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Künstliche Intelligenz

Aus Fotos werden 3D-Umgebungen: Apples neues KI-Modell mit iPhone ausprobieren


Das KI-Modell hat den Namen SHARP (Single-image High-Accuracy Real-time Parallax) und wurde im Dezember zusammen mit einer Forschungsarbeit veröffentlicht. Der Quellcode ist bei Github verfügbar.

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Bislang waren grundlegende Programmierkenntnisse erforderlich, um das Modell auf einem Mac oder Windows-PC zu nutzen. Nun lässt sich SHARP mit der iOS-App „Sapling“ kostenlos auf dem iPhone ausprobieren. Die Berechnung erfolgt lokal auf dem Gerät und nimmt auf neueren iPhones etwa eine Minute pro Foto in Anspruch.

Bei der Entwicklung des KI-Modells verfolgten Apples Forscher mehrere Ziele: Zum einen sollte eine möglichst schnelle 3D-Rekonstruktion aus Einzelbildern gewährleistet sein, um künftig etwa eigene Fotobibliotheken immersiv erkunden zu können. Zum anderen sollten die 3D-Umgebungen in Echtzeit gerendert werden und Perspektivwechsel ermöglichen, wie sie beim Umsehen mit einer VR-Brille auftreten. Die Darstellung erfolgt per 3D Gaussian Splatting, einer Technik, die Apple auch für seine Personas auf der Apple Vision Pro nutzt.

Nach Angaben der Forscher liefert SHARP eine deutlich höhere Bildqualität als andere KI-Modelle und benötigt dafür gleichzeitig nur einen Bruchteil der Rechenzeit. Ob und in welcher Form das KI-Modell in Apples Produkte einfließen wird, ist derzeit nicht bekannt.

SHARP unterscheidet sich von bereits verfügbaren immersiven Apple-Funktionen wie räumlichen Fotos und Videos sowie räumlichen Szenen. Bei ersteren handelt es sich um stereoskopische Aufnahmen mit zwei leicht versetzten Bildern für das linke und rechte Auge, die ihre Tiefenwirkung nur auf Geräten wie Apple Vision Pro und Meta Quest entfalten. Räumliche Szenen wiederum wurden mit visionOS, iOS und iPadOS 26 eingeführt und gehen einen Schritt weiter, indem sie leichte Perspektivwechsel erlauben. Auf iPhones lässt sich diese Funktion ausprobieren, indem man auf das sechseckige Icon in der oberen rechten Ecke eines Fotos tippt. SHARP erweitert diesen Ansatz deutlich und erzeugt eine 3D-Umgebung, die eine umfassendere Rekonstruktion sowie größere Perspektivänderungen erlaubt.

Die 3D-Scanning-App „Sapling“ gehört zu den ersten Anwendungen, die Apples KI-Modell integriert haben und eine kostenlose Nutzung über eine grafische Nutzeroberfläche ermöglichen. Nutzer wählen dazu die Funktion „Image to 3D Scene“, wählen ein Foto aus der Fotos-App aus und starten die Generierung. Auf einem iPhone 15 Pro dauert die 3D-Rekonstruktion etwa eine Minute. Anschließend lässt sich die Szene auf dem iPhone rendern: entweder als interaktive Darstellung vor schwarzem Hintergrund oder als AR-Ansicht direkt im Raum.

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Ein YouTuber hat Apples KI-Modell SHARP auf offizielle macOS-Wallpapers angewendet.

In puncto Auflösung und Schärfe überzeugt das Ergebnis. Wie beeindruckend die 3D-Rekonstruktion ausfällt, hängt jedoch stark vom Motiv ab: Bilder mit Tiefenstaffelung und viel Raum gelingen besser als Nahaufnahmen von Personen oder Objekten. Wie andere KI-gestützte Rekonstruktionsverfahren hat auch SHARP Schwierigkeiten mit nicht sichtbaren Bereichen, etwa hinter fotografierten Personen. Sobald man sich zu stark von der ursprünglichen Perspektive entfernt, werden Artefakte und Verzerrungen sichtbar, die die Illusion zerstören.

Nutzer können die resultierenden Gaussian Splats zur Weiterverarbeitung im Originaldateiformat exportieren. In Zukunft möchte Entwickler Matthew Waller das KI-Modell auch auf der Vision-Pro-Version seiner App unterstützen. Mit „Splat Studio“ existiert bereits eine Third-Party-App, die gezielt für diesen Anwendungszweck entwickelt wurde. Programme für macOS oder Windows, die Apple SHARP in eine grafische Nutzeroberfläche integrieren, konnten wir bislang nicht ausfindig machen.


(tobe)



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Queeres Projekt will Top-Level-Domain .meow registrieren lassen


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Die gemeinnützige Stiftung dotMeow will eine eigene generische Top-Level-Domain (gTLD) ins Leben rufen. Ziel der Aktion sei, queere Sichtbarkeit im Internet zu stärken und zur Finanzierung queerer Projekte beizutragen, schreiben die Aktivisten auf ihrer Website. Der Name .meow rekurriere auf die Anfangszeiten des Internets, als das Web noch außergewöhnlich, lustig und absurd gewesen sei.

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Ab April 2026 muss eine Registrierung der Domain .meow bei der Domainverwaltung Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) beantragt werden. Um die letzten Kosten der Domainregistrierung zu decken, hat die Non-Profit-Organisation eine Crowdsourcing-Kampagne auf der Plattform Kickstarter gestartet. Das Spendenziel von 80.000 Euro wurde bereits erreicht.

Sollte die Beantragung der Domain .meow bei der ICANN Erfolg haben, könnte .meow 2027 online gehen. Ab dann will die queer-geführte, nicht profitorientierte Stiftung dotMeow den Großteil der Einnahmen jeder neu registrierten .meow-Domain queeren Menschen, Unternehmen und Projekten zugutekommen lassen. Anfänglich wolle man noch keine eigene Domain-Registry betreiben, sondern mit einem etablierten Domain-Registrar zusammenarbeiten. Später solle dann der Betrieb eines eigenen Domain-Registry-Services erfolgen, schreibt die Initiative auf ihrer Website.

Domainregistrierungen sind kostspielig und überhaupt äußerst selten möglich. 2012 nahm die ICANN zuletzt Anträge für neue generische Top-Level-Domains im Rahmen ihres New gTLD-Programms entgegen. Damals kostete der Antrag auf eine gTLD 185.000 US-Dollar. Dennoch waren vor rund vierzehn Jahren fast 2000 Anträge für neue Top-Level-Domains eingegangen. Besonders Städtenamen wie .berlin, .wien oder .hamburg waren in der Vergangenheit beliebt. Bislang sind insgesamt 1438 Top-Level-Domains registriert. Das geht aus einer von der ICANN bereitgestellten Liste in Textform hervor.

Mitte Dezember vergangenen Jahres kündigte die ICANN eine neue Vergaberunde für generische Top-Level-Domains an. Ab 30. April 2026 eröffnet die Netzverwaltung ihr Verfahren für neue Internetadressen. Zu den Erfordernissen zählt diesmal erneut ein vergleichsweise hohes Budget der Antragsteller. Allein die Bewertungsgebühr beträgt 227.000 US-Dollar pro Antrag.

Neu ist allerdings das Applicant Support Program (ASP) der ICANN, das bereits im November 2024 gestartet ist. Ziel des ASP ist es, die Beantragung einer neuen gTLD für Antragsteller zugänglich zu machen, die ansonsten aufgrund von finanziellen Ressourcenbeschränkungen nicht in der Lage dazu wären. Als sogenannte qualifizierte Bewerber für das ASP gelten laut Website des gTLD-Programms der ICANN gemeinnützige oder zwischenstaatliche Organisationen, indigene Gruppen oder Kleinunternehmen aus weniger entwickelten Volkswirtschaften. Diese können die Kosten einer gTLD-Registrierung nach erfolgter Prüfung um 75 bis 80 Prozent reduzieren. Damit fallen dann nur noch etwa 35.000 bis 56.000 Dollar pro gTLD-Antrag an.

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Die Domain .meow wäre nicht die erste queere TLD. Die Domainn .gay wurde etwa bereits im Zuge der ersten Vergaberunde des gTLD-Programms im Jahr 2012 als sogenannte Community-Bewerbung von dem US-Unternehmen Dotgay LLC eingereicht. Saudi-Arabien hatte damals frühzeitig Einspruch erhoben. Im Oktober 2014 wurde der Antrag der Dotgay LLC von der ICANN abgelehnt. Die Verbindung zwischen dem Begriff .gay mit der Community der Schwulen und Lesben sei nicht zwingend, urteilte die ICANN damals. Infolge der Ablehnung als Community-Domain sollte .gay unter den vier angetretenen Bewerbern versteigert werden.

Die Dotgay LLC legte 2015 im Rahmen eines sogenannten Reconsideration Request Einspruch bei der ICANN ein, der ebenfalls mehrfach abgelehnt wurde. Im Mai 2019 wurde die Domain .gay letztlich zugelassen und das US-Unternehmen Top Level Design als Domain-Registrar anerkannt, nachdem alle Mitbewerber ihre Gebote zurückgezogen hatten.

.gay wird in einigen Ländern seitdem gezielt blockiert. Anstelle einzelner Domains blockieren sie gleich eine ganze TLD. Das will .meow umgehen. Die Domain sei ein subtiles Zeichen der Solidarität, das nur Eingeweihte verstehen würden, schreibt das queere Projekt auf seiner Website.


(rah)



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Salesforce: Slack soll zur „KI-Schaltzentrale” werden


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Es hatte sich schon auf der Salesforce Hausmesse Dreamforce abgezeichnet, dass Slack zu einer zentralen Oberfläche für eine neue Generation von KI-Agenten ausgebaut werden soll. Herzstück davon ist der Slackbot, der ab sofort allgemein verfügbar ist. Laut Salesforce kann der neue Bot nicht nur informieren, sondern vor allem viele Arbeitsprozesse aktiv unterstützen.

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Anders als die vielen neuen Copiloten, die als zusätzliche Anwendungen neben bestehende Tools treten, soll der Slackbot überall dort arbeiten, wo ein Großteil der Kommunikation stattfindet und wo die Mitarbeiter den größten Bedarf an Unterstützung haben. „Slackbot ist kein klassischer Team-Bot, sondern ein persönlicher Arbeitsassistent“, sagt Ryan Gavin, Chief Marketing Officer für Slack über das neue System.

Dazu greift der Bot auf Konversationen, Dateien, Kalenderinformationen und angebundene Unternehmensdaten zu, für die der jeweilige User die Zugriffsrechte besitzt. Dieses Kontextwissen ist dann für konkrete Aufgaben nutzbar. Das reicht vom Auffinden alter Entscheidungen über das Erstellen von Texten und Zusammenfassen von Dokumentinhalten bis hin zur Vorbereitung von Präsentationen und Meetings.

Strategisch ordnet Salesforce das Produkt in seine „Agentforce“-Plattform ein. Dabei fungiert Slack als „konversationelle Oberfläche“ für alle KI-Agenten, die in verschiedenen Unternehmenssystemen arbeiten. Statt Dashboards, Formulare und separate Anwendungen zu öffnen, sollen die User künftig nur noch über Dialoge mit dem neuen Assistenten auf Daten, Prozesse und Aktionen zugreifen. Salesforce-CTO Rob Harris bezeichnet Slack in diesem Zusammenhang als „Agentic Work Operating System“, also als eine Art Betriebssystem für die Zusammenarbeit von Menschen und KI-Agenten.

Kunde Nummer eins von Slackbot ist Salesforce selbst. Laut Unternehmensangaben wird der Assistent unter anderem für Priorisierungen, Zusammenfassungen von längeren Diskussionsverläufen oder für interne Reviews eingesetzt. Das Unternehmen spricht von deutlichen Zeitgewinnen, die von fünf bis 20 Stunden pro Mitarbeiter und Woche reichen sollen.

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In einer Pressekonferenz wurde gezeigt, wie Slackbot die Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenführen kann. So lassen sich beispielsweise Diskussionen aus Slack-Kanälen mit Kennzahlen aus angebundenen Systemen wie Salesforce CRM kombinieren, um daraus Entscheidungsgrundlagen oder Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Der jetzt einsetzende breite Rollout von Slackbot markiert einen strategischen Umbau von Slack: weg vom reinen Kommunikationstool, hin zu einer neuen strategischen Steuerzentrale. Doch das befindet sich alles noch im Anfangsstadium. Weitergehende Automatisierungsfunktionen, wie das eigenständige Anlegen von Meetings sind noch nicht Teil der aktuellen Version, sondern sollen laut Salesforce erst mit späteren Updates auf den Markt kommen.


(axk)



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Doch kein Zwang zu digitalem Ausweis und Handy im Vereinigten Königreich


Die Regierung des Vereinigten Königreichs lässt ihren Plan fallen, alle Einwohner zu digitalen Ausweisen und Smartphones zu zwingen. Die im Herbst angekündigte Maßnahme war unpopulär. Auch Abgeordnete der regierenden Arbeiterpartei lehnten sie ab.

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Begründet wurde der ursprüngliche Plan mit dem Kampf gegen Schwarzarbeit. Aber auch sonst sollten die digitalen Ausweise am Handy für staatliche und private Leistungen herangezogen werden.

Am Kampf gegen Schwarzarbeit hält die Regierung fest. Sie will aber nicht mehr alle Bürger zu digitalen Ausweisen und Smartphones zwingen. Stattdessen sollen ab 2029 alle Arbeitnehmer ihre Arbeitsberechtigung online nachweisen müssen. Dabei werden sie traditionelle Ausweise verwenden müssen. Ausländer werden wahrscheinlich ihren biometrischen Reisepass einscannen müssen.


(ds)



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