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Künstliche Intelligenz

Sachsen will Handy-Verbot am Steuer mit Kameras und Drohnen durchsetzen


Die sächsische Regierung treibt eine Reform des Polizeigesetzes voran, die den Einsatz moderner Überwachungstechnik zur Ahndung von Verkehrsverstößen ermöglichen soll. Autofahrer, die unerlaubt Mobiltelefone oder Tablets ohne Freisprechanlage am Steuer nutzen, müssen aktuell mit einem Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Doch die praktische Überführung solcher Handy-Sünder gestaltet sich für die Polizei oft schwierig.

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Die im Oktober vom Kabinett auf den Weg gebrachte Novelle des Polizeivollzugsdienstgesetzes soll diese Arbeit laut der Sächsischen Zeitung mit technischer Unterstützung erleichtern, da die herkömmlichen Überwachungsmethoden der Verkehrspolizei mit hohem personellem und sachlichem Aufwand verbunden. Die Minderheitskoalition aus CDU und SPD setzt dabei demnach auf einen klaren erzieherischen Effekt einschlägiger Geräte: der offene Einsatz technischer Mittel soll eine höhere abschreckende Wirkung entfalten und das Bewusstsein von Autofahrern für die Einhaltung der Regeln schärfen.

Der Entwurf sieht dem Bericht zufolge vor, dass die Polizei an bestimmten Streckenabschnitten, Verkehrsknotenpunkten oder Unfallschwerpunkten das Handy-Verbot am Steuer technisch durchsetzen darf. Dies schließt ausdrücklich auch unbemannte Luftfahrtsysteme wie Drohnen ein. Es sollen Bildaufnahmen und -übertragungen von Kfz und Fahrern erlaubt sein, noch bevor überhaupt ein Regelverstoß begangen wurde.

Aufgezeichnet werden dürfen dabei dem Plan nach das Fahrzeug, das Kennzeichen, die Fahrtrichtung, Zeit und Ort sowie der Fahrer selbst. Den Datenschutz will die Exekutive dabei nicht ganz außen vor lassen: Ergibt sich bei der Auswertung der Bilder kein Hinweis auf einen Verstoß, müssen die Bilddaten unverzüglich gelöscht werden. Nur wenn die Aufnahmen die Nutzung eines Mobiltelefons nachweisen können, dürfen sie für ein Bußgeldverfahren verwendet werden.

Das federführende Innenministerium hat offen gelassen, welche technischen Mittel zum Einsatz kommen sollen. Andere Bundesländer haben sich bereits entschieden. So baut Rheinland-Pfalz schon länger mit auf Monocams auf spezielle Kameras, die meist von Brücken aus die Fahrer durch die Frontscheibe erfassen. Eine Software analysiert die Bilder und speichert Aufnahmen, die einen Verstoß vermuten lassen. Diese werden von einem Beamten ausgewertet. Verkehrsschilder weisen auf die elektronischen Augen hin.

Als Alternative sind Drohnen denkbar, wie sie etwa in Brandenburg seit 2021 verwendet werden. Das dortige Innenministerium nutzt die Flugkörper etwa aus einer fixen Position an Autobahnen. Die Polizei soll damit beispielsweise Lkw-Fahrer erwischen, die zu dicht auffahren. Wird ein Drängler erfasst, muss eine in der Nähe wartende Streife das Fahrzeug stoppen. Kosten für drei dieser Geräte: 135.000 Euro.

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Obwohl die Handy-Nutzung laut der offiziellen Verkehrsunfallstatistik des vorigen Jahres nur für 36 Unfälle ursächlich war – im Vergleich zu über 1800 Unfällen durch zu schnelles Fahren oder über 1600 durch zu geringen Sicherheitsabstand –, sind solche Verstöße mit herkömmlichen Mitteln nach Unfällen meist schwer nachweisbar.

Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jan Krumlovsky, forderte bereits im Sommer eine Monocam-Anschaffung. Die GdP bedauert nun, dass die geplanten Bildaufzeichnungen per Drohne oder Kamera auf den verbotenen Griff zum Smartphone am Lenkrad beschränkt werden sollen. Die Technik müsste ihr zufolge auch eingesetzt werden, um weitere Verkehrsverstöße wie mangelnden Sicherheitsabstand, Missachtung der Vorfahrtsregeln, Abbiegefehler und Rotlichtverstöße zu ahnden.

Weitere zentrale Punkte des Entwurfs sind umstrittene Befugnisse für den präventiven Einsatz von Staatstrojanern zur Quellen-Telekommunikationsüberwachung, zur „intelligenten Videoüberwachung“ an Kriminalitätsschwerpunkten und zur verdeckten automatisierten Kennzeichenerkennung. Die Ordnungshüter sollen ferner automatisierte Datenanalysen durchführen und feindliche Drohnen etwa durch Laser, Jammer oder GPS-Störer abwehren dürfen.


(mho)



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Für Vertikalspieler: Neues Gamepad fürs iPhone


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Üblicherweise dreht man sein iPhone horizontal, wenn man zocken möchte – actionreiche Games werden, im Gegensatz zu den ubiquitären „Vertical Videos“ auf Instagram, TikTok & Co., im Querformat gezockt. Doch eine Ausnahme gibt es: Retrotitel in 4:3 eignen sich tatsächlich für die Wiedergabe im Porträtmodus. Das sieht man nun auch beim Controller- und Spielezubehörspezialisten 8Bitdo so: Die Firma bringt dazu passend nun ein eigenes Gamepad für Smartphones.

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Das 8BitDo FlipPad hat derzeit noch keine eigene Website, wurde aber bereits samt Video auf X annonciert. Im Gameboy-Look eingefärbt (grau mit schwarzem Steuerkreuz und kirschroten Knöpfen), wird das Gerät am unteren Rand eines iPhone – und bestimmter, passender Android-Geräte – angebracht. Das FlipPad ist klappbar: Dank integriertem USB-C-Stecker wird es direkt mit dem Handy verbunden und dann umgeschlagen.

Es verdeckt dann einen Teil des Screens, was aber für Retrotitel kein Problem darstellt, da diese im Hochformat nur den oberen Teil des Bildschirms einnehmen. Laut 8Bitdo hat man einen „offiziellen Support von Apple“, das Gerät dürfte eine „Made for iPhone“-Zertifizierung haben.

Die Verwendung von USB-C ist hilfreich, da Latenzen vermieden werden. Das „Flip-style-Gamepad, das für mobiles Gaming gestaltet wurde“, kommt mit reichlich Tasten. Neben Steuerkreuz (D-Pad) und ABXY-Knöpfe sowie Start und Select gibt es insgesamt sechs weitere Buttons, die sich frei belegen lassen. Wie das Software-technisch gelöst wird, ist noch unklar. Einen Preis hat 8Bitdo ebenfalls bislang nicht genannt, zudem dauert die Auslieferung noch bis Sommer.

Passende Spiele / Emulatoren, die das Format des FlipPad unterstützen, gibt es bereits einige. Apple hat – nach reichlich Nerv für Entwickler – seine Vorgaben mittlerweile gelockert, zudem stehen in der EU alternative Vertriebswege wie der AltStore zur Verfügung. 8Bitdo zeigt den FlipPad derzeit auf der CES in Las Vegas. Diese endet am heutigen Freitag.

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(bsc)



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Google-Update sorgt für Probleme auf Pixel-Smartphones – so werden sie behoben


Ende des vergangenen Jahres hat Google für Pixel-Nutzer noch einmal ein großes Update bereitgestellt. Durch den Pixel-Drop können die Smartphones seither KI-Zusammenfassungen in Chats nutzen und profitieren von verbesserten Energiesparfunktionen. Jetzt bringt ein neues Update aber einige Probleme mit sich, wie 9to5Google berichtet.

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Demnach treten die Probleme auf, seitdem Google vor wenigen Tagen ein Update für das Play-System ausgerollt hat. Die Aktualisierung, die lediglich 15 Megabyte groß ist, hält unter anderem den aktuellen Security-Patch von Google bereit. Nach der Installation kommt es allerdings vornehmlich auf Googles Pixel-10-Reihe zu Problemen. Nach dem Neustart eines Pixel 10 Pro blieb der Bildschirm zunächst dunkel.

Lediglich der Power-Button an der Seite des Pixel-Smartphones lieferte noch ein haptisches Feedback, als er länger gedrückt wurde. Alle anderen Eingaben blieben auf dem Gerät unerkannt. Das Standardmodell, das Google Pixel 10, konnte nach dem Neustart ganz normal mit einem Code entsperrt werden. Allerdings wurde der Pixel-Launcher, also die Oberfläche des Betriebssystems, nicht komplett geladen. So zeigte das Pixel-Smartphone lediglich das festgelegte Hintergrundbild. Sämtliche Icons und UI-Elemente fehlten.

Auf anderen Pixel-10-Geräten, wie dem Foldable und der Pixel-9-Reihe, sollen die Probleme nicht ganz so gravierend ausfallen. Hier ist den Testern lediglich aufgefallen, dass der Neustart nach der Installation des Google-Play-Updates etwa länger als normal gedauert hat. Danach funktionierten die Geräte aber ohne spürbare Fehler. Ältere Pixel-Generationen wurden nicht getestet.

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Glücklicherweise lassen sich die Probleme recht schnell beheben, wenn das Smartphone davon betroffen sein sollte. Sollte ein schwarzer Bildschirm sichtbar sein, hilft laut 9to5Google, das Gerät per Kabel und Netzteil mit Strom zu versorgen. Anschließend sollte ein weiterer Neustart durchgeführt werden. Selbiges gilt für Geräte, bei denen die UI-Elemente nicht richtig geladen werden. Nach dem Neustart sollten die Pixel-Smartphones wieder reibungslos arbeiten und die Probleme dauerhaft verschwunden sein.

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Dieser Beitrag ist zuerst auf t3n.de erschienen.


(jle)



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Blutzuckerüberwachung: Isaac kontrolliert den Blutzucker ohne Nadelstiche


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Das US-Unternehmen PreEvnt hat ein nicht invasives Blutzuckerkontrollgerät auf der CES 2026 in Las Vegas vorgestellt. Das berichtet das US-Magazin Wired. Laut Hersteller eignet sich das Gerät sowohl für Menschen mit Diabetes Typ 1 und 2 als auch für Menschen, die ihren Blutzuckerspiegel aus gesundheitlichen Gründen überwachen wollen.

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Das Isaac genannte Gerät ist in etwa so groß wie eine 2-Euro-Münze und misst den Biomarker Aceton im menschlichen Atem, schreibt Wired. Der süßlich-fruchtige Acetongeruch im Atem ist ein häufiges Symptom der Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus und steht in Verbindung mit einem steigenden Glucoseanteil im Blut. Der Isaac kann laut PreEvnt folglich nur auf erhöhten Blutzucker hinweisen und keine exakten Messwerte liefern. Eine kontinuierliche Überwachung der Blutzuckerwerte dürfte das Gerät also nicht gänzlich ablösen. Das Gerät reduziert aber laut Hersteller die Frequenz klassischer Blutzuckermessungen.

Fortschrittlich ist, dass das kleine Kontrollgerät ohne Nadelstiche unter der Haut auskommt. Es eignet sich deshalb besonders für Kinder und ältere Menschen. Gängige Blutzuckermessmethoden arbeiten bislang invasiv. Die Messung erfolgt klassischerweise mittels einer kleinen Menge Blut, die durch einen Nadelstich entnommen wird. Die Blutprobe wird anschließend auf einen Messstreifen aufgetragen, der von einem Messgerät auf der Basis einer chemischen Reaktion zwischen Blut und Teststreifen ausgelesen wird.

Auch modernere Messmethoden wie die beim Continuous Glucose Monitoring (CGM) eingesetzten Sensoren arbeiten meist mit einer subkutanen Nadel. CGM-Sensoren überwachen allerdings die Glucosekonzentration im Gewebe, nicht im Blut.

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Das Konzept des Isaac wurde von PreEvnt bereits auf der CES 2025 vorgestellt. Seit Ende vergangenen Jahres durchläuft das Gerät eine erste klinische Studie an Menschen in Zusammenarbeit mit der Indiana University. Die Studie vergleicht die Leistung von Isaac im Vergleich zu klassischen Methoden zur Überwachung des Blutzuckerspiegels. 2027 soll Isaac von der Food and Drug Administration (FDA), der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel, im Rahmen eines De-Novo-Verfahrens zugelassen werden. Eine De-Novo-Klassifizierung ist ein Zulassungsverfahren von Medizinprodukten in den USA, für die keine vergleichbaren Vorgängerprodukte existieren.

Für den Isaac von PreEvnt wird auch eine Smartphone-App entwickelt, die Blutzuckerwerte und zu sich genommene Lebensmittel protokollieren und auf einer Zeitachse darstellen können soll. Innerhalb der App können Menschen mit Diabetes Notfallkontakte hinterlegen, die bei Bedarf kontaktiert werden sollen. Die App befindet sich laut Wired aktuell in der Endphase der Entwicklung, konnte auf der CES aber bereits getestet werden.

heise online ist offizieller Medienpartner der CES 2026.

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(rah)



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