Künstliche Intelligenz
Wehen, Windeln, Werbung: Sechs Schwangerschafts-Apps im Test
Sie helfen dabei, den perfekten Namen fürs Baby zu finden, sich während der Schwangerschaft gut zu ernähren und die spannende Zeit für die Nachwelt festzuhalten: Apps für werdende und frischgebackene Eltern bieten Lösungen für verschiedenste Probleme, die künftige Mamas und Papas haben oder eventuell haben könnten.
Schwangerschafts-Apps vereinen gleich mehrere solcher Problemlöser: Sie informieren laufend über die Entwicklung des Babys in der aktuellen Schwangerschaftswoche, bieten anschauliche Größenvergleiche mit Obst oder Tieren und versammeln allerlei Helferlein vom Wehenzähler bis zum Arzt-Terminkalender. Doch das hat seinen Preis, denn Apps mit einer so klar umrissenen und potenziell kauffreudigen Zielgruppe ziehen Werbetreibende und Datensammler an.
- Etliche Schwangerschafts-Apps wollen werdende Eltern unterstützen; manche Krankenkassen übernehmen App-Kosten.
- Die Apps zeigen, wie sich das Baby mit jeder Woche entwickelt, und bieten nützliche Werkzeuge und Tipps.
- Augen auf: Neben gezielter Werbung sind bei manchen Apps auch zweifelhafte Inhalte dabei.
Das muss aber kein Grund sein, die Apps links liegenzulassen. Wir haben uns für diese Marktübersicht sechs Angebote näher angesehen: Babelli, BabyCare und Keleya aus Deutschland, die verbreitete, aus Großbritannien stammende App „Schwangerschaft + Tracker-App“ (im Folgenden „Schwangerschaft+“ genannt) von Philips sowie die Apps Preglife aus Schweden und Sprout aus den USA, die in den Appstores ebenfalls hohe Downloadzahlen und gute Bewertungen haben. In diesem Artikel zeigen wir außerdem alternative Wege zur Schwangerschaftsbegleitung per App und fragen eine Expertin, was sie von solchen Apps hält.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Wehen, Windeln, Werbung: Sechs Schwangerschafts-Apps im Test“.
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Fehlkonfiguration: Weiter Chaos bei elektronischen Heilberufsausweisen
Bis Mitte 2026 muss die Verschlüsselung aller elektronischen Heilberufsausweise von RSA auf Elliptic Curve Cryptography (ECC) umgestellt werden. Nach Lieferschwierigkeiten bei den Vertrauensdiensteanbietern, einer Sicherheitslücke und anderen Pannen ruft der Anbieter Medisign jetzt die seit Jahresbeginn produzierten elektronischen Heilberufsausweise wieder zurück.
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„Um die Interoperabilität seiner elektronischen Heilberufsausweise (eHBA) innerhalb der Telematikinfrastruktur sicherzustellen, wird Medisign alle Ausweise austauschen“, teilt das Unternehmen mit. Die betroffenen Ärzte und Apotheker will Medisign über eine E-Mail informieren. Da kein Sicherheitsproblem vorliege, seien die Ausweise weiterhin einsetzbar.
Ob noch andere Anbieter von der Fehlkonfiguration betroffen sind, ist noch unklar. Die Redaktion hat jedoch auch Hinweise auf Fragen aufwerfende Tauschvorgänge bei anderen Anbietern erhalten. Nachfragen von heise online an die Beteiligten sind noch nicht beantwortet. Für die Betroffenen ist es schwer, zu erkennen, ob es sich bei den Informationsmails zum eHBA-Tausch um Phishing oder um echte E-Mails handelt.
Betroffen sind laut Medisign elektronische Heilberufsausweise, die ausschließlich über ECC-Zertifikate verfügen (ECC-only) und seit Anfang Januar ausgegeben werden. Ausweise der Generation 2.1, die sowohl über RSA- als auch über ECC-Zertifikate verfügen und bis Ende 2025 produziert wurden, sind nicht vom Kartentausch betroffen. Bei einer technischen Analyse sei eine Fehlkonfiguration im Personalisierungsprozess festgestellt worden.
„Interoperabilitätsprobleme“
Wie Medisign mitteilt, erfolgt der Tausch in Abstimmung mit der Gematik. „Der bei der Personalisierung durch das Kartenbetriebssystem zwingend erzeugte RSA-Schlüssel ist bei den ECC-only-Karten nicht deaktiviert und könnte unter Umständen zu Interoperabilitätsproblemen mit einigen Konnektoren führen“, heißt es von Medisign, das sich bei seinen Kunden entschuldigt. Betroffene müssen nichts tun, da sie ohne zusätzliche Identverfahren ihre Karte erhalten. Die nächsten Schritte sollen ebenfalls im Brief erklärt werden. Sobald der neue eHBA freigeschaltet ist, werde die alte Karte gesperrt.
Serie von Pannen bei der eHBA-Umstellung
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Der aktuelle Rückruf reiht sich in eine ganze Serie von Problemen rund um die Umstellung von RSA- auf ECC-Verschlüsselung ein. Bereits im Januar war bekannt geworden, dass eHBA der Generation 2.1 bestimmter Anbieter aufgrund einer Schwachstelle in der ECDSA-Implementierung eines Infineon-Chips ausgetauscht werden müssen. Die Gematik hatte den betroffenen Karten Anfang 2025 die Zulassung entzogen. Zwar bestand laut Behörden keine akute Gefahr für die Telematikinfrastruktur, dennoch müssen die Karten bis spätestens Ende Juni 2026 ersetzt werden. Wie viele ersetzt werden müssen, wollen die Beteiligten nicht sagen. Ein Anbieter beruft sich auf Geschäftsgeheimnisse.
Auch organisatorisch lief die Umstellung der eHBAs und weiterer Komponenten im Gesundheitswesen nicht reibungslos. Die Gematik sah sich im November 2025 gezwungen, die Frist für die verpflichtende ECC-Umstellung zu verlängern, nachdem klar wurde, dass tausende Ärzte und Apotheker ihre neuen Ausweise nicht rechtzeitig erhalten. Hintergrund waren unter anderem Produktions- und Ausgabeschwierigkeiten – maßgeblich beim Anbieter Medisign, aber auch bei D‑Trust.
Bei D‑Trust kam es zudem zu Versandpannen: In einzelnen Fällen wurden eHBA an falsche Empfänger verschickt. Das Unternehmen sprach von einer Störung bei der Zuordnung von Karten und Lieferdokumenten. Zwar seien die Karten ohne PIN nicht nutzbar gewesen und umgehend gesperrt worden, betroffene Ärzte mussten die Sendungen jedoch teils auf eigene Kosten zurückschicken.
(mack)
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Bericht: USA haben Finanzierung von Technik gegen Internetblockaden eingestellt
Die Vereinigten Staaten haben unter Donald Trump die Finanzierung unterschiedlicher Projekte gegen Internetzensur und Internetsperren beendet, was für einige das Ende bedeuten dürfte. Das berichtet der Guardian unter Berufung auf eigene Recherchen. Demnach geht es um ein Programm, das abseits der Augen der Öffentlichkeit innerhalb von zehn Jahren deutlich mehr als 500 Millionen US-Dollar an derartige Projekte verteilt hat, allein 2024 seien 94 Millionen US-Dollar geflossen. 2025 habe es zumindest über die Hauptvergabestelle kein Geld gegeben. Welche Projekte betroffen sind, schreibt der Guardian nicht. Für die meisten sei es zu riskant, zuzugeben, dass sie Geld von der US-Regierung bekommen. Als Beispiel nennt die Zeitung den Signal-Messenger und den Tor-Browser.
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Hilfe gegen autoritäre Regime
Laut dem Bericht wurde das Programm vom US-Außenministerium und der United States Agency for Global Media durchgeführt, letztere ist den drastischen Sparmaßnahmen von DOGE zum Opfer gefallen. Einen konkreten Namen hatte es demnach nicht, man habe ganz allgemein von „Internet Freedom“ („Internetfreiheit“) gesprochen. Das Geld sei an kleine Gruppen überall auf der Welt geflossen, die an Technik gearbeitet haben, um staatliche Internetkontrollen zu umgehen. Der Guardian nennt als Beispiele Myanmar, China, die Philippinen und den Iran. In der Islamischen Republik hat das Regime gerade erst massive Demonstrationen niedergeschlagen und danach eine wochenlange Internetsperre verhängt, damit keine Informationen darüber nach außen dringen.
Für die Betroffenen sei der Wegfall der finanziellen Unterstützung ein schwerer Schlag, zitiert der Guardian einen anonymen Experten: „Ich würde gerne in einer Welt leben, in der ein einzelnes US-Programm nicht so eine tragende Rolle spielt, aber das war es nun mal.“ Einige Projekte hätten mit Entlassungen reagiert, andere würden ohne Bezahlung weitermachen und darauf hoffen, dass künftig wieder Geld fließt. Aktuell würden alle einfach warten, hat demnach ein Aktivist aus dem Iran die Situation zusammengefasst. Teilweise gebe es jedoch die Hoffnung, dass künftig Geld aus Europa die Lücke füllen könnte, diesbezügliche Anträge seien gestellt. Noch sehe es aber danach aus, dass es für Regierungen leichter wird, das Internet zu blockieren.
(mho)
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„Dark Galaxy“: Neu entdeckte Galaxie besteht zu 99 Prozent aus Dunkler Materie
Eine internationale Forschungsgruppe hat eine Galaxie entdeckt, die zwar mit der Helligkeit von etwa einer Million Sonnen leuchtet, aber zu 99 Prozent aus Dunkler Materie besteht. Bei CDG-2 (Candidate Dark Galaxy-2) dürfte es sich um eine der am stärksten von Dunkler Materie dominierten Galaxien handeln, die jemals entdeckt worden sei, erklärt das Team. Gefunden wurde sie ausschließlich dank ihrer vier Kugelsternhaufen, die möglicherweise ihre gesamte Population ausmachen. Allein die sind demnach für 16 Prozent der Leuchtkraft der gesamten Galaxie verantwortlich. Unsere Milchstraße hat dagegen mehr als 150 solcher kugelförmig zusammenstehenden Sterne. Normalerweise entdeckt man zuerst die Galaxie selbst und dann ihre Sternhaufen.
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Kein Material für Sternentstehung
Nachdem die Kugelsternhaufen den entscheidenden Hinweis für das Vorhandensein der ungewöhnlichen Galaxie geliefert haben, hat die Forschungsgruppe mit den Weltraumteleskopen Hubble und Euclid sowie dem Subaru Telescope in Hawaii weitere Analysen vorgenommen. Damit habe man das „schwache, diffuse Leuchten“ entdeckt, das die Sternhaufen umgibt. Das habe man als „deutlichen Hinweis auf eine darunter liegende Galaxie“ gewertet. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass ein Großteil jener Materie, aus der normalerweise Sterne entstehen, wohl durch Interaktionen mit anderen Galaxien herausgezogen worden sei. Dabei geht es vor allem um Wasserstoffgas. Übrig geblieben ist demnach das ungewöhnliche Objekt, das fast vollständig aus Dunkler Materie besteht.
Dunkle Materie ist eine nicht experimentell beobachtete Form von Materie, die gemessene Bewegungen von Galaxien und Galaxienhaufen erklären soll. In der Wissenschaft geht man davon aus, dass es im Kosmos deutlich mehr Dunkle Materie als Standardmaterie gibt. Noch mehr entfällt demnach auf die nicht weniger rätselhafte Dunkle Energie. Auch wenn beide noch nicht beobachtet wurden, gelten die Theorien als akzeptiert, weil sie grundlegende Fragen beantworten. Trotzdem werden auch alternative Erklärungsversuche vorgebracht und es gibt astronomische Beobachtungen, die nicht zur Dunklen Materie passen wollen. Es wurden auch bereits Galaxien entdeckt, die größtenteils aus Dunkler Materie bestehen, CDG-2 gehört unter ihnen zu den größten. Vorgestellt wird die Entdeckung in The Astrophysical Journal Letters.
(mho)
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