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Wird Behind-the-Scenes Content zum Merkmal von authentischen und kreativen Marken? › PAGE online


Behind-the-Scenes-Content wird für Marken offenbar zum neuen Vertrauenssignal. Anstatt nur die fertige Kampagne zu präsentieren, geben Unternehmen zunehmend Einblicke in Produktionsprozesse und kreative Entscheidungen. Das soll beweisen, dass hinter dem Ergebnis Menschen und keine KI stehen.

Wird Behind-the-Scenes Content zum Merkmal von authentischen und kreativen Marken? › PAGE onlineWerbung sollte möglichst lange nicht wie Werbung aussehen. Marken investierten viel Aufwand, um ihre Kommunikation natürlich und spontan wirken zu lassen. Wir beobachten jedoch gerade eine Wendung: Im Moment zeigen Marken wieder ganz bewusst, dass es sich um Werbung handelt. Und nicht nur das. Sie zeigen auch, wie sie gemacht wurde.

Behind-the-Scenes-Videos und Bilder vom Set von Kampagnen werden zunehmend selbst zum Content. Marken zeigen ihre Sets, Props, Schauspieler:innen, Kreativteams und manchmal auch die kleinen Pannen und Entscheidungen hinter einem fertigen Film. Das Ergebnis ist eine Art »Ad about the ad«: Die Werbung bekommt ihre eigene Werbung.

Was zunächst wie ein weiterer Social-Media-Trend wirkt, zeigt viel über unser Verhältnis zu Bildern in Zeiten generativer KI. Denn wenn nahezu jedes visuelle Ergebnis künstlich erzeugt werden kann, wird der Entstehungsprozess plötzlich selbst zum Beweis für seine Echtheit.

Die Werbung bekommt einen Blick hinter die Kulissen

Ein aktuelles Beispiel liefert Apple mit der Kampagne rund um das MacBook Neo. Der Konzern veröffentlichte ein eigenes YouTube Short mit dem Titel »A peek at handmade magic« und zeigte darin, wie das Video entstanden ist.

Der Konzern, der seine Produktionsprozesse traditionell eher geheim hält, zeigt plötzlich die Menschen, Materialien und Tricks hinter dem fertigen Bild. Das Making-of wird damit Teil der Kampagne und liefert gleichzeitig eine Information, die das eigentliche Werbevideo nicht geben kann: Das hier wurde tatsächlich von Menschen gemacht.

Warum das gerade jetzt funktioniert

Behind-the-Scenes Content ist natürlich nicht neu. Marken und Kreative haben schon lange Making-ofs, Produktionsfotos oder Interviews mit Regisseur:innen veröffentlicht. Neu ist vielmehr, welche Funktion dieser Content bekommt.

Bisher war ein Blick hinter die Kulissen häufig ein Bonus für besonders interessierte Fans. Heute kann er eine Art Vertrauenssignal sein. Denn die Skepsis gegenüber digitalen Bildern hat sich verändert. Wenn ein perfektes Produktfoto, ein Filmset oder eine komplette Kampagne mit wenigen Prompts künstlich erzeugt werden kann, verliert die visuelle Kreation und Kreativität womöglich an Bedeutung.

Genau deshalb wird der Produktionsprozess interessant. Ein echtes Set, eine Kamera, ein Modell, eine Person, die ein Objekt in der Hand hält, oder ein Kreativteam, das über eine Szene diskutiert, liefern etwas, das ein fertiges Bild nicht mehr selbstverständlich vermitteln kann: Beweise für einen physischen Entstehungsprozess.

Vom Ergebnis zum Beweis

Das verändert auch die Rolle von Authentizität in der Markenkommunikation. Früher sollte Werbung möglichst perfekt aussehen und gleichzeitig nicht zu perfekt wirken. Heute kann Perfektion selbst einen Verdacht auslösen. Ist diese Person wirklich dort? Wurde diese Szene tatsächlich so gedreht? Ist dieses Produktfoto fotografiert oder generiert? Hat hier überhaupt jemand an einem Set gestanden?

Behind-the-Scenes-Content beantwortet diese Fragen nicht unbedingt explizit. Er zeigt einfach den Prozess. Dinge, wie Menschen am Set, Kabel auf dem Boden, Requisiten oder Moodboards. All das sind Details, die in der finalen Kampagne verschwinden. Gerade dadurch werden sie interessant.

Der kreative Prozess wird selbst zum Content

Dazu kommt ein ganz praktischer Vorteil: Während einer Kampagnenproduktion entsteht ohnehin sehr viel Material, das normalerweise nie veröffentlicht wird.

Skizzen, verworfene Ideen, Testaufnahmen, Casting-Momente, Gespräche, Setups, kleine Pannen oder die Frage, warum eine bestimmte visuelle Entscheidung getroffen wurde. Das fertige Werbevideo ist am Ende nur die Spitze dieses Prozesses.

Warum also nicht den Rest ebenfalls nutzen? Damit verschiebt sich die Logik von Content-Produktion. Eine Kampagne produziert nicht mehr nur einen Film oder ein Key Visual. Der Produktionsprozess selbst wird zur Contentquelle.

Besonders interessant sind dabei die Dinge, die in einer finalen Kampagne eigentlich keinen Platz hätten. Der erste Entwurf, die verworfene Idee oder der Moment, in dem jemand am Set merkt, dass etwas nicht funktioniert. Oder die Diskussion darüber, ob ein Detail noch verändert werden sollte. Genau diese Details können eine Kampagne menschlicher wirken lassen.

»Ads about ads« statt klassischer Werbung

Das Format funktioniert dabei nicht nur, weil es authentischer aussieht. Es verändert auch die Perspektive des Publikums. Wer einen klassischen Werbespot sieht, weiß, dass ihm etwas verkauft werden soll. Die Abwehrhaltung ist entsprechend hoch. Ein Video, das stattdessen zeigt, wie dieser Spot entstanden ist, fühlt sich zunächst weniger wie Werbung an.

Man sieht nicht nur das Produkt, sondern die Arbeit dahinter. Das kann erklären, warum gerade kurze, dokumentarische Clips vom Set oder Beiträge über kreative Entscheidungen auf Social Media funktionieren. Sie liefern eine Geschichte, bevor sie überhaupt wieder zum fertigen Werbemittel zurückführen.

Das Muster ist dabei häufig ähnlich: Erst sehen wir den Prozess, dann die Entscheidung und am Ende das Ergebnis. Nicht »Hier ist unsere Werbung«, sondern: »Schaut, wie wir sie gemacht haben.«

Vielleicht ist dies der spannendste Effekt der Entwicklung: Gerade in einer Zeit, in der KI Produktionsprozesse zunehmend automatisiert, wird der Produktionsprozess selbst wieder sichtbar.

Dabei kann KI durchaus Teil des Prozesses sein. Ein Behind-the-Scenes-Video ist jedoch kein Beweis dafür, dass keine KI verwendet wurde. Es kann jedoch zeigen, dass Menschen Entscheidungen getroffen, Dinge gebaut, ausprobiert, verworfen und umgesetzt haben.

Vielleicht erklärt das, warum Marken gerade anfangen, ihre Werbung selbst zu dokumentieren. Nicht weil Menschen plötzlich besonders neugierig darauf geworden sind, wie Werbespots produziert werden. Sondern weil der Prozess in einer Welt voller generierter Bilder selbst zum Teil der Geschichte geworden ist.

Damit ist das Making-of nicht länger nur ein Blick hinter die Kulissen der Werbung, es ist die Werbung selbst.



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Wenn mal was schiefgeht – Versicherungen für Designer:innen › PAGE online


Wie schützt man sich, ohne in Beitragszahlungen zu ertrinken? Welche Policen sind für Kreative echt wichtig – und welche eher Geldverschwendung? PAGE gibt einen Überblick, um auf das Thema Versicherungen aufmerksam zu machen.

Wenn mal was schiefgeht – Versicherungen für Designer:innen › PAGE online
Versicherung Icons erstellt von Magnific – Flaticon

»Ich habe eine private Haftpflicht, das reicht mir«, »meine AGB schützen mich vor allen Regressansprüchen«, »gegen Fehler im Druck oder Urheberrechtsfallen kann man sich als Designer:in sowieso nicht sinnvoll absichern.«

Das sind drei weit verbreitete Glaubenssätze in der Designszene – und sie stimmen so nicht. Wer als Freelancer:in oder Studio-Gründer:in kreativ arbeitet, bewegt sich täglich zwischen knappen Deadlines, teuren Produktionsauflagen und komplexen Lizenzrechten. Und die private Haftpflicht winkt bei beruflichen Fauxpas nur müde ab, und AGB halten vor Gericht selten das, was man sich von ihnen verspricht.

F**k! Kaffee auf dem Mac – oder 50.000 falsche Flyer

Man stelle sich vor: Freitagabend, 17:30 Uhr. Die Druckdateien für eine neue Verpackungslinie liegen bei der Druckerei, die Kampagnen-Assets sind freigegeben. Doch am Montag geht’s dann los: Ein Zahlendreher im EAN-Code der frisch gestalteten Joghurtbecher-Etiketten. Die komplette Charge von 50.000 Bechern ist unlesbar für (Supermarkt-)Scanner und wandert direkt in den Müll. Möglicher geschätzter Schaden: 18.000 Euro. Und als wäre das nicht genug, fordert der Kunde Schadensersatz für den verzögerten Verkaufsstart.

Szenarien wie dieses klingen nach einem wahrlich albtraumhaften Drehbuch für selbstständige Grafik-, UI/UX- oder Brand-Designer:innen. Glücklicherweise geschieht so etwas nicht jeden Tag, ausschließen kann man es jedoch nicht. Und Szenarien gibt es zu genüge, das wissen erfahrene Freelancer:innen nur zu gut. Dennoch haben nicht alle auf dem Schirm, was die versicherungstechnische Grundabdeckung beinhalten sollte.

Ob es der klassische Tippfehler in der Druckdatei ist, das aus Versehen nicht lizenzierte Stock- oder nicht richtig gekennzeichnete KI-Foto auf dem Key-Visual, der verschüttete Espresso über dem Prototyp-Prozessor des Kunden oder ein Cyberangriff, der Kundendaten offenlegt: Wer kreativ arbeitet, trägt Verantwortung. Und wo Verantwortung liegt, lauern auch finanzielle Risiken.

Die meisten Kreativen starten in die Selbstständigkeit mit viel Leidenschaft, gutem Werkzeug und einem gesunden Optimismus. Das Thema Versicherungen wird dabei manchmal gerne verdrängt. Es gilt als trocken, kompliziert und vor allem teuer.

Aber während ein kaputtes iPad schon mal aus der eigenen Tasche ersetzt werden kann, reichen Sach- oder Vermögensschäden im Fünf- bis Sechsstelligen schnell aus, um eine noch so erfolgreiche Freelance-Existenz über Nacht zu vernichten. Was gehört also zwingend in den Werkzeugkasten von Designer:innen – und was könnte Geldverschwendung sein?*

Must-haves – der existenzielle Schutzschirm

Wer als Designer:in selbstständig ist, haftet im Ernstfall mit dem gesamten privaten Vermögen. Deshalb geht es bei den Pflichtversicherungen schlichtweg um Existenzsicherung. Zwei Säulen sind für alle Freelancer:innen im Designbereich unverzichtbar.

1) Die KSK

Bevor wir über Haftpflichten sprechen, stehen der Schutz der eigenen Gesundheit und Vorsorge an erster Stelle. Für freiberufliche Designer:innen in Deutschland ist die Künstlersozialkasse (KSK) das wohl mächtigste Werkzeug. Die KSK ist aber keine eigene Krankenkasse, sondern agiert wie ein virtueller Arbeitgeber. Sie übernimmt 50 Prozent der Beiträge zur gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. Die andere Hälfte zahlt man selbst – genau wie eine angestellte Person. Aber nicht jeder wird aufgenommen. Man muss nachweisen, dass man künstlerisch oder publizistisch tätig ist und damit seinen Hauptlebensunterhalt bestreitet. Graphic Designer, Illustratorinnen, UI/UX-Designer oder Webdesignerinnen fallen in der Regel darunter. Die KSK ist das fundamentale Sicherheitsnetz für alle selbstständigen Kreativen.

2) Die Berufshaftpflicht (inklusive Vermögensschadenhaftpflicht)

Viele Freelancer:innen wiegen sich mit ihrer privaten Haftpflichtversicherung in trügerischer Sicherheit. Dabei schließen private Policen jegliche beruflichen Tätigkeiten kategorisch aus. Wenn im Job etwas schiefgeht, steht man ohne Schutz da. Um diesem Risiko vorzubeugen, teilt sich eine professionelle Absicherung für Kreative in zwei entscheidende Komponenten.

Die erste Komponente ist die Berufshaftpflicht, die bei Sach- und Personenschäden einspringt. Sie sichert Risiken ab, wenn physisch etwas zu Schaden kommt. Der typische Klassiker im Designer:innen-Alltag: Bei einer Präsentation im Headquarter des Kunden stößt man ungeschickt den Espresso über den Prototyp-Laptop des Art Directors, oder ein Besucher stolpert im eigenen Studio über ein unachtsam verlegtes Kabel.

Dann gibt es noch die zweite Komponente: die Vermögensschadenhaftpflicht. Anders als beim Handwerker geht es bei Designer:innen selten um zerbrochene Scheiben, sondern fast immer um reine finanzielle Verluste, die dem Kunden durch die eigene Arbeit entstehen. Die Stolperfallen im Arbeitsalltag sind vielfältig. Eine unbedacht genutzte Schriftart oder ein Stock-Foto ohne passende Lizenz können teure Abmahnungen und Urheberrechtsklagen nach sich ziehen. Auch Druckfehler – etwa ein kleiner Zahlendreher in der IBAN auf 100.000 Flyern oder falsche Farbprofile – führen schnell zu Nachdruckkosten im vier- bis fünfstelligen Bereich. Verursacht ein Frontend-Bug kurz vor dem Black Friday den Ausfall eines Online-Shops, drohen zudem Klagen auf entgangene Gewinne. Und so weiter. Und so weiter.

Ein entscheidender Zusatznutzen einer guten Vermögensschadenhaftpflicht liegt in ihrer Funktion als »passiver Rechtsschutz«. Wird eine Schadensersatzforderung gestellt, prüft die Versicherung zuerst, ob der Anspruch rechtlich überhaupt begründet ist. Unberechtigte Forderungen wehrt sie auf eigene Kosten ab – falls nötig auch vor Gericht. Erst wenn feststeht, dass der Fehler tatsächlich beim Designer oder der Designerin lag, übernimmt sie die Schadenssumme.

Wann Zusatzschutz Sinn macht

Als nächstes geht es um Risiken, die stark vom individuellen Setup, dem Lebensalter und der täglichen Arbeitsweise abhängen. Hier bewegen wir uns im Bereich der optionalen Absicherungen, die das berufliche Risikomanagement abrunden können.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Die wohl wichtigste persönliche Vorsorge ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Kreative unterschätzen oft, wie physisch und mental belastend der Berufsalltag vor dem Bildschirm und in Kombination mit verschiedensten Lebenssituationen sein kann. Es sind eher selten Unfälle, die zum Ausfall führen, sondern oft auch psychische Überlastungen wie Burnout oder beispielsweise chronische Haltungsschäden. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert das monatliche Einkommen, wenn die eigene Arbeitskraft längerfristig wegfällt. Da die Beiträge mit steigendem Eintrittsalter und Vorerkrankungen deutlich steigen, lohnt sich der Abschluss idealerweise so früh wie möglich – sprich bei Beginn der Selbstständigkeit beziehungsweise in jungen Jahren.

Rechtsschutzversicherung

Eine weitere Überlegung wert ist die gewerbliche Rechtsschutzversicherung (oft auch Firmen- oder Berufs-Rechtsschutz für Selbstständige genannt). Kurzer Exkurs zum Begriff »gewerblich«: Als freiberufliche:r Designer:in (Graphic, UI/UX, Motion etc.) ist man im Sinne des Steuer- und Gewerberechts kein Gewerbetreibender, sondern übt einen freien Beruf aus. Man benötigt keinen Gewerbeschein und zahlt keine Gewerbesteuer. Das Wort »gewerblich« ist in diesem Kontext reine Versicherungssprache.

Der Rechtsschutz hilft also, wenn Freie selbst die Interessen durchsetzen müssen. Das klassische Szenario betrifft säumige Auftraggeber: Ein Kunde verweigert nach monatelanger Arbeit grundlos die Zahlung des vereinbarten Honorars oder nutzt Entwürfe weiter, obwohl der Vertrag gekündigt wurde. Der Rechtsschutz übernimmt in solchen Fällen das finanzielle Risiko von Anwalts- und Gerichtskosten, damit man nicht aus Angst vor hohen Verfahrenskosten auf sein gutes Recht verzichten muss.

Inhalts- und Equipment-Versicherung

Zudem spielt für viele Studio-Inhaber:innen und mobil arbeitende Freelancer:innen die Inhalts- und Equipment-Versicherung eine Rolle. Das Arbeitswerkzeug moderner Designer:innen – vom leistungsstarken MacBook Pro über spezialisierte Render-Rigs bis hin zur hochwertigen Kameraausstattung für Content-Produktionen – summiert sich schnell auf fünfstellige Beträge. Eine spezialisierte Elektronik- oder Inhaltsversicherung deckt Schäden durch Diebstahl, Feuer oder Wasser ab. Gute Policen schützen das Equipment dabei nicht nur im heimischen Studio, sondern auch weltweit unterwegs im Workspace, beim Kunden oder auf Reisen. Für Fotograf:innen oder Content Creators, die sehr teures Equipment verwenden, beispielsweise eine absolute Empfehlung!

Checkt eure Situation und Versicherungen

Versicherungen sind für Kreative ein betriebswirtschaftliches Werkzeug! Wer sich selbstständig macht, sollte das Thema weder aus Angst vor Bürokratie verdrängen noch sich aus Panik überversichern. Die Kunst besteht darin, existenzbedrohende Risiken konsequent auszulagern sowie alltägliche Kleinschäden selbst zu tragen.

Was also die berufliche Existenz oder das gesamte Ersparte kosten kann – wie eine Klage wegen Urheberrechtsverletzung, ein teurer Produktionsfehler oder eine schwere Krankheit –, gehört abgesichert. Kleinere Schäden wie ein gesprungenes Smartphone-Display lassen sich hingegen oft entspannter aus dem eigenen Puffer begleichen, statt monatlich teure Beitragsraten zu zahlen. Mit der richtigen Kombination aus KSK und einer maßgeschneiderten Berufshaftpflicht steht das Fundament bereits zum Großteil.

Und noch ein Tipp zum Schluss: Es lohnt sich, einen jährlichen Policen-Check durchzuführen und die Deckungssummen gegebenenfalls regelmäßig anzupassen. Wenn zum Beispiel ein Studio wächst, man Angestellte beschäftigt oder deutlich höhere Projektvolumina betreut, muss eventuell auch der Versicherungsschutz mitwachsen.

Passend zum Thema: Vorsicht vor Scheinselbstständigkeit 

Passend zum Artikel: KI professionell nutzen & rechtlich auf der sicheren Seite bleiben

*Anm. d. Red.: Der Artikel stellt keine offizielle Rechtsberatung dar. Es gibt zum Beispiel eine Rechts- und Steuerberatung für Mitglieder beim BDG – Berufsverband Kommunikationsdesign.



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Vector stelt seine Weichen neu – mit einem Redesign von Zeichen & Wunder › PAGE online


Vector ist ein Stuttgarter Softwarespezialist mit 4.500 Angestellten. In Zeiten von KI und Cloud-Technologien erweitert das Unternehmen seine globale Ausrichtung – und das mit einem eindrucksvoll überarbeitetem Erscheinungsbild von Zeichen & Wunder, das so klar wie komplex ist.

Vector stelt seine Weichen neu – mit einem Redesign von Zeichen & Wunder › PAGE online

Der Stuttgarter Softwarespezialist Vector baut im Zuge eines umfassenden Strategieprogramms seine Position als führender Tool- und Softwareexperte weiter aus.

Dazu gehört, dass er sich auch außerhalb des Automotive-Umfeld positioniert und international auch Branchen wie MedTech, Aerospace, Industrial, Agriculture und Railway in den Blick nimmt.

Und das alles mit einem neuen Markenauftritt von der Münchner Branding- und Designagentur Zeichen & Wunder, die Vectors globale Neuausrichtung mit einem Redesign begleitet, das eng mit der internen Strategie verbunden ist.

Dazu gehört, dass die Kreativen das Unternehmen bei der Markenstrategie beraten haben, das Markendesign weiterentwickelten und die Implementierung begleiteten.

So entstand eine »Marke als Kompass«, die die Umgestaltung des Softwarespezialisten visualisiert.

Prägnant und leuchtend

Im Mittelpunkt des Redesigns steht das Logo, das signifikant überarbeitet wurde, dessen Wiedererkennbarkeit aber dabei erhalten blieb.

Ganz in Rot ist es jetzt gehalten und zwar in einem helleren und leuchtenderen Ton. Darüber hinaus wurde nicht nur die Farbe, sondern es wurden auch die Proportionen zwischen Schrift und dem Vector Arrow, der Richtung Zukunft zeigt, ausgeglichen.

Gleichzeitig bilden das V des Markennamens und das des Arrows jetzt eine Einheit.

Die Schrift wurde individuell überarbeitet, die einzelnen Buchstaben wirken klarer und prägnanter. Gleichzeitig wurde, wie es von Zeichen und Wunder heißt, auf eine unkomplizierte Lizenzierung und eine einfache, internationale Anwendung geachtet.

Abstraktes sichtbar machen

Das Vector-Rot wurde durch eine zweite Farbwelt ergänzt. Kühle Blau- und Grautöne unterstreichen das Technische der Marke, dynamische Farbverläufe bringen Bewegung und Wärme in das Erscheinungsbild.

Gleichzeitig werden so die Gestaltungsmöglichkeiten erweitert, die durch ein flexibles Layoutraster und modulare Gestaltungselemente zusätzlich unterstützt werden.

Ein Schwerpunkt lag zudem auf der Visualisierung der komplexen Softwareprodukte von Vector.

Stilisierte technische Darstellungen ziehen sich durch den Markenauftritt: halbtransparente Automodelle, deren technologischen Elemente durch schwebende Rauten visualisiert werden, die sich auch in anderen Darstellungen der Softwarearchitekturen finden.

Dazu zeigen feinlinige Icons wie Pfeile, die direkt in die Mitte treffen, Köpfe, in denen sich Zahnräder drehen oder Laptops, denen ein Licht aufgeht.

Agiler Arrow – und AI

Die Bildwelten hingegen erzählen von Schnellzügen und VR-Technologie, alles ist dynamisch in in Bewegung und Richtung Zukunft ausgerichtet.

Das unterstreicht auch der Vector Arrow, der in allen Bereichen des Markenauftritts ein Eigenleben führt. Und das alleinstehend als Bildmarke und in den verschiedenen Größen, überlebensgroß und bildfüllend, klein und agil und dabei immer mit innovativer Schubkraft versehen.

Bei alledem wurde auch AI eingesetzt, »von der Exploration erster Ideen bis zur Ausarbeitung von Bildsprache, CGI, Ikonografie und Layout«, wie es von Zeichen & Wunder heißt, die als AI-ready Brand Rules gleichzeitig die Grundlage für eine AI-gestützte Markenanwendung bilden.

Aber auch für ein paar augenzwinkernde Details haben sich die Kreativen Zeit genommen: ein Pixel-Dino ist auf Sticker und Pins zu finden, dazu kommen Blitze und auch ein »Taschakka« und die Feststellung: »I’m a Vectorian«.




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Warum das Design Tagebuch deine Unterstützung braucht – Design Tagebuch


Seit vielen Jahren ist das Design Tagebuch ein Ort, an dem Kommunikationsdesign nicht nur gezeigt, sondern auch eingeordnet, hinterfragt und diskutiert wird. Ein Ort, an dem eine gepflegte Streit- und Debattenkultur nicht bloß erwünscht, sondern gelebte Praxis ist. In einer Zeit, in der öffentliche Diskussionen zunehmend verrohen und differenzierte Auseinandersetzung seltener wird, ist das keine Selbstverständlichkeit – sondern etwas, das bewahrt werden muss. Hierfür möchte ich werben.

Frei zugänglich – aber nicht kostenlos zu betreiben

Die allermeisten der mittlerweile 3.872 hier im dt veröffentlichten Beiträge sind nach wie vor frei zugänglich (ca. 76 %) – und das soll auch so bleiben. Doch diese Offenheit hat einen Preis. Recherche, Einordnung, Gestaltung und Pflege des Blogs kosten Zeit und Geld. Gleichzeitig gehen die Werbeeinnahmen stetig zurück.

459 Mitglieder tragen das dt

Aktuell wird das Design Tagebuch von 459 Mitgliedern über Steady unterstützt – jede einzelne Mitgliedschaft zählt, und ich bin für jede davon dankbar. Wie bei jedem Mitgliedschaftsmodell gibt es eine natürliche Fluktuation: Einige Unterstützerïnnen lassen ihre Mitgliedschaft auslaufen, andere kommen neu hinzu. Der Anteil an Unterstützern ist zuletzt leider ebenso rückläufig wie der Erlös über Werbeeinnahmen. Es braucht also immer wieder Menschen, die sich bewusst für eine Förderung entscheiden.

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Ganz herzlichen Dank! Eure Förderung ist essenziell. Ich weiß diese sehr zu schätzen.


Die gefährlichste Erfindung der Welt Dr. Ulf Sölter | Esther Klippel M.A. Kuratiert vom Gutenberg-Museum Mainz Bildquelle: Verlag Hermann Schmidt

Unter allen Lesern, die in den kommenden 4 Wochen erstmals eine Mitgliedschaft abschließen, wird ein Exemplar des Buchs „Die gefährlichste Erfindung der Welt“ verlost.


Weshalb das dt fördern? Das Design Tagebuch ist nicht nur Bewegungsradar für Redesigns, von Logos, visuellen Erscheinungsbildern, Markenauftritten oder Websites, sondern darüber hinaus ein Ort, an dem auch regelmäßig auf Missstände innerhalb der Kreativwirtschaft aufmerksam gemacht wird. Inakzeptable Bedingungen bei Design- und Kreativwettbewerben oder bei Ausschreibungen und Pitches, werden im dt zum Thema gemacht.

Dank fachkundiger Kommentatoren und einem von gegenseitigem Respekt geprägten Umgang findet im dt ein reger und konstruktiver Austausch über Designthemen statt. „Im dt wird nicht an Kleinigkeiten herumgenörgelt, sondern es werden konzeptionelle Fragen von Designstrategien und Webtrends erörtert und diskutiert“, hatte die Jury geschrieben, die 2009 den Grimme Online Award an das dt vergeben hat. Von Beginn an habe ich sehr viel Wert auf eine gepflegte Diskussions- und Streitkultur gelegt. Gegensätzliche, unterschiedliche Ansichten empfinde ich als Bereicherung.

Design ist mehr als oberflächliche Gestaltung. Design kann Veränderung innerhalb der Gesellschaft bewirken. Und deshalb darf im dt auch über Themen wie Kulturelle Aneignung, Nachhaltigkeit, Ethik (auch im Kontext Künstlicher Intelligenz) diskutiert und gestritten werden. Design ist aufgrund seiner politischen Dimension untrennbar mit all diesen Themen verbunden.

Wie schwierig es heutzutage ist, eine sachliche Diskussion in digitalen Kanälen und Medien zu führen, wird vermutlich jede/r schon einmal selbst erfahren haben. Das im Jahr 2006 von mir gegründete Design Tagebuch ist ein geeigneter, da von Menschenhand gestalteter, administrierter und moderierter digitaler Raum, in dem diese und weitere Designthemen beleuchtet, diskutiert und eingeordnet werden, kritisch, doch stets sachlich-fair. Und mit großer Leidenschaft.

Weitere Details zur Mitgliedschaft findest du auf der Unterstützerseite.

Kreative Momente wünscht
Achim



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