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Software Architecture Gathering 2026 in Berlin: Jetzt Vortrag einreichen


Am 17. und 18. November findet das iSAQB Software Architecture Gathering 2026 erneut in Berlin statt. Vor und nach den Konferenztagen gibt es am 16. und 19. November zusätzliche Workshops. Da die Konferenz letztes Jahr erneut ausverkauft war, wechselt sie dieses Jahr in eine größere Location und findet im Titanic Chausee Berlin statt.

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Die Veranstalter, International Software Architecture Qualification Board (iSAQB) und heise conferences, suchen bis Mitte Juni nach Vorträgen und Workshops für das Konferenzprogramm.

Das Software Architecture Gathering richtet sich vor allem an Softwarearchitekten und Softwareentwicklerinnen. Die Konferenzsprache ist Englisch. Im bis zum 9. Juni laufenden Call for Papers sind 45-minütige Vorträge, Keynotes sowie ganztägige Workshops (6 Stunden) gefragt. Die Themengebiete sind dieses Jahr:

  • Grundlagen der Softwarearchitektur
  • Softwarearchitektur im KI-Zeitalter
  • Moderne Architekturkonzepte
  • Neue Technologien und Quantencomputing
  • Soziotechnische Architektur
  • Security, Resilienz und Nachhaltigkeit
  • Lessons Learned und Best Practices
  • Blick über den Tellerrand

Vor der Veröffentlichung des Programms gibt es besonders günstige Blind-Bird-Tickets. Zusätzliche Rabatte sind sowohl für Teams als auch für iSAQB Certified Professionals for Software Architecture (CPSA) erhältlich. Darüber hinaus gibt es ermäßigte Tickets für Studenten und Freelancer.


(rme)



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Kurz erklärt: Agent Harness | heise online


Das gezielte Gestalten dieses Harness ist inzwischen zu einer eigenen Disziplin gereift: Harness Engineering. Den Begriff prägte Mitchell Hashimoto, Mitgründer von HashiCorp und Schöpfer von Terraform, im Februar 2026. Dahinter steckt das folgende Prinzip: Immer wenn der Agent einen Fehler macht, baut man die Umgebung so um, dass er ihn nicht wiederholt. Bereits im März dieses Jahres zeigte OpenAI, wozu das führen kann: zu einem internen Produkt mit rund einer Million Zeilen Code, komplett von Agenten geschrieben.

Aber wenn die Agenten den Code schreiben, welche Aufgabe bleibt dann Entwicklerinnen und Entwicklern? Sie gestalten die Umgebung, in der das Modell zuverlässig arbeitet, aus Werkzeugen, Kontext, Skills und Regeln. Das entscheidende Element, das all das miteinander verbindet und den Ablauf steuert, ist das Harness.

Ein simples Sprachmodell beantwortet einen Prompt. Einmal. Das ist noch kein agentisches Verhalten. Agentisch wird der Prozess erst durch eine Schleife. Das Harness ruft das Modell auf, lässt es ein Werkzeug benutzen, etwa einen Shellbefehl ausführen, und gibt ihm dessen Ausgabe zurück. So erfährt das Modell, was seine Aktion bewirkt hat, und kann weitere Schritte einleiten, etwa das nächste Werkzeug aufrufen. Das wiederholt sich, bis die Aufgabe erledigt ist oder ein Abbruchkriterium greift. Diese Schleife, der Agent Loop, ist das Herzstück des Agents, angetrieben vom Harness.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Kurz erklärt: Agent Harness“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



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EU-Kommission sitzt Informationsfreiheitsanträge trotz sinkender Zahlen aus


Wer von der EU-Kommission Einblick in interne Dokumente fordert, braucht Geduld. Als die Europäische Bürgerbeauftragte vor Jahren eine Untersuchung wegen systemischer Verzögerungen einleitete, rechtfertigte sich die Kommission mit Überlastung. Die Zahl der Anträge sei massiv gestiegen und habe 2021 mit 8420 Registrierungen einen Höchststand erreicht. Doch die frisch veröffentlichten Daten zum Antragsjahr 2025 entkräften dieses Argument. Das Rekordjahr leitete keine neue Normalität ein, sondern markierte den Scheitelpunkt.

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Seitdem sinken die Antragszahlen kontinuierlich. 2025 wurden laut der neuen EU-Statistik zu Informationsfreiheitsanfragen nur noch 6434 Erstanträge verzeichnet – ein Minus um fast ein Viertel im Vergleich zum Höchstpunkt. Die aktuelle Zahl stellt den niedrigsten Stand seit acht Jahren dar.

Trotz dieser Entlastung hat sich die Bearbeitungspraxis kaum gebessert. Verzögerungen sind nach wie vor an der Tagesordnung. Das untermauert die Vermutung der Ombudsfrau, dass es sich um ein strukturelles und systemisches Problem handelt. Besonders deutlich wird das beim Blick auf die Menge der tatsächlich formell beantworteten Verfahren: Im Spitzenjahr 2021 wurden noch 8280 Antworten erteilt. Diese Zahl sank 2025 auf magere 4471 Bescheide. Die Kommission schafft es folglich nicht, die deutlich geschrumpften Eingänge schnell abzuarbeiten. Antragsteller müssen monatelang auf Informationen warten.

Noch lassen sich nicht alle vom bürokratischen Dickicht abschrecken. Journalisten machen mit gut 15 Prozent einen beachtlichen Anteil der Antragsteller aus, gefolgt von Unternehmen mit knapp elf Prozent sowie akademischen Institutionen mit rund zehn Prozent. Die größte Gruppe bleibt mit über 26 Prozent die Zivilbevölkerung, also Bürger, die ihr Recht auf demokratische Kontrolle wahrnehmen möchten. Geografisch betrachtet liegt Deutschland mit gut 18 Prozent aller Anfragen ganz weit vorn, gefolgt von Spanien, Frankreich und Italien.

Die inhaltliche Auswertung der Bescheide zeichnet ein restriktives Bild der Brüsseler Informationspolitik. Vollständigen Zugang zu den gewünschten Unterlagen gewährt die Kommission nur in gut 28 Prozent der Fälle. Fast die Hälfte aller Anträge wird mit teils geschwärzten Dokumenten beantwortet. Fast 23 Prozent der Begehren werden komplett abgelehnt.

In mehr als der Hälfte der Fälle begründet die Kommission Schwärzungen mit dem Schutz der Privatsphäre. Die Geheimhaltung geschäftlicher Interessen führt sie in rund 14 Prozent der Absagen ins Feld. Auch laufende Untersuchungen, Audits oder den Schutz der internationalen Beziehungen der EU führt die Kommission häufig an.

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Wer sich mit den Absagen oder den weitreichenden Schwärzungen nicht abfinden will, muss den mühsamen Weg des Zweitantrags gehen. Doch auch in dieser Bestätigungsphase zeigt sich die Kommission wenig kompromissbereit. Mehr als ein Drittel der ursprünglichen Ablehnungen bestätigt sie eins zu eins. Eine vollständige Überprüfung, die am Ende zu einem uneingeschränkten Zugang führt, ist mit knapp unter 20 Prozent eine Ausnahme.

Angesichts dieser zähflüssigen Auskunftspraxis verwundert es kaum, dass der juristische Druck wächst. Die Zahl der Klagen vor den europäischen Gerichten wegen verweigerter Dokumente nimmt kontinuierlich zu: Richter müssen immer häufiger die Grenzen der Brüsseler Geheimhaltungspolitik definieren.


(mma)



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Grünes Signal gegen Palantir: Basis revoltiert gegen Überwachungssoftware


Das politische Beben im Düsseldorfer Landtag war leise, seine Folgen könnten die schwarz-grüne Koalition in Nordrhein-Westfalen aber noch lange beschäftigen. Ohne Gegenstimme beschloss die Landesdelegiertenkonferenz der Grünen am Sonntag, der Big-Data-Firma Palantir die Unterstützung zu entziehen. Die Parteibasis fordert die Landesregierung auf, keine neuen Verträge mehr mit dem Konzern abzuschließen und bestehende Vereinbarungen möglichst rasch zu beenden.

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Was zunächst wie eine interne Positionsbestimmung wirkt, hat politische Sprengkraft. Die Landesregierung unter Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) setzt bei der inneren Sicherheit auf digitale Polizeiarbeit, in der Datenanalyse eine wichtige Rolle spielt. Die CDU betrachtet die genutzte Palantir-Software als unverzichtbares Instrument moderner Kriminalitätsbekämpfung. Die grüne Basis will den Ausstieg. Damit ist ein Konflikt innerhalb der Koalition programmiert.

Für die Initiatoren des Antrags geht es um mehr als ein einzelnes Softwareprodukt. Jürgen Blümer vom Kreisverband Warendorf spricht von der Rückkehr zu grünen Grundwerten. Der Beschluss stärke das Profil der Partei als Gegnerin des Überwachungsstaats, als Verfechterin digitaler Souveränität und als Kraft gegen Rechtsextremismus.

Tatsächlich sorgt der Palantir-Einsatz seit Jahren für Proteste. Bürgerrechtsorganisationen und die nordrhein-westfälische Datenschutzbeauftragte Bettina Gayk warnen immer wieder vor den Risiken der Technologie. Das in NRW als System zur datenbankübergreifenden Analyse und Auswertung (DAR) der Polizei betitelte System von Palantir kann große Mengen unterschiedlicher Informationsquellen verknüpfen und Persönlichkeitsprofile erstellen. Kritiker sehen hier verfassungsrechtliche Probleme. Zudem steht die Nutzung eines US-Anbieters im Widerspruch zum Ziel der Grünen, unabhängige europäische Digitalstrukturen aufzubauen.

Dazu kommen ideologische Vorbehalte gegenüber der Unternehmensführung. Gründer und Großaktionär Peter Thiel gilt als prominenter Unterstützer Donald Trumps und hat wiederholt Positionen vertreten, die Kritiker als demokratieskeptisch einstufen. Auch CEO Alex Karp sorgt für Kontroversen. Der niederländische Politikwissenschaftler Cas Mudde bezeichnete dessen jüngstes Pamphlet als „technofaschistisch“. Solche Einschätzungen verstärken das Misstrauen vieler Parteimitglieder der Grünen gegenüber einer Kooperation mit dem US-Konzern.

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Die Signalwirkung des Beschlusses reicht über NRW hinaus. In Baden-Württemberg steht Palantir ebenfalls im Zentrum einer politischen Debatte. Dort findet im Juli eine Urabstimmung der Grünen über die weitere Nutzung statt. Nachdem deutlich mehr als die erforderlichen fünf Prozent der Mitglieder den Antrag unterstützt haben, ist der Weg für das basisdemokratische Verfahren frei.

Auch im Südwesten birgt das Thema Zündstoff. Das CDU-geführte Innenministerium hat die Software für viel Geld ohne Zustimmung des grünen Koalitionspartners beschafft. Offiziell soll Palantir zunächst weiter genutzt und später durch eine europäische Alternative ersetzt werden. Das anstehende Mitgliedervotum könnte diesen Kompromiss infrage stellen.

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(nie)



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