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Künstliche Intelligenz

Top 10: Das beste Handy-Ladegerät bis 65 W im Test – auch günstig schnell laden


Um Handys zu laden, benötigt man kein teures Ladegerät. Wir haben über zehn USB-Netzteile unter 65 Watt auf ihre Leistung getestet und zeigen die besten.

Die Hersteller haben einen neuen Weg gefunden, bei ihren Smartphones Geld zu sparen: Sie legen kein Ladegerät mehr bei. Apple hat es 2021 bei seiner iPhone-12-Reihe vorgemacht, Samsung und Google zogen nach und legen den meisten Smartphones ebenfalls kein Netzteil mehr bei. Offiziell geht es nicht um Kostenreduktion, sondern um Nachhaltigkeit. Schließlich hat so ziemlich jeder mindestens ein funktionierendes Ladegerät zu Hause herumliegen. Das mag stimmen, allerdings unterstützen die alten Netzteile häufig keine aktuellen Standards und laden das Handy deshalb weniger schnell auf.

Wir haben uns für diesen Vergleichstest USB-C-Netzteile unter 65 Watt angeschaut und sie getestet. Die Geräte decken ein breites Spektrum aus beliebten Marken und verschiedenen Schnellladetechniken ab.

Was ist das beste Ladegerät fürs Handy?

Um ein Smartphone laden zu können, genügt in der Regel ein günstiges Ladegerät unter 65 Watt. Es gibt wenige Smartphones, die schneller laden können, aber meist auf eigene Schnellladestandards setzen. Dazu erklären wir mehr im Rat-gebenden Teil unter der Top 10.

Viele Handys unterstützen weiterhin nur Ladeleistungen bis etwa 30 Watt oder weniger. So lädt etwa das iPhone 15 Pro Max nur mit 20 Watt, ein Pixel 8 Pro (Testbericht) schafft bei einem Ladegerät mit der richtigen PPS-Range immerhin 30 Watt. Ein Ladegerät dieser Leistungsklasse ist zwar preiswert sowie kompakt, allerdings nur für Handys und nicht für Laptops oder leistungsstarke Tablets geeignet, da diese einen höheren Ladestrom benötigen.

Alle Ladegeräte in dieser Bestenliste setzen auf USB-C und liegen unter 65 Watt. Micro-USB spielt keine Rolle mehr, USB-A ist manchmal mit an Bord.

KURZÜBERSICHT

Testsieger

Anker 313 Ace Charger

Handy-Ladegerät Anker 313 Ace Charger im Test: Lädt Pixel & Co. schneller

Der Anker 313 Ace Charger punktet mit vollständiger PPS-Unterstützung inklusive der wichtigen 21-V-Stufe. Damit laden auch anspruchsvolle Smartphones wie das Google Pixel 10 Pro XL mit maximaler Geschwindigkeit. Die Effizienz von über 91 Prozent ist für diese Leistungsklasse gut. Zum Preis von 20 Euro erhält man ein solide verarbeitetes Markengerät mit allen wichtigen Ladestandards.

VORTEILE

  • vollständige PPS-Unterstützung mit 21-V-Stufe
  • hohe Effizienz von über 91 Prozent
  • gute Verarbeitung ohne Spaltmaße

Technologiesieger

Baseus PicoGo 45W

Baseus Pic-Go 45W im Test: Ultrakompaktes Handy-Ladegerät mit PPS für 26 Euro

Das Baseus PicoGo 45W richtet sich an alle, die ein möglichst kompaktes, aber dennoch leistungsstarkes Ladegerät suchen. Mit seinen winzigen Abmessungen passt es in jede Tasche und ist der ideale Reisebegleiter. 45 Watt an Ladeleistung reichen für die meisten Smartphones und Tablets, aber auch für Chromebooks und einige andere Laptops mit moderatem Energiebedarf. Besonders interessant ist das Ladegerät für Besitzer moderner Smartphones, da es den wichtigen PPS-Standard unterstützt. Mit einem aktuellen Preis von 24 Euro ist das Baseus PicoGo 45W nicht übermäßig günstig, aber auch nicht teuer. Es bietet aber ein ausgesprochen gutes Gesamtpaket zum fairen Preis.

VORTEILE

  • extrem kompakt & leicht
  • unterstützt PPS-Standard
  • hohe Effizienz (über 90 Prozent)
  • praktischer 45-Grad-Stecker
  • hochwertige Verarbeitung

NACHTEILE

  • keine 21-Volt-PPS-Stufe für Top-Smartphones
  • nur ein USB-C-Port
  • Preis-Leistungs-Verhältnis durchschnittlich

Preis-Leistungs-Sieger

Nohon 35W Mini PD-Charger (NX-CD029)

Nohon 35W Mini PD-Charger im Test: Kompaktes USB-C-Ladegerät mit Doppelport

Der Nohon 35W Mini PD-Charger überzeugt vor allem durch sein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für gerade einmal 11 Euro erhält man ein kompaktes Ladegerät mit zwei Anschlüssen und einer Leistung von bis zu 35 Watt. Damit lassen sich nicht nur Smartphones und Tablets, sondern auch kleinere Notebooks zügig aufladen. Das mitgelieferte stoffummantelte USB-C-Kabel mit 60-Watt-Kapazität rundet das Gesamtpaket ab und macht es zu einer attraktiven Option für preisbewusste Käufer, die Wert auf Flexibilität legen.

VORTEILE

  • sehr günstiger Preis (11 Euro)
  • zwei Anschlüsse (USB-C und USB-A)
  • kompakte & leicht
  • hochwertiges, stoffummanteltes USB-C-Kabel im Lieferumfang

NACHTEILE

  • keine PPS-Unterstützung
  • für Kratzer anfälliges Gehäuse

Ratgeber

Testverfahren

Zur Leistungsermittlung nutzen wir das Messgerät F-nirsi FNB58 & die Powerbank Anker Prime 20.000 mAh

Zur Vergleichbarkeit machen wir eine Auswertung der Effizienz der Ladegeräte, beantworten also die Frage, wie groß die Abweichung zwischen aus dem Hausnetz bezogener und beim Endgerät ankommender Leistung ist. Dieser Wert zeigt, welche Ladegeräte auf die effizienteste Elektronik setzen und welche nicht. Ansonsten achten wir auf Verarbeitung, Optik und weitere Auffälligkeiten, wie störende Dauerbeleuchtung oder Fiepgeräusche der Elektronik.

Zur Ermittlung von Effizienz und Leistung nutzen wir das Messgerät F-nirsi FNB58, das uns Banggood zur Verfügung gestellt hat, und hängen es zwischen USB-C-Stecker und Smartphone. Es gibt über ein integriertes LCD unter anderem die Leistung in Watt aus. Zudem zeigt es an, auf welche Schnellladetechnik sich das Netzteil und das Mobilgerät geeinigt haben. Den eigenen Energiebedarf stillt es über das angeschlossene USB-C-Kabel. Dieser ist jedoch so gering, dass wir ihn in unserer Messung ignorieren. Eine Dokumentation gibt es nicht. Das Messgerät verfügt obendrein über eine Funktion zum Lauschen am Power-Delivery-Protokoll und gibt dessen Spezifikationen an.

Anker 313 Ace Charger 45 91,26
Baseus PicoGo 45W 45 90
Nohon 35W Mini PD-Charger (NX-CD029) 35 89,41
Iniu 45W USB-C-Ladegerät GaN II 45 88,5
Pearl Revolt ZX-3658-675 30 89
Anker 511 Charger 30 89
Ugreen Nexode 30W 30 87
Ugreen Nexode 45W 45 85
Google Pixel Ladegerät 30 86
Apple 30W Netzteil 30 84

Zudem verwenden wir ein haushaltsübliches Strommessgerät vor dem Lader, um dessen Stromverbrauch zu erkennen. Je höher der Wirkungsgrad, desto effizienter ist ein Netzteil. Je niedriger, desto mehr Energie wird in Wärmeenergie umgewandelt. Bei all diesen Messmethoden kann es allerdings zu Messungenauigkeiten kommen, weshalb dieser Wirkungsgrad nur als ungefährer Vergleichswert zu verstehen ist.

Im Test lädt jedes Gerät etwa 20 Minuten, von uns protokolliert wird ein gerundeter Mittelwert. Um eine konstante Last zu haben, nutzen wir einen elektronischen Lastsimulator. Mit diesem prüfen wir außerdem, ob die Abschaltung bei Überlast klappt, indem wir stufenweise die Leistung über die Maximalangabe hinaus hochschalten. Verwendet wurde ein hochwertiges USB-C-auf-USB-C-Kabel, das 240 Watt übertragen kann – also genug für Ladegeräte bis 65 Watt. Was ein gutes USB-C-Kabel ausmacht, zeigen wir in der Kaufberatung USB-C-Kabel: Nicht jedes kann alles.

Aus Vergleichszwecken haben wir auch ältere USB-A-Ladegeräte getestet, deren Ergebnisse finden sich weiter unten in der Tabelle.

Auch wenn ein Netzteil mehrere USB-C-Ports und/oder einen USB-A-Port bietet, haben wir zwecks der Vergleichbarkeit immer nur ein einzelnes Gerät über einen USB-C-Port gemessen. Die Lader, die nur einen USB-A-Port bieten, testen wir darüber.

Schnellladetechnik

Zu den wichtigsten und am weitesten verbreiteten Ladetechniken gehört Quick Charge (QC) und Power Delivery (PD). Während Quick Charge Android-Smartphones mit Qualcomm SoC unterstützt, nutzt unter anderem Apple den Power-Delivery-Standard.

Bei den Schnellladetechniken handeln Lader und Endgerät die Kombination aus Spannung und Strom aus. Üblicherweise bietet das Netzteil verschiedene Kombinationen an, aus denen sich das Endgerät die passende heraussucht. Das geschieht über den Control Channel (CC) des USB-C-Steckers. Auch deswegen ist es wichtig, das richtige Kabel zu wählen. Arbeitet der Chip im Kabel nicht korrekt, überträgt das Ladegerät maximal drei Ampere.

Dabei ist USB Power Delivery 3.0 der erste Standard, der Qualcomms Quick Charge und Apple Lightning ersetzen kann. Mit USB-PD 3.0 werden die bisherigen Power-Profile mit der festen Zuordnung von Spannung und Maximalstrom durch flexible Power Rules abgelöst. Dabei gilt, je höher die Nennleistung, desto mehr Kombinationen sind möglich. Deswegen laden USB-Ladegeräte mit USB-PD 3.0 auch kompatible Geräte über den Schnellladestandard Quick Charge.

Wer mehr über Power Delivery erfahren möchte, dem empfehlen wir den Heise-Beitrag: Passt irgendwie.

Proprietäre Schnelllade-Funktionen

Immer mehr Hersteller setzen jedoch auf eigene Schnellladestandards, was die Bemühungen von Power Delivery wieder zur Makulatur macht. Denn geht ein Hersteller beim Schnellladen seinen eigenen Weg, lassen sich diese Smartphones ausschließlich mit den herstellereigenen Netzteilen schnell aufladen. An fremden Ladegeräten fallen sie auf Ladegeschwindigkeiten von teils unter 20 Watt zurück, wodurch ein Ladevorgang enorm lang dauert.

Bei vergangenen Tests hat sich das bei unseren Versuchs-Smartphones Honor Magic 5 Pro (Testbericht) und Xiaomi Redmi Note 12 Pro+ (Testbericht), die beide über 60 Watt laden können, als großes Problem herausgestellt. Keines der getesteten Ladegeräte hat die beiden Handys auch nur ansatzweise mit ihrer maximal möglichen Ladeleistung versorgt. Die Werte betrugen unter 10 Watt und wichen bis auf einzelne Ausreißer kaum mehr als 3 Watt voneinander ab, was Laden zur Geduldsprobe macht.

Was ist PPS und wofür benötigt man es?

In unserer Praxiserfahrung und vielen Smartphone-Tests hat sich zudem gezeigt, dass diese Besonderheit teils von Smartphone zu Smartphone unterschiedlich auftritt. Während das eine problemfrei lädt, verweigert ein anderes die Schnellladung. Eine Spielart, die dahinterstecken kann, ist die PD-Erweiterung PPS (Programmable Power Supply) – eigentlich dazu da, um Spannung und Strom automatisch in Echtzeit dynamisch ändern zu können.

Dadurch soll jederzeit die maximal mögliche Ladeleistung nutzbar sein. Doch diese Technologie kann dafür sorgen, dass Ladegeräte, die nicht auf die exakt gleiche Spannung einsetzen, auf die nächst niedrigere, mit Ladegerät und Endgerät kompatible Spannung zurückfallen (Einblicke im Artikel von heise online).

Das ist gerade dann ärgerlich, wenn man grundsätzlich schnell laden könnte, aber Kabel und Lader nicht zum Standard des Endgeräts passen. Hier muss man also auf die Leistungsdaten im Detail schauen oder bei den Herstellerladegeräten bleiben. Wir geben entsprechend dazu die Angaben der Hersteller zu PPS an und prüfen die Anschluss-Spezifikationen mit einem PD-Listener.

Standardladegeräte

Um zu zeigen, dass sich der Umstieg auf ein Schnellladegerät mit USB-C lohnt, testen wir auch ältere Lader. Mit dabei ist als einziges USB-C-Ladegerät der Google-Charger G1000-EU. Die Netzteile von Xiaomi, Samsung und Oneplus verfügen über einen gewöhnlichen USB-A-Anschluss. Der Google-Charger bietet als Schnellladetechnik Quick Charge, nicht jedoch Power Delivery 3.0. Damit lädt er zwar die Smartphones von Samsung, Google und Oneplus schnell, nicht jedoch das iPhone 13 Mini. Die Netzteile von Xiaomi und Samsung laden alle getesteten Smartphones deutlich langsamer als die hier gezeigten USB-C-Ladegeräte.

Eine Ausnahme bildet der Oneplus Warp Charger in Verbindung mit dem Oneplus 7T Pro. Diese kommunizieren über einen eigenen, proprietären Schnellladestandard und erreichen so ausgezeichnete 25 Watt. Bei den Smartphones von Samsung und Apple erreicht es gute normale Werte, beim Google Pixel 7 fällt es jedoch durch.

Wireless-Charger: Qi oder Magsafe

Neben den kabelgebundenen Lademöglichkeiten kann man je nach Handy auch kabellos laden. Beim iPhone gelingt das per Magsafe, Android-Smartphones verwenden Qi – wobei sich die Techniken neben dem verwendeten Ladeprotokoll im Wesentlichen dadurch unterscheiden, dass Magsafe das iPhone magnetisch festhält. Legt man allerdings ein Qi-fähiges Smartphone ohne Magneten auf ein Magsafe-Pad, beginnt der Ladevorgang dennoch. So sind die Geräte zwar kompatibel, das Magsafe-Protokoll kann ein offizielles Magsafe-Handy allerdings schneller laden.

Fazit

Der Vergleichstest zeigt, dass USB-C-Ladegeräte mit Schnellladetechniken die Smartphones teilweise bis zu doppelt so schnell laden wie alte Netzteile mit USB-A-Port. Überdies verdeutlicht der Test, dass ein Schnellladegerät mit 20 Watt für das Laden eines einzelnen Handys ausreicht. Das sind gute Nachrichten, schließlich kosten die Ladegeräte mit geringerer Leistung in Watt auch deutlich weniger Geld. Die höhere Leistung ist nur nötig, wenn entweder mehrere Geräte gleichzeitig geladen werden sollen oder ein Notebook oder Macbook mit am Ladegerät hängt.

Als Vergleichssieger küren wir den Anker 313 Ace Charger. Er bietet eine große PPS-Range, 45 W an Leistung und einen kleinen Formfaktor zum fairen Preis. Im Gegensatz dazu ist das Apple Ladegerät mit 30 Watt für 30 Euro geradezu teuer. Trotzdem sind beides keine schlechten Netzteile, letzteres richtet sich vorwiegend an Apple-Geräte.

Insgesamt zeigt unser Vergleich, dass man für ein gutes Ladegerät für Smartphone, Tablet oder Zubehör nicht mehr über 25 Euro ausgeben muss. Modelle für nur ein Gerät kosten inzwischen sogar weniger als 15 Euro und bieten teilweise noch Extras wie Steckeraufsätze. Solche Reiseadapter und was man dazu wissen sollte, stellen wir auch in unserem Ratgeber Reiseadapter und Multistecker fürs Ausland: Überall Steckdosen nutzen ab 7 Euro vor.

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BESTENLISTE

Testsieger

Anker 313 Ace Charger

Handy-Ladegerät Anker 313 Ace Charger im Test: Lädt Pixel & Co. schneller

Klein, stark und zuverlässig: Der Anker 313 Ace Charger liefert 45 W über USB-C und unterstützt moderne Ladestandards zum fairen Preis von 20 Euro.

VORTEILE

  • vollständige PPS-Unterstützung mit 21-V-Stufe
  • hohe Effizienz von über 91 Prozent
  • gute Verarbeitung ohne Spaltmaße

Klein, stark und zuverlässig: Der Anker 313 Ace Charger liefert 45 W über USB-C und unterstützt moderne Ladestandards zum fairen Preis von 20 Euro.

Der Anker 313 Ace Charger positioniert sich als kompaktes 45-W-Ladegerät für alle, die ein zuverlässiges Netzteil für Smartphone und Tablet suchen. Mit seinem einzelnen USB-C-Port und der Unterstützung für Power Delivery sowie PPS richtet es sich an Nutzer, die Wert auf moderne Ladestandards legen. Der Hersteller Anker ist seit Jahren für hochwertige Ladegeräte bekannt und verspricht auch hier solide Qualität im Miniformat. Preislich ist es mit 20 Euro durchaus attraktiv.

Ob das Anker 313 im Test überzeugen kann und wie es sich gegen die Konkurrenz schlägt, zeigt unser ausführlicher Praxistest.

Ausstattung & Verarbeitung

Das schwarze Kunststoffgehäuse macht einen hochwertigen Eindruck. Die Verarbeitung ist Anker-typisch auf hohem Niveau – Spaltmaße sucht man vergebens. Die matte Oberfläche liegt gut in der Hand und ist unempfindlich gegen Fingerabdrücke. Mit Abmessungen von 41 x 37,5 x 35 mm und einem Gewicht von nur 77 g passt das Netzteil problemlos in jede Tasche.

Allerdings fällt auf: Für ein auf Kompaktheit getrimmtes 45-W-Netzteil ist es überraschend groß. Das hauseigene Anker Nano mit 65 W ist kaum größer, bietet aber deutlich mehr Leistung. Das ist kein echter Nachteil, relativiert aber etwas den Anspruch als besonders kompaktes Ladegerät.

Ladestandards

Der einzelne USB-C-Port sitzt mittig auf der Vorderseite und liefert die vollen 45 W. Die technischen Spezifikationen lauten: 5 V bei 3 A (15 W), 9 V bei 3 A (27 W), 15 V bei 3 A (45 W) und 20 V bei 2,25 A (45 W). Damit deckt das Ladegerät alle gängigen Spannungsstufen ab. Power Delivery 3.0 ist selbstverständlich an Bord.

Besonders erfreulich: Anker gibt die unterstützten PPS-Bereiche vollständig und transparent direkt auf dem Gehäuse an – etwas, das der Hersteller bei bisher von uns getesteten Ladegeräten nicht immer zuverlässig gemacht hat. Die transparente Kommunikation der technischen Daten direkt auf dem Gerät ist vorbildlich. Viele Hersteller geben die genauen PPS-Bereiche nicht oder nur im Kleingedruckten an.

Mit unserem PD-Listener konnten wir diese Werte bestätigen: Das Netzteil unterstützt PPS von 3,3 bis 16 V bei 3 A, von 3,3 bis 11 V bei 5 A sowie von 3,3 bis 21 V bei 2,25 A. Die 21-V-Stufe ist dabei besonders wichtig für moderne High-End-Smartphones, die diese Spannung für maximale Ladegeschwindigkeit benötigen.

Im Vergleich zu vielen Konkurrenten, die oft nur bis 11 oder 16 V gehen, bietet das Anker 313 damit einen echten Mehrwert. Smartphones wie das Google Pixel 10 Pro XL können so mit ihrer maximalen Ladegeschwindigkeit von 45 W geladen werden. Auch Samsung-Geräte der neuesten Generation profitieren von der breiten PPS-Unterstützung.

Praxistest

Im Test zeigt sich der Anker 313 von seiner besten Seite. Die Effizienz liegt bei beeindruckenden 91,26 Prozent – ein starker Wert für ein 45-W-Netzteil. Bei dauerhafter Volllast über 20 Minuten erreicht das Gehäuse eine Außentemperatur von 49 Grad Celsius, an der Vorderseite sind es 53 Grad. Das ist völlig im grünen Bereich und zeigt, dass die Wärmeentwicklung gut unter Kontrolle ist.

Anker 313 Ace Charger – Wärmeverteilung unter Last

Die Ladeleistung bleibt auch bei längerer Nutzung stabil bei 45 W. Es gibt keine Leistungseinbrüche durch Überhitzung. Die kompakte Bauweise beeinträchtigt die Kühlleistung nicht negativ. Am Lastsimulator hält das Netzteil die volle Leistung problemlos über längere Zeit.

Preis

Der Anker 313 Ace Charger kostet aktuell 20 Euro. Damit liegt er im mittleren Preissegment.

Fazit

Der Anker 313 Ace Charger ist ein grundsolides USB-C-Ladegerät, das keine großen Schwächen zeigt. Die Verarbeitung ist hochwertig, die Effizienz mit über 91 Prozent hervorragend und die PPS-Unterstützung inklusive 21-V-Stufe vorbildlich. Einzig die Größe könnte für ein auf Kompaktheit getrimmtes 45-W-Netzteil etwas geringer ausfallen – das hauseigene Anker Nano mit 65 W ist kaum größer.

Für 20 Euro erhält man ein zuverlässiges Markengerät, das moderne Smartphones und Tablets mit optimaler Geschwindigkeit lädt. Wer nur ein Gerät gleichzeitig laden möchte und 45 W ausreichen, macht hier nichts falsch. Das Anker 313 Ace Charger verdient eine klare Kaufempfehlung.

Technologiesieger

Baseus PicoGo 45W

Baseus Pic-Go 45W im Test: Ultrakompaktes Handy-Ladegerät mit PPS für 26 Euro

Das Baseus PicoGo 45W überrascht mit extrem kompakten Maßen und liefert dennoch satte 45 Watt Ladeleistung. Ob das winzige GaN-Ladegerät für 24 Euro überzeugen kann, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • extrem kompakt & leicht
  • unterstützt PPS-Standard
  • hohe Effizienz (über 90 Prozent)
  • praktischer 45-Grad-Stecker
  • hochwertige Verarbeitung

NACHTEILE

  • keine 21-Volt-PPS-Stufe für Top-Smartphones
  • nur ein USB-C-Port
  • Preis-Leistungs-Verhältnis durchschnittlich

Das Baseus PicoGo 45W überrascht mit extrem kompakten Maßen und liefert dennoch satte 45 Watt Ladeleistung. Ob das winzige GaN-Ladegerät für 24 Euro überzeugen kann, zeigt unser Test.

Kleiner, leichter, leistungsfähiger – das scheint das Motto bei modernen USB-C-Ladegeräten zu sein, auf das auch Baseus mit dem PicoGo 45W aufspringt. Damit präsentiert der Hersteller ein besonders kompaktes Exemplar, das trotz seiner geringen Größe mit ordentlich Power aufwarten will. Der Name „PicoGo“ (von „pico“ für „klein“) ist dabei Prog und auch gleichzeitig der Name einer ganzen neuen Produktreihe: Mit Abmessungen von nur 37 x 33 x 33 mm ist das Ladegerät kaum größer als ein Würfel und wiegt gerade einmal 87 g. Dabei soll es dank GaN-Technologie (Galliumnitrid) und USB Power Delivery bis zu 45 Watt liefern – genug für die meisten Smartphones, Tablets und sogar einige Laptops.

Baseus hat sich in den letzten Jahren als Hersteller von preiswerter, aber solider Ladetechnik einen Namen gemacht. Das PicoGo 45W reiht sich in diese Tradition ein und verspricht, ein praktischer Reisebegleiter zu sein. Für aktuell 24 Euro ist es preislich im Mittelfeld angesiedelt – nicht übermäßig günstig, aber auch nicht teuer. Wir haben getestet, ob das Mini-Ladegerät hält, was es verspricht.

Ausstattung & Verarbeitung

Das Baseus PicoGo 45W macht auf den ersten Blick einen erstaunlich hochwertigen Eindruck. Das schwarze, fast blaugraue Kunststoffgehäuse fühlt sich erstaunlich dicht und solide an – ein kompakter, fester Klotz, der trotz seiner geringen Größe Vertrauen erweckt. Mit nur 87 g ist es zudem ein echtes Leichtgewicht.

Optisch besticht das Ladegerät durch sein schlichtes, mattes Design. Der innen gelb gefärbte USB-C-Port setzt einen dezenten Farbakzent. Eine Besonderheit ist der um 45 Grad verdrehte Stecker – zunächst ungewöhnlich, aber durchaus durchdacht: Steckt man das Ladegerät in eine Mehrfachsteckdose (die typischerweise Steckplätze im 45-Grad-Winkel bietet), zeigt der USB-C-Port gerade nach vorne. Ein cleveres Detail, das wir schon vom Baseus Cube 30W kennen.

Baseus PicoGo 45W – Stecker

Ausgestattet ist das PicoGo 45W mit einem einzelnen USB-C-Port, der die volle Leistung von 45 Watt bereitstellt. Die Verarbeitung des Ports macht einen soliden Eindruck, Stecker lassen sich fest einstecken und halten sicher.

Ladestandards

Das Baseus PicoGo 45W unterstützt den USB Power Delivery (PD) Standard und bietet folgende Spannungs- und Stromkombinationen: 5 V bis 3 A (15 W), 9 V bis 3 A (27 W), 12 V bis 3 A (36 W), 15 V bis 3 A (45 W) und 20 V bis 2,25 A (45 W). Damit deckt es die gängigen Spannungsstufen ab und kann eine Vielzahl von Geräten mit optimaler Geschwindigkeit laden.

Erfreulicherweise unterstützt das Ladegerät auch den PPS-Standard (Progable Power Supply), der besonders für moderne Smartphones wichtig ist. Hier bietet das PicoGo 45W zwei Bereiche: 3,3-11V bei bis zu 5A und 3,3-16V bei bis zu 3 A. Das ermöglicht eine feinere Abstimmung der Ladespannung und -stromstärke, was für eine effizientere und schonendere Ladung sorgt.

5 3 15
9 3 27
12 3 36
15 3 45
20 2,25 45
3,3 – 11 Bis zu 5 Variabel
3,3 – 16 Bis zu 3 Variabel

Allerdings fehlt eine 21-Volt-Stufe, die für einige aktuelle Top-Smartphones nötig wäre, um diese mit höchster Geschwindigkeit zu laden. In der Preisklasse um 20 Euro sind 11 Volt oder 16 Volt als maximale PPS-Spannung jedoch durchaus üblich. Bemerkenswert ist, dass das PicoGo 45W überhaupt PPS unterstützt – dies ist selbst bei manchen teureren Netzteilen keine Selbstverständlichkeit, obwohl dieser Standard für moderne Smartphones zunehmend wichtiger wird.

Praxistest

Im Praxistest zeigt sich das Baseus PicoGo 45W von seiner besten Seite. Es lässt sich mit bis zu 42 Watt voll auslasten, was für ein 45-Watt-Gerät ein hervorragender Wert ist. Die Effizienz liegt bei starken 90 Prozent – ebenfalls ein sehr guter Wert.

Smartphones werden zuverlässig und schnell geladen, wobei der PPS-Standard für optimale Ladegeschwindigkeiten sorgt. Auch bei Tablets gibt es nichts zu beanstanden. Selbst leistungsschwächere Laptops wie Chromebooks, die oft mit 40-Watt-Netzteilen ausgeliefert werden, können mit dem PicoGo 45W problemlos betrieben und geladen werden.

Trotz der kompakten Bauweise bleibt das Ladegerät auch bei längerer Nutzung unter Volllast angenehm kühl – ein weiterer Vorteil der GaN-Technologie. Die Ladegeschwindigkeit wird zu keinem Zeitpunkt gedrosselt, was bei einigen kompakten Ladegeräten durchaus vorkommt, wenn diese zu warm werden.

Preis

Mit einem aktuellen Preis von 24 Euro bewegt sich das Baseus PicoGo 45W im mittleren Preissegment für USB-C-Ladegeräte dieser Leistungsklasse. Es ist nicht übermäßig günstig, aber auch nicht teuer. Allerdings bieten andere Hersteller wie Novoo für den gleichen Preis bereits Netzteile mit 65 Watt an, was das Preis-Leistungs-Verhältnis etwas relativiert.

Baseus ist eigentlich bekannt für besonders aggressive Preisgestaltung, daher überrascht es etwas, dass das PicoGo 45W nicht günstiger positioniert ist. Dennoch bekommt man für ein äußerst kompaktes, leistungsstarkes und qualitativ hochwertiges Ladegerät – was den Preis durchaus rechtfertigt, wenn die extreme Kompaktheit für den Nutzer im Vordergrund steht.

Fazit

Das Baseus PicoGo 45W ist ein beeindruckendes kleines Kraftpaket, das trotz seiner minimalen Abmessungen eine solide Leistung bietet. Mit den Maßen von nur 37 x 33 x 33 mm und einem Gewicht von 87 g ist es eines der kompaktesten 45-Watt-Ladegeräte auf dem Markt und damit der ideale Reisebegleiter.

Die Verarbeitung ist hochwertig, die Leistung mit bis zu 42 Watt im Praxistest überzeugend und die Unterstützung des PPS-Standards ein wichtiges Plus für Smartphone-Besitzer. Die Effizienz von über 90 Prozent ist ebenfalls lobenswert. Der um 45 Grad verdrehte Stecker erweist sich in der Praxis als durchdachtes Detail.

Einziger Wermutstropfen ist das nicht ganz so aggressive Preis-Leistungs-Verhältnis, wie man es sonst von Baseus kennt. Für den gleichen Preis bekommt man bei anderen Herstellern bereits mehr Leistung, allerdings meist in größeren Gehäusen. Wer jedoch maximale Kompaktheit bei dennoch ausreichender Leistung sucht, macht mit dem PicoGo 45W alles richtig.

Preis-Leistungs-Sieger

Nohon 35W Mini PD-Charger (NX-CD029)

Nohon 35W Mini PD-Charger im Test: Kompaktes USB-C-Ladegerät mit Doppelport

Für nur 11 Euro bietet der Nohon 35W Mini PD-Charger nicht nur ordentlich Leistung, sondern auch zwei Anschlüsse in einem kompakten Gehäuse. Ob das kleine Ladegerät im Alltag überzeugen kann, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • sehr günstiger Preis (11 Euro)
  • zwei Anschlüsse (USB-C und USB-A)
  • kompakte & leicht
  • hochwertiges, stoffummanteltes USB-C-Kabel im Lieferumfang

NACHTEILE

  • keine PPS-Unterstützung
  • für Kratzer anfälliges Gehäuse

Für nur 11 Euro bietet der Nohon 35W Mini PD-Charger nicht nur ordentlich Leistung, sondern auch zwei Anschlüsse in einem kompakten Gehäuse. Ob das kleine Ladegerät im Alltag überzeugen kann, zeigt unser Test.

Klein, günstig und mit zwei Anschlüssen ausgestattet – der Nohon 35W Mini PD-Charger (NX-CD029) verspricht auf den ersten Blick ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit seinen kompakten Abmessungen von nur 35 × 30 × 80 mm und einem Gewicht von gerade einmal 70 g ist das Ladegerät ein echter Leichtgewichtler, der in jeder Tasche Platz findet.

Was den Nohon-Charger von vielen Konkurrenten in dieser Preisklasse unterscheidet, ist die Ausstattung mit zwei Anschlüssen – einem USB-C- und einem USB-A-Port. Das ermöglicht das gleichzeitige Laden von zwei Geräten, was besonders unterwegs praktisch sein kann. Allerdings teilen sich die Ports die maximale Gesamtleistung von 35 Watt, was bei der Nutzung beider Anschlüsse zu einer entsprechenden Drosselung führt.

Ob das kleine Ladegerät im Alltag überzeugen kann und ob sich der Kauf lohnt, haben wir in unserem ausführlichen Test untersucht.

Ausstattung & Verarbeitung

Das weiße Kunststoffgehäuse des Nohon 35W Mini PD-Chargers macht einen soliden, wenn auch nicht besonders hochwertigen Eindruck. Die Verarbeitung ist tadellos, bietet aber keine besonderen Highlights. Die matte Beschichtung, die laut Hersteller kratzfest sein soll, hält diesem Versprechen im Praxistest leider nicht stand. Nach einigen Wochen im Rucksack zeigt unser Testgerät bereits deutliche Gebrauchsspuren mit zahlreichen Kratzern und Macken.

Der vom Hersteller beworbene „Anti-Tropfschutz“ entpuppt sich bei näherer Betrachtung als angeblicher Sturzschutz – ein fragwürdiges Marketingversprechen, denn wie soll das bei einem normalen Netzteil funktionieren? Es handelt sich um ein stinknormales Ladegerät wie jedes andere auch. Bei einem Sturz auf die Steckdosenkontakte werden diese genauso verbogen wie bei jedem anderen Netzteil. Hier wurde offenbar ein Begriff auf der Amazon-Produktseite untergebracht, ohne dass dahinter eine tatsächliche Funktion steht.

Positiv hervorzuheben sind die kompakten Abmessungen von 35 × 30 × 80 mm und das geringe Gewicht von nur 70 g. Dadurch lässt sich das Ladegerät problemlos in jeder Tasche transportieren. Ein weiteres Plus ist das mitgelieferte, stoffummantelte USB-C-auf-USB-C-Kabel mit einer Länge von einem Meter, das bis zu 60 Watt übertragen kann – mehr als genug für dieses Ladegerät.

Die Ausstattung mit zwei Anschlüssen – einem USB-C- und einem USB-A-Port – ist in dieser Preisklasse bemerkenswert und erhöht die Flexibilität im Alltag deutlich.

Ladestandards

Der USB-C-Anschluss des Nohon 35W Mini PD-Chargers unterstützt verschiedene Spannungen und Stromstärken: 5,0 V bei 5,0 A (15,0 W), 9,0 V bei 3,0 A (27,0 W), 12,0 V bei 2,5 A (30,0 W), 15,0 V bei 2,35 A (35,0 W) und 20,0 V bei 1,75 A (35,0 W). Damit deckt er alle gängigen Power-Delivery-Profile ab und kann mit maximal 35 Watt laden.

Der USB-A-Port unterstützt ebenfalls mehrere Ladeprofile: 5,0 V bei 3,0 A (15,0 W), 9,0 V bei 2,0 A (18,0 W), 10,0 V bei 2,25 A (22,5 W) und 12,0 V bei 1,5 A (18,0 W). Damit bietet er bis zu 22,5 Watt Ladeleistung und unterstützt neben dem Standard-USB-Laden auch Quick Charge.

5,0 3,0 15,0
9,0 3,0 27,0
12,0 2,5 30,0
15,0 2,35 35,0
20,0 1,75 35,0
5,0 3,0 15,0
9,0 2,0 18,0
10,0 2,25 22,5
12,0 1,5 18,0

Ein Manko ist allerdings, dass der Nohon 35W Mini PD-Charger kein PPS (Progable Power Supply) unterstützt. Diese Funktion, die eine feinere Spannungsanpassung ermöglicht, ist besonders für moderne Smartphones wichtig, da diese sonst nicht mit ihrer maximalen Geschwindigkeit laden können. Für 11 Euro ist das zwar nicht unbedingt zu erwarten, andere günstige Ladegeräte wie das Ikea Sjöss 30W zeigen jedoch, dass PPS auch in dieser Preisklasse durchaus möglich ist.

Werden beide Ports gleichzeitig genutzt, teilt sich die Gesamtleistung auf. Bei gleichzeitiger Nutzung beider Anschlüsse ist die Leistung auf insgesamt 35 Watt begrenzt, wobei jeder Port maximal 15 Watt (5,0 V bei 3,0 A) liefern kann. Das reicht für das gleichzeitige Laden von zwei Smartphones mit moderater Geschwindigkeit aus.

Praxistest

Im Praxistest erweist sich der Nohon 35W Mini PD-Charger als zuverlässiger Begleiter. Die Effizienz liegt bei 89,41 Prozent, was ein solider, wenn auch nicht herausragender Wert ist. Im Vergleich zu anderen Ladegeräten bewegt sich diese Effizienz im durchschnittlichen Bereich, wobei die Unterschiede meist nur wenige Prozent betragen. Bei der Nutzung eines einzelnen Anschlusses liefert das Ladegerät bis zu 32 Watt, was für das zügige Aufladen der meisten Smartphones und Tablets mehr als ausreichend ist.

Bei gleichzeitiger Nutzung beider Anschlüsse reduziert sich die Ladeleistung pro Port deutlich, was zu längeren Ladezeiten führt. Dies ist jedoch ein übliches Verhalten bei Mehrport-Ladegeräten und angesichts des günstigen Preises durchaus akzeptabel.

Preis

Mit einem Preis von nur 11 Euro bietet der Nohon 35W Mini PD-Charger ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für diesen Betrag erhält man nicht nur ein kompaktes 35-Watt-Ladegerät mit zwei Anschlüssen, sondern auch ein hochwertiges, stoffummanteltes USB-C-Kabel. Vergleichbare Produkte bekannter Marken kosten oft das Doppelte oder Dreifache, ohne dabei wesentlich mehr zu bieten.

Angesichts der gebotenen Ausstattung und Leistung ist der Nohon 35W Mini PD-Charger damit ein echtes Schnäppchen und eine klare Kaufempfehlung für preisbewusste Nutzer.

Fazit

Der Nohon 35W Mini PD-Charger überzeugt durch sein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis und seine praktische Ausstattung mit zwei Anschlüssen. Für nur 11 Euro erhält man ein kompaktes Ladegerät, das für die meisten Alltagsanwendungen mehr als ausreichend ist.

Die Verarbeitung ist solide, wenn auch nicht besonders hochwertig, und die beworbene Kratzfestigkeit hält im Praxistest leider nicht, was sie verspricht. Der angebliche „Anti-Tropfschutz“ ist nichts weiter als leeres Marketing-Geschwätz ohne realen Nutzen. Das Fehlen von PPS ist ein kleiner Wermutstropfen, der aber angesichts des günstigen Preises verschmerzbar ist.

Mit einer Effizienz von 89,41 Prozent liefert das Ladegerät solide Werte, und das mitgelieferte stoffummantelte USB-C-Kabel rundet das Gesamtpaket positiv ab. Für alle, die ein günstiges, kompaktes Ladegerät mit zwei Anschlüssen suchen, ist der Nohon 35W Mini PD-Charger eine klare Empfehlung.

Starkes Handy-Ladegerät mit zwei Ports ab 14 Euro: Iniu I623 45W GaN II im Test

Das USB-C-Ladegerät Iniu I623 45W GaN II bietet zwei Anschlüsse und 45 Watt Gesamtleistung zum attraktiven Preis. Wir haben getestet, ob Ausstattung und Performance überzeugen können.

VORTEILE

  • kompaktes Format
  • 45W Gesamtleistung mit Power Delivery 3.0 & PPS
  • zwei Anschlüsse (1x USB-C, 1x USB-A)
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

NACHTEILE

  • geringere Leistung als erwartet an einigen Geräten (z.B. Pixel 8 Pro)

Das USB-C-Ladegerät Iniu I623 45W GaN II bietet zwei Anschlüsse und 45 Watt Gesamtleistung zum attraktiven Preis. Wir haben getestet, ob Ausstattung und Performance überzeugen können.

Das Iniu I623 45W GaN II ist ein kompaktes USB-C-Ladegerät, das mit einer Gesamtleistung von 45 Watt, zwei Anschlüssen und der effizienten GaN-Technologie punkten will. Dabei ist es mit einem Preis von aktuell rund 14 Euro noch recht erschwinglich.

Im Vergleich zu anderen Handy-Ladegeräten bietet das Iniu-Modell mehr Leistung und einen zusätzlichen USB-C-Port.

Wie sich das Iniu I623 im Praxistest schlägt und ob es trotz geringerer Effizienz eine Empfehlung wert ist, zeigt unser Testbericht.

Ausstattung & Verarbeitung

Das kompakte weiße Kunststoffgehäuse des Iniu I623 misst nur 48 x 46,5 x 30 mm und wiegt leichte 125 Gramm. Die Verarbeitung ist tadellos, die Oberfläche matt und unempfindlich gegen Fingerabdrücke. Es gibt zwei Varianten des I623, die sich durch die Anschlüsse unterscheiden. Entweder gibt es einmal USB-C und einmal USB-A oder zweimal USB-C. Der Port mit USB-C leistet dabei bis zu 45 W bei folgenden Anschlussspezifikationen: (5 V bei 3 A, 9 V bei 3 A, 12 V bei 3 A, 15 V bei 3 A, 20 V bei 2,25 A. Die USB-A-Buchse arbeitet mit maximal 18 Watt und folgenden Spezifikationen: 5 V bei 3 A, 9 V bei 2 A, sowie 12 V bei 1,5 A.

Der USB-C-Port unterstützt den Power Delivery 3.0 Standard sowie PPS (Programmable Power Supply) im Bereich von 3,3 bis 11 Volt bei maximal 4 Ampere. Am USB-A-Port gibt es Quick Charge 3.0 mit maximal 18 Watt. Die Gesamtleistung ist auf 45 Watt begrenzt.

An Bord ist wie inzwischen nahezu überall die effiziente GaN (Galliumnitrid) Technologie, die kompaktere Bauformen und geringere Abwärme ermöglicht als herkömmliches Silizium.

Praxistest

Im Test lieferte das Iniu I623 am Google Pixel 8 Pro leider nur enttäuschende 17 Watt und konnte so nicht die volle Ladeleistung des Smartphones ausreizen. Hier schnitt der günstigere Konkurrent Oraimo PA-C01 trotz geringerer Nennleistung besser ab. Die Effizienz liegt bei unserer Messung bei 88,5 Prozent – ein guter, aber kein herausragender Wert. Das 6 Euro günstige, inzwischen nicht mehr verfügbare Oraimo kam hingegen in unserem Test auf über 90 Prozent.

An Notebooks wie einem Dell XPS 13 oder MacBook Air konnte das kompakte 45W-Netzteil durchaus überzeugen und die Akkus während des Betriebs langsam aufladen. Die maximale Leistung von 45 Watt wurde dabei weitgehend erreicht.

Die Abwärme hielt sich dank GaN in Grenzen, das Gehäuse wurde zwar warm, aber nicht heiß. Auch nach längerer Volllast gab es keine Probleme oder Abschaltungen wegen Überhitzung.

Preis

Mit einem Preis von aktuell rund 22 Euro bei Amazon ist das Iniu I623 45W GaN II mit USB-A und USB-C recht erschwinglich. Die Variante mit zweimal USB-C kostet mit 14 Euro deutlich weniger.

Kurzzeitig war das Iniu-Ladegerät dank Rabattgutschein sogar für nur 7 Euro erhältlich – zu dem Kurs wäre es ein absolutes Schnäppchen gewesen. Doch auch so geht das Preis-Leistungs-Verhältnis in Ordnung, wenn man die gebotene Leistung und Ausstattung bedenkt.

Fazit

Das Iniu I623 45W GaN II USB-C-Ladegerät bietet in einem kompakten Format eine solide Gesamtleistung von 45 Watt, verteilt auf zwei Anschlüsse. Positiv sind der USB-C-Port mit Power Delivery und PPS sowie der zusätzliche USB-A-Port mit Quick Charge.

Die Verarbeitung ist tadellos, die Effizienz von 88,5 Prozent ist gut, aber nicht herausragend. Im Praxistest an Laptops konnte es überzeugen, am Google Pixel 8 Pro enttäuschte die Ladeleistung aber. Für rund 22 Euro bekommt man insgesamt ein brauchbares Ladegerät mit ordentlicher Leistung und Ausstattung.

Extrem flaches Handy-Ladegerät Revolt ZX-3658-581 im Test: 30 W, USB-A & USB-C

Das Handy-Ladegerät Revoltolt ZX-3658-581 bietet für nur 11 Euro neben USB-C und USB-A eine Ausgangsleistung von 30 W bei gleichzeitig extrem flacher Bauweise.

VORTEILE

  • extrem flache Bauweise (15 mm)
  • zwei Anschlüsse (USB-C und USB-A)
  • PPS-Unterstützung vorhanden
  • sehr günstiger Preis (11 Euro)

NACHTEILE

  • starke Hitzeentwicklung bis 79 Grad

Das Handy-Ladegerät Revoltolt ZX-3658-581 bietet für nur 11 Euro neben USB-C und USB-A eine Ausgangsleistung von 30 W bei gleichzeitig extrem flacher Bauweise.

Das Revolt ZX-3658-581 vom Versandhändler Pearl ist ein außergewöhnlich flaches USB-C-Ladegerät mit GaN-Technologie. Mit nur 15 mm Bauhöhe passt es in jede Tasche und bietet trotzdem zwei Anschlüsse – einen USB-C-Port mit 30 W Power Delivery und einen USB-A-Port mit Quick Charge 2.0. Für 11 Euro (zuzüglich Versand) bekommt man hier viel Leistung in kompakter Bauweise.

Überraschend: Das Ladegerät unterstützt sogar PPS (Programmable Power Supply), was Pearl gar nicht bewirbt. Damit ist es bestens für moderne Smartphones gerüstet und bietet ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir haben das handliche Handy-Ladegerät getestet.

Das Testgerät hat uns Pearl zur Verfügung gestellt.

Ausstattung & Verarbeitung

Mit Abmessungen von 80 x 35 x 15 mm ist das Revolt ZX-3658-581 flacher als ein Daumen. Das weiße Kunststoffgehäuse wiegt federleichte 38 g und fühlt sich trotz des günstigen Preises solide verarbeitet an. Die extreme Flachbauweise ist beeindruckend – kein anderes Ladegerät mit zwei Ports ist derart kompakt.

Das Netzteil verfügt über Schutzschaltungen gegen Überstrom, Überhitzung und Kurzschluss. Die Leistungsaufnahme im Leerlauf liegt bei sparsamen 0,07 W. Wie bei den meisten modernen Ladegeräten kommt GaN-Technologie zum Einsatz, die die kompakte Bauweise ermöglicht.

Ladestandards

Der USB-C-Port liefert maximal 30 W mit folgenden Spannungsstufen: 5 V bei 3 A, 9 V bei 3 A, 12 V bei 2,5 A, 15 V bei 2 A und 20 V bei 1,5 A. Der USB-A-Port unterstützt Quick Charge 2.0 mit bis zu 18 W (5 V bei 3 A, 9 V bei 2 A, 12 V bei 1,5 A). Bei gleichzeitiger Nutzung beider Ports reduziert sich die Gesamtleistung auf 15 W bei 5 V und 3 A – beide Geräte laden dann mit Standard-Geschwindigkeit.

30 W 5 V, 9 V, 12 V, 15 V, 20 V 3 A, 3 A, 2,5 A, 2 A, 1,5 A 3,3 V – 11 V / 3 A (oder) 3,3 V – 16 V / 2 A
18 W 5 V, 9 V, 12 V 3 A, 2 A, 1,5 A Nicht unterstützt

Offiziell bewirbt Pearl nur Power Delivery 3.0 und Quick Charge 2.0. Im Test mit einem PD-Listener zeigt sich jedoch eine positive Überraschung: Das Ladegerät unterstützt auch PPS (Programmable Power Supply). Der variable Spannungsbereich reicht von 3,3 bis 11 V bei 3 A oder 3,3 bis 16 V bei 2 A.

Diese PPS-Unterstützung ist besonders für moderne Samsung-Smartphones wichtig, die damit ihre volle Ladegeschwindigkeit erreichen. Auch viele aktuelle Xiaomi- und OnePlus-Geräte profitieren von PPS. Dass Pearl diese Funktion nicht bewirbt, ist verwunderlich – für 11 Euro ist PPS-Support außergewöhnlich.

Die automatische Spannungsanpassung funktioniert zuverlässig. Das Ladegerät erkennt angeschlossene Geräte und wählt selbstständig die optimale Ladespannung.

Nachfolgend haben wir in einer Tabelle zusammengefasst, wie sich die Ladegeschwindigkeit bei gleichzeitiger Nutzung beider Ports verändert:

15 W USB-C: 5 V bei 3 A (geteilt), USB-A: 5 V bei 3 A (geteilt)

Praxistest

Im Dauerlasttest bei 30 W zeigt sich die Kehrseite der flachen Bauweise: Nach 20 bis 30 Minuten erreicht das Gehäuse auf einer Seite 79,2 Grad, auf der anderen Seite 68 Grad. Diese Temperaturen sind deutlich spürbar und können bei direktem Hautkontakt unangenehm werden. Die Hitzeentwicklung resultiert aus dem kompakten Design – es fehlt schlicht der Raum für effektive Wärmeableitung.

Revolt ZX-3658-581 – Wärmeentwicklung

Die Effizienz bei 30 W Last liegt bei 89 Prozent, bei 22 W bei 87,81 Prozent. Diese Werte sind ordentlich, aber nicht überragend. Die technischen Daten zeigen je nach Ausgangsspannung Effizienzwerte zwischen 86 und 88 Prozent im Durchschnitt – hier schneidet das Ladegerät in unserem Test also sogar besser als angegeben ab. Bei geringer Last von 10 Prozent sinkt die Effizienz auf 77 bis 82 Prozent.

Preis

Mit einem Preis von 11 Euro (zuzüglich Versand) ist das Revolt ZX-3658-581 ein echtes Schnäppchen. Vergleichbare Dual-Port-Ladegeräte mit 30 W kosten meist 20 bis 30 Euro. Selbst einfache Single-Port-Ladegeräte ohne PPS liegen oft bei 15 Euro oder mehr.

Fazit

Das Revolt ZX-3658-581 ist ein bemerkenswertes Ladegerät mit Ecken und Kanten. Die extrem flache Bauweise von nur 15 mm ist allen voran hervorzuheben und macht es zum perfekten Reisebegleiter. Zwei Ports, 30 W Power Delivery und die überraschend vorhandene PPS-Unterstützung sind für 11 Euro ein unschlagbares Angebot.

Die starke Hitzeentwicklung von bis zu 79 Grad unter Dauerlast ist jedoch bedenklich. Wer das Ladegerät hauptsächlich für kurze Ladevorgänge oder als Zweitgerät nutzt, kann damit leben. Für den Dauereinsatz am Schreibtisch gibt es bessere Alternativen. Trotz dieser Schwäche ist das Preis-Leistungs-Verhältnis hervorragend – selten bekommt man so viel Technik für so wenig Geld.

Handy-Ladegerät mit 30 Watt in Zwergengröße: Ugreen Nexode 30W im Test

Das Ugreen Nexode 30W ist ein kompaktes USB-C-Ladegerät mit 30 Watt Leistung, Power Delivery und PPS. Wir haben getestet, was der kleine Kraftprotz kann.

VORTEILE

  • sehr kompakt und leicht
  • 30 Watt Leistung mit PD und PPS
  • gute Verarbeitung
  • günstig (aktuell 13 Euro)

NACHTEILE

  • nur ein USB-C Anschluss
  • unauffälliges Design

Das Ugreen Nexode 30W ist ein kompaktes USB-C-Ladegerät mit 30 Watt Leistung, Power Delivery und PPS. Wir haben getestet, was der kleine Kraftprotz kann.

Ein Paradebeispiel für ein kompaktes USB-C-Ladegerät mit GaN-Technologie ist das Ugreen Nexode 30W. Mit Abmessungen von nur 32 x 32 x 40 mm und einem Gewicht von 57 Gramm gehört es zu den kleinsten 30-Watt-Netzteilen auf dem Markt.

Trotz der geringen Größe liefert es dank Power Delivery und PPS (Programmable Power Supply) bis zu 30 Watt Leistung und versorgt so nicht nur Smartphones, sondern auch Tablets zuverlässig mit Strom. Wir haben das handliche Ladegerät genau unter die Lupe genommen.

Ausstattung & Verarbeitung

Das weiße Kunststoffgehäuse des Ugreen Nexode 30W macht einen hochwertigen und stabilen Eindruck. An der Vorderseite befindet sich der USB-C-Port, der die volle Ladeleistung von 30 Watt liefert.

Dank der kompakten Abmessungen nimmt das Netzteil kaum Platz weg und passt problemlos in jede Tasche. Die Verarbeitung ist tadellos, es gibt keine Spaltmaße oder scharfe Kanten. Optisch ist das Ladegerät eher unauffällig und schlicht gehalten.

Das Ugreen Nexode 30W unterstützt Power Delivery 3.0 sowie PPS (Programmable Power Supply). Damit ist es flexibel einsetzbar und kompatibel zu einer Vielzahl von Geräten.

Im Detail liefert der USB-C-Port folgende Leistungsstufen: 5 V bei 3 A, 9 V bei 3 A, 12 V bei 2,5 A, 15 V bei 2 A und 20 V bei 1,5 A. Nicht nur sind diese Informationen direkt auf Ugreens Webseite einsehbar, sondern auch die Detailangaben zu PPS – löblich. Andere Hersteller sind gerade bei PPS nicht so zuverlässig und die Informationen schwer auffindbar. PPS ist entsprechend im Bereich von 3,3 bis 11 V bei 3 A verfügbar. Damit deckt das kompakte Netzteil ein breites Spektrum ab.

Praxistest

Im Praxistest macht das Ugreen Nexode 30W eine gute Figur. Die Effizienz liegt bei 87 Prozent – ein ordentlicher Wert für ein so kompaktes Netzteil. Am Google Pixel 8 Pro haben wir eine Ladeleistung von 16 Watt gemessen, beim Pixel Tablet waren es 19,2 Watt – das Maximum, was das Tablet verträgt.

Bei maximaler Ausnutzung der Leistung liefert das Nexode 30W sehr gute 29,2 Watt. Damit lassen sich auch leistungshungrige Geräte zuverlässig mit Strom versorgen. Die Abwärme hält sich dabei in Grenzen.

Preis

Das Ugreen Nexode 30W ist eines der günstigeren USB-C-Netzteile. Der Preis von 13 Euro bei Amazon (Coupon anwählen) geht für die gute Leistung und Ausstattung vollkommen in Ordnung.

Fazit

Das Ugreen Nexode 30W ist ein gelungenes USB-C-Ladegerät für alle, die viel Leistung im kompakten Format suchen. Mit 30 Watt, Power Delivery und PPS ist es vielseitig einsetzbar und lädt zuverlässig Smartphones sowie Tablets.

Dank der geringen Abmessungen und des leichten Gewichts eignet es sich perfekt für unterwegs. Aktuell kostet es bei Amazon nur 15 Euro und ist damit ein echtes Schnäppchen. Wenn man mit einem USB-C-Port auskommt, ist das Ugreen Nexode 30W eine klare Kaufempfehlung.

Anker 511 Charger im Test: Ultrakompaktes Handy-Ladegerät mit 30 Watt

Klein, leicht, leistungsstark: Das Anker 511 Charger alias Nano 2 ist eines der kompaktesten USB-C-Ladegeräte auf dem Markt. Wir haben getestet, was der Winzling kann.

VORTEILE

  • extrem kompakt und leicht
  • 30 Watt Leistung über USB-C 
  • unterstützt USB-PD und PPS
  • gute Verarbeitung

NACHTEILE

  • nur ein USB-C-Anschluss
  • etwas teurer als manche Konkurrenz

Klein, leicht, leistungsstark: Das Anker 511 Charger alias Nano 2 ist eines der kompaktesten USB-C-Ladegeräte auf dem Markt. Wir haben getestet, was der Winzling kann.

Der Anker 511 Charger, auch bekannt als Anker Nano 2, ist ein extrem kompaktes USB-C-Ladegerät mit 30 Watt Leistung. Es kam 2022 auf den Markt und gehört zu den kleinsten Netzteilen seiner Klasse. Mit Maßen von nur 28 × 28 × 35 mm und einem Gewicht von 45 Gramm steckt man es fast unbemerkt in die Tasche. Trotz der geringen Größe unterstützt es moderne Ladestandards wie USB Power Delivery und Programmable Power Supply (PPS). Wir haben das Mini-Netzteil im Praxistest auf Herz und Nieren geprüft.

Ausstattung & Verarbeitung

Anker 511 Charger Nano 3 – Gehäuse

Das weiße oder wahlweise dunkelgraue Kunststoffgehäuse des Anker 511 Charger ist hochwertig verarbeitet und macht einen stabilen Eindruck. Allerdings hat sich bei unserem Lader nach eineinhalb Jahren Nutzung die Gehäusebeschichtung etwas abgewetzt, was unschöne Abplatzer zutage fördert. An der Vorderseite befindet sich lediglich ein USB-C-Anschluss, der die volle Ladeleistung von 30 Watt liefert. Mehr Ports gibt es nicht – wer mehrere Geräte laden will, muss zu einem größeren Netzteil greifen. Mit seinen kompakten Abmessungen und dem niedrigen Gewicht gehört der Anker 511 Charger zu den kleinsten und leichtesten 30-W-Ladegeräten überhaupt. Im Lieferumfang befindet sich nur das Netzteil selbst, ein passendes USB-C-Kabel muss man sich dazukaufen.

Das Anker-Ladegerät beherrscht den Power-Delivery-Standard mit bis zu 30 Watt. Damit kann es viele aktuelle Smartphones und Tablets recht flott laden. Die unterstützten Spannungs- und Stromstärken sind wie folgt: 5 V bei 3 A, 9 V bei 3 A, 15 V bei 2 A und 20 V bei 1,5 A.

Gut ist die Unterstützung von Programmable Power Supply (PPS). Damit kann das Netzteil die Spannung dynamisch anpassen und so eine optimale Ladung für viele Samsung- und Google-Geräte liefern. Folgende PPS-Stufen werden unterstützt: 3,3 bis 11 V bei 3 A sowie 3,3 bis 16 V bei 2 A.

Im Standby verbraucht das kleine Anker-Ladegerät erfreulich geringe 0,06 Watt.

Praxistest

In unserem Ladetest konnte der Anker 511 Charger überzeugen. Er lädt ein Google Pixel 8 Pro mit ordentlicher Geschwindigkeit. Auch unser Pixel Tablet wird mit rund 18 Watt zuverlässig geladen – ein guter Wert für ein so kompaktes Netzteil. Der gemessene Wirkungsgrad liegt bei guten 88 Prozent. Damit gehört es zu den effizienteren Modellen seiner Klasse. Die Abwärme hält sich in Grenzen und ist bei der moderaten Leistung von 30 Watt auch nicht anders zu erwarten.

Preis

Mit einem regulären Preis von 25 Euro ist der Anker 511 Charger zwar etwas teurer als manche Konkurrenten wie das Ugreen Nexode 30W, dafür ist er aber auch eine Spur kleiner. Aktuell ist er bei Amazon für 13 Euro erhältlich. Günstiger bekommt man nur wenige brauchbare 30-Watt-Ladegerät mit USB-PD und PPS.

Fazit

Der Anker 511 Charger alias Nano 2 ist ein formidables Reiseladegerät für alle, die ein Maximum an Kompaktheit wünschen. Es kombiniert hohe Leistung mit minimalem Packmaß und geringem Gewicht. 30 Watt über USB-C sind für die meisten mobilen Geräte mehr als ausreichend. Dank USB-PD und PPS werden viele Geräte optimal geladen. Die Verarbeitung ist tadellos, die Effizienz hoch.

Einziger Wermutstropfen ist der etwas höhere Preis als bei ähnlich leistungsstarken Konkurrenten. Dafür bekommt man aber auch das wohl kleinste 30W Ladegerät auf dem Markt. Wer bereit ist, diesen Aufpreis für maximale Portabilität zu zahlen, bekommt mit dem Anker 511 Charger ein hervorragendes Produkt. Von uns gibt es eine klare Kaufempfehlung.

Doppelt lädt besser: Handy-Ladegerät Ugreen Nexode 45W mit zweimal USB-C im Test

Das kompakte Ladegerät Ugreen Nexode 45W punktet mit zwei leistungsstarken USB-C-Ports und unterstützt moderne Ladestandards wie Power Delivery und PPS. Wir haben den Dual-Charger ausführlich getestet.

VORTEILE

  • kompaktes Format
  • 2x USB-C mit je 45 Watt
  • Power Delivery 3.0 & PPS
  • gute Verarbeitung

NACHTEILE

  • vergleichsweise teuer
  • kein USB-A Port

Das kompakte Ladegerät Ugreen Nexode 45W punktet mit zwei leistungsstarken USB-C-Ports und unterstützt moderne Ladestandards wie Power Delivery und PPS. Wir haben den Dual-Charger ausführlich getestet.

Mit dem Nexode 45W erweitert Hersteller Ugreen seine USB-C-Ladegeräte-Serie um ein kompaktes Modell mit zwei Ports. Trotz des handlichen Formats steckt eine Gesamtleistung von 45 Watt in dem Netzteil.

Beide USB-C-Anschlüsse sind gleichwertig und liefern bis zu 45 Watt, wenn nur ein Gerät angeschlossen ist. Bei zwei Geräten teilt sich die Leistung dynamisch auf maximal 45W auf. Damit ist das Ugreen für schnelles Laden moderner Smartphones, Tablets und sogar kleinerer Notebooks geeignet. Wir testen sein Können.

Ausstattung & Verarbeitung

Das dunkle Kunststoffgehäuse des Ugreen Nexode 45W ist sehr kompakt und leicht, macht aber trotzdem einen stabilen und wertigen Eindruck. Die Oberfläche ist matt und gut verarbeitet, Spaltmaße sind praktisch nicht vorhanden. Auf der Vorderseite befinden sich die beiden USB-C-Ports, die dank ihres Abstands auch mit größeren Steckern keine Platzprobleme haben. Abweichend gibt es eine zusätzliche Variante mit USB-C und USB-A, die etwa 16 Euro kostet.

Die geringe Größe von nur 49 x 39,9 x 39,9 mm prädestiniert das 105 g leichte Netzteil für den mobilen Einsatz. So nimmt es in Rucksack oder Tasche kaum Platz weg, bietet aber dennoch ordentlich Leistung.

Beide USB-C-Ports des Ugreen Nexode 45W unterstützen Power Delivery 3.0 mit bis zu 45 Watt Leistung. Im Detail sieht das wie folgt aus: 5 V bei 3 A, 9 V bei 3 A, 12 V bei 3 A, 15 V bei 3 A und 20 V bei 2,25 A.

Damit kann man nicht nur Smartphones und Tablets, sondern auch USB-C-Notebooks mit bis zu 45 Watt Leistungsaufnahme laden. Das reicht zumindest für eine langsame Aufladung.

Positiv ist auch die Unterstützung von PPS (Programmable Power Supply) im Bereich von 3,3 bis 11 V bei 4 A. Das erlaubt die flexible Anpassung der Ladespannung an die Anforderungen moderner Smartphone-Akkus. Als dritten Standard beherrscht das Ugreen Nexode Quick Charge 4+ von Qualcomm.

Praxistest

Im Praxistest macht das Ugreen Nexode 45W eine gute Figur. Unser Notebook ließ sich mit vollen 45W betreiben und laden. Hier kam Power Delivery 3.0 zum Einsatz. Im Doppelpack mit dem S22 Ultra musste sich das Notebook dann mit rund 27 Watt begnügen, da sich die 45-Watt-Gesamtleistung dynamisch auf beide Geräte verteilte. Das ist aber normal und für die meisten Anwendungen völlig ausreichend.

Die Ladeelektronik arbeitet effizient, in unserem Testparcours erreichte das Ugreen Nexode 45W gute 87 Prozent Wirkungsgrad. Die Abwärme hält sich in Grenzen, selbst unter Volllast wird das kompakte Gehäuse nur handwarm. Überhitzung oder Leistungseinbrüche konnten wir auch nach längerer Nutzung nicht feststellen.

Preis

Das Ugreen Nexode 45W kostet in der Variante mit zweimal USB-C knapp 22 Euro mit weißem Gehäuse. Sollte dieses Angebot abgelaufen sein, führt unser Bestpreis-Link auch später jederzeit zum nach Preisvergleich besten Angebot. Alternativ kann man es für 16 Euro auch mit je einmal USB-C und USB-A bekommen.

Fazit

Das Ugreen Nexode 45W ist ein durchweg gelungenes USB-C-Ladegerät für den mobilen Einsatz. Die beiden leistungsstarken Ports mit je 45 Watt sind ideal, um zwei Geräte gleichzeitig zu laden, auch wenn es dann langsamer geht.

Mit der Unterstützung von Power Delivery 3.0 inklusive PPS ist es gut aufgestellt. Die Verarbeitung ist tadellos, wie man es von Ugreen gewohnt ist. Die kompakten Abmessungen machen das Netzteil zum idealen Reisebegleiter.

Einziger Wermutstropfen ist der ambitionierte Preis von rund 21 Euro. Hier bekommt man von anderen Herstellern teilweise etwas mehr geboten. Trotzdem ist das Ugreen Nexode 45W ein top Ladegerät für alle, die ein flexibles Duo-Netzteil mit starker Leistung und geringem Packmaß suchen. Von uns gibt es eine klare Empfehlung.

Schlichtes & gutes USB-C-Ladegerät fürs Handy: Google Pixel Charger 30W im Test

Das Google Pixel 30W USB-C-Ladegerät überzeugt im Test mit solidem Ladestandard und schickem Design. Doch der Preis ist happig für die gebotene Leistung.

VORTEILE

  • kompaktes, schickes Design
  • unterstützt USB-PD und PPS
  • gute Verarbeitung

NACHTEILE

  • nur ein USB-C-Port
  • vergleichsweise teuer
  • Angaben zu PPS schwer einsehbar

Das Google Pixel 30W USB-C-Ladegerät überzeugt im Test mit solidem Ladestandard und schickem Design. Doch der Preis ist happig für die gebotene Leistung.

Zusammen mit den Pixel-6-Smartphones hat Google auch ein passendes USB-C-Ladegerät mit 30 Watt auf den Markt gebracht. Das Netzteil wird den Handys zwar nicht mehr beigelegt, kann aber für knapp 15 Euro (Bestpreis-Link) separat erworben werden. Wir haben das Google Pixel 30W USB-C-Ladegerät genau unter die Lupe genommen.

Ausstattung & Verarbeitung

Das Google Pixel 30W USB-C-Ladegerät präsentiert sich im klassischen weißen Steckernetzteil-Format mit schwarzen Akzenten. Das matte Kunststoffgehäuse ist schick und passt perfekt in Googles aktuelle Designsprache. Mit Abmessungen von 43 x 26 x 51,7 mm ist es für ein 30-Watt-Modell durchschnittlich kompakt. Das Gewicht von 81,51 Gramm geht ebenfalls in Ordnung. Die Verarbeitung ist tadellos, Spaltmaße sucht man vergebens.

Auf der Vorderseite sitzt der einzige USB-C-Port, der die vollen 30 Watt liefert. Ein LED-Lämpchen zur Funktionsanzeige gibt es nicht – gut so, denn so ist der Raum nachts nicht taghell. Insgesamt wirkt das Netzteil schnörkellos, aber hochwertig.

Der USB-C-Anschluss des Google Pixel 30W unterstützt den Power-Delivery-Standard (USB-PD). Damit stehen folgende Leistungsstufen zur Verfügung: 5 V bei 3 A (15 Watt), 9 V bei 3 A (27 Watt), 15 V bei 2 A (30 Watt), 20 V bei 1,5 A (30 Watt).

Zusätzlich beherrscht das Netzteil den PPS-Ladestandard (Programmable Power Supply) in diesen Bereichen: 3,3 bis 11 V bei 3 A sowie 3,3 bis 16 V bei 2 A. Damit deckt das Google-Ladegerät die wichtigsten PPS-Spannungen ab und ist für Pixel-Smartphones – selbstverständlich – bestens gerüstet. Diese laden so, je nach Modell, mit ihrer Maximalleistung von 23 bis 30 Watt.

Praxistest

Im Praxistest verrichtet das Google Pixel 30W USB-C-Ladegerät einen soliden Job. Die Ladeleistung liegt stabil bei den versprochenen 30 Watt, Schwankungen oder Einbrüche sind nicht zu beobachten. Unsere Pixel-Smartphones haben bisher immer die ausgelobte Maximalgeschwindigkeit zuverlässig an diesem Ladegerät erreicht.

Erfreulich: Das kompakte Netzteil bleibt selbst unter Volllast angenehm kühl und verzichtet auf störende Pfeifgeräusche. Die durchschnittliche Effizienz von rund 87 Prozent geht für diese Leistungsklasse in Ordnung.

Preis

Mit einem Preis von knapp 15 Euro (Bestpreis-Link) ist das Google Pixel 30W USB-C-Ladegerät inzwischen deutlich günstiger als zuvor. Für diesen Betrag kann man es durchaus kaufen, bekommt aber bei der Konkurrenz mitunter leistungsfähigere Netzteile mit 45 Watt sowie zusätzliche USB-A-Ports.

Fazit

Das Google Pixel 30W USB-C-Ladegerät ist ein solides, aber übertrieben teures Netzteil. Es lädt zuverlässig mit stabilen 30 Watt, bleibt dabei leise und kühl. Die Unterstützung von Power Delivery und PPS sorgt für hohe Kompatibilität zu Pixel-Smartphones und anderen USB-C-Geräten. Auch die kompakten Abmessungen und die hochwertige Verarbeitung im typischen Google-Design wissen zu gefallen.

Zum aktuellen Preis von 15 Euro (Bestpreis-Link) ist das Google-Ladegerät durchaus preiswert. Allerdings bietet die Konkurrenz hier oft schon stärkere Modelle mit zusätzlichen Ports, die zudem kompakter sind.

Apple 30W USB-C Power Adapter im Test

Der Apple 30W USB-C Power Adapter ist ein kompaktes Netzteil mit 30 Watt Leistung. Wir haben getestet, wie sich das vergleichsweise teure Ladegerät im Alltag schlägt.

VORTEILE

  • hochwertige Verarbeitung
  • optimale Kompatibilität mit Apple-Geräten
  • USB-PD für intelligentes Laden

NACHTEILE

  • vergleichsweise teuer
  • Quick Charge nicht unterstützt für Schnellladen bei Android
  • kein Ladekabel im Lieferumfang 
  • für große MacBook Pro zu schwach

Der Apple 30W USB-C Power Adapter ist ein kompaktes Netzteil mit 30 Watt Leistung. Wir haben getestet, wie sich das vergleichsweise teure Ladegerät im Alltag schlägt.

Mit dem 30 Watt starken USB-C Power Adapter bietet Apple ein kompaktes Netzteil, das iPhones, iPads und sogar kleinere Macbooks mit Strom versorgen kann.

Doch rechtfertigt die Leistung den hohen Preis von 30 Euro? Immerhin gibt es am Markt inzwischen deutlich günstigere Alternativen, die auf dem Papier mehr bieten. Grund genug für uns, das Apple-Netzteil einem ausführlichen Praxistest zu unterziehen.

Ausstattung & Verarbeitung

Das Apple 30W USB-C Power Adapter fällt optisch sofort als Apple-Produkt auf. Es ist komplett in Weiß gehalten und trägt mittig das bekannte Logo. Mit Abmessungen von 38 x 81 x 20 mm ist es angenehm kompakt und passt problemlos in jede Tasche. Trotz der geringen Größe wirkt das Kunststoffgehäuse sehr hochwertig verarbeitet und robust.

Auf der Vorderseite befindet sich der einzige Anschluss: ein USB-C-Port, der die volle Leistung von 30 Watt liefert. Ein Ladekabel ist im Lieferumfang nicht enthalten, hier muss man auf das originale USB-C-Kabel von Apple oder Zubehör von Drittherstellern zurückgreifen. Das ist schade, aber leider bei Apple und anderen Herstellern mehr und mehr üblich.

Positiv hervorzuheben ist das relativ geringe Gewicht von 80 Gramm. Damit ist das 30W USB-C Power Adapter sehr portabel und eignet sich perfekt für unterwegs. Insgesamt macht das Apple-Netzteil in puncto Design und Verarbeitung einen hervorragenden Eindruck. Die kompakte Bauweise in Verbindung mit dem leichten Gewicht ist vorbildlich.

Beim Apple 30W USB-C Power Adapter handelt es sich um ein Netzteil mit USB-C-Anschluss und einer Leistung von 30 Watt. Es unterstützt USB-Power-Delivery (USB-PD), was eine dynamische Aushandlung der optimalen Ladespannung und Stromstärke zwischen Ladegerät und Endgerät ermöglicht. So wird stets die maximal mögliche Ladeleistung erreicht, ohne das angeschlossene Gerät zu beschädigen.

Im Detail bietet das Apple-Netzteil folgende Leistungsstufen: 5 V bei 3 A, 9 V bei 3A, 15 V bei 2 A und 20 V bei 1,5 A. Damit kann es iPhones und iPads schnell aufladen und sogar kleinere MacBooks wie das MacBook Air mit Strom versorgen. Allerdings gibt es hier Einschränkungen, denn für ein MacBook Pro mit 14 oder 16 Zoll ist die Leistung zu gering. Hier empfiehlt sich ein stärkeres Netzteil mit mindestens 60 Watt.

Bei Android-Smartphones muss man hingegen Abstriche machen. Zwar lassen sich Geräte wie das Google Pixel 7 oder Samsung Galaxy S22 prinzipiell aufladen, allerdings fehlt die Unterstützung von Schnellladestandards wie Quick Charge oder USB-PD PPS. Dadurch dauert der Ladevorgang spürbar länger als mit einem passenden Netzteil. Für die optimale Kompatibilität zu Android-Handys ist das Apple-Ladegerät also nicht die beste Wahl.

Praxistest

Im Praxistest haben wir das Apple 30W USB-C Power Adapter mit verschiedenen Geräten ausprobiert. Wenig überraschend harmoniert es am besten mit Apple-Produkten, ein iPhone 13 lädt recht flott. Erfreulich: Das Netzteil wurde selbst unter Volllast nur handwarm und zeigte keinerlei Leistungsschwankungen.

Mit Android-Smartphones wie dem Google Pixel 7 oder Samsung Galaxy S22 sah es etwas anders aus. Hier war die Ladegeschwindigkeit aufgrund der fehlenden Schnellladefunktion deutlich geringer. Das Pixel 7 benötigte fast zwei Stunden, bis der Akku voll war. Beim Galaxy S22 sah es ähnlich aus. Hier merkt man klar, dass Quick Charge oder USB-PD PPS fehlt.

Insgesamt ist die Ladeleistung für kompakte Apple-Geräte aber mehr als ausreichend. Vor allem für iPhone-Besitzer, die ein zuverlässiges Zweitnetzteil für unterwegs suchen, ist das Apple 30W USB-C Power Adapter eine gute Wahl.

Preis

Mit einem Preis von 30 Euro ist das Apple 30W USB-C Power Adapter alles andere als ein Schnäppchen. Tatsächlich bekommt man vergleichbare Netzteile von Drittherstellern wie Anker oder Ugreen oft schon für die Hälfte. Auch wenn die Verarbeitung und Zuverlässigkeit auf gewohnt hohem Apple-Niveau sind, fällt es schwer, den Aufpreis zu rechtfertigen. Vor allem angesichts der fehlenden Schnellladefunktion für Android-Geräte.

Letztlich muss jeder selbst entscheiden, ob ihm die kompakte Bauform, das geringe Gewicht und die Apple-typische Qualität den hohen Preis wert sind. Rein objektiv betrachtet gibt es aber definitiv Netzteile mit besserem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Fazit

Das Apple 30W USB-C Power Adapter ist ein typisches Apple-Produkt: kompakt, hochwertig verarbeitet und optimal auf die hauseigenen Geräte abgestimmt. Mit einer Leistung von 30 Watt lädt es iPhones, iPads und kleinere MacBooks zuverlässig und zügig.

Allerdings hat das Ganze seinen Preis. 30 Euro sind eine Ansage, zumal man noch nicht mal ein Ladekabel mitbekommt. Auch die fehlende Schnellladefunktion für Android-Smartphones ist ein Nachteil. Wer primär Apple-Geräte besitzt und Wert auf ein kompaktes, hochwertiges Netzteil legt, macht mit dem 30W USB-C Power Adapter trotzdem nichts falsch. Alle anderen finden bei der Konkurrenz aber oft die bessere Wahl fürs Geld.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Baseus 35W Gan5

Baseus Cube Pro 30W

Ikea Sjöss 30W

Anker Power Port III 25W



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Künstliche Intelligenz

Top 10: Das beste Mittelklasse-Smartphone – Xiaomi vor Motorola und Samsung


Ein Flaggschiff sprengt das Budget? Dann ist ein Mittelklasse-Smartphone die Alternative. Wir zeigen die besten Handys bis 600 Euro mit guter Kamera.

Top-Smartphones namhafter Hersteller stehen im Rampenlicht. Modelle wie das Samsung Galaxy S25 Ultra oder iPhone 17 Pro wecken Begehrlichkeiten, schließlich vereinen sie aktuelle Spitzen-Technik in edlem Design. Der Preis sorgt jedoch schnell für Ernüchterung: Über 1000 Euro für ein Mobilgerät, das meist nur wenige Jahre hält, sind für viele keine Option.

Zum Glück geht es günstiger. Mit etwas Recherche finden sich gehobene Mittelklasse-Smartphones, die technisch nah an Flaggschiff-Modelle herankommen – und dabei oft nur die Hälfte kosten.

Der Begriff Mittelklasse ist weit gefasst. In dieser Bestenliste konzentrieren wir uns daher auf aktuelle Smartphones, die wir selbst getestet haben, die technisch nah an der Oberklasse liegen und preislich etwa zwischen 400 und etwas über 600 Euro angesiedelt sind. Modelle, die älter als zwei Jahre sind, berücksichtigen wir nicht. Auch aktuelle iPhones sucht man in diesem Preissegment vergeblich – deshalb liegt der Fokus hier ausschließlich auf Android-Geräten.

Welches ist aktuell das beste Mittelklasse-Smartphone?

Testsieger ist das Poco F8 Pro von Xiaomi ab 489 Euro. Dieses Modell bietet das beste Gesamtpaket – auch noch zum fairen Preis. Mit an Bord sind eine gute Kamera mit Teleobjektiv sowie der leistungsstärkste Prozessor im Testfeld.

Wer hingegen vorwiegend Wert auf einen starken Zoom bei der Kamera legt, greift zum Technologiesieger Xiaomi 15T Pro für 607 Euro. Es überzeugt mit einem starken Gesamtpaket und insbesondere mit seiner hervorragenden Kamera samt leistungsstarker Telelinse.

Hinweis: Bei all unseren Bestenlisten sind die genannten Preise immer Momentaufnahmen.

KURZÜBERSICHT

Das Poco F8 Pro bietet ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis mit der besten Performance dieser Bestenliste. Dazu kommt eine richtig gute Kamera samt Telezoom, ein brillantes Display und ein besonders ausdauernder Akku.

Der Software-Support beträgt sechs Jahre bei vier Android-Updates. Erhältlich ist das Modell ab 489 Euro mit 256 GB Speicher und ab 510 Euro mit 512 GB.

VORTEILE

  • starke Performance
  • gute Kamera mit Telelinse
  • schickes und hochwertiges Design
  • schnelles Laden

NACHTEILE

  • kein kabelloses Laden
  • eher schwache Ultraweitwinkellinse

Das Xiaomi 15T Pro überzeugt mit einer tollen Kamera, besonders die Telelinse sticht hervor. Leistung, Display und Verarbeitung liegen nahe am Flaggschiff-Niveau, und der Akku bietet lange Laufzeiten und 90-W-Schnellladen. Auch die Software-Pflege mit fünf Android-Upgrades und sechs Jahren Sicherheits-Updates ist vorbildlich.

Das Modell mit 256 GB bekommt man schon für 607 Euro – nur minimal teurer ist die Ausführung mit 512 GB für 615 Euro. Mit 1 TB sind es 689 Euro.

VORTEILE

  • exzellente Kamera mit optischem 5-fach-Zoom
  • schickes Design
  • starke Performance
  • lange Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • USB-C 2.0
  • Display ohne LTPO

Das Motorola Edge 60 Pro bietet ein elegantes Design mit exzellenter Verarbeitung und hochwertiger Haptik. Ausgestattet mit einem hellen OLED‑Display, einer leistungsstarken Triple-Kamera, 12 GB RAM und großzügigen 512 GB Speicher zeigt es sich rundum modern und alltagstauglich.

Der 6000‑mAh‑Akku sorgt für lange Laufzeiten und lädt wahlweise schnell per Kabel oder kabellos. Mit 370 Euro hat es ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

VORTEILE

  • tolles Display
  • schickes Design
  • IP69 und MIL-STD-810H
  • gute Kamera mit Telelinse
  • starker Akku

NACHTEILE

  • nur USB 2.0
  • kein microSD-Slot
  • Software-Updates nur bis 2029

Ratgeber

Günstige Alternativen

Bei Budget bis maximal 500 Euro empfehlen wir aus dieser Bestenliste den Testsieger Poco F8 Pro von Xiaomi sowie den Preis-Leistungs-Sieger Motorola Edge 60 Pro oder das Xiaomi 14T Pro.

Display-Technologie

In der Preisklasse bis 600 Euro sind Auflösungen mit weniger als FHD+ nicht mehr zu finden. Bei durchschnittlichen Diagonalen von etwa 6,5 Zoll ergibt FHD+ etwas mehr als 400 Pixel pro Zoll (PPI), was entsprechend für eine scharfe Darstellung sorgt. Die höchste Auflösung in der Bestenliste reicht bis 2772 × 1280 Pixel.

Als Technologie steht ein AMOLED-Display ganz oben auf der Wunschliste – das bedeutet nicht, dass IPS-LCDs schlecht wären. AMOLED bietet aber deutlich bessere Schwarzwerte, Kontraste sowie Farbintensität und höhere Blickwinkelstabilität. Zudem ist ein OLED-Display bei Smartphones auch für unter 600 Euro inzwischen richtig hell und mittlerweile in diesem Preisrahmen auch der Standard, abgesehen von Outdoor-Handys (Bestenliste).

Inzwischen schaffen die Panels in dieser Preisklasse üblicherweise eine Bildwiederholrate von 120 Hz oder sogar 144 Hz für eine flüssigere Darstellung von Inhalten. Einige Geräte bieten sogar LTPO-Technologie (Low-Temperature Polycrystalline Oxide) mit variablen Bildwiederholraten von 1 bis 120 Hz, was für mehr Effizienz sorgt. Stellenweise gibt es auch Geräte mit 144 Hz. Mindestens 120 Hz bieten alle Modelle in dieser Bestenliste.

Mit 60 Hz sollte sich bei so viel Geld niemand mehr zufriedengeben. Wer einmal das flüssigere Erlebnis beim Scrollen in Menüs oder im Browser erlebt hat, will nicht mehr zurück auf 60 Hz.

Leistung & Prozessoren

In der Mittelklasse steckt heute deutlich mehr Power als noch vor wenigen Jahren. Viele Modelle unserer Bestenliste nutzen Chipsätze der oberen Mittelklasse wie den Qualcomm Snapdragon 7 Gen 3 oder Snapdragon 7s Gen 3. Im Alltag macht das kaum einen Unterschied zu teureren High-End-Prozessoren – für alltägliche Aufgaben wie Surfen, Messaging oder Videostreaming reicht die Leistung locker aus.

Besonders für Gaming sind aus dieser Bestenliste Geräte mit Snapdragon 8 Gen 3 sowie Mediatek Dimensity 9400+ empfehlenswert. Die stärkste Leistungsfähigkeit bietet das Poco F8 Pro mit Snapdragon 8 Elite Gen 4.

Einige Hersteller verbauen leicht abgespeckte Spitzenchips, wie den Snapdragon 8s Gen 3, der in puncto Performance bereits nahe an die Flaggschiff-Serie heranreicht. Dazu kommen Alternativen wie der Samsung Exynos 2400. Die Chips von Mediatek der Reihe Dimensity 8300‑Ultra oder 9300+ bieten ein hervorragendes Verhältnis aus Leistung und Effizienz.

Wer hauptsächlich anspruchsvolle 3D-Spiele spielt, ist mit echten Oberklasse-Chips der Snapdragon-8-Serie besser bedient – sie liefern die höchste CPU- und GPU-Leistung. Für den Alltag und gelegentliches Gaming reicht die Rechenleistung der hier gelisteten Smartphones jedoch vollkommen aus.

Kamera

Viele Hersteller sparen bei der Kamera. In der gehobenen Mittelklasse bieten aber inzwischen fast alle Smartphones einen optischen Bildstabilisator (OIS). Immer mehr Modelle verfügen zudem über eine leistungsstarke Telelinse – teils sogar mit Periskop-Technik.

In dieser Top 10 nutzen neun von zehn Geräten eine Telelinse. Das Xiaomi 15T Pro bringt sogar eine Periskop-Telelinse mit starkem Zoom mit. Es gibt Modelle mit OIS für Haupt- und Telelinse, entsprechend sind die Aufnahmen damit besser – teils auch bei Nacht.

Bei Videos gibt es zwar 4K-Aufnahmen, allerdings ist meistens bei 30 Bildern pro Sekunde Schluss. Das führt dazu, dass Schwenks etwas ruckelig wirken, weil die Bildwiederholungsrate zu niedrig ist. 4K mit 60 FPS behebt dieses Problem. Frontkameras bieten heute fast immer hohe Auflösungen, haben aber oft Schwierigkeiten mit der Bilddynamik. Für Videochats und Social Media reicht das allemal.

Xiaomi 15T Pro

Speicher & RAM

Bei Android-Smartphones gelten 4 bis 6 GB RAM inzwischen als absolute Untergrenze. Empfehlenswert sind mindestens 8 GB – das ist mittlerweile auch der Standard in der Mittelklasse. Immer häufiger tauchen sogar Modelle mit 12 GB RAM auf – ein Wert, der bis in jüngster Vergangenheit der Oberklasse vorbehalten war.

Beim Speicher sieht es ähnlich aus: 128 GB sind das Minimum, 256 GB die sinnvollere Wahl. Selbst 512 GB sind längst keine Exoten mehr. Wir empfehlen klar 256 GB als Untergrenze, denn microSD-Steckplätze verschwinden zusehends. In dieser Bestenliste berücksichtigen wir daher nur Modelle mit mindestens 256 GB. Technisch ist ansonsten alles an Bord, was ein modernes Smartphone auszeichnet – von 5G bis NFC.

Langsamer interner Speicher macht sich anders bemerkbar. Wenn man „eben schnell“ das neueste Foto aus dem Speicher des Mittelklasse-Smartphones herunterladen möchte und schon Hunderte im Speicher hat, dauert es anfangs lange, bis alle Bilder angezeigt werden. Inzwischen verwenden aber alle Modelle in dieser Bestenliste schnellen UFS-Speicher – je höher die Version, desto besser.

Akku & Laden

Ein wichtiges Kriterium beim Kauf sollte der Akku sein. Die Spanne reicht im Testfeld von 4500 mAh bis 5500 mAh. Bei gewöhnlicher Nutzung, bestehend aus gelegentlicher Nutzung von Chat-Apps, Social Media oder dem Lesen von Artikeln, halten alle hier gezeigten Geräte gut einen Tag lang durch. Wer jedoch damit für längere Zeit Spiele zockt, navigiert oder Videos streamt, muss damit leben, dass das Smartphone nicht ganz bis zum Abend durchhält. Im Zweifel raten wir hier zu kompakten Powerbanks fürs Smartphone (Bestenliste).

Die Ladegeschwindigkeit variiert stark, von gemächlichen 25 Watt bis zu flotten 90 Watt. Interessant sind auch Schnellladen sowie kabelloses Laden, das in dieser Preisklasse noch selten zu finden ist.

Software

Bei der Aktualität der Android-Version steht es bei den meisten Geräten in unserer Top 10 gut. Das Xiaomi 15T Pro erhält fünf Android-Updates sowie Sicherheits-Patches für sechs Jahre. Honor bietet drei große Updates und vier Jahre Software-Support. Beim Samsung Galaxy S25 FE gibt es sieben Jahre lang Android-Updates. Der Zeitraum gilt allerdings nicht ab dem Kaufdatum, sondern ab der Veröffentlichung des Geräts.

Wie wichtig sind KI-Funktionen? Tatsächlich ziehen die immer mehr in den Alltag und damit auch in Smartphones bis 600 Euro ein. Aufwändige KI-Funktionen wie intelligente Bildbearbeitung, die etwa Gegenstände oder Personen virtuell hinzugefügt oder entfernt, sind derzeit noch hochpreisigen Modellen vorbehalten.

Konnektivität & Schnittstellen

5G gehört in dieser Preisklasse inzwischen zum Standard – überwiegend im Sub-6-GHz-Bereich, seltener im besonders flotten mmWave-Spektrum. Auch Dual-SIM-Support ist selbstverständlich, häufig in Kombination mit eSIM-Unterstützung, die immer mehr Geräte bietet.

Mangels flächendeckenden Netzausbaus ist 5G in Deutschland jedoch bisher nicht überall verfügbar. In Städten bringt der Standard klare Vorteile bei Datendurchsatz und Latenz, während er auf dem Land oft Lücken im 4G‑Netz schließt. Für die Zukunftssicherheit lohnt sich der 5G‑Support aber in jedem Fall.

Neben Mobilfunk spielt die WLAN‑Leistung eine wachsende Rolle: Moderne Geräte setzen auf Wi-Fi 6 oder Wi-Fi 6E, teils sogar schon auf Wi-Fi 7. Das sorgt für stabilere Verbindungen und höhere Geschwindigkeiten – etwa beim Streamen oder bei Cloud‑Gaming.

Auch Bluetooth 5.3 ist mittlerweile die Regel, was niedrigere Latenzen und Energieverbrauch bedeutet. Für Musikfans sind unterstützte Audio‑Codecs wie aptX HD, LDAC oder AAC entscheidend – sie ermöglichen kabellosen Sound in Hi‑Res-Qualität.

Beim USB‑Anschluss sparen einige Hersteller leider weiterhin: Viele Modelle setzen noch auf USB 2.0, was beim Übertragen großer Dateien oder bei der Nutzung im Desktop‑Modus (etwa Samsung DeX) zum Flaschenhals werden kann. Geräte mit USB‑C 3.1 oder USB‑C 3.2 punkten hier deutlich, da sie schnellere Datenraten und bessere Kompatibilität bieten.

Ein gutes Mittelklasse‑Smartphone sollte heute 5G, Wi-Fi 6 oder 6E, Bluetooth 5.3 und eSIM‑Support bieten. Wer häufig Daten überträgt oder externe Geräte anschließt, sollte zudem auf USB 3.x achten – das steigert Komfort und Zukunftssicherheit spürbar.

Schutz vor Wasser & Staub

Eine IP-Zertifizierung gibt Aufschluss darüber, wie effektiv ein Smartphone gegen Staub und Wasser geschützt ist. Je höher die zweite Ziffer, desto besser der Schutz. IP54 bedeutet Spritzwasserschutz – etwa gegen Regen. IP68 hingegen schützt das Gerät auch für kurzes Untertauchen bis zu 30 Minuten in maximal 1,5 Meter Tiefe, was aber nur für Süßwasser gilt. In der Mittelklasse sind wasserdichte Smartphones nicht selbstverständlich, aber immer häufiger.

In der Mittelklasse schützt meist Gorilla Glass 5, 7 oder Victus 2 das Display vor Kratzern und Stürzen – gänzlich bruchsicher ist aber kein Glas. Besonders flache Displays ohne starke Krümmung gelten als widerstandsfähiger. Das Motorola Edge 60 Pro sowie das Edge 70 sind besonders solide und bieten in dieser Preisklasse sogar eine MIL-STD-810H-Zertifizierung, die dessen hohe Robustheit bescheinigt.

Motorola Edge 60 Pro

Sonstige Ausstattung

Alle Smartphones in dieser Bestenliste bieten eine Entsperrung per Fingerabdrucksensor, der überwiegend unter dem Display sitzt, seltener seitlich im Power-Button. Alternativ steht eine Gesichtserkennung über die Frontkamera zur Verfügung, die jedoch nur auf 2D-Technik basiert und daher weniger sicher gegen Täuschungsversuche ist.

Der Klang der Geräte ist für Videos, Social Media oder Spiele vollkommen ausreichend – klar, laut und teilweise sogar mit Dolby Atmos. Für längeres Musikhören fehlt den Lautsprechern allerdings häufig die Balance: Der Sound wirkt leicht schrill und höhenlastig, was im Alltag aber kaum stört.

So testen wir

Die Hersteller stellen uns die Geräte für einen begrenzten Zeitraum kostenfrei zur Verfügung. Während dieser Zeit nutzen wir die Mobilgeräte im Alltag mit einer Zweit-SIM-Karte für einen Zeitraum von mehreren Wochen. Ergänzend fließt unsere Praxiserfahrung in die Bewertung ein. Wir schießen Fotos unter verschiedenen Lichtbedingungen an möglichst gleichen Orten, um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten.

Die Display-Helligkeit messen wir in Nits (cd/m²) und probieren das dann auch bei Sonnenschein – sofern das Wetter mitspielt – im Freien aus. Spitzenwerte oberhalb von rund 2000 Nits lassen sich mit unseren Messmethoden nur eingeschränkt erfassen. Die Performance ermitteln wir mit PCMark Work sowie 3DMark Wild Life und Wild Life Extreme.

Für die Akkulaufzeit stellen wir die Helligkeit auf 200 cd/m² ein und verwenden den simulierten Battery Test von PCMark. Das Tool führt verschiedene Aufgaben in einer Endlosschleife aus, bis der Akkustand auf 20 Prozent fällt. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Laufzeit – kein absoluter, aber ein gut vergleichbarer Richtwert. Zusätzlich tauschen wir uns regelmäßig mit den Kolleginnen und Kollegen der c’t aus, die eigene Akkutests durchführen.

Fazit

Beachtlich, was man für unter 600 Euro an Technik bekommt. Groß ist der Unterschied zur absoluten Spitze teilweise nicht mehr, sofern man den Preis in Relation zum Mehrwert setzt. Ansonsten sind die neuesten Spitzenmodelle etablierter Hersteller natürlich doch noch einmal besser – allein schon, weil dort fast immer optische Teleobjektive angeboten werden. Dazu kommen Merkmale wie USB-C 3.0, kabelloses Laden und meistens auch Wasserdichtigkeit. Bei der Leistung sind aber bei einigen Smartphones bis 600 Euro – primär im „normalen“ Alltag – so gut wie keine Unterschiede mehr zu spüren.

Das derzeit beste Mittelklasse-Smartphone ist das Poco F8 Pro, dicht gefolgt vom Xiaomi 15T Pro mit der besten Kamera in dieser Klasse. Preis-Leistungs-Sieger ist das Motorola Edge 60 Pro.

Wer mit anderen Preisklassen vergleichen möchte, sollte einen Blick in unsere weiteren Bestenlisten werfen, die regelmäßig aktualisiert werden:

Übrigens: Wer zu seinem neuen Smartphone einen passenden Tarif sucht, wird vielleicht im Tarifrechner von heise.de fündig. Hier gibt es verschiedene Vergleichsrechner für Prepaid, monatlich kündbare und sogar kostenlose Tarife. Der Rechner umfasst dabei übergreifend alle Angebote, die derzeit in Deutschland verfügbar sind.

BESTENLISTE

Xiaomi Poco F8 Pro im Test: High-End-Smartphone zum Mittelklasse-Preis

Das Poco F8 Pro bietet Flaggschiff-Leistung mit starker Kamera samt Telelinse – und das für knapp über 500 Euro. Ist das zu gut, um wahr zu sein?

VORTEILE

  • starke Performance
  • gute Kamera mit Telelinse
  • schickes und hochwertiges Design
  • schnelles Laden

NACHTEILE

  • kein kabelloses Laden
  • eher schwache Ultraweitwinkellinse

Das Poco F8 Pro bietet Flaggschiff-Leistung mit starker Kamera samt Telelinse – und das für knapp über 500 Euro. Ist das zu gut, um wahr zu sein?

Mit der F-Reihe bietet Poco von Xiaomi vergleichsweise günstige Smartphones aus der Mittelklasse an, die mit High-End-Features aufwarten – allen voran einem starken Prozessor. Mit dem F8 Pro geht Xiaomi in diesem Jahr jedoch einen Schritt weiter. Im Kern handelt es sich um eine an den europäischen Markt angepasste Version des in Asien erhältlichen Redmi K90.

Das Smartphone bietet eine Ausstattung, die man sonst nur in der Oberklasse findet – inklusive einer Telekamera. Diese war im Vorjahr noch dem F7 Ultra vorbehalten, nun erhält auch das Pro-Modell ein echtes Zoom-Objektiv. Das Poco F8 Pro verspricht dementsprechend Top-Leistung zu einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis – ob es dennoch einen Haken gibt, klärt unser Test.

Design

Verglichen mit anderen Smartphones der oberen Mittel- und Oberklasse fällt das Poco F8 Pro relativ kompakt aus. Es positioniert sich zwischen handlichen Geräten und großen High-End-Modellen. Mit Abmessungen von 157,5 × 75,3 × 8 mm passt es problemlos in die Hosentasche, und auch die einhändige Bedienung ist – zumindest für Nutzer mit größeren Händen – gut machbar. Das Gewicht von 199 g wirkt moderat. Der Formfaktor ist für uns ein idealer Kompromiss.

Optisch erinnert das Modell an das Xiaomi 14T Pro aus dem Vorjahr – mit einem Schuss aktueller iPhone-Ästhetik. Vier runde Linsen mit Metallringen sitzen quadratisch angeordnet auf einem quaderförmigen Modul aus Kunststoff mit abgerundeten Ecken. Dort findet sich auch der Schriftzug „Sound by Bose“. Der Audio-Spezialist war an der Optimierung der Lautsprecher beteiligt.

Bei der Materialwahl zeigt sich das Poco F8 Pro erwachsen: Ein Metallrahmen und eine Glasrückseite verleihen dem Smartphone eine hochwertige Haptik. Zudem ist es nach IP68 staub- und wasserdicht. Die Verarbeitungsqualität liegt insgesamt auf Premium-Niveau.

Display

Das Poco F8 Pro setzt auf ein 6,59-Zoll-Display und liegt damit größenmäßig zwischen kompakten Geräten wie dem Xiaomi 15 und größeren Ultra-Modellen des Herstellers. Das OLED-Display überzeugt mit hervorragender Bildqualität: starke Kontraste, tiefes Schwarz und lebendige, aber nicht übertrieben gesättigte Farben. Auch die Blickwinkelstabilität ist einwandfrei.

Mit einer Auflösung von 2510 × 1156 Pixeln erreicht das Panel eine hohe Schärfe von 419 PPI. Die Bildwiederholrate passt sich automatisch zwischen 60 und 120 Hz an, was flüssige Animationen ermöglicht. Die Touch-Abtastrate von 2560 Hz erlaubt zudem äußerst präzise Eingaben.

Auch die Helligkeit liegt auf Spitzenniveau. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt die Anzeige gut ablesbar. Im HDR-Modus erreicht es laut Hersteller bis zu 3200 Nits – ein beeindruckender Wert für diese Preisklasse.

Kamera

Musste sich das Vorgänger-Modell Poco F7 Pro noch mit einer Dual-Kamera begnügen, bietet das Poco F8 Pro jetzt ein echtes Triple-Kamerasystem. Es besteht aus einer Hauptkamera mit 50 Megapixeln (f/1.88) und optischer Bildstabilisierung, einer 8-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera sowie einer Telelinse mit 50 Megapixeln. In der Punch-Hole-Notch auf der Front sitzt eine 20-Megapixel-Selfiekamera.

Im Test überzeugte die Hauptkamera mit detailreichen Aufnahmen und einem hohen Dynamikumfang. Farben wirken kräftig, aber natürlich. Auch bei Dunkelheit hellt die Kamera Szenen effektiv auf – das Bildrauschen ist zwar sichtbar, bleibt aber gut kontrolliert.

Die Telelinse liefert einen 2,5-fachen optischen Zoom und sorgt auch bei fünffacher Vergrößerung noch für ordentliche Ergebnisse. Bis zu 30-fach ist möglich, dann wird es allerdings sichtbar pixelig. Bei Nachtaufnahmen steigt das Rauschen, bleibt bei 2,5-fachem Zoom jedoch auf akzeptablem Niveau.

Etwas schwächer schneidet die Ultraweitwinkelkamera ab. Sie bringt es nur auf 8 Megapixel, liefert bei Tageslicht aber brauchbare Ergebnisse. Die Detailtiefe ist geringer als bei der Hauptkamera, farblich stimmt das Bild jedoch gut überein. Auf Leica-Farbmodi müssen Nutzer verzichten – sie gibt es beim Poco F8 Pro nicht.

Der Supermakromodus nutzt die Telelinse, verlangt jedoch einen Abstand von etwa 50 cm. Die Ergebnisse wirken oft etwas unscharf und weniger überzeugend. Bessere Resultate können erzielt werden, wenn man näher an das Motiv herangeht und manuell fokussiert. Bei der Schärfe ist insgesamt noch etwas Luft nach oben.

Selfies gelingen solide, setzen aber keine neuen Maßstäbe. Videos nimmt das Poco F8 Pro dank des leistungsstarken Prozessors in bis zu 8K mit 30 FPS oder in 4K mit 60 FPS auf. Die Frontkamera schafft Aufnahmen in Full-HD mit 60 FPS.

Ausstattung

Das Poco F8 Pro bietet viel Leistung. Unter der Haube arbeitet der Snapdragon 8 Elite Gen 4, einer der stärksten Qualcomm-Chips des Jahres. Der Prozessor sorgt für eine spürbare Leistungssteigerung – egal ob beim Gaming, Surfen oder Medienkonsum. Der absolute Top-Chip bleibt zwar dem Poco F8 Ultra vorbehalten, doch das Pro-Modell liefert trotzdem Oberklasse-Power.

Im Benchmark 3DMark Wild Life Extreme erreicht das F8 Pro rund 6400 Punkte und liegt damit leicht unter Geräten wie dem Galaxy S25 Ultra. Eine Schwachstelle zeigt sich bei der Effizienz: Im Stresstest von Wild Life Extreme hält das Gerät nur etwa 50 Prozent seiner Leistung dauerhaft und wird dabei spürbar warm. Bei PCMark stehen rund 20.000 Punkte zu Buche.

Zur Ausstattung gehören je nach Version 256 oder 512 GB UFS-4.1-Speicher und stets 12 GB RAM, was auch bei Multitasking für flüssige Performance sorgt. Bei der Konnektivität ist alles auf dem neuesten Stand: Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4 (mit aptX Adaptive, LDAC, LHDC, AAC, SBC und LC3), NFC, Infrarot-Port und 5G.

Die Ortung erfolgt über GPS, Glonass, Beidou, Galileo, QZSS und Navic – mit einer Genauigkeit von etwa drei Metern. Einziger Wermutstropfen: Der USB-C-Anschluss unterstützt nur den USB-2.0-Standard und bremst damit kabelgebundene Datenübertragungen – ein häufiges Manko in dieser Preisklasse.

Die Stereo-Lautsprecher liefern soliden Klang für Videos und Spiele. Trotz Bose-Unterstützung ist der Unterschied zu anderen Xiaomi-Modellen gering. Der Fingerabdrucksensor unter dem Display arbeitet schnell und zuverlässig.

Software

Das Poco F8 Pro läuft ab Werk bereits mit Hyper OS 3 auf Basis von Android 16. Zum Testzeitpunkt Mitte Dezember war der Sicherheitspatch von November installiert – noch ausreichend aktuell. Xiaomi verspricht vier große Android-Upgrades, also Updates bis Android 20. Überdies sind sechs Jahre Sicherheitsupdates geplant, voraussichtlich bis 2031. Das ist solide, liegt aber leicht unter dem Niveau von Samsung oder Google, die inzwischen rund sieben Jahre Software-Support bieten.

Die Oberfläche wirkt aufgeräumt. Ob man einen App-Drawer nutzt oder nicht, lässt sich frei wählen. Xiaomi installiert allerdings etwas mehr Bloatware als bei seinen Geräten der Zahlenreihe, diese lässt sich jedoch problemlos entfernen. Etwas lästig ist der integrierte Xiaomi-App-Store: Beim ersten Start schlägt er zahlreiche zusätzliche Apps zur Installation vor, die man manuell abwählen muss. Auch Werbung ist im Store sehr präsent.

Akku

Trotz der vergleichsweise kompakten Bauform verbaut Poco im F8 Pro einen üppigen 6210-mAh-Akku. Möglich wird das durch moderne Carbon-Silizium-Technologie. In Kombination mit dem effizienten Snapdragon-Chip liefert das Smartphone eine beeindruckende Ausdauer. Im PCMark Battery Test erreichten wir rund 17 Stunden Laufzeit – das ist ein starker Wert in dieser Geräteklasse.

Im Alltag hält das Poco F8 Pro problemlos einen vollen Tag durch, selbst bei intensiver Nutzung. Bei moderatem Gebrauch sind auch zwei Tage ohne Nachladen realistisch. Aufgeladen wird der Akku mit bis zu 100 W, sofern man ein Xiaomi-Netzteil hat (Hypercharge). Nach etwa 45 Minuten ist der Energiespeicher wieder voll. Andere Geräte lädt das Smartphone wie eine Powerbank mit 22,5 W. Auf kabelloses Laden verzichtet Xiaomi beim Poco F8 Pro allerdings. Für dieses Feature müssen Interessenten schon zum Poco F8 Ultra greifen.

Preis

Das Poco F8 Pro startet bei 489 Euro für die Version mit 256 GB Speicher. Empfehlenswerter ist das Modell mit 512 GB, das ab 510 Euro erhältlich ist. Angesichts der Ausstattung ist das ein fairer Preis – und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis das Gerät unter die 500-Euro-Marke fällt.

Fazit

Das Poco F8 Pro bietet ein beeindruckendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer kein teures Flaggschiff benötigt, aber trotzdem Wert auf Leistung und Ausstattung legt – etwa auf einen schnellen Prozessor oder eine starke Kamera mit Telezoom – bekommt hier für etwas über 500 Euro ein rundum überzeugendes Paket. Der Bildschirm überzeugt, der mittelgroße Formfaktor gefällt, und die Akkulaufzeit ist hervorragend.

Größere Schwächen leistet sich das Gerät kaum – und die vorhandenen sind für den Preis leicht zu verschmerzen. Die Telelinse verliert bei hohen Zoomstufen und schwachem Licht etwas an Schärfe, die Weitwinkel- und Selfiekamera erreichen solides Mittelklasse-Niveau. Beim Software-Support liegt Xiaomi im guten Mittelfeld, die Konkurrenz ist hier jedoch mittlerweile etwas weiter.

Insgesamt ist das Poco F8 Pro eines der besten Smartphones seiner Preisklasse – ein stimmiger Kompromiss aus Leistung, Ausstattung und Kamera zum fairen Preis.

Xiaomi 15T Pro im Test: Dieses Smartphone ist der Geheimtipp des Jahres

Das Xiaomi 15T Pro vereint Top-Kamera, starke Performance und lange Akkulaufzeit zum fairen Preis. Ist das der neue Underdog unter den Smartphones?

VORTEILE

  • exzellente Kamera mit optischem 5-fach-Zoom
  • schickes Design
  • starke Performance
  • lange Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • USB-C 2.0
  • Display ohne LTPO

Das Xiaomi 15T Pro vereint Top-Kamera, starke Performance und lange Akkulaufzeit zum fairen Preis. Ist das der neue Underdog unter den Smartphones?

Wer sagt denn, dass man über 1000 Euro auf den Tisch legen muss, um ein schnelles, stilvolles Smartphone mit Top-Kamera und ordentlichem Zoom zu bekommen? Xiaomi zeigt mit seiner T‑Serie regelmäßig, dass es auch eine Nummer bodenständiger geht – ohne langweilig zu sein.

Das neue Xiaomi 15T Pro demonstriert eindrucksvoll, wie das klappt: Im Prinzip ist es eine clever abgestimmte Mischung aus dem Xiaomi 15 und dem Ultra-Modell, behält dabei aber einen eigenständigen Charakter. Der Star ist die Kamera mit fünffachem optischem Zoom und starken Ergebnissen – und das zu einem fairen Preis. Damit stiehlt das T‑Modell der großen Ultra‑Serie fast ein wenig die Show.

Auch sonst gibt es wenig zu meckern: Der Prozessor liefert reichlich Power, auch wenn dieses Mal kein Snapdragon verbaut ist, und der Akku hält beeindruckend lange durch. Warum das Xiaomi 15T Pro vielleicht die spannendste Oberklasse-Alternative des Jahres 2025 ist, klären wir im Detail im Testbericht.

Design

Beim Design geht Xiaomi beim 15T Pro seinen eigenen Weg. Mit dem Vorgänger oder den Schwestermodellen 15 und 15 Ultra hat es stilistisch nur wenig gemeinsam. Auffälligstes Merkmal ist das große Kameraelement, das in einem Rechteck mit stark abgerundeten Ecken sitzt. Es ragt deutlich hervor und beherbergt drei Linsen plus LED-Blitz.

Das Gehäuse wirkt hochwertig und ist mit seinem Metallrahmen und der griffigen Rückseite aus Glasfaserverbundstoff wie aus einem Guss gefertigt. Anders als bei vielen Top-Smartphones verzichtet Xiaomi hier also auf eine Glasrückseite. Die Oberfläche ist dabei erfreulich unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken. Die Ecken sind deutlich abgerundet, das Format wirkt insgesamt wuchtig. Mit 162,7 × 77,9 × 8 mm übertrifft es in der Breite sogar das Ultra-Modell. Für die Einhandbedienung und kleine Hände ist es also weniger geeignet, liegt dank der sanften Form aber trotzdem gut in der Hand.

Die Verarbeitung ist erstklassig, klar auf Flaggschiff-Niveau. Xiaomi bietet drei Farben an: Schwarz, Grau und ein edles Dunkelbraun, das der Hersteller „Mocha Gold“ nennt. Dazu kommt IP68-Schutz gegen Staub und Wasser. Mit 210 g bleibt das Gewicht für diese Größe absolut im Rahmen. Das Xiaomi 15T Pro hat Stil – und eine ordentliche Portion Eleganz gleich dazu.

Display

Der Bildschirm des Xiaomi 15T Pro ist mit einer Diagonale von 6,83 Zoll riesig bei einem Seitenverhältnis von 19,5:9. Es zeigt eine messerscharfe Auflösung von 2772 × 1280 Pixeln und erreicht damit eine hohe Pixeldichte von 447 PPI. Das AMOLED-Panel liefert eine hervorragende Bildqualität. Mit einer Bildwiederholrate von bis zu 144 Hz wirkt das Bild beim Spielen und Scrollen besonders flüssig.

Gorilla Glass 7i schützt den Bildschirm und soll Stürze aus etwa einem Meter Höhe abfedern – wir haben es aber nicht übers Herz gebracht, das auszuprobieren. Die Anzeige leuchtet zudem äußerst hell und bleibt bei Sonnenlicht stets ablesbar. Laut Hersteller erreicht das Display bis zu 3200 Nits. Die Abtastrate von 480 Hz und die Touch-Abtastrate von 2560 Hz sind ebenfalls hoch. Eine hohe Abtastrate lässt Eingaben schneller erkennen, was die Bedienung flüssiger und direkter macht. Ein Always-On-Display steht ebenfalls zur Verfügung.

Einziger Nachteil: Das Display nutzt keine LTPO-Technologie. Diese Technik passt die Bildwiederholrate in 1-Hz-Schritten automatisch an, um Energie zu sparen. Das Xiaomi 15T Pro kann die Frequenz zwar auch anpassen, wechselt aber nur zwischen 144, 120 und 60 Hz. Am Ende ist das aber Jammern auf hohem Niveau.

Kamera

Der Star des Xiaomi 15T Pro ist die Kamera – vorrangig die Telelinse. Die Zusammenarbeit mit Leica zahlt sich erneut aus. Xiaomi verbaut ein Hauptobjektiv mit 50 Megapixeln (f/1.62) und optischer Bildstabilisierung (OIS), dazu eine Periskop-Telelinse mit ebenfalls 50 Megapixeln (f/3.0), OIS und fünffachem optischen Zoom. Ergänzt wird das Setup durch ein Ultraweitwinkelobjektiv mit 12 Megapixeln. Für Selfies gibt es eine Frontkamera mit 32 Megapixeln.

Bei Tageslicht liefert die Kamera ausgezeichnete Fotos mit hohem Detailgrad, großem Dynamikumfang und kräftigen Kontrasten. Auch bei wenig Licht entstehen richtig gute Aufnahmen mit geringem Bildrauschen, die fast an das Level des Xiaomi 15 Ultra heranreichen. Das Ultraweitwinkelobjektiv fällt bei Details und Dynamik leicht ab, bleibt aber farblich sehr nah an den übrigen Linsen.

Besonders stark ist die Telelinse mit fünffachem optischem Zoom. Selbst bei zehnfacher Vergrößerung entstehen detailreiche und verlustfreie Aufnahmen. Auch 30-fach gezoomte Bilder bleiben brauchbar. Der digitale Zoom reicht bis 100-fach, dann nimmt die Schärfe trotz KI-Unterstützung sichtbar ab – diese Stufe hat aber eher experimentellen Charakter. Kleine Schwäche: Für Zoomstufen unter dem Faktor fünf kommt nur die Hauptkamera zum Einsatz.

Nutzer können zwischen zwei Farbmodi wählen: Leica Vibrant („lebendig“) liefert kräftige Farben und starke Kontraste, während Leica Authentic („authentisch“) dezenter wirkt und eine etwas dunklere Stimmung erzeugt. Im Alltag überzeugt der lebendige Modus am meisten, auch wenn Farben oft etwas intensiv wirken. Der authentische Stil eignet sich dagegen gut für stimmungsvolle, leicht düstere Szenen.

Auch Selfies gelingen scharf und farblich ausgewogen, das Bokeh im Porträtmodus wirkt natürlich und sauber. Videos überzeugen ebenfalls mit hoher Schärfe und guter Stabilisierung. Möglich sind Aufnahmen in 4K mit bis zu 120 FPS oder sogar in 8K mit 30 FPS. Insgesamt bietet das Xiaomi 15T Pro eine hervorragende Kamera, die fast das Niveau des 15 Ultra erreicht und den Fokus klar auf die starke Telelinse legt.

Ausstattung

Statt eines Snapdragon-Chips wie in den Top-Modellen setzt Xiaomi beim 15T Pro auf den Mediatek Dimensity 9400+. Er ist zwar etwas schwächer als Qualcomms aktuelles Elite-Modell, bietet aber ebenfalls enorme Leistungsreserven. Im Alltag läuft das Smartphone sehr flüssig und reagiert ohne spürbare Verzögerungen.

Beim Benchmark PCMark Work erreichten wir starke 16.500 Punkte, und auch die Grafikleistung überzeugt mit 6000 Punkten im 3DMark Wild Life Extreme – damit eignet sich das Xiaomi 15T Pro auch zum Spielen grafisch aufwendiger Titel. Unter Volllast im Stresstest wird das Gerät allerdings recht warm. Aufgrund der Wärmedrosselung erreicht es lediglich eine Effizienz von rund 60 Prozent. Das Xiaomi 15 Ultra kommt hier auf über 70 Prozent.

Der Arbeitsspeicher ist mit 12 GB RAM großzügig bemessen, dazu kommen 256 GB, 512 GB oder sogar 1 TB Speicher nach schnellem UFS-4.1-Standard. Bei den kabellosen Schnittstellen ist das Gerät auf neuestem Stand: 5G, Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, NFC und der typische Infrarot-Port von Xiaomi sind vorhanden. Auf UWB verzichtet Xiaomi allerdings.

Einen großen Schwachpunkt gibt es aber: Der USB-C-Anschluss unterstützt nur USB 2.0 – bei diesem Preis wäre USB 3.2 angemessen gewesen, da kabelgebundene Datenübertragungen so recht langsam ausfallen. Das ist schon frech für den Preis.

Die Ortung über GPS, Glonass, Beidou, Galileo, QZSS und Navic arbeitet sehr präzise. Im Test erreichten wir eine Genauigkeit von rund zwei Metern. Das Smartphone kann zwei physische SIM-Karten aufnehmen und zusätzlich bis zu zwei eSIMs unterstützen. Die Telefonqualität überzeugt, und auch das 5G im E-Netz wurde vollständig ausgereizt.

Eine Besonderheit bringt das Xiaomi 15T Pro mit: die Offline-Walkie-Talkie-Funktion „Xiaomi Astral Communication“. Sie ermöglicht Kommunikation ohne Mobilfunknetz über eine optimierte Bluetooth-Direktverbindung mit einer Reichweite von knapp 2 km zwischen zwei kompatiblen Geräten – praktisch etwa beim Wandern oder in Gebieten mit schlechtem Empfang. Aktuell unterstützen nur das Xiaomi 15T und 15T Pro die Funktion, weitere Modelle sollen folgen.

Die Stereo-Lautsprecher klingen klar und bleiben auch bei hoher Lautstärke verzerrungsfrei. Der Bass ist etwas zurückhaltend, was in dieser Klasse normal ist. Über die Dolby-Atmos-Software lässt sich der Klang leicht anpassen. Der Fingerabdruckscanner unter dem Display arbeitet zuverlässig und schnell.

Software

Das Xiaomi 15T Pro läuft mit Android 15 und der Bedienoberfläche Hyper OS 2. Der Sicherheits-Patch stammt zum Testzeitpunkt aus August, was noch in Ordnung ist. Ein Update auf Hyper OS 3 auf Basis von Android 16 soll bald folgen.

Xiaomi hat zudem seine Update-Politik verbessert: Das 15T Pro soll insgesamt fünf große Android-Upgrades und sechs Jahre Sicherheits-Updates erhalten. Das ist zwar nicht ganz auf dem Niveau von Samsung oder Google, geht aber in die richtige Richtung und dürfte für die meisten Nutzer ausreichen.

Hyper OS wirkt im Vergleich zu früheren Versionen deutlich aufgeräumter und übersichtlicher. Künstliche Intelligenz spielt hier eine geringere Rolle als bei der Konkurrenz – Xiaomi setzt hier vorwiegend auf Google Gemini.

Akku

Der Akku bietet eine stattliche Kapazität von 5500 mAh. Das ergibt in Kombination mit dem effizienten Prozessor eine lange Akkulaufzeit. Im PCMark Battery Test erreichte das Xiaomi 15T Pro einen guten Wert von 15,5 Stunden – damit liegt es fast auf Augenhöhe mit vielen anderen Top-Smartphones, auch wenn einige Geräte noch länger durchhalten. Regelt man das Display fest auf 60 Hz, hält das Smartphone gut drei Stunden länger durch.

Einen vollen Tag übersteht das Smartphone problemlos, bei sparsamer Nutzung sogar zwei. Es lässt sich mit bis zu 90 W schnell laden und ist in etwa einer halben Stunde vollständig aufgeladen – vorausgesetzt, man besitzt ein entsprechendes Ladegerät, denn ein Netzteil liegt nicht bei. Kabelloses Laden ist ebenfalls möglich. Das passende Ladegerät Xiaomi 90W Hypercharge Combo kostet rund 25 Euro.

Preis

Die UVP des Xiaomi 15T Pro liegt bei 800 Euro für die Version mit 256 GB, bei 900 Euro für 512 GB und bei 1000 Euro für 1 TB Speicher. Das ist ziemlich hoch, womit das Gerät den Preisrahmen der Mittelklasse eigentlich sprengt. Aber schon kurz nach dem Marktstart sind die Preise spürbar gefallen.

Die 256-GB-Variante kostet derzeit 607 Euro. Das Modell mit 512 GB liegt nur bei knapp 615 Euro – unsere empfohlene Wahl. Die Version mit 1 TB kostet etwa 689 Euro.

Fazit

Das Xiaomi 15T Pro zeigt eindrucksvoll, wie gut ein Smartphone für rund 600 Euro sein kann. Die Kamera überzeugt auf ganzer Linie, besonders die starke Telelinse hat uns begeistert. Auch die Leistung ist hoch, wenn auch nicht ganz auf Flaggschiff-Niveau eines Snapdragon 8 Elite. Für den Alltag bietet das Gerät jedoch reichlich Reserven für viele Jahre. Das edle Design gefällt und verleiht dem 15T Pro einen eigenständigen Charakter. Xiaomi bietet jetzt sechs Jahre Sicherheits-Updates und fünf große Android-Upgrades, was ein klarer Fortschritt ist.

Schwächen gibt es nur wenige: LTPO wäre schön gewesen für eine noch längere Akkulaufzeit. Ärgerlich ist der veraltete USB‑2.0‑Standard des Anschlusses, obwohl die restliche Ausstattung auf Top-Niveau liegt. Bei Nachtaufnahmen erreicht die Kamera nicht ganz das Niveau von Top-Modellen wie dem Xiaomi 15 Ultra oder dem Google Pixel 10 Pro – dennoch liefert sie hervorragende Ergebnisse.

Wer ein leistungsstarkes Smartphone mit Fokus auf Fotografie sucht und sich nicht an der Größe stört, bekommt mit dem Xiaomi 15T Pro ein rundum gelungenes Paket. Man muss also nicht zum Flaggschiff für über 1000 Euro greifen, um starke Fotos und hohe Qualität zu bekommen.

Motorola Edge 60 Pro im Test: Die Smartphone-Überraschung unter 400 Euro

Helles OLED, schickes Design, vielseitige Kamera und massenhaft Speicher: Das Motorola Edge 60 Pro bringt Premium-Flair zum fairen Preis.

VORTEILE

  • tolles Display
  • schickes Design
  • IP69 und MIL-STD-810H
  • gute Kamera mit Telelinse
  • starker Akku

NACHTEILE

  • nur USB 2.0
  • kein microSD-Slot
  • Software-Updates nur bis 2029

Helles OLED, schickes Design, vielseitige Kamera und massenhaft Speicher: Das Motorola Edge 60 Pro bringt Premium-Flair zum fairen Preis.

Das Motorola Edge 60 Pro will Oberklasse-Features zum Mittelklasse-Preis bieten. Es punktet mit einem strahlend hellen OLED-Display mit 120 Hz, einem trotz des schlanken Gehäuses großzügigen 6000‑mAh‑Akku, 12 GB RAM und 512 GB internem Speicher. Hinzu kommt eine Hauptkamera mit 50 Megapixeln sowie optischer Bildstabilisierung (OIS) und eine Weitwinkelkamera mit ebenfalls 50 Megapixeln. Dazu kommt ein Teleobjektiv mit 10 Megapixeln sowie 3-fachem optischen Zoom.

Gegenüber dem Edge 50 Pro (Testbericht) steigt auf dem Papier die Ausdauer deutlich, die maximale Bildwiederholrate sinkt hingegen moderat. Wir haben im Test überprüft, wie sich das hübsche Gerät abseits der Theorie in der Praxis schlägt.

Design

Eines kann Motorola: Design. Das Gehäuse des Edge 60 Pro ist extrem dünn und wirkt hochwertig sowie elegant. Mit kaum mehr als 8 mm Bautiefe ist das Gerät fast schon das Leichtgewicht unter den Oberklasse-Smartphones. Auch das Gewicht von 186 g sorgt dafür, dass es angenehm in der Hand liegt und den fast schon filigranen Eindruck verstärkt.

Sorgen müssen sich Nutzer jedoch nicht machen: Das Gerät wirkt zwar auf den ersten Blick zerbrechlich, liegt aber solide und stabil in der Hand. Die Verarbeitung ist hervorragend – die Spaltmaße stimmen, nichts knarzt. Die Tasten im Metallrahmen sitzen fest und bieten einen festen Druckpunkt. Insgesamt wirkt alles hochwertig, und wer sein Smartphone gerne einhändig bedient, profitiert von der schmalen Bauform und der griffigen Rückseite.

Ein Highlight: Das Chassis ist gegen Staub und sogar Strahlwasser abgedichtet. Motorola verweist auf Prüfungen nach IP69 und MIL-STD-810H. Das ist ungewöhnlich für ein Smartphone ohne den Zusatz „Outdoor“ – zumal es so grazil daherkommt. Allerdings ist beim Militärstandard nicht exakt festgelegt, welche Tests für die Zertifizierung tatsächlich absolviert werden müssen. Einen freiwilligen Härtetest würden wir diesem schicken Gerät daher dennoch besser nicht zumuten.

Die Rückseite ist entweder Lederoptik („veganes Leder“) oder mit texturierter Oberfläche erhältlich. Beide Varianten sehen edel aus, sorgen für guten Halt und verhindern weitgehend Fingerabdrücke. Wie gewohnt arbeitet Motorola dabei mit dem Farbspezialisten Pantone zusammen, was sich in auffälligen, aber nicht aufdringlichen Farbvarianten bemerkbar macht.

Die drei Kameralinsen sowie der LED-Blitz sitzen in einer dezenten, minimal erhöhten Fläche in der oberen linken Ecke der Rückseite. Ihre gleich großen, runden Einfassungen betonen das modulare Design, stehen leicht hervor und erinnern entfernt an einen klassischen Herd. Durch die Symmetrie und die feine Ausarbeitung wirkt das Ganze aber modern und ansprechend statt altmodisch.

Die Ränder des Displays sind sanft gekrümmt und verstärken den hochwertigen Gesamteindruck des Geräts zusätzlich. Gleichzeitig lässt das die Front schmaler wirken und verbessert die Ergonomie. Geschützt wird der Bildschirm von Corning Gorilla Glas 7i der aktuellen Generation. Zwar handelt es sich nicht um das Topglas des Herstellers, doch bietet auch 7i einen ordentlichen Schutz vor Kratzern und bei Stürzen.

Display

Das knapp 6,7 Zoll große POLED-Display des Motorola Edge 60 Pro bietet eine Auflösung von 2712 × 1220 Pixeln. Damit kommt es auf knackig-scharfe 446 Pixel pro Zoll (PPI) – mehr ist in Kombination mit den tollen Kontrasten, dem hervorragenden Schwarzwert und der Pantone-getreuen Farbwiedergabe für eine herausragende Darstellung definitiv nicht nötig.

Farben wirken satt, aber im Modus „natürlich“ nicht zu knallig. Wer es kräftiger mag, stellt auf „leuchtend“ um. Weiß bleibt neutral, Hauttöne wirken stimmig. Bemerkenswert ist die Spitzenhelligkeit: Laut Hersteller sind partiell bis zu 4500 cd/m² bei HDR-Inhalten möglich, im Alltag haben wir exzellente 1480 cd/m² gemessen – das ist stark! Inhalte bleiben damit selbst im direkten Sonnenlicht einwandfrei ablesbar.

Einen Rückschritt – zumindest auf dem Papier – stellt die Bildwiederholrate von jetzt „nur noch“ 120 Hz dar. Zwar konnte der Vorgänger Edge 50 Pro mit 144 Hz noch mehr, aber nicht erst bei dem haben wir angemerkt, dass der Unterschied von 120 zu 144 Hz kaum sichtbar, stattdessen aber eher unnötig energieintensiv ist. Das sieht Motorola jetzt offenbar ähnlich.

Die seitlichen Krümmungen sehen edel aus und eventuelle Spiegelungen stören im Alltag kaum. Motorolas Palm-Rejection, also die Erkennung von versehentlichen Berührungen des Touchscreens mit den Fingerspitzen oder dem Handballen beim Halten des Geräts, arbeitet zuverlässig, sodass es bei der Nutzung nicht zu Fehlbedienungen kommt. Schade: Ein echtes Always-on-Display gibt es weiterhin nicht. Dennoch ist das Display ein Highlight des Edge 60 Pro.

Kamera

Motorola setzt beim Edge 60 Pro auf eine Triple-Cam und technische Finesse. Als Hauptkamera verwendet der Hersteller ein Modul von Sony (Lytia 700 C, basiert auf IMX896 ) mit 50 Megapixeln und lichtstarker f/1.8-Blende samt optischer Stabilisierung (OIS). Dazu kommt eine Kamera von Samsung mit 50 Megapixeln als Weitwinkel und Makro mit Autofokus. Abgerundet wird das Set von einer Tele-Kamera mit 10 Megapixeln, 3-fachem optischem Zoom und OIS, die ebenfalls von Samsung stammt. Vorn steckt eine Kamera mit 50 Megapixeln und f/2.0, erneut von Samsung.

Bei Tageslicht liefert die Hauptkamera detailreiche, scharfe Fotos mit ausgeprägter Bilddynamik, guten Kontrasten und natürlichen, aber intensiven Farben. Bei wenig Licht hellt die Software nur dezent und damit natürlich auf. Dadurch wirken entsprechende Aufnahmen natürlich und bei ausreichender Beleuchtung dennoch hell genug. Bildrauschen tritt wie bei der Konkurrenz dann trotzdem etwas stärker auf. Feine Texturen und Details leiden entsprechend eher als bei den Klassenbesten, insgesamt sind aber auch Nachtaufnahmen richtig gut. Das gilt auch für das Teleobjektiv.

Schwierige Lichtsituationen wie Gegenlicht meistert die Hauptkamera ebenfalls solide, die Zusatzobjektive – vorrangig das Weitwinkel – etwas schwächer. Die Weitwinkeloptik hält dafür bei gutem Licht bei Schärfe und generellem Eindruck ordentlich mit und punktet dank Autofokus auch im Nahbereich. Das Teleobjektiv sorgt bei 3-facher Vergrößerung für stimmige Porträts und gelungene Tiefenwirkung. Die Bildqualität ist mit ausreichendem Licht ebenfalls klasse. Bis zum 5-fachen Zoom ist das Ergebnis gut nutzbar, darüber sieht man zunehmend den Eingriff der Software.

Als störend empfanden wir während des Fotografierens den zu hektischen Wechsel zwischen den Objektiven bei nahen Motiven. Kaum hat man gerade ein Objekt im Fokus, springt auch schon die Ansicht um und selbst auf dem Display ist dabei häufig die Bildqualität schlechter als zuvor. Das nervt. Abhilfe schafft zum Glück das Deaktivieren der Funktion „automatisches Makro“ in den Kamera-Einstellungen.

Die Videoauflösung endet bei 4K mit 30 FPS – eine echte Enttäuschung, da Kameraschwenks so immer ruckelig wirken. Das passt nicht zur restlichen Qualität von aufgenommenen Videos, bei denen die Stabilisierung zuverlässig, wenn auch nicht spektakulär arbeitet. Auch Tonaufnahmen sind klar verständlich, der Windfilter verrichtet seine Arbeit ordentlich.

Ausstattung

Im Inneren steckt ein Mediatek Dimensity 8350, der für die obere Mittelklasse gedacht ist. Zielsetzung bei seiner Entwicklung war in erster Linie Energieeffizienz, Leistung stand erst an zweiter Stelle. Entsprechend bleibt das Edge 60 Pro in Benchmarks hinter aktuellen Spitzen-Chips wie einem Snapdragon 8 Elite deutlich zurück, liegt aber spürbar vor Geräten mit Snapdragon 7 Gen 4. In 3Dmark Wild Life Extreme erreicht das Handy etwa 3000 Punkte, in PCmark Work 3.0 knapp 20.000 Punkte.

Im Alltag geht alles flott von der Hand. Apps starten schnell, auch bei vielen offenen Apps im Hintergrund ist Multitasking dank 12 GB LPDDR5X-RAM kein Problem und selbst anfordernde Spiele laufen stabil mit hohen Details. Bei langen Sessions wird das Gerät dabei allerdings spürbar warm. Auch große Spiele und speicherintensive Dateien finden im internen Speicher problemlos Platz. 512 GB UFS-4.0-Speicher sind üppig, schnell und damit zukunftssicher.

Bluetooth 5.4, NFC, Wi-Fi 6E und 5G sind natürlich ebenfalls mit dabei. Dank Dual-SIM-Fähigkeit dürfen Nutzer zwei Nano-SIMs einlegen, hinzu kommt eSIM-Support. Eine microSD-Erweiterung gibt es nicht. Schade: Motorola verbaut beim Edge 60 Pro lediglich USB‑C 2.0. Der Standard erlaubt nur eine langsame Datenübertragung und gilt längst als nicht mehr zeitgemäß.

Die Stereo-Lautsprecher mit Dolby Atmos liefern dafür klare Stimmen und ordentlichen Druck für solch ein dünnes Handy. Der In-Display-Fingerabdrucksensor reagiert zügig und zuverlässig, ist für unseren Geschmack allerdings etwas zu weit nach unten an den Display-Rand gewandert.

Software

Ab Werk läuft Android 15 mit schlanker Motorola-Oberfläche. Das System wirkt aufgeräumt. Bloatware ist kaum vorhanden und lässt sich bei Bedarf deinstallieren. Die bekannten Moto-Gesten bleiben ein praktisches Plus: Die Taschenlampe lässt sich per doppelter Hackbewegung aktivieren, die Kamera per Drehbewegung öffnen und Screenshots per Drei-Finger-Touch aufnehmen.

Neu ist eine dedizierte AI-Taste. Sie startet Motor AI mit Funktionen wie Transkription, Zusammenfassung und Bildwerkzeugen. Notizen lassen sich automatisiert strukturieren, Googles Circle to Search zur Bildsuche ist ebenfalls integriert. Smart Connect bindet PC, Tablet und TV ein und erlaubt schnelle Übergaben von Inhalten untereinander, Benachrichtigungsspiegelung und Drag-and-drop. Für manche AI-Dienste ist ein Motorola-Konto nötig.

Das Update-Versprechen bleibt eher konservativ. Motorola nennt drei große Android-Versionen und vier Jahre Sicherheits-Patches. Damit reicht der Support nach heutigem Stand bis 2029. Das ist in Ordnung, mancher Konkurrent verspricht inzwischen aber bis zu sieben Jahre.

Akku

Trotz der schlanken Bauform des Motorola Edge 60 Pro verbaut der Hersteller einen großzügigen Akku mit 6000 mAh. Offizielle Details zur Technologie gibt es zwar nicht, doch wahrscheinlich handelt es sich um einen Lithium-Ionen-Akku mit spezieller Silizium-Kohlenstoff-Anode. Diese ermöglicht eine höhere Energiedichte als herkömmliche Grafit-Anoden – und erklärt die für ein so dünnes Smartphone beachtliche Kapazität.

Im Alltag schlägt sich das Gerät dank des großen Akkus überdurchschnittlich gut: Ein Tag intensiver Nutzung ist problemlos möglich, bei moderatem Betrieb hält es meist zwei bis drei Tage durch. Das kann sich sehen lassen – zumal man dies einem so schlanken Smartphone kaum zutrauen würde.

Aufgeladen wird kabelgebunden mit bis zu 90 W, sofern ein kompatibles Motorola-Netzteil oder ein Ladegerät mit USB Power Delivery 3.0 zur Verfügung steht. Im Lieferumfang liegt allerdings keines bei. Bereits nach rund 15 Minuten ist der Akku etwa zur Hälfte gefüllt, nach etwa 50 Minuten vollständig. Kabelloses Laden wird mit bis zu 15 W unterstützt, kabelgebundenes Reverse Charging mit bis zu 5 W.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 600 Euro. Bei Drittanbietern gibt es das Gerät bereits für 370 Euro. Als Farben stehen Grau, Blau und Violett zur Wahl.

Fazit

Das Motorola Edge 60 Pro überzeugt mit hochwertiger Haptik, exzellenter Verarbeitung und einem Auftritt, der an ein echtes High-End-Smartphone erinnert. Dazu passen die Ausstattungspunkte wie Schutz nach IP69 und MIL‑STD‑810H, das starke OLED‑Display, eine Kamera, die fast auf Augenhöhe mit der Smartphone-Elite agiert, sowie der großzügige Speicher. Auch der Akku weiß zu gefallen: Er hält lange durch und lässt sich schnell laden – auf Wunsch sogar kabellos. Ebenso macht die Alltags‑Performance einen rundum überzeugenden Eindruck.

Dennoch gibt es Punkte, die den vergleichsweise niedrigen Preis erklären: Software‑Updates könnten länger garantiert sein, USB 2.0 ist nicht mehr zeitgemäß, und reine Benchmark-Enthusiasten werden mit dem Edge 60 Pro kaum glücklich. Letztlich bietet das Gerät jedoch viel Oberklasse-Feeling zum fairen Preis – mit Kompromissen, die im Alltag leicht zu verschmerzen sind.

Xiaomi 15 im Test: Das beste kleine Android-Smartphone 2025

Klein, stark, edel: Das Xiaomi 15 ist ein kompaktes High-End-Smartphone mit Spitzen-Kamera, hoher Leistung und exzellenter Verarbeitung.

VORTEILE

  • Top-Performance
  • hervorragende Kamera
  • lange Akkulaufzeit & schnelles Laden
  • handlich & hochwertig

NACHTEILE

  • Leica-Profile wirken teils unnatürlich
  • kürzerer Update-Support als bei Google, Samsung und Honor

Klein, stark, edel: Das Xiaomi 15 ist ein kompaktes High-End-Smartphone mit Spitzen-Kamera, hoher Leistung und exzellenter Verarbeitung.

Mit dem Xiaomi 15 bringt der Hersteller ein kompaktes, aber vollwertiges Flaggschiff-Handy auf den Markt. Trotz seiner handlichen Abmessungen bietet das Gerät starke Performance, eine hochwertige Kamera-Ausstattung und eine erstklassige Verarbeitung.

Während Modelle wie das Xiaomi 15 Ultra (Testbericht) oder das Samsung Galaxy S25 Ultra (Testbericht) mit riesigen Displays und üppigen Gehäusen punkten, richtet sich das Xiaomi 15 an Nutzerinnen und Nutzer, die ein leistungsstarkes, aber kompaktes Premium-Smartphone suchen. Trotz der geringen Größe macht Xiaomi keine technischen Kompromisse – es bietet einen High-End-SoC, ein hochauflösendes AMOLED-Display mit LTPO-Technologie, schnelle Ladeleistung sowie eine überzeugende Leica-Kamera.

Wie gut das kompakte Flaggschiff im Alltag tatsächlich abschneidet, klären wir im ausführlichen Praxistest des Xiaomi 15.

Design

Mit seinem kantigen Design wirkt das Xiaomi 15 modern, edel und zugleich elegant. Das Gehäuse folgt einer klaren, geometrischen Formsprache. Auf der Rückseite befindet sich ein quadratisches Kameramodul mit leicht abgerundeten Ecken – im selben Designstil wie das Gerät selbst. Darin sind drei Linsen und ein LED-Blitz symmetrisch angeordnet.

Mit Abmessungen von 152,3 × 71,2 × 8,1 mm und einem Gewicht von 191 g liegt das Xiaomi 15 angenehm in der Hand und lässt sich auch mit einer Hand bedienen. Es passt so problemlos in eine Hosentasche und bleibt dabei handlich. Neben klassischem Schwarz und Weiß gibt es eine Variante in hellem Grün.

Die matte Glasrückseite ist weitgehend unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken, allerdings etwas rutschig, weshalb sich eine Schutzhülle empfiehlt. Der Rahmen besteht aus Metall und vermittelt zusammen mit der Glasrückseite ein hochwertiges Flaggschiff-Gefühl. Auch die Tasten bieten einen präzisen, angenehmen Druckpunkt. Das Xiaomi 15 ist nach IP68 gegen Wasser und Staub geschützt.

Display

Das Xiaomi 15 ist mit einem 6,36 Zoll großen AMOLED-Display mit LTPO-Technologie ausgestattet, das mit 2670 × 1200 Pixeln eine hohe Pixeldichte von 460 PPI erreicht. Der Bildschirm ist flach gestaltet, verfügt über ein mittig angeordnetes Kameraloch und bietet eine hervorragende Screen-to-Body-Ratio von rund 90 Prozent. Dank einer adaptiven Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hz wirkt die Darstellung stets flüssig, während die Touch-Abtastrate von 300 Hz Eingaben präzise umsetzt.

Mit einer Spitzenhelligkeit von bis zu 3200 Nits ist das Display auch bei direktem Sonnenlicht einwandfrei ablesbar. Unterstützung für HDR10+ und Dolby Vision sorgt zudem für intensive Farben und starken Kontrast – ideal zum Streamen oder Fotografieren. In der Praxis überzeugt der Bildschirm mit exzellenter Bildqualität, stabilen Blickwinkeln und natürlichen Farben, was ihn zu einem der besten Panels seiner Größenklasse macht.

Kamera

Das Xiaomi 15 setzt auf eine vielseitige Triple-Kamera mit durchweg 50-Megapixel-Sensoren. Die Hauptkamera (f/1.62) verfügt über einen optischen Bildstabilisator (OIS) und liefert detailreiche, scharfe Aufnahmen mit hohem Dynamikumfang. Dazu kommt eine Ultraweitwinkelkamera (f/2.2), die auch für Makroaufnahmen genutzt wird, sowie eine Telelinse mit OIS und 2,6-fachem optischem Zoom (f/2.6). Für Selbstporträts ist eine 32-Megapixel-Frontkamera integriert.

Wie schon bei früheren Modellen wurde das Kamerasystem in Kooperation mit Leica entwickelt. Die Traditionsmarke war erneut für die Optimierung von Optik und Bildsoftware verantwortlich. Nutzer können zwischen zwei Leica-Farbmodi wählen: Vibrant liefert kräftige, kontrastreiche Farben, während Authentic auf eine natürlichere, etwas gedämpfte Darstellung setzt. Im Alltag wirken Aufnahmen mit Vibrant teils etwas übersättigt, Authentic hingegen leicht düster – beide Varianten verleihen den Bildern jedoch einen charakteristischen, aber nicht immer ganz natürlichen Leica-Look.

Bei Tageslicht überzeugt das Xiaomi 15 mit sehr detailreichen, scharfen Fotos, natürlicher Farbwiedergabe und ausgewogenem Kontrast. Auch bei zweifachem Zoom bleiben die Aufnahmen klar und weitgehend rauschfrei. Im Nachtmodus sorgt die Kamera für gut belichtete, aufgehellte Szenen, muss jedoch bei Detailtiefe und Dynamik leichte Abstriche hinnehmen.

Die Ultraweitwinkelkamera stimmt farblich gut mit der Hauptlinse überein und liefert ähnlich scharfe, detailreiche Aufnahmen. Lediglich bei Dunkelheit zeigt sie leichte Schwächen. Die Telekamera überzeugt mit verlustfreiem 2,6-fach-Zoom, und selbst bei fünffacher Vergrößerung bleiben die Bilder erstaunlich scharf. Bis zu einer 30-fachen Vergrößerung sind die Ergebnisse noch akzeptabel, darüber hinaus – bis zum maximalen 60-fach-Zoom – nimmt die Schärfe deutlich ab.

Selfies gelingen mit hoher Bildschärfe, natürlicher Farbwiedergabe und präziser Belichtung. Auch Videos überzeugen: Sie wirken scharf, farbecht und hervorragend stabilisiert – in 4K sind bis zu 60 FPS, in 8K maximal 30 FPS möglich.

Ausstattung

Mit dem Qualcomm Snapdragon 8 Elite liefert das Xiaomi 15 reichlich Leistung – genug, um auch in den kommenden Jahren problemlos mitzuhalten. Ob im Alltag oder bei anspruchsvollen Spielen, Rechen- und Grafikleistung sind stets im Überfluss vorhanden. Das belegen auch die starken Benchmark-Ergebnisse: rund 17.000 Punkte im PCMark und 6.500 Punkte im 3DMark Wild Life Extreme.

Unterstützt wird der SoC von 12 GB RAM sowie schneller UFS-4.0-Speicher mit wahlweise 256 oder 512 GB Kapazität. Eine Erweiterung per microSD-Karte ist nicht vorgesehen. Die Stereo-Lautsprecher liefern einen ordentlichen, klaren Klang – ideal für Videos oder Streams, weniger bei Musik.

Bei der Konnektivität zeigt sich das Gerät auf aktuellem Stand: Wi-Fi 7, 5G, Bluetooth 6.0 (inklusive aptX Adaptive, LDAC, LHDC, AAC, SBC und LC3), USB-C 3.2 mit DisplayPort, NFC und Infrarot sind an Bord. Dual-SIM wird ebenso unterstützt wie der gleichzeitige Betrieb von bis zu zwei eSIMs.

Der im Display integrierte Ultraschall-Fingerabdrucksensor reagiert flott und präzise. Bei der Ortung greift das Xiaomi 15 auf alle relevanten Satellitensysteme zurück – GPS, Glonass, Beidou, Galileo, QZSS und Navic – mit einer Genauigkeit von etwa drei Metern laut GPS-Test.

Software

Ausgeliefert wird das Xiaomi 15 mit Hyper OS 2 auf Basis von Android 15. Mittlerweile steht ein Update auf Hyper OS 3 mit Android 16 zur Verfügung. Die Oberfläche erinnert optisch eher an iOS als an klassisches Android und bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Anpassung – von Hintergründen über App-Icons bis zu Schriftarten. Themes gibt es teils kostenlos, teils gegen Gebühr, der App-Drawer lässt sich je nach Geschmack aktivieren oder ausblenden.

Die Update-Politik hat Xiaomi deutlich verbessert: Sechs Jahre Sicherheitsupdates (bis 2031) und vier große Android-Versionen (bis 2029) sind zugesagt. Das ist gut, aber Samsung, Google und Honor machen das besser, mit garantierten Updates und Patches für sieben Jahre. Zum Testzeitpunkt im November war der Sicherheitspatch noch recht aktuell und stammte aus Oktober 2025.

Neben den Google-Apps installiert Xiaomi viele eigene Anwendungen sowie den alternativen App-Store App Mall. Das vergrößert die Auswahl, führt aber teilweise zu doppelten Funktionen, auch wenn viele dieser Apps deinstalliert werden können. Immerhin hält sich die Zahl der vorinstallierten Drittanbieter-Apps mittlerweile in Grenzen.

Bei den KI-Funktionen setzt Xiaomi vorrangig auf Google Gemini, ergänzt durch eigene Features unter dem Namen Hyper AI. Dazu gehören dynamische Hintergrundbilder, ein Schreibassistent, Textzusammenfassungen und ein Sprachrekorder mit Übersetzungsfunktion. In der Galerie lassen sich – ähnlich wie bei Google oder Samsung – Objekte und Spiegelungen entfernen.

Akku

Eine typische Schwachstelle kleiner Smartphones ist oft der begrenzte Akku – nicht so beim Xiaomi 15. Dank Silizium-Karbon-Technologie bringt der kompakte und leichte Bolide eine beachtliche Kapazität von 5240 mAh mit. Zum Vergleich: Das ähnlich kleine Samsung Galaxy S25 begnügt sich mit 4000 mAh.

In Kombination mit dem effizienten Snapdragon-Chip und dem sparsamen LTPO-Display sorgt das im Alltag für beeindruckende Laufzeiten. Im Battery Test von PCMark erzielte das Xiaomi 15 eine Laufzeit von über 17 Stunden – ein Spitzenwert in dieser Größenklasse. Damit kommt man bei intensiver Nutzung problemlos durch den Tag, bei moderatem Gebrauch sogar bis zu zwei Tage ohne Nachladen aus.

Aufgeladen wird das Gerät per Xiaomis Hypercharge mit bis zu 90 W. Dafür ist allerdings ein kompatibles Netzteil notwendig, das aufgrund von EU-Vorgaben nicht im Lieferumfang enthalten ist. Mit einem passenden Ladegerät ist das Xiaomi 15 in rund 35 Minuten wieder vollständig geladen. Kabelloses Laden wird ebenfalls unterstützt – mit bis zu 50 W.

Preis

Beim Marktstart Anfang des Jahres lag die UVP des Xiaomi 15 noch bei rund 1000 Euro. Inzwischen ist das Modell mit 256 GB Speicher schon ab 600 Euro erhältlich. Die Version mit 512 GB startet bei 629 Euro. Original-Netzteile von Xiaomi kosten rund 14 Euro.

Fazit

Das Xiaomi 15 ist ein ausgezeichnetes und zugleich handliches Smartphone. Technisch bewegt es sich klar auf Flaggschiff-Niveau und leistet sich kaum Schwächen. Der Snapdragon-Prozessor bietet enorme Leistung bei hoher Effizienz, das LTPO-Display überzeugt mit brillanter Darstellung und variabler Bildwiederholrate zwischen 1 und 120 Hz. Besonders beeindruckt hat die starke Ausdauer – bis zu zwei Tage Laufzeit ist realistisch.

Schwächen muss man mit der Lupe suchen. Die Leica-Farbmodi wirken nicht immer gänzlich natürlich, wer Wert auf neutrale Aufnahmen legt, greift besser zu einem Pixel-Modell. Xiaomi installiert zudem recht viele eigene Apps neben den Google-Varianten. Auch bei der Update-Versorgung liegt der Hersteller leicht hinter Samsung, Google oder Honor zurück.

Letztlich ist das Xiaomi 15 eines der besten kompakten Top-Smartphones auf dem Markt. Samsung mit dem Galaxy S25 und auch Apple mit dem iPhone 16 Pro oder iPhone 17 Pro müssen sich hier warm anziehen.

Honor 400 Pro im Test: Hervorragendes Smartphone mit Top-Kamera

Das Honor 400 Pro mit starker Kamera, Snapdragon 8 Gen 3 und KI-Features ist beinahe ein Flaggschiff. Wie gut das Smartphone für knapp 800 Euro ist, zeigt der Test.

VORTEILE

  • schnelle CPU
  • lange Akkulaufzeit
  • Top-Kamera mit starker Telelinse
  • 6 Jahre Software-Updates

NACHTEILE

  • nur USB-C 2.0
  • Fotos wirken teilweise zu knallig
  • viele zusätzliche Apps

Das Honor 400 Pro mit starker Kamera, Snapdragon 8 Gen 3 und KI-Features ist beinahe ein Flaggschiff. Wie gut das Smartphone für knapp 800 Euro ist, zeigt der Test.

Die Number-Reihe steht bei Honor traditionell für gut ausgestattete Smartphones der Mittel- und Oberklasse. Das Pro-Modell legt dabei einmal mehr den Schwerpunkt auf die Kamera. Mit dem Honor 400 Pro bringt der Hersteller ein nahezu vollwertiges Flaggschiff auf den Markt, das nur knapp hinter den aktuellen Geräten der Magic-Serie zurückbleibt. Allerdings kratzt die UVP auch an der Premiumklasse.

Als Prozessor kommt der flotte Snapdragon 8 Gen 3 aus dem Vorjahr zum Einsatz. Die Triple-Kamera mit Teleobjektiv liefert solide Ergebnisse, ergänzt um einige spannende KI-Funktionen. Wie gut das abgespeckte Flaggschiff im Alltag wirklich abschneidet, klärt unser Test.

Design

Das Honor 400 Pro bietet ein sehr elegantes Design. Die Verarbeitung ist erstklassig: Die Tasten sitzen fest und bieten einen klar definierten Druckpunkt. Die Linienführung des Gehäuses ist sauber, ohne scharfe Kanten, und die leicht abgerundeten Ränder sowie das 2,5D-Display sorgen für eine angenehme Haptik. Es liegt gut in der Hand, verrutscht nicht so leicht und ist relativ unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken.

Die Rückseite besteht aus Glas, der Rahmen aus Metall – beides verleiht dem Gerät eine edle Anmutung. Trotz seiner wuchtigen Abmessungen von 160,8 × 76,1 × 8,1 mm liegt das Smartphone mit 205 g noch vergleichsweise leicht in der Hand. Auffällig ist das markante Kameraelement auf der Rückseite: In einem umgedrehten Trapez mit abgerundeten Kanten sind die drei Objektive samt LED-Blitz untergebracht – sehr präsent, aber stilvoll integriert.

Hervorzuheben ist die IP69-Zertifizierung. Diese Schutzklasse ist bei Smartphones noch selten und bedeutet, dass das Gerät nicht nur gegen Staub, sondern auch gegen starkes Strahlwasser und sogar Hochdruckreinigung geschützt ist – ideal für besonders anspruchsvolle Einsatzbedingungen.

Display

Das Honor 400 Pro verfügt über ein 6,7 Zoll großes AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2800 × 1280 Pixeln. Mit einer Pixeldichte von 460 PPI bietet es eine messerscharfe Darstellung. Die adaptive Bildwiederholrate liegt zwischen 60 und 120 Hz und passt sich automatisch an die jeweilige Nutzungssituation an.

Laut Hersteller erreicht das Display eine maximale Helligkeit von bis zu 5000 Nits, was auch bei direkter Sonneneinstrahlung eine einwandfreie Ablesbarkeit gewährleistet. Hohe Kontraste, satte Schwarzwerte und eine ausgewogene Farbdarstellung runden den positiven Gesamteindruck ab.

Die Frontkamera sitzt in einer etwas breiteren, ovalen Punch-Hole-Notch, da sie neben der Selfie-Kamera eine zweite Linse für eine verbesserte 3D-Gesichtserkennung integriert. Das Design erinnert in Ansätzen an Apples Dynamic Island, fällt jedoch kompakter aus. Im Android-Umfeld stellt diese Lösung eine Besonderheit dar.

Kamera

Das Honor 400 Pro ist mit einem leistungsstarken Triple-Kamera-System ausgestattet. Die Hauptkamera bietet eine Auflösung von 200 Megapixeln (f/1.9) und verfügt über optische Bildstabilisierung (OIS) sowie Phasenvergleichs-Autofokus. Ergänzt wird sie durch ein 50-Megapixel-Teleobjektiv (f/2.4) mit ebenfalls OIS und eine 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera (f/2.2).

Bei Tageslicht liefert die Hauptkamera exzellente Aufnahmen mit hoher Detailtreue, ausgewogener Dynamik und realistischen Farben. Auch die Telelinse überzeugt mit scharfen, kontrastreichen Bildern und ist für Porträts und entfernte Motive gut geeignet. Nachtaufnahmen gelingen ebenfalls – trotz gelegentlichem Bildrauschen bleibt die Bildqualität insgesamt überzeugend. Die Ultraweitwinkelkamera kann in puncto Schärfe, Bilddetails und Farbdynamik nicht ganz mit den beiden anderen Modulen mithalten, liefert aber dennoch brauchbare Ergebnisse.

Nutzer können zwischen drei Bildprofilen wählen: „Natürlich“, „Dynamisch“ und „Authentisch“. Diese beeinflussen Farbsättigung, Kontraste sowie die Wiedergabe von hellen und dunklen Bildbereichen. Manchmal wirken Fotos aber nicht mehr natürlich. Für Porträtaufnahmen stehen zudem drei Filter des bekannten Fotostudios Harcourt zur Verfügung, die bereits aus dem Vorgänger Honor 200 Pro bekannt sind. Eine KI-gestützte Optimierung sorgt zusätzlich für verbesserte Hauttöne und feinere Details bei Gesichtern.

Videos sind in 4K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde möglich. Auch HDR-Modi für kontrastreiche Szenen sind integriert. Damit bietet das Honor 400 Pro eine Kameraausstattung, die sich in der oberen Mittelklasse sehen lassen kann.

Ausstattung

Das Honor 400 Pro ist mit dem Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 ausgestattet, einem High-End-Prozessor aus dem Jahr 2024. Trotz der inzwischen verfügbaren Nachfolgegeneration liefert der Chip noch immer mehr als genügend Leistung für alle Aufgaben – ob im Alltag, beim Multitasking oder bei grafikintensiven Spielen. Das System reagiert im Test durchweg flüssig und verzögerungsfrei.

In den Benchmarks bestätigt das Gerät seine starke Performance: Bei PCmark erreicht es rund 18.000 Punkte, bei 3DMark Wild Life Extreme knapp 4500 Punkte – Werte, die es für die kommenden Jahre zukunftssicher machen.

Auch bei Speicher und Arbeitsspeicher zeigt sich das Honor 400 Pro großzügig. Es ist standardmäßig mit 512 GB internem Speicher ausgestattet, eine Erweiterung per microSD ist allerdings nicht möglich. Hinzu kommen 12 GB RAM, die für eine reibungslose Nutzung sorgen.

Zur biometrischen Entsperrung bietet das Honor 400 Pro zwei schnelle und zuverlässige Optionen: Dazu gehört ein im Display integrierter Fingerabdrucksensor sowie eine 3D-Gesichtserkennung, die mithilfe einer zweiten Frontkamera umgesetzt wird. Letztere ist deutlich sicherer als die herkömmliche 2D-Gesichtserkennung, wie sie bei vielen anderen Android-Smartphones zum Einsatz kommt.

Bei den Schnittstellen zeigt sich das Gerät auf der Höhe der Zeit: Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, NFC und 5G gehören zur Ausstattung. Die Stereo-Lautsprecher liefern einen klaren und kräftigen Klang – für ein Smartphone dieser Klasse absolut angemessen.

Ein großer Schwachpunkt bleibt jedoch: Honor setzt beim USB-Anschluss lediglich auf USB-C 2.0. Angesichts der ansonsten hochwertigen Ausstattung ist das kaum nachvollziehbar – insbesondere im Hinblick auf Datentransferraten.

Honor-Smartphones unterstützen ferner den BMW Digital Key nicht. Dieser ist ausschließlich mit bestimmten Modellen kompatibel, etwa von Herstellern wie Apple, Samsung, Google, Motorola, Oneplus oder Xiaomi.

Software

Auf dem Honor 400 Pro läuft Android 15 mit der Bedienoberfläche Magic OS in Version 9, die optisch stark an iOS und Huaweis EMUI erinnert. Der App-Drawer ist standardmäßig deaktiviert, lässt sich aber über die Startbildschirm- und Wallpaper-Einstellungen aktivieren. Das Einstellungsmenü ist zweigeteilt: Benachrichtigungen werden zentral von oben, das Kontrollzentrum vom rechten oberen Rand aufgerufen.

Zum Testzeitpunkt stammt der Sicherheits-Patch aus dem Mai und ist somit noch hinreichend aktuell. Honor verspricht sechs Jahre lang Software- und Sicherheits-Updates – ein erfreulich langer Zeitraum für ein Android-Gerät.

Magic OS bietet zudem praktische Funktionen wie eine Multi-Windows-Ansicht, eine seitliche App-Leiste für Schnellzugriffe sowie das „Magic Portal“, mit dem sich Inhalte wie Adressen oder Texte direkt in passende Apps übertragen lassen, etwa in Google Maps oder Messenger. Auch die „Knöchel-Geste“ zur Markierung von Bildausschnitten ist an Bord – ähnlich wie „Circle to Search“ von Samsung, in der Praxis aber weniger zuverlässig.

Ein Highlight ist das neue KI-Foto-Feature, das aus einem einzelnen Bild ein kurzes animiertes Video erzeugt – etwa im Stil von Stop-Motion. Besonders bei Nahaufnahmen, etwa von Miniaturfiguren, entstehen beeindruckende Effekte: Die KI simuliert sogar einen Finger, der die Figuren scheinbar bewegt. Ergänzt wird das durch weitere KI-Funktionen wie Google Gemini, einen Fotoradierer, Nachschärfung von Zoomaufnahmen und automatische Zusammenfassungen in der Notizen-App.

Es gibt jedoch eine Vielzahl vorinstallierter Honor-Apps, um die Google-Lösungen zu verdrängen. So ist etwa die hauseigene Kalender-App weniger ausgereift als das Google-Pendant, und Synchronisierungen funktionieren teilweise verzögert.

Akku

Der Silizium-Kohlenstoff-Akku des Honor 400 Pro bietet trotz des schlanken Gehäuses eine beeindruckende Kapazität von 5300 mAh – ein guter Indikator für lange Laufzeiten. Diese Technologie ermöglicht kompaktere Akkus, weil diese eine höhere Energiedichte haben und somit mehr Energie auf gleichem Raum speichern können.

Unsere Messungen bestätigen diesen Eindruck: Im PCMark Battery Test erreichte das Gerät eine Laufzeit von über 14 Stunden im simulierten Dauerbetrieb – ein ausgezeichnetes Ergebnis für ein Smartphone dieser Leistungsklasse. Einen Tag sollte es also problemlos ohne Netzteil schaffen.

Das Honor 400 Pro bietet beeindruckende Ladeleistungen: Über Kabel sind mit Honor Supercharge bis zu 100 Watt möglich, kabelloses Laden wird mit bis zu 50 Watt unterstützt (Honor Wireless Supercharge). Ein Netzteil liegt dem Gerät jedoch nicht bei – wer die volle Ladegeschwindigkeit nutzen möchte, muss entsprechendes Zubehör separat erwerben. Mit dem passenden Ladegerät ist der Akku kabelgebunden in knapp über 30 Minuten vollständig geladen, kabellos dauert es bei 50 Watt etwa eine Stunde.

Preis

Die UVP liegt – wie schon beim Vorgänger – bei stolzen 799 Euro und sprengt damit den Rahmen der gehobenen Mittelklasse. Die Preise dürften jedoch weiter fallen: Aktuell ist das Honor 400 Pro bereits ab etwa 459 Euro erhältlich. Verfügbar ist das Gerät in den Farben Anthrazit und Grau.

Fazit

Mit dem Honor 400 Pro ist dem chinesischen Hersteller ein überzeugendes Oberklasse-Smartphone gelungen. Die hochwertige Verarbeitung, die starke Triple-Kamera und die hervorragende Akkulaufzeit sprechen für sich. Auch wenn der verbaute Snapdragon 8 Gen 3 nicht mehr der neueste High-End-Chip ist, liefert er weiterhin für die nächsten Jahre mehr als genug Leistung für alle Anwendungen – vom Alltag bis zum Gaming.

Besonders gefallen haben uns die KI-Funktionen, etwa das neue Feature, das aus einem einzigen Foto animierte Kurzvideos erstellt – kreativ und beeindruckend umgesetzt. Wer nicht über 1000 Euro für ein Flaggschiff ausgeben möchte, findet im Honor 400 Pro eine attraktive Alternative für unter 800 Euro.

Abzüge gibt es für die veraltete USB-C-2.0-Schnittstelle – in diesem Preisbereich kaum nachvollziehbar. Auch die Vielzahl vorinstallierter Apps stört etwas – viele davon können qualitativ nicht mit den Google-Originalen mithalten. Perfekt ist das Honor 400 Pro also nicht, doch es bietet ein starkes Gesamtpaket und präsentiert sich als gelungenes Sub-Flaggschiff. Eine clevere Wahl für alle, die Wert auf Design, Kamera und Performance legen, ohne dafür vierstellige Beträge ausgeben zu wollen.

Xiaomi 14T Pro im Test: Top-Smartphone lädt in 25 Minuten

Ein Smartphone wie ein Flagship, ohne eines zu sein? Das neue Xiaomi 14T Pro verspricht starke Hardware zum vergleichsweise niedrigen Preis. Ob das gelingt, zeigt der Test.

VORTEILE

  • lädt rasant
  • tolle Kamera
  • hervorragendes Display
  • gute Akkulaufzeit

Ein Smartphone wie ein Flagship, ohne eines zu sein? Das neue Xiaomi 14T Pro verspricht starke Hardware zum vergleichsweise niedrigen Preis. Ob das gelingt, zeigt der Test.

Das neue Xiaomi 14T Pro folgt auf das Xiaomi 13T Pro. Mit der T-Reihe bietet Xiaomi jährlich je zwei Modelle, die man als abgespeckte oder zumindest überarbeitete Varianten seiner aktuellen Flagship-Smartphones betrachtet. Diese bieten dennoch hochwertige Technologie, schnelle Prozessoren und Telelinsen zu einem vergleichsweise niedrigen Preis.

Auf den ersten Blick verspricht das Gerät einige Highlights: eine 50-Megapixel-Telelinse, einen starken Prozessor, IP68 und ein ansprechendes Design. Damit bietet es Flagship-Features zum vergleichsweise niedrigen Preis. Ob es hält, was es verspricht, zeigt dieser Testbericht.

Design: Ist das Xiaomi 14T Pro wasserdicht?

Das Xiaomi 14T Pro gehört mit Abmessungen von 160,4 × 75,1 × 8,4 mm bei einem Gewicht von 209 g zu den größeren Smartphones. Einhändiges Bedienen ist hier nicht drin. Die Verarbeitung mit Metallrahmen und Glasrückseite wirkt sehr hochwertig und folgt einem klassischen sowie eleganten Design. Das Kameramodul mit seinen präsenten Ringen rund um die drei Linsen und dem LED-Blitz verbreitet Vintage-Charme. An die Eleganz der Top-Modelle Xiaomi 14 sowie Xiaomi 14 Ultra reicht die T-Reihe jedoch nicht heran.

Trotz der Größe liegt es gut in der Hand. Die Oberfläche ist recht unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken. Eine etwas schnöde, dunkelgraue Schutzhülle legt Xiaomi von Haus aus bei. Gegen Wasser ist das Xiaomi 14T Pro effektiv nach IP68 geschützt. Damit übersteht das Smartphone den Aufenthalt in Süßwasser für 30 Minuten in knapp einem Meter Tiefe.

Display: Wie hell ist der Bildschirm des Xiaomi 14T Pro?

In der Diagonale misst der Bildschirm wie beim Vorgänger 6,67 Zoll. Das OLED-Panel löst messerscharf mit 2712 × 1220 Pixel auf und zaubert dabei eine tolle Bildqualität auf die Anzeige. Farben wirken sehr lebendig, Kontraste sind ausgeprägt und Schwarzwerte tief wie die Nacht. Die Blickwinkelstabilität ist zudem aus allen Lagen gegeben.

Beachtlich ist die Aktualisierungsrate von 30 bis 144 Hz. Das liefert ein äußert geschmeidiges Bild ab, was besonders bei Spielen von Vorteil ist, aber auch beim Scrollen. Strahlend hell wird das Display – Xiaomi spricht hier von bis zu 4000 Nits im HDR-Modus bei aktiver Helligkeitsanpassung. Im Test konnten wir die Anzeige im Freien immer ablesen – auch bei Sonnenschein. Damit ist der Bildschirm absolut Flagship-tauglich.

Kamera: Wie gut sind Fotos mit dem Xiaomi 14T Pro

Neben der Hauptlinse mit 50 Megapixeln und f/​1.6-Blende sowie optischer Bildstabilisierung (OIS) kommt eine Telelinse mit ebenfalls 50 Megapixeln und f/​1.9-Blende sowie ein Ultraweitwinkelobjektiv mit 12 Megapixeln und f/2.2 zum Einsatz. Die Selfie-Kamera in der Punch-Hole-Notch vorn löst mit 32 Megapixeln auf.

Es stehen grundsätzlich zwei Modi zur Auswahl: Leica Authentic und Leica Lebendig. Die erste Variante wirkt natürlicher und weniger kräftig bei den Farben. Der lebendige Modus bietet höhere Kontraste und sattere Farben mit stärkerer Sättigung. Im Porträtmodus wiederum emuliert die Kamera-App vier Festbrennweiten von Leica (35, 50, 75 und 90 mm). Dazu kommen noch zahlreiche Farbfilter von Leica, die man über die Bilder legen kann. Zudem gibt es viele Einstellungsmöglichkeiten für Experten.

Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Das Xiaomi 14T Pro schießt richtig gute Fotos mit der Hauptkamera, bei Tag wie bei Nacht. Bilddetails sind ausgeprägt, der Dynamikumfang hoch. Selbst Aufnahmen mit zweifachem digitalem Zoom sehen noch sehr detailliert aus. Bei Dunkelheit hilft der Nachtmodus – zudem macht sich dann der OIS positiv bemerkbar.

Die Telelinse bietet einen 2,6-fachen optischen Zoom, der detaillierte Bilder hervorzaubert. Bei Dunkelheit lässt dieser jedoch deutlich nach, da die Blende nicht lichtempfindlich genug ist. Das Ultraweitwinkelobjektiv fällt da nicht nur bei der Auflösung etwas zurück, sondern weicht farblich etwas ab im Vergleich zur Hauptlinse. Selfies sehen ebenfalls sehr detailreich und scharf, zudem gelingt das Bokeh im Porträtmodus hervorragend.

Videos sind mit der Hauptkamera mit 8K bei 30 FPS oder 4K bei 60 FPS möglich. Die Selfie-Kamera schafft hier 4K mit 30 FPS oder Full-HD mit 60 FPS.

Ausstattung: Wie stark ist der Prozessor des Xiaomi 14T Pro?

Einer der größeren Unterschiede der T-Reihe ist der Prozessor. Statt Snapdragon 8 Gen 3 von Qualcomm gibt es den Dimensity 9300+ von Mediatek. Dieser liefert starke Leistung, kann aber nicht ganz mit dem Pendant von Qualcomm mithalten. Bei PCmark kommen wir auf starke 15.500 Punkte, bei Wild Life Extreme von 3Dmark auf 3700 Punkte. Damit entspricht die Performance etwa dem Stand eines Snapdragon 8 Gen 2. Das ist für die meisten Anwendungsfälle, inklusive Gaming, auch mehr als genug. Der Prozessor zeigt sich erfreulich resilient und erreicht beim Stresstest von Wild Life Extreme hohe Stabilität von 69 Prozent.

Serienmäßig hat das 14T Pro 12 GB RAM und wird mit internem Speicher zu je 256 GB, 512 GB sowie 1 TB angeboten. Nachrüsten per microSD-Karte ist nicht möglich, bei der Menge an internem Speicher aber auch nicht unbedingt nötig. Die Schnittstellen für kabellose Konnektivität sind auf dem neuesten Stand: 5G, Wi-Fi 7 sowie Bluetooth 5.4 (LDAC, LHDC, AAC), NFC und Infrarot-Port. Zwei Schwachstellen fallen aber auf, die in der Reizblase wirklich nicht sein müssen: Der Anschluss bietet nur langsames USB-C 2.0, Ultra Wide Band (UWB) fehlt.

Die Navigation per Multiband-Funktion erfolgt mittels GPS, Glonass, Beidou, Galileo und Navic. Die Genauigkeit ist mit knapp zwei Metern laut GPS-Test sehr gut. Der Fingerabdruckleser sitzt unten im Display und arbeitet flott und verlässlich. Die Lautsprecher liefern zudem einen klaren und deutlichen Klang.

Software: Wie lange gibt es Updates?

Das Xiaomi 14T Pro kommt mit Android 14 und der Bedienoberfläche Hyper OS zum Kunden, diese erinnert stark an iOS oder EMUI. Einen App-Drawer kann man auf Wunsch aktivieren sowie auf Gesten-Steuerung oder klassische Android-Icons setzen. Käufer können mit vier Android-Updates und für fünf Jahre Sicherheits-Patches rechnen. Zum Testzeitpunkt (27.09.2024) stammt der Patch aus September – das ist auf dem neuesten Stand.

Akku: Wie lange läuft das Xiaomi 14T Pro?

Zum Einsatz kommt ein üppiger Akku mit rund 5000 mAh. Wir erreichen im Battery Test von PCmark im simulierten Betrieb bei 200 cd/m² Helligkeit rund 13 Stunden. Das ist ein starker Wert. Über einen Tag kommt man mit dem Xiaomi 14T Pro gut – bei spärlicher Nutzung sind auch zwei Tage drin. Letzten Endes hängt die Akkulaufzeit immer stark von der Nutzung ab. Wer zockt, bei Sonnenschein das Gerät nutzt oder viel navigiert, verkürzt die Laufzeit deutlich.

Richtig flott kann das Xiaomi 14T Pro laden. Bis 120 Watt sind mit PD+ möglich. Damit ist das Smartphone in 25 Minuten vollständig aufgeladen. Nach 10 Minuten hat man bereits rund 50 Prozent nachgeladen. Allerdings legt Xiaomi kein Ladegerät bei. Natürlich kann man mit jedem Netzteil laden, wer aber dieses Tempo nutzen möchte, benötigt ein passendes und kompatibles Gerät dafür. Im Test klappte das einwandfrei mit einem 120-Watt-Netzteil mit PD+ von Ulefone. Mit anderen Ladegeräten vergingen aber fast zwei Stunden, bis der Akku voll war.

Immerhin kann man das Netzteil direkt bei Xiaomi für einen symbolischen Preis von einem Euro ordern. Da wirkt der Hinweis auf Müllvermeidung gleich glaubhafter, als wenn man den vollen Preis aufrufen würde. Eine große Verbesserung zum Vorgänger: Induktives Laden per Qi ist jetzt möglich – und zwar mit bis zu 50 Watt.

Preis: Wie viel kostet das Xiaomi 14T Pro?

Die UVP liegt bei 800 Euro. Das Xiaomi 14T Pro mit 512 GB kostet mittlerweile 476 Euro. Mit 1 TB sind es 600 Euro. Erhältlich ist es jeweils in den Farben: Schwarz, Grau und Blau.

Fazit: Lohnt sich der Kauf?

Mit dem Xiaomi 14T Pro bringen die Chinesen einen richtig starken Nachfolger des Pro-Modells der T-Reihe. Das Gerät ist nicht nur deutlich schicker, sondern auch schneller und schießt richtig gute Fotos – eigentlich wie ein Flagship, ohne eins zu sein.

Schwächen hat das Smartphone wenige: Klar, Geräte mit aktuellem Snapdragon-Chip sind noch performanter, aber der Mediatek-Chip des Xiaomi 14T Pro liefert genug Reserven auch für die Zukunft. Nicht ganz überzeugt sind wir von der Bedienoberfläche, die Bloatware und teils Werbung mit sich bringt. USB-C 2.0 in dieser Preisklasse darf ebenfalls nicht mehr sein. Dennoch, wer Top-Technik bei Android sucht, ohne in den vierstelligen Preisbereich gehen zu müssen, wird beim Xiaomi 14T Pro fündig. Das Gerät ist sehr nah am Flagship-Niveau.

Samsung Galaxy S25 FE im Test: Top-Smartphone als Kompromiss oder Mogelpackung?

Das Galaxy S25 FE verspricht Flaggschiff-Technik zum Mittelklassepreis. Im Vergleich zum Vorgänger scheint sich aber nur wenig geändert zu haben.

VORTEILE

  • tolle Bildqualität des AMOLED-Displays
  • gute Triple-Kamera bei Tag und Nacht mit optischem Zoom
  • 7 Jahre Software-Support
  • hochwertige Verarbeitung
  • sinkende Preise

NACHTEILE

  • hohe UVP
  • mäßige Akkulaufzeit
  • ohne LTPO-Technologie
  • niedriges PWM-Dimming
  • CPU mit Schwächen bei Effizienz

Das Galaxy S25 FE verspricht Flaggschiff-Technik zum Mittelklassepreis. Im Vergleich zum Vorgänger scheint sich aber nur wenig geändert zu haben.

Zum fünften Mal bringt Samsung eine Fan-Edition seiner Galaxy‑S‑Reihe auf den Markt. Die Modelle kombinieren High-End-Features mit gezielten Abstrichen, um Flaggschiff-Technik zum Mittelklassepreis anzubieten – zumindest in der Theorie.

Auch beim Galaxy S25 FE bleibt die UVP zunächst hoch, sinkt jedoch traditionell schnell. Optisch wirkt das Smartphone hochwertig und schlanker als der Vorgänger, technisch erinnert jedoch vieles an das S24 FE. Wir klären im Test, ob die neue Fan-Edition ein gelungener Kompromiss oder eher ein lauer Aufguss ist.

Design

Das Design des Samsung Galaxy S25 FE zeigt sich vertraut – auf den ersten Blick könnte man es leicht mit dem Galaxy S25+ oder dem S24 FE verwechseln. Samsung bleibt seiner klaren, minimalistischen Formensprache treu: Auf der Rückseite finden sich drei einzeln eingefasste Kameralinsen, eingebettet in ein kantiges Gehäuse mit Metallrahmen sowie Glasrückseite.

Die Verarbeitung überzeugt durchweg. Von der früheren Kunststoffanmutung älterer FE-Modelle ist nichts mehr zu spüren – das S25 FE wirkt solide, hochwertig und elegant. Gleichzeitig ist die Optik, gerade im direkten Vergleich zu neueren Konkurrenten, etwas konservativ und nur dezent modernisiert.

Mit Abmessungen von 161,3 × 76,6 × 7,4 mm liegt das Smartphone nahezu auf dem Niveau seines Vorgängers und ist nur minimal größer als das S25+. Das Gewicht bleibt mit 190 g angenehm im Rahmen. Positiv: Die Display-Ränder sind etwas schmaler geworden, das Gehäuse ist zudem dünner, was für einen edleren Look sorgt.

Wie schon beim Vorgänger ist das Gehäuse nach IP68 zertifiziert und damit gegen Staub und Wasser geschützt – ein Detail, das man in dieser Preisklasse keineswegs als selbstverständlich ansehen kann.

Display

Das AMOLED-Display des Samsung Galaxy S25 FE wird nun durch widerstandsfähiges Gorilla Glass Victus+ geschützt, was die Alltagstauglichkeit erhöht und Kratzern besser vorbeugt. An den grundlegenden Spezifikationen hat sich gegenüber dem S24 FE allerdings wenig verändert: Die Bilddiagonale beträgt 6,7 Zoll bei einer Auflösung von 2340 × 1080 Pixeln, was eine scharfe Darstellung mit rund 385 PPI ermöglicht. Zum Vergleich: Das S25+ bietet hier eine 3K-Auflösung.

Die Screen-to-Body-Ratio liegt bei starken 89 Prozent – ein ausgezeichnetes Verhältnis. Deutliche Fortschritte zeigt Samsung bei der Displayhelligkeit: Mit bis zu 1900 Nits Spitzenwert bleibt der Bildschirm auch bei direkter Sonneneinstrahlung hervorragend ablesbar.

Auf die LTPO-Technologie der teureren S25-Modelle muss das FE allerdings verzichten. Die Bildwiederholrate erreicht zwar bis zu 120 Hz, lässt sich jedoch nicht stufenlos anpassen, sondern wechselt lediglich zwischen festen Stufen. Das PWM-Dimming liegt bei vergleichsweise niedrigen 240 Hz, was bei empfindlichen Nutzern zu Unwohlsein führen könnte.

Wie gewohnt liefert das AMOLED-Panel eine exzellente Bildqualität mit kräftigen Farben, satten Kontrasten und ausgezeichneter Blickwinkelstabilität. Insgesamt präsentiert sich der Bildschirm also als eine der klaren Stärken des Galaxy S25 FE – typisch Samsung.

Kamera

Auch beim Kamera-Setup bleibt Samsung beim Galaxy S25 FE der bisherigen Linie treu. Auf der Rückseite sitzt eine Triple-Kamera, bestehend aus einer 50-Megapixel-Hauptlinse mit optischer Bildstabilisierung (OIS), einer 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera sowie einer 8-Megapixel-Telelinse mit dreifachem optischem Zoom – exakt die gleiche Kombination wie beim Vorgängermodell. Dazu kommt wieder eine Frontkamera mit 12 Megapixeln.

Im Vergleich zum S25+ fällt vorwiegend die Telekamera etwas ab, da sie eine geringere Auflösung bietet. Hier hätte sich Samsung etwas mehr Innovation erlauben dürfen, beispielsweise durch die stärkere Telelinse aus dem größeren Modell. Insgesamt liefert das Kamera-Setup solide Ergebnisse, bleibt aber eher evolutionär als revolutionär – bewährt, aber ohne echte Neuerungen. Gefühlt tut sich hier seit Jahren wenig.

Dennoch liefert auch das S25 FE beeindruckende Fotos. Die Bildqualität überzeugt mit klaren Details, hohem Dynamikumfang und natürlichen Farben – auch wenn diese manchmal etwas zurückhaltend wirken. Die Telelinse bietet einen dreifachen optischen Zoom. Bis zu einer zehnfachen Vergrößerung lassen sich noch gute Ergebnisse erzielen, darüber hinaus nimmt das Bildrauschen stark zu. Bis zu 30-fach ist möglich.

Der Nachtmodus arbeitet zuverlässig: Er hellt dunkle Szenen spürbar auf und sorgt für sehenswerte Aufnahmen, ohne dass das Bildrauschen störend auffällt. Am besten schneidet hier das Hauptobjektiv ab. Die KI greift dabei gelegentlich unterstützend ein – so entstehen mit der Telelinse beeindruckende Mondaufnahmen, die jedoch softwareseitig nachbearbeitet werden.

Im direkten Vergleich zeigen vorwiegend das Galaxy S25 und S25+ bei schwierigen Lichtbedingungen und Teleaufnahmen noch einmal bessere Resultate – sie holen feinere Details heraus und rauschen weniger. Für den Alltag und die meisten Anwendungsfälle liefert das S25 FE dennoch rundum gute Fotos und ein verlässliches Kameraerlebnis. Auch Selfies sehen klasse aus, Videos sind bei 4K-Auflösung mit 60 FPS (Frames pro Sekunde) möglich oder bei 8K mit 30 FPS.

Ausstattung

Beim Prozessor geht das Galaxy S25 FE innerhalb der neuen S25-Reihe den deutlichsten Kompromiss ein. Statt eines Qualcomm-Chips verbaut Samsung den Exynos 2400, der bereits im Galaxy S24 und S24+ zum Einsatz kam. Im Vergleich zum S24 FE mit dem leicht abgespeckten Exynos 2400e bedeutet das immerhin einen kleinen Fortschritt. Die Performance passt im Alltag: Das System läuft flüssig und stabil, Apps starten schnell, und auch anspruchsvollere Spiele sind problemlos spielbar.

In der Grafikleistung liegt das FE jedoch etwas hinter dem S25 und S25+, die mit dem stärkeren Snapdragon 8 Elite ausgestattet sind. Mit rund 4200 Punkten im 3DMark Wild Life Extreme bewegt sich das S25 FE aber weiterhin im oberen Mittelfeld – nicht ganz Flaggschiff-Niveau, aber mehr als ausreichend für die meisten Nutzer. Allerdings wird das Smartphone unter hoher Auslastung spürbar warm, dann drosselt die CPU die Leistung.

Beim Speicher stehen 128, 256 oder 512 GB zur Wahl. Da eine microSD-Erweiterung nicht möglich ist, empfiehlt sich mindestens die 256-GB-Variante. Der Arbeitsspeicher umfasst 8 GB RAM und liegt damit leicht unter dem Niveau der größeren S25-Modelle.

Die Ausstattung ist auf modernem Stand: USB-C 3.2, Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.4, NFC und 5G sind an Bord, ebenso eSIM-Unterstützung. Der Fingerabdruckscanner unter dem Display arbeitet schnell und zuverlässig. Wi-Fi 7 wäre allerdings schön gewesen, UWB (Ultra-Wideband) fehlt.

Auch der Stereo-Sound kann überzeugen – klar, laut und ausgewogen. Zusätzlich bietet Samsung die Funktion Adapt Sound, die nach einem kurzen Hörtest die Klangwiedergabe individuell anpasst. So werden hohe Frequenzen oder leise Passagen gezielt verstärkt, was vor allem älteren oder hörgeschwächten Nutzern zugutekommt. Die Funktion wirkt jedoch nur bei der Nutzung von Kopfhörern.

Software

Eine der größten Stärken des Galaxy S25 FE bleibt – typisch für Samsung – die Software, sofern man sich mit der eigenständigen Optik von One UI anfreundet. Das Smartphone wird mit Android 16 und One UI 8 ausgeliefert. Samsung garantiert für 7 Jahre Software- und Sicherheits-Updates, was im Android-Bereich immer noch vorbildlich ist. Zum Testzeitpunkt war der Sicherheitspatch aktuell.

Das neue „Now Brief“-Widget bündelt auf dem Homescreen Wetter, Termine und Verkehrsinformationen, während die „Now Bar“ Live-Infos wie Stoppuhren oder Erinnerungen bietet. Wie gewohnt installiert Samsung zahlreiche eigene Apps neben den Google-Diensten, die sich bei Bedarf deaktivieren, aber nicht vollständig deinstallieren lassen.

Das S25 FE unterstützt die kompletten Galaxy-AI-Funktionen der S25-Serie. Statt Bixby greift Samsung dabei stärker auf Googles Gemini zurück, das mit seinen AI Agents App-übergreifende Aufgaben übernimmt – etwa die Suche nach Sport-Events mit automatischem Kalendereintrag oder die Restaurantwahl nach persönlichen Vorlieben.

Weitere KI-Features sind die sprachgesteuerte Suche in den Einstellungen, AI Select zum Zuschneiden von Bildschirminhalten und Circle to Search, das nun auch Musik erkennen kann. Der integrierte Dolmetscher übersetzt Gespräche und Telefonate in Echtzeit, wenn auch mit leichter Verzögerung. Hinzu kommen KI-gestützte Fotofunktionen wie der Radierer oder das Entfernen von Spiegelungen, die im Test erstaunlich zuverlässig arbeiten.

Akku

Der Akku des Galaxy S25 FE bietet jetzt eine Kapazität von 4900 mAh und liegt damit auf dem Niveau des S25+, was gegenüber dem Vorgänger ein kleiner Zugewinn ist. Unser üblicher Battery Test von PCMark ließ sich allerdings aufgrund von Kompatibilitätsproblemen mit One UI 8 und Android 16 nicht durchführen.

Im Praxistest zeigte sich, dass die Akkulaufzeit etwas kürzer ausfällt als beim S25+. Grund dafür ist die geringere Effizienz des Exynos-Chips. In der Regel schafft das S25 FE zwar locker einen Tag, hält aber im Durchschnitt rund zwei Stunden weniger durch als das Plus-Modell mit Qualcomm-Prozessor – einer der wenigen echten Schwachpunkte des abgespeckten Premium-Geräts.

Positiv: Samsung hat das Laden deutlich verbessert. Das S25 FE unterstützt jetzt 45 W Schnellladen – allerdings messen wir in der Praxis hier eher 30 W. Damit ist eine vollständige Ladung in etwa einer Stunde möglich. Auch kabelloses Laden mit 15 W ist möglich, ebenso wie das Reverse-Wireless-Charging anderer Geräte mit bis zu 4,5 W.

Preis

Die UVP des Galaxy S25 FE ist mit 749 Euro für 128 GB, 809 Euro für 256 GB und 929 Euro für 512 GB eindeutig zu hoch angesetzt. Inzwischen sind die Preise jedoch deutlich gefallen: Aktuell ist das Modell mit 128 GB ab etwa 495 Euro erhältlich. Empfehlenswerter ist jedoch die 256-GB-Variante, die bei rund 530 Euro liegt. Die Ausführung mit 512 GB Speicher kostet aktuell 645 Euro.

Fazit

Das Samsung Galaxy S25 FE überzeugt mit einem tollen Display, starker Performance und einer guten Kamera. Die Verarbeitung mit Metallrahmen und Glasrückseite ist wie gewohnt exzellent, optisch ist das Modell kaum vom regulären S25+ zu unterscheiden. Der Akku ist leicht gewachsen, und der Prozessor bietet im Vergleich zum S24 FE ein kleines Leistungsplus.

Allerdings wirkt es, als hätte sich Samsung in diesem Jahr etwas weniger Mühe gegeben. Das Kamera-Setup entspricht weitgehend dem der letzten FE-Generationen, und der Exynos 2400 bleibt im Hinblick auf Grafikleistung und Energieeffizienz klar hinter den Snapdragon-Chips der teureren Modelle zurück. Die Akkulaufzeit fällt entsprechend etwas kürzer aus als beim S25+.

Zum Marktstart war der Preis in unseren Augen zu hoch – ein reguläres S25+ bot kurzzeitig das bessere Gesamtpaket zum nahezu gleichen Preis. Inzwischen sind die Preise spürbar gefallen. Bald könnte die 500-Euro-Grenze in Reichweite liegen. Dann wird aus der Fan-Edition auch ein echter Preis-Leistungs-Tipp.

Wer ein möglichst komplettes Smartphone mit starker Kamera und optischem Zoom sowie langjährigem Software-Support sucht, findet im S25 FE weiterhin einen soliden Kompromiss – auch wenn der Mehrwert gegenüber dem Vorgänger kleiner ausfällt als in früheren Jahren.

Xiaomi 15T im Test: Smartphone mit richtig guter Kamera ab 400 Euro

Starke CPU, Telekamera und Top-Display zum fairen Preis: Das Xiaomi 15T bietet viel Ausstattung für wenig Geld – wenn auch nicht ohne Abstriche.

VORTEILE

  • gute Kamera
  • starke Performance
  • helles und scharfes Display
  • fairer Preis

NACHTEILE

  • lediglich USB 2.0
  • nur zweifacher optischer Zoom bei Telelinse
  • kein kabelloses Laden
  • aus Kunststoff

Starke CPU, Telekamera und Top-Display zum fairen Preis: Das Xiaomi 15T bietet viel Ausstattung für wenig Geld – wenn auch nicht ohne Abstriche.

Ein leistungsfähiges Mittelklasse-Smartphone mit guter Kamera muss nicht teuer sein. Das zeigt seit einiger Zeit die T-Variante der Xiaomi-Number-Reihe. Nachdem uns das Xiaomi 14T mit seiner Telelinse zum kleinen Preis überzeugen konnte, steht nun der Nachfolger auf dem Prüfstand: das Xiaomi 15T. Im Test klären wir, ob das neue Modell die hohen Erwartungen erfüllt.

Design

Rein optisch lässt sich das Xiaomi 15T kaum von seinem großen Bruder unterscheiden. Spätestens in der Hand wird der Unterschied jedoch spürbar: Statt auf Metall und Glas setzt Xiaomi beim 15T auf Kunststoff. Das wirkt weniger hochwertig, ist in dieser Preisklasse aber nicht ungewöhnlich.

Das Gehäuse ist kantig, die Ecken sind stark abgerundet. Auf der Rückseite sitzen drei Linsen samt LED-Blitz in einem rechteckigen Kameramodul, das sich optisch an das Pro-Modell anlehnt. Ein metallisch eingefasster Rahmen fehlt hier allerdings. Mit Abmessungen von 163 × 78 × 7,5 mm bleibt das Gerät dennoch sehr nah am Pro, fällt aber durch den Kunststoff mit 194 g etwas leichter aus. Das Xiaomi 15T ist ebenfalls nach IP68 gegen Staub und Wasser geschützt.

Display

Das Xiaomi 15T setzt wie das 15T Pro auf ein 6,83 Zoll großes OLED-Panel mit einer Auflösung von 2772 × 1280 Pixeln. Die resultierende Pixeldichte von 446 PPI sorgt für ein sehr scharfes Bild, das selbst kleine Schriften klar darstellt. Farben wirken kräftig, Schwarzwerte sind OLED-typisch tief und Kontraste hoch.

Im Alltag überzeugt das Display mit einer hohen Maximalhelligkeit, die auch bei direkter Sonneneinstrahlung eine gute Ablesbarkeit ermöglicht. Laut Hersteller erreicht das Panel im HDR-Modus mit adaptiver Helligkeitsregelung bis zu 3200 Nits – ein Spitzenwert, der auch über viele Konkurrenten in dieser Preisklasse hinausgeht.

Die Bildwiederholrate wird automatisch zwischen 60 Hz und maximal 120 Hz an den Inhalt angepasst. Auf LTPO-Technik verzichtet Xiaomi jedoch, sodass die Anpassung nicht stufenlos erfolgt. Gegenüber dem Vorgänger Xiaomi 14T mit bis zu 144 Hz ist das ein leichter Rückschritt, der im Alltag aber kaum spürbar sein dürfte. Die Touch-Abtastrate von 2560 Hz sorgt zudem für eine schnelle Reaktionszeit bei Eingaben. Die Blickwinkelstabilität überzeugt ebenfalls.

Kamera

Das Kamerasystem des Xiaomi 15T orientiert sich weitgehend am Vorgänger. Es besteht aus einer 50-Megapixel-Hauptkamera (f/1.7) mit optischer Bildstabilisierung (OIS), einem 50-Megapixel-Teleobjektiv (f/1.9) mit zweifachem optischem Zoom sowie einer 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera (f/2.2). Die Frontkamera löst mit 32 Megapixeln auf.

Im Vergleich zum Pro-Modell fällt das Teleobjektiv deutlich ab. Der zweifache optische Zoom ist im Klassenvergleich zurückhaltend – viele Konkurrenten bieten 2,5- oder 3-fache Vergrößerung. Bis zur zweifachen Stufe bleiben Teleaufnahmen scharf und detailreich, auch beim fünffachen Zoom ist die Qualität noch akzeptabel. Bei höheren Stufen nimmt die Bildschärfe dann spürbar ab, die Farbgebung weicht dabei minimal von der Hauptkamera ab.

Bei Tageslicht liefert die Hauptkamera kontrast- und detailreiche sowie scharfe Bilder mit stimmigem Dynamikumfang. Die Ultraweitwinkelkamera bietet farblich stimmige, aber weniger detailreiche Ergebnisse. Selfies zeigen gute Schärfe und Detailzeichnung, tendieren aber zu einem leicht rötlichen Hautton. Der Porträtmodus erzeugt ein ansprechendes, sauber getrenntes Bokeh.

Xiaomi integriert erneut die beiden Leica-Farbprofile Vibrant und Authentic. Vibrant liefert kräftige, aber natürliche Farben, während Authentic mit höherem Kontrast und kühlerer Abstimmung einen düsteren Look erzeugt, der aber nicht mehr ganz natürlich wirkt – letztlich eine Frage des Geschmacks.

Videos zeichnet die Hauptkamera in 4K mit bis zu 60 fps auf. Dank OIS bleiben Aufnahmen stabil und klar, ohne die Detailpräzision eines Flaggschiffs zu erreichen. Die Frontkamera schafft 4K mit 30 fps oder Full-HD mit 60 fps. Letztere reagiert schneller, zeigt bei Bewegung aber sichtbares Verwackeln.

Bei Dämmerung stößt die Hauptkamera an physikalische Grenzen: Details und Dynamikumfang gehen zurück, während das Rauschen zunimmt. Das 15T hellt Szenen weniger effektiv auf als das 15T Pro, liefert aber immer noch ordentliche Nachtaufnahmen für seine Preisklasse.

Ausstattung

Im Inneren des Xiaomi 15T arbeitet der Mediatek Dimensity 8400‑Ultra, ein leistungsstarker Achtkern‑SoC der oberen Mittelklasse. Im Benchmark PCMark erreicht das Smartphone rund 15.500 Punkte und liegt damit leicht über dem Niveau des Vorgängers. Das System läuft damit stets geschmeidig und ruckelfrei.

Deutlich verbessert zeigt sich die Grafikleistung: Bei 3DMark Wild Life Extreme erzielt das 15T rund 4000 Punkte, was auf eine Gaming-Tauglichkeit hinweist. Auch unter Dauerlast bleibt der Chip effizient. Im Stresstest hält das System rund 75 Prozent seiner Ausgangsleistung und erwärmt sich nur moderat – ein angemessenes Ergebnis für die Preisklasse.

Die Speicherausstattung fällt großzügig aus: Xiaomi bietet das 15T mit 12 GB RAM und wahlweise 256 oder 512 GB mit flottem UFS-4.1-Speicher an. Zur weiteren Ausstattung gehören 5G, Wi-Fi 6E, Bluetooth 6.0, NFC und ein Infrarotsender. Der USB-C-Anschluss ist allerdings nur nach dem älteren USB-2.0-Standard angebunden – in dieser Klasse üblich, aber ein kleiner Nachteil bei der Datenübertragung.

Die Standortbestimmung erfolgt präzise per Dual-GNSS mit GPS, Galileo, Beidou, QZSS und Navic. Der optische Fingerabdrucksensor unter dem Display arbeitet zügig und zuverlässig. Auch die Stereo-Lautsprecher gefallen mit klarem Klang, auch wenn es etwas an Kraft bei den Tiefen fehlt.

Software

Ab Werk läuft das Xiaomi 15T mit Hyper OS 2 auf Basis von Android 15, inzwischen steht aber das Update auf Hyper OS 3 mit Android 16 bereit. Zum Testzeitpunkt Anfang Dezember trug das Gerät den Sicherheits-Patch vom Oktober – das ist noch akzeptabel.

Bei den Updates zeigt sich Xiaomi solide, wenn auch nicht auf dem Niveau von Google oder Samsung. Der Hersteller verspricht vier große Android-Upgrades, also voraussichtlich bis Android 19, sowie Sicherheits-Updates bis 2031 – das entspricht rund sechs Jahren Support.

Beim Einrichten lässt sich wählen, ob das System einen App-Drawer verwendet oder alle Apps direkt auf dem Startbildschirm platziert. Auch die Bedienung kann zwischen klassischer Tastensteuerung und Gestensteuerung umgestellt werden.

Neben den Google-Apps installiert Xiaomi mehrere eigene Anwendungen als Alternative sowie den eigenen App-Store App Mall. Drittanbieter-Software ist nur in geringer Zahl vorinstalliert und deinstallierbar. Beim ersten Start der App Mall versucht das System, zahlreiche Spiele und Tools zur Installation vorzuschlagen – diese lassen sich manuell abwählen.

Bei den KI-Funktionen kombiniert Xiaomi Googles Gemini mit eigenen Hyper-AI-Features. Dazu gehören ein Schreibassistent, automatische Textzusammenfassungen, dynamische Hintergrundbilder sowie ein Sprachrekorder mit Übersetzungsfunktion. In der Galerie lassen sich zudem Objekte oder Spiegelungen nachträglich entfernen.

Akku

Der Akku des Xiaomi 15T fällt mit 5500 mAh großzügig aus. Im PCMark Battery Test erreichte das Smartphone rund 13 Stunden Laufzeit – ein starkes, wenn auch nicht herausragendes Ergebnis. Das Xiaomi 15T Pro sowie weitere Konkurrenten im gleichen Segment halten etwas länger durch. Über den Tag sollte man aber problemlos kommen.

Per Kabel lädt das Xiaomi 15T mit bis zu 67 Watt und ist in rund einer Stunde vollständig aufgeladen. Kabelloses Laden unterstützt das Gerät dagegen nicht.

Preis

Zur Markteinführung im Spätsommer lag die UVP des Xiaomi 15T bei rund 650 Euro für die Variante mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher. Inzwischen sind die Preise deutlich gefallen: Zwischenzeitlich war das Modell bereits für unter 400 Euro zu haben, aktuell liegt es bei knapp 405 Euro (12/256 GB) oder 469 Euro (12/512 GB) – ein fairer Preis für die gebotene Ausstattung.

Fazit

Das Xiaomi 15T bietet – ähnlich wie sein Vorgänger – ein stimmiges Gesamtpaket aus starkem Display, hoher Systemleistung und vielseitiger Triple-Kamera mit Telelinse. Für rund 400 Euro erhält man ein leistungsfähiges Smartphone, das auch Fotofans zufriedenstellen dürfte.

Optisch ähnelt das 15T stark dem Pro-Modell, wirkt aber durch das Kunststoffgehäuse weniger hochwertig. Technisch bleibt der Fortschritt gegenüber dem Vorgänger überschaubar: Das Teleobjektiv bietet nur zweifachen optischen Zoom, während viele Konkurrenten hier mehr bieten. Auch beim Software-Support kann Xiaomi nicht ganz mit den Updatestrategien von Google, Samsung oder OnePlus mithalten.

Wer jedoch ein schnelles, gut ausgestattetes Smartphone mit brillantem Display und solider Kamera sucht, bekommt mit dem Xiaomi 15T ein empfehlenswertes Gerät zu einem sehr fairen Preis.

Nothing Phone 3 im Test: Smartphone mit iPhone-Feeling und vielen Extras

Das Nothing Phone 3 erinnert mit minimalistischem Startbildschirm und smarter Software ans iPhone – überzeugt das Design und die Technik? Der Test zeigt es.

VORTEILE

  • hervorragende Akkulaufzeit
  • einzigartiges Design mit Glyph Matrix
  • lange Update-Garantie
  • gute Verarbeitung mit IP68-Schutz
  • gute & schicke Software

NACHTEILE

  • Prozessor nicht auf Flaggschiff-Niveau
  • schwaches Ultraweitwinkel-Objektiv
  • KI-Taste nicht frei belegbar

Das Nothing Phone 3 erinnert mit minimalistischem Startbildschirm und smarter Software ans iPhone – überzeugt das Design und die Technik? Der Test zeigt es.

Nothing möchte mit dem Phone 3 eine echte Alternative zu etablierten Flaggschiff-Smartphones bieten. Dafür setzt das Unternehmen auf ein puristisches Design und eine enge Verknüpfung von Hardware und Software – ähnlich wie beim Apple-Ökosystem. Das transparente, asymmetrische Rückseitendesign erinnert an ein Schiebepuzzle oder Lego-Steine und polarisiert die Meinungen. Die neue Glyph Matrix mit 489 LEDs löst die alte Glyph-Schnittstelle ab.

Design und Verarbeitung

Nothing wählt für das Phone 3 ein quadratisches, asymmetrisches Design auf der Rückseite, das an ein Schiebepuzzle erinnert. Auch das Kamera-Setup wirkt eigenwillig und unkonventionell. Die Ästhetik teilt die Gemüter: In unserem Umfeld gefällt sie nur wenigen, und wenn, dann eher Männern als Frauen. Dabei beklagen viele, dass Smartphones heutzutage alle gleich aussehen. Das Phone 3 bricht definitiv aus diesem Muster aus.

Die transparente Rückseite enthüllt nicht das Innere des Geräts, sondern gibt den Blick auf eine zusätzliche Designebene frei. Das verleiht dem Smartphone ein technisches, futuristisches Erscheinungsbild, macht es jedoch dicker und schwerer als seinen Vorgänger. Mit Maßen von 162 × 76 × 8,99 mm und einem Gewicht von 218 g zählt es zu den größeren und schwereren Modellen auf dem Markt.

Der Aluminiumrahmen sorgt für eine premiumhafte Haptik, während die dünnen, symmetrischen Display-Ränder den Bildschirm gut zur Geltung bringen. Das matte Finish in Weiß oder Schwarz widersteht Fingerabdrücken. Im Gegensatz zum Vorgänger ist das Nothing Phone 3 jetzt endlich nach IP68 zertifiziert und somit wasser- und staubresistent. Die Glyph Matrix mit ihren 489 LEDs im Dot-Matrix-Stil ersetzt die alte Glyph-Schnittstelle und bietet neue Möglichkeiten für Benachrichtigungen.

Display: Wie gut ist der Bildschirm des Nothing Phone 3?

Nothing integriert ein 6,67 Zoll großes AMOLED-Display mit einer Auflösung von 1260 × 2800 Pixeln, was einer Pixeldichte von 460 PPI entspricht. Die Screen-to-Body-Ratio beträgt beeindruckende 92,9 Prozent. Dank HDR10+-Unterstützung und 10-Bit-Farbtiefe werden 1,07 Milliarden Farben dargestellt. Farbtreue und Kontrast sind exzellent. Gorilla Glass 7i schützt vor Kratzern und Stößen.

Die Bildwiederholrate von 120 Hz gewährleistet eine flüssige Darstellung, sinkt jedoch auf ein Minimum von 30 Hz. Es fehlt jedoch LTPO-Technologie für eine dynamische Anpassung von 1 bis 120 Hz – hier leisten viele Konkurrenten mehr. Die adaptive Refresh-Rate verbessert die Energieeffizienz. Die Touch-Sampling-Rate von 240 Hz ermöglicht präzise und reaktionsschnelle Eingaben.

Laut Hersteller erreicht die maximale Helligkeit bei automatischer Helligkeitsanpassung bis zu 1600 Nits, mit einem kurzzeitigen Peak von 3000 Nits. Für den Innenbereich ist das Display hervorragend geeignet, bei direkter Sonneneinstrahlung ist es meistens auch gut ablesbar.

Kamera: Wie gut sind Fotos mit dem Nothing Phone 3?

Nothing verwendet eine Triple-Kamera mit einem 50-Megapixel-Hauptsensor von Sony, einer 50-MP-Ultraweitwinkel-Linse und einer 50-Megapixel-Periskop-Telelinse mit dreifachem optischem Zoom. Die 50-Megapixel-Selfie-Kamera liefert scharfe Porträts. Videos können auf allen Linsen in 4K bei 60 FPS aufgezeichnet werden. Optische Bildstabilisierung (OIS) ist für Haupt- und Telelinse vorhanden.

Die Aufnahmen überzeugen mit natürlichen Farben und Hauttönen, wirken jedoch etwas weich und weniger scharf als bei Samsung, Google oder Apple. Die Farbdarstellung ist zurückhaltend. Praktisch: Voreinstellungen für Belichtung, Brennweite und Filter können gespeichert und über Kacheln direkt aufgerufen werden.

Bei Tageslicht überzeugt der hohe Dynamikumfang. Bei schwachem Licht liefert die Hauptkamera gut ab, doch insbesondere die Ultraweitwinkel und Tele zeigen dann Schwächen in der Dunkelheit. Die Hauptkamera nutzt eine variable Blende, die sich dem Licht anpasst. Der Ultraweitwinkel ermöglicht Makro-Aufnahmen ohne Autofokus, leidet jedoch unter blassen Farben und ist die schwächste Linse.

Die Telelinse eignet sich hervorragend für Porträts, auch wenn diese nicht immer konsistent sind. Der Zoom reicht optisch bis zur dreifachen Vergrößerung, digital darüber hinaus – allerdings mit sichtbaren Qualitätseinbußen. Auf maximaler Stufe ist das Ergebnis dennoch überraschend brauchbar.

Selfies wirken ansprechend, Videos sind exzellent stabilisiert. Die Mikrofonqualität ist jedoch schwach, was sich auch bei Sprachnachrichten bemerkbar macht. Insgesamt ein einwandfreies Kamera-Setup, welches jedoch nicht ganz an Flaggschiff-Standards heranreicht.

Hardware: Wie stark ist das Nothing Phone 3?

Nothing setzt auf den Snapdragon 8s Gen 4, einem leistungsstarken Prozessor, der für die meisten Nutzer absolut ausreicht – Flaggschiffe der Konkurrenz bieten jedoch noch mehr Power. Mit 12 GB RAM oder 16 GB RAM läuft Multitasking lag-frei. Der Speicher beträgt 256 GB oder 512 GB (UFS 4.0) und ist extrem schnell, aber nicht erweiterbar.

Nothing Phone 3

Die Grafik übernimmt eine Adreno-GPU. Konnektivität umfasst 5G, Wi-Fi 7 und Bluetooth 6. Sensoren beinhalten einen optischen Unter-Display-Fingerabdruckscanner, der nicht ultraschallbasiert ist und daher langsamer reagiert als bei manchen Konkurrenten.

Im 3Dmark Wild Life Extreme Benchmark erzielt es 5500 Punkte – eine sehr solide Leistung. Bei intensiver Nutzung erwärmt sich das Gerät leicht. Für ein Flaggschiff-Smartphone ist der Prozessor jedoch nicht elitär genug.

Software

Nothing OS 3.5 basiert auf Android 15 und entpuppt sich als durchdachte Alternative zu etablierten Benutzeroberflächen. Der Hersteller setzt konsequent auf Minimalismus und verzichtet auf bunte, verspielte Elemente. Stattdessen dominieren klare Linien und eine reduzierte Farbpalette das Erscheinungsbild.

Die Bedienoberfläche wirkt aufgeräumt und modern. Alle App-Icons lassen sich in Schwarz-Weiß darstellen, was für ein einheitliches und ruhiges Erscheinungsbild sorgt. Nothing bietet verschiedene Schriftarten zur Auswahl, die das minimalistische Design unterstreichen. Widgets fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein und bieten praktische Funktionen, ohne überladen zu wirken.

Die Bedienung erfolgt selbsterklärend und flüssig. Animationen sind dezent und unterstützen das cleane Design. Nothing verzichtet bewusst auf überflüssige Effekte und konzentriert sich auf Funktionalität. Das System reagiert schnell und ohne Verzögerungen auf Eingaben.

Die Farbpalette kann man anpassen, wobei der minimalistische Ansatz erhalten bleibt. Verschiedene Themes stehen zur Verfügung, die alle dem reduzierten Design-Konzept folgen. Der Startbildschirm kann individuell organisiert werden, ohne dass das aufgeräumte Erscheinungsbild verloren geht.

Nothing integriert eine dedizierte KI-Taste, die den „Essential Space“ aktiviert. Diese Funktion dient als zentrale Sammelstelle für Screenshots, Texte und Sprachnachrichten. Der Essential Space funktioniert wie eine erweiterte Notiz-App und ermöglicht schnellen Zugriff auf wichtige Inhalte. Allerdings zeigt sich hier eine Schwäche: Die Synchronisation mit anderen Geräten fehlt. Gespeicherte Inhalte bleiben auf dem Smartphone beschränkt, was die Praktikabilität einschränkt. Zudem lässt sich die KI-Taste nicht frei belegen, schade. Ein weiteres Problem ist die häufige versehentliche Aktivierung der Taste.

Nothing zeigt sich vorbildlich bei der Update-Versorgung. Der Hersteller verspricht fünf Jahre lang Major-Updates und sieben Jahre Sicherheits-Patches.

Das System läuft stabil und ohne nennenswerte Bugs. Nothing hat Android 15 sauber implementiert und auf überflüssige Modifikationen verzichtet. Die Software belastet die Hardware minimal und trägt zur guten Akkulaufzeit bei. Abstürze oder Hänger kommen selten vor, was für eine solide Softwareentwicklung spricht.

Akku: Wie lange hält das Nothing Phone 3 durch?

Nothing stattet das Phone 3 mit einem großzügigen 5150 mAh Akku aus, der sich als eine der größten Stärken des Smartphones erweist. Diese Kapazität ermöglicht problemlos ganztägige Nutzung selbst bei intensiver Belastung durch Gaming, Videostreaming oder dauerhaftes Arbeiten. Im PCmark Battery Test erreicht das Gerät starke 14:05 Stunden Laufzeit. Über den Tag sollte es problemlos kommen.

Das kabelgebundene Laden erfolgt mit bis zu 65 Watt Leistung, wodurch der Akku in unter 20 Minuten zur Hälfte aufgeladen werden kann. Zusätzlich unterstützt das Gerät kabelloses Laden mit 15 Watt, was allerdings nicht zu den schnellsten Qi-Lösungen am Markt gehört. Ein kleiner Wermutstropfen zeigt sich beim Verzicht auf Reverse-Wireless-Charging, womit das Nothing Phone 3 andere Geräte nicht kabellos aufladen kann.

Die exzellente Akkulaufzeit kompensiert dabei teilweise die Schwächen in anderen Bereichen und stellt einen wichtigen Kaufgrund für das Gerät dar.

Preis

Das Nothing Phone 3 hat eine UVP von 799 Euro für 256 GB oder 899 Euro für 512 GB. Aktuell kostet das Modell mit 256 GB rund 599 Euro und mit 512 GB etwa 658 Euro.

Fazit

Das Nothing Phone 3 ist ein mutiger Versuch, dem Smartphone-Markt neue Impulse zu verleihen. Mit seinem polarisierenden Design aus transparenter Rückseite und asymmetrischen Elementen hebt es sich deutlich von der gleichförmigen Konkurrenz ab. Die Glyph Matrix aus 489 LEDs und das minimalistische Nothing OS 3.5 unterstreichen den Anspruch, eine eigenständige Alternative zu etablierten Herstellern zu schaffen.

Besonders die hervorragende Akkulaufzeit und die vorbildliche Update-Politik mit fünf Jahren Major-Updates sprechen für das Gerät. Die hochwertige Verarbeitung mit IP68-Schutz und die durchdachte Software-Erfahrung zeigen, dass Nothing das Potenzial für ein überzeugendes Smartphone-Konzept besitzt.

Allerdings offenbart der Test auch klare Schwächen, die den Flaggschiff-Anspruch des 799 Euro teuren Geräts infrage stellen. Der Snapdragon 8s Gen 4 Prozessor kann nicht mit der Elite-Performance echter Flaggschiffe mithalten. Das Kamera-System liefert zwar gute Ergebnisse bei Tageslicht, erreicht aber nicht die Qualität von Samsung, Apple oder Google. Besonders das schwache Ultraweitwinkel-Objektiv und die nur durchschnittliche Low-Light-Performance enttäuschen in dieser Preisklasse. Die nicht frei belegbare KI-Taste und die fehlende Synchronisation des Essential Space zeigen zudem, dass manche Software-Features nicht ausgereift sind.

Letztlich ist das Nothing Phone 3 ein interessantes Smartphone für Nutzer, die Wert auf einzigartiges Design und lange Akkulaufzeit legen. Es eignet sich für alle, die sich vom Mainstream abheben möchten und bereit sind, Kompromisse bei Performance und Kamera zu akzeptieren. Als echtes Flaggschiff kann es jedoch nicht überzeugen – dafür sind die technischen Defizite zu offensichtlich.

Nothing zeigt mit dem Phone 3 vielversprechende Ansätze, muss aber bei der nächsten Generation nachlegen, um wirklich mit den Marktführern konkurrieren zu können. Für Experimentierfreudige und Design-Liebhaber ist es dennoch eine überlegenswerte Alternative im oberen Mittelfeld.

Motorola Edge 70 im Test: Endlich ein gutes flaches Smartphone

Extrem flach, dennoch ausdauernd – und mit guter Kamera: Das Motorola Edge 70 erweist sich als gelungenes Mittelklasse-Smartphone. Mehr im Test.

VORTEILE

  • flach und leicht
  • robust nach MIL-STD-810H und IP69
  • ordentliche Kamera
  • exzellente Verarbeitung

NACHTEILE

  • ohne Telelinse
  • keine Top-Performance
  • teurer als gleichwertige Geräte
  • potenziell kürzere Update-Versorgung

Extrem flach, dennoch ausdauernd – und mit guter Kamera: Das Motorola Edge 70 erweist sich als gelungenes Mittelklasse-Smartphone. Mehr im Test.

So angenehm sich die dünnen Geräte anfühlen, haben sie klare Nachteile: Wegen des knappen Platzes schrumpfen meist die Akkus, zudem fehlt oft eine Telelinse. Günstig sind die schlanken Smartphones ebenfalls nicht. Inzwischen scheint der Trend wieder abzuflauen – die Zukunft von „Edge“ und „Air“ ist ungewiss.

Unbeeindruckt davon zeigt Motorola mit dem Edge 70, wie sich das Konzept umsetzen lässt. Wir haben das Smartphone getestet und teilen unsere Eindrücke – auch im Vergleich zu den Erfahrungen der c’t-Kollegen. Deren ausführlicher Test ist als Plus-Artikel verfügbar: Android-Smartphone Motorola Edge 70 im Test.

Design

Motorola setzt beim Edge 70 auf eine neue, kantige Designsprache. Vier runde Linsen sitzen auf der Rückseite in einem dezent hervorstehenden Kameramodul – die Zeiten stark gebogener Curved-Displays sind vorbei.

Mit einer Gehäusedicke von 6 mm – ohne Kameramodul – ist das Edge 70 fast so dünn wie ein aufgeklapptes Foldable. Trotz seiner Größe von 159 × 74 mm wiegt es lediglich 159 g und ist damit ungewöhnlich leicht. Für die einhändige Bedienung ist es jedoch etwas zu groß.

Metallrahmen und griffige Soft-Touch-Rückseite verleihen dem Smartphone eine schlanke, hochwertige Anmutung. Der filigrane Eindruck täuscht jedoch: Das Gerät ist robuster, als es aussieht. Dank IP69 ist es gegen Staub, Untertauchen und starkes Strahlwasser geschützt, zudem hat es ausgewählte Prüfungen nach MIL-STD 810H bestanden. Stürze aus bis zu 1,8 Metern soll es unbeschadet überstehen – im Test funktionierte das problemlos, weitere Härteproben haben wir ihm jedoch erspart.

Eine separate Taste links startet mit einem langen Druck die Moto AI mit Bild-, Text- und Transkriptionsfunktionen. Zusätzlich sind Microsoft Copilot, Perplexity und Googles Gemini integriert. Letzteres ruft man durch längeres Drücken des Einschaltknopfes auf.

Display

Das 6,7-Zoll-OLED zählt zu den größeren Smartphone-Displays und arbeitet mit bis zu 120 Hz, optional auf 60 Hz gedrosselt. Drei Farbmodi stehen zur Wahl – von kräftig bis natürlich. Die Bildqualität ist hervorragend: Mit einer Auflösung von 2712 × 1220 Pixeln liefert das Panel eine sehr scharfe Darstellung.

Die versprochene Spitzenhelligkeit von 4500 cd/m² erreicht es punktuell, im Alltag maßen die Kollegen der c’t bis zu 1240 cd/m². Das genügt für eine gute Ablesbarkeit, auch bei hellem Umgebungslicht.

Kamera

Hinten sitzen drei Kameraringe, nutzbar sind jedoch nur zwei: Haupt- und Ultraweitwinkel mit jeweils 50 Megapixeln. Das dritte Modul ist ein 3-in-1-Lichtsensor zur Optimierung der Bildqualität. Die Frontkamera im Display löst ebenfalls mit bis zu 50 Megapixeln auf. Eine Telelinse mit optischem Zoom fehlt leider auch hier.

Die Fotos überzeugen dennoch mit hoher Schärfe bis in die Ränder und natürlichen Farben. Beim starken Hineinzoomen wirken feine Details teils etwas weich. Übertriebenes Nachschärfen bleibt aus. Bei geringer digitaler Vergrößerung bleiben Motive dennoch ordentlich dargestellt. Im Nachtmodus gehen einzelne Details verloren, insgesamt liefert das Edge 70 aber stimmige, ausgewogene Aufnahmen.

Ausstattung

Im Edge 70 arbeitet Qualcomms Snapdragon 7 Gen 4 statt eines High-End-SoC. Der Achtkerner verzichtet auf einen Prime-Core, der schnellste Kern taktet mit bis zu 2,8 GHz. Die Leistung liegt damit unter Top-Modellen, reicht für die meisten Anwendungen aber problemlos aus.

Bei 3DMark Work erzielte das Gerät rund 15.000 Punkte, bei 3DMark Wild Life Extreme etwa 2000 Punkte. Für Spiele mit maximalen Details kann das knapp werden, insgesamt ist das Edge 70 jedoch Gaming-tauglich – gegebenenfalls mit reduzierten Grafikdetails. Im Alltag fehlte es im Test an nichts.

Mit 12 GB RAM und 512 GB Speicher ist die Ausstattung großzügig, ein Slot für microSD-Karten fehlt aber. Des Weiteren verfügt das Smartphone über Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.4 inklusive aptX HD, NFC sowie GNSS mit GPS, Glonass und Galileo. Der USB-C-Port unterstützt allerdings nur USB 2.0.

Software

Ab Werk läuft Android 16, allerdings nicht mehr ganz so schlank wie früher: Sieben Spiele, zehn Apps aus Social Media, Shopping und Streaming sowie einige Motorola-Apps sind vorinstalliert. Von den 512 GB Speicher sind bereits 58 GB belegt. Benachrichtigungen und Schnelleinstellungen werden gemeinsam angezeigt.

Motorola verspricht vier große Android-Updates und fünf Jahre Support. Wie belastbar das ist, bleibt abzuwarten: Bei anderen Modellen interpretiert der Hersteller die EU-Update-Pflicht eher zurückhaltend und plant teils kürzere Updatezeiträume.

Über Smart Connect koppelt sich das Edge 70 mit TV, Monitor, PC und weiteren Geräten. Es unterstützt Miracast, lässt sich mit Tastatur und Maus nutzen und sogar vom Windows-PC aus steuern. Auch iPhone oder VR-Headset können eingebunden werden.

Akku

Mit 4800 mAh fällt der Silizium-Kohlenstoff-Akku deutlich größer aus als etwa beim Galaxy S25 Edge – das macht sich bemerkbar. Im Alltag kommt das flache Smartphone in der Regel problemlos durch den Tag, was bei besonders dünnen Modellen wie iPhone Air oder Galaxy S25 Edge nicht immer gelingt.

Im PCMark Battery Test erreichte das Edge solide 11,5 Stunden. Das ist kein Spitzenwert, aber ein gutes Niveau. Die c’t ermittelte ebenfalls ordentliche Laufzeiten: rund 19 Stunden Video-Streaming über WLAN, 17 Stunden über 5G und etwa 14 Stunden beim Gaming. Geladen wird mit bis zu 68 Watt, womit der Akku in rund 45 Minuten voll ist. Kabellos via Qi sind bis zu 15 Watt möglich.

Preis

Die UVP von 800 Euro liegt deutlich unter iPhone Air und Galaxy S25 Edge, ist für ein Mittelklasse‑Smartphone aber ambitioniert. Inzwischen ist der Preis auf knapp über 600 Euro gefallen, zeitweise war es sogar schon für etwa 520 Euro zu haben. In Deutschland gibt es nur eine Speichervariante mit 12/512 GB. Zur Wahl stehen drei Farben: Gadget Grey (Grau), Bronze Green (Grün) und Lily Pad (Blaugrün).

Fazit

Das Motorola Edge 70 zeigt, dass ein besonders flaches Smartphone weder schlecht noch unbezahlbar sein muss. Verarbeitung und Design überzeugen, die Kamera liefert gute Ergebnisse und die Leistung reicht für den Alltag völlig aus. Auch die Akkulaufzeit fällt dank des vergleichsweise großen Energiespeichers erfreulich ordentlich aus.

Schwächen hat das dünne Gerät dennoch: Eine Telelinse fehlt auch hier. Zwar ist es günstiger als die flachen Modelle von Samsung oder Apple, angesichts der Ausstattung aber kein Schnäppchen. Wer ein möglichst schlankes und leichtes Smartphone sucht und auf eine Telekamera verzichten kann, findet im Edge 70 derzeit eine der besten Optionen unter den besonders dünnen Geräten.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Nubia Redmagic 10 Air

Samsung Galaxy S23

Samsung Galaxy S23 FE

Google Pixel 7 Pro

Google Pixel 8

Vivo V50 5G

Poco F6 Pro

Honor 200 Pro

Google Pixel 8a

Poco F7 Pro

Samsung Galaxy S24

Xiaomi 13T



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Künstliche Intelligenz

Tiny Core Linux 17.0: Eine moderne Distribution in wenigen Megabyte


Das Team hinter Tiny Core Linux hat Version 17.0 der minimalistischen Distribution veröffentlicht. Die neue Ausgabe aktualisiert die technische Basis auf einen aktuellen Stand: Linux 6.18.2 und den GCC-Compiler auf 15.2.0. Wie Team Tiny Core im Forum mitteilt, umfasst die Aktualisierung der Toolchain auch glibc 2.42, Binutils 2.45.1, util-linux 2.41.2 und e2fsprogs 1.47.3. Die kleinsten verfügbaren Editionen Core und CorePure64 bringen es lediglich auf rund 20 beziehungsweise 24 MByte – die Distribution zählt damit zu den kompaktesten verfügbaren Linux-Systemen.

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Der neue Kernel 6.18.2 bringt Unterstützung für neuere Hardware mit. Dazu gehören Apples M2-Serie, Billigprozessoren aus Intels Core-Ultra-300-Serie (Wildcat Lake) sowie haptische Touchpads. Mit GCC 15.2.0 umfasst die Distribution einen modernen Compiler mit erweiterten Sprachfunktionen: Die neue Version unterstützt OpenMP 5.2 und 6.0 mit Funktionen wie metadirective und declare variant. C23-Funktionen wie das #embed-Direktiv und Unsequenced-Attribute gehören ebenso dazu wie C++-Verbesserungen – darunter constexpr placement new sowie flat_map und flat_set aus der Standardbibliothek.

An den Mindestanforderungen ändert sich wenig: TinyCore benötigt laut aktueller FAQ mindestens 46 MByte RAM, MicroCore kommt mit 28 MByte aus. Empfohlen werden 128 MByte RAM plus Swap-Speicher sowie ein Prozessor der Pentium-II-Klasse oder neuer. Als absolutes Minimum genügt ein i486DX aus dem Jahr 1989. Die Distribution verzichtet weiterhin auf systemd und setzt stattdessen auf BusyBox sowie traditionelle SysV-ähnliche Init-Skripte.

Das Update von glibc auf Version 2.42 kann Auswirkungen auf bestehende Erweiterungen haben. Ältere TCZ-Pakete müssen möglicherweise neu kompiliert werden, um mit der aktualisierten C-Bibliothek zu funktionieren. Historisch erforderten solche Versionssprünge bereits Anpassungen, etwa beim Wechsel von glibc 2.28 auf 2.30 in früheren Tiny-Core-Versionen.

Die neue util-linux-Version 2.41.2 erweitert die Partitionsverwaltung um neue Optionen. Die Werkzeuge cfdisk, sfdisk und fdisk unterstützen nun Parameter wie –sector-size und –discard-free. Ein neuer T-Befehl ermöglicht das gezielte Verwerfen von Sektoren. Die Partitionstools bieten außerdem eine verbesserte Integration lokaler Konfigurationsdateien.

Das e2fsprogs-Update auf 1.47.3 behebt mehrere sicherheitsrelevante Probleme. tune2fs schützt jetzt besser vor MMP-Session-Diebstahl, e2fsck prüft Journal-Inodes auf das Encrypt-Flag. FUSE2fs erhält Korrekturen für O_APPEND, O_TRUNC, POSIX-ACLs und das immutable-Flag. Eine neue udev-Regel verhindert das automatische Mounten von ext4-Dateisystemen über udisks, um potenzielle Sicherheitslücken zu vermeiden.

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Das Projekt hat ebenfalls die Skript-Sammlung aktualisiert: provides.sh, tce-update und tc-functions bieten eine verbesserte Unterstützung für HTTPS-Mirrors. Das update-everything-Skript erweitert nun automatisch den PATH um /usr/local/bin. shutdown.sh behandelt leere Zeilen in /opt/.xfiletool.lst korrekt. Die udev-Regeln 50-udev-default.rules erweitern die Berechtigungen für Eingabegeräte.

Tiny Core Linux bleibt seinem Konzept des On-Demand-Ladens treu. Erweiterungen werden über das TCZ-System bei Bedarf nachgeladen. Die Mirrors lassen sich über /opt/tcemirror oder mirrors.lst auswählen, wobei Version 17.0 die HTTPS-Unterstützung in den relevanten Verwaltungsskripten verbessert hat.

Für x86_64-Systeme stehen drei Editionen bereit: CorePure64 als reine Kommandozeilen-Variante mit 24 MByte, TinyCorePure64 mit minimaler grafischer Oberfläche bei 41 MByte sowie CorePlus als erweiterte Version mit 275 MByte. Die Installation erfolgt entweder vom USB-Stick oder persistent mit tce=UUID-Parametern für dauerhafte Erweiterungen und Einstellungen.

Im Vergleich zu anderen minimalen Distributionen sticht Tiny Core vor allem durch seine extrem geringe Größe und RAM-Nutzung heraus. Alpine Linux setzt auf musl libc und Container, Void Linux auf runit und das XBPS-Paketsystem. Tiny Core punktet besonders bei Embedded-Systemen und älterer Hardware, wo absolut minimaler Ressourcenverbrauch gefragt ist.

Tiny Core Linux 17.0 steht auf der Projektwebseite zum Download bereit.


(fo)



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Künstliche Intelligenz

iX-Workshop: Schwachstellen aufdecken – Pentesting mit Open-Source-Tools


Hacken wie die Hacker: Im iX-Workshop Sich selbst hacken – Pentesting mit Open-Source-Werkzeugen lernen Sie, wie Angreifer vorgehen, um Fehlkonfigurationen und andere Schwachstellen in der Unternehmens-IT aufzuspüren und auszunutzen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen fällt es Ihnen leichter, Ihre eigenen Systeme effektiv abzusichern.

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Unter dem Stichwort OSINT (Open Source Intelligence) lernen Sie zunächst jene Techniken kennen, mit deren Hilfe sich öffentlich verfügbare Informationen über eine Organisation oder ein Unternehmen sammeln und auswerten lassen – und damit auch mögliche Hintertüren ins System, wie etwa kompromittierte Passwörter. Mit verschiedenen frei verfügbaren Open Source-Werkzeugen und Audit-Tools können im nächsten Schritt Untersuchungen auf Netzwerkebene durchgeführt, Web-Applikationen überprüft oder auch Möglichkeiten der Privilegien-Eskalation unter Windows und Linux aufgedeckt werden.

März
25.03. – 27.03.2026
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 25. Feb. 2026
Juni
08.06. – 10.06.2026
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 11. Mai 2026
September
15.09. – 17.09.2026
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 18. Aug. 2026
November
18.11. – 20.11.2026
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 21. Okt. 2026

Ein Schwerpunkt des Workshops liegt auf der Überprüfung von Microsofts zentralem Verzeichnisdienst Active Directory, da dieser ein beliebtes Angriffsziel für Hacker ist. Erfahren Sie, wie Sie Schwachstellen in diesem zentralen Element der Unternehmens-IT aufdecken und gezielt beheben können. Ebenso kommen Maßnahmen wie die Implementierung einer Mehr-Faktor-Authentifizierung und die differenzierte Vergabe von Berechtigungen zur Sprache, um Ihre IT-Systeme effektiv abzusichern.

Anhand von realen Fallbeispielen und praktischen Übungen erläutert Thomas Kudlacek die verschiedenen Phasen eines Cyberangriffs. Er zeigt Ihnen die Vorgehensweisen und Werkzeuge, die in den verschiedenen Phasen zum Einsatz kommen und vermittelt Ihnen die Grundlagen für den sicheren Umgang mit Open-Source-Tools. Aus Zeit- und Effizienzgründen führen Sie nur ausgewählte Übungen selbst durch. Der Trainer gibt Ihnen Empfehlungen, wie Sie im Anschluss selbstständig üben können und stellt Ihnen entsprechende Unterlagen zur Verfügung.

Ihr Trainer Thomas Kudlacek ist Cyber-Security-Specialist bei der Cyber Security Academy von Oneconsult. Zuvor war er als Penetrationstester für einen internationalen Dienstleister tätig.


Upgrade für Ihre IT-Skills - Von Experte zu Experte

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(ilk)



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