Künstliche Intelligenz
Amazon: Ring-Kameras jetzt mit optionaler Gesichtserkennung
„Familiar Faces“ wird in Deutschland zu „Bekannte Gesichter“: Ein bislang in den USA verfügbares Gesichtserkennungs-Feature für Amazons Ring-Kameras ist jetzt auch in Deutschland verfügbar. Ring-Kameras können so Personen erkennen und den Kamerabesitzer darüber informieren, wer vor der Tür steht.
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Ziel des Features ist es laut Amazon, Nutzern personalisierte Benachrichtigungen zu schicken. Anstatt die Meldung „Person an der Haustür“ auf ein Handy zu schicken, kann Ring künftig etwa von „Oma an der Haustür“ berichten. Nutzer können die Benachrichtigung für jede einzelne Person individuell an- und ausschalten, schreibt Amazon in einer Mitteilung.
„Bekannte Gesichter“ legt für jeden Besucher einen Eintrag an, wenn sich eine Person in Sichtweite der Kamera bewegt und ihr Gesicht erkennbar ist. Nutzer haben dann die Gelegenheit, diese Person zu benennen. Insgesamt können bis zu 50 Profile für Personen angelegt werden. Besucher, die vom Nutzer nicht als bekannte Person abgespeichert werden, werden nach 30 Tagen automatisch wieder entfernt.
Standardmäßig deaktiviert
Die Funktion „Bekannte Gesichter“ ist standardmäßig deaktiviert. Wer das Feature nutzen will, muss es also aktiv einschalten. Amazon weist darauf hin, dass Nutzer vor der Aktivierung eine ausdrückliche Einwilligung von Besuchern einholen müssen. Zudem unterliege die Einwilligung von Kindern besonderen gesetzlichen Auflagen. Wenn eine Person ihre Einwilligung widerruft, müsse sie unverzüglich aus der Datenbank der bekannten Gesichter entfernt werden. Ob die Entfernung aus der Datenbank tatsächlich erfolgt, können Betroffene nicht einfach kontrollieren.
Um das Feature überhaupt nutzen zu können, sind ein Premium-Abonnement bei Ring sowie kompatible Hardware notwendig. „Bekannte Gesichter“ funktioniert auf Kameras und Türklingeln von Ring mit 2K- oder 4K-Auflösung. Auch einige ausgewählte Geräte mit HD-Auflösung werden unterstützt. Einen Überblick gibt Amazon in einem Support-Eintrag. „Bekannte Gesichter“ ist nicht mit der Ende-zu-Ende-Videoverschlüsselung von Ring kompatibel, schreibt Amazon.
„Bekannte Gesichter“ ist eine von mehreren strittigen KI-Funktionen von Ring, die Amazon in den vergangenen Monaten in den USA eingeführt hat. Besonders eine andere Funktion wurde stark kritisiert: „Search Party“ wird von Amazon als KI-gestützte Hilfe bei der Suche nach verloren gegangenen Hunden vermarktet. Dafür können Hundebesitzer und -besitzerinnen ihre Haustiere melden und eine KI-gestützte Suche über alle Ring-Kameras in der Nachbarschaft veranlassen. Läuft das gesuchte Tier durch das Sichtfeld eines dieser Geräte, soll man automatisch darauf hingewiesen werden. Kritiker befürchten, dass dieser Zusammenschluss verschiedener Ring-Kameras dazu genutzt werden könnte, auch Menschen zu verfolgen.
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(dahe)
Künstliche Intelligenz
Informationsfreiheit: Mehrheit verlangt mehr Transparenz von Behörden
Zwanzig Jahre nach dem Inkrafttreten des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) auf Bundesebene fordert eine Bevölkerungsmehrheit in Deutschland mehr Transparenz von staatlichen Stellen. Das geht aus der ersten bundesweiten Repräsentativbefragung zur Informationsfreiheit hervor, die die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), Louisa Specht-Riemenschneider, am Montag veröffentlicht hat. Demnach erwarten 96 Prozent der 2500 Befragten ein transparentes Behördenhandeln. Der Studie zufolge erleben jedoch 60 Prozent die Verwaltungsarbeit als kaum oder gar nicht nachvollziehbar.
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Obwohl das Gesetz Bürgern den Zugang zu amtlichen Dokumenten ohne besondere Begründung ermöglicht, fällt die tatsächliche Nutzung bislang verhalten aus. Laut der vom Meinungsforschungsinstitut INFO durchgeführten Studie haben erst rund zehn Prozent der Befragten eine entsprechende Anfrage gestellt. Die meisten dieser Anträge seien jedoch erfolgreich verlaufen: 54 Prozent der Antragsteller hätten vollständigen Zugang zu den gewünschten Informationen erhalten, bei weiteren 28 Prozent hätten die Behörden zumindest teilweise Einsicht gewährt. Nur fünf Prozent der eingereichten Anfragen seien von den Ämtern klar abgewiesen worden.
Transparenz gegen Desinformation
„In Zeiten gezielter Desinformation ist Transparenz das wirksamste Gegenmittel“, erklärte Specht-Riemenschneider. Um die Informationsrechte weiter zu stärken, leitet die BfDI aus den Befragungsergebnissen konkrete Handlungsempfehlungen ab. Eine zentrale Forderung richtet sich an die Verwaltungen, Dokumente mit öffentlichem Interesse verstärkt proaktiv zu veröffentlichen, wofür sich 83 Prozent der Umfrageteilnehmer aussprechen. Zudem müssten Behörden die Zugangswege für Auskunftssuchende deutlich einfacher gestalten. Auch fordert die BfDI wirksame Durchsetzungsbefugnisse für die Aufsichtsstellen, um den Auskunftsanspruch im Konfliktfall einfacher geltend machen zu können.
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Die BfDI warnte zudem deutlich davor, Auskunftsrechte unter dem Vorwand der inneren oder nationalen Sicherheit pauschal auszuhebeln. Zwar erlaube das Gesetz bereits berechtigte Ausnahmen, etwa für die polizeiliche Gefahrenabwehr oder zum Schutz von Geheimdiensten, aber flächendeckende Geheimhaltung entziehe staatliches Handeln der Kontrolle. Das schüre laut der Studie Misstrauen und spiele antidemokratischen Gruppen in die Hände.
Debatte um Auskunftsrechte
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Die Debatte um die genaue Ausgestaltung und Reichweite der Informationsfreiheit begleitet Politik und Zivilgesellschaft bereits seit den ersten entsprechenden Landesgesetzen Ende der 1990er Jahre. Auch die amtierende BfDI Specht-Riemenschneider mahnt regelmäßig an, das IFG als Kontrollwerkzeug bekannter und wirksamer zu machen. Das neue Format „BfDI-Datenbarometer“ soll diese Diskussion künftig mit regelmäßigen, evidenzbasierten Auswertungen unterstützen.
In jüngerer Vergangenheit stand das Recht auf Informationsfreiheit immer wieder zur Disposition. Protest aus der Zivilgesellschaft hatte während der Koalitionsverhandlungen der schwarz-roten Bundesregierung vor einem Jahr dafür gesorgt, dass die Koalition von Abschaffungsplänen absah. Auf Ebene der Bundesländer hingegen schreiten derweil Pläne voran, verschiedene Bereiche von Informationspflichten auszunehmen. Niedersachsen und Bayern sind bisher die einzigen Länder gänzlich ohne Informationsfreiheitsgesetz.
(egia)
Künstliche Intelligenz
Android-Apps mit erhöhten Rechten ausführen und Bloatware kicken dank Shizuku
Nutzer eines iPhones schielen mitunter neidisch zu Android herüber. Googles Betriebssystem ist im Vergleich zu iOS freizügiger bei den Funktionen, die das Betriebssystem installierten Apps erlaubt. Der Nutzen ist vielfältig: So darf beispielsweise jede Anwendung auf die NFC-Schnittstelle zugreifen, sodass man selbst beschriebene Tags für Heimautomation nutzen kann. Wer mag, schaltet so das Telefon stumm, den Wecker ein und das Licht im Schlafzimmer aus – einfach, indem man das Smartphone auf ein NFC-Tag auf dem Nachttisch legt. Falls dem Telefon der Speicher ausgeht, findet eine Systembereinigungs-App auf Knopfdruck große Dateien, Dubletten oder löscht auf Wunsch den Cache und temporäre Dateien aller Apps. Auch die Bedienoberfläche kann stark angepasst werden, beispielsweise mit Apps, die den Google-Feed durch eigene Inhalte ersetzen oder durch individuelle Widgets auf dem Sperrbildschirm.
Android bewegt sich mit seiner Offenheit stets in einem Spannungsfeld zwischen Komfort und Sicherheit. Nicht jede App darf auf dem Telefon schalten und walten, wie sie mag: Will eine App beispielsweise auf den Standort, das Mikrofon oder die Bilder im Kameraordner zugreifen, dann muss sie den Zugriff vorab erfragen und die Nutzer entscheiden, ob sie das Recht einmalig oder dauerhaft gewähren.
In den vergangenen Jahren hat Google die Leitplanken des Rechtemanagements enger gezogen. Das führt zunehmend zu lästigeren Einschränkungen: Konnte eine Automatisierungs-App wie Tasker früher etwa noch den Mobilfunk ausschalten, wenn das Handy im heimischen WLAN eingebucht war und konnten Systemreiniger den Cache aller installierten Apps löschen, scheitern heute solche Anweisungen. Doch für erfahrene Nutzer gibt es einen Weg, der solche Dinge wieder ermöglicht.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Android-Apps mit erhöhten Rechten ausführen und Bloatware kicken dank Shizuku“.
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Künstliche Intelligenz
Die besten VR-Spiele im Juni 2026: „The Boys“ und ein „WipeOut“-Klon
Passend zum Staffelfinale der erfolgreichen Amazon-Serie „The Boys“ bringt Sony Pictures Virtual Reality das zuvor schon für die Meta Quest 3 erschienene „The Boys – Trigger Warning“ im Juni auch auf die Playstation VR2. Wer die Serie kennt, weiß: Der Ton ist rau, brutal und zynisch. Für die Entwicklung zeichnet das brasilianische Studio Arvore verantwortlich und hat aus der actiongeladenen und lauten Serie ausgerechnet ein Stealth-Spiel gemacht.
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„The Boys – Trigger Warning“
Spieler werden zu Lucas Costa, einem Familienvater, der nach einem Anschlag auf Compound V angewiesen ist. Das ist die Substanz, die Menschen im „The Boys“-Universum mit Superkräften ausstattet. Dadurch gerät er ins Visier des Konzerns Vought, was ihn wiederum interessant für deren Erzfeinde „The Boys“ macht.
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The Boys: Trigger Warning – Reveal Trailer | PS VR2 Games
Neben Butcher, Kimiko und Mother’s Milk bekommen auch wichtige Antagonisten wie Homelander und Soldier Boy ihre Bühne. Die Meta-Quest-Version hatte so ihre technischen Schwächen und kämpfte mit verwirrter Gegner-KI und Bildzittern. Spielerisch hatten die Schleichmomente, gepaart mit Telekinese und Teleportation, aber ihre Momente. Sollte Arvore für die PSVR-2-Fassung die Technik in den Griff bekommen, dürften Fans der Serie ihren Spaß haben.
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„Omega Pilot Evolution“ & „A Long Survive“
Die „WipeOut“-Reihe war ab Mitte der Neunziger eines der Aushängeschilder für das Genre der ultraschnellen Sci-Fi-Racer. Da Fans mittlerweile seit gut neun Jahren auf Nachschub warten, setzt sich Funtech mit den „Omega Pilot“-Spielen auf dieses Feld und bringt bewaffnete Antigrav-Fahrzeuge in hoher Geschwindigkeit in die Virtual Reality. Der erste Teil stammt aus dem Jahr 2022, jetzt folgt die Fortsetzung „Evolution“ für Meta Quest, Pico 4 und PlayStation VR2.
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Omega Pilot Evolution – Announcement Trailer | PS VR2 Games
Die Strecken sind laut Entwickler auf extreme Geschwindigkeit und präzises Steuern ausgelegt. Während der Fahrt können Spieler Energieschüsse und elektromagnetische Impulse einsetzen oder sich mit Schilden schützen. Siege bringen In-Game-Währung, mit der sich Tempo, Handling oder Optik der Fahrzeuge aufwerten lassen. Neben Solo-Rennen sind auch verschiedene Multiplayer-Modi geplant.
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The Long Survival (PC VR) – Official Launch Trailer – Out Now!
Sci-Fi-Fans erwartet mit „The Long Survival“ – oder „A Long Survive“, wie es vor der Umbenennung hieß – auch noch ein kooperativer Horde-Shooter, der auch allein gespielt werden kann. Spieler schützen eine mobile Basis namens Nexus vor Alien-Wellen und verwalten dabei Ressourcen, Verteidigungsanlagen und wählen aus vier Klassen mit unterschiedlichen Fähigkeiten.
Wer die Wellen koordiniert abwehrt und die Basis gemeinsam absichert, erlebt chaotische, durchaus packende Momente. „The Long Survival“ ist bereits für die Meta Quest erhältlich und soll im Juni für PlayStation VR2 und SteamVR erscheinen. Für die neuen Fassungen sind bessere Grafik, überarbeitete Charaktermodelle und zusätzliche Waffen angekündigt.
Alle neuen VR-Spiele im Juni 2026

Sony Pictures Virtual Reality
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| Titel | Genre | Plattform | Datum |
| Dungeons of the Deep VR | Dungeon Crawler | PS VR2 | 01.06.2026 |
| Alley Dodge | Geschicklichkeit | PC-VR | 01.06.2026 |
| Fishing Party VR | Angel-Simulator | PC-VR | 01.06.2026 |
| Sugar Madness | Shooter | Meta Quest | 04.06.2026 |
| Sky Legends – An Aeropostal Epic | Narrativer Flugsimulator | PC-VR | 04.06.2026 |
| Outblast | Arcade-Shooter | PC-VR | 04.06.2026 |
| The Boys: Trigger Warning | Action-Adventure | PS VR2 | 09.06.2026 |
| Storage 8 VR | Horror | PC-VR | 12.06.2026 |
| Spell Siege | Wave Shooter | Meta Quest | 18.06.2026 |
| Dino Quest VR | Survival-Abenteuer | Meta Quest | 26.06.2026 |
| The Long Survival | Online-Koop-Shooter | PS VR2 | Juni 2026 |
| Omega Pilot Evolution | Racing | PS VR2, Meta Quest, Pico 4 | Juni 2026 |
| CleanSheet Fußball 2 | Sport | PS VR2 | Juni 2026 |
| Roboquest VR | Shooter | Meta Quest | Juni 2026 |
| Battle Beyond The Wall | Strategie/Shooter | Meta Quest | Juni 2026 |
| Slash Rivals | F2P | Meta Quest | Juni 2026 |
| Centipede VR | Survival-Horror | Meta Quest | Juni 2026 |
| Isle of Food | Survival | Meta Quest | Juni 2026 |
| FlyFit – Fitness Flight Simulator | Fitness | Meta Quest | Juni 2026 |
| Sol Protocol | Online-Koop | Meta Quest | Juni 2026 |
| Kings Archer VR | Wave Shooter | PC-VR | Juni 2026 |
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