Künstliche Intelligenz
Strafverfolgung: Fast alle Meldungen ans BKA erfolgen durch „Trusted Flaggers“
Seit Anfang 2024 bis Mitte 2025 hat die Zentrale Meldestelle für strafbare Inhalte im Internet (ZMI) beim Bundeskriminalamt (BKA) insgesamt 36.015 Meldungen erhalten. Der Großteil dieser Eingaben stammte von drei sogenannten vertrauenswürdigen Hinweisgebern (Trusted Flaggers): den Meldestellen Respect! und Hessen gegen Hetze sowie den Landesmedienanstalten. Das geht aus einer jetzt veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion hervor.
Allein im zweiten Quartal dieses Jahres gingen laut der Auskunft 6073 der insgesamt 6241 Meldungen auf das Konto von Trusted Flaggers. Die wichtigste Rolle spielte dabei Hessen gegen Hetze mit 4312 Hinweisen an die ZMI. Im ersten Quartal 2025 sah es ähnlich aus: 4682 Meldungen vertrauenswürdiger Hinweisgeber stehen 504 Eingaben aus „sonstigen“ Quellen wie vom BKA direkt oder Meldungen nach dem Digital Services Acts (DSA) entgegen.
Die ZMI gibt es seit 1. Februar 2022, um strafbare Inhalte im Netz mit Schwerpunkt auf digitale Gewalt, Hass und Hetze zentral zu erfassen, auf Relevanz zu prüfen und an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden weiterzuleiten. Politiker und das BKA rechneten schon aufgrund der im früheren Netzwerkdurchsetzungsgesetz verankerten Meldepflicht mit rund 250.000 Eingaben jährlich, aus denen sich 150.000 neue Strafverfahren ergeben könnten. Doch der von Bürgerrechtlern befürchtete massenhafte Transfer von Nutzerdaten blieb zunächst aus.
Funktion der Trusted Flaggers
Neben staatlichen Stellen spielen nun zivilgesellschaftliche Organisationen eine immer wichtigere Rolle. Den Status eines Trusted Flaggers vergibt die Bundesnetzagentur. Diese Hinweisgeber sind direkt in den Meldeprozess der ZMI eingebunden. Die Regulierungsbehörde betont deren Unabhängigkeit: Es handle sich „stets um Organisationen, die über besondere Sachkenntnis und Expertise im Erkennen und Melden rechtswidriger Inhalte verfügen“.
Im genannten Zeitraum erhielt die ZMI 22.009 Meldungen zu Postings auf Elon Musks Plattform X, 5839 zu Beiträgen auf Facebook und 868 betrafen Instagram. 2798 Hinweise bezogen sich auf TikTok, 454 auf YouTube, 792 auf Telegram sowie 3255 auf sonstige Plattformen. WhatsApp betrachtet die Stelle nicht separat.
Weiterleitung an lokal zuständige Strafverfolger
In den anderthalb Jahren stufte die ZMI 30.873 Meldungen als strafrechtlich relevant ein, 4745 sortierte sie aus. 22.957 Hinweise ordnete sie dem Phänomenbereich politisch motivierter Kriminalität rechts zu – also die große Mehrheit. Dagegen stehen nur 233 Fälle aus dem linken Spektrum. Besonders viele Meldungen bezogen sich auf Straftaten gegen Personen des politischen Lebens, etwa Beleidigungen, üble Nachreden und Verleumdungen, sowie auf die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen.
Als strafrechtlich relevant erkannte Inhalte leitet die ZMI an die lokal verantwortlichen Behörden weiter. Sie kann aber keine Informationen über den weiteren Verlauf der Ermittlungen oder Gerichtsverfahren sammeln. Ihre Erfolgsquote wird anhand der Fähigkeit bemessen, eine örtlich zuständige Strafverfolgungsbehörde festzustellen. Bei 87 Prozent der bearbeiteten Fälle konnte die ZMI eine solche im Inland oder einen möglichen Aufenthaltsort im Ausland feststellen. Die höchsten Trefferzahlen gab es bei Meldungen auf Facebook (94 Prozent), gefolgt von X und Instagram (je 85 Prozent). Partnern gibt die ZMI mittlerweile monatliche Rückmeldungen über die Ergebnisse der strafrechtlichen Erstbewertung, damit sie ihre Meldepraxis verbessern können.
(mki)
Künstliche Intelligenz
Elegant und schick: GhostBSD 25.02 mit macOS-ähnlichem „Gershwin“-Desktop
Das zum Teil in Kanada ansässige Entwicklerteam um Eric Turgeon und Nahuel Sanchez hat das Live-System GhostBSD 25.02 fertiggestellt. Die aktuelle Version (genaue Bezeichnung GhostBSD 25.02-R14.3-p2) basiert auf FreeBSD 14.3-Release und liefert damit auch sämtliche Neuerungen und Verbesserungen von FreeBSD 14.3 – vor allem im Bereich WLAN. GhostBSD ist ein vorkonfiguriertes FreeBSD, das sich aus dem Live-System heraus leicht auf einem Datenträger installieren lässt und sofort ein laufendes und aktuelles FreeBSD-System bereitstellt. Es ist wahlweise mit den Desktops MATE, Xfce oder dem neuen Gershwin vorkonfiguriert.
Gershwin Desktop Environment: unfertig, aber vielversprechend
Normalerweise installiert GhostBSD einen MATE- oder einen Xfce-Desktop. Bei GhostBSD 25.02 ist mit dem Gershwin Desktop Environment (läuft auf dem Xfce4 Window-Manager) jedoch eine neue Variante hinzugekommen. Gehosted vom GhostBSD-Team soll so die Entwicklung von Gershwin zusammen mit der Anwendungsentwicklung in Objective-C im Cocoa-Stil unterstützt werden. Das Gershwin Desktop Environment ist ein modularer, leichtgewichtiger Desktop für Unix-artige Systeme, der sich konzeptionell an der klassischen NeXTSTEP-Oberfläche orientiert. Es setzt auf eine Objective-C-Architektur mit GNUstep-Unterbau. Vielleicht soll das ein wenig an die Entwicklungsphilosophie von NeXT und frühen macOS-Versionen (Mac OS, Mac OS X, OS X) erinnern. Die typischen Gershwin-Komponenten – darunter Dock, Fenster-Manager, Panel und Konfigurationseditor – sind eigenständige Entwicklungen, folgen aber einem gemeinsamen API-Modell im Stile von Cocoa/AppKit.
Gershwin lässt sich unter FreeBSD, Linux und Illumos betreiben und eignet sich für Systeme mit reduzierter grafischer Komplexität – oder für Puristen, die Cocoa nicht vergessen haben. Aber: Gershwin steckt noch in den Kinderschuhen, Tools wie „Software Station“ funktionieren nicht. Gershwin ist als „daily driver“ noch nicht praxistauglich, stattdessen sollte GhostBSD je nach Geschmack besser mit dem MATE- oder dem Xfce-Desktop benutzt werden.
Bessere GPU- und WLAN-Unterstützung
GhostBSD bindet die verwendete Intel-, AMD- oder Nvidia-GPU während der Installation ein und installiert entsprechende Treiber – das muss man beim nativen FreeBSD von Hand machen. Bei GhostBSD 25.02 wurde die Liste der verfügbaren Geräte aktualisiert und umfasst nun beispielsweise auch AMD Radeon HD 8790M, Radeon HD 8240 Kabini und die Nvidia RTX-4000/5000-Serie.
Gerade wer GhostBSD 25.02 auf einem modernen Notebook installiert, wird sich über die deutlich verbesserte Unterstützung für die verschiedenen WLAN-Chips durch zusätzliche Firmware-Pakete freuen.
ZFS jetzt ohne Einschränkung und /tmp grundsätzlich beim Start gelöscht
Auch GhostBSD 25.02 folgt nun dem vielleicht moderneren Ansatz, das /tmp-Verzeichnis beim Start standardmäßig zu löschen. FreeBSD macht das per default nicht, dort muss man es bei der Installation in den Sicherheitseinstellungen oder später über clear_tmp_enable=“YES“ aktivieren.
Mit der Vorgängerversion 25.01 fügte GhostBSD eine Optimierung für Systeme mit wenig RAM ein, indem der Adaptive Replacement Cache (ARC, der ZFS-Cache im RAM) beschränkt wurde. Die Einstellung von vfs.zfs.arc.max wurde offenbar auch in die spätere Installation von GhostBSD 25.01 übernommen und schränkte die Geschwindigkeit von ZFS ein. In GhostBSD 15.02 wurde diese Modifikation daher wieder entfernt. Weitere kleine Verbesserungen betreffen etwa das Sound-System, das nun korrekt zwischen Audiosystemen mit mehr als zwei Kanälen umschalten kann. Bei den ZFS-Boot-Environments wurde ein Fehler behoben, bei dem alte unbenötigte Umgebungen nicht wie gewünscht gelöscht wurden.
Grafisches Frontend für pkg(8): GhostBSD Software Station
Weiterhin verbessern die Entwickler die Paketverwaltung „Software Station“, die gerade für mausorientierte Einsteiger deutlich bequemer zu bedienen ist als das originale pkg(8) von FreeBSD, letztlich aber nur ein grafisches Frontend dafür darstellt. Vor allem bei den Übersetzungen ins vereinfachte Chinesische, Russische und Brasilianisch-Portugiesische hat sich einiges getan.
GhostBSD 25.02 steht als Live-ISO mit MATE-, Xfce- oder Gershwin-Desktop kostenlos auf der Projektseite zum Download bereit und kann so gefahrlos auf bestehenden Systemen ausprobiert werden. Die Entwickler empfehlen einen modernen Rechner mit 8 GByte RAM und mindestens 15 GByte Plattenplatz für eine feste Installation. Das umfangreiche Changelog zeigt alle Neuerungen im Detail.
(axk)
Künstliche Intelligenz
Eufy Omni E28 Hydrojet im Test: Saugroboter und Nasssauger für Polster & Auto
Der Eufy Omni E28 Hydrojet kombiniert Saugroboter mit Wischwalze und abnehmbaren Nasssauger in einem Gerät. Für 730 Euro bietet er eine clevere 2-in-1-Lösung.
Hybridkonzepte bei Saugrobotern gibt es immer wieder, außer fürs Marketing sind sie aber nicht unbedingt sinnvoll oder nützlich. Der Eufy Omni E28 Hydrojet ist das Gegenbeispiel, er geht einen ungewöhnlichen Weg: Statt nur Saugen und Wischen für den Fußboden zu kombinieren, integriert er einen vollwertigen Nasssauger in die Station. Damit lassen sich Polster, Autositze und Teppiche von Hand reinigen – eine Funktion, die kein anderer Saugroboter bietet. Der Roboter selbst arbeitet mit einer rotierenden Wischwalze statt mit Wischmopps oder einfachen Wischtüchern.
Bei einem Preis von aktuell 730 Euro (bei Ebay) liegt er deutlich unter Premium-Modellen der Konkurrenz, die oft über 1000 Euro kosten. Die Station beherbergt unten den Roboter und oben die abnehmbare Nasssauger-Einheit mit 2,5 Liter Frischwasser- und 1,8 Liter Schmutzwassertank. Diese Tanks versorgen gleichzeitig den Roboter mit Wasser für seine Wischwalze. Ein cleveres Konzept, das zwei Geräte in einem vereint und dabei Platz spart.
Wir haben beide Funktionen ausgiebig getestet und zeigen unsere Erfahrungen. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Eufy Omni E28 Hydrojet?
Die Station wirkt durchdacht konstruiert, auch wenn sie mit 484 x 440 x 371,5 mm nicht gerade kompakt ausfällt. Der Roboter parkt unten, während die Nasssauger-Einheit mit den Wassertanks oben sitzt. Unter einer Plastikhaube links verbirgt sich der Kunststoffschlauch mit Bürsten-Saugaufsatz. Die gesamte obere Einheit lässt sich abnehmen und separat nutzen. Ein versenkbarer Tragegriff erleichtert den Transport – im Test erweist sich das als praktisch, wenn man zum Auto geht. Die Verarbeitung des schwarzen Kunststoffgehäuses ist ordentlich. Die glänzenden Elemente der Tanks und des Roboters ziehen aber Fingerabdrücke und Schmutzflecken stark an und verkratzen leicht.
Die Stromversorgung erfolgt clever über die Nasssauger-Einheit zur Station – wird diese abgenommen, verliert die Station ihre Stromverbindung. Der Roboter bleibt dennoch über WLAN ansteuerbar, was im Test wichtig war, als wir vergessen hatten, ihn vorher zu parken. Der Staubbeutel für die automatische Absaugung versteckt sich unter der Schlauch-Aufbewahrung hinter einer Klappe – eine platzsparende Lösung.
Der Roboter selbst fällt durch seine markante, quadratische Form mit abgerundeten Ecken auf. Diese macht ihn weniger wendig als runde Konkurrenten – im Test stupst er beim Wenden häufiger an Stuhlbeine. Der transparente Deckel auf der Oberseite verdeckt Staubbehälter und Schmutztank, lässt sich aber leicht abnehmen. Die Wischwalze sitzt fest am Unterboden und macht einen robusten Eindruck. Mit 346 mm Durchmesser und 111 mm Höhe ist er kompakter als viele Konkurrenten, die hohe Bauform könnte aber unter niedrigen Möbeln problematisch werden.
Eufy Omni E28 Hydrojet – Bilderstrecke
Einrichtung: Wie schnell ist der Eufy Omni E28 Hydrojet betriebsbereit?
Die Einrichtung erfolgt über die Eufy Clean App. Durch gleichzeitiges Drücken der Home- und Ein-/Aus-Taste wechselt der Roboter in den Suchmodus. Die App benötigt Bluetooth-Berechtigung und findet den Roboter automatisch. Anschließend verbindet man ihn mit einem 2,4-GHz-WLAN – ein 5-GHz-Netz wird wie auch bei der Konkurrenz nicht unterstützt.
Ein großes Manko zeigt sich im Test: Die App kann nur einen Roboter gleichzeitig verwalten. Weitere Geräte lassen sich nur über Einladungen anderer Nutzer hinzufügen. Wir mussten für unseren Zweit-Roboter einen separaten Account anlegen – ungewöhnlich und umständlich für eine moderne Saugroboter-App. Roborock oder Ecovacs machen das deutlich eleganter.
Eufy Omni E28 Hydrojet – App
Die Kartierung dauert 20 bis 30 Minuten. Die automatische Raumerkennung funktioniert gut, nur offene Küchen muss man manuell vom Wohnbereich trennen. Die App bietet alle wichtigen Funktionen: Bodentypen anpassen, Teppiche einzeichnen, Sperrzonen definieren. Im Beta-Bereich finden sich zwei interessante Zusatzfunktionen: Die Schmutzinspektion prüft nach der Reinigung auf verbliebene Verschmutzungen – im Test funktionierte das nur mäßig zuverlässig. Die punktuelle Reinigung wischt erkannte Flecken wie Kaffee intensiv nach, selbst wenn nur der Saugmodus läuft.
Navigation: Wie gut erkennt der Eufy Omni E28 Hydrojet Hindernisse?
Die Navigation zeigt deutliche Schwächen. Der Roboter stupst mit Heck oder Frontschild regelmäßig an Stuhlbeine – nicht rabiat, aber merklich häufiger als Premium-Konkurrenten. Die quadratische, abgerundete Form macht ihn weniger wendig als runde Modelle. Er umkurvt Hindernisse nicht elegant, sondern eckt beim Wenden an. Im Test verschob er leichte Stühle mehrfach um einige Zentimeter.
Das Fahrgeräusch ist deutlich lauter als bei Premium-Konkurrenten. Während ein Mova V50 Ultra Complete fast lautlos fährt, erinnert der Eufy an ein RC-Spielzeug. Der Motor beschleunigt nicht gleichmäßig, sondern schubweise – das erzeugt ein unruhiges, wechselndes Geräusch. Mit 64 dB(A) liegt er im oberen Bereich.
Längerflorige Teppiche bereiten massive Probleme: Im Test faltete er unseren Hochflorteppich mehrfach auf. Die Teppicherkennung hebt die Wischwalze zwar bis 13,5 mm an, das reicht aber nicht immer. Absturzsensoren und Lasersensor zur Kartierung arbeiten hingegen zuverlässig. Die ausfahrbaren Seitenbürsten erreichen Ecken besser als fest montierte, verfangen sich aber gelegentlich in Fransen.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Eufy Omni E28 Hydrojet?
Die Saugleistung überzeugt auf Hartböden vollständig. Mit nominell 20.000 Pa entfernt der Roboter zuverlässig Staub, Krümel und sogar schwerere Partikel wie Haferflocken. Die Duo-Spiral-Bodenbürste mit Gummilamellen und Borsten arbeitet effektiv, Haare werden durch den in der Mitte geteilten Aufbau zuverlässig abgewickelt. Dieses Bodenbürsten-Design kennen wir sonst etwa schon von Roborock, unter anderem bei den Saros-Modellen. Zudem gefällt uns, dass Eufy auf zwei Seitenbürsten setzt, die sich gegenläufig nach innen drehen und so Schmutz gezielt zum Roboter schaufeln. Auf Hartboden klappt das auch ausgesprochen zuverlässig, bis auf wenige Ausnahmen.
Auf hochflorigem Teppich enttäuscht die Leistung: Maximal 65 Prozent unseres Testschmutzes (eine Mischung aus Mehl und Haferflocken) schaffte er zu entfernen – trotz der beworbenen 20.000 Pa.
Eufy Omni E28 Hydrojet – Reinigung
Die Wischwalze ist das absolute Highlight. Das HydroJet-System rotiert mit 180 Umdrehungen pro Minute und drückt mit konstant 1,5 kg auf den Boden. Im Test entfernte sie eingetrocknete Milch, Kaffeeflecken und sogar leichte Rotweinflecken. Nach jedem Raum kehrt der Roboter zur Station zurück, wo die Walze gewaschen wird. Nach Vollendung der Reinigungsaufgabe wird sie gewaschen und per Heißluft getrocknet, was Geruchsbildung effektiv verhindert.
Sie verwendet kontinuierlich Frischwasser aus dem 180-ml-internen Tank, der sich automatisch aus der Station nachfüllt. Ein integrierter Schaber reinigt die Walze bereits während der Fahrt. So entfernt der Roboter Schmutz effektiv vom Boden, anstatt ihn zu verschmieren. Man muss diesen Schaber jedoch gelegentlich ausbauen und reinigen, weil sich dort Schmutzrückstände ansammeln. Gleiches gilt für den Schmutzauffangtank im Roboter: Obwohl auch er in der Station gereinigt wird, bleiben Reste zum Teil aber haften. Wöchentliches Auswaschen ist nötig. Genügt der 260-ml-Staubbehälter nicht und muss bei starker Verschmutzung zwischengeleert werden, unterbricht der Roboter die Reinigung und kehrt zur Station zurück.
Der Nasssauger überrascht positiv. Im Test reinigten wir verschmutzte Autopolster nach einem Kindergeburtstag, eine Couch mit diversen Flecken und verschiedene Teppiche. Die Schokoladenflecken im Auto verschwanden nach 10 Minuten intensiver Bearbeitung fast vollständig. Auf der Couch blieben nur noch Schatten der ursprünglichen Flecken. Der Nasssauger arbeitet mit ordentlich Saugkraft und die Borsten lösen festsitzenden Schmutz gut. Tierhaare sammeln sich praktischerweise an den Borsten und lassen sich einfach abziehen.
Problematisch sind kleine Kieselsteine, die sich im Saugaufsatz verfangen und mühsam mit dem Fingernagel entfernt werden müssen – beim Autosaugen ein häufiges Problem. Das Handteil liegt gut in der Hand, die Wasserzufuhr-Taste reagiert einwandfrei. Die Selbstreinigungsfunktion des Schlauchs hilft bei leichten Verstopfungen im Schlauch oder Saugaufsatz.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Eufy Omni E28 Hydrojet?
Der 3,2-Ah-Lithium-Ionen-Akku ermöglicht laut Hersteller drei Stunden Betriebsdauer. Im Test verbraucht der Roboter für unsere 60 Quadratmeter Testfläche im Standardmodus 31 Prozent der Akkuladung. Hochgerechnet schafft er etwa 190 Quadratmeter mit einer Ladung – das reicht für die meisten Wohnungen. Im Maximalmodus und mit intensivem Wischen reduziert sich die Fläche auf etwa 120 Quadratmeter.
Die Ladezeit von 3,5 Stunden ist durchschnittlich. Der Roboter kehrt bei niedrigem Akkustand automatisch zur Station zurück und setzt die Reinigung später fort. Im Test funktionierte das zuverlässig. Die Matter-Unterstützung ermöglicht smartes Laden zu günstigen Stromtarifen – ein durchdachtes Feature für Sparfüchse.
Preis
Mit einem Preis von 730 Euro bei Ebay positioniert sich der Eufy Omni E28 Hydrojet clever im Markt. Premium-Saugroboter mit guter Wischfunktion wie der Ecovacs X8 Pro Omni kosten ähnlich viel – ohne Nasssauger.
Fazit
Der Eufy Omni E28 Hydrojet ist ein mutiges Konzept, das trotz Schwächen aufgeht. Die Kombination aus Saugroboter und abnehmbarem Nasssauger ist innovativ und im Alltag tatsächlich praktisch. Im Test überzeugten uns besonders die effektive Wischwalze und der leistungsstarke Nasssauger. Für Familien mit Kindern oder Haustierbesitzer ist die Vielseitigkeit ein echter Mehrwert. Flecken von Eis oder Getränken auf den Autositzen kann man so recht zuverlässig herausbekommen.
Die Schwächen liegen in der ungeschickten Navigation durch die abgerundete, quadratische Form und der enttäuschenden Teppichreinigung. Der Roboter ist zudem etwas laut und die App könnte umfangreicher sein. Trotzdem: Für 730 Euro erhält man zwei vollwertige Reinigungsgeräte, die einzeln gekauft deutlich mehr kosten würden. Der Eufy findet seine Nische zwischen Premium-Saugrobotern und der Anschaffung zweier separater Geräte. Wer beide Funktionen braucht und Kompromisse bei Navigation und Teppichreinigung verschmerzen kann, erhält ein faires Gesamtpaket.
Künstliche Intelligenz
Windows 11 bekommt besseren Bluetooth-Klang
Microsoft bringt den Bluetooth-Support in Windows 11 auf Vordermann. Im Laufe des Jahres sollen die ersten Desktop-PCs und Notebooks eine neue Variante des Funkstandards Bluetooth Low Energy (LE) Audio erlernen. Die darin integrierten Tonprofile ermöglichen einen besseren Klang als beim bisherigen Modus, sobald auch das Mikrofon eines Bluetooth-Headsets zum Einsatz kommt.
Bislang setzt Microsoft weitgehend auf den alten Funkstandard Bluetooth Classic Audio, der zwischen dem Advanced Audio Distribution Profile (A2DP) und Hands-Free Profile (HFP) wechselt. Nur A2DP gibt Ton in hoher Qualität wieder.
Das Hands-Free Profile ist für Sprach-Chats mit Mikrofon notwendig, etwa in Videokonferenzen, setzt die Tonqualität jedoch hörbar herab, um Bandbreite zu sparen. Statt Stereo- gibt es nur noch Mono-Sound, zusätzlich ist das Audiosignal erheblich komprimiert. Die Abtastrate liegt lediglich bei 8000 bis 16.000 Hertz.
LE Audio zur Rettung
Bluetooth LE Audio ermöglicht längst eine bessere Audioqualität mit 32.000 Hertz und dem LC3-Codec – auch während der gleichzeitigen Verwendung eines Mikrofons. Microsoft erweitert das auf Stereo-Sound. Das ist ein erheblich geringerer Nachteil gegenüber Bluetooth ohne Mikrofon als beim bisherigen Ansatz.
Theoretisch können Windows-Systeme schon seit dem Funktions-Update Windows 11 24H2 eingeschränkt LE Audio wiedergeben. Allerdings fehlen dafür auf den meisten Desktop-PCs und Notebooks die passenden Treiber. Das Problem will Microsoft jetzt angehen und verspricht neue Treiberpakete von Herstellern. Erste Updates sollen bis zum Jahresende kommen, wahrscheinlich per Windows-Update.
Passende Hardware notwendig
Abseits von Windows müssen auch das Funkmodul im Rechner und das verbundene Headset Bluetooth LE Audio unterstützen. Das ist heutzutage bei den meisten Funkmodulen und Headsets mit Bluetooth-LE-Support der Fall. Wohlgemerkt unterstützt nicht jede Bluetooth-LE-Hardware auch LE Audio. Im Preisvergleich lassen sich Headsets entsprechend filtern. Neue Wi-Fi-7-Karten sollten LE Audio beherrschen.
Im Zweifelsfall können Nutzer ein passendes Funkmodul für unter 20 Euro kaufen. Bluetooth-Funk ist immer Teil von WLAN-Kärtchen, die standardmäßig in Desktop-PCs und Notebooks per M.2 E-Key eingesteckt sind.
Über Firm- und Software will Microsoft zusammen mit Partnern weiter an LE Audio feilen und auf CD-Qualität mit einer Abtastrate von 48.000 Hertz kommen. Einen Zeitplan dafür teilt die Firma bislang nicht.
(mma)
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