Connect with us

Digital Business & Startups

Versteckte Kosten im Fundraising – Business Insider


Versteckte Kosten im Fundraising – Business Insider

Arnas Bräutigam ist Co-Founder der Business-Angel-Plattform AddedVal.io und selbst Mikro-Angel-Investor. Er unterstützt Frühphasen-Startups beim Fundraising durch Pitchdeck-Optimierung, Investoren-Daten und viele Best Practices.
Arnas Bräutigam/Getty Images; Collage: Gründerszene

Jeder Founder kennt Customer-Acquisition-Costs (CAC). Kaum ein Pitchdeck kommt ohne diese Kennzahl aus. Dafür testest, optimierst und iterierst du so lange, bis der Funnel effizient genug ist, um skalieren zu können. Doch dann kommt Fundraising.

Plötzlich verschwinden Struktur und Systematik. Founder schreiben Investoren an, führen Gespräche, warten auf Antworten, ganz ohne klaren Plan. Dabei liegt die Parallele auf der Hand: Wenn du Kunden effizient gewinnen willst, warum nicht auch Investoren?

Was hinter Investor-Acquisition-Costs steckt

Investor-Acquisition-Costs beschreiben im Kern, was es dich kostet, Kapital einzuwerben. Gemeint sind nicht nur direkte Ausgaben, sondern vor allem Zeit und Opportunitätskosten. Also alles, was du in dieser Zeit nicht tun kannst.





Source link

Digital Business & Startups

Die verlassenen Lilium-Büros: Was vom deutschen Flugtaxi-Traum übrig ist


Die verlassenen Lilium-Büros: Was vom deutschen Flugtaxi-Traum übrig ist

Verlassene Hallen und Büros: Wo Lilium einst an Zukunftsversprechen arbeitete, blieb später nur ein moderner Lost Place.
Fotos: Gründerszene, Cover: Dominik Schmitt / Gründerszene

Am Eingang hängen noch die Fahnen: weißer Stoff mit Lilium-Logo. Einige sind ausgefranst. Durch eine Glasfront ist die ehemalige Rezeption des Unternehmens zu sehen: ein Empfangstisch, ein Chesterfield-Sofa und ein Sideboard, auf dem insgesamt 14 Auszeichnungen nebeneinander aufgereiht sind. Doch der Raum ist menschenleer.

Auch Liliums Flaggen am Eingang haben schon bessere Tage gesehen.

Auch Liliums Flaggen am Eingang haben schon bessere Tage gesehen.
Gründerszene

Wer hier hinein will, braucht einen Schlüssel und jemanden, der noch zuständig für einen Ort ist, an dem mal Hunderte Menschen an einer Zukunft gearbeitet haben, die heute weiter entfernt wirkt als je zuvor. Denn über den Türspalten sämtlicher Eingänge kleben nun rote Sticker: „Security Seal“ steht darauf – Sicherheitssiegel.

Mithilfe von Sicherheitssiegeln wird kontrolliert, wann die leeren Lilium-Büros und -Hallen betreten worden sind.

Mithilfe von Sicherheitssiegeln wird kontrolliert, wann die leeren Lilium-Büros und -Hallen betreten worden sind.
Gründerszene

Es ist Oktober 2025, fast ein Jahr nach dem Insolvenzantrag des Flugtaxi-Startups Lilium. Wir sind nach Gauting bei München gefahren, an den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen. Hier hatte Lilium seine Büros und Produktionshallen. Hier sollten elektrische Senkrechtstarter entstehen, sogenannte eVTOLs. Fluggeräte, die ohne Landebahn starten und landen können und die klimafreundlich sein sollen.

In der Vision der Lilium-Gründer sollten sie Regionen miteinander verbinden, Strecken verkürzen und Zeit sparen – und irgendwann so einfach buchbar sein wie eine Uber-Fahrt. 

Liliums Vision: eVTOLs (Fluzgtaxis), die Regionen miteinander verbinden und irgendwann für jeden zugänglich sind.

Liliums Vision: eVTOLs (Fluzgtaxis), die Regionen miteinander verbinden und irgendwann für jeden zugänglich sind.
picture alliance/dpa/Lilium/-

Knapp zehn Jahre lang arbeitete das Unternehmen an diesem Versprechen. Rund 1,5 Milliarden Euro flossen in die Entwicklung. Lilium gewann prominente Investoren, überzeugte politische Unterstützer und wurde zu einem der bekanntesten deutschen Deeptech-Startups. Für viele war das Unternehmen ein Hoffnungsträger: ein Beispiel dafür, dass aus Deutschland doch noch einmal ein global relevanter Technologiekonzern entstehen könnte. 

Für andere war Lilium von Anfang an ein überteuertes Versprechen, ein Flugtaxi-Traum für Investorenpräsentationen. 

So oder so: Am Ende reichte das Geld nicht. 

Der Jet, der nie fertig wurde

In einer der Hallen steht der Rohbau eines Lilium-Jets. Hellgelb, mehrere Meter lang, die Form erinnert an einen langgezogenen Football. Noch fehlen Außenhülle, Fenster, Türen und Flügel. Kabel hängen aus dem Rumpf, eine Metalltreppe steht vor der Öffnung, an der einmal eine Tür sein sollte. 

Alles sieht so aus, als könnte gleich jemand kommen und weiterarbeiten. Nur wird niemand mehr kommen.

Von jetzt auf gleich war es vorbei: In den Hallen standen noch monatelang zwei unfertige Lilium-Jets.

Von jetzt auf gleich war es vorbei: In den Hallen standen noch monatelang zwei unfertige Lilium-Jets.
Gründerszene

Genau darin liegt die Wucht dieses Ortes. Denn man versteht: Lilium war kein Unternehmen, das langsam auslief, sondern eines, das mitten in der Bewegung angehalten wurde. 

Auf Tischen stehen noch halbvolle Wasserflaschen. Warnwesten hängen über Stuhllehnen. In den Büros kleben Vornamen auf Schließfächern, daneben liegen Schuhe, Jacken und alte Hausausweise. In den Ecken liegen Blätter längst vertrockneter Zimmerpflanzen. Auf einem Whiteboard stehen noch Hinweise zur Nutzung von Geräten. In einer der Produktionshallen hängt ein selbst ausgedrucktes Meme. Ein Foto des TV-Malers Bob Ross. Darunter steht sein Motto: „No mistakes, just happy accidents.“ 

No mistakes, just happy accidents – das Motto des TV-Malers Bob Ross und Mantra der Startup-Szene.

No mistakes, just happy accidents – das Motto des TV-Malers Bob Ross und Mantra der Startup-Szene.
Gründerszene

Fehler machen, daraus lernen, weitermachen – das gehört zur Startup-Kultur. Bei Lilium wurde aus dem Mantra irgendwann eine bittere Pointe. 

Denn das Unternehmen war Ende 2024 eigentlich kurz davor, den entscheidenden Beweis zu liefern. Der erste Testflug mit Pilot an Bord sollte nur noch wenige Monate entfernt sein. Zwei Jets standen bereits in Montage.  

Mit ihnen wollte Lilium zeigen, dass die Technologie nicht nur in Präsentationen, Simulationen und unbemannten Tests funktioniert, sondern unter realen Bedingungen. 

Doch dann ging dem Unternehmen das Geld aus. 

„Unser Lilium-Zuhause“
Gründerszene

Ein Rennen gegen die Zeit

Lilium hatte über Jahre keine nennenswerten eigenen Umsätze. Das ist bei vielen Startups nicht ungewöhnlich. Investoren finanzieren Wachstum, Forschung und Entwicklung in der Hoffnung, dass das Unternehmen später sehr viel mehr wert ist. Bei Lilium aber war der Kapitalbedarf besonders hoch. Fluggeräte zu entwickeln, zu testen und zertifizieren zu lassen, kostet nicht Millionen, sondern Milliarden. 

2024 brauchte Lilium neues Kapital. Nach Informationen aus dem Unternehmensumfeld waren Investoren grundsätzlich bereit, noch einmal Geld zu geben. Sie stellten jedoch eine Bedingung: Auch der deutsche Staat sollte sich zu Lilium bekennen. 

Konkret ging es um einen Kredit über 100 Millionen Euro bei der staatlichen Förderbank KfW. Dafür brauchte Lilium eine staatliche Bürgschaft. Sollte das Unternehmen den Kredit nicht zurückzahlen können, hätten am Ende die Steuerzahler einstehen müssen. 

Monatelang wurde über diese Bürgschaft diskutiert. Zunächst in Bayern, wo Lilium seinen Sitz hatte, dann im Bund. Das Lilium-Management ging nach unseren Recherchen zeitweise davon aus, dass der Kredit kommen würde. Doch im Haushaltsausschuss des Bundestags fiel keine Entscheidung. 

Für Lilium wurde das zum Rennen gegen die Zeit. Das Unternehmen brauchte zu diesem Zeitpunkt nach Angaben aus dem Umfeld 20 bis 30 Millionen Euro im Monat, nur um den Betrieb am Laufen zu halten. Ende Oktober 2024 meldete Lilium Insolvenz an. 

Eine Zeitkapsel sollte das Lilium-Team im Jahr 2028 an seine Anfänge erinnern – doch dazu kam es nie.

Eine Zeitkapsel sollte das Lilium-Team im Jahr 2028 an seine Anfänge erinnern – doch dazu kam es nie.
Gründerszene

Damit war der KfW-Antrag praktisch vom Tisch. Denn der Staat vergibt grundsätzlich keine Kredite an Unternehmen, die sich bereits in einem Insolvenzverfahren befinden. 

Kündigungen kurz vor Weihnachten

Der Insolvenzantrag bedeutete aber noch nicht das Ende eines Unternehmens. Lilium bekam zunächst Zeit, neue Investoren oder Käufer zu finden. Intern liefen die Gespräche weiter. Es gab Hoffnungsschimmer, Zusagen, Verhandlungen. Doch nichts wurde rechtzeitig konkret. 

Mitte Dezember kündigte Lilium zunächst rund 200 Entlassungen an. Kurz vor Weihnachten folgte der nächste Schock: Die Investorengespräche seien gescheitert, hieß es. Ein potenzieller Geldgeber habe nicht rechtzeitig nachweisen können, dass er über die nötigen liquiden Mittel verfüge. Das berichten mehrere Insider. 

Lilium stellte daraufhin den Geschäftsbetrieb ein und kündigte den verbliebenen Mitarbeitenden – fünf Tage vor Heiligabend. 

Einer von ihnen war Keno Sanders, der sechs Jahre bei Lilium gearbeitet hatte. Er war am Antriebssystem des Jets beteiligt, trug Verantwortung für Prozesse und Personal. Sanders ist einer von vielen Mitarbeitenden, mit denen wir seit Herbst 2024 gesprochen haben. In einem Gespräch erinnert er sich an das Allhands-Meeting kurz vor Weihnachten, das bei Lilium „Allwings“ genannt wurde. Der damalige CEO Klaus Roewe habe sehr sachlich erklärt, dass Gehälter nicht mehr gezahlt werden könnten und die Insolvenz beantragt werden müsse. Sanders beschreibt die Atmosphäre als angespannt. Viele Mitarbeitende hätten sich gefragt, seit wann das Management gewusst habe, wie ernst die Lage war. 

Dass ausgerechnet kurz zuvor noch neue Mitarbeitende angefangen und eine neue Kantine eröffnet worden sei, habe viele irritiert. 

Die Rettung, die keine war 

Dann, am Vormittag des 24. Dezember, kam doch noch einmal Hoffnung auf. Lilium veröffentlichte eine Pressemitteilung, in der es hieß, das Unternehmen habe doch noch einen Investor gefunden. Der Betrieb könne weitergehen. Ein Großteil der Mitarbeitenden sollte zurückkommen dürfen. 

Auch viele frühere Lilium-Beschäftigte erhielten diese Nachricht. Sanders erinnert sich an „riesige Freude“. Er habe das Projekt geliebt, sagt er. Er habe Teil von etwas sein wollen, das Geschichte schreibt. 

Auszeichnungen zeigen: Einst wurden das Unternehmen und seine Gründer gefeiert.

Auszeichnungen zeigen: Einst wurden das Unternehmen und seine Gründer gefeiert.
Gründerszene

Doch die Freude hielt nicht lange. Das versprochene Geld kam am Ende nicht bei Lilium an. Die Rettung scheiterte. Im Februar 2025 war endgültig Schluss. Rund 1000 Menschen verloren im Zuge der Insolvenz ihren Job. 

Was bleibt?

In den verlassenen Büros zeigt sich, dass Lilium mehr war als nur ein Pitchdeck und eine Vision. Auf einer Weltkarte stecken rote Pins in Europa, Asien, Afrika, Südamerika. Mitarbeitende aus zahlreichen Ländern waren nach Bayern gekommen, um an diesem Projekt zu arbeiten. In den Hallen stehen Geräte, Testaufbauten, 3D-Drucker, Fräsmaschinen. In einem Bereich verlaufen meterlange Kabel geordnet über den Boden. Daneben steht ein zweites Flugzeugskelett in einem „Structure Test Laboratory“, wo offenbar geprüft wurde, wie belastbar die Konstruktion ist. 

Aus der ganzen Welt kamen Menschen nach Bayern, um für Lilium zu arbeiten. Auf einer Weltkarte in der Kantine konnten sie ihre Heimat markieren.

Aus der ganzen Welt kamen Menschen nach Bayern, um für Lilium zu arbeiten. Auf einer Weltkarte in der Kantine konnten sie ihre Heimat markieren.
Gründerszene

Der Ort erzählt von technischem Ehrgeiz. Aber auch von einem System, das extrem viel Kapital braucht, lange bevor es Einnahmen gibt. Und Liliums Scheitern wirft Fragen auf.

Klar ist: Die ursprüngliche Vision eines alltagstauglichen Flugtaxi-Netzwerks blieb unerfüllt. Gleichzeitig arbeiteten Hunderte Menschen jahrelang an einer Technologie, die sie für möglich hielten. Viele blieben auch dann noch, als die Lage längst bedrohlich war. 

Als wir die Hallen verlassen, bleibt vor allem ein Bild hängen: ein halbfertiger Jet, der aussieht, als warte er nur auf den nächsten Arbeitsschritt. Ein Stück Zukunft, das nicht fertig wurde. 

Die ganze Geschichte des deutschen Flugtaxi-Entwicklers könnt ihr ab sofort auch hören: Unser investigativer Storytelling-Podcast „Cashburners: die Lilium-Story“ erzählt in sechs Folgen vom Aufstieg und Fall des Unternehmens. Überall, wo es Podcasts gibt.

Audio-Player nicht verfügbar

Um eingebettete Audio-Inhalte anzuzeigen, ist deine jederzeit widerrufliche Einwilligung (über den Schalter oder über „Widerruf Tracking und Cookies“ am Seitenende) zur Verarbeitung personenbezogener Daten nötig. Dabei können Daten in Drittländer wie die USA übermittelt werden (Art. 49 Abs. 1 lit. a DSGVO). Mit dem Umschalten auf „an“ stimmst du zu. Weitere Infos findest du in unserer Datenschutzerklärung.





Source link

Weiterlesen

Digital Business & Startups

Fast jeder Code kommt jetzt von KI – das führt zu einem neuen Problem


In Startups entsteht fast jede Zeile Code mit KI – doch mit der neuen Geschwindigkeit wächst auch ein unerwartetes Problem.

Fast jeder Code kommt jetzt von KI – das führt zu einem neuen Problem

Jeder kann coden. Oder?
Bloomberg/Getty Images

Bei Alma, einer KI-App für Ernährungscoaching, wird inzwischen nahezu jede Zeile Code von künstlicher Intelligenz geschrieben. „Ich übertreibe nicht“, sagt Mitgründer und CEO Rami Alhamad. „Fast alles, was wir veröffentlichen, wird von KI generiert.“

Mit Alma ist das Unternehmen nicht allein. In einer Umfrage unter mehr als zwei Dutzend Startup-Gründern und Venture-Capital-Investoren stellte Gründerszene fest, dass KI sich innerhalb kürzester Zeit zum wichtigsten Autor von Startup-Code entwickelt hat. Das mit Abstand bevorzugte Werkzeug: Claude Code von Anthropic.

Milliarden fließen in KI-Programmierer

Programmieren entwickelt sich gerade zum vielleicht wichtigsten Anwendungsfall generativer KI. Investoren stecken Milliarden in Startups wie Lovable, Replit und Cursor.

Vergangene Woche kündigte SpaceX an, Cursor für 60 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. Anthropic hat zudem die Unterlagen für einen Börsengang eingereicht, der noch in diesem Jahr erwartet wird.

„KI hat jedem eine Kreissäge in die Hand gedrückt“

Für Dan Lorenc, Mitgründer und CEO des Cybersicherheitsunternehmens Chainguard, ist der Wandel enorm.

„KI hat jedem eine Kreissäge in die Hand gedrückt“, sagt er. „Man arbeitet viel schneller, aber es ist auch deutlich einfacher, sich dabei einen Finger abzuschneiden. Im Moment versucht jeder herauszufinden, welche Sicherheitsvorkehrungen nötig sind, um diese Technologie verantwortungsvoll einzusetzen.“

Lorenc lässt inzwischen seinen gesamten Code von Claude Code erzeugen. Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei rund 60 Prozent.

„Damals hat man den Code noch selbst geschrieben, und die Sprachmodelle haben einem höchstens etwas Tipparbeit abgenommen“, sagt er. „In den vergangenen vier bis sechs Monaten sind die Modelle und die Entwicklungswerkzeuge so gut geworden, dass man sie hauptsächlich noch steuert. Was früher Wochen oder Monate dauerte, lässt sich heute in Stunden oder wenigen Tagen erledigen.“

Entwickler schreiben kaum noch selbst

Ähnlich sieht es bei Wordsmith AI aus, einer KI-Plattform für Rechtsteams. „Menschen schreiben nur noch sehr wenig Code direkt selbst“, sagt CTO und Mitgründer Volodymyr Giginiak. „Die entscheidende Frage ist heute nicht mehr, wer den Code schreibt, sondern wie viel Eigenständigkeit die KI dabei besitzt.“

Aktuell erledigt KI nach seiner Einschätzung etwa zehn Prozent aller Aufgaben vollständig autonom. In einem Jahr könnten es bereits 80 bis 90 Prozent sein.

„Softwareentwicklung verschwindet nicht – sie wird grundlegend neu organisiert“, sagt er. „Die wertvollsten Entwickler werden diejenigen sein, die den richtigen Kontext schaffen, damit KI effektiv arbeiten kann.“

Der Preis für das höhere Tempo

Doch die neue Geschwindigkeit hat ihren Preis. Viele Gründer berichten von fehlerhaftem, schlecht wartbarem oder unnötig kompliziertem KI-Code. „Der Trend, den ich für 2026 sehe: Die ,Vibe-Coding‘-Blase wird eine Welle fragiler und kaum wartbarer Produkte hervorbringen, die von Menschen entwickelt wurden, die sie nach dem Launch gar nicht langfristig betreuen können“, sagt Zukunftsforscher Jason Alan Snyder.

Investoren sprechen bereits von einer „Cleanup Tax“

Auch Almas Investor Menlo Ventures warnt vor den Schattenseiten. In einem Bericht aus dem vergangenen Dezember bezeichnet die VC-Firma das Phänomen als „Cleanup Tax“.

Die Produktivitätsgewinne beim Schreiben von Code könnten durch den zusätzlichen Aufwand für Fehlerbehebung und Qualitätssicherung teilweise wieder verloren gehen. Das führe zu einem „ROI-Paradox“: KI macht Entwickler zwar deutlich schneller, erzeugt aber gleichzeitig neue Arbeit.

Menschliches Urteilsvermögen wird wichtiger

Auch bei Blueprint, einem Startup für KI-Software im Gesundheitsbereich, wird inzwischen fast der gesamte Code von KI geschrieben. Im August vergangenen Jahres lag dieser Anteil noch bei 40 Prozent.

CEO Danny Freed sieht darin vor allem einen Vorteil: Neue Ideen lassen sich heute deutlich günstiger und schneller testen. Dennoch seien menschliche Entwickler wertvoller denn je. „Geschmack und Urteilsvermögen sind heute entscheidender als jemals zuvor“, sagt Freed. „Nur weil etwas gebaut werden kann, heißt das noch lange nicht, dass es auch gebaut werden sollte.“





Source link

Weiterlesen

Digital Business & Startups

5 neue Startups: Pace Race, ContextFab, nu:legal, ContexMesh, CyberSafe24


#Brandneu

Die Startup-Welt schläft nie! Zeit, einen Blick auf einige brandneue Unternehmen zu werfen, die man unbedingt auf dem Radar haben sollte. Diese Jungfirmen stellen wir euch heute vor: Pace Race, ContextFab, nu:legal, ContexMesh und CyberSafe24

5 neue Startups: Pace Race, ContextFab, nu:legal, ContexMesh, CyberSafe24

Bei deutsche-startups.de ist wieder Startup-Zeit! Wir zeigen euch heute junge Unternehmen, die in den letzten Wochen und Monaten gegründet wurden – und solche, die sich gerade erst aus dem Stealth-Mode herausgewagt haben. Noch mehr spannende Neugründungen warten in unserem Newsletter Startup-Radar auf euch.

Pace Race
Mit Pace Race aus Berlin starten die XLETIX-Gründer Jannis Bandorski und Matthias Ernst erneut durch. Die Seriengründer beschreiben ihr Startup „als neuartiges Lauf-Event, das klassisches Wettkampflaufen mit Gemeinschaft, Spannung und Festival-Atmosphäre verbindet“.?Das Buzzword dabei lautet „Social Racing“. 

ContextFab 
Hinter ContextFab aus München, von Marc Krüger-Sprengel und Louis Saadé angeschoben, steckt eine „Decision Intelligence für die Fertigungsindustrie“. Auf der Website heißt es zur Idee: „Verwandeln Sie die operativen Daten, die Sie bereits erfassen, in kontextbasierte Erkenntnisse, die Ihr Unternehmen voranbringen – Werk für Werk, über Ihr gesamtes Netzwerk hinweg.” 

nu:legal
Das LegalTech nu:legal aus Potsdam möchte kleine und mittelständische Unternehmen bei juristischen Prozesse zu Arbeitsverträgen, Kündigungen oder Auftragsverarbeitungsverträge helfen. „Die Plattform kombiniert dafür spezialisierte juristische Workflows, intelligente Automatisierung sowie anwaltliche Prüfung“, teilt das Team von Gründer Bork Morfaw mit.

ContexMesh 
ContexMesh aus Dornbirn, von Thomas Fröis, Kathrin Fröis und Manuel Scheiderbauer ins Leben gerufen, ersetzt Stahlbewehrungen im Betonbau durch „innovative Bewehrungslösungen aus Carbon-, Basalt- und AR-Glasfasern“. 

CyberSafe24
Die frische Firma CyberSafe24 aus Stuttgart bietet „eine patentangemeldete Vertrauensinfrastruktur für das KI-Zeitalter“. „Ziel ist es, digitale Systeme dabei zu unterstützen, echte menschliche Präsenz, Kontext und vertrauenswürdige Autorisierung besser zu bewerten“, führt das von Kai Noebel und Atacan Atasay gegründete Unternehmen aus.

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3



Source link

Weiterlesen

Beliebt