Künstliche Intelligenz
Siri-Verzögerung: Apple veröffentlicht Stellungnahme | heise online
Nach einem Bericht, dass Apple seine kontextsensitive (und damit verbesserte) Sprachassistenz Siri wohl erneut um mehrere Monate verschieben wird, kam es am Donnerstag zu einem Börsenbeben: Insgesamt 5 Prozent verloren die Anteilsscheine des iPhone-Herstellers an der US-Technologiebörse NASDAQ. Meldungen zu Beschwerden der US-Kommunikationsaufsicht FTC an Apple News taten ihr Übriges. Apple sah sich gezwungen, öffentlich Stellung zu nehmen – und tat dies gegenüber dem amerikanischen Börsensender CNBC dann auch.
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Auf Kurs ohne Termin
Allerdings fielen die Angaben wortkarg aus. Der Konzern teilte lediglich mit, dass die verbesserte Siri weiterhin „auf Kurs für [einen Start im Jahr] 2026“ sei. Apple hatte sich bis dato nie auf ein bestimmtes Datum festgelegt, allerdings gab es immer wieder Berichte mit Verweis auf Insider, die bestätigten, dass der ursprüngliche Umsetzungsplan für iOS 26.4 vorgesehen war. Bloomberg hatte nun gemeldet, dass Apple es wohl auch bis dahin nicht schafft, da es erneut Probleme mit der Software gibt – dieses Mal vermutlich durch die Einbindung von Googles Gemini-Modellen.
Statt eines Komplettstarts mit iOS 26.4 im März ist nun geplant, die Funktionen über die Versionen zu verteilen, also auch in iOS 26.5 und womöglich weiteren Versionen. Eine echte Chatbot-Siri wird nicht vor iOS 27 erwartet. Auch dieses wird 2026 erscheinen – wie üblich wohl im September. Mit seiner Stellungnahme hält sich Apple also die Tür auf, die Neuerungen nochmals zu verzögern. Ob es so kommt, ist aber unklar.
Schritt für Schritt zur besseren Siri
Apple hatte seine Sprachassistenz als eines der ersten Unternehmen seines Kalibers bereits im Jahr 2011 gestartet. Über die Jahre kam es nur zu sehr „sanften“ Verbesserungen, vielfach klagen Nutzer über Probleme beim Verständnis und vor allem der Intelligenz des Systems. Im Sommer 2024 hatte Apple dann angekündigt, man wolle Siri KI-fizieren – mit sogenannten kontextsensitiven Funktionen und dem Zugriff auf Apps sowie den Dingen, die auf dem Bildschirm zu sehen sind. Schließlich musste der Konzern einräumen, dass das Siri-Upgrade nicht fertig wird.
Die Idee soll nun sein, die 2024 angekündigten Features im Rahmen von iOS 26 einzuführen. Dabei sollen einfachere Gemini-Modelle helfen, die lokal sowie in Apples eigener Cloud laufen. Einen echten Chatbot gibt es dann wie erwähnt mit iOS 27 – basierend auf besseren Gemini-Modellen, die dann auch Googles Cloud direkt nutzen, wenn auch, so Apples Plan, datenschutzfreundlich.
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(bsc)