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Vernel im neuen Look


Vernel, eine zum Unternehmen Henkel gehörende Weichspüler-Marke, hat ein Rebranding vollzogen. Im Zuge der Überarbeitung des Packaging-Designs wurden neben dem Flaschenformat auch das Markenlogo selbst modifiziert. Zudem wurde die Produktlinie durch neue Wäschepflegeprodukte-/düfte erweitert.

Die Marke Vernel wurde erstmals 1969 im deutschen Markt lanciert, als einer der ersten Weichspüler. Heute ist die Marke Vernel in vielen europäischen Märkten präsent. Die nun vollzogene Erneuerung des Markenauftritts erfolge im Hinblick auf eine klarere Varianten-Differenzierung sowie mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit, so das Unternehmen. Der Flaschenkörper bestehe nunmehr aus 100 % recyceltem Plastik. Dank veränderter Formel sei Vernel Weichspüler nun erstmals für alle Textilien geeignet.

Die Gestaltung der Verpackung wurde dezent überarbeitet. Bei grundsätzlich ähnlichem Aufbau wurden Visualisierungen/Renderings stilistisch neu interpretiert und die unterschiedlichen Elemente wie Produktnamen (z.B. „Frischer Morgen“) und Piktogramme neu arrangiert.

Vernel Frischer Morgen Verpackung – vorher und nachher, Bildquelle: Henkel, Bildmontage: dt
Vernel Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Henkel, Bildmontage: dt

Auch das Markenlogo, eine zweizeilige scriptuale Wortmarke, wurde dezent angepasst: der Blauton ist nun etwas dunkler, der umgebende helle Schein wurde entfernt. Auf Verpackungen der neu geschaffenen Produktlinie Aromatherapie ist der Vernel-Schriftzug zudem in gold statt in dunkelblau abgebildet (siehe Produktsortiment).

Der neue Flaschenkörper ist im Vergleich zum bisherigen Format etwas kleiner jedoch sichtbar breiter. Die Füllmenge wurde von bisher 858 ml auf 1.100 ml angehoben. Die Weichspülermenge reicht nun, wie es die auf der Vorderseite abgebildete Kennzeichnung ausweist, für 50 statt für 39 Wäschen.

Bei der Drogeriekette DM wurde der Preis von 1,95 € (Literpreis 2,27 €) auf 2,95 € (Literpreis 2,68 €) angehoben (siehe Abb. unten). Auch bei anderen Händlern sind ähnliche Preisanstiege zu beobachten.

Vernel Relaunch – im Onlineshop von DM, Quelle: DM
Vernel Relaunch – im Onlineshop von DM, Quelle: DM

Das neue Vernel Portfolio soll laut Henkel ab dem 4. Februar 2026 im Handel erhältlich sein.

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Vernel Frischer Morgen Verpackung – vorher und nachher, Bildquelle: Henkel, Bildmontage: dt
Vernel Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Henkel, Bildmontage: dt
Vernel Packaging Range, Quelle: Henkel
Vernel Logo, Quelle: Henkel

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»Markenführung ist dann erfolgreich, wenn Branding und Performance ineinandergreifen« › PAGE online


Warum starke Marken strategische Klarheit brauchen, Vertrauen wichtiger ist als kurzfristige Reichweite und Branding nur im Zusammenspiel mit Performance wirkt, erklärt Lutz Dietzold, Geschäftsführer des German Design Council.

»Markenführung ist dann erfolgreich, wenn Branding und Performance ineinandergreifen« › PAGE onlineBild: ©joergsteinmetz.comDer German Brand Award gibt Markenerfolgen eine Bühne. Warum ist diese Sichtbarkeit gerade heute so wichtig?

Märkte werden unübersichtlicher, Aufmerksamkeitsspannen kürzer, der Wettbewerb wird härter – darum ist gerade heute die Sichtbarkeit für Markenerfolge wichtiger denn je. Marken stehen nicht nur vor den genannten Herausforderungen, gleichzeitig sollen sie gute Produkte oder Dienstleistungen anbieten, Haltung und Orientierung vermitteln. Wer diese Aufgabe nicht selten in Teamarbeit meistert und darin herausragt, verdient Anerkennung und sollte sich zurecht feiern dürfen. Der German Brand Award schafft hier nicht nur den Rahmen, sondern setzt auch Impulse für die gesamte Branche.

Zudem entstehen rund um den Award eine einmalige Community und ein starkes Netzwerk aus kleinen wie großen Akteur:innen der Marken- und Kommunikationswelt. Sichtbarkeit durch den Award bedeutet also nicht nur Reputation, sondern auch wertvolle Vernetzung und Austausch auf Augenhöhe.

Was bedeutet »Marke« für Sie?

Schreibe ich in ein Notizbuch von Moleskine oder auf lose Zettel? Fällt meine Entscheidung auf eine Wärmepumpe von BOSCH oder einen unbekannten Hersteller? Setze ich mich auf einen Stuhl oder einen Thonet? Exemplarisch steht jede der drei Marken für Identifikation, Qualität und Orientierung. Mehr noch: Marke ist fester Bestandteil unserer Alltagskultur. Sie beeinflusst unsere Kaufentscheidungen. Mit einer Marke entstehen langfristige Bindungen – der eigentliche Gebrauchswert dahinter wird dabei häufig zweitrangig. Wenn diese Relation einem Unternehmen gelingt – Produkt, Positionierung und Purpose erfolgreich erlebbar zu machen – sprechen wir von Marke.

Aktuell sprechen wir viel darüber, dass Branding im Vergleich zu Performance in der Markenführung wieder in den Vordergrund rückt. Sehen Sie das auch so – und begrüßen Sie diese Entwicklung?

Ja, das sehe ich ganz klar in Unternehmen und nicht zuletzt an den Ergebnissen der aktuellen Managementstudie »Deutscher Markenmonitor«. Darin gibt nur etwa jede/r Siebte der 311 Teilnehmenden an, den Markenerfolg mit klaren KPIs zu messen. Welchen Einfluss Produkte und Sortimente, Services oder Vertrieb auf das Image haben, wird größtenteils nicht gemessen. Gleichzeitig haben die meisten der befragten Unternehmen keine aus der Marke abgeleiteten Vorgaben für ihre Innovationsstrategien. Dass Branding gleichzeitig wieder stärker in den Vordergrund rückt, begrüße ich ausdrücklich. Markenführung ist aber nur dann erfolgreich, wenn sie ganzheitlich ist und Branding und Performance ineinandergreifen.

Viele Marken haben das Ziel, »aspirational« zu sein, also Begehren, Lifestyle und emotionale Identifikation zu erzeugen. Wie gut gelingt das deutschen Marken – und wie hat sich das verändert?

Um zunächst mit einer weit verbreiteten Zuschreibung aufzuräumen: An emotionaler Identifikation fehlte es bei deutschen Marken nie. Nur lag die Emotion häufiger in Vertrauen, Qualität und handwerklicher Kredibilität à la »Made in Germany« des Industriesektors, was pauschal als rational wahrgenommen wurde – sei es über den Käfer von Volkswagen oder den Vorwerk-Staubsauger. Vor allem auch bei den Konsumgütern gab es immer schon emotional aufgeladene Marken. Ich denke da etwa an Nivea, Haribo, Persil oder Maggi, die seit den 1930ern bestimmte Gefühle transportierten – damals einen begehrenswerten Lebensstil und heute Nostalgie – und damit Ikonenstatus erreicht haben.

»Es geht verstärkt um Storytelling, um Erlebnisse und Haltung. Deutsche Marken verbinden ihre traditionellen Stärken zunehmend mit mutigen Identifikationsangeboten.«

Wie gut dies heute deutschen Marken gelingt, will ich pauschal nicht sagen. Denn unsere inländischen Markenmacher:innen sind zu international aufgestellt, um es von einer Nation abhängig zu machen. Was sich aber aus den vielen Einreichungen der vergangenen Preisverleihungen ablesen lässt, ist der veränderte Fokus: Es geht verstärkt um Storytelling, um Erlebnisse und Haltung. Deutsche Marken verbinden ihre traditionellen Stärken zunehmend mit mutigen Identifikationsangeboten.

Sie haben es gerade angeschnitten: Wann ist eine Marke erfolgreich? Lässt sich das allein am Umsatz messen?

Nicht nur, aber auch. Der Deutsche Markenmonitor 2026 belegt erstmals, dass Unternehmen mit starker Markenführung nachweislich wirtschaftlich erfolgreicher sind: Sie wachsen nachhaltiger, erzielen höhere Margen und sichern sich Wettbewerbsvorteile. Was nicht heißt, dass alle Marken gleich groß oder umsatzstark sein müssen. Klein- und Kleinstunternehmen mit regionaler Stärke oder einer spitzen Zielgruppe sind hier genauso gemeint. Unabhängig der Unternehmensgröße zielt erfolgreiche Markenarbeit heute darauf ab, Werte sichtbar zu machen und Konsument:innen durch eine sich stetig verändernde Gegenwart zu leiten. Das darüber entstehende Identifikationspotenzial ist maßgeblich für das erfolgreiche Image einer Marke. Dass sich dies auch in Wirtschaftlichkeit niederschlagen sollte, ist selbstredend.

Marke wirkt also erst einmal nach innen stärker als nach außen – und ist substanziell für eine erfolgreiche Unternehmensführung?

Absolut. Was ich anfangs aus Sicht der Konsument:innen beschrieben habe, ist aus Unternehmensperspektive das Zusammenwirken von Strategie, Design und Kommunikation. Das Ergebnis komplexer Entscheidungen, bei dem Marke als internes Führungsinstrument dient. In einer Zeit, in der Märkte fragmentierter werden, technologische und soziale Transformation Ungewissheit birgt, entscheiden nicht einzelne Kampagnen, sondern eine richtungsweisende Marke über den Erfolg eines Unternehmens. Sie wird darum auch immer wieder mit einem Kompass verglichen. Mit diesem Verständnis ist es nur konsequent, Markenmacher:innen verstärkt strategische Relevanz und Entscheidungskompetenz zuzusprechen und diese zu würdigen. Die damit einhergehenden Erfolge macht der German Brand Award nun seit zehn Jahren sichtbar.

Allein im DACH-Raum gibt es mehrere Preise, die Markenarbeit in den Fokus rücken. Warum braucht es diese Preise nach wie vor – und was macht der German Brand Award anders?

Der German Brand Award sticht hervor, weil er nicht die lautesten Kampagnen benennt, sondern Marke ganzheitlich und als strategische Führungsaufgabe behandelt. Als Ausrichter setzt der German Design Council damit auch seinen Gründungsauftrag um: das Zusammenwirken von Design, Marke und Innovation als wirtschaftsfördernde Faktoren zu stärken. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal: Auf der Preisverleihung treffen CMOs auf Agenturen, politische Vertreter:innen auf Geschäftsführer:innen und Kreativteams auf potenzielle Auftraggebende. Der Tag steht im Zeichen von Wissensaustausch, Networking und dem verdienten Feiern von Erfolgen – und ich freue mich jedes Jahr aufs Neue darauf!

Der GBA wird seit 2026 verliehen. Welches sind ihre drei wichtigsten Erkenntnisse aus zehn Jahren Markenexzellenz?

In der vergangenen Dekade hat sich kaum eine andere Branche in ihrem Wesen so stark verändert und professionalisiert, wie die Markenarbeit. Damals sprachen wir noch von »digitalen Welten«, heute herrscht »Digital First«. Nach der Pandemie sollten es NFTs als Markeninstrument richten. Unternehmen setzen zunehmend auf New Work und eine mitarbeitendenzentrierte Unternehmenskultur und Markenführung. Und ein über die Jahre aufgekommenes und anhaltendes Nachhaltigkeitsbewusstsein brachte manche Traditionsmarke in Bedrängnis.

»Marken sind heute keine reinen Sender mehr. Sie versprechen Erlebnis- und Identifikationsmomente, bauen Communities und ganze Netzwerke auf.«

Wenn ich auf die Gründungsmoment des German Brand Award zurückblicke, dann lassen sich drei zentrale Erkenntnisse festhalten. Erstens: Keine Markenexzellenz ohne strategische Klarheit. Die überzeugendsten Marken entstehen dort, wo Positionierung, Unternehmenskultur und Kommunikation konsequent zusammenspielen. Und Designsprache dies übersetzt. Zweitens sehen wir, dass Vertrauen langfristig stärker wirkt als kurzfristige Aufmerksamkeit. Gerade in Transformationsprozessen und anhaltenden Krisen sind es die glaubwürdigen und konsistenten Marken, die resilient bleiben – wo wir wieder beim Kompass wären. Und drittens hat sich Markenführung deutlich weiterentwickelt: Marken sind heute keine reinen Sender mehr. Sie versprechen Erlebnis- und Identifikationsmomente, bauen Communities und ganze Netzwerke auf. Sie sind noch gefestigter in unserer Alltagskultur, als sie es bereits vor einer Dekade waren.

Last Call: Registration Deadline 27. Februar 2026

Welche Bühnenmomente der vergangenen 10 Jahre sind Ihnen im Gedächtnis geblieben?

Ich durfte eine Menge inspirierende Persönlichkeiten aus allerlei Branchen auf die Bühne bitten, die auf unterschiedlichsten Wegen ihren Beitrag zu exzellenter Markenführung im DACH-Raum geleistet haben. Eine Begegnung, die mir besonders in Erinnerung geblieben ist, war ein Gespräch mit dem Gewinnerteam von »Unsere Bayerischen Bauern« auf der Award Show 2022. Mit Milchbauern und -bäuerinnen über Markenarbeit zu sprechen war ein einmaliger Perspektivwechsel für mich. In 2024 hatten wir dann Deutschlands einflussreichsten Rapper auf der Bühne: Kool Savas und die Agentur UMG For Brands wurden für ihre kulturell aufgeladene Kampagne zum Launch des neuen »Call of Duty«-Games gewürdigt. Härter könnten die Kontraste nicht sein, oder? Es fällt mir nicht leicht, aus den vielen Erfolgsmomenten zu filtern. Gerne denke ich aber auch an die strahlenden Gesichter der Gewinnerinnen von Bridging Gaps zurück. Die Non-Profit-Organisation, die Spenden als Mikrokredite im globalen Süden vergibt, erhielt gemeinsam mit Studio tülü den Titel »Brand Innovation of the Year«. Die damalige Creative Directorin Wiebke Meyer-Lüters hinterließ einen bleibenden Eindruck, sodass wir sie daraufhin in der Jury des German Design Award integrierten. Zuletzt will ich mit einer Erfolgsgeschichte enden, mit der mitunter alles begann: Der Pharma- und Technologiekonzern Merck überarbeitete seinen globalen Markenauftritt 2015 radikal, was damals kontrovers diskutiert wurde – und heute als mutiger Erfolgsweg gilt. Dem 350 Jahre alten Unternehmen sollte man sein Alter nicht ansehen, wohl aber seine Innovationsfähigkeit. Der German Brand Award 2016 zeichnete dieses disruptive Rebranding gleich in mehreren Kategorien aus.

Zu Lutz Dietzold:

Lutz Dietzold (*1966) ist seit 2002 Geschäftsführer des German Design Council, vormals Rat für Formgebung. Zuvor war er als Berater für die Designbranche selbstständig und verantwortete die Geschäftsführung von Hessen Design inklusive strategischer Neuausrichtung der Designförderung. Seit 2011 ist Dietzold Mitglied im Beirat der Mia Seeger Stiftung sowie im Vorstand der Stiftung Deutsches Design Museum, dessen Vorsitz er 2020 übernahm. Im selben Jahr wurde er in den technisch-wissenschaftlichen Beirat der Rudolf-Diesel-Medaille berufen. Darüber hinaus engagiert er sich im Projektbeirat des Bundespreis Ecodesign des Bundesumweltministeriums und ist Mitglied zahlreicher Jurys und Gremien. Dietzold teilt sein Wissen zu den Themen Wirtschaft und Design regelmäßig in Artikeln und Vorträgen auf nationaler und internationaler Ebene. Sein Engagement erweiterte sich 2024 mit der Berufung in das Kuratorium der World Design Capital 2026. Seit 2025 ist er zudem Mitglied im Hochschulrat der Hochschule für Gestaltung Offenbach.



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GWA-Umfrage: Agenturvermarktung › PAGE online


Neues zum Thema, wie und wo sich Agenturen vermarkten, legt eine GWA-Umfrage offen. Spannend ist, dass ganze 92 % der Befragten für 2026 gleich viele oder mehr Mitarbeitende im Team Kommunikation + Marketing einplanen wollen!

GWA-Umfrage: Agenturvermarktung › PAGE online

Schon den morgigen LinkedIn-Post geplant oder die nächste Fachpublikation verfasst? Viele Agenturen nutzen diese Kanäle für ihre Vermarktung, was eine neue GWA-Umfrage herausgearbeitet hat. Aber auch das Analoge steht im Fokus guter Agenturvermarktung – und zwar in Form von Events.

LinkedIn, Fachpublikationen & Events

Der Grund liegt auf der Hand: Auf LinkedIn und mittels Fachpublikationen lassen sich sehr gezielt die richtigen Zielgruppen erreichen, also die, die es wirklich interessiert. Da ist LinkedIn zwischen den zahlreichen Social-Media-Portalen mittlerweile das Netzwerk der Wahl, wenn es ums (Agentur)Business und deren Lead-Generierung geht.

Und ebenso mit tiefergreifenden Fachpublikationen können Agenturen sich positionieren und ihre Expertisen streuen.

Ein anderer, aber analoger Kanal ist das Event. Auch hier finden Kommunikation und Vermarktung statt. Agenturen vermitteln mit wohldurchdachten Veranstaltungen nicht nur Expertise, sie treten ebenso in den direkten, persönlichen Kontakt mit Businesspartner:innen, der Kundschaft, möglichen Auftraggeber:innen.

Ein weiterer Kanal ist das E-Mail-Marketing.

Was ist knapp? Welche Hürden gibt es?

All diese Kanäle zu bedienen, dürfte denjenigen, die Marketing und Kommunikation als Beruf gewählt haben, zwar Freude bereiten, aber es braucht auch sehr viel Zeit und Budget. Beides ist im Agenturalltag nicht nur knapp bemessen, es mangelt daran. Die GWA-Umfrageergebnisse verdeutlichen das.

Dabei ist natürlich das Verfassen, Anlegen und Planen eines LinkedIn-Posts weit weniger zeitaufwendig und kostenintensiv als die Planung und Durchführung eines ganzen Events. Zeit und Budget müssen sich hier die Waage halten.

Eine der größten Hürde ist laut Ergebnissen eine geringe Öffnungs- und/oder Antwortrate, gefolgt von veralteten Daten, bei denen der Aufwand der Pflege sehr hoch sei. Unvollständige oder fehlende Kontaktdaten zählen ebenso dazu.

92 % planen gleich viele oder mehr Leute im Team

Aber: So oder so ergaben die Ergebnisse zusätzlich, dass 92 % der Befragten für 2026 gleich viele oder mehr Mitarbeitende im Team Kommunikation + Marketing einplanen. Eine ganze Menge.

Weitere Key Facts der Umfrage sind, dass Künstliche Intelligenz am meisten Einfluss auf die Vermarktung hat – und zwar perspektivisch gesehen bis hin zum Jahr 2027. Genannte Stichworte: AI: GEO, AI/Generative KI. Das betrifft auch die Arbeitsweisen, vor allem im Bereich der Content-Produktion durch und mit KI.

Der Erfolg der Vermarktung wird außerdem vor allem anhand von konkreten Geschäftsanfragen bemessen sowie der KPIs (Engagement, Conversion). Und die Eigenkommunikation ist größtenteils unter dem C-Level aufgehängt.

Die Zielgruppe der Befragung waren Mitglieder des GWA-Forums Agenturvermarktung, der Befragungszeitraum lief vom 1. bis zum 31. Oktober 2025.

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Der neue Figma Report ist da! › PAGE online


Wie sieht es in der Branche mit der Verwendung von KI aus? Wie beeinflusst KI die Kreativität? Und wie die Zufriedenheit? Für ihre neue Studie hat Figma 906 Designer:innen weltweit befragt, zeigt einen Berufsstand im Wandel – und, dass gerade in Europa Unzufriedenheit herrscht.

Der neue Figma Report ist da! › PAGE online

Einmal mehr hat Figma sich unter ihren User:innen umgehört, wie es ihnen und ihrer Praxis geht. Durchgeführt hat die Online-Erhebung das Marktforschungsinstitut NewtonX – und erneut ist KI das große Thema.

Es geht darum, wie KI die eigene kreative Arbeit beeinflusst, die Zusammenarbeit mit anderen, die Experimentierfreude und Kreativität und den Blick der Designenden auf die Zukunft.

Es geht um das Handwerk selbst, um die eigene Zufriedenheit mit der Arbeit, darum, wie die Kreativen das Wachstum der Unternehmen einschätzen und um den »Stand der Designbranche«

Befragt wurden 906 Digital Designer:innen aus Australien, Neuseeland, Südkorea, Singapur und Japan, aus Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien, Brasilien, Mexiko, Argentinien, Kolumbien und Chile, aus den USA und Kanada und UAE, Saudi Arabien und der Turkey.

72 Prozent der Designenden nutzen generative KI und 98 Prozent von ihnen haben ihre Verwendung im letzten Jahr gesteigert. 89 Prozent sagen, dass generative KI ihnen hilft, schneller zu arbeiten, 80 Prozent, dass sie die Zusammenarbeit effektiver macht und 91 Prozent, dass sie die Qualität ihres Outputs steigert.

Weniger Verunsicherung mit KI

In den Befragungen war aber auch festzustellen, dass mit der zunehmenden Verbreitung von KI-Tools auch die Ängste zunehmen.

Auch wenn mit 43 Prozent die gängigste Meinung ist, dass KI ein hilfreiches Werkzeug ist, das Designer nicht ersetzen wird, äußert ein Viertel der Befragten Sorgen, wie sich KI auf die Designberufe auswirken wird.

Gleichzeitig spiegeln die Daten wider, wie es von Figma heißt, dass manche Designende sich einem neuen Druck ausgesetzt sehen, KI in ihre Arbeitsabläufe einzubauen und diese umzustellen und zudem Angst haben, Fehler zu machen.

40 Prozent der Kreativen, deren KI-Nutzung stagniert, sagen, dass sich ihre Arbeit verschlechtert hat, während nur 18 Prozent derer, die ihre KI-Nutzung gesteigert haben, eine Verschlechterung der eigenen Arbeit feststellt.

Auch beim Unternehmenswachstum sind Kreative, deren Einsatz von KI sich erhöht hat, positiver. 41 Prozent gaben an, dass ihr Unternehmen wächst, während von denjenigen, deren KI-Nutzung unverändert geblieben oder zurückgegangen ist, nur 33 Prozent ein Wachstum sehen.

Figma sieht darin eine entscheidende Erkenntnis: nämlich, dass dieses Wachstum offenbar »nicht auf Kosten des handwerklichen Könnens oder der Autonomie geht« – und dass KI den Prozess der Sondierung zwar beschleunigen kann, während die kreativen Kernentscheidungen bei den Designer:innen bleiben.

Handwerk ist zentral

Auf die Frage, wie Kreative in Zeiten von KI, in denen jeder prompten kann, das Handwerk selbst definieren, antworteten 58 Prozent der Kreativen, es sei »Optische Veredelung/Aufwertung« und 47 Prozent es sei »durchdachte Problemlösung«.

Gleichzeitig aber ist festzustellen, dass Designende, die Handwerk mit Emotionen und visueller Qualität verbinden, zufriedener und auch erfolgreicher mit ihrer Arbeit als Kreative sind als diejenigen, die Handwerk als Problemlösung definieren.

Legen die Auftraggebenden Wert auf handwerkliches Können, sind 67 Prozent der Kreativen zufriedener mit ihrer Arbeit und 60 Prozent sind es, wenn ihre Vorgesetzten ihre handwerklichen Fähigkeiten schätzen.

Auch fördert die Wertschätzung des Handwerks die positive Einschätzung des Wachstums der Unternehmen und Auftraggebenden und die positive Sicht auf die Situation des Berufs.

Kreative Freiheit und Zufriedenheit

Eigentlich ist es keine Überraschung, dass Designer:innen am glücklichsten sind, wenn sie kreative Freiheit haben. Für 20 Prozent ist es der wichtigste Aspekt für ihre Zufriedenheit.

Dabei geht es darum, neue Wege beschreiten zu können und mutige Ideen zu verfolgen. Und das gerade in Zeiten von KI, in denen der Output in der Regel zu generisch wirkt.

87 Prozent der Designer:innen sagen, dass kreative Freiheit ihnen hilft, ihre beste Arbeit zu leisten.

Gleichzeitig aber profitieren sie auch von klaren Zielen und Erwartungen, die an ihre Arbeit gestellt werden, wie es von 91 Prozent der Befragten heißt.

Und wie steht es um den Beruf selbst?

36 Prozent sagen, dass sich die Lage des Berufsstands verbessert hat, 35 Prozent, dass sie sich verschlechtert habe und 29 Prozent, dass sie gleich geblieben sei.

So ausgeglichen die Einschätzungen zwischen positiv, negativ und neutral sind, variiert die Stimmung nach Region und Wirtschaftslage.

Während die digitale Wirtschaft im Nahen Osten boomt und die Designer:innen dort sind am optimistischsten sind, stellen gerade die Kreativen in Nordamerika (63 Prozent) und Europa (59 Prozent) fest, dass sich der Arbeitsmarkt sich verschlechtert hat. Was vermutlich auch auf die anhaltenden Entlassungen zurückzuführen ist.

Gleichzeitig sind Designende in Regionen mit wachsenden Technologiebranchen mit ihrer Arbeit am zufriedensten: Im
Nahen Osten zu 63 Prozent, im asiatisch-pazifischen Raum und in Lateinamerika zu 56 Prozent, während es in Nordamerika und Europa jeweils nur 38 Prozent sind.

Gleichzeitig geben Kreative in Nordamerika zu 42 Prozent an, dass sich ihre Zufriedenheit am Arbeitsplatz nicht verändert hat, während Europa mit 26 Prozent den stärksten Rückgang der Zufriedenheit hat.

Figma schlussfolgert, dass der Beruf des Designers sich im Wandel, aber nicht im Niedergang befindet. Und dass Designende gerade lernen müssen, sich in einem neuen Umfeld zurechtzufinden und dabei gleichzeitig Optimismus und Unsicherheit herrschen und dieser Kontext zunehmend das Selbstvertrauen prägt.

Was sind die wichtigsten Erkenntnisse?

KI ist zentral, heißt es von Figma und dass Designende, die neue Tools nutzen, von der »Geschwindigkeit, Klarheit und kreativer Bandbreite« profitieren und nicht nur ihre Arbeitsabläufe, sondern auch ihre Erwartungen daran, was Design kann, neu gestalten.

Die meisten sind überzeugt, dass KI das Design nicht ersetzt, sondern dass Anpassungsfähigkeit entscheidend ist und KI ein Katalysator sein kann.

Handwerkliches Können ist eine Kernkompetenz. In Zeiten, in denen Tools sich rasant weiterentwickeln, besinnen sich die Kreativen umso stärker auf ihr Handwerk, auf Qualität, Ideenfindung und die emotionale Resonanz, das Menschliche in ihrer Arbeit.

Kreative Freiheit ist unerlässlich für die eigene Zufriedenheit, aber auch mehr Klarheit in einem Arbeitsprozess, an dem durch KI immer mehr Personen beteiligt sein können.

Gibt es also Grund, auch in Europa zuversichtlicher zu sein?

Screenshot

 



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