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Künstliche Intelligenz

Top 10: Das beste Kurbelradio im Test – Rundfunkempfang bei Stromausfall


Ein Kurbelradio mit Dynamo funktioniert auch bei Stromausfall. Wir zeigen die besten mobilen Radios mit Powerbank, Solarpanel und Taschenlampe.

Im Notfall ist neben der Kommunikation eine aktuelle Informationslage wichtig. Was ist passiert, wer ist betroffen und wann kommt Hilfe? Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt in seiner Checkliste (PDF) deshalb als Teil der Vorsorge für den Notfall ein Rundfunkgerät, das für den Batteriebetrieb geeignet ist – oder eben ein Kurbelradio, denn das ist immer einsatzbereit.

Doch welche Geräte sind nur Spielzeug, welche sind sinnvoll und lassen sich auch im Alltag nutzen? Wir haben mehrere Kurbelradios getestet und zeigen, welche davon die besten Notfallradios sind. Um Geräte mit CD-Player oder MP3-Player handelt es sich dabei nicht.

Auch wenn die aktuelle weltpolitische Situation den Eindruck erweckt, solche Geräte seien wieder besonders sinnvoll, handelt es sich bei Kurbelradios dennoch um eine aussterbende Gattung. Das zeigt sich unter anderem daran, dass unser bisheriger Testsieger sowie zwei weitere Geräte inzwischen nicht mehr erhältlich sind. Wir stellen hier zehn Modelle vor, die aktuell noch gekauft werden können und sich gut als Notfallradio eignen. Die Kollegen von der c’t haben sich ebenfalls mit dem Thema auseinandergesetzt: Sechs Kurbelradios für den Notfall im Test.

Welches Notfallradio mit Kurbel ist am besten?

Testsieger ist das Albrecht DR 114 für 78 Euro. Verarbeitung sowie Kurbel haben den besten Eindruck hinterlassen. Das Notfallradio ist zwar recht groß, aber eignet sich auch gut als Laterne beim Camping sowie als Bluetooth-Lautsprecher (Bestenliste) mit gutem Sound.

Sehr kompakt und sogar „Made in Germany“ ist das hochwertige Radio Soundmaster DAB112OR ab 80 Euro – die beste Wahl für unterwegs und im Alltag. Preis-Leistungs-Sieger ist das Mesqool CR1009 Pro DAB für 52 Euro.

KURZÜBERSICHT

Das Albrecht DR 114 ist ein robustes und vielseitiges Outdoor- und Notfallradio mit DAB+/UKW, Bluetooth, einwandfreiem Klang sowie Licht-, SOS- und Notladefunktionen. Es überzeugt durch hohe Verarbeitungsqualität und IPX5-Spritzwasserschutz. Mit rund 78 Euro ist es für ein Kurbelradio vergleichsweise teuer, bietet dafür aber überdurchschnittliche Ausstattung und Klangqualität.

VORTEILE

  • DAB+
  • großer Akku
  • Solarpanel & Campinglicht
  • Bluetooth
  • ordentlicher Klang

NACHTEILE

  • groß
  • schwer
  • teuer
  • kein Kopfhörer-Ausgang
  • Empfangsprobleme innerhalb von Gebäuden

Das Mesqool CR1009 Pro DAB überzeugt mit DAB+-Empfang, einem flexiblen Stromversorgungskonzept und nützlichen Zusatzfunktionen wie Wecker, Powerbank und zwei Lampentypen. Besonders positiv hervorzuheben sind der große 5000-mAh-Akku und der faire Preis von knapp 52 Euro. Damit ist es der Preis-Leistungs-Sieger dieser Bestenliste.

VORTEILE

  • günstig
  • DAB+
  • kompakt
  • kräftiger Akku

NACHTEILE

  • Micro-USB
  • einfache Verarbeitung
  • kurze Kurbel

Das Soundmaster DAB1120OR überzeugt mit kompakter Bauweise, DAB+, Bluetooth und nützlichen Features wie Taschen- und Leselampe. Dank des geringen Gewichts und der kleinen Abmessungen ist es ideal als Reisebegleiter oder Küchenradio. Schwächen zeigen sich im kleinen 2500-mAh-Akku und der wenig robust wirkenden Kurbel. Für Nutzer, die ein leichtes und vielseitiges Notfallradio aus deutscher Produktion suchen, ist es dennoch eine interessante Option. Der Preis von 80 Euro ist aber zu hoch.

VORTEILE

  • DAB+
  • Bluetooth
  • Made in Germany

NACHTEILE

  • einfache Verarbeitung
  • wenig stabile Kurbel
  • kleiner Akku

Ratgeber

Welches Radio für den Notfall?

Alle getesteten Geräte empfangen FM (Frequenzmodulation, oft auch als UKW bezeichnet), leider bieten nicht alle AM (Amplitudenmodulation). Das ist schade, denn für den Notfall bietet AM einige Vorteile. Dazu gehört etwa die geringere Anfälligkeit für Störungen sowie die Verfügbarkeit auch auf Mittelwellen, die insbesondere nachts eine größere Reichweite ermöglichen.

Viele Modelle unterstützen dafür bereits DAB+ (Digital Audio Broadcasting). Letzteres besticht durch gute Empfangsqualität ohne Rauschen. Eigentlich war für Deutschland geplant, die analoge Radio-Übertragung bis 2015 endgültig einzustellen und den Rundfunk danach nur noch digital zu verbreiten. Doch dies misslang aufgrund der geringen Verbreitung der Empfangsgeräte für DAB+. Laut dem Digitalisierungsbericht Audio 2022 steht in 79 Prozent der deutschen Haushalte ein analoges UKW-Radio; lediglich in 31 Prozent der Haushalte ist ein DAB+-Radio für Digitalempfang vorhanden.

Zurück zu den Radios mit Handkurbel: Die Geräte mit DAB+ sind meist teurer als diejenigen, die nur UKW empfangen. Wer wenig investieren will, der ist aktuell mit einem analogen Radio gut versorgt – zumal davon auszugehen ist, dass im Notfall auch UKW-Sender aktiviert werden, um große Teile der Bevölkerung zu erreichen. Wer das Radio aber auch im normalen Betrieb verwenden und sich zukunftsfähig aufstellen will, sollte auf DAB+ setzen.

Für die Zukunft relevant ist in Europa das Automatic Safety Alert (ASA)‑System, das die ursprünglich geplante Emergency Warning Functionality (EWF) abgelöst hat. Ziel ist es, die Bevölkerung in Krisen‑ und Katastrophenfällen schnell und gezielt zu warnen.

In Deutschland ist ASA Teil des modularen Warnsystems und nutzt für die Rundfunkverbreitung ausschließlich DAB+. Über das digitale Radioprofil können Warnmeldungen automatisch empfangen und auf kompatiblen Geräten auch bei ausgeschaltetem Radiobetrieb ausgelöst werden.

Grenzen von ASA: Die Funktion steht nur auf DAB+-fähigen und entsprechend zertifizierten Empfangsgeräten zur Verfügung. UKW‑Radios, einfache Digitalradios ohne ASA‑Unterstützung sowie ältere Geräte können diese Warnmeldungen nicht automatisch empfangen. Zudem ist ASA auf die Rundfunkübertragung beschränkt und ersetzt keine Mobilfunk‑basierten Warnsysteme wie Cell Broadcast oder Warn-Apps.

Wie sinnvoll ist ein Kurbelradio?

Die Akkus eines Kurbelradios werden mit einem Dynamo geladen, der mit der namensgebenden Kurbel angetrieben wird. Das ist bei den getesteten Radios allerdings sehr mühsam und nur ein Exemplar aus unserem Vergleichstest hat eine einigermaßen lange Kurbel, sodass dieser Vorgang nicht zur Qual wird. Allen gemein ist jedoch der kleine Knauf, der schon nach mehreren Minuten zu Schmerzen führt. Je nach Gerät und Lautstärke sind etwa 15 bis 20 Minuten Kurbeln für rund eine Stunde Radiobetrieb nötig. Für den Alltag ist das nichts, für den Notfall aber besser als nichts.

Zusätzlich haben alle Geräte in unserem Testfeld eine kleine Solarzelle auf der Oberseite. In der Praxis ist der Energieertrag der kleinen Solarzellen sehr gering, weil diese viel zu klein sind und das tragbare Radio mehrere Stunden in vollem Sonnenschein stehen müsste – aber sollte es tatsächlich mal zu einem längeren Stromausfall kommen, ist auch das eine denkbare Notlösung.

Alle Radios der Bestenlisten verfügen über einen Akku, der über USB-C oder Micro-USB geladen werden kann. Vier Modelle bieten zudem einen Schacht für Batterien. Das Laden per USB ist auch über eine Powerbank (Bestenliste) möglich. Viele Kurbelradios dienen ebenfalls als Energiequelle für angeschlossene Geräte und werden so selbst zur Powerbank.

Alle Kurbelradios verfügen über eine LED mit davor gesetzter Linse, die wie eine Taschenlampe funktioniert. Sogar unterschiedliche Helligkeitsstufen und ein automatisches SOS-Morsesignal sind vorhanden. Dazu kommen bei einigen Geräten LEDs unter den ausklappbaren Solarzellen hinzu, die als Leselampe dienen. Praktisch ist das allemal, auch in Situationen, die niemand als Notfall bezeichnen würde.

Viele der Geräte haben eine Notfalltaste, mit der ein lauter, durchdringender Alarm ausgelöst wird. Diese Tasten sind zum Glück weit von den normalen Bedienelementen entfernt angebracht, sodass Fehlbedienungen eher selten passieren dürften. Das mag in Kinderhänden aber anders aussehen.

Einige Radios sind zudem wasserfest oder vereinzelt sogar wasserdicht und bieten einen automatischen Sendersuchlauf sowie einen Senderspeicher. Die Tonqualität ist höchst unterschiedlich, auch bei der Akkukapazität gibt es größere Differenzen. Das Kurbeln ist bei allen Radios letztlich so mühsam, dass diese Option von den meisten Anwendern wirklich nur im absoluten Notfall bei leerem Akku verwendet werden dürfte. Die Solarladefunktion ist bei allen Geräten nur nützlich, wenn das Gerät mehrere Stunden zur Sonne ausgerichtet steht.

Fazit

Alle Geräte empfangen UKW, aber nicht alle DAB+. Obwohl UKW immer noch weitverbreitet ist, empfehlen wir zum Kauf ein Radio mit Digitalempfänger – nur das ist zukunftssicher. Weil das Kurbeln sehr mühsam sein kann, raten wir zu Modellen mit einem großen Akku oder einem Batteriefach.

Der Testsieger Albrecht DR 114 überzeugt mit gutem Klang, vielfältigen Empfangsmöglichkeiten, einem hochwertigen Gehäuse und einem großen Akku. Das Gerät eignet sich zudem als Camping-Licht und Bluetooth-Speaker für satten Sound unterwegs. Eine kompakte und günstige Alternative für Urlaub und Reisen kommt von Soundmaster. Preiswert ist zudem das Kurbelradio von Mesqool.

Mehr Produkte für den Notfall zeigen wir hier:

BESTENLISTE

Testsieger

Albrecht DR 114

Albrecht DR 114 im Test: Das beste Kurbelradio – LED, DAB+ & Bluetooth inklusive

Campinglampe, Bluetooth-Lautsprecher und Notfallradio und Kurbel zur Stromversorgung: Das Albrecht DR 114 ist ein praktischer Begleiter für Urlaub oder den Krisenfall.

VORTEILE

  • DAB+
  • großer Akku
  • Solarpanel & Campinglicht
  • Bluetooth
  • ordentlicher Klang

NACHTEILE

  • groß
  • schwer
  • teuer
  • kein Kopfhörer-Ausgang
  • Empfangsprobleme innerhalb von Gebäuden

Campinglampe, Bluetooth-Lautsprecher und Notfallradio und Kurbel zur Stromversorgung: Das Albrecht DR 114 ist ein praktischer Begleiter für Urlaub oder den Krisenfall.

Das Albrecht DR 114 erweist sich als echter Camping-Alleskönner. Es bietet nicht nur Radioempfang über UKW und DAB+, sondern auch eine Handkurbel zum manuellen Aufladen des Akkus sowie ein integriertes Solarpanel. Hinzu kommt eine vollwertige Campinglampe, die das Gerät funktional zu einer digitalen Laterne macht.

Wer auf ein besonders kompaktes Format verzichten kann, erhält damit technisch eine der derzeit besten Lösungen am Markt. Neben der umfangreichen Ausstattung überzeugt das Kurbelradio auch als überraschend leistungsfähiger Bluetooth-Lautsprecher. Wie sich das Albrecht DR 114 im Praxiseinsatz schlägt, zeigt der Test.

Design & Verarbeitung

Mit Abmessungen von 106 × 200 × 101 mm (B × H × T) und einem Gewicht von 910 g gehört das Radio zu den größeren und schwereren Modellen im Testfeld – ein klarer Kompromiss zugunsten der stabilen Bauweise. Mit seiner länglichen Bauform erinnert das Gerät eher an eine Laterne als an ein klassisches Radio.

Die Verarbeitung ist sauber und ordentlich, unsaubere Spaltmaße oder scharfe Kanten fallen nicht auf. Das Gehäuse macht einen äußerst robusten Eindruck und ist nach IPX5 gegen Strahlwasser geschützt. Damit eignet sich das Radio auch für den Outdoor-Einsatz. Die Kurbel wirkt stabil und hinterlässt im Testfeld den solidesten Eindruck.

Um die Campinglampe einzuschalten, muss man den oberen Gehäuseteil der Länge nach herausziehen. Der dort integrierte Haltegriff erweist sich dabei als praktisch, da er sowohl das Tragen als auch das Aufhängen des Dynamoradios ermöglicht.

Das Solarpanel sitzt auf der Oberseite, direkt unterhalb des Haltegriffs. Die Teleskopantenne ist am unteren Gehäuseende untergebracht. Diese lässt sich ausziehen und über ein Knickgelenk nach oben ausrichten. Auf der Vorderseite befindet sich mittig ein LCD, darunter sind die Bedientasten logisch und gut erreichbar angeordnet.

Ausstattung

Das Kurbelradio empfängt UKW und DAB+ und lässt sich per Bluetooth mit dem Smartphone koppeln. Ein LCD ist integriert, fällt jedoch relativ klein aus. Darunter befinden sich die Bedientasten für Lautstärke, Senderwahl, Einstellungen, Favoriten sowie zur Bestätigung von Eingaben. Über den Power-Button wird das Gerät ein- und ausgeschaltet, zudem lassen sich damit die Betriebsarten zwischen DAB+, UKW und Bluetooth wechseln.

Zwei Lautsprecher liefern zusammen rund 14 Watt RMS und sorgen für den besten Klang im Testfeld. Damit eignet sich das Outdoor-Radio auch als Bluetooth-Lautsprecher für den Urlaub oder kleinere Runden. Lediglich der Bass bleibt für ein Gerät dieser Größe etwas schwachbrüstig.

Praktisch sind neben der integrierten Laterne auch die Taschenlampenfunktionen. Wird der SOS-Knopf länger gedrückt, ertönt ein lauter Alarm, während die LEDs der Taschenlampen abwechselnd rot und blau blinken.

Akku & Kurbel

Der Akku fällt mit 5000 mAh großzügig aus und wird über USB-C geladen. Damit dürfte es im Radiobetrieb gut 24 Stunden durchhalten. Zusätzlich steht ein USB-A-Ausgang zur Verfügung, über den sich das Gerät als Powerbank nutzen lässt. Das auf der Gehäuseoberseite integrierte Solarpanel ist größer als bei vergleichbaren Geräten, für eine vollständige Aufladung sind jedoch viele Sonnenstunden erforderlich. Es eignet sich daher eher als Unterstützung oder Notlösung und nicht als vollwertige Alternative zur Handkurbel.

Albrecht DR 114

So praktisch die Kurbel ist, sie dient in erster Linie dem Notbetrieb: Rund 5 Minuten Kurbeln liefern höchstens etwa 15 Minuten Wiedergabezeit. Die Kurbel selbst lässt sich dabei halbwegs angenehm bedienen. Trotzdem empfiehlt es sich, das Radio regelmäßig aufzuladen, damit im Ernstfall ausreichend Energiereserven zur Verfügung stehen.

Preis

Mit einem Preis von knapp 78 Euro zählt der Albrecht DR 114 zu den teureren Kurbelradios. Dafür bietet das Gerät eine umfangreiche Ausstattung.

Fazit

Das Albrecht DR 114 überzeugt als vielseitiges Outdoor- und Notfallradio mit durchdachtem Funktionsumfang. Die Kombination aus DAB+/UKW-Empfang, kräftigem Bluetooth-Lautsprecher, Campinglampe, Taschenlampe, SOS-Funktion sowie mehreren Lademöglichkeiten macht das Gerät zu einem echten All-in-one-Begleiter für Camping, Reisen oder Krisenvorsorge. Besonders positiv fallen die sehr robuste Verarbeitung, der IPX5-Spritzwasserschutz und der im Testfeld beste Klang auf.

Das hohe Gewicht und die sperrige Bauform sind die Kehrseite der umfangreichen Ausstattung, die einen mobilen Einsatz im Rucksack einschränken. Auch Kurbel und Solarpanel sind klar als Notlösungen zu verstehen und ersetzen kein regelmäßiges Laden. Angesichts des vergleichsweise hohen Preises richtet sich das DR 114 daher vorwiegend an Nutzer, die Wert auf maximale Funktionalität und Robustheit legen.

Wer ein kompaktes Kurbelradio sucht, wird anderswo fündig. Wer hingegen ein leistungsstarkes, gut ausgestattetes und widerstandsfähiges Outdoor-Radio mit überzeugendem Klang sucht, findet im Albrecht DR 114 eine der derzeit besten Optionen am Markt.

Preis-Leistungs-Sieger

Mesqool CR1009 Pro DAB

Mesqool CR1009 Pro DAB im Test: Kurbelradio mit Top-Preis-Leistung

Mit DAB+, 5000-mAh-Akku und flexibler Stromversorgung weiß das Kurbelradio Mesqool CR1009 Pro DAB zu überzeugen. Ob es einen Haken gibt, zeigt dieser Test.

VORTEILE

  • günstig
  • DAB+
  • kompakt
  • kräftiger Akku

NACHTEILE

  • Micro-USB
  • einfache Verarbeitung
  • kurze Kurbel

Mit DAB+, 5000-mAh-Akku und flexibler Stromversorgung weiß das Kurbelradio Mesqool CR1009 Pro DAB zu überzeugen. Ob es einen Haken gibt, zeigt dieser Test.

Das Kunststoffgehäuse des Mesqool CR1009 Pro DAB fühlt sich zwar nicht gerade hochwertig an, das Radio funktioniert im Test aber zuverlässig. Es verfügt über eine kleine Photovoltaik-Zelle und einen Akku mit 5000 mAh und ist zudem nach IPX4 zumindest gegen Spritzwasser geschützt.

Ausstattung

Neben FM (UKW) empfängt es auch DAB+. Das Radio verfügt über einen Ausschalter und eine Stand-by-Funktion, bietet einen Wecker und eine Hintergrundbeleuchtung für die Anzeige. Wer will, kann die Sender manuell einstellen, ansonsten hilft ein automatischer Sendersuchlauf. Bis zu 30 Sender können gespeichert werden. Der Bildschirm zeigt den Sendernamen und den Empfangstyp sowie Datum und Uhrzeit.

Das Solarpanel ist winzig und erzeugt nur wenig Energie. Hilfreicher ist hier schon die Kurbel, wobei diese sehr kurz ist und nicht besonders ergonomisch in der Hand liegt. Der interne Akku kann zudem über den Micro-USB-Anschluss aufgeladen werden, ein Anschlusstyp, der nicht mehr ganz zeitgemäß ist. Neben dem Akku mit 5000 mAh kann das Radio auch mit drei AAA-Batterien betrieben werden, was es besonders flexibel macht. Eine Powerbank-Funktion ist ebenfalls vorhanden.

Das Kurbelradio verfügt über zwei Lampentypen: eine Tischlampe zum Lesen und eine Taschenlampe, die nach vorn gerichtet und in drei Stufen verstellbar ist. Alternativ gibt es Timer und eine SOS-Alarmfunktion mit blinkendem Licht und einem unüberhörbaren Warnton.

Preis

Die Pro-Variante mit DAB+ liegt bei knapp 52 Euro. Das ist ein fairer Preis für die gebotene Technik.

Fazit

Das Mesqool CR1009 Pro DAB überzeugt mit DAB+-Empfang, einem flexiblen Stromversorgungskonzept und nützlichen Zusatzfunktionen wie Wecker, Powerbank und zwei Lampentypen. Besonders positiv hervorzuheben sind der große 5000-mAh-Akku und der faire Preis.

Schwächen sehen wir in der Verarbeitung des Kunststoffgehäuses, der wenig ergonomischen Kurbel und dem veralteten Micro-USB-Anschluss. Das Radio ist ideal für Nutzer, die ein günstiges, funktionales Notfallradio suchen und dabei auf Outdoor-Tauglichkeit und moderne Empfangstechnologien Wert legen.

Made in Germany

Soundmaster DAB112OR

Soundmaster DAB112OR im Test: Kompaktes Kurbelradio ist gut & günstig

Das kompakte Kurbelradio Soundmaster DAB112OR stammt aus deutscher Produktion und bietet neben DAB+ auch Bluetooth. Wie gut das Notfallradio funktioniert, zeigt der Test.

VORTEILE

  • DAB+
  • Bluetooth
  • Made in Germany

NACHTEILE

  • einfache Verarbeitung
  • wenig stabile Kurbel
  • kleiner Akku

Das kompakte Kurbelradio Soundmaster DAB112OR stammt aus deutscher Produktion und bietet neben DAB+ auch Bluetooth. Wie gut das Notfallradio funktioniert, zeigt der Test.

Eine Besonderheit bringt das Soundmaster DAB1120OR mit: Das Gerät stammt von einem deutschen Hersteller. Die Produkte werden von der Wörlein GmbH im fränkischen Cadolzburg bei Fürth gefertigt.

Design

Der Soundmaster DAB1120OR gehört mit Abmessungen von 152 × 75 × 53 mm zu den besonders kompakten Modellen – ideal zum Reisen oder für den Einsatz als Küchenradio. Allzu satten Klang sollte man zwar nicht erwarten, aber das ist bei dieser Gerätekategorie auch weniger wichtig.

Ausstattung

Technisch beherrscht das kleine Radio nahezu alles, was wichtig ist: DAB+, UKW und Bluetooth sind an Bord, eine Taschenlampe mit drei Leuchtmodi ist seitlich ebenfalls vorhanden. Damit eignet sich das kompakte Gerät als Küchenradio und als Speaker für das Smartphone. Oben befindet sich ein kleines Solarpanel, das vollständige Aufladen ist damit aber nicht realistisch, da es dafür zu wenig Leistung hat. Es unterstützt aber die Energieversorgung und bremst den Entladevorgang. Neben dem Panel ist die LED-Leselampe angebracht.

Der Akku fällt mit einer Kapazität von 2500 mAh lediglich mäßig groß aus, was dem kompakten Formfaktor geschuldet ist. Zusätzlich ist ein Betrieb über drei AAA-Batterien möglich, was sehr praktisch ist. Die Kurbel zur Stromgewinnung wirkt leider nicht ganz so vertrauenerweckend, die Verarbeitung ist sehr einfach gehalten. Die Ladevorgänge während der Tests hat die Kunststoffkurbel aber unbeschadet überstanden.

Preis

Der Preis liegt derzeit bei 80 Euro. Das ist teuer, noch vor zwei Jahren kostete das Gerät nur 50 Euro.

Fazit

Das Soundmaster DAB1120OR überzeugt mit kompakter Bauweise, DAB+, Bluetooth und nützlichen Features wie Taschen- und Leselampe. Dank des geringen Gewichts und der kleinen Abmessungen eignet es sich ideal als Reisebegleiter oder als Küchenradio. Schwächen zeigen sich im kleinen 2500-mAh-Akku und der wenig robust wirkenden Kurbel. Das Solarpanel bremst zwar den Akkuverbrauch, ist jedoch zu schwach, um das Radio vollständig aufzuladen. Für Nutzer, die ein leichtes und vielseitiges Notfallradio aus deutscher Produktion suchen, ist es dennoch eine interessante Option.

Infactory Notfallradio im Test: Mobiles Kurbelradio mit DAB+, EWF & Solar

Sehr kompakt und handlich ist das Kurbelradio von Infactory. Neben DAB+ beherrscht es auch EWF und Bluetooth. Wie gut das mobile Notfallradio ist, zeigt der Test.

VORTEILE

  • kompakt & leicht
  • EWF & DAB+
  • Bluetooth
  • lange Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • mäßige Klangqualität
  • einfache Verarbeitung

Sehr kompakt und handlich ist das Kurbelradio von Infactory. Neben DAB+ beherrscht es auch EWF und Bluetooth. Wie gut das mobile Notfallradio ist, zeigt der Test.

Handlich und leicht ist das mobile Kurbelradio mit DAB+ von Pearl (Modell: SOL-1550). Es bietet neben UKW auch Digitalradio. Ein Nabendynamo steht zur handwerklichen Stromerzeugung parat. Ein Batteriefach gibt es auch. Technisch ist es mit Digitalradio, Emergency Warning Functionality (EWF) und Bluetooth auf dem neuesten Stand. Mit 50 Euro ist es fair bepreist. Mehr zum Thema EWF erklären wir übrigens im Ratgeber Katastrophenwarnung ohne Handynetz: Diese DAB-Radios unterstützen EWF.

Ausstattung

Drei LED-Lampen sind seitlich verbaut, wahlweise nutzt man nur eine, zwei oder alle drei. Eine SOS-Taste löst eine laute Sirene aus, vorn befindet sich zudem eine kleine LED-Leiste, die entweder als Nachtlicht in Weißgelb oder als Warnlicht abwechselnd in Rot und Blau aufleuchtet. Das Dynamoradio ist zudem kompatibel zum Notfall-Warndienst (EWF).

Der Klang ist für solch ein kompaktes Modell ganz ordentlich. Auf Wunsch verbindet sich das Notfallradio oder Bluetooth auch mit dem Smartphone und dient dann als Lautsprecher. Nach dem Einschalten startet der Sendersuchlauf. Die Bedienung erfolgt über sechs Knöpfe auf der Vorderseite, daneben dient ein kleines LCD zur Anzeige der gewählten Sender sowie des Akkustands. Eine Notfall-Warn-Funktion (EWF) ist bereits integriert.

Zum Aufladen des Lithium-Ionen-Akkus mit 4500 mAh stehen ein USB-C-Anschluss sowie auch ein Steckplatz für USB-A parat. Im Betrieb hält das Radio rund 30 Stunden mit einer vollen Akkuladung durch. Es eignet sich damit auch als Powerbank. Zusätzlich ist ein Betrieb mit drei AAA-Batterien möglich. Ein kleines Solarpanel verlangsamt ein wenig das Entladen. Um das Radio voll aufzuladen, ist dieses aber zu schwach.

Preis

Bei Ebay bekommt man das Notfallradio bereits für knapp 50 Euro – ein fairer Preis.

Fazit

Das Infactory-Kurbelradio überzeugt mit seiner kompakten Bauweise, EWF-Unterstützung und vielseitiger Ausstattung, darunter DAB+, Bluetooth und eine 4500-mAh-Powerbank-Funktion. Mit 30 Stunden Akkulaufzeit, USB-C-Anschluss und Dynamo zur Stromerzeugung ist es gut für Notfälle und Outdoor-Einsätze gerüstet.

Schwächen liegen im kleinen Solarpanel und der eingeschränkten Klangqualität, die dem kleinen Format geschuldet ist. Es bietet aber ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und eignet sich besonders für Nutzer, die ein handliches und funktionales Notfallradio suchen.

Sangean MMR-88 im Test

Das Sangean MMR-88 punktet mit robustem Design, guter Klangqualität und mobiler Stromversorgung. Welche Schwächen es gibt, zeigt der Test.

VORTEILE

  • kompakt
  • austauschbarer Akku

NACHTEILE

  • geringe Akkukapazität
  • vergleichsweise teuer

Das Sangean MMR-88 punktet mit robustem Design, guter Klangqualität und mobiler Stromversorgung. Welche Schwächen es gibt, zeigt der Test.

Das MMR-88 von Sangean fällt schon aufgrund seines gelben Gehäuses stark auf. Das Gerät verfügt über einen integrierten Akku, der mit der Dynamokurbel, der Solarzelle oder per Kabel geladen werden kann. Es misst 152 × 84 × 70 mm und wiegt 380 g. Das MMR-88 ist auch als Ausführung mit dem Namenszusatz „Survivor“ mit DAB+ erhältlich, die kaum teurer ist. Im Test haben wir die reine UKW-Version ausprobiert.

Ausstattung

Das FM-Radio empfängt UKW-Signale und kann bis zu 20 Sender speichern. Die integrierte Taschenlampe ist auch beim Camping und nicht nur in Notsituationen nützlich. Dazu kommt eine SOS-Funktion. Die Laufzeit von bis zu 10 Stunden im Radiobetrieb ist allerdings schwach, wenn man das Gerät mit der Konkurrenz vergleicht. Das liegt am eher kleinen Akku mit 850 mAh. Das Radio verfügt über einen Kopfhörerausgang, Aux-Eingang und Monolautsprecher, der eine vergleichsweise hohe Klangqualität bietet. Neben USB-A ist auch ein USB-C-Anschluss vorhanden.

Zur Besonderheit des Radios gehört der Akku vom Typ ICR 18350 3,7 V. Diesen kann man leicht austauschen. Durch die geringe Kapazität von gerade einmal 850 mAh eignet sich das tragbare Kurbelradio kaum als Powerbank. Der Kurbelbetrieb bietet einen größeren Widerstand, allerdings lässt sich die Kurbel ausreichend ergonomisch nutzen, um Strom für einige Minuten Wiedergabe zu generieren.

Preis

Die UKW-Version kostet 79 Euro, für die Variante mit DAB+ sind schon 139 Euro fällig – bei dem geringen Aufpreis raten wir zur DAB-Variante.

Fazit

Das Sangean MMR-88 überzeugt mit robustem Design, guter Klangqualität und vielseitiger Stromversorgung, inklusive eines austauschbaren Akkus und ergonomischer Kurbel. Schwächen zeigt das Gerät jedoch bei der Akkulaufzeit, die mit nur 10 Stunden Radiobetrieb und einem kleinen 850-mAh-Akku unterdurchschnittlich ist. Für Nutzer, die ein kompaktes Kurbelradio für Camping und Notfälle suchen, ist es eine solide Wahl – vorwiegend in der DAB+-Version, die für einen geringen Aufpreis deutlich zukunftssicherer ist.

Kayinow DF580 im Test: Günstiges Kurbelradio mit großem Akku

Das Kayinow DF580 ist ein günstiges Kurbelradio mit UKW, Bluetooth, Powerbank-Funktion und starker Leuchte. Was es noch bietet, zeigt der Test.

VORTEILE

  • großer Akku
  • preiswert
  • kompakt

Das Kayinow DF580 ist ein günstiges Kurbelradio mit UKW, Bluetooth, Powerbank-Funktion und starker Leuchte. Was es noch bietet, zeigt der Test.

Das Dynamo-Radio Kayinow DF580 hat ein Gewicht von 410 g und misst 165 × 50 × 75 mm. Es empfängt FM und AM, bietet zudem Bluetooth und spielt Musik in den Formaten MP3, WMA und WAV auch von einer microSD-Karte ab. DAB+ beherrscht das Kurbelradio aber nicht. Ein automatischer Suchlauf ist vorhanden. Der eingebaute Lithium-Polymer-Akku mit einer Kapazität von 5000 mAh dient auch als Powerbank. Als Besonderheit ist das Modell nach IPX4 staub- und wasserfest.

Ausstattung

Interessant: Im Lieferumfang ist eine Halterung für den Fahrradlenker dabei. Dieser wird am Radio mithilfe eines am Boden eingebauten Stativgewindes befestigt. Oben im Gehäuse ist eine Wasserwaage eingebaut. Das Radio verfügt ferner jeweils über eine 3 W starke Leseleuchte sowie Taschenlampe mit einer Helligkeit von 90 Lumen. Das kleine Display zeigt die aktuell eingestellte Frequenz und das Frequenzband.

Mit einer vollen Akkuladung beträgt die Radioempfangszeit 48 Stunden. Der USB-Ausgang bietet 5 V bei 2 A, als Eingang steht USB-C bereit. Die Ladezeit per Netzteil, das nicht beiliegt, beträgt 3,5 Stunden. Das Kurbeln ist recht leichtgängig, der Ton so weit in Ordnung, wenngleich auch nicht überragend.

Preis

Bei Amazon kostet das DF580 derzeit 40 Euro.

Fazit

Das Kayinow DF580 ist ein preiswertes Kurbelradio mit UKW, Bluetooth und Powerbank-Funktion. Praktisch sind zudem die wasserfeste Bauweise (IPX4), die starke Leuchte und die Fahrradhalterung. Allerdings fehlen DAB+ und ein Netzteil im Lieferumfang, und der Klang ist eher durchschnittlich. Mit seinem robusten Design und der soliden Akkulaufzeit eignet es sich ideal für Outdoor-Enthusiasten und Sparfüchse, die auf moderne Features weitgehend verzichten können.

Kurbelradio Lenco MCR 112 im Test

Das Lenco MCR 112 gehört zu den kleinsten und günstigsten Kurbelradios auf dem Markt. Wie sich das kompakte Notfallradio schlägt, zeigt dieser Test.

VORTEILE

  • sehr kompakt
  • äußerst preiswert

NACHTEILE

  • keine IP-Zertifizierung
  • ohne DAB+
  • kleiner Akku

Das Lenco MCR 112 gehört zu den kleinsten und günstigsten Kurbelradios auf dem Markt. Wie sich das kompakte Notfallradio schlägt, zeigt dieser Test.

Das Lenco MCR 112 ist mit Abmessungen von 135 × 77 × 52 mm bei einem Gewicht von 218 g wirklich winzig. Die Verarbeitung ist eher einfach, der Sound wegen der kleinen Lautsprecher sehr dünn. Als kompakte und damit tragbare Lösung für unterwegs, den Katastrophenfall oder als kleines Küchenradio eignet sich das Modell von Lenco allemal. Eine IP-Zertifizierung liegt allerdings nicht vor.

Ausstattung

Das Kurbelradio empfängt UKW und KW, ein Display oder einen Sendersuchlauf gibt es wie bei vielen anderen Modellen aber nicht. Das Notfallradio mit Teleskopantenne verfügt über einen Akku mit 1200 mAh, der per Micro-USB geladen wird. Damit eignet sich das Gerät auch als Powerbank und bietet dafür einen USB-A-Ausgang. Der Akku sollte bis zu 15 Stunden durchhalten.

Praktisch: Der Betrieb mittels drei AAA-Batterien ist ebenfalls möglich und in Notfallszenarien eine gute Option. Eine Taschenlampe mit drei LEDs ist an Bord, genauso wie ein nervig lauter Alarm. Es gibt zudem einen Kopfhörerausgang für eine 3,5-mm-Klinke.

Preis

Das Lenco MCR 112 gehört zu den günstigsten Modellen. Der Preis liegt derzeit bei fairen 28 Euro.

Fazit

Das Lenco MCR 112 ist ein extrem kompaktes und günstiges Kurbelradio, das sich vor allem durch seine Tragbarkeit und Basisausstattung für Notfälle oder unterwegs auszeichnet. Positiv fallen der Dualbetrieb mit Akku oder AAA-Batterien, die Powerbank-Funktion und die integrierte Taschenlampe auf. Schwächen zeigt das Radio bei der Verarbeitung, dem einfachen Klang und der fehlenden IP-Zertifizierung, was es weniger robust für Outdoor-Einsätze macht. Mit einem niedrigen Preis ist es eine Option für Sparfüchse und Minimalisten, die ein kleines, funktionales Notfallradio ohne gehobene Ansprüche suchen.

Infactory Notradio im Test: Winziges Koffer-Radio mit Dynamo und Solar

Das Solar- und Dynamo-Kofferradio von Infactory ist ein besonders kleines Kurbelradio. Ob das Mini-Radio groß aufspielen kann, zeigt der Test.

VORTEILE

  • sehr kompakt
  • niedriger Preis

NACHTEILE

  • kein Batteriefach
  • ohne DAB+

Das Solar- und Dynamo-Kofferradio von Infactory ist ein besonders kleines Kurbelradio. Ob das Mini-Radio groß aufspielen kann, zeigt der Test.

Die Abmessungen des Infactory Notradios (Modell: SOL-1540) betragen lediglich 130 × 60 × 50 mm. Damit gehört es zu den kompaktesten seiner Art. Es passt so problemlos in kleine Taschen oder Rucksäcke. Das Gehäuse ist dennoch spritzwassergeschützt nach IPX4, was es Outdoor-tauglich macht. Zu viel vom Klang sollte man jedoch nicht erwarten bei dem kompakten Gerät mit nur 0,5 W RMS. Als Küchenradio und im Notfall reicht die Qualität aber aus.

Ausstattung

Der Fokus des Geräts liegt klar auf praktischen Basisfunktionen: Es bietet UKW-Empfang, eine LED-Lampe und die Möglichkeit, über die USB-C-Schnittstelle den integrierten 1200-mAh-Akku aufzuladen. DAB+ gibt es nicht. Die Akkulaufzeit reicht für etwa 20 Stunden Radioempfang – genug für einen Tag unterwegs. Die Kurbel ist leichtgängig, und ein kleines Solarpanel ergänzt die Stromversorgung, auch wenn dessen Leistung eher symbolisch ist. Leider fehlt ein Batteriefach, wodurch die Flexibilität bei der Stromversorgung eingeschränkt ist.

Preis

Mit einem Preis von lediglich 28 Euro ist das Dynamoradio von Pearl ein echtes Schnäppchen.

Fazit

Das Infactory Solar- und Dynamo-Kofferradio punktet mit seiner ultrakompakten Größe, einem spritzwassergeschützten Gehäuse (IPX4) und einem fairen Preis. Trotz einfacher Ausstattung, wie UKW-Empfang ohne DAB+, bescheidenem Klang (0,5 W RMS) und einem kleinen Akku lediglich mit 1200 mAh, erfüllt es grundlegende Anforderungen für den Notfall oder den Einsatz als Küchenradio. Die LED-Lampe und der USB-C-Anschluss als zeitgemäße Features werten das Gerät auf. Es eignet sich für Minimalisten und Gelegenheitsnutzer, die ein günstiges und platzsparendes Notfallradio suchen, jedoch keine hohen Ansprüche an Klang oder Leistung stellen.

Degen DE13 im Test: Kompaktes Kurbelradio mit gutem Klang

Kompaktes Kurbelradio mit UKW, MW und Kurzwelle: Das Degen DE13 überzeugt mit gutem Empfang und Klang, zeigt aber Schwächen beim Akku.

VORTEILE

  • gute Klangqualität
  • ordentlicher Empfang

NACHTEILE

  • zu wenig Kapazität als Powerbank
  • kein DAB+

Kompaktes Kurbelradio mit UKW, MW und Kurzwelle: Das Degen DE13 überzeugt mit gutem Empfang und Klang, zeigt aber Schwächen beim Akku.

Das Degen DE13 ist ein kleines Outdoor- und Notfallradio mit Kurbel, Solar und Akku. Im Test punktet es mit gutem Empfang und überraschend ordentlichem Klang – offenbart aber auch klare Grenzen. Getestet haben es die Kollegen der c’t im Artikel: Sechs Kurbelradios für den Notfall im Test.

Design & Verarbeitung

Das kompakte, grüne Kunststoffgehäuse liegt gut in der Hand und wirkt zweckmäßig. Mit 256 g (ohne Batterie) ist das Radio leicht und portabel. Die Verarbeitung ist solide, das Design ist klar auf Outdoor-Einsatz ausgelegt.

Ausstattung & Funktion

Der Tuner deckt UKW, Mittel- und Kurzwelle ab. Die Frequenzen werden klassisch per Rändelrad eingestellt, was eine feine Abstimmung ermöglicht. Auf Kurzwelle gelangen sogar der Empfang weit entfernter Sender. Zur Ausstattung zählen Teleskopantenne, Taschenlampe, Alarmfunktion sowie ein 3,5‑mm-Kopfhöreranschluss. Die Tonqualität gehört zu den besten im Testfeld.

Akku & Kurbel

Die Stromversorgung erfolgt über Akku, Handkurbel, Solarpanel oder Batterien. Problematisch ist die Powerbank-Funktion: Der entnehmbare 320‑mAh-Akku überhitzte bei höheren Ladeströmen, weshalb der Test abgebrochen wurde. Für Radio- und Lichtbetrieb ist der Energiespeicher ausreichend, zum Laden externer Geräte jedoch nicht empfehlenswert.

Preis

Mit einem Preis von 54 Euro ist das Degen DE13 vergleichsweise teuer für die Ausstattung.

Fazit

Das Degen DE13 ist ein leichtes, gut klingendes Kurbelradio mit vielseitigem Empfang, eignet sich aber nur eingeschränkt für Notstromzwecke. Für Radiohörer mit Outdoor-Fokus dennoch eine interessante Option.

Renkforce RF-CR-200 im Test: Günstiges und kompaktes Kurbelradio

Kurbelradio mit Uhr und Sendersuchlauf: Das Renkforce RF‑CR‑200 bietet viele Funktionen, schwächelt aber bei Bedienung und Klang.

VORTEILE

  • Uhrzeitanzeige
  • beleuchtetes LCD
  • drehbare Teleskopantenne
  • günstig

NACHTEILE

  • schwergängige Kurbel
  • Alarm zu leicht auslösbar
  • mäßiger Klang

Kurbelradio mit Uhr und Sendersuchlauf: Das Renkforce RF‑CR‑200 bietet viele Funktionen, schwächelt aber bei Bedienung und Klang.

Das Renkforce RF‑CR‑200 positioniert sich als vielseitiges Kurbel- und Solarradio für Notfälle. Im Test zeigt es eine üppige Ausstattung, verlangt von Nutzern jedoch Geduld und Toleranz. Getestet haben es die Kollegen von der c’t im Artikel: Sechs Kurbelradios für den Notfall im Test. Wir fassen hier die Ergebnisse zusammen.

Design & Verarbeitung

Das kompakte Gehäuse (120 × 76 × 43 mm, 208 g) wirkt funktional, setzt aber vollständig auf Drucktaster. Drehregler fehlen – abgesehen von der relativ schwergängigen Handkurbel. Positiv sind das beleuchtete LCD und die drehbare Teleskopantenne.

Ausstattung & Funktionen

Ein Alleinstellungsmerkmal im Testfeld sind Uhr und automatischer Sendersuchlauf, der bei starken Signalen sauber einrastet. Empfangen werden FM, AM sowie zwei Kurzwellenbänder, bis zu 120 Sender können gespeichert werden. Zur Ausstattung gehören außerdem Kopfhöreranschluss, Warnleuchte bei niedrigem Akkustand und eine automatische Abschaltung. Ungünstig: Ein zu langer Tastendruck löst einen lauten Alarmton aus – im Rucksack schnell nervig, wenn die Tastensperre nicht aktiv ist.

Der UKW-Empfang ist ordentlich, die Empfindlichkeit insgesamt aber nur durchschnittlich. Der 40‑mm‑Lautsprecher klingt deutlich dosig und eignet sich eher für Durchsagen als für Musikgenuss.

Akku & Kurbel

Der fest verbaute 2000‑mAh‑Lithium-Akku kann per USB, Solarpanel oder Handkurbel geladen werden. Ist der Akku tiefentladen, sind rund vier Minuten Kurbeln nötig, bis das Radio startet. Laut Hersteller liefern 10 Minuten Kurbeln etwa 30 Minuten Laufzeit. Die vollständige Ladung dauert rund 4 Stunden per USB oder bis zu 16 Stunden per Solar.

Preis

Mit einem Preis ab 23 Euro gehört das Renkforce RF-CR-200 zu den günstigsten Kurbelradios auf dem Markt. Bei Amazon sind derzeit rund 28 Euro fällig.

Fazit

Das Renkforce RF‑CR‑200 punktet mit umfangreicher Ausstattung und großem Akku, enttäuscht jedoch bei Bedienkomfort und Klang. Ein funktionales Notfallradio – mehr Zweckgerät als Genussradio.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Imperial Dabman OR 1

Imperial Dabman OR 2

Imperial Dabman OR 3



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Künstliche Intelligenz

Wie Banking und mobiles Bezahlen mit Custom-ROMs funktionieren


Unsere ersten Versuche, mit einem Custom-ROM zu bezahlen, verliefen frustrierend erfolglos – zeigten aber letztlich die grundlegende Schwierigkeit: Niemand kann nämlich vorab die Frage beantworten, ob eine benötigte Finanz-App mit dem Wunsch-Custom-ROM auf dem Wunsch-Smartphone wirklich laufen wird, und erst recht nicht, ob das in zukünftigen Updates der App oder des ROMs so bleiben wird. Aber im weiteren Testverlauf wurde auch klar, dass die wahrscheinliche Antwort lautet: Ja, klappt.

Denn die gute Nachricht war, dass auf einem Fairphone 6 mit /e/OS, einem Google Pixel 7 Pro mit iodéOS und einem Google Pixel 8 mit GrapheneOS fast alle ausprobierten Banking-Apps funktionierten.

  • Die meisten Finanz-Apps dürften auf modernen Custom-ROMs laufen.
  • Google Pay funktioniert nicht, aber es gibt Alternativen – für die Sie vielleicht ein weiteres Konto benötigen.
  • Wenn nicht alles klappt, ist manchmal ein Backup-Handy die Lösung – das auch aus anderen Gründen sinnvoll sein kann.

Auch beim mobilen Bezahlen per NFC kamen wir zum Ziel, nachdem wir eine konzeptionelle Hürde überwunden hatten, denn der Verzicht auf Google bedeutet auch: kein Google Pay und keine Google Wallet.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Wie Banking und mobiles Bezahlen mit Custom-ROMs funktionieren“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



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Künstliche Intelligenz

iX-Workshop: ISO 27001 als Admin im Unternehmen praktisch umsetzen


Unternehmen sind zunehmend von Cyberangriffen, Datenverlust oder Betriebsunterbrechungen bedroht. ISO 27001 bietet einen strukturierten Rahmen, um diese Risiken frühzeitig zu identifizieren, geeignete Schutzmaßnahmen zu etablieren und mit Sicherheitsvorfällen professionell umzugehen. Ein funktionierendes Informationsmanagementsystem (ISMS) unterstützt somit die Geschäftskontinuität und reduziert mögliche finanzielle Schäden.

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Der Online-Workshop ISO 27001 für Admins: ISMS praktisch umsetzen bietet einen Überblick über die Anforderungen der ISO-Norm 27001 an ein ISMS. Er zeigt praxisnah, wie Sie als IT-Verantwortlicher oder Administrator die technischen und organisatorischen Aufgaben bei der Umsetzung wirksam lösen, etwa bei der Unterstützung des Risikomanagements, der Maßnahmenumsetzung und der Dokumentation.

April
15.04. – 16.04.2026
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 18. Mrz. 2026
Juli
20.07. – 21.07.2026
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 22. Jun. 2026
November
11.11. – 12.11.2026
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 14. Okt. 2026

Ebenfalls lernen Sie, die Anwendungsbereiche der ISO 27001 zu definieren, relevante Geschäftsprozesse und ihre IT-Systeme zu identifizieren. Dabei blicken Sie auch auf die IT als Kompetenzträger im Risiko- und Maßnahmenprozess und schauen gemeinsam mit den Referenten auf den Maßnahmenkatalog aus Anlage A der Norm und lernen, den Bedarf realistisch abzuschätzen. Abschließend erfahren Sie, wie Sie die Umsetzung für Führungskräfte, Kollegen und Auditoren nachvollziehbar dokumentieren und sich so auf die Zertifizierung vorbereiten.

Der zweitägige Workshop richtet sich an Administratoren und IT-Fachkräfte, die bislang noch keine Erfahrungen mit ISO 27001 gemacht haben und nun an der Implementierung eines ISMS in ihrem Unternehmen beteiligt sind. Ebenso lernen IT-Sicherheitsverantwortliche, ihre Rolle im ISMS besser zu verstehen und erhalten einen Einblick in die praktische Umsetzung.

Anhand von realistischen Szenarien entwickeln Sie in Gruppenarbeiten gemeinsam ein solides Verständnis für die Umsetzung der Norm. Somit erhalten sie das Rüstzeug, die Inhalte in ihrem Berufsalltag einzusetzen. Für einen regen Erfahrungsaustausch und eine persönliche Betreuung durch die Referenten ist die Teilnehmerzahl auf maximal 20 Personen begrenzt.

Durch die Inhalte führen die Informationssicherheits-Experten Björn Lemberg und Carsten Strozyk. Als freier Berater unterstützt Björn Lemberg zahlreiche Unternehmen beim Einsatz von Informationsmanagementsystemen. Zudem ist er bei einem BSI-zertifizierten IT-Sicherheitsdienstleister aktiv. Carsten Strozyk ist Prokurist und Informationssicherheitsbeauftragter der levigo systems GmbH. Mit technischem Know-how und praxiserprobter Führungserfahrung aus über 30 Jahren in der IT weiß er, wie sich Informationssicherheit im Unternehmen technisch und organisatorisch umsetzen lässt.

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Upgrade for Skills

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(ilk)



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Künstliche Intelligenz

Missing Link: Letzte Schule Berlins hat Glasfaseranschluss – und nun?


Die älteren unter den Lesern erinnern sich noch gut: 1996 waren es Telekom-Chef Ron Sommer und der „Zukunftsminister“ Jürgen Rüttgers, welche die Parole „Schulen ans Netz“ ausriefen – zu einer Zeit, als das im besten Fall für Schulen noch ISDN meinte. Die Schulen wollten oft, aber bis es soweit war, vergingen teils viele Jahre. Aus ISDN wurde DSL, dann VDSL und manchmal Kabelinternet. Dabei ist spätestens mit dem Coronakrisenjahr 2020 auch den letzten klar: Glasfaser wäre auch für die meisten Schulen dringend nötig. 30 Jahre nach dem Start von „Schulen ans Netz“, der gleichnamige Verein ist längst abgewickelt, hat sich das Problem weiterentwickelt – und vieles bleibt weiterhin ungelöst. Doch das scheint weniger eine Frage der Technik.

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Hellersdorf gilt nicht oft als Vorzeigegegend Berlins. Aber nur wenige Meter vor der Berliner Stadtgrenze zu Ahrensfelde in Brandenburg, die vor allem durch ein riesiges Einkaufszentrum im Nachbarbundesland sichtbar ist, steht eine Schule, in der die Digitalisierung ziemlich angekommen ist. Ob Großmembranmikro, Greenbox, Schnittcomputer und Sprecherkabine für die Medienproduktion, Lego-Robotik oder mehrere 3D-Drucker und eine bunte Auswahl an Filamenten: an der Ernst-Haeckel-Schule ist einiges möglich. Und zumindest einige Schüler sind stark begeistert von dem, welche Möglichkeiten sich ihnen hier bieten. Nur eine Kleinigkeit, die fehlte bislang – und das war eher schmerzhaft.

Denn der Schule fehlte eines: eine schnelle Glasfaseranbindung. Und das sei heutzutage definitiv kein „nice to have“, bekräftigt Kai Baumeister, der die Schule mit ihren fast 1.000 Schülern leitet, sondern ein zwingendes Muss. „Wir leben in einer digitalen Gesellschaft, Schülerinnen und Schüler wachsen ganz selbstverständlich mit Smartphones, Plattformen und digitalen Werkzeugen auf. Und Schule darf das nicht ignorieren, sondern muss das mitgestalten.“ Und dafür brauche sie eben auch selbst wirklich schnelles und verlässliches Internet.




Was fehlt: In der rapiden Technikwelt häufig die Zeit, die vielen News und Hintergründe neu zu sortieren. Am Wochenende wollen wir sie uns nehmen, die Seitenwege abseits des Aktuellen verfolgen, andere Blickwinkel probieren und Zwischentöne hörbar machen.

An diesem Freitagmorgen sitzt Baumeister neben Vertretern des Landes und des Bezirks als eigentlich für die Schulinfrastruktur zuständiger Verwaltungseinheit und einer Vorständin des IT-Dienstleistungszentrums Berlin. Denn seine Schule war die letzte, die nun in Berlin per Glasfaser versorgt wurde. Denn sie liegt auf schwierigem Terrain, in wahrstem Sinne des Wortes – Fernwärmerohre, Straßenbahngleise, ein Naturschutzgebiet, all das umgibt die Schule.

Für die Berliner Landespolitik ist das, was viele IT-affine Menschen als selbstverständlich erachten würden, ein großer Erfolg. Denn eine der größten Schwierigkeiten wurde dabei geknackt. „Wenn wir das als Bezirk selber hätten machen müssen, in allen 50 Schulen Breitbandinternet selber legen zu müssen, hätten wir heute hier nicht gesessen, befürchte ich“, sagt der Bezirks-Schulstadtrat von Marzahn-Hellersdorf Stefan Bley. Berlin hat in gewisser Weise einen Workaround für seine Verwaltungszuständigkeiten erarbeitet: Das Land hat den eigenen Dienstleister beauftragt, das IT-Dienstleistungszentrum. Das hat den Bezirken, die in Berlin zwar keine echten Kommunen wie in anderen Bundesländern, aber ähnlich wie diese als Träger für die Schulen verantwortlich sind, ein unwiderstehliches Angebot gemacht: Wir bringen Eure Schulen ans Netz und kümmern uns anschließend darum – schließen einen Rahmenvertrag. Wer sollte da nein sagen? Die Berliner Bezirke und ihre Schulen jedenfalls nicht.

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Foto von Vertretern vor der Presse, sitzend an einem langen Tisch

Foto von Vertretern vor der Presse, sitzend an einem langen Tisch

Überraschung: Im Bildungsbereich kann auch etwas Hand in Hand gelingen – trotz verschiedenster Zuständigkeiten und Finanzierungstöpfe. Die Beteiligten zeigten sich bei der Pressekonferenz gutgelaunt.

(Bild: ITDZ Berlin/ Stadt I Land I Mensch – FOTOGRAFIE)

Denn damit werden gleich drei Dauerprobleme adressiert: Schulleitungen sind meist keine guten IT-Administratoren, Kommunen haben in vielen Fällen weder die Expertise noch die Erfahrung, um IT für Schulen auszurollen und zu betreiben. Und das dritte gelöste Problem: die Finanzierungsseite. Denn der Großteil der Kosten wurde nun erst einmal aus Mitteln des Digitalpakts Schule finanziert, dessen Nachfolger nach wie vor nicht zwischen Bund und Ländern in allen seinen Feinheiten ausverhandelt ist. Was nun liegt, verursacht nur noch Wartungs- und Instandhaltungskosten. Auch nicht zu vernachlässigen: Im Rahmen des Ausbaus hat das landeseigene ITDZ hier eine zentrale Aufsichtsrolle – und einen entsprechenden Wartungsvertrag abgeschlossen.

Fünf Jahre nachdem der Berliner Senat den Plan gefasst hatte, ist die Ernst-Haeckel-Schule als letzte von 700 öffentlichen Schulen nun mit einem symmetrischen 1-Gigabit-Glasfaserzugang angeschlossen. Zwei beleuchtete Fasern seien es derzeit in einem an der Schule ankommenden 12-Faser-Bündel, es wäre also auch noch etwas Reserve da, erläutern die Verantwortlichen in Berlin. „Wir monitoren die Netze und aktuell ist das ausreichend. Wir haben jetzt noch keine Peaks, wo wir irgendwelche Engpässe sehen würden“, erklärt ITDZ-Vorständin Maria Borelli, deren Haus für alle Schulen nun die Anbindung im Blick hat.

Die Beteiligten freuen sich ernsthaft, denn anders als bei Flughäfen, Bahnhöfen oder Bahnstrecken ist die Meldung dieses Mal: Über 700 Schulstandorte seien vorfristig und sogar etwas unterhalb des vorgesehenen Budgets angebunden und das Projekt abgeschlossen worden, so Torsten Kühne, der als Staatssekretär bei der Bildungssenatorin für das Land Berlin zuständig ist. Und bei vielen der Schulen wurden auch gleich die Verkabelungen und WLAN-Installationen neugestaltet.

„Aus unserer Sicht ist das alles nicht so perfekt“, sagt Lilo Kranich vom Landesschülerausschuss Berlin im Gespräch mit heise online. „Das Hauptproblem: Wir haben in Berlin krass sanierungsbedürftige Gebäude oder Altbauten, wo das WLAN nicht durch Wände kommt.“ Berlins Schulen sind ein Dauerproblemfall – und die Bautätigkeiten sind berüchtigt. Ein Problem, das zumindest der Modulbau in Hellersdorf, der das eigentliche Schulgebäude ergänzt, so aber nicht hat: Das WLAN funktioniere, berichten die Schüler vor Ort. Aber die Scheiben schirmen stattdessen den Mobilfunkempfang ab.

In einer Zeit, in der Smartphones aus den Schulräumen weitgehend verbannt werden und Social-Media-Verbote für Minderjährige gerade politisch sehr beliebt sind, wirkt eine solche Vollzugsmeldung wie die Gigabitanbindung der Schulen in Berlin irritierend. Denn der nächste und auch mit guter technischer Planung schwer zu lösende Problemfaktor liegt woanders: bei der Lehre. 1 Gigabit symmetrisch, aber wofür?

„Jede Schule ist komplett unterschiedlich digital ausgestattet und nutzt die Möglichkeiten – oder auch nicht“, erläutert Kranich. „Teils ist das je nach Klasse, Stufe oder Schule verschieden.“ Einige Schulen, die etwa zur Coronazeit mit der verstärkten Remote-Schul-Praxis gut aufgestellt waren, würden immer noch sehr aktiv digitale Möglichkeiten nutzen, und andere eben nicht. Die Schülervertreter fordern ein Gesamtkonzept zur digitalen Schule, das die verantwortlichen Politiker bis heute aber nicht vorgelegt haben.

Auch für den Hellersdorfer Lehrer Kai Baumeister ist es zentral, nicht bei der Anbindung aufzuhören. „Für uns als Schule ist es eine Aufgabe, zumindest hier eine digitale Umgebung zu schaffen, die für alle Schüler gleich ist und damit Chancengerechtigkeit für unsere sehr heterogene Schülerschaft besteht“, schildert er eine Herausforderung. Bei Social Media hätten alle Akteure gesehen, wie man es nicht machen solle. „Bei KI können wir alle zusammen das nur besser machen“, sagt Baumeister – und will mit seinen Lehrerinnen und Lehrern, aber auch den Schülerinnen und Schülern einen smarteren Umgang damit erreichen. „Wir als Schule sind diejenigen, die sie dahin begleiten werden“, sagt Baumeister. „Die Schüler sollen den Umgang mit KI nicht nur technisch lernen, sondern vor allen Dingen auch ethisch und kritisch reflektiert.“ Die Nutzung von KI in der Schule durch Lehrkräfte etwa sei auch erst noch am Anfang – etwa wenn Lehrkräfte selbstgeschriebene Geschichten ihrer Schüler per KI-Tool illustrieren ließen. Dafür allerdings bräuchte es dann eben auch wieder Rechner, mit denen solche Tools genutzt werden könnten.

Pragmatisch wolle der politisch verantwortliche Senat das KI-Thema angehen, schildert Staatssekretär Torsten Kühne, auf eine Goldrandlösung zu warten, sei keine Option. Weshalb man nach den ersten Handlungsempfehlungen für KI-Anwendungen im Unterricht auch darüber hinaus eine Integration in den schulischen Alltag anstrebe, wo sinnvoll. „Die Technologie ist weiter als der Rechtsrahmen“, sagt Kühne, etwa mit Blick auf Copilot, was Berlins Lehrer unter Berücksichtigung der Vorschriften nutzen dürfen. Telli, ein KI-Chatbot der unterschiedliche Modelle datenschutzkonform nutzbar machen soll und auf den Schulkontext angepasst ist, steht im Stadtstaat Berlin – anders als in anderen Bundesländern – derzeit noch nicht zur Verfügung.

Doch dass die KI-Ideen so wie alle anderen Digitalideen vorher im Unterricht ankommen, hängt vor allem von etwas anderem ab: Lehrerinnen und Lehrer. Ein wesentlicher Teil von ihnen ist im Kreidezeitalter, an Polylux-Overhead und Medienwagen ausgebildet worden. Tatsächlich geht es dabei nach Schilderungen vieler Beteiligter, von Schülern über Lehrer bis zu zuständigen Politikern, auch um eine Art Schamgrenze bei den Lehrkräften. Vor Schülerinnen und Schülern die eigene Unsicherheit im Umgang mit neuen Technologien offenzulegen und hier von diesen zu lernen, das ist für viele mindestens gewöhnungsbedürftig – wenn überhaupt mit der Rolle vereinbar.

Es gehe derzeit darum, moderne pädagogische Konzepte in Zeiten von KI und adaptiver intelligenter Systeme zur Anwendung zu bringen, sagt der Berliner Staatssekretär Torsten Kühne. Das solle vor allem über Fortbildungsmöglichkeiten geschehen. Fast alle Bundesländer bieten ihren Lehrerinnen und Lehrern eine Vielzahl an Fortbildungen an, mit denen sie bei digitalen Kompetenzen aufholen könnten. In Berlin würden diese gut angenommen, berichtet der Bildungsstaatssekretär.

Wie denn die Integration in den normalen Schulunterricht bei solchen Möglichkeiten wie etwa 3D-Druck aussehe, wird noch bei dem Pressetermin gefragt. Ein Möbiusband etwa für den Mathekurs, das sei hier gedruckt worden, erklärt ein Schüler, sichtlich stolz. An den Schülerinnen und Schülern liegt es offenkundig nicht, wenn nach dem „Schulen ans Netz“ auch nach 30 Jahren nicht direkt eine pädagogisch sinnvolle Nutzung möglich ist.


(kbe)



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