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Zalando-Betriebsrat: Alternativen zur Schließung prüfen


Der Betriebsrat des Erfurter Logistikzentrums des Mode-Versandhändlers Zalando hat den Vorstand aufgefordert, Alternativen zur Schließung des Standorts zu prüfen. „Darüber ist überhaupt noch nicht gesprochen worden“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Tony Krause vor einer Betriebsversammlung der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt.

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Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) wird den Beschäftigten nach Angaben der Staatskanzlei die Unterstützung der Landesregierung zusichern. „Die Entscheidung des Unternehmens war verantwortungslos“, erklärte Voigt.

Bei der Betriebsversammlung geht es um die berufliche Zukunft der 2700 Beschäftigten des Internet-Modehändlers in Erfurt. Der Betriebsrat hat – um allen Platz zu bieten – eine Messehalle in Erfurt gemietet. Betroffen sind nach Schätzungen außerdem etwa 300 Beschäftigte bei Dienstleistern in der Region.

Die Arbeitnehmervertretung kritisiert seit der Schließungsentscheidung von Anfang Januar, dass der Betriebsrat entgegen der rechtlichen Regelungen nicht rechtzeitig gehört worden sei. Er pocht auf sein Beteiligungsrecht. Seit der Verkündung, dass der Standort im September geschlossen werden soll, habe es keinen Kontakt mit dem Vorstand gegeben, sagte Krause. Der Betriebsrat habe inzwischen einen Rechtsanwalt eingeschaltet.

Standortleiter Stefan Rutschmann sagte nach Unternehmensangaben, „die Entscheidung, den Standort Erfurt zu schließen, ist aus Sicht des Unternehmens unumgänglich.“ Zalando habe jede andere Option geprüft. „Wir wollen keine falschen Hoffnungen wecken, sondern mit allen Beteiligten arbeiten, um euch jetzt konkret zu helfen.“

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Personalvorständin Astrid Arndt versicherte, das Management sei bereit, mit der Belegschaft über Details und Hintergründe zu sprechen, „um dann in die Verhandlungen für einen starken Sozialplan einzusteigen. Wir wollen euch finanzielle Sicherheit bieten und klare Perspektiven schaffen, inklusive spezieller Angebote für diejenigen, die sich frühzeitig umorientieren möchten.“

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Trotz des Schocks laufe der Betrieb in dem Logistikzentrum normal weiter. „Es gibt niemanden, der auf uns zukommt wegen eines Aufhebungsvertrags“. Erste Vorbereitungen zur Jobvermittlung durch die regionale Arbeitsagentur gebe es nur für Beschäftigte, deren befristete Verträge in nächster Zeit ausliefen.

Kritik übte der Betriebsrat an Sicherheitsvorkehrungen des Unternehmens bei der ersten Betriebsversammlung nach dem angekündigten Standort-Aus am Donnerstagabend. Es sei mit vielen Sicherheitskräften, Taschenkontrollen und möglicherweise Scannern zu rechnen, so Krause. „Wir halten das für völlig überzogen.“

Krause verwies darauf, dass das Unternehmen bereits bei der Verkündung der Standortschließung Anfang Januar extreme Sicherheitsvorkehrungen getroffen habe. Es seien Fenstergriffe entfernt und etwa 50 zusätzliche Sicherheitsleute, aber auch Sanitäter eingesetzt worden. Ein Unternehmenssprecher von Zalando sagte auf Anfrage zu den Sicherheitsvorkehrungen, der Arbeitgeber habe eine Fürsorgepflicht und stehe bei Vorfällen auch in der Haftung. „Sicherheit geht vor“.

Nach Angaben von Voigt wolle die Landesregierung alles daransetzen, neue berufliche Perspektiven für die Zalando-Beschäftigten zu schaffen. „Wir unterstützen Qualifizierungen, organisieren Beratung direkt vor Ort und setzen auf die vielen Logistikunternehmen hier in Mittelthüringen. Wir werden alles dafür tun, dass alle Betroffenen eine faire Chance auf neue Arbeit bekommen.“

Wirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU) warf dem Unternehmen vor, es über lange Zeit versäumt zu haben, kontinuierlich in die Modernisierung und Weiterentwicklung seines ältesten und größten Logistikstandorts zu investieren. „Die Entscheidung zur Standortschließung war aus meiner Sicht deshalb keineswegs alternativlos – sondern sie wäre vermeidbar gewesen.“ Den Umgang mit den Mitarbeitern bezeichnete sie als „geradezu schäbig“.

Arbeitsministerin Katharina Schenk (SPD) erinnerte an die finanzielle Förderung der Investition vor 14 Jahren. Für Zalando wurde von der Stadt eine Buslinie eröffnet und ein Radweg gebaut. Schenk: „Zalando darf jetzt nicht zu billig davonkommen.“ Mitbestimmung müsse wirklich gelebt werden.


(dmk)



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OpenClaw im Selbstversuch: Erste Schritte mit dem Super-KI-Agenten


Mails versenden, Kalender bearbeiten, Skripte schreiben und ausführen: LLMs können ziemlich selbstständig viel mehr Dinge erledigen, als man sich als Normal-Nutzer erträumt. Wer sich mit KI-Entwicklung beschäftigt, kann so etwas seit einiger Zeit über Mechanismen wie „function calling“ aufsetzen. Doch gibt es mit OpenClaw eine kostenlose Software, die all diese Funktionen und noch mehr bietet und dabei auch noch verblüffend einfach zu nutzen ist. Wer sie installiert, chattet nicht mehr nur mit seinen LLMs, sondern lässt sie Aufgaben erledigen. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Wir haben uns ein paar Tage intensiv mit OpenClaw beschäftigt, dem Tool einen E-Mail-Zugang gegeben und es kleine organisatorische Aufgaben übernehmen lassen. Weil so ein mächtiges Werkzeug auch allerhand Angriffsfläche für Sicherheitslücken bietet, gehen wir auf Nummer sicher: OpenClaw arbeitet auf einem frisch aufgesetzten Linux und erhält keinen Zugriff auf wichtige Accounts. OpenClaw ist zunächst nur ein Framework. Damit es funktioniert, muss es ein KI-Modell laden. Dafür bieten sich leistungsfähige LLMs an. Wir verwenden das recht günstige günstige Gemini 3 Flash Preview über einen Api-Zugang. So liegen die Kosten für unseren Versuch nur bei wenigen Euro.

  • Mit OpenClaw können LLMs digitale Werkzeuge nutzen, um Mails zu verschicken, Skripte zu schreiben und diverse Aktionen auszuführen.
  • Die Einrichtung ist verblüffend einfach. Allerdings ist Vorsicht geboten: Mit den mächtigen Fähigkeiten der Software gehen große Sicherheitsrisiken einher.
  • Der Artikel beschreibt kurz die Installation von OpenClaw und erläutert, wie sich die KI bei verschiedenen Test-Aufgaben geschlagen hat. Die hat sie insgesamt sehr gut bewältigt, wobei sie sich auch manch groben Fehltritt erlaubte.

Der Artikel erläutert, wie man OpenClaw schnell zum Ausprobieren installieren kann und beschreibt einige Beispiele von Testaufgaben für den Agenten. Wie schlägt sich die KI etwa bei der Auswertung von Mails und als Reddit-Scraper? Wir werfen auch einen kurzen Blick ins Dateisystem, in dem unter anderem das Gedächtnis der KI liegt. Während des Tests zeigt unser Agent zwar auch Schwächen und macht Fehler. Aber die ließen sich recht schnell beheben. So sind wir vor allem beeindruckt davon, was OpenClaw in kurzer Zeit vollbringt.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „OpenClaw im Selbstversuch: Erste Schritte mit dem Super-KI-Agenten“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



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API-Konferenz von heise: Know-how zu Konzepten, Sicherheit und KI-Schnittstellen


APIs bilden einen zentralen Aspekt beim Gestalten komplexer Systemarchitekturen, und sie verbinden die verschiedenen Domänen und Dienste untereinander. Dabei öffnen sie spezifisches Wissen für das Gesamtsystem und teilen es mit anderen. Bei der Entwicklung gilt es, einige Herausforderungen an Konstruktion, Sicherheit, Wartbarkeit und Kommunikation zu bewältigen.

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Kin Lane

Kin Lane

API-Evangelist Kin Lane spricht über „Sandboxes Shape What You Are Capable of Automating“.

Diesen Themen widmet sich die Online-Konferenz betterCode() API von iX und dpunkt.verlag. Das zweitägige Event am 12. und 21. Mai 2026 richtet sich an Entwicklerinnen, Softwarearchitekten sowie API-Beauftragte im Management und bietet Know-how, Trends sowie Erfahrungsberichte aus der Praxis.

Die dreizehn 45-minütigen Vorträge geben einen Überblick über grundlegende API-Konzepte und vertiefen Aspekte, wie Sicherheit, Caching, API als Produkt oder Gateways. Auch MCP als moderne Schnittstelle für LLMs ist ein Thema. Das Programm enthält unter anderem folgende Vorträge:

  • APIs, die sprechen: Domain-driven Design für bessere Schnittstellen
  • Keine Panik vor Agenten! Mit MCP und AI-Gateways per Anhalter durch die neue API-Galaxis
  • API First reicht nicht mehr – Migration eines Monolithen mit MCP im Zielbild
  • Caching-Strategien für moderne REST APIs: Von simplen Browser-Headern zu intelligentem Edge-Computing
  • Spec-driven API Design: APIs als Produkte mit spec-kit
  • Building and Testing REST APIs in the AI Era with Spec-Driven Development
  • Einfacher gesagt als getan – APIs als Produkte
  • uvm.


Golo Roden

Golo Roden

Golo Roden entwickelt in seinem Workshop Schritt für Schritt eine API ausgehend von einer realistischen Fachdomäne.

Die beiden ganztägigen Workshops vertiefen das theoretische Wissen in der Praxis. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutieren und üben gemeinsam. Am 11. Mai 2026 entwickelt Golo Roden in seinem Workshop Von der Domäne zur API: Fachlich getriebenes API-Design in der Praxis gemeinsam mit den Teilnehmenden Schritt für Schritt eine API ausgehend von einer realistischen Fachdomäne.

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Am 18. Juni 2026 zeigt Tobias Polley API-Sicherheit in der Praxis: Angriff und Verteidigung. Im Workshop lernen die Teilnehmenden, wie ein Hacker zu denken und Schwachstellen zu entdecken.

Ein Ticket zum Frühbucherpreis kostet für beide Tage 449 Euro (alle zzgl. MwSt.) und für einen Tag 249 Euro. Der Tarif für einen Workshop liegt bei 549 Euro. Gruppen bekommen im Shop automatisch Rabatt und auch Schülerinnen, Schüler, Studierende sowie Hochschulangehörige erhalten auf Anfrage einen Nachlass.

Wer über die API- und weitere betterCode()-Konferenzen auf dem Laufenden bleiben möchte, meldet sich auf der Website zum Newsletter an.


(who)



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RHIC-Ära endet: 25 Jahre Teilchenforschung am Brookhaven Laboratory


Der Relativistic Heavy Ion Collider (RHIC) am Brookhaven National Laboratory hat am 6. Februar 2026 kurz nach 9 Uhr morgens seine finalen Kollisionen durchgeführt. Wie das Brookhaven National Laboratory mitteilte, kollidierten dabei nahezu lichtschnelle Sauerstoff-Ionen in den Detektoren STAR und sPHENIX. Nach über 25 Jahren Betrieb endet damit die wissenschaftliche Arbeit des Teilchenbeschleunigers.

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RHIC nahm im Sommer 2000 den Betrieb auf und arbeitete in dieser Zeit mit zehn verschiedenen Atomarten in unterschiedlichen Energien und Konfigurationen. Der finale Durchlauf erzeugte den größten Datensatz aus Gold-Ionen-Kollisionen sowie Proton-Proton-Kollisionen für Spin-Analysen. Hinzu kamen niedrigenergetische Fixed-Target-Kollisionen und Sauerstoff-Sauerstoff-Interaktionen.

Der Detektor sPHENIX sammelte allein im letzten Durchgang über 200 Petabyte Rohdaten – mehr als alle vorherigen RHIC-Datensätze zusammen. Darunter befinden sich 40 Milliarden Momentaufnahmen von Gold-Ionen-Kollisionen. „RHIC ist eine der erfolgreichsten Nutzereinrichtungen des DOE Office of Science und steht Tausenden Wissenschaftlern aus den gesamten Vereinigten Staaten und der ganzen Welt zur Verfügung“, erklärte Darío Gil, Staatssekretär für Wissenschaft im US-Energieministerium.

Der Beschleuniger mit seinen zwei 3,8 Kilometer langen supraleitenden Ringen erzeugte während seiner Laufzeit Quark-Gluon-Plasma (QGP), das die Materie kurz nach dem Urknall vor 14 Milliarden Jahren nachahmte. Die Experimente wiesen 2005 nach, dass sich QGP wie eine perfekte Flüssigkeit verhält. Zudem trugen die Messungen wesentlich zur Aufklärung des Proton-Spins bei.



Unterstaatssekretär für Wissenschaft im US-Energieministerium, Darío Gil (rechts), beendete am Freitag, dem 6. Februar 2026, offiziell die Betriebsphase des RHIC.

(Bild: Kevin Coughlin / Brookhaven National Laboratory)

Das Ende von RHIC ist zugleich der Startschuss für seinen Nachfolger: den Electron-Ion Collider (EIC). Der neue Teilchenbeschleuniger wird wichtige Komponenten von RHIC übernehmen, darunter den Ion-Speicherring und die Injektoren. Einer der beiden Ringe wird durch einen Elektronenring im bestehenden Tunnel ersetzt.

Das EIC-Projekt soll präzise Messungen der Quark- und Gluon-Verteilung in Protonen ermöglichen und deren Beiträge zur Masse und Spin untersuchen. Der Baubeginn ist für 2026 vorgesehen, erste Experimente sollen Anfang der 2030er Jahre starten. Das US-Energieministerium rechnet mit Kosten zwischen 1,7 und 2,8 Milliarden US-Dollar. „Wir wussten, dass RHIC beendet werden musste, damit EIC stattfinden konnte. Es ist ein bittersüßer Moment“, kommentierte Wolfram Fischer, Leiter der Collider-Accelerator-Abteilung am Brookhaven National Laboratory.

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Während in den USA ein Teilchenbeschleuniger seinen Nachfolger bekommt, plant das CERN in Europa bereits die nächste Generation. Wie aus der Machbarkeitsstudie für den Future Circular Collider hervorgeht, soll der FCC mit einem 91 Kilometer langen Tunnel und einer Tiefe von 200 Metern den aktuellen Large Hadron Collider (LHC) mit seinen 27 Kilometern Umfang deutlich übertreffen.

Der LHC selbst hat kürzlich einen bemerkenswerten Meilenstein erreicht: Die Forschungseinrichtung archivierte mehr als ein Exabyte an Daten auf über 60.000 Magnetbändern. Das High-Luminosity-Upgrade des LHC soll die Datenmenge künftig verzehnfachen. Für den FCC haben mehrere Milliardäre bereits 860 Millionen Euro zugesagt, darunter Eric Schmidt, Xavier Niel und John Elkann.

Die erste Phase des FCC ist als Elektron-Positron-Collider konzipiert und soll als „Higgs-Fabrik“ dienen. In späteren Ausbaustufen sind Protonenkollisionen mit Energien bis 100 Teraelektronenvolt geplant – mehr als das Siebenfache der aktuellen LHC-Kapazität. Der CERN-Rat prüft die vollständige Machbarkeitsstudie, ein Baubeginn könnte in den 2040er Jahren erfolgen.


(vza)



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