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Interview nach Kritik: Finn-CEO versteht den „Unmut“ der Kunden


Interview nach Kritik: Finn-CEO versteht den „Unmut“ der Kunden

Maximilian Wühr ist seit April 2023 CEO bei Finn.
FINN/Collage: Dominik Schmitt

Finn zählt zu den Aufsteigern der deutschen Startup-Szene. Das Unternehmen setzt auf ein Auto-Abo: Kunden wählen ihr Fahrzeug online, zahlen eine monatliche Rate – und erhalten ein Paket, das Leistungen wie Zulassung, Versicherung, Wartung und Steuern bündelt. Ein Angebot, das auf hohe Nachfrage trifft – und rasant wächst. Der reine annualisierte Abo-Umsatz liegt inzwischen bei über 250 Millionen Euro, ein Wachstum von 60 Prozent im Jahr 2025. Zudem hat Finn erstmals ein positives operatives Ergebnis erreicht, wie CEO Maximilian Wühr im Gespräch mit Gründerszene verrät.





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So funktioniert Selfpublishing als Bootstrapping-Projekt


Wie viele andere Gründer:innen hatte ich den Traum, ein eigenes Buch zu veröffentlichen. Umso größer war meine Freude, als ein Verlag über meine Inhalte als Feedbackdoktor auf LinkedIn auf mich zukam. Mein Exposé für ein Feedbackbuch wurde angenommen und kurz darauf bekam ich das Vertragsangebot.

Meine Augen leuchteten – bis ich den Vertrag genauer las. Zwei Punkte fühlten sich nicht richtig an. Gespräche mit einem Anwalt und einem erfahrenen Autor bestätigten dieses Gefühl.

Also traf ich eine Entscheidung, die mir wehtat: Ich lehnte das Angebot ab.

Nach einer unruhigen Nacht stand meine Entscheidung fest: Ich würde das Buch auch ohne diesen Verlag herausbringen.

Und damit stellte sich eine neue Frage: Verlag oder Selfpublishing?

Ich entschied mich bewusst gegen den nächsten Verlagsversuch und für das Selfpublishing. Nicht nur wegen der besseren Konditionen (25 bis 30 % statt 8 bis 12 % Tantieme für die Printversion), sondern vor allem wegen der Kontrolle über Inhalte, Prozesse und Tempo.

Mein Ziel war klar: Ich wollte dieses Buch wie ein gebootstrapptes Startup aufbauen.

Also so viel wie möglich selbst machen, regelmäßig Feedback aus der Community holen, schnell umsetzen und ohne fremdes Kapital arbeiten.

Drei Dinge, die ich dabei gelernt habe.

1. Auffallen ist nicht dasselbe wie funktionieren.

Ich wollte ein Cover, das beim Scrollen auf einer Online-Plattform auffällt – und bekam vernichtend schlechtes Feedback zu Entwürfen, die mit Filmgenres spielten. Ob Horror, Western, Fantasy oder Science Fiction: In meiner LinkedIn-Testgruppe fielen alle Designs durch.

Die besten Bewertungen bekamen ausgerechnet die Entwürfe, die am klassischsten waren. Also entschied ich mich für ein klassisches Cover: ein Mintton aus meinem Corporate Design und ein Schriftzug, der auch als Thumbnail funktioniert.

2. Ein Produkt ist erst fertig, wenn die Balance stimmt.

Ich hatte ein Inhaltsverzeichnis, zu dem ich gutes Feedback bekam – und eine Buchversion, die genau dazu passte.

Und trotzdem stimmte etwas nicht: die Balance. Zwei Kapitel waren deutlich länger als die anderen. In anderen war die Theorie etwas kurz oder die konkreten Leitfragen fehlten.

Also schmiss ich den fertigen Testdruck weg und strukturierte das Buch neu – so lange, bis es sich ausgewogen anfühlte. Dann bestellte ich einen neuen Testdruck.

3. KI ist ein Beschleuniger – und manchmal der schlechteste Mitarbeiter im Team.

Für mein Buch war KI an vielen Stellen eine echte Beschleunigung. Alle Cover-Entwürfe entstanden schnell und auf einem guten Niveau. Auch bei der Landing Page half mir die KI, die Struktur zu entwickeln und Mockups zu erstellen, die ich direkt an meinen ITler weitergeben konnte.

Bei strategischen Fragen zur Vorbestellungsphase lieferte sie mir jedoch Antworten, die sich plausibel anhörten, aber schlicht falsch waren. Ich plante mit vergünstigten E-Books und Unternehmenspaketen – bis ich merkte, dass ersteres wegen einer Preisschwelle bei den Tantiemen keinen Sinn machte und letzteres auf der Plattform bei Vorbestellungen so gar nicht möglich ist.

Und bei einer Aufgabe trieb sie mich zur Weißglut: den Icons für meine Produktseite. Ich wollte bestehende Entwürfe sauber nachbauen lassen – und bekam stattdessen 30 Minuten lang Ausreden und Ergebnisse, die auf dem Niveau eines Kindergartenkindes waren.

In einem echten Team hätte ich diesen Mitarbeiter vermutlich entlassen. Bei der KI öffnete ich einen neuen Chat – und bekam zehn Minuten später genau die Ergebnisse, die ich brauchte.

Mein Launch: 100 Bücher pro Monat – ohne Werbebudget

Am 21.04.26 erscheint mein Buch „Feedback sicher geben und nehmen“ – passend zum Bootstrapping-Ansatz ohne großes Werbebudget.

Mein Ziel ist es, bis zum Jahresende jeden Monat mindestens 100 Bücher zu verkaufen.

Der Fokus liegt dabei auf zwei Hebeln: Unternehmenspakete und Inhalte.

Auf LinkedIn werde ich den Launch gemeinsam mit den Gastautor:innen aus dem Buch spielen. Ergänzend starte ich für drei Monate ein TikTok-Experiment – beginnend bei null Follower:innen.

Offline nutze ich klassische Wege wie Lesungen, Workshops und Aushänge bei Kooperationspartnern mit Laufkundschaft.

Langfristig ist das Buch für mich kein Endprodukt, sondern die inhaltliche Basis für den nächsten Schritt: eine KI-gestützte Feedback-App, mit der man Feedbackgespräche im Alltag strukturiert vor- und nachbereiten kann.

Ob ich das Buch wieder als Bootstrapping-Projekt aufziehen würde? Unbedingt. Ob sich der ganze Aufwand auch gelohnt hat? Frag mich in drei Monaten nochmal. Dann können wir über die ersten Zahlen reden.

Tipp: So bauen Gründer:innen mit einem eigenen Buch Sichtbarkeit auf

Über den Autor
Dr. Marvin Behrendt ist Coach, Speaker, Autor und Beirat. Als Feedbackdoktor begleitet er Fach- und Führungskräfte dabei, ihre Kommunikation zu reflektieren sowie Beziehungen und Prozesse bewusst zu gestalten. Er lebt mit seiner Patchworkfamilie am Niederrhein und im Ruhrgebiet.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock



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Gründer kaufen Ankerkraut von Nestlé zurück


#DealMonitor

+++ #DealMonitor +++ Gründer kaufen Ankerkraut von Nestlé zurück +++ Uplane sammelt 4,5 Millionen ein +++ beglaubigt.de-Mutter Openlaw erhält 3,3 Millionen +++ Finanzspritze für SportsTech Smash +++ Hot Boys Cry sammelt Kapital ein +++

Gründer kaufen Ankerkraut von Nestlé zurück

Im #DealMonitor für den 16. April werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE


The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere phänomenale dritte STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: Die nächste STARTUPLAND findet am 10. März 2027 statt. Mehr über Startupland

MERGERS & ACQUISITIONS

Ankerkraut
+++ Knapp vier Jahren nach dem Exit an Nestlé kaufen die Ankerkraut-Gründer Anne Lemcke und Stefan Lemcke ihr Unternehmen vom Lebensmittelgiganten zurück. Nestlé hielt zuletzt 95 % am Gewürz-Grownup, das 2013 gegründet wurde. „Ziel ist es, die Marke künftig wieder unabhängig weiterzuentwickeln und dabei besonders an ihre ursprüngliche Identität und die unternehmerischen Wurzeln anzuknüpfen: Leidenschaft für Gewürze, Hands-on-Mentalität und eine enge Verbindung zur Community“, teilen die Lemckes mit. Über die finanziellen Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. Derzeit arbeiten rund 160 Mitarbeitende für Ankerkraut. Das Team erzielt zuletzt „einen Umsatz im mittleren zweistelligen Millionenbereich“. Nestlé soll vor vier Jahren eine dreistellige Millionensumme für Ankerkraut auf den Tisch gelegt haben. Mehr im StartupTicker

INVESTMENTS

Uplane 
+++ Play Ventures, Y Combinator, 20VC, Multimodal Ventures und Rebel Fund investieren 4,5 Millionen US-Dollar in Uplane. Das deutsch-amerikanische Startup, 2025 von Julius Korfgen, Lukas Vollmer und Marvin Massih gegründet, möchte sich als „Full funnel AI marketing automation platform“ etablieren. Das Motto dabei lautet: „AI should run campagins, so that marketers can run marketing.“ Die Deutsche Bahn setzt bereits auf das Unternehmen. Mehr über Uplane

Openlaw 
+++ YouTube-Mitgründer Jawed Karim (Y Ventures), Moonfire Ventures (Mattias Ljungman), Zeno Ventures, Combination VC, Orange Collective und zahlreiche Business Angels investieren 3,3 Millionen US-Dollar in Openlaw. Das LegalTech aus München, 2024 von Alexander Sporenberg und Felix Gerlach gegründet, positioniert sich als „europäische Plattform für digitale Rechts- und Notarinfrastruktur“. In Deutschland ist die Jungfirma mit beglaubigt.de unterwegs. „Die Plattform bildet den gesamten Gründungsprozess digital ab, von den Gründungsdokumenten über den Notartermin bis zur HRB-Eintragung und Transparenzregister-Anmeldung“, heißt es zum Konzept. Mit dem frischen Kapital möchte das Unternehmen, „das Produktangebot der deutschen Plattform gezielt ausbauen“. Mehr über Openlaw

Smash
+++ Das Münchner Family Office KT Ventures, Ex-Tennisstar Dominic Thiem, Ex-Fußballprofi Guido Burgstaller, die beiden Fußballprofis Marco Grüll und Maximilian Hofmann, die PlanRadar-Gründer Sander Van de Rijdt und Ibrahim Imam, Leo Hillinger, Johannes Meran, Paul Fattinger und Meinhard Platzer investieren eine ungenannte Summe in Smashsiehe Brutkasten. Das Wiener Startup, 2025 von Alexander Sommer-Fein, Ricardo Theiner, Philip Mader und Franz Schall gegründet, setzt voll und ganz auf den Trendsport Padel. „smash vereint Immobilienexpertise mit Sportbegeisterung und einem kompromisslosen Fokus auf Player Experience. Wir bauen und betreiben unsere Courts, wie wir es als Spieler selbst erwarten würden“, teilt das Team mit. Bis Ende 2026 möchte das Unternehmen 40 Courts betreiben. Auch die Expansion nach Deutschland ist bereits geplant. Mehr über Smash

Hot Boys Cry
+++ Der Berliner Investor IBB Ventures, Fleetlery-Gründer Timo Kerzel und Philipp Buddemeier (Better Earth) investieren eine ungenannte Summe in Hot Boys Cry. Das Startup aus Berlin, 2025 von Alexander Nicolaus und Patrick Conrad gegründet, möchte „emotionale Streetwear“ etablieren. „Hot Boys Cry is a movement and lifestyle brand challenging the stigma around men’s emotional vulnerability“, heißt es in der Selbstbeschreibung. Neben Klamotten gibt es dabei auch Community-Events, die die Botschaft verbreiten sollen. Am jungen Unternehmen ist auch TV-Moderator Joko Winterscheidt beteiligt. Mehr über Hot Boys Cry

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74



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Das Pitchdeck, mit dem dieses Fintech 6 Millionen eingesammelt hat


Das Pitchdeck, mit dem dieses Fintech 6 Millionen eingesammelt hat

Die Köpfe hinter Round: weniger Excel, mehr Automation.
Round

Finance-Teams arbeiten trotz moderner Tools oft noch erstaunlich handwerklich: Rechnung hier prüfen, Zahlung dort auslösen, und am Ende alles wieder in Excel zusammenkopieren – quasi digitales Jonglieren mit Papierkram. Genau hier will Round ansetzen: Das Londoner Fintech baut eine Plattform, die Finanzprozesse unterstützten und direkt ausführen soll.





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