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Die einfache Kabel-Lösung für das 12V-2×6-Stecker-Problem


Der 12V-2×6-Stecker hat konzeptionelle Probleme, die in Kombination mit den aktuellen Grafikkarten-Designs zu verschmorten Kabeln und beschädigten Grafikkarten sowie Netzteilen führen können. ComputerBase testet ein „Anti-Melt-Kabel“ von Cybenetics Labs, das effektiv dagegen vorgeht und dabei hoch kompatibel ist.

Berichte über Defekte am 12V-2×6-Stromstecker reißen nicht ab

Durchgeschmorte 12V-2×6-Stromstecker, beschädigte Grafikkarten und beschädigte Netzteile; Berichte darüber nehmen nicht ab und Ende 2025 hat es auch die (zugegebenermaßen jenseits aller Stecker-Spezifikationen betriebene) RTX 5090 FE der Redaktion erwischt.

Der 12V-2×6-Anschluss ist das Problem

Vor allem Grafikkarten mit einer hohen Leistungsaufnahme sind davon betroffen, allen voran die GeForce RTX 5090 und die GeForce RTX 4090. Doch auch 3D-Beschleuniger mit einer geringeren Leistungsaufnahme sterben so immer mal wieder; GeForce RTX 4080, GeForce RTX 5080 und Radeon RX 9070 XT gehören mit dazu. Ein System gibt es nicht. Einzig gilt: Je niedriger die Leistungsaufnahme ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass es zu einem Schaden kommt. Unwahrscheinlicher wohlgemerkt, nicht unmöglich.

Geschmolzener 12V-2×6-Stecker
Geschmolzener 12V-2×6-Stecker (Bild: der8auer)

Der Grund dafür liegt in problematischen Spezifikationen des Stromsteckers, viel zu geringen Reserven und einem PCB-Design, das nicht auf die Gegebenheiten des Steckers reagiert. Es ist möglich, dass einzelne Adern definierte Grenzwert in Bezug auf die Stromstärke (9,5 Ampere pro Ader) überschreiten und diese viel zu hohen Ströme dann für einen Defekt infolge viel zu hoher Temperaturen sorgen. Das ist zwar nur eine sehr vereinfachte Version von dem, was passieren kann, aber um das „warum“ soll es in dem Artikel auch nicht gehen.

Der Hardwareschaden tritt in den meisten Fällen nicht sofort ein, meistens sind Tage oder Wochen nötig, bis die Situation eskaliert. Besonders fies daran ist, dass dies auch passieren kann, wenn der Nutzer nichts falsch gemacht hat. Und man bekommt davon auch nichts mit – bis es eben zu spät ist.

Keine Heilung der Ursachen in Sicht

Nun kann stundenlang diskutiert werden, ob es nicht sinnvoller wäre, wenn die Ursache des Problems gelöst würde. Sprich, ein anderer Stecker mit anderen Spezifikationen genutzt würde oder wenn die Hersteller ein anderes PCB-Design mit entsprechenden Schutzschaltungen benutzen würden. Ja, zweifelsohne wäre dies besser. Das wird aber offenbar nicht passieren. Ersteres sowieso nicht und letzteres vermutlich auch nicht. Zumindest deutet nichts darauf hin, dass dies irgendwann passieren wird.

Externe Lösungen sollen helfen

Stattdessen müssen andere Lösungen für das Problem her, die die Ursache zwar nicht beheben, aber die Symptome bekämpfen. In den letzten Wochen und Monaten hat sich diesbezüglich auch schon einiges getan. ASRock und MSI (SafeGuard+) bringen Netzteile auf den Markt, die den 12V-2×6-Stromstecker auf Ader-Ebene überwachen sollen. Das machen jedoch nur die teuren High-End-Modelle. Und wer kein neues Netzteil kaufen möchte, dem bringt dies ohnehin nichts.

MSI GPU Safeguard+
MSI GPU Safeguard+ (Bild: MSI)

Für diejenigen gibt es aber auch Lösungen. Aqua Computer hat den Ampinel angekündigt. Eine externe Hard- und Softwaremischung, die den Stromstecker kontrolliert, die Stromflüsse beeinflussen kann und dessen Sensoren ausgelesen werden können. Nach der Ankündigung des Tools ist seitdem aber nichts mehr geschehen.

Das Thermal Grizzly WireView Pro II (in Kürze im Test)
Das Thermal Grizzly WireView Pro II (in Kürze im Test)

Deutlich weiter ist dagegen Thermal Grizzly mit dem WireView Pro II. Auch das WireView Pro II wird zwischen Grafikkarte und Grafikkarten-Stromstecker gesteckt, um die Ströme sowie Temperaturen des Steckers zu kontrollieren. Geraten die Sensordaten aus den Fugen, gibt das Tool einen Alarm aus und kann den Rechner herunterfahren.

Darüber hinaus gibt es eine Software zum Auslesen der Sensordaten und Thermal Grizzly gewährt eine Garantie auf die Hardware: Wenn die Grafikkarte trotz Einsatz des WireView Pro II einen Stromsteckerschaden erleidet, sorgt Thermal Grizzly für die Reparatur oder einen Ersatz. Entsprechend ist das Gerät mit 120 Euro aber eben auch etwas teurer. ComputerBase wird das WireView Pro II in Kürze testen.

Heute geht es aber um ein anderes Produkt. Ein Produkt, was es so noch nicht zu kaufen gibt. Das an dieser Stelle als „Anti-Melt-Kabel“ bezeichnete Produkt von Cybenetics Labs, denn auch einen Handelsnamen hat es noch nicht.

Die Kabel-Lösung von Cybenetics Labs im Detail

Hard- und Software – Hand in Hand

Entwickelt wurde das Kabel von Aris Mpitziopoulos, der unter anderem auch das von ComputerBase in Grafikkarten-Tests eingesetzte Hardwaretool „Powenetics V2“ zur Messung der Leistungsaufnahme gebaut hat. Bekannter ist er jedoch für die Hardware-Seite Hardware Busters und noch einmal deutlich mehr für Cybenetics, das mittlerweile eigentlich auf jedem Netzteil als Zertifikat zu finden ist.

Das Anti-Melt-Kabel im Test

Auch das Anti-Melt-Kabel ist eine Kombination aus Hard- und Software. Die Hardware nimmt aber einen anderen Ansatz als bei den anderen Produkten von Thermal Grizzly und Aqua Computer. Denn das Kabel ist schlicht nur ein Kabel mit einer kleinen Box im Kabelstrang. An einem Ende gibt es einen 12V-2×6-Stecker, am anderen ist noch einer. Dazwischen ist noch eine schwarze Box mit einer kleinen LED verbaut, in der sich die Elektronik verbirgt und das war es dann auch. Ein Display oder einen Lüfter gibt es nicht.

Das Kabel passt auf alle Grafikkarten

Das hat nicht nur den Vorteil, dass die Lösung günstiger zu produzieren sein sollte. Darüber hinaus ist das Kabel mit allen Gehäusen, allen CPU-Kühlern und allen Grafikkarten kompatibel. So passen zum Beispiel weder das Ampinel noch das WireView Pro II auf Nvidias RTX 5000 Founders Edition und auch auf einige wenige Custom-Designs nicht. Mit dem Anti-Melt-Kabel ist das kein Problem.

Auch große CPU-Kühler wie der Noctua NH-D15 G2 können in Kombination mit bestimmten Grafikkarten dazu führen, dass Ampinel oder WireView Pro II nicht nutzbar sind. Mit dem Anti-Melt-Kabel ist auch das kein Problem. Die Kompatibilität ist damit auf jeden Fall besser.

Das Kabel lässt sich einfacher verstecken

Hinzu kommt noch, dass das Kabel deutlich besser zu verstecken ist. Das WireView Pro II ist dagegen immer prominent im Weg und beeinflusst die Optik zwangsweise deutlich.

Das Anti-Melt-Kabel in der Praxis
Das Anti-Melt-Kabel in der Praxis

Zaubern kann das Kabel aber natürlich nicht: Eine große Einschränkung besteht darin, dass es direkt ans Netzteil angeschlossen werden muss. Der aktuelle Prototyp wird dabei mittels 12V-2×6 ans Netzteil angeschlossen, jedes native 12V-2×6-Netzteil ist entsprechend kompatibel. Setzt das eigene Netzteil dagegen auf zwei 8-Pin-Anschlüsse, ist entsprechend ein anderes Kabelende notwendig.

Apropos Prototyp: Das von ComputerBase getestete Kabel entspricht noch nicht völlig der finalen Variante, soll aber ihr sehr nahekommen. Funktional gibt es keinerlei Unterschied.

Der Marktstart steht in den Sternen

Das viel größere Problem ist allerdings: Bis dato konnte kein Partner beziehungsweise Distributor gefunden werden, mit dem das finale Produkt in Serie gefertigt und vertrieben werden kann. Insbesondere Distributoren sind vielmehr auf der Suche nach höherpreisigen Produkten, was aber nicht der Sinn der Entwicklung gewesen ist: Cybenetics Labs würde gerne nahe der Selbstkosten verkaufen. Ob das Kabel so in den Handel kommt, bleibt zur Veröffentlichung dieses Artikels also noch ungewiss.

Das Anti-Melt-Kabel im Praxiseinsatz

Das Anti-Melt-Kabel in Betrieb zu nehmen ist simpel: Das Kabel wird ganz normal an das Netzteil und an die Grafikkarte angeschlossen.

Mit oder ohne USB-Verbindung

Darüber hinaus kann die Elektronik-Box mittels USB Type-C an den Rechner angeschlossen werden – ob an USB 2, USB 3 oder Type-C, ob intern oder extern, das macht keinen Unterschied. Das Kabel ist nötig, um die Software zu konfigurieren und die Sensoren zu protokollieren. Wer das nicht möchte oder braucht, kann das Kabel trotzdem verwenden: Alle Warn- und Schutzfunktionen des Kabels funktionieren auch ohne USB-Verbindung zum Rechner. Genauso ist es möglich, die Grenzwerte mit Kabel in der Software einzustellen und dann das Kabel zu entfernen. Die eingestellten Werte werden dann übernommen.

Die Grenzwerte und Warnungen können konfiguriert werden

Die Grenzwerte für die Schutzfunktionen lassen sich per Software auf dem Desktop konfigurieren. Unter dem Punkt „Over Current Trigger Point“ lässt sich die maximale Stromstärke der einzelnen Leitungen einstellen, bevor eine Warnung ausgegeben wird.

Einstellbar sind Werte zwischen acht und 12 Ampere, wobei zehn Ampere die Empfehlung bei einer GeForce RTX 5090 ist. In der aktuellen Software-Version sind werksseitig 12 Ampere als der Standard eingestellt. Wichtig ist dann noch die maximal erlaubte Temperatur unter dem Punkt „Over Temperature Trigger Point“. Zwischen 80 und 95 Grad sind dort konfigurierbar, 80 Grad ist dort ein sinnvoller Wert.

Die Software des Anti-Melt-Kabels
Die Software des Anti-Melt-Kabels
Maximal einstellbare Trigger-Punkte
Maximal einstellbare Trigger-Punkte

Wichtig sind ferner die Optionen für „Buzzer Warning Period“ und „Protection Kick In Period“. Ersterer gibt die Zeitspanne an, nach deren Überschreitung eines Grenzwertes ein Warnton über einen Buzzer im Kabel ausgegeben wird. Letztere bestimmt, nach welcher weiteren Zeitspanne das Kabel die Stromverbindung kappt. In beiden Fällen sind zehn Sekunden der Standardwert, was sinnvoll erscheint. Das sind die wichtigsten Funktionen der Software.

Wer nun auf „Apply“ drückt, braucht auch die Software nicht mehr. Sämtliche Schutzfunktionen werden im Kabel gespeichert, die Software ist nur optional. Zweifelsohne interessant an dieser ist jedoch die Überwachung des Kabels. Denn die Stromstärke aller sechs Leitungen und die Temperaturen an beiden Enden des Kabels sowie mittig in der Elektronikbox lassen sich in Echtzeit auslesen. Ungefähr alle 100 Millisekunden wird der Messwert aktualisiert, zehn Werte pro Sekunde gibt es also.

Logging inklusive Chartverlauf

Die Software hat auch noch weitere Funktionen: So gibt es auch Charts, die die Stromstärke und Temperaturen grafisch auswerten. Das funktioniert jedoch nur bedingt gut, denn die Grafiken sind sehr klein und lassen sich nicht vergrößern. Man erkennt also entsprechend wenig. Das soll sich zu einem späteren Zeitpunkt aber vielleicht noch ändern.

Interessanter ist da die Logging-Funktion. Denn sämtliche Messwerte lassen sich auf Wunsch in einem Log festhalten, der sich dann in der Software selbst angesehen oder optional als Excel-Datei exportiert werden kann. Das funktioniert auch bei längeren Messreihen einwandfrei.

Die Log-Funktion des Anti-Melt-Kabels
Die Log-Funktion des Anti-Melt-Kabels

Zu guter Letzt lässt sich noch einstellen, ob das Tool mit dem Windows-Start mitgestartet werden soll.

Das Anti-Melt-Kabel in der Praxis

So weit die Theorie, nun zur Praxis. Durch Drücken von „Open“ zeigt das Tool die Sensorik in der Software an. Wird nun ein Spiel gestartet, lassen sich in Echtzeit die Stromstärken und Temperaturen des Kabels beobachten. In Spielen steigen die Werte entsprechend an.

Abweichungen werden sofort signalisiert

Was nun nicht passieren sollte, ist, dass auf der rechten Seite der Software ein „Alarm“ angezeigt wird. Taucht dieser nur mal kurzzeitig auf oder auch kurzzeitig immer mal wieder auf, ist das noch kein Problem. Gerade bei einer GeForce RTX 5090 passiert dies regelmäßig, da die Stromstärken über die einzelnen Kabelstränge kurzzeitig immer mal wieder den maximal erlaubten Wert überschreiten. Das ist aber noch absolut ungefährlich und löst auch keine der Schutzfunktionen des Kabels aus.

Warnung bei Dauerhafter Grenzwertverletzung

Das ändert sich erst, wenn ein Wert dauerhaft überschritten wird. In dem Fall dauert es, solange kein anderer Wert konfiguriert worden ist, zehn Sekunden, bis der Buzzer einen dauerhaften Warnton ausgibt. Dabei muss man sich keine Sorgen machen, den Warnton zu überhören, denn er ist prägnant auffällig. Selbst unter einem Kopfhörer sollte man diesen eigentlich durchweg hören können.

Ein Beispiel an der GeForce RTX 5090 Founders Edition mit einem bereits in Mitleidenschaft gezogenen Stecker:

Zum Schluss kappt das Kabel die Stromverbindung

Und auch wenn nicht, ist dies kein Beinbruch. Denn zehn Sekunden, nachdem der Warnton das erste Mal ertönt, greift die zweite Schutzfunktion, solange kein anderer Zeitraum eingestellt worden ist: Das Anti-Melt-Kabel kappt schlicht die gesamte Stromverbindung zur Grafikkarte. In dem Fall wird der Monitor dunkel, der Rechner funktioniert nicht mehr und die Leistungsaufnahme über das Kabel beträgt null. Auch die Lüfter stehen also still. Der Rechner bleibt an, aber das ist kein Problem.

Wer auf die Software verzichtet, bekommt den Alarm zwar nicht optisch mit, der akustische Warnton und das Abschalten der Stromversorgung funktioniert aber weiterhin.

Schlussworte

Das von Cybenetics Labs entwickelte „Anti-Melt-Kabel“ tut, was es soll und das sehr gut. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Auch dieses Kabel löst natürlich nicht die Ursache des Problems, aber es reduziert effektiv die Gefahr, dass es zu Lebzeiten der eigenen Grafikkarte ein Problem mit dem 12V-2×6-Stecker geben wird, das nicht rechtzeitig auffällt und zum Defekt der sündhaft teuren Grafikkarte und/oder des Netzteils führt.

Das Anti-Melt-Kabel an der Asus GeForce RTX 5090 Astral mit 600 Watt
Das Anti-Melt-Kabel an der Asus GeForce RTX 5090 Astral mit 600 Watt

Das Kabel geht dabei den minimalistischen Weg: Funktional wird absolut alles geboten, was es für einen guten Schutz benötigt. Auch hochwertigere Lösungen schützen die Grafikkarte nicht besser. Denn auch die Software kann alles, was es zur Konfiguration des Kabels und zur optionalen Überwachung benötigt.

Die Schutzmechanismen und Warnungen haben im Test gut und fehlerfrei funktioniert. Probeweise wurde auch kurzfristig die bereits zuvor in der Redaktion angeschmorte GeForce RTX 5090 FE ausprobiert, an der das Anti-Melt-Kabel sofort die zwei (sichtbar) zwar nicht komplett defekten, aber nicht mehr korrekt leitenden Kontakte im Stromstecker angezeigt hat. Bei längeren Lastphasen hätte das Tool sicherlich auch Alarm gegeben, doch einen weiteren Schaden wollte die Redaktion nicht provozieren.

Im Vergleich zum Thermal Grizzly WireView Pro II (Test folgt in Kürze) fehlen zwar einige Komfort-Features und eine Zusatzgarantie. Diese sind aber eben nur optional und bringen erst einmal keine zusätzliche Sicherheit.

Die Umsetzung als „einfaches Kabel“ hat dabei auch seine Vorteile: Das Anti-Melt-Kabel lässt sich deutlich besser im Gehäuse verstecken als die anderen Lösungen. Und es ist kompatibel mit absolut jeder 12V-2×6-Grafikkarte. Ob Custom-Design oder Founders Edition macht da keinen Unterschied. WireView Pro II gibt es hingegen vom Hersteller selbst schon in zwei Varianten für beide von Herstellern genutzten Stecker-Orientierungen, ist bei Grafikkarten mit gewinkeltem Anschluss (Founders Edition) oder Modellen mit sehr tief im Kühler sitzendem Stecker aber trotzdem gar nicht nutzbar.

Die defekte GeForce RTX 5090 FE
Die defekte GeForce RTX 5090 FE

Bleibt am Ende nur zu hoffen, dass das Anti-Melt-Kabel Cybenetics Labs trotz der aktuell nicht erfolgreichen Suche nach einem Partner und Distributor doch noch auf den Markt kommt. Denn es ist die perfekte Minimallösung, die für einen umfangreichen Grafikkartenschutz benötigt wird. Alles weitere ist optionaler Komfort, gegen den per se nichts spricht, der aber eben nicht benötigt wird – und die Kompatibilität einschränkt.

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Aliro startet: Digitaler Smartphone-Schlüssel per NFC, UWB und BLE


Die Connectivity Standards Alliance (CSA) hat den Start des neuen Kommunikationsstandards Aliro in Version 1.0 bekanntgegeben. Aliro ist ein neuer, offener Standard der CSA für sichere, mobile Zutrittskontrollen, der Smartphones und Wearables als Schlüssel nutzt. Es wird erwartet, dass Smart Locks künftig diesen Standard nutzen.

Auch wenn Smart Locks und der Ersatz des physischen Schlüssels für die Haustür das bekannteste Anwendungsgebiet für Aliro sind, ist der Standard sehr viel umfassender ausgelegt und soll auch den Zugang etwa zu Büros, Universitäten, Wohnanlagen oder in der Gastronomie regeln.

Integration in die Wallets von Apple, Google und Samsung

Eine weite Verbreitung und die Durchsetzung des Standards wird auch deshalb erwartet, da Apple, Google und Samsung seine Unterstützung und die Integration in die mobilen Wallets der Unternehmen angekündigt haben. Dies erleichtert die Nutzung per Smartphone im Alltag enorm, da Nutzer nicht zwischen verschiedenen Plattformen oder Apps hin und her wechseln müssen, sondern die native Wallets des Geräts nutzen können.

Bluetooth, NFC oder UWB zur Erkennung

Der herstellerübergreifende Standard unterstützt Bluetooth Low Energy (BLE), NFC und Ultra-Wideband (UWB), so dass eine breite Interoperabilität gewährleistet ist. Eine asymmetrische Kryptografie gewährleistet die sichere Übertragung zwischen Endgerät und Lesegerät. Für die Zukunft arbeitet die CSA bereits an einer Erweiterung des Standards, der auch die sichere Weitergabe digitaler Schlüssel beinhalten soll.

Aliro erfordert in den Geräten wie Smart Locks, die den Standard nutzen wollen, in der Regel allerdings neue Hardware, da ein spezifischer Funkchip notwendig ist. Ein einfaches Softwareupdate für bestehende Produkte ist deshalb in der Regel nicht möglich.

Laut CSA werden zu den ersten Unternehmen, die Produkte mit Aliro auf den Markt bringen, die folgenden Unternehmen gehören, die auch an der Entwicklung beteiligt waren: Apple, Allegion, Aqara, Google, HID, Kastle, Kwikset, Last Lock, Nordic, Nuki, NXP, Qorvo, Samsung und STMicroelectronics.

Unterschied zu Matter

Die CSA ist dieselbe Organisation, die auch den Smart-Home-Standard Matter entwickelt hat und fortwährend weiterentwickelt. Der Unterschied zwischen Matter und Aliro liegt darin, dass Matter auf die Steuerung von Smart-Home-Geräten beispielsweise über WLAN oder Thread ausgerichtet ist, während Aliro speziell auf die direkte Nahfeldkommunikation zwischen Türschloss und Endgerät ausgelegt ist.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von der Connectivity Standards Alliance unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.



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FreeBuds Pro 5: Neues Design und neue Technik für die ANC-In-Ears


Huawei bringt mit den FreeBuds Pro 5 neue In-Ear-Kopfhörer, die mit einer verbesserten Technik, einem kleineren Design und einem unveränderten Preis seit der ersten Generation um die Käufer buhlen. Auch bei der Audio-App von Huawei gibt es Veränderungen.

Neues Design für bessere Verbindung und Halt

Das neue ovale Design der FreeBuds Pro 5 setzt auf ein neues ovales Element an der Außenseite, das zugleich als Antenne fungiert und die Bluetooth-Verbindung deutlich verbessern soll. Huawei spricht von einer um 38 Prozent verbesserten Reichweite und einer doppelt so guten Verbindung. Gleichzeitig sind die FreeBuds Pro 5 10 Prozent kleiner und 6 Prozent leichter als der Vorgänger, die FreeBuds Pro 4 (Test). Doch nicht nur die Größe hat sich verändert, sondern auch die Form, denn Huawei hat bei den FreeBuds Pro 5 die Proportionen geändert und die Ohrhörer an manchen Stellen schmaler, an anderen dafür dicker gemacht, was den Tragekomfort und Halt verbessern soll, indem der Schwerpunkt weiter nach vorne verlagert wird.

Huawei FreeBuds Pro 5 (Bild: Huawei)

Besser gegen Wasser geschützt

Wie die FreeClip 2 (Test) verfügen auch die FreeBuds Pro 5 nun über ein IP57-Zertifizierung, während die Vorgänger noch mit IP54 auskommen mussten. Der Schutz gegen Wasser hat sich somit von „Spritzwasser“ auf „zeitweiliges Untertauchen“ verbessert.

Huawei FreeBuds Pro 5 (Bild: Huawei)

Zwei Treiber mit eigenem DAC und DSP

Auch mit den FreeBuds Pro 5 hält Huawei an der Audio-Architektur mit zwei Audio-Treibern je Ohrhörer fest. Neu ist, dass nun jeder Treiber über einen eigenen DAC und eine eigene DSP verfügt. Darüber hinaus wurden auch die Treiber neu entwickelt. Der Hochtöner misst 6 mm im Durchmesser und sitzt vor dem dynamischen Treiber mit 11 mm Durchmesser. Letzterer soll 45 Prozent weniger Verzerrung aufweisen und für klarere Bässe sorgen.

Huawei FreeBuds Pro 5 (Bild: Huawei)

Bluetooth 6.0 und bis zu 2,3 Mbit/s

Besitzer eines Huawei Mate X7 (Test) oder eines Mate 80 Pro können bei den FreeBuds Pro 5 erneut über L2HC 4.0 mit 2,3 Mbit/s das Audiosignal verlustfrei übertragen. Für andere Android-Smartphones ist mit LDAC ein HD-Codec verfügbar. Für die Funkverbindung setzen die FreeBuds Pro 5 auf Bluetooth 6.0, Auracast wird von diesen jedoch nicht unterstützt.

Huawei FreeBuds Pro 5 (Bild: Huawei)

Um 220 % verbessertes ANC

Beim Active Noise Cancelling (ANC) wirbt Huawei mit einer Verbesserung um 220 Prozent im Vergleich zu den FreeBuds Pro 4. Für die Geräuschfilterung sind erneut drei Mikrofone in jedem Ohrhörer verbaut. Der Frequenzbereich des ANC wurde jedoch auf 6 kHz erweitert, so dass auch höherfrequente Töne besser gefiltert werden sollen. Eine NPU mit MIMO AI unterstützt die Erkennung und Eliminierung der Hintergrundgeräusche.

Dies soll auch der Sprachqualität bei Anrufen zugute kommen, denn Huawei möchte Windgeräusche besser als bei der letzten Generation eliminieren können.

Adaptive Lautstärke und Spatial Audio

Neben Spatial Audio unterstützen die FreeBuds Pro 5 auch adaptive Lautstärke, so dass sich diese automatisch der Lautstärke der Umgebungsgeräusche anpasst.

Längere Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit der FreeBuds Pro 5 soll länger ausfallen als bei den FreeBuds Pro 4. Huawei gibt sie mit bis zu 9 Stunden ohne ANC allein für die Ohrhörer und bis zu 38 Stunden in Verbindung mit dem Ladecase an. Beim Vorgänger liegt sie hingegen bei 7 respektive 33 Stunden.

Huawei FreeBuds Pro 5 (Bild: Huawei)

Huawei Audio Connect statt AI Life App

Neu ist auch, dass für die Konfiguration und Einstellungen der FreeBuds Pro 5 über das Smartphone nicht mehr die AI-Life-App von Huawei genutzt wird, sondern nun auf die Huawei Audio Connect App zurückgegriffen werden kann. Sie ist kostenlos sowohl für Android als auch iOS verfügbar und bietet im Bereich Audio grundsätzlich dieselben Funktionen wie die AI-Life-App, die nun nur in eine eigene App ausgelagert wurden.

Preis und Verfügbarkeit

Die Huawei FreeBuds Pro 5 sind ab sofort für 199 Euro erhältlich – seit der ersten Generation hält Huawei diesen Preis, was de facto einer kontinuierlichen Preissenkung gleichkommt. Bis zum 5. April erhalten Käufer zudem 30 Euro Rabatt. Als Farben stehen Weiß, Grau, Dunkelblau und Sand zur Auswahl. Nur das dunkelblaue Modell ist dabei mit einem Ladecase aus veganem Kunstleder ausgestattet.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Huawei unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.



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Humble Bundle: Gegen Ratten, Ritter, Monster und Vampire


Humble Bundle: Gegen Ratten, Ritter, Monster und Vampire

Humble Bundle feiert aktuell seinen 15. Geburtstag und lässt nicht nur verlautbaren, dass in den letzten 15 Jahren umgerechnet rund 233 Millionen Euro für wohltätige Zwecke gespendet wurden, es wurde auch 15 spezielle Bundles angekündigt, die in den nächsten 12 Monaten erscheinen sollen.

Bei diesen 15 Spezial-Bundles wird es sich aber nicht nur um Spiele-Bundles handeln. Die Bundles sollen die „überzeugendsten Inhalte überhaupt“ umfassen. Bezogen auf Spiele-Bundles sind damit vermutlich hochkarätige (Triple-A-) Titel gemeint.

Buntes Bundle mit viel Abwechslung

Wann genau das erste Spezial-Bundle erscheint, ist noch nicht klar. Um die Zeit bis dahin zu verkürzen, gibt es aktuell eine ganze Auswahl an Bundles. Eines davon ist das Focus-Entertainment-Bundle, mit sechs Titel des gleichnamigen französischen Publishers. Focus Entertainment ist als Publisher wiederum auf kein bestimmtes Genre festgelegt und hat etliche Spiele im Portfolio, von Rollenspielen, über Indie-Titel, Shooter und mehr.

Genauso bunt gemischt ist auch das aktuelle Focus-Entertainment-Bundle. Es enthält sechs Titel, die auf drei Stufen verteilt sind.

Stufe 1

  • Curse of the Dead Gods – 82 Prozent
  • Shady Part of Me – 90 Prozent

Stufe 2

  • A Plague Tale: Innocence – 92 Prozent
  • Evil West – 73 Prozent

Stufe 3

  • Atlas Fallen: Reign Of Sand – 71 Prozent
  • A Plague Tale: Requiem – 89 Prozent

Mit 90 Prozent eines der bestbewertesten Spiele im Bundle ist „Shady Part of Me“, das bereits in Stufe 1 verfügbar ist. Es handelt sich um einen atmosphärischen Puzzle-Plattformer. Das bekannteste Spiel beziehungsweise die bekannteste Spielserie dürfte „A Plague Tale“ sein. Der erste Teil „A Plague Tale: Innocence“ erschien 2019 und wurde zum Überraschungshit. Der zweite Teil „A Plague Tale: Requiem“ erschien drei Jahre später und wurde allgemein ebenfalls sehr gut bewertet. Auch auf ComputerBase kam der Titel gut weg, vor allem die hübsche Grafik wusste zu überzeugen.

In beiden Teilen steuert man Amicia und ihren Bruder Hugo durch das von der Pest gezeichnete und von Ratten überlaufene Frankreich des 14. Jahrhunderts. Im Kampf unter anderem gegen die Inquisition, liegt der Fokus vor allem auf den Stealth-Elementen, denn Amicia und Hugo müssen den Rittern und Ratten ein ums andere Mal ausweichen. Für dieses Jahr wurde ein dritter Teil angekündigt, der als Prequel allerdings 15 Jahre vor den Ereignissen des ersten Teils spielt.

Curse of the Dead Gods“ ist ein isometrisches Action-Roguelike-Spiel mit Dungeon-Crawling-Elementen. Das heißt, der Spieler kämpft sich durch zufällig generierte Tempel, sammelt Beute, besiegt Feinde und versucht immer wieder tiefer vorzudringen – diverse Tode inklusive. Im Third-Person-Actionspiel „Evil West“ tritt man als Vampirjäger Jesse Rentier gegen Horden von übernatürlichen Wesen in einem alternativen Western-Setting an. Zu guter Letzt ist „Atlas Fallen: Reign Of Sand“ ein Action-Rollenspiel vom deutschen Entwickler Deck13 aus dem Jahr 2023. Die offene Spielwelt ist von verfallenen Städten, magischen Ruinen und allerlei magischen Kreaturen geprägt. Die Kämpfe gegen die teils übergroßen Kreaturen lassen an Monster Hunter erinnern.

Spielen und Gutes tun

Ein Teil der Erlöse geht wie immer bei Humble an eine gemeinnützige Organisation. In diesem Fall ist das NPower. NPower ist eine Organisation, die sich auf berufliche Ausbildung, Berufsberatung und Karriereförderung spezialisiert hat, insbesondere für junge Menschen und Personen aus benachteiligten Verhältnissen.

Preis und Verfügbarkeit

Das Focus-Entertainment-Bundle hat auf Steam einen Gegenwert von 181,60 Euro. Stufe 1 kostet 6,02 Euro, für Stufe 2 werden 18,07 Euro fällig und Stufe 3 schlägt schließlich mit 25,10 Euro zu Buche. Das Bundle ist noch bis zum 14. März 2026 erhältlich.



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