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Woran du erkennst, ob dein Chef wirklich gut kommuniziert
Teams arbeiten, wie ihre Chefs sprechen: Vision und Begeisterung stecken an – aber Unsicherheit auch. Wie gute Kommunikation funktionieren kann, erklärt Jason Modemann, Gründer von Mawave.
Sprache entscheidet täglich darüber, ob ein Team Orientierung hat oder rumeiert. Denn Führung und Kultur passieren vor allem über Worte. Über das, was ich als Chef sage. Und über das, was ich nicht sage. Genau deshalb achte ich als CEO heute sehr bewusst darauf, wie ich kommuniziere und arbeite aktiv daran, darin besser zu werden.
Für mich gelingt gute Führung durch Sprache durch folgende drei Dinge:
1. Klarheit
Viele Chefs reden viel, aber nur wenige führen wirklich durch Sprache. Ich habe schon oft mitbekommen, dass das Management verklausuliert spricht, Dinge weichzeichnet oder sich hinter Buzzwords versteckt. Am Ende fühlt sich das für Mitarbeitende so an, als würde man sie für dumm verkaufen.
Was es stattdessen braucht, ist Klartext. Das ist keinesfalls zu verwechseln mit Härte. Ganz im Gegenteil: Ein Chef, der klar spricht, gibt Sicherheit. Einer, der schwammig formuliert, erzeugt Chaos – selbst wenn er fachlich brillant ist. Klare Sprache heißt also nicht automatisch kalt oder rücksichtslos zu sein. Es heißt, ehrlich, transparent und mit Perspektive zu kommunizieren. Und Mitarbeitende brauchen genau diesen Klartext, um den Sinn hinter Entscheidungen zu verstehen und Orientierung zu bekommen.
Klarheit bedeutet für mich übrigens nicht nur, wie etwas gesagt wird, sondern auch, dass es gesagt wird. Einer der häufigsten Führungsfehler ist in meinen Augen: zu wenig Kommunikation. Aus Bequemlichkeit, aus Konfliktvermeidung oder weil man glaubt, gewisse Dinge würden sich von selbst erklären. Kleiner Spoiler: Tun sie nicht. Schweigen ist deshalb genauso schädlich wie schlechte Sprache.
2. Selbstkontrolle
Der größte Hebel für mich ist tatsächlich, mir meine eigenen All-Hands, Talks und Aufzeichnungen regelmäßig anzuhören. Manchmal mache ich das, weil ich zufrieden war. Manchmal, weil ich gemerkt habe: Das war nicht gut. Aber genau darum geht es. Ich will verstehen, wie ich wann wirke.
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Ich höre mir die Aufnahmen natürlich nicht analytisch und im Detail an, sondern meist ganz beiläufig. Ich achte dabei ganz konkret auf die Basics:
- Spreche ich zu schnell oder zu monoton?
- Mache ich Pausen?
- Kommt Dynamik rein?
- Transportiere ich Ruhe oder Unruhe?
All das hat nichts mit Rhetorik-Seminaren zu tun, sondern mit Selbstkontrolle. Dieses Bewusstsein dafür, wie man klingt – nicht nur was man sagt – ist für mich ein extrem wichtiger Leadership-Skill. Nur wer weiß, wie er wahrgenommen wird, kann seine Kommunikation gezielt verbessern.
3. Perspektivwechsel
Einer der größten Kommunikationsfehler ist meiner Meinung nach, davon auszugehen, dass das Gegenüber schon verstanden hat, was gemeint war. Die Verantwortung dafür liegt immer beim Sender – nicht beim Empfänger. Deshalb gehe ich nie automatisch davon aus, dass meine Message angekommen ist, nur weil ich sie ausgesprochen habe.
Gute Führung heißt für mich, regelmäßig die Perspektive zu wechseln: Raus aus dem eigenen Kopf, rein in den des Gegenübers. Da hilft es auch, einfach mal nach einem Meeting oder Call nachzufragen.
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Jeden Tag üben
Gute Sprache kostet nichts, aber sie entscheidet über so vieles. Und das Beste daran: Man kann sie jeden Tag üben. Beim Abendessen mit Freunden, im nächsten Meeting, im kurzen Update zwischendurch. Wer bereit ist, an seiner Sprache zu arbeiten, arbeitet automatisch an seiner Führung.
Denn am Ende gilt: Teams arbeiten so, wie ihre Chefs sprechen.
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Mit diesem KI-Prompt will dieser Gründer verstehen, warum seine Kunden kündigen

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Blackrock katapultiert dieses deutsche Startup zur Milliarden-Bewertung
Einhorn-Status für Osapiens: Das Mannheimer Startup steigt durch seine Series-C auf eine Bewertung von über einer Milliarde Dollar – als erstes deutsches Startup 2026.
Deutschland hat ein neues Einhorn: Osapiens, ein ESG-Startup aus Mannheim, hat erfolgreich eine Serie-C-Finanzierungsrunde in Höhe von 100 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Das Startup steigert so seine Bewertung auf mehr als eine Milliarde US-Dollar.
Angeführt wird die Finanzierungsrunde von Decarbonization Partners, einem Joint Venture zwischen den weltweit größten Finanzinvestoren BlackRock aus den USA und Temasek aus Singapur. Damit schließt sich Decarbonization Partners den bestehenden Investoren Goldman Sachs Alternatives (Serie-B-Finanzierungsrunde 2024: 120 Millionen US-Dollar) und Armira Growth (Serie-A-Finanzierungsrunde 2023: 27 Millionen US-Dollar) an.
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Mit dem frischen Geld will Osapiens Produktinnovation beschleunigen und das Wachstum in bestehenden und neuen internationalen Märkten vorantreiben. Das Ziel des Startups ist es laut Co-CEO Alberto Zamora „zum unangefochtenen globalen Marktführer im Bereich nachhaltiges Wachstum für Unternehmen jeder Größe zu werden.“
Das macht Osapiens
Die Gründer Alberto Zamora, Stefan Wawrzinek und Matthias Jungblut haben 2018 eine Plattform gebaut, über die Unternehmen Risiken innerhalb ihrer Lieferkette identifizieren, Berichtspflichten umsetzen und nachhaltigere Prozesse wie kürzere Transportwege langfristig etablieren können.
Das Kernprodukt des Unternehmens ist der Osapiens Hub: eine Kl-gestützte, cloudbasierte Plattform, die die Einhaltung internationaler ESG-Vorschriften vereinfacht. Das Tool deckt dabei Berichtspflichten wie die von der EU beschlossene Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die EU-Verordnung zur entwaldungsfreien Lieferkette (EUDR) und das EU-Lieferkettengesetz, die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) ab – laut Angaben des Unternehmens mehr als 25 Lösungen für Unternehmen. Durch KI werden Kundendaten angereichert und Prozesse automatisiert.
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Zu den 2400 Kunden von Osapiens gehören unter anderen der Onlinekonzern Otto, die Supermarktkette Edeka und den Modehändler C&A und Coca-Cola. Das Unternehmen beschäftigt in Mannheim und weiteren Niederlassungen in Europa und den USA über 550 Mitarbeitende.
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So erreicht ihr eure Ziele
Was sind sinnvolle Ziele für eine Firma? Wie erreicht man sie? Wann schießt man vielleicht auch übers Ziel hinaus? Darüber diskutieren Nikita Fahrenholz und Martin Eyerer im Podcast Royal GS.
Viele Menschen nehmen sich zum Jahreswechsel neue Vorsätze vor. Frei nach dem Motto: New Year, New Me – sowohl privat als auch beruflich. Jedoch nicht Nikita Fahrenholz (Gründer von Delivery Hero & Fahrengold) und Martin Eyerer (Ex-CEO Factory Berlin, Unternehmer, Techno-DJ). Die beiden halten nichts von klassischen Vorsätzen, die nach wenigen Wochen ohnehin wieder verworfen werden. In unserem Podcast Royal GS (neue Folge jeden Donnerstag) sprechen sie darüber, wie sie Jahresziele wirklich umsetzen.
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Was macht ein sinnvolles Ziel aus?
Laut Fahrenholz und Eyerer zeige die Zielsetzung für die Firma und der Runway, der daraus entsteht, ob jemand sein eigenes Business verstanden hat. Denn es gibt kurzfristige vs. langfristige Ziele, übergeordnete vs. kleinteilige Ziele, zu hochgegriffene vs. zu niedrig angesetzte Ziele.
Für Fahrenholz machen folgende drei Dinge ein gutes Ziel aus: Es muss „erreichbar, messbar und klar definiert sein.“ Dafür setze er sich mit seinem Team bei der Budgetplanung hin und stelle folgende drei Fragen:
- Was ist erreichbar?
- Was ist unser Fokus?
- Können wir das Ziel übertreffen?
Vor allem Letzteres sei laut Fahrenholz nicht unwesentlich. Denn können Gründerinnen und Gründer ihre Ziele gar übertreffen, hätten sie direkt eine gute Story, die sie nach außen kommunizieren können. Wer underperformt, laufe laut Fahrenholz außerdem bei Investoren Gefahr, den Eindruck zu erwecken, nicht gut planen zu können.
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Daher sei das größte Karriere-Learning von Fahrenholz bisher: „Baue keine Pläne, die du sowieso nicht erreichen kannst“, sagt er im Podcast. Als er im vergangenen Jahr die CEO-Rolle bei seiner Firma Fahrengold übernommen hat, habe er zunächst die Ziele auf ein realistisches Niveau angepasst. Der vorherige CEO habe sehr ambitioniert geplant. „Wenn du einen Plan zu hoch ansetzt und um fünf Prozent nicht erfüllst, ist es in der Wahrnehmung viel schlimmer, als wenn du einen Plan um 20 Prozent übertriffst.“
Wie kommt man aber zu realistischen Zahlen? Grundlage für eine gute Zielsetzung seien laut Fahrenholz die Datenlage des Unternehmens und der Finanzplan, der alle wichtigen KPIs umfassen müsse.
Außerdem rät Fahrenholz Gründerinnen und Gründern, die festgesetzten Budgets einzuhalten. „Ich sehe viele Teams, die anfangen, ständig die Budgets zu ändern“, sagt er. Budget sei Budget. Das müsse für das ganze Jahr stehen.
Wie misst man Ziele?
Sind die Ziele gesetzt, sollte man sie einhalten – klar. Aber wie schafft man das, dass das ganze Team am Ball bleibt? Hier sind Eyerer und Fahrenholz unterschiedlicher Meinung.
Eyerer empfiehlt die OKR-Methode – OKR steht für Objectives and Key Results. Bei der Methode werden in der Firma phasenweise Ziele festgelegt und wie der Erfolg dieser Ziele gemessen wird. Es gibt dabei ein übergeordnetes, ambitioniertes Ziel, das dann in messbare Ergebnisse unterteilt wird. Martin Eyerer macht es an einem eigenen Beispiel fest: Mit Green City Development möchte er in Berlin-Neukölln das führende Startup-Ökosystem Europas für Innovation und Industrie aufbauen. Größer als Station F in Paris.
Um das in Zukunft zu erreichen, sind mehrere Zwischenziele notwendig. Allerdings dürften diese jedoch nicht zu kleinteilig formuliert werden. Ist das der Fall, werde die OKR-Methode laut Eyerer schnell zu bürokratisch und zeitaufwendig.
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Daher habe er gute Erfahrungen mit einer „Light-Version“ der OKR-Methode gemacht. Was dann der „Management by Objectives“-Methode nahekomme. Eyerer nennt wieder ein Beispiel: „Ich möchte, dass mich im Jahr 500 Unternehmen von sich aus ansprechen, ob sie sich bei uns einmieten können.“ Das sei eine konkrete Zahl, anhand derer Eyerer die Reichweite von Green City Development messen könne.
Fahrenholz sieht das anders: Er habe mit der OKR-Methode bislang keine guten Erfahrungen gemacht. Er findet, die Methode sei für Startups eher ungeeignet. Gründerinnen und Gründern, die weniger als 100 Mitarbeitende führen, rät er deshalb dazu, den Fokus auf die Produktentwicklung zu legen und als einziges Jahresziel eine Umsatzsteigerung zu haben. Denn: Ziele müssen von jemandem gemessen und an jemanden reported werden. Das koste viel Zeit.
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Früher habe er auch Reportings mit Zielen aufgesetzt. Bei Fahrengold habe es Fahrenholz anders gemacht. Zunächst habe er alle Daten über das Unternehmen gesammelt. Darauf aufbauend leite er Ziele ab, die er automatisiert tracken könne. „Für mich ist wichtig, dass man etwas findet, wovon die Mitarbeiter begeistert sind.“ Und das bedeute für ihn nicht eine Aussage à la „Wir wollen das Google von XYZ werden“.
Für seine Firma Fahrengold heißt das: „Ich möchte bis allerspätestens Dezember 2026 ein Massenprodukt in einem Mediamarkt in Berlin von Fahrengold kaufen.“ Darauf wolle er jetzt hinarbeiten.
Alle Folgen im Überblick
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