Apps & Mobile Entwicklung
Linux-News der Woche: Wine 11 und erneute Raytracing-Verbesserungen
EndeavourOS startet mit einem neuen Installationsmedium ins neue Jahr. DirectX 6 läuft zunehmend besser unter Linux. Ein Patch für Unreal-Engine-4-Spiele bringt AMD-Grafikkarten weniger Shadererstellungszeit, beseitigt Stutter und erhöht die Performance. exFAT erhält eine höhere Lesegeschwindigkeit und Wine 11 ist erschienen.
EndeavourOS Ganymede Neo startet ins neue Jahr
Mit Ganymede Neo aktualisiert EndeavourOS sein Installationsmedium und spielt aktuelle Software ein. Basis des Ganzen ist der Linux Kernel 6.18.4, Mesa 25.3.3 und der Nvidia-Treiber 590.48.01. Für die Installation zeichnet sich Calamares 26.01.1.5 verantwortlich und behebt gleichzeitig einen Fehler, der für lange Bootzeiten sorgte. Auch geht mit dem neuen Release eine strikte Trennung von Nvidia-Karten einher. Modelle ab Turin (16xx) nutzen nun den nvidia-open-Treiber und damit den proprietären Zweig mit der aktuell höchsten Performance. Für ältere GPUs wird stattdessen auf den Open-Source-Treiber Nouveau zurückgegriffen.
Mehr Informationen finden sich im dazugehörigen Blogpost.
DirectX 6 unter Linux
Zum Durchbruch von Linux-Gaming haben im wesentlichen Entwicklungen wie DXVK und VKD3D beigetragen, welche DirectX-Systemaufrufe in Vulkan übersetzen und performantes Spielen dank der Low-Level-Schnittstelle ermöglichen. Doch für ältere Titel aus DirectX-6-und -7-Zeiten wird in der Regel noch in OpenGL übersetzt. Das bringt oft nicht nur Performance-Einbußen, sondern auch Kompatibilitätsprobleme mit sich. Das noch recht junge Projekt D7VK adressiert den Umstand und hat zunächst die „DirectX 7 zu Vulkan“-Übersetzung angeboten, später aber auch um DirectX 6 erweitert. Der neue Release 1.2 bringt viele Neuerungen, insbesondere für DirectX 6.
Zu den unterstützten Spielen gehören bereits einige Klassiker der Ära, darunter Titel wie:
- Drakan: Order of the Flame
- Battlezone II: Combat Commander
- Earth 2150
- Expendable
- Rayman 2: The Great Escape
- Tomb Raider: Chronicles
- Indiana Jones and the Infernal Machine
- Star Wars: Rogue Squadron
- Tachyon: The Fringe
- Arabian Nights
- Panzer Elite
Erneut große Raytracing-Verbesserungen für AMD
Der freie AMD-Treiber hatte bereits in den vergangenen Wochen zahlreiche Verbesserungen erfahren, die insbesondere die Raytracing-Performance nach vorne bringen. Diese Woche ist ein weiterer Satz Patches eingereicht worden, der die Shader-Erstellung und Stuttering adressiert. Als Nebeneffekt gibt es sogar weitere Performance-Steigerungen.
Konkret bezieht sich der Merge-Request auf Unreal-Engine-4-Spiele, es könnten aber auch weitere Titel davon profitieren. In einem konkreten Beispiel des Entwicklers, verbessert sich die Kompilierzeit der Shader von 4:20 Minuten auf nur noch 20 Sekunden. Als Nebeneffekt verschwindet das Stuttering im Spiel – welches eine Folge der langen Kompilierung bei erstmaligem Auftreten neuer Shader war – komplett. Auch im Benchmark zeigt der Patch eine Steigerung. Die vom Entwickler genutzte 7900 XTX verzeichnet eine Besserung von 30 auf 40 FPS mit Raytracing.
Wine 11 mit zahlreichen Verbesserungen erschienen
Wine stellt unter Linux die Grundlage zur Ausführung von Windows-Programmen, aber auch Spielen. Daher ist es auch elementarer Bestandteil von Valves Proton und damit entscheidend für heutiges Linux-Gaming.
Wesentliche Neuerungen sind ein ausgebauter WoW64-Modus, welcher ursprünglich als experimenteller Modus mit Wine 9 eingeführt wurde. Neu ist die Unterstützung von 16-Bit-Anwendungen im Wow64-Modus. Gleichzeitig werden reine 32-Bit-Präfixe nicht mehr im neuen Modus unterstützt.
Mit Wine 11 wird nun standardmäßig das NTSync-Modul des Linux Kernels genutzt. Durch Emulation bestimmter Windows-Kernel-Charakteristika bringt die Funktion potenziell mehr Performance. Dabei kann sich der FPS-Gewinn aber von Spiel zu Spiel unterscheiden.
Spannend, insbesondere für einige ältere Spiele, ist die Einführung eines exklusiven Vollbildmodus mit dem neuen Wine Release.
Die Liste der Neuerungen ist insgesamt lang. Die gesamte Übersicht findet sich auf der Projektseite.
Adobe Photoshop bald unter Linux lauffähig?
Ein bei Valve eingereichter Patch für dessen Wine-Version macht die Installer von Photoshop 2021 und 2025 Linux-kompatibel. Da Valves Wine-Version für Arbeiten an Proton gedacht ist, wurde der Merge-Request entsprechend geschlossen und der Entwickler an das Wine-Projekt verwiesen. Dennoch bleibt der Inhalt interessant, da Probleme – welche bislang die Installation verhindert hatten – umgangen werden konnten.
Wie sich Photoshop unter Linux entwickeln wird, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
Leistungssteigerung für exFAT
Ein Kernel-Patch verspricht eine merkliche Steigerung der exFAT-Performance unter Linux. Konkret wird eine Verbesserung der Übertragungsrate von 454 MB/s auf 511 MB/s angegeben. Gemeint ist damit die Lese-Performance. exFAT ist das moderne Speicherformat von Microsoft, gedacht für Flash-Medien wie Speicherkarten und USB-Sticks.
Downloads
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4,8 Sterne
EndeavourOS ist eine auf Arch Linux basierende Linux-Distribution mit Rolling-Release-Modell.
- Version Ganymede Neo 2026-01-12 Deutsch
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Mit 18 Monaten Verspätung: Outlook erhält in Kürze automatisch geteilte Kalender
Im September 2024 tauchten erste Hinweise darauf auf, dass Microsoft automatisch geteilte Kalender in Outlook einführen will. Seitdem wurde es still um das von nicht wenigen Anwendern erhoffte Feature. Jetzt will das Unternehmen Mitte des Monats damit beginnen die Funktion nachzuliefern.
Lange erwartete Funktion
Laut einem Bericht von Neowin ist die Funktion nun in der aktuellen M365-Roadmap aufgetaucht und soll im Lauf der nächsten Tage in Outlook integriert werden. Dabei werden automatisch geteilte Kalender beim Wechsel zwischen dem klassischen und dem neuen Outlook für Windows mit 18-monatiger Verspätung endlich angezeigt.
Bisher hatten Anwender lediglich manuellen Zugriff auf die jeweiligen Kalender, konnten die automatisch zugeordneten Varianten jedoch nicht sehen, wenn sie vom klassischen zum neuen Outlook wechselten. Dies soll sich nun ändern.
Vor allem in Geschäftsumgebungen soll das „Auto-Mapping“-Feature dafür sorgen, dass Kalender von Postfächern, für die der jeweilige Anwender die vollen Zugriffsberechtigungen besitzt, automatisch in seinem Outlook-Client erscheinen, was die Zusammenarbeit ohne manuelle Freigabe erleichtern soll.
Ab April für alle
Ursprünglich sollte die neue Funktion laut Microsoft bereits Anfang des vergangenen Februars ihren Weg in die Anwendung finden, wobei der Vorgang bis Ende des Monats abgeschlossen sein sollte. Die allgemeine Verfügbarkeit war dann für Anfang März vorgesehen, verschiebt sich aufgrund der erneuten Verzögerung nun jedoch auf den April. Um auf einen automatisch geteilte Kalender zugreifen zu können, müssen Benutzer in Microsoft Outlook auf das Kalendersymbol auf der linken Seite des Bildschirms klicken und dort unter „Meine Kalender“ den Menüpunkt „Automatisch geteilte Kalender“ aufrufen.
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Großer Philips-Ambilight-TV bei MediaMarkt reduziert
Ein großer OLED-Fernseher hinterlässt im Wohnzimmer direkt einen Eindruck. Noch krasser wird es jedoch, wenn man sich einen Ambilight-TV holt, der mit seiner Hintergrundbeleuchtung die ganze Atmosphäre beim Filmabend verändert. Einen solchen gibt’s jetzt zum Sonderpreis bei MediaMarkt.
Die Ambilight-Fernseher von Philips sind echte Stimmungs-Garanten. Das namensgebende Ambilight macht jeden Film-, Serien- und Gaming-Abend zu etwas Besonderem. Gleichzeitig ist der Philips 65OLED760/12 – also ein 65 Zoll großer OLED der Marke – bei MediaMarkt jetzt deutlich reduziert.
Philips Ambilight-TV: Kino-Effekt fürs Wohnzimmer
Mit seinem dreiseitigen Ambilight schafft er etwas, das viele Fernseher in dieser Preisklasse nicht einmal ansatzweise erreichen: Er bezieht den ganzen Raum in das Geschehen ein. Die Farben des Bildes wandern sanft über die Wand, die Atmosphäre verändert sich mit jeder Szene, und selbst alltägliche Inhalte wirken plötzlich größer, lebendiger und intensiver.
Das 65‑Zoll‑Panel liefert dank OLED‑Technologie perfektes Schwarz, kräftige Farben und eine sehr hohe Bildhomogenität. Unterstützt werden alle wichtigen HDR‑Formate wie Dolby Vision, HDR10+ und HLG, sodass Filme und Serien ihr volles Kontrast‑ und Farbspektrum ausspielen können. Das Ambilight verstärkt die Immersion zusätzlich, indem es die Farben des Bildes dynamisch auf die Wand projiziert. So sorgt der Fernseher für ein deutlich intensiveres Seherlebnis.
Auch für Gamer ist der Fernseher gut geeignet: Mit HDMI 2.1, VRR und 120 Hz ist er optimal für PS5, Xbox Series X und schnelle PC‑Games ausgelegt. Bewegungen wirken flüssig, der Input‑Lag bleibt niedrig und das Panel zeigt auch in actionreichen Szenen eine stabile Darstellung. Die Smart‑TV‑Oberfläche reagiert schnell, Apps starten ohne Verzögerung und die Bedienung bleibt intuitiv.
Besonders attraktiv wird das Gesamtpaket durch den aktuellen Preis, der den Fernseher weit unter das Niveau vergleichbarer OLED‑Modelle drückt. Statt der ursprünglichen UVP von 2.499 Euro kostet der Philips-TV derzeit 999 Euro, was einem Rabatt von 60 Prozent entspricht. Der Preisverlauf zeigt vor allem eines: Das aktuelle Angebot sticht klar aus dem üblichen Niveau heraus, auch dank der Gratis-Lieferung.
Der Ambilight-TV hat in diesem Angebot den Tiefstpreis geknackt, er war noch nie günstiger. Auch sonst: Billiger könnt Ihr ihn gerade nirgends bekommen. Der Fernseher wird bei MediaMarkt oft angesehen – Ihr solltet also nicht zu lange warten. Übrigens: In der aktuellen „Lieferluxus“-Aktion von MediaMarkt könnt Ihr Euch Geräte wie diesen Fernseher gratis nach Hause liefern lassen. Die Aktion läuft noch bis zum 9. März.
Wie gefällt Euch dieses Angebot? Würdet Ihr für diesen Preis zuschlagen? Lasst es uns doch gerne in den Kommentaren wissen!
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Intel zur nahen Zukunft: „The CPU has become cool again this year“
Einen Tag nach AMD hat sich auch Intel positiv über CPU-Verkäufe geäußert. Es wird klarer, dass es ohne Prozessoren eben auch nicht geht. Davon wird auch auch Intel profitieren können, will und muss dafür die Produktion erhöhen. Der Blick in die Zukunft geht als Foundry auf 14A und eventuell 18A-P.
Intels CFO David Zinsner hat sich im Rahmen der Morgan Stanley Technology, Media & Telecom Conference 2026 geäußert. Bei Intel waren es in den vergangenen Monaten oft die Mitarbeiter aus dem finanziellen Umfeld, die mehr über Zukunftspläne, Roadmaps und wie es dem Konzern geht verraten haben, als die eigentlichen Produktbereiche.
18A-Yields werden besser, Panther-Lake-Nachfrage höher als Angebot
Mit dabei ist auch ein Einblick in die Gestaltung der Ausbeute (Yield). Vor allem bei dem aktuell für den Panther-Lake-CPU-Tile genutzte 18A-Prozess gab es da immer wieder Gerüchte, es würde nicht rund laufen. Zinsner bestätigte eine gewisse Streuung im Prozess, in der einige Wafer mit ziemlich schlechter Ausbeute am Ende aus der Maschine kommen, andere wiederum eine sehr hohe Ausbeute an funktionsfähigen Chips haben. Zusammen mit Partnern wird dort an der Optimierung gearbeitet, man liege im Rahmen der Anpassungen vor dem Zeitplan, erklärte Zinsner weiter optimistisch.
14A steht im klaren Fokus
Während sich Intel bei der nächsten Generation der Fertigung eigentlich voll auf Intel 14A fokussieren, haben die Optimierungen am 18A-Prozess, dem daraus auch resultierenden Fertigungsverfahren Intel 18A-P und die ersten Panther-Lake-Erfolge Interesse von externer Kundschaft geweckt, erklärte Zinsner. Final bestätigten wollte Intels Finanzchef da aber nichts, ab dem zweiten Halbjahr oder Anfang 2027 könnte sich das herauskristallisieren – das gilt auch für 14A, das ebenfalls von einigen Kunden bereits als Testchip genutzt wird. Aktuell habe Intel mehr Nachfrage nach 18A für Panther Lake als das Unternehmen bedienen kann, jeder funktionsfähige Chip geht ohnehin deshalb erst einmal dort hin.
The CPU has become cool again this year
Intel muss aktuell den Spagat meistern, verschiedene Prozesse zu rampen und gleichzeitig auch noch ältere Verfahren auszubauen, so gefragt sind die Lösungen aktuell. Intel 7, also jener 10-nm-Fertigung ohne EUV, ist durch Raptor Lake und andere CPUs so gefragt, dass hier mehr Wafer belichtet werden müssen. Intel will aber natürlich lieber auch Kunden bei den neuen Prozessen sehen, Intel 3 und Intel 18A. Die konkurrieren bisher noch in zumeist unterschiedlichen Bereichen, es wird jedoch ein Thema für das ganze Jahr sein. Die Nachfrage nach CPUs in einigen Bereichen sei so groß, dass Kunden nach LTAs, also Langzeitverträgen fragen.
Coral Rapids mit SMT soll schnellstmöglich erscheinen
Intels große Baustelle sind Xeon-CPUs. Dieses Jahr sei die größte Baustelle die Nachfrage zu bedienen, vor allem im ersten Quartal wird man eigenen Aussagen nach damit sehr zu kämpfen haben, ab dem zweiten Quartal soll Besserung eintreten. Es dürfte aber im ganzen Jahr zu Engpässen bei gewissen Produkten kommen.
Zur Sprache kam dabei erneut auch, dass Intels neuer CEO Lip-Bu Tan nicht zufrieden mit dem war, was er beim kommenden Xeon-Prozessor mit dem Codenamen Intel Diamond Rapids gesehen hat. Vor allem das Fehlen von Multi-Threading war ihm so ein Dorn im Auge, dass der Fokus nun auf der schnellstmöglichen Einführung von Intel Coral Rapids liegt, also dem Nachfolger, der SMT wiederbringt. Einige Dinge lassen sich aber nur in gewisser Weise beschleunigen, erklärte Zinsner weiter; und schließlich verkauft man auch heute noch Xeons, die vor fünf Jahren eingeführt wurden.
Ein Datum für Coral Rapids nennt Intel CFO aber nicht. Auf die Frage des Moderators, ob Coral Rapids Ende nächstes Jahr erscheint, antwortete Zinsner diplomatisch „Coral Rapids is out beyond this year.“. Diamond Rapids wird also zumindest ein kleines Zeitfenster für den Markt eingeräumt, es könnte aber ein ziemlich kurzes werden.
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