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3 Erkenntnisse: Wie das Abschalten von Claude Fable einen KI-Kill-Switch etabliert


Mehr als eine Woche ist vergangen, seit die Trump-Administration Anthropics neues Spitzenmodell Claude Fable 5 und Mythos 5 vom Markt genommen hat. Es ist keine kurze Episode, die Modelle sind weiterhin nicht nutzbar. Mittels der Exportkontrolle wurde so ein Kill Switch für KI-Modelle etabliert, der Konsequenzen für Europa hat.

Wenn die Trump-Administration entscheidet: Exportkontrollen als aggressive Form der KI-Regulierung

Der Lesart der US-Regierung zufolge waren es Sicherheitsbedenken, die zur Sperre von Fable 5 und Mythos 5 führten. Mit einem Jailbreak war es möglich, die Mechanismen auszuhebeln, die die Cyber-Sicherheitsfähigkeiten von Fable 5 begrenzten. Die Konsequenz war der Exportbann, der beide Modelle ausschließlich für Nutzer sperrte, die keine US-Staatsangehörigkeit besitzen. Weil Anthropic technisch nicht trennen kann, wurden die Modelle für alle abgeschaltet.

Freigeben will die US-Regierung erst wieder, wenn Anthropic sicherstellen kann, dass sämtliche Jailbreaks unterbunden werden. Sicherheitsexperten bestreiten, dass so etwas überhaupt möglich ist. Allerdings krankt diese Lesart noch bei weiteren Argumenten. Zwei Punkte:

  • Wenn es nur um Jailbreaks geht, warum wurde neben Fable 5 auch noch Mythos 5 abgeschaltet? Das steht ohne Sicherheitsmechanismen für ausgewählte Organisationen bereit, damit diese Systeme absichern können (Mythos Preview soll noch laufen). Wird der Sicherheitsargumentation gefolgt, müsste das Modell eigentlich erhalten bleiben.
  • Warum nur Ausschluss von Ausländern? Bei Sicherheitsbedenken hätte tatsächlich jeder ausgeschlossen werden müssen, weil es ja auch Angreifer im Inland geben könnten (Anthropic hat es nur komplett abgeschaltet, weil nicht zwischen Nationalitäten unterschieden werden kann)

Eine potenzielle Erklärung für das Abschalten beider Modelle ist laut Wired, dass der koreanische Telekom-Anbieter SK Telecom zu den Unternehmen zählt, die Zugang zu Mythos erhalten haben. Innerhalb der US-Regierung besteht laut Personen, die mit den Vorgängen vertraut sind, jedoch der Verdacht, SK Telecom habe Verbindungen nach China. Die Sorge ist daher, dass China über den koreanischen Telekom-Konzern auf Anthropics Top-Modelle zugreifen könnte.

Neben den Sicherheitsaspekten ist jedoch auch der Gedanke naheliegend, dass hier ein Kontrollmechanismus etabliert werden soll. Axios berichtete bereits von einem Lizenzregime, das die US-Regierung im Sinn hat. Die Executive Order, die Präsident Trump Anfang Juni unterzeichnete, setzt noch auf ein freiwilliges Regelwerk. KI-Entwickler können selbst entscheiden, ob sie der US-Administration die neuen Modelle zur Prüfung vorlegen.

Hintergründe zu Fable 5 und Mythos 5

Festzuhalten ist aber: Berichte und Aussagen sind nach wie vor nicht eindeutig, die Motive der US-Regierung bleiben am Ende unklar. So könnten auch die persönlichen Konflikte zwischen den Verantwortlichen von Anthropic und der US-Regierung zur Eskalation beigetragen haben, berichtet etwa The Verge.

Was bewertet werden kann, ist jedoch die praktische Konsequenz: Auf Anordnung der US-Regierung wurde erstmals ein Modell gesperrt. Ohne stichhaltige Begründung oder nennenswerte Diskussion wurde so ein KI-Kill-Switch etabliert. Es ist ein neues Zeitalter der KI-Regulierung, heißt es daher auch bei The Verge. Das zentrale Problem: Es handelt sich nicht um ein fixiertes und standardisiertes Regelwerk. Angesichts der Möglichkeiten, die eine US-Regierung bei der Exportkontrolle hat, kann die Trump-Administration laut The-Verge-Reporterin Hayden Field mehr oder weniger willkürlich und nach Tagesform entscheiden, welche Modelle gesperrt werden.

Epochenbruch: keine Top-KI-Modelle mehr für alle?

Dass Claude Mythos gefährlich ist, war allerdings nicht die Idee der US-Regierung. Vielmehr sind es die Vertreter von Anthropic, die seit Wochen und Monaten predigen, wie riskant solche Modelle in freier Wildbahn sein könnten. „Wenn man sein Produkt in jeder Presseerklärung als Munition beschreibt, nimmt einem die Regierung irgendwann beim Wort“, sagt Peter Girnus, Forscher bei der Zero Day Initiative, laut einem Bericht von Business Insider. So gesehen war es also das Marketing von Anthropic, was dem Unternehmen jetzt zum Verhängnis wird.

Selbst in den wenigen Tagen, in denen Fable 5 verfügbar war, sorgten die Sicherheitsmechanismen für Diskussionen. Anthropic selbst argumentierte, Restriktionen in Bereichen wie Cyber-Sicherheit und Biologie wären aufgrund der Risiken nötig. In solchen Fällen wechselte das Modell dann automatisch auf das weniger leistungsfähige Opus 4.8. Der Haken: Der Wechsel erfolgte sogar bei alltäglichen Fragen, die Journalistin Eva Wolfangel bezeichnete Fable in diesem Kontext sogar als „kaputt“.

Brisanter mit Blick auf die Kontrollinfrastruktur ist jedoch eine weitere Restriktion, die Anthropic bei Fable implementiert hat. Wer Fable nutzen wollte, um KI-Modelle zu entwickeln, wurde ebenfalls abgestuft. In diesem Fall wurden Nutzer aber nicht informiert, das Vorgehen geschieht heimlich im Hintergrund. In der Systemcard des Modells (via Marcel Weiß) wird von der Sorge gesprochen, dass andere KI-Entwickler mit den Fähigkeiten von Fable die KI-Entwicklung noch weiter beschleunigen könnten.

We have also added safeguards related to frontier LLM development. As discussed in Section 6.1 of our February 2026 Risk Report, we are concerned about the risks of accelerating the overall pace of AI development, though we remain uncertain about the severity of these risks. In particular, our concern is with—as we wrote then—“accelerating other AI developers in building powerful AI systems that pose similar risks to the ones ours pose – without necessarily having commensurate safeguards.

Unlike our interventions for cybersecurity, biology and chemistry, and distillation attempts, these safeguards will not be visible to the user. Fable 5 will not fall back to a different model. Instead, the safeguards will limit effectiveness through methods such as prompt modification, steering vectors, or parameter-efficient fine-tuning (PEFT).

Fable 5 Systemcard, Auszug S. 13

Erneut wird also die Sicherheit als Vorwand für etwas verwendet, das der Analyst und Autor Marcel Weiß zusätzlich noch als Marktabschottung interpretiert. Anthropic wollte bei Mythos und Fable 5 schon vor dem Bann der US-Regierung bestimmen, wer auf welche Fähigkeiten des Modells zugreifen kann. Der Bruch in der Art und Weise, wie KI-Modelle veröffentlicht werden, erfolgte also schon, bevor die Trump-Administration tätig wurde.

Open Source als Alternative für Europa

Per Anordnung KI-Modelle sperren lassen ist nicht nur für Entwickler wie Anthropic brisant. Dass es sich um eine Exportkontrolle handelt, die sämtliche Nicht-US-Bürger aussperrt, rückt auch die Abhängigkeiten in Europa in den Fokus. Der Analyst Marcel Weiß spricht von einem Grönland-Moment, der zeigt, wie verwundbar der Kontinent ist.

Das Argument ist: Nicht nur bei der KI-Entwicklung, sondern bei zentralen technischen Infrastrukturen kommt die EU ohne die Dienste der Big-Tech-Konzerne nicht aus. „So eine Exportkontrolle könnte (…) auch Software oder Hardware treffen, bei der es unmittelbar spürbare Alltagsfolgen hätte. Microsoft Teams, Google Maps oder Cloud-Services, ohne die kaum noch etwas funktioniert“, heißt es in einer Analyse des Zentrums für Digitalrechte und Demokratie. Was bislang nur als hypothetisches Szenario galt, wurde mit der Exportkontrolle für Fable 5 und Mythos 5 zur realen Bedrohung.

Der Kill Switch ist Realität.

Zentrum für Digitalrechte und Demokratie

Mehr digitale Souveränität für Europa war daher eines der Schlagworte in dieser Woche. Die EU-Kommission hat bereits Anfang Juni mit dem Tech Sovereignty Package ein Maßnahmenpaket vorgelegt, das neben KI-Projekten wie dem Chips Act 2.0 und Cloud and AI development act (CADA) noch einen interessanten Punkt enthält: Eine Open-Source-Strategie.

Dabei geht es nicht nur um die Art, wie Software entwickelt wird, heißt es in einer Analyse von Inside Global Tech. Stattdessen handelt es sich um ein Regulierungsmodell für Verwaltung und Industrie, das Kosten senken, Innovationen beschleunigen und Abhängigkeiten von ausländischen Anbietern reduzieren soll. Ein offenes Ökosystem soll demnach also die Alternative für Europa sein.

Billboard März 2026



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Alte Spiele auf neuen Rechnern: ScummVM 2026.3.0 bringt Un­ter­stützung für weitere Spiele­klassiker


ScummVM 2026.3.0 erweitert die Unterstützung klassischer Spiele um mehrere Adventures, darunter zwei „Nancy-Drew“-Titel sowie „Noctropolis“. Zudem liefert das Update zahlreiche Fehlerbehebungen und Verbesserungen für verschiedene Engines und Plattformen, von denen insbesondere Nutzer der Atari- und PS3-Version profitieren.

Durch eine auf den Originaldateien basierende Re-Implementierung sorgen die Entwickler von ScummVM dafür, dass zahlreiche Spieleklassiker auch heute noch plattformunabhängig lauffähig bleiben. Die Umgebung wird dabei häufig mit Spielen von LucasArts in Verbindung gebracht, was nicht unbegründet ist: Ursprünglich lediglich für Adventures auf Basis der Skript-Sprache SCUMM („Script creation utility for maniac mansion“), die von LucasArts für das namensgebende Spiel entwickelt wurde, vorgesehen, geht die Emulation inzwischen deutlich weiter und unterstützt mittlerweile eine Vielzahl von Titeln und Engines anderer Hersteller wie Revolution Software, Adventure Soft oder Sierra Entertainment.

Inzwischen sind Umsetzungen auch für zahlreiche Plattformen erschienen, darunter Microsoft Windows, macOS sowie verschiedene BSD- und Linux-Systeme, iOS, Android und die Konsolen Dreamcast, Nintendo DS, PlayStation 3, PlayStation Portable, PlayStation Vita, Nintendo Wii und Nintendo Switch. Auch für AmigaOS und den Atari ST stehen entsprechende Versionen bereit.

Viel neuer Spielspaß für Retro-Fans

Mit der neuen Version erweitern die Entwickler die Unterstützung um mehrere weitere Klassiker. Neu spielbar sind unter anderem „Nancy Drew: The Haunted Carousel“, „Nancy Drew: Danger on Deception Island“, „Noctropolis“, „Cartoon Carnival“ und „Alfred Pelrock: En Busca de un Sueño“. Hinzu kommen mehrere Titel auf Basis der Gamos-Engine, darunter „Pilot Brothers: On the Track of Striped Elephant“ und „Pilot Brothers: The Case of Serial Maniac“.

Stabilität vieler Titel verbessert

Darüber hinaus wurden zahlreiche Fehler in unterstützten Spielen und Engines behoben. So beseitigt das Update unter anderem Probleme bei Animationen und Kamerabewegungen in Myst III. Für „Simon the Sorcerer 2“ wurde zudem die Unterstützung für Sprachdateien der Amiga- und Macintosh-Version ergänzt. In der Nancy-Engine nahmen die Entwickler außerdem zahlreiche Korrekturen an Rätseln, der Cursor-Anzeige, Sound-Effekten und Ladefunktionen vor.

Fehlerkorrekturen auch an System und Plattformen

Neben den spielbezogenen Verbesserungen haben sich die Entwickler auch zahlreicher grundsätzlicher Probleme angenommen. Klickbare Links im Interface werden nun per Cursor hervorgehoben, GUI-Listen unterstützen ab sofort kinetisches Scrollen und ein neuer NULL-OPL-Treiber reduziert die Anforderungen auf leistungsschwächeren Systemen. Zudem wurde bei 3D-Engines ein Problem mit der Fenstergröße nach dem Verlassen des Vollbildmodus behoben.

Auch verschiedene plattformspezifische Probleme wurden adressiert. So erhält unter anderem der Atari-Port Unterstützung für native CD-Audio-Wiedergabe, Plugins, den YM2149-Soundchip, der derzeit bei „Elvira 1“ und „Elvira 2“ genutzt wird, sowie einen überarbeiteten Audio-Mixer. Darüber hinaus sind Autosaves standardmäßig deaktiviert, da diese Klangstörungen verursachen können. Bei den PS3-Ports lassen sich ScummVM-Engines künftig als separate Module beziehungsweise ausführbare Dateien laden. Dadurch soll sich der Speicherbedarf um rund 90 MB verringern. Diese Funktion ist allerdings ausschließlich in den Release-Paketen aktiviert.

Die hier genannten Änderungen und Neuerungen stellen lediglich einen kleinen Ausschnitt dar. Eine vollständige Übersicht findet sich in den ausführlichen Release Notes.

Ab sofort verfügbar

Die vollständig unter der GPL stehende und damit frei verfügbare Anwendung steht ab sofort auf der Website des Projektes für zahlreiche Plattformen wie Windows, macOS und Linux bereit, einschließlich auch des Sourcecodes. Alternativ lässt sich ScummVM 2026.3.0 wie gewohnt bequem über den am Ende dieser Meldung verlinkten Download-Bereich von ComputerBase beziehen.



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Konkurrenz: Google greift Nvidia mit eigenem KI-Chip-Geschäft an


Google will seine eigenen KI-Beschleuniger stärker außerhalb der eigenen Cloud vermarkten und rückt damit direkter an Nvidia heran. Neben Technik spielen dabei Finanzierungsmodelle, Rechenzentren und Großkunden wie Anthropic eine zentrale Rolle.

Google setzt stärker auf eigene TPUs

Google arbeitet seit Jahren an eigenen KI-Beschleunigern, den Tensor Processing Units, kurz TPUs. Bislang wurden diese vor allem intern und über die Google Cloud genutzt. Nun zeichnet sich aber ab, dass Google daraus ein größeres Geschäftsfeld machen will, das stärker mit Nvidias GPU-Geschäft konkurriert.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Hardware selbst. Google versucht offenbar, ein breiteres Ökosystem aus Chips, Cloud-Diensten, Rechenzentrumskapazitäten und Finanzierung aufzubauen. Genau dieses Zusammenspiel gilt als einer der Gründe, warum Nvidia im KI-Boom so stark wachsen konnte: Neben den GPUs selbst profitieren Kunden von Software, Infrastrukturpartnern und einem großen Entwicklerumfeld.

Blackstone soll TPU-Cloud mitfinanzieren

Ein wichtiger Baustein ist die im Mai angekündigte Zusammenarbeit mit Blackstone. Der Finanzinvestor will zunächst 5 Milliarden US-Dollar Eigenkapital bereitstellen. Damit soll eine neue TPU-Cloud entstehen, die voraussichtlich ab 2027 zunächst 500 Megawatt Rechenzentrumskapazität bereitstellt.

Google liefert dafür die TPUs, Software und weitere Dienste. Blackstone bringt Kapital und Erfahrung im Aufbau digitaler Infrastruktur ein. Die neue Plattform soll KI-Rechenleistung für externe Kunden bereitstellen und damit eine Alternative zu GPU-orientierten Cloud-Anbietern schaffen.

Damit nähert sich Google einem Modell, das bei Nvidia bereits zu beobachten ist: Der Chipanbieter profitiert nicht nur vom Verkauf einzelner Beschleuniger, sondern auch von einem Netzwerk aus Cloud-Anbietern, Rechenzentren und Kunden, die ihre KI-Modelle in großem Maßstab trainieren oder ausführen wollen.

Anthropic als großer TPU-Kunde

Parallel dazu baut Anthropic seine Partnerschaft mit Google und Broadcom aus. Das Unternehmen hinter Claude hat eine Vereinbarung über mehrere Gigawatt an TPU-Kapazität geschlossen, die ab 2027 verfügbar werden soll. Diese Rechenleistung soll für die Weiterentwicklung und den Betrieb künftiger Claude-Modelle genutzt werden.

Für Google ist Anthropic damit ein besonders wichtiger Referenzkunde. Große KI-Anbieter benötigen enorme Mengen an Rechenleistung, suchen zugleich aber nach Alternativen zu knappen und teuren Nvidia-GPUs. Wenn Google hier ausreichende Leistung, Verfügbarkeit und passende Software bieten kann, könnten TPUs für weitere Anbieter interessanter werden.

Broadcom spielt in diesem Zusammenhang ebenfalls eine Rolle, da das Unternehmen an der Bereitstellung der TPU-Infrastruktur beteiligt ist. Google bleibt damit nicht allein auf die eigene Cloud beschränkt, sondern bindet Partner für die technische und infrastrukturelle Umsetzung ein.

Nvidia bleibt vorerst schwer einzuholen

Trotz der neuen Offensive bleibt Nvidia der dominierende Anbieter im Markt für KI-Beschleuniger. Neben der reinen Rechenleistung ist vor allem das Software-Ökosystem rund um CUDA ein entscheidender Vorteil. Viele KI-Anwendungen, Entwicklerwerkzeuge und bestehende Arbeitsabläufe sind auf Nvidia-Hardware ausgelegt.

Google kann hier zwar auf eigene Chips und eine große Cloud-Plattform zurückgreifen, muss Kunden aber nicht nur von der Leistung der TPUs überzeugen. Ebenso wichtig sind Verfügbarkeit, Preis, einfache Nutzung und die Frage, wie gut bestehende KI-Software auf Googles Infrastruktur läuft.

Mehr Wettbewerb im KI-Infrastrukturmarkt

Die aktuellen Schritte zeigen dennoch, dass Google das KI-Infrastruktur-Geschäft deutlich breiter aufstellen will. Statt die eigenen Beschleuniger nur als internes Werkzeug oder Cloud-Option zu behandeln, entsteht ein Angebot, das stärker als eigenständige Infrastruktur für KI-Unternehmen positioniert wird.

Für Kunden könnte das langfristig mehr Auswahl bedeuten. Der Markt für KI-Rechenleistung ist weiterhin von hoher Nachfrage und begrenzter Verfügbarkeit geprägt. Jede ernsthafte Alternative zu Nvidia-GPUs dürfte deshalb auf Interesse stoßen, vor allem bei Unternehmen, die große Modelle trainieren oder im großen Maßstab betreiben wollen.

Ob Google damit tatsächlich zu einem Gegengewicht zu Nvidia wird, hängt weniger von einer einzelnen Partnerschaft als vom Ausbau des gesamten Ökosystems ab. Die Kombination aus eigenen TPUs, Blackstones Kapital, Broadcoms Infrastrukturbeitrag und Anthropic als Großkunde zeigt aber, dass Google diesen Markt nicht länger nur Nvidia überlassen will.



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Gaming bei 35° C: Wie geht ihr in der Sommer­hitze mit dem Hobby Gaming um?


Es ist heiß in Europa. Wohnungen und Häuser haben tagelang Zeit, sich ordentlich aufzuheizen. Kommt dann noch ein High-End-Rechner mit einer ausgedehnten Gaming-Session ins Spiel, gibt es die Sauna frei Haus – oder? Wie geht ihr mit dem Hobby Gaming bei hohen Temperaturen um und wie klimatisiert ihr euer zuhause?

Das Hobby Gaming und die Sommerhitze

Pünktlich zum Start des Sommers rollt eine Hitzewelle über Mitteleuropa. Vielerorts werden tagsüber Temperaturen von über 30 Grad Celsius erreicht, mancherorts sogar deutlich mehr. Nachts fällt das Thermometer häufig kaum noch unter 20 Grad, sodass Wohnräume über Tage hinweg Wärme speichern und sich zunehmend aufheizen.

Für große Teile der ComputerBase-Community kommt zur wetterbedingten Hitze zuhause noch ein weiterer Faktor hinzu: der Gaming-PC. Moderne High-End-Grafikkarten erreichen unter Last inzwischen Leistungs­aufnahmen von bis zu 600 Watt. Zusammen mit einer leistungsstarken CPU, den übrigen Komponenten, mehreren Bildschirmen und Lautsprechern können aktuelle High-End-Setups im Spielbetrieb durchaus an der 1.000-Watt-Marke kratzen. Aber auch Mittelklasse-Rechner liegen heute schnell bei 400 bis 500 Watt kombinierter TDP. Und praktisch die gesamte aufgenommene elektrische Energie wird letztlich als Wärme in den Raum abgegeben.

Die heutige Sonntagsfrage möchte deshalb herausfinden: Wie geht die ComputerBase-Community mit Sommerhitze und Gaming um?

Spielt ihr im Sommer (anders als sonst)?

Los geht es mit der Frage, ob es überhaupt eine saisonale Veränderung eures Gaming-Verhaltens gibt – und falls ja, inwiefern die Hitze daran schuld ist. Schließlich können auch Urlaube, die Familie, Grillabende, Sport oder andere Outdoor-Aktivitäten dazu führen, dass Gaming zeitweise in den Hintergrund rückt.

Verändert ihr im Sommer euer Gaming-Verhalten?
  • Nein, ich spiele unabhängig von Jahreszeit und Temperaturen ähnlich viel.

  • Ja, die hohen Temperaturen im Sommer beeinflussen mein Gaming-Verhalten spürbar.

  • Ja, aber hauptsächlich aus anderen Gründen (Urlaub, Familie, Outdoor-Aktivitäten etc.).

  • Ja, sowohl die Temperaturen als auch andere sommerliche Aktivitäten spielen eine Rolle.

  • Gaming-Verhalten? Ist mir fremd.

Gerne könnt ihr in den Kommentaren berichten, welche Aktivitäten und Hobbys bei euch im Sommer möglicherweise an die Stelle des Gamings treten.

Wie ändert Hitze euer Gaming-Verhalten?

Wer auch bei hohen Temperaturen weiter spielt, entwickelt häufig eigene Strategien. Manche reduzieren ihre Spielzeit, andere verlagern das Gaming auf die Abendstunden oder in die Nacht. Wieder andere suchen kühlere Räume auf oder verzichten nur an besonders heißen Tagen ganz auf das Hobby. Wie geht ihr mit der Hitze um?

Wie wirkt sich Hitze konkret auf euer Gaming-Verhalten aus?
  • Ich spiele insgesamt weniger.

  • Ich verlagere das Spielen auf kühlere Tageszeiten.

  • Ich spiele an besonders heißen Tagen gar nicht.

  • Ich wechsle bewusst in kühlere Räume (z. B. Keller, klimatisierter Raum etc.).

  • Ich spiele tendenziell andere Spiele.

  • Ich wechsle häufiger auf andere Geräte.

  • Ich weiche auf andere Aktivitäten aus.

  • Die Hitze beeinflusst mein Spielverhalten kaum bis gar nicht.

Eine Möglichkeit, die zusätzliche Abwärme zu reduzieren, besteht darin, auf andere Plattformen auszuweichen. Handhelds, Notebooks oder Konsolen benötigen oft deutlich weniger Energie als ein leistungsstarker Desktop-PC. Gleichzeitig ermöglichen manche Geräte auch einen Wechsel in andere Räume oder sogar nach draußen. Falls ihr im heißen Sommer auf andere Geräte ausweicht: Welche sind das?

Falls vorhanden: Auf welche Geräte wechselt ihr bei Hitze anstelle des Gaming-PCs?
  • Stationäre Spielkonsole

  • Mobile Spielkonsole / Handheld (Switch, Steam Deck etc.)

  • Notebook

  • Energieeffizienterer Zweit-PC

  • Cloud-Gaming / Game-Streaming

  • Smartphone oder Tablet

  • Ich wechsle nicht auf andere Geräte, sondern bleibe beim PC.

  • Ich wechsle nicht auf andere Geräte, sondern lasse das Spielen in diesem Fall ganz sein.

  • Ich besitze keinen Gaming-PC, diese Frage stellt sich für mich nicht.

Gerne könnt ihr in den Kommentaren erläutern, ob ihr dabei dieselben Spiele weiterspielt oder – ob bewusst oder notgedrungen – zu anderen Genres und Titeln greift.

Habt ihr am PC ein „Sommer-Profil“?

Falls es beim Spielen am Gaming-Rechner bleibt: Die Hardware bietet zahlreiche Möglichkeiten, ihren Energieverbrauch und damit auch die Wärme­entwicklung zu reduzieren. Von FPS-Limits über Upscaling und Frame Generation bis hin zu Undervolting oder reduzierten Power Limits gibt es viele Ansätze, um die Effizienz zu steigern. Passt ihr euren Gaming-PC im Sommer gezielt an?

Passt ihr euren Rechner beim Spielen in Hitze gezielt an?
  • Ja, ich drehe manuell die Kühlung auf – die Hardware wird bei diesen Temperaturen sonst zu heiß.

  • Ja, ich begrenze die FPS (stärker als im Winter).

  • Ja, ich nutze bei Hitze (offensiver) Upsampling.

  • Ja, ich nutze bei Hitze (offensiver) Frame Generation.

  • Ja, ich reduziere die Grafikeinstellungen.

  • Ja, ich reduziere das Power-Limit meiner Hardware.

  • Ja, ich undervolte gezielt GPU und bzw. oder CPU.

  • Ja, ich untertakte bewusst GPU und bzw. CPU.

  • Ja, ich schalte nicht benötigte Bildschirme oder weiteres Zubehör aus.

  • Ja, ich verzichte dann bewusst auf Lautsprecher und wechsele zu Kopfhörern.

  • Ja, anders, siehe meinen Kommentar im Forum.

  • Nein, nichts dergleichen.

Falls ja, könnt ihr im Forum gerne von euren Strategien und den damit verbundenen Erfahrungen berichten. Welche Maßnahmen haben bei euch den größten Effekt erzielt?

Ist euer Zuhause klimatisiert?

Nicht jeder muss sich mit aufgeheizten Räumen arrangieren. Klimaanlagen gewinnen auch in Mitteleuropa zunehmend an Verbreitung. Andere versuchen die Hitze mit Ventilatoren, Verschattung oder nächtlichem Lüften in den Griff zu bekommen. Wie sieht es bei euch zuhause aus?

Wie klimatisiert ihr euer Zuhause?
  • Ich habe zuhause eine fest installierte Split-Klimaanlage.

  • Ich habe zuhause eine mobile Split-Klimaanlage.

  • Ich habe zuhause eine Mobile Monoblock-Klimaanlage (mit Abluftschlauch).

  • Ich habe einen Ventilator.

  • Ich treffe andere Maßnahmen (Rollläden, Verschattung, Nachtlüftung etc.).

  • Ich begegne der Hitze anderweitig, siehe meinen Kommentar im Forum.

  • Gar nicht.

Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht

Die Redaktion freut sich wie immer über fundierte und ausführliche Begründungen zu euren Entscheidungen in den Kommentaren zur aktuellen Sonntagsfrage. Wenn ihr persönlich ganz andere Ansichten vertretet, die von den bei den Umfragen im Artikel gegebenen Antwort­möglichkeiten nicht abgedeckt werden, könnt ihr davon ebenfalls im Forum berichten. Auch Ideen und Anregungen zu inhaltlichen Ergänzungen der laufenden oder zukünftigen Umfragen sind gerne gesehen.

Leser, die sich noch nicht an den vergangenen Sonntagsfragen beteiligt haben, können dies gerne nachholen, denn die Umfragen laufen stets über eine Dauer von 30 Tagen. Voraussetzung zur Teilnahme ist lediglich ein kostenloser ComputerBase-Account. Insbesondere zu den letzten Sonntagsfragen sind im Forum häufig nach wie vor spannende Diskussionen im Gange.

Die letzten zehn Sonntagsfragen in der Übersicht

Motivation und Datennutzung

Die im Rahmen der Sonntagsfragen erhobenen Daten dienen einzig und allein dazu, die Stimmung innerhalb der Community und die Hardware- sowie Software-Präferenzen der Leser und deren Entwicklung besser sichtbar zu machen. Einen finanziellen oder werblichen Hintergrund gibt es dabei nicht und auch eine Auswertung zu Zwecken der Marktforschung oder eine Übermittlung der Daten an Dritte finden nicht statt.



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