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Noch viel teurer als gedacht: Streit um neues Hessen-Logo eskaliert
Sorgt für Striet: Das neue Logo des Landes Hessen
Die neue visuelle Identität des Landes Hessen sorgt weiter für Wirbel. Grund: Das Logo, das die Kreativagentur Ogilvy im Auftrag der schwarz-roten Landesregierung entwickelt hat, ist noch viel teurer als ursprünglich gedacht. Die Opposition spricht gar von einem „Design-Fehlgriff“.
Mit dem Redesign wollte Boris Rhein anlässlich des 80. Jubiläums des Landes Hessen wohl ein Zeichen der Stärke setzen und für posi
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Instagrams Your Algorithm kommt für Explore
Mit Your Algorithm kannst du entscheiden, welche Reels du sehen möchtest und welche nicht. Nach dem globalen Roll-out im Reels Feed kommt das Feature jetzt in den Explore-Bereich.
Das noch junge Instagram Feature Your Algo gibt dir die Kontrolle über den Reels Feed. User können angeben, von welcher Art Reels sie mehr und von welcher Art sie weniger sehen möchten – bisher aber nur auf Englisch. Für 2026 lassen sich sogar die Top-3-Interessen angeben. So soll Your Algorithm dem Namen nach individuelle Reels-Erfahrungen fördern.
Instagrams Your Algo kommt weltweit:
Entscheiden, welche Reels du sehen willst

Das funktionierte bisher im Reels Feed. Für diesen Bereich rollte Instagram die Funktion nach der ersten Einführung in den USA im Dezember 2025 im Januar weltweit aus.
Jetzt kommt die Funktion für den Explore-Bereich. In seinem Broadcast Channel Instagram advice erklärte Plattformchef Adam Mosseri:
We recently launched Your Algorithm on Instagram so you can see and control what Reels we recommend you. We’re rolling it out to Explore this week – just tap the two hearts on the top right of your Explore page. Let me know what you think.

Damit können die User dann auch direkt auf der Entdecken-Seite ihre Content-Präferenzen angeben und zum Beispiel Inhalte zu populären Aspekten wie Get Ready With Me an- oder abwählen. Allerdings dürfte die Option für Your Algo erst später in Deutschland ankommen, genauso wie die Option im Reels Feed. Der Roll-out des Features läuft eher langsam und noch haben nicht alle User Zugriff auf die Möglichkeit zur Personalisierung des Algorithmus.
Weiterführende Informationen zu diesem Feature findest du in unserem dedizierten Artikel. Und wenn du dich dafür interessierst, wie du mit eigenen Inhalten auf der Plattform langfristig Geld verdienen kannst, haben wir ebenfalls einen ausführlichen Beitrag in petto.
5 Wege, um Instagram Content zu monetarisieren

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Gender Gap bei ChatGPT-Nutzung verschwunden
Kurz nach dem Start von ChatGPT nutzten nach Unternehmensdaten vor allem Männer das Tool, nicht einmal 20 Prozent Frauen. Inzwischen ist der Gender Gap nicht mehr vorhanden und die Zahl der weiblich gelesenen User sogar größer.
Über 900 Millionen User pro Woche verzeichnet ChatGPT inzwischen. Der populäre OpenAI-Dienst wird inzwischen für die unterschiedlichsten Zwecke herangezogen, von der klassischen Internetrecherche über Hausaufgabenhilfe und Schreib-Support bis hin zu Gesundheitsinformationen und sogar paratherapeutischen Konversationen. Die häufigsten Anwendungsfälle für Deutschland findest du in unserem dedizierten Artikel zum Thema.
Als ChatGPT Ende 2022 für die Öffentlichkeit bereitgestellt wurde, war die Faszination groß. Heute ist der Dienst für viele Synonym einer KI-Internetnutzung, eine stetige Begleitung im Digitalalltag und Go-to-Option bei vielen Fragen. Im Wettbewerb mit Googles Gemini, Anthropics Claude, Microsofts Copilot, Metas Meta AI, Mistrals Le Chat und Co. agiert ChatGPT als weltweit relevante Innovation, die unsere Vorstellung von digitalen Infrastrukturen einst auf den Kopf stellte. Dabei waren zu Beginn vor allem Personen mit typisch männlichen Namen als User vertreten.
15 ChatGPT Prompts, um 15 Stunden pro Woche zu sparen

So hat sich die ChatGPT-Nutzung gewandelt: Gender Gap aufgelöst
Nach Angaben von OpenAI nutzten im Januar 2023 – kurz nach dem ChatGPT-Start für die Öffentlichkeit – vor allem männliche User ChatGPT. Darauf zumindest schließt das Unternehmen in Anbetracht der als männlich gelesenen Vornamen aus den User-Daten. Demnach waren 83 Prozent männliche Namen und rund 17 Prozent weibliche Vornamen vertreten. Dabei kann es durchaus zu Überschneidungen gekommen sein, wenn die Namen keine konkrete Zuschreibung zu einem Geschlecht erlauben, wie etwa Kim oder Tjorven, und wenn Personen mit typisch männlich gelesenem Vornamen weiblich sind und umgekehrt. Angaben zu non-binären Personen und Namen gibt es in OpenAIs Einordnung nicht.
Über die Zeit hat sich die Nutzung der Personen mit typischen männlichen und typischen weiblichen Vornamen aber angeglichen. Im Januar 2024 waren es nur noch knapp 16 Prozent Unterschied – mit rund 58 Prozent führten weiterhin die männlich gelesenen User. Im Januar 2026 zeigte sich ein anderes Bild: Die weiblich gelesenen User machten knapp 51 Prozent aus, die männlich gelesenen knapp 49 Prozent.
When ChatGPT first launched, there was an enormous gender gap, with our anonymized data showing roughly 80% having typically male first names. That gap is now gone. pic.twitter.com/kWQjCImyri
— OpenAI Newsroom (@OpenAINewsroom) April 15, 2026
Die Grafik zur Entwicklung zeigt auch ohne Einbeziehung konkreterer Hinweise auf die Gender-Zuordnung deutlich auf, dass ChatGPT inzwischen ein Tool für ein enorm breites Spektrum an Digital-Usern ist. Diese nutzen den Dienst über verschiedene Abonnements oder kostenfrei. Ganz neu in OpenAIs Angebot ist zum Beispiel das ChatGPT Pro-Abonnement für 103 Euro im Monat, das mit exklusiven Feature Previews und vor allem erhöhten Nutzungslimits daherkommt. Das ist unter anderem für den beliebten Coding-Bereich Codex relevant.
Das ist das neue ChatGPT Pro-Abo

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RECOMMERCE: Retouren als Rohstoff: Wie Händler aus dem Rücksendeproblem ein Geschäftsmodell machen
Jede Rücksendung ist ein Kostenfaktor – das war lange die dominante Perspektive im E-Commerce. Doch der Blick hat sich gewandelt: Re-Commerce, also der strukturierte Wiederverkauf von Retouren und Gebrauchtware, wächst zum eigenständigen Geschäftsmodell heran. Mit einem deutschen Marktvolumen von fast zehn Milliarden Euro und zweistelligen Wachstumsraten ist das Thema längst im Mainstream angekommen. Was Händler jetzt wissen müssen – und welche Strategien den Unterschied machen.
Jede Retoure erzählt eine kleine Geschichte. Ein Produkt, das bestellt wurde, Erwartungen geweckt hat – und am Ende doch zurückgeht. Für Händler war dieser Moment lange das Ende der Geschichte: ein Rückläufer, der geprüft, einsortiert oder abgeschrieben wird. Ein Prozess, der vor allem Kosten verursacht und Wert vernichtet. Doch diese Perspektive hat sich verschoben. Heute endet die Geschichte nicht mehr mit der Retoure. Produkte werden aufbereitet, erneut angeboten und finden neue Käufer:innen. Aus einem vermeintlichen Schluss wächst ein Markt mit eigener Dynamik – und der Chance, einen Kostenfaktor in ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu verwandeln.
Auch die Zahlen belegen die Dynamik: Laut Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) lag der Umsatz mit online gehandelten Gebrauchtwaren in Deutschland 2024 bei rund 9,9 Milliarden Euro. Für 2025 verzeichnet der Verband ein Umsatzwachstum von 21,8 Prozent im gewerblichen Onlinehandel auf Re-Commerce-Plattformen.
Secondhand als rationale Entscheidung – nicht als Notlösung
„Das Potenzial des Re-Commerce beruht darauf, gebrauchte Produkte in großer Auswahl als nachhaltige Alternative zu günstigen Preisen anbieten zu können“, erklärt Georg Wittmann, CEO von ibi research. Gleichzeitig eröffnet das Segment neue Marktchancen: „Durch die niedrigeren Preise im Re-Commerce können Handelsunternehmen oftmals neue Zielgruppen für hochpreisigere Produkte erschließen und ihre Wettbewerbsfähigkeit im aktuell besonders gefragten Niedrigpreissegment – zum Beispiel Temu oder Shein – stärken.“
Damit verändert sich auch die Rolle von Re-Commerce im Geschäftsmodell. Der Fokus liegt nicht mehr nur auf Nachhaltigkeit, sondern ebenso auf Reichweite, Preispunkten und zusätzlichem Absatz.
Vom Einmalkauf zur langfristigen Kundenbeziehung
Re-Commerce greift tiefer in den Handel ein als ein bloßer Wiederverkaufskanal. Klassische E-Commerce-Modelle enden mit dem Kauf. Re-Commerce dagegen setzt an einem anderen Punkt an: Der Produktlebenszyklus wird verlängert, und mit ihm entstehen neue Kontaktpunkte zwischen Marke und Kundschaft.
Immer mehr Anbieter integrieren deshalb Rückkaufprogramme, Trade-In-Modelle oder eigene Secondhand-Bereiche in ihre Customer Journey. Die Kundschaft gibt Produkte zurück, erhält eine Gutschrift und bleibt im Ökosystem der Marke. Apple kauft gebrauchte Geräte zurück und führt sie nach der Aufbereitung wieder dem Verkauf zu. Zalando integriert Retouren und Secondhand mit „Pre-Owned“ direkt in das eigene Sortiment, während IKEA mit „Buy Back“ auf Rücknahme im stationären Handel und die erneute Platzierung im Store setzt. Genau darin liegt der strategische Wert: Aus einem einmaligen Kauf wird eine langfristigere Beziehung, in der Händler nicht nur verkaufen, sondern auch Rücknahme, Aufbereitung und Wiedervermarktung steuern.
Die Analyse der Deutschen Post zeigt, dass genau hier ein zentraler Hebel liegt: Re-Commerce schafft zusätzliche Umsatzpotenziale und verlängert die Kundenbeziehung über den Erstkauf hinaus. Der Wiederverkauf wird so nicht zur Randnotiz, sondern zu einem eigenständigen Baustein im Geschäftsmodell.
Strategischer Ausweg aus dem Preiskampf
Der Aufstieg von Re-Commerce ist eng mit aktuellen Marktverwerfungen verbunden. Plattformen wie Temu oder Shein erhöhen den Preisdruck im Handel massiv. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Differenzierung jenseits des reinen Preiswettbewerbs. Re-Commerce bietet hier einen strategischen Ausweg: Händler können attraktive Preispunkte schaffen und zugleich zusätzliche Absatzkanäle für Retouren, Ausstellungsstücke oder aufbereitete Produkte aufbauen.
Dass dieses Modell skalierbar ist, zeigt refurbed: Der Marktplatz positioniert aufbereitete Elektronik gezielt zwischen Neuware und klassischem Gebrauchtmarkt und schafft so ein eigenständiges Preissegment. Re-Commerce wird damit nicht nur zum Nachhaltigkeitsthema, sondern zu einem eigenständigen Wachstumspfad.
„Wir sehen es an der Entwicklung unseres Marktplatzes, dass Refurbishment ein immenser Wachstumsmarkt ist“, sagt Kilian Kaminski, Co-Founder von refurbed. „Die Kunden sind bereit, ihr tradiertes Konsumverhalten zu verändern, auf mehr Nachhaltigkeit beim Konsum zu setzen, bewusst nicht neu zu kaufen, wenn sie Vertrauen in Qualität, Service und auch den Preis haben.“
Vertrauen: die härteste Währung im Gebrauchtwarenhandel
Ein Faktor bleibt entscheidend: Vertrauen. Laut bevh geben rund 49 Prozent der Nichtkäufer an, dass Unsicherheit über den Zustand gebrauchter Produkte der Hauptgrund für ihre Zurückhaltung ist. Für Händler bedeutet das: Transparenz, klare Qualitätsstandards und Garantien sind keine Zusatzleistung, sondern Voraussetzung. Wer Unsicherheit systematisch abbaut, kann Re-Commerce aus der Nische holen.
Dass Vertrauen bereits zum skalierbaren Erfolgsfaktor geworden ist, zeigt das Wachstum großer Anbieter: Re-Commerce-Pionier momox erzielte 2024 einen Umsatz von rund 377 Millionen Euro und gehört damit zu den größten Secondhand-Plattformen Europas. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Qualitätssicherung, Kommunikation und Service entlang der gesamten Customer Journey: Je klarer die Standards und je verlässlicher die Prozesse, desto eher wird aus Skepsis Akzeptanz – und aus einem gebrauchten Produkt ein selbstverständlicher Kauf.
Operativ komplex – aber skalierbar
Mit dem neuen Geschäftsmodell steigen auch die Anforderungen an Anbieter. Was zurückkommt, ist nicht automatisch wieder verkaufsfähig: Produkte müssen geprüft, klassifiziert und teilweise aufbereitet werden. Gleichzeitig geraten bestehende Logistikprozesse unter Druck, weil Rückläufer andere Abläufe erfordern als Neuware.
Erfolgreich sind vor allem Anbieter, die diese Prozesse skalieren und standardisieren können. Während sich im Bereich refurbished Elektronik standardisierte Prüfverfahren und klare Qualitätsstufen etabliert haben, erfordern Modeartikel eine differenzierte Zustandsbewertung und Möbel vor allem spezialisierte Logistik- und Aufbereitungsprozesse. Entscheidend ist dabei nicht nur die Wiedervermarktung selbst, sondern die Fähigkeit, den gesamten Prozess – vom Eingang über die Prüfung bis zur erneuten Ausspielung – kontrolliert abzubilden.
Vom Nebenkanal zur strategischen Kernfunktion
Die zentrale Frage für Händler lautet gegenwärtig nicht mehr, ob Re-Commerce relevant ist – sondern wie schnell und in welcher Form er integriert wird. „Da Re-Commerce schneller wächst als der klassische E-Commerce, wird der Wiederverkauf für viele Händler vom Nice-to-have zum echten Wettbewerbsfaktor“, so Claudia Frese.
Der Trend reicht dabei über den einzelnen Händler hinaus: „Global gesehen unterstützt Re-Commerce die Transformation zur Kreislaufwirtschaft, indem durch den Kauf gebrauchter Produkte lineare Konsummuster im Online-Handel durchbrochen werden“, erklärt Georg Wittmann von ibi research.
Re-Commerce steht damit nicht nur für ein neues Geschäftsmodell, sondern für eine grundsätzliche Verschiebung im Handel: weg vom einmaligen Verkauf, hin zur Organisation kompletter Produktlebenszyklen.
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