
- Der Artikel beschreibt kurz die Installation von OpenClaw und erläutert, wie sich die KI bei verschiedenen Test-Aufgaben geschlagen hat. Die hat sie insgesamt sehr gut bewältigt, wobei sie sich auch manch groben Fehltritt erlaubte.
Der Artikel erläutert, wie man OpenClaw schnell zum Ausprobieren installieren kann und beschreibt einige Beispiele von Testaufgaben für den Agenten. Wie schlägt sich die KI etwa bei der Auswertung von Mails und als Reddit-Scraper? Wir werfen auch einen kurzen Blick ins Dateisystem, in dem unter anderem das Gedächtnis der KI liegt. Während des Tests zeigt unser Agent zwar auch Schwächen und macht Fehler. Aber die ließen sich recht schnell beheben. So sind wir vor allem beeindruckt davon, was OpenClaw in kurzer Zeit vollbringt.
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Künstliche Intelligenz
Nackt- und Web-Filter, App-Sperre: Apples Alterskontrolle erreicht Europa
Apple spielt jetzt Alterskontrolleur. In Großbritannien müssen Kunden ab sofort das Erwachsenenalter nachweisen, wenn sie alle Funktionen ihres iPhones uneingeschränkt weiterverwenden wollen. Ob eine solche Alterssperre auf Systemebene in Zukunft auch nach Deutschland und in weitere europäische Länder kommt, ließ das Unternehmen auf Nachfrage unbeantwortet. Sie greift offenbar ebenfalls bereits in Südkorea.
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Altersnachweis per Ausweis oder Kreditkarte
Um „bestimmte Dienste oder Funktionen verwenden oder bestimmte Aktionen in ihrem Account ausführen“ zu können, sollen Erwachsene demnach bestätigen, dass sie tatsächlich über 18 Jahre alt sind. Ein solcher Nachweis erfolgt durch das Einscannen eines Ausweisdokumentes, einer Kreditkarte oder durch eine „andere geeignete Methode“, schreibt Apple.
Die neue Altersprüfung für Apple-Accounts greift offenbar nach der Aktualisierung auf iOS 26.4. Laut Nutzerberichten weist das Betriebssystem unter anderem in den Einstellungen prominent darauf hin, teils erscheint ein großer Hinweisdialog. „Möglicherweise wirst du aufgefordert, dein Alter zu bestätigen, nachdem du bestimmte Maßnahmen ergriffen hast“, erläutert der Hersteller vage.
Lange bestehende Apple-Accounts mit hinterlegter Kreditkarte winkt Apple bei der Kontrolle gewöhnlich einfach durch, bei anderen Kunden führt die Alterskontrolle aber zu Problemen und Irritationen: Der Altersnachweis klappe nur mit einer richtigen Kreditkarte, aber nicht mit gängigen Debitkarten, heißt es. Als Ausweisdokument scheinen aktuell nur Führerscheine von Apple akzeptiert zu werden, britische Reisepässe jedoch nicht. Apple führt als „zulässige Methode“ nur „Führerschein oder Personalausweis oder eine Kreditkarte“ auf. Andere Nutzer äußern sich in sozialen Medien empört und wollen sich weigern, einen Ausweis-Scan oder ihre Kreditkarte hochzuladen.
Fehlender Altersnachweis führt zu Funktionssperren
Wer nicht nachweist, dass er mindestens 18 Jahre alt ist, muss allerdings mit konkreten Einschränkungen auf dem iPhone rechnen: Den Webinhaltsfilter, der unter anderem Erwachsenen-Content blockieren soll – sowie den Nacktfilter schaltet iOS dann automatisch scharf, erläutert Apple in einem Supportdokument. Beide Filter arbeiten auf Betriebssystemebene als Teil der Beschränkungen.
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Auch der Download von Apps aus dem App Store scheint dadurch komplett blockiert zu werden. „Je nachdem, wo du wohnst, muss dein Account möglicherweise mit einer Familienfreigabegruppe verknüpft werden, in der eine volljährige Person ihr Alter bestätigt hat, um bestimmte Aktionen in deinem Apple Account durchzuführen – z. B. Apps laden oder bestimmte Sicherheitseinstellungen ändern“, gibt Apple zu Protokoll. Ob sich weiterhin Updates für bereits installierte Apps beziehen lassen, bleibt unklar.
Welche gesetzliche Vorgabe Apple zu diesen drastischen Maßnahmen verpflichtet, bleibt unklar. Die britische Medienaufsichtsbehörde Office of Communications (Ofcom) begrüßte die Maßnahme, man habe „eng mit Apple zusammengearbeitet“. Der iPhone-Hersteller verwies gegenüber Mac & i auf den Online Safety Act, Apple befolge damit die zugehörigen Leitlinien der Ofcom. App-Läden und mobile Betriebssysteme fallen bislang nicht unter den Online Safety Act, merkt die Financial Times an.
(lbe)
Künstliche Intelligenz
OpenAI beerdigt angeblich auch die Pläne für Erwachsenenmodus von ChatGPT
OpenAI hat auch die Pläne für einen Erwachsenenmodus von ChatGPT „für unbestimmte Zeit“ auf Eis gelegt, um sich voll auf die aktuellen Kernprojekte konzentrieren zu können. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf anonyme Quellen. Der Schritt folgt damit fast unmittelbar auf die Einstellung des KI-Videogenerators Sora. Im Fall des Abschieds vom eigenen Chatbot für erwachsene und auch erotische Inhalte war demnach Kritik von Investoren und interner Widerstand ausschlaggebend. Das damit verbundene Risiko sei einfach zu groß gewesen, während der Modus nicht viel zum Geschäft von OpenAI beigetragen hätte.
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„Erwachsene wie Erwachsene behandeln“
Sam Altman hat den Plan für einen Erwachsenenmodus von ChatGPT im Oktober öffentlich gemacht. Damals sagte er, sein Unternehmen wolle „Erwachsene Nutzer wie Erwachsene behandeln“. Das würde auch Erotika für Nutzer und Nutzerinnen umfassen, deren Alter verifiziert worden sei. Wie weit es mit „Erotik“ dabei gehen sollte, hat er aber offengelassen. Intern sei das Thema aber besonders kontrovers gewesen, berichtet die Financial Times jetzt. „KI sollte nicht deine Freunde oder deine Familie ersetzen, man sollte menschliche Verbindungen haben“, zitiert die Zeitung jemanden, der OpenAI angeblich auch wegen dieser Pläne verlassen hat. Die Freigabe war vorher schon verschoben worden, ursprünglich sollte der Erwachsenenmodus laut Altman schon im Dezember kommen.
Laut der Zeitung gab es aber auch technische Probleme bei der Arbeit an dem erweiterten Modus, es habe Schwierigkeiten gegeben, KI-Systeme so zu trainieren, dass sie Inhalte generieren, die vorher unerwünscht waren. Beim Trainingsmaterial habe es Probleme gegeben, illegale Inhalte zuverlässig auszusortieren. Hinzu kommt, dass der Erwachsenenmodus auf eine funktionierende Altersverifizierung angewiesen ist. Die habe man bei OpenAI aber so noch nicht gehabt. Die seit Anfang des Jahres eingeführten Techniken hätten eine Fehlerrate von über 10 Prozent, was das Risiko solch einer Funktion weiter erhöht hätte.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Humanoide Roboter in der Industrie: Zwischen Show und Realität
Zwar demonstrieren die humanoiden Roboter chinesischer Hersteller in jüngster Zeit immer häufiger, dass sie an Marathonläufen teilnehmen, tanzen und Saltos schlagen. Zwischen den spektakulären Vorführungen und ihrer tatsächlichen Arbeitsfähigkeit klafft jedoch noch eine auffällige Lücke.
Genau diese Lücke wollen Forscher nun schließen – nicht mit Demos, sondern unter kontrollierten Alltagsbedingungen. Forscher der TU München richten dazu das „RoboGym“ ein, das weltweit größte Forschungs- und Trainingszentrum für Robotik.
Während Unternehmen bereits testen und Förderprogramme Milliarden mobilisieren, bleibt offen, ob sich die humanoide Bauform überhaupt wirtschaftlich durchsetzt. Im Artikel beleuchten wir, wie Industrieunternehmen und Roboterspezialisten versuchen, Humanoide fit für die Montage von Autos oder den Haushalt zu machen.
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