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Top 5: USB-Adapter für den Zigarettenanzünder – Handy schnell im Auto laden
Um im Auto mehrere USB-Geräte gleichzeitig und schnell zu laden, hilft ein Adapter für den Zigarettenanzünder. Wir zeigen die besten Modelle aus unseren Tests.
In modernen Autos gehören USB-Anschlüsse zum Laden von Smartphones, Tablets und anderen Mobilgeräten inzwischen zur Standardausstattung. Allerdings liefern sie häufig nur wenig Leistung, zudem reicht die Anzahl der Anschlüsse gerade auf Familienfahrten oft nicht aus. Ältere Fahrzeuge bieten teilweise gar keine USB-Lademöglichkeit. In beiden Fällen hilft ein USB-Ladegerät für die 12-Volt-Steckdose.
Die kompakten Ladeadapter wandeln die 12-Volt-Bordspannung um und ermöglichen so das Laden von Smartphones, Tablets, Kameras oder sogar Notebooks während der Fahrt. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den Modellen. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick, denn nicht jedes Ladegerät eignet sich für jeden Einsatzzweck.
Entscheidend sind zunächst Art und Anzahl der Anschlüsse. Wie viele Geräte gleichzeitig geladen werden müssen, hängt vom individuellen Bedarf ab. Viele aktuelle Modelle bieten mindestens einen USB‑C‑Port, teilweise ergänzt durch ein integriertes oder ausziehbares USB‑C‑Kabel. Manche Hersteller statten ihre Ladegeräte zusätzlich mit einem klassischen USB‑A‑Anschluss oder einem Lightning-Kabel aus.
Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Leistung des Ladegeräts. Einige Hersteller werben zwar mit 75 Watt oder mehr, dabei handelt es sich jedoch meist um die maximale Gesamtleistung aller Anschlüsse zusammen. Wer sein Smartphone oder ein Notebook unterwegs laden möchte, sollte unbedingt auf die Leistung der einzelnen Ports achten. Häufig unterstützt nur ein Anschluss die höchsten Schnellladestandards, während die übrigen Ports deutlich weniger Leistung liefern.
Je nach Fahrzeug kann auch das Design eine Rolle spielen. Neben der Größe ist vor allem die Erreichbarkeit der Anschlüsse entscheidend. Ladegeräte mit schwenkbarem oder beweglichem Stecker sind hier flexibler.
Diese Bestenliste zeigt die besten USB-Ladegeräte für die 12-Volt-Steckdose aus unseren Tests. Außerdem erklärt der Ratgeber, worauf beim Kauf und der Nutzung geachtet werden sollte.
Welches ist das beste USB-Ladegerät für den Zigarettenanzünder?
Unser Testsieger ist das Kfz‑Schnellladegerät Lisen 57W für rund 15 Euro. Neben der sehr ordentlichen Verarbeitung punktet das Ladegerät mit abwinkelbarem Stecker, ausreichend Anschlüssen, alltagstauglicher Leistung von bis zu 30 Watt und niedriger Wärmeentwicklung.
Der Anker Nano Car Charger für knapp 18 Euro ist unser Technologie-Sieger. Neben der hohen Verarbeitungsqualität überzeugt hier die maximale Ladeleistung von bis zu 45 Watt, die für viele kompakte Notebooks und Ultrabooks ausreicht.
Unser Preis-Leistungs-Sieger ist das No-Name-Ladegerät mit Sternenhimmelprojektion, das bereits für rund 10 Euro bei Amazon erhältlich ist. Die integrierte Laserprojektion dürfte in der Praxis zwar nicht für jeden relevant sein, dennoch überzeugt das Modell mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Worauf sollte beim Kauf geachtet werden?
USB-Ladegeräte für die 12-Volt-Steckdose gehören heute fast zur Grundausstattung im Auto. Sie versorgen Smartphones, Tablets, Navigationsgeräte oder Notebooks unterwegs mit Strom. Beim Kauf zählt aber nicht nur die Anzahl der Anschlüsse. Entscheidend sind Leistung, Schnellladefunktionen, Kompatibilität und die Verarbeitungsqualität.
Damit Geräte zuverlässig und schnell laden, sollten einige wichtige Punkte beachtet werden.
Die passenden Anschlüsse auswählen
Vor dem Kauf sollte geprüft werden, welche Anschlüsse die eigenen Geräte benötigen. Moderne Smartphones, Tablets und viele Notebooks laden über USB‑C. Ältere Geräte nutzen oft noch USB‑A oder Apples Lightning-Anschluss. Besonders praktisch sind Ladegeräte mit verschiedenen Anschlussarten. So lassen sich neue und ältere Geräte gleichzeitig laden und flexibel nutzen.
Auf die Ladeleistung achten
Die Leistung bestimmt, wie schnell Geräte geladen werden. Für Smartphones reichen oft 20 bis 30 Watt. Tablets und Notebooks benötigen deutlich mehr Leistung. Viele leistungsstärkere Geräte brauchen 45 Watt oder mehr, damit sie unterwegs sinnvoll geladen werden können.
Wird ein Smartphone nur langsam geladen, fällt das auf langen Fahrten kaum auf. Schnellladefunktionen ermöglichen dagegen oft schon nach wenigen Minuten deutlich mehr Akkulaufzeit, wodurch sich das Laden auch auf kürzeren Fahrten lohnt.
Schnellladen funktioniert nur, wenn Ladegerät und Endgerät denselben Standard unterstützen. Wichtige Technologien sind unter anderem USB Power Delivery (PD) und Quick Charge. Unterstützt das Ladegerät den passenden Standard nicht, lädt das Gerät meist trotzdem, allerdings langsamer. Wer häufig pendelt oder kurze Strecken fährt, sollte deshalb gezielt auf Schnellladefunktionen achten.
Gesamtleistung prüfen
Viele Kfz‑Ladegeräte bieten zwei, drei oder vier USB‑Ports. Das ist praktisch, kann aber auch Einschränkungen mit sich bringen. Hersteller geben häufig eine hohe Gesamtleistung an, diese verteilt sich jedoch meistens auf alle Anschlüsse zusammen. Ein Ladegerät mit insgesamt 60 Watt liefert also nicht automatisch 60 Watt pro Port. Werden mehrere Geräte gleichzeitig geladen, sinkt die Ladegeschwindigkeit häufig deutlich.
Kompatibilität mit dem Fahrzeug prüfen
Die meisten USB‑Adapter sind sowohl mit 12‑Volt‑Bordnetzen von Pkw als auch mit 24‑Volt‑Systemen in Transportern und Wohnmobilen kompatibel. Ein Blick in die Herstellerangaben ist dennoch ratsam – insbesondere bei älteren Fahrzeugen oder Sonderfahrzeugen.
Auf festen Sitz in der Steckdose achten
Ein gutes Ladegerät sitzt stabil in der 12‑Volt-Buchse. Wackelt der Adapter, kann die Stromversorgung abbrechen. Das führt zu Ladeunterbrechungen oder langsamerem Laden. Gerade auf schlechten Straßen fällt ein lockerer Sitz schnell auf. Ein fester Halt ist deshalb ein wichtiges Qualitätsmerkmal.
Sicherheitsfunktionen ernst nehmen
Ein hochwertiges Ladegerät schützt sowohl die angeschlossenen Geräte als auch das Fahrzeugbordnetz.
Wichtige Schutzfunktionen sind:
- Schutz vor Überhitzung
- Schutz vor Überspannung
- Schutz vor Überstrom
- Schutz vor Kurzschluss
Diese Funktionen helfen dabei, Schäden am Ladegerät und an angeschlossenen Geräten zu vermeiden.
Verarbeitung und Material nicht unterschätzen
Auch die Bauqualität spielt eine wichtige Rolle. Hochwertige Materialien halten länger und helfen bei der Wärmeableitung. Modelle aus Aluminium oder hitzebeständigem Kunststoff sind zudem robuster als besonders günstige Kunststoffgehäuse.
Welches Kfz‑Ladegerät passt zu welchem Fahrprofil?
Je nach Nutzung eignen sich unterschiedliche Modelle. Auf kurzen Strecken zählt vor allem Schnellladen. Eine hohe Ladeleistung bringt in kurzer Zeit möglichst viel Energie in den Akku. Für lange Fahrten sind mehrere Anschlüsse und eine hohe Gesamtleistung sinnvoll. Nur so lassen sich mehrere Geräte gleichzeitig laden.
Eine Kombination aus USB‑A und USB‑C bietet die größte Flexibilität. So können ältere Geräte und moderne Smartphones gleichzeitig angeschlossen werden.
Kann ein USB-Ladegerät das Smartphone beschädigen?
Normalerweise nicht. Voraussetzung ist ein hochwertiges Ladegerät mit Schutz vor Überhitzung, Überspannung, Überstrom und Kurzschluss. Bei hochwertigen Ladegeräten regeln Smartphone und Ladegerät die Leistungsaufnahme automatisch.
Lädt ein Kfz‑Adapter schneller als ein USB‑Anschluss im Auto?
Oft ja. Viele fest verbaute USB‑Anschlüsse im Auto liefern nur wenig Leistung. Moderne Kfz‑Ladegeräte mit USB Power Delivery oder Quick Charge laden Smartphones und andere Geräte meist deutlich schneller.
Kann ein Kfz‑Ladegerät die Autobatterie entladen?
Ja. Das kann passieren, wenn der Adapter oder angeschlossene Geräte bei ausgeschaltetem Motor dauerhaft Strom ziehen. Geräte sollten deshalb möglichst nur während der Fahrt geladen und der Adapter bei längeren Standzeiten entfernt werden.
Fazit
Für Vielfahrer und Familien lohnt sich die Nachrüstung eines USB-Ladegeräts für die 12-Volt-Steckdose in den meisten Fällen. Der wichtigste Vorteil: Moderne Kfz‑Ladegeräte liefern in der Regel deutlich mehr Leistung als fest integrierte USB‑Anschlüsse. Zudem stehen häufig mehrere unterschiedliche Ports zur Verfügung. Integrierte Kabel reduzieren zudem den Kabelsalat im Cockpit.
Wie viele und welche Anschlüsse benötigt werden, hängt von den individuellen Anforderungen ab. Bei der Leistung sollte sowohl die maximale Leistung pro Port als auch die maximale Gesamtleistung berücksichtigt werden.
Weiteres KFZ-Zubehör zeigen wir hier:
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Wald, Wasser, Weitblick: Die Bilder der Woche 27
Wie jede Woche präsentiert die Community c’t-Fotogalerie eine abwechslungsreiche Auswahl an Bildern, die Natur, Architektur und den Alltag aus ungewöhnlichen Blickwinkeln zeigen. Mal entstehen durch Licht, Nebel oder Spiegelungen poetische Stimmungen, mal prägen klare Linien, Kontraste und grafische Formen die Bildwirkung. So treffen dokumentarische Beobachtungen auf künstlerische Bildideen.
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Die sieben Aufnahmen zeigen, wie bewusst eingesetzte Perspektiven, Licht und Komposition aus vertrauten Motiven eindrucksvolle Bildgeschichten entstehen lassen. Zwischen stillen Naturmomenten, dynamischer Bewegung und markanter Architektur entfaltet sich eine spannende fotografische Bandbreite, die Lust macht, genauer hinzusehen und die eigene Kamera wieder in die Hand zu nehmen.
Zauberhafter Frühlingswald von dave-derbis

Zauberhafter Frühlingswald
(Bild: dave-derbis)
Diese Spiegelung eines Waldes füllt das gesamte Bild aus. Kräftige Grüntöne, braune Baumstämme und feine Wellen im Wasser verschmelzen darin zu einer geheimnisvollen Szenerie. Die senkrechten Linien der Spiegelung strukturieren das Bild, während das Wasser die Formen sanft auflöst. Somit entsteht der Eindruck eines impressionistischen Gemäldes, das den Wald zwischen Wirklichkeit und Fantasie schweben lässt.
Die Balance des Lebens von Otto Hitzegrad

Die Balance des Lebens
(Bild: Otto Hitzegrad)
Eine Frau fährt mit dem Fahrrad durch einen hellen, geometrisch wirkenden Tunnel. Starke diagonale Linien lenken den Blick direkt auf das Motiv. Die Schwarzweißumsetzung erzeugt eine zeitlose Stimmung und verstärkt den Kontrast zwischen Licht und Schatten. Durch die Bewegungsunschärfe erhält das Bild Dynamik und das Fahrradfahren wird zum zentralen Ausdruck. Entstanden ist eine Aufnahme, die nicht nur Balance und Geschwindigkeit zeigt, sondern auch spürbar macht.
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Hannover 1 von anbeco4macro

(Bild: anbeco4macro)
Vor der Kuppel des Anzeiger-Hochhauses in Hannover ragt die markante Spitze einer Bushaltestelle in den nachtschwarzen Himmel. Im Vordergrund setzen die gelb-schwarzen Flächen einen kräftigen grafischen Akzent. Die starke Unterperspektive lässt die Bauwerke monumentaler wirken. Geometrische Formen und harte Kontraste bestimmen die gesamte Bildwirkung, während der vollkommen schwarze Himmel die Szene auf Linien, Flächen und Gegensätze reduziert. So entsteht ein spannendes Zusammenspiel von alter und neuer Architektur.
Baum von JeanFP

Baum
(Bild: JeanFP)
Eine einzelne Person geht durch den dichten Nebel einer Allee. Die kahlen Bäume mit ihren geschwungenen Ästen bilden ein natürliches Dach und lenken den Blick tief ins Bild hinein. Der Nebel lässt den Horizont verschwimmen und verstärkt so die Wirkung der Perspektive. Zusammen mit dem kühlen Farbspektrum erzeugt er eine melancholische Stimmung. Die Allee scheint im Nichts zu enden und lädt dazu ein, den Weg mit eigenen Gedanken zu füllen.
Gebänderte Prachtlibellen von Harry (29)

(Bild: Harry (29))
Zwei Libellen sitzen auf geschwungenen Grashalmen und leuchten im Gegenlicht. Der dunkle Hintergrund lässt ihre schimmernden Flügel und die feinen Strukturen besonders stark wirken. Die sanften Diagonalen der Halme führen den Blick durch das Bild und geben der Szene Ruhe und Balance. Eine Makroaufnahme, die zeigt, wie faszinierend die kleinen Augenblicke der Natur sein können.
Tragwerk von zooom!

Tragwerk
(Bild: zooom!)
Aus der Froschperspektive scheint die berühmte Erasmusbrücke in Rotterdam in den Himmel zu wachsen. Die straff gespannten Seile ziehen den Blick nach oben und verleihen dem Bild eine starke Dynamik. Durch die Schwarzweiß-Darstellung werden Linien, Flächen und Kontraste betont. Auf diese Weise wird aus dem Bauwerk eine fast grafische Komposition, die Kraft, Präzision und Leichtigkeit zugleich vermittelt.
Regendusche von Pham Nuwem

Regendusche
(Bild: Pham Nuwem)
Im Regen breitet ein Kolibri die Flügel aus und nutzt den Schauer zur Gefiederpflege. Die Wassertropfen bilden einen leichten Kranz um den kleinen Vogel und machen so seine Bewegungen sichtbar. Der ruhige, weiche Hintergrund lenkt die Aufmerksamkeit auf die leuchtenden Farben und die symmetrische Haltung des Vogels.
(vat)
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Nach fast 30 Jahren: „Worms“-Schöpfer kündigt Erweiterung für Amiga-Klassiker an
Fast drei Jahrzehnte nach dem Erscheinen von „Worms: The Director’s Cut“ kehrt Schöpfer Andy Davidson zu seinem Amiga-Klassiker zurück. Am 7. August 2026 soll ein kostenloses Expansion Pack erscheinen, wie Davidson in der Facebook-Gruppe „Commodore Amiga – Games & Hardware“ ankündigte. Enthalten sind über 40 neue Level, mehr als 50 Sound-Sets und zehn frische Landschaftstypen.
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Kooperation mit der Demo-Szene
Das Besondere: Die Level stammen nicht von Davidson allein, sondern von verschiedenen Gruppen der Amiga-Demo-Szene – jener Subkultur aus Programmierern und Grafikern, die seit den 80er-Jahren die technischen Grenzen der Hardware auslotet. Unter den eingereichten Kreationen finden sich auch Level, die auf bekannten Vorlagen basieren – etwa auf dem Amiga-Spiel „Ruff ‚N Tumble“, wofür Davidson die Genehmigung einholen konnte.
Wo genau das Expansion Pack verfügbar gemacht wird, steht noch nicht fest. Davidson erklärte gegenüber dem Retro-Magazin Time Extension, dass gerade eine eigene Webseite entstehe. Auch die Veröffentlichung einer physischen Box sei möglich.
Ein Kultspiel, das kaum jemand gekauft hat
Davidson hatte „Worms“ einst im Alleingang entwickelt und Team17-Co-Gründer Martyn Brown vorgestellt, der sofort begeistert war. Der Publisher brachte das Spiel 1995 heraus und hält bis heute die Markenrechte. Unter welchen Bedingungen Davidson sein Erweiterungspaket als „offiziell“ bezeichnen darf, ist nicht bekannt.
„Worms: The Director’s Cut“ erschien 1997 ausschließlich für den Commodore Amiga. Davidson erweiterte damit das Original um neue Waffen wie die später ikonische Heilige Handgranate, einen Level-Editor und deutlich aufgehübschte Grafik. Die Fachpresse war begeistert. Trotzdem gingen weltweit nur rund 5000 Exemplare über den Ladentisch. Der Amiga war zu diesem Zeitpunkt schlicht am Ende.
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(joe)
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IT-Ausfall bei der Justiz – Was war da los?
Keine Anrufe, keine Mails: Die bayerische Justiz ist von einer großflächigen Störung zeitweise lahmgelegt worden. Die ist inzwischen laut Justizministerium behoben.
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Aber was war da los?
Seit dem Donnerstagnachmittag bestand eine Störung der Netzwerkinfrastruktur im Rechenzentrum des Landesamts für Steuern. IT-gestützte Arbeitsabläufe bei Gerichten und Staatsanwaltschaften waren dadurch offenbar eingeschränkt.
Das hatte zur Folge, dass Bayerns Justiz zeitweise nicht per Festnetztelefon oder E-Mail erreichbar war. Um kurz nach Mitternacht am Freitag liefen die Systeme nach Ministeriumsangaben wieder.
Die „Standarddienste“ wie Mail und Telefon seien wieder verfügbar, teilte das bayerische Justizministerium mit. „Die Fachverfahren und die E-Akte stehen ebenfalls wieder zur Verfügung.“ Allerdings komme es „im elektronischen Rechtsverkehr noch zu Verzögerungen beim Nachrichtenversand“.
Was war der Grund für die Störung?
Die Gründe teilten zunächst weder das Justizministerium noch das Landesamt konkret mit. Nur von einem „Fehler im Netzwerk“ war die Rede. Später hieß es, Auslöser sei eine fehlerhafte Konfigurationsänderung an der zentralen Netzwerkinfrastruktur gewesen. „Zum aktuellen Zeitpunkt ist ausgeschlossen, dass es sich um einen Cyberangriff handelte“, teilte das Landesamt mit. „Zu keinem Zeitpunkt sind sensible Daten abgeflossen oder verloren gegangen. Ebenso bestand zu keinem Zeitpunkt unbefugter Zugriff auf die Server der Justizverwaltung.“
Der Vorfall soll „genau analysiert“ werden. Außerdem sollen möglicherweise „weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Ausfallsicherheit erarbeitet und umgesetzt“ werden.
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Welche Auswirkungen hatte die Störung?
Nachrichten, die während des Störungszeitraums versandt wurden, wurden auf den Systemen zwischengespeichert und werden derzeit abgearbeitet, wie das Ministerium mitteilte.
Für Eilfälle stünden den Gerichten und Staatsanwaltschaften alternative Versandwege – beispielsweise das Justizportal – zur Verfügung, hieß es in der knappen Mitteilung des Ministeriums.
Drohen jetzt reihenweise verpasste Fristen?
Laut Justizministerium drohen keine verpasste Fristen. Zwar waren von der Störung auch Faxgeräte betroffen, die für das Einreichen von Schriftsätzen bei der Justiz noch immer eine Rolle spielen. Sollte eine solche Einreichung während der Störung nicht möglich gewesen sein, „kann durch das Gericht Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gewährt werden“, teilte eine Ministeriumssprecherin mit. „Dies betrifft vor allem Verfahren, in denen betroffene Personen nicht anwaltlich vertreten werden.“
Alle Rechtsanwälte und Behörden seien „grundsätzlich zur Einreichung von Schriftsätzen an die Gerichte per elektronischem Rechtsverkehr verpflichtet“, hieß es weiter. Und dies sei auch während des Ausfalls fristgerecht möglich gewesen, da die „virtuelle Poststelle Bayern beim IT-Dienstleistungszentrum des Freistaats Bayern durchgehend erreichbar war“. Und der Eingang dort sei für eine Frist entscheidend – nicht die Frage, wann ein Schriftsatz von dort weitergeleitet wird.
„Alle über den elektronischen Rechtsverkehr übersandten Daten, wie beispielsweise Dokumente und Nachrichten, sind sicher eingegangen und werden derzeit verarbeitet“, versicherte das Landesamt für Steuern.
Warum schlagen die Richter dann trotzdem Alarm?
„Eine digitale Justiz ohne belastbare Ausfallkonzepte ist nicht zukunftsfähig“, sagte die Landesvorsitzende des Bayerischen Richtervereins, Barbara Stockinger.
Der Verein dringt nun auf ein Notfallkonzept und digitale Absicherungen. „Der Rechtsstaat muss auch dann handlungsfähig bleiben, wenn zentrale IT-Systeme versagen. Die aktuellen Ereignisse zeigen eindrücklich, dass wir resiliente und redundante Systeme benötigen, um die Funktionsfähigkeit der dritten Gewalt jederzeit sicherzustellen.“
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(afl)
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