Digital Business & Startups
Nichts beizutragen? Geh raus: Elon Musks knallharte Meeting-Regel
Innerhalb von 22 Monaten stand die Gigafactory von Tesla in Grünheide. Ex-Chef Harald Schlarb gibt Einblicke in den Bau und erzählt, wie es ist, mit Elon Musk zusammenzuarbeiten.
Harald Schlarb verbrachte den Großteil seiner Karriere bei Daimler, bevor er 2020 zu Tesla wechselte. Er war einer der Köpfe hinter der Gigafactory bei Berlin und für die Planung und den Aufbau des Tesla-Werks zuständig.
Schlarb kam über einen engen Mitarbeiter von Elon Musk zu Tesla, der für ihn das Thema Automotive verantwortet. Das erzählt er in der neuesten Folge von Royal GS mit Martin Eyerer (Ex-CEO Factory Berlin, Unternehmer, Techno-DJ) und Nikita Fahrenholz (Gründer von Delivery Hero & Fahrengold).
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Die Gigafactory in Grünheide wurde innerhalb von zwei Jahren aufgebaut. 2022 wurden dort erste E-Autos produziert. Als Schlarb zwei Jahre zuvor begann, hatte Tesla das Gelände bereits ausgewählt, erzählt er. Mit vier anderen arbeitete er zunächst im Design-Office von Tesla in der Nähe vom Berliner Ostbahnhof, bevor das Team immer größer wurde – bis hin zu tausenden Mitarbeitenden.
Über die Arbeit mit Elon Musk
Schlarb sei auch viel im Austausch mit Elon Musk gewesen – hauptsächlich über Videokonferenzen, aber auch persönlich. Wie es ist, mit Musk zu arbeiten? Der Typ für Smalltalk sei der Tesla-Chef nicht, erzählt Schlarb.
„Sein Thema ist ja im Prinzip Effizienz. Also wenn das Auto eine Änderung braucht und dadurch die Fabrik eine Änderung braucht, damit der Kunde einen Vorteil hat, dann wird das gemacht“, sagt Schlarb. „Und wenn eine Wand versetzt wird, dann wird das gemacht.“ Musk sei flexibel, schnell und trage das Risiko. Schlarb beschreibt ihn als „sachorientiert und produktorientiert“.
Und auch im Hinblick auf Meetings und E-Mails folge Musk einigen Prinzipien. Etwa: „Du hast die Verpflichtung, wenn du nichts beiträgst, in einem Meeting, das Meeting zu verlassen“, sagt Schlarb. „Du hast die Verpflichtung, wenn du E-Mails schreibst, keine Anhänge anzuhängen.“ Stattdessen solle man Grafiken und Slides direkt in die Mail packen, damit Musk nur drüberscrollen müsse und direkt sehe, wonach in der Mail gefragt werde.
Die Gigafactory
Die Gigafactory sei laut Schlarb nicht mit klassischen Automotive-Werkstätten zu vergleichen. Der Ansatz sei, alles vor Ort zu haben, dort, wo es gebraucht werde. Deswegen stehen Container mit Autoteilen direkt an der Werkshalle. Wo sich welche Teile befinden, das werde digital gemanaged. Die Teile kommen quasi vom Container ans Band, ohne klassische Lagerhallen. „Warehouse on Wheels“, beschreibt es Schlarb.
Derzeit plant Musk das Werk in Grünheide weiter zu erweitern. Dass es damals überhaupt nur in zwei Jahren hochgezogen werden konnte, lag vor allem daran, dass Prozesse wie Bau, Planung und Genehmigung parallel abliefen, erzählt Schlarb.
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5 neue Startups: Delta Labs, modulo8, BubbleTax, GuardAero, Lobby
#Brandneu
Es ist wieder Zeit für neue Startups! Hier einige ganz frische Firmen, die jeder kennen sollte. Heute stellen wir diese Jungunternehmen vor: Delta Labs, modulo8, BubbleTax, GuardAero und Lobby.

deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten, an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die vor Kurzem aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.
Delta Labs
Hinter Delta Labs aus Zürich steckt eine KI-basierte Plattform zur Vorhersage von Kundenverhalten. „Our platform generates calibrated synthetic populations that simulate how audiences will respond to decisions, powered by our global population models and enriched with first-party data when available“, heißt es zum Konzept der Gründerinnen Anne Scherer und Cindy Candrian.
modulo8
Bei modulo8 aus Lübeck, von Torben Rogge angeschoben, geht es um „KI-Lösungen für den Mittelstand“. Die Bandbreite reicht dabei von einer automatisierten Dokumentenverarbeitung über Absatzprognosen bis hin zu Datenextraktion aus E-Mails.
BubbleTax
BubbleTax aus Regensburg bringt sich als „Steuerlösung für Interactive Brokers“ in Stellung. „Unsere Software ist darauf ausgelegt, selbst komplexe Brokerdaten zu ordnen und daraus klar strukturierte Buchhaltungsinformationen zu erzeugen“, verspricht das von Thomas Ortmeier und Dominik Schröter gegründete FinTech.
GuardAero
Das junge DefenseTech GuardAero aus Graz, von Lukas Kerschdorfer und Clemens Bader ins Leben gerufen, hat „eine autonome Schutzlösung, die Drohnen erkennt, verfolgt und neutralisiert“ im Angebot. Dabei sind die Systeme für verschiedenste Fahrzeugtypen ausgelegt.
Lobby
Die frische Firma Lobby aus Zürich, von Romy Abbrederis, Alex Mugrauer und Muhammad Abdullah an den Start gebracht, bietet ein KI-basiertes Buchungssystem. „Instead of manually checking availability, creating and sending proposals, following up, and entering data into the reservation system, Lobby automates the entire booking workflow“, heißt es zum Konzept.
Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3
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9 deutsche KI-Startups, die ihr kennen solltet – laut deutschen Top-VCs
KI ist 2026 überall – aber nicht überall gleich gut. Viele Startups sind inzwischen KI-native – bedeutet, ihr Geschäftsmodell basiert komplett auf KI. Viele andere haben KI in ihr Produkt eingebaut oder nutzen es im operativen Alltag. Doch nur wenige schaffen es, sich wirklich von der Masse abzusetzen und einen Mehrwert damit zu schaffen. Genau deshalb hat Gründerszene die drei Top-VCs Antler, Lakestar und Speedinvest gefragt: Welche KI-Startups haltet ihr für besonders spannend?
1. Lio Technologies
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+++ BidFix +++ Helsing +++ Robotik +++ Neura Robotics +++ Tether +++ Dominic Thiem +++ LocalSend +++
#StartupTicker
+++ #StartupTicker +++ Startup der Woche: BidFix +++ Helsing könnte bald 18 Milliarden wert sein +++ Robotik-Startups, die alle kennen sollten +++ Tether hält rund 4 % an Neura Robotics +++ So investiert Ex-Tennisstar Dominic Thiem in Startups +++ LocalSend sagt Millionenexit ab +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Montag, 11. Mai).
#STARTUPLAND

STARTUPLAND: Founders. VCs. Visionaries
+++ Am 10. März 2027 findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere vierte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND
#STARTUPTICKER
BidFix
+++ Die Jungfirma BidFix ist unser Startup der Woche! Hinter dem Unternehmen, von Alexander Kohler und Jonas Matthaei in München gegründet, verbirgt sich ein „KI-Assistent für öffentliche Ausschreibungen“. „Unsere KI analysiert Vergabeunterlagen automatisch, erkennt Muss-Kriterien und Stolpersteine und ermöglicht fundierte Bid-Entscheidungen in Minuten statt Tagen“, so das GovTech. Mehr neue Startup gibt’s in unserem Startup-Radar
Helsing
+++ Rasanter Höhenflug! Das umtriebige Münchner DefenseTech Helsing steht wohl vor einer Finanzierungsrunde über 1,2 Milliarden US-Dollar – wie Handelsblatt und Financial Times (FT) berichtet. Im Zuge der größten Investmentrunde aller Zeiten in Deutschland, bei der Dragoneer einsteigen könnte, soll Helsing mit 18 Milliarden Dollar bewertet werden. Damit wäre das DefenseTech zum wertvollsten deutschen Startup überhaupt aufsteigen. „Die Pläne seien fortgeschritten, aber noch nicht finalisiert, hieß es“, berichtet das Handelsblatt weiter. Im Sommer 2025 stieg Helsing zum seltenen Decacorn (Bewertung: 12 Milliarden Euro) auf. Das Grownup, 2021 gegründet, setzt auf „KI-Fähigkeiten für den Sicherheits- und Verteidigungsbereich“. (FT, Handelsblatt) Mehr über Helsing
Robotik
+++ Aufstrebende Robotik-Startups! Nicht nur alles rund um Themen wie KI, DefenseTech und HealthTech boomt derzeit, sondern auch alles rund um Robotik! Zu den aufstrebenden Robotik-Startups, die alle kennen sollten, gehören unter anderem Sereact, R3 Robotics, SEAL Robotics, eternal.ag, Nature Robots, Kewazo, Sitegeist, RobCo und NEOintralogistics sowie der Robotik-Überflieger Neura Robotics. Das Startup, 2019 von David Reger in Metzingen gegründet, setzt auf kognitive Roboter, die mittels KI quasi sehen, hören und lernen können. Zu den Investoren von Neura Robotics gehören unter anderem Tether, Qualcomm, Amazon, Lingotto, Vsquared Ventures und HV Capital. Wobei die letzte Investmentrunde (samt Unicorn-Bewertung) mit Tether und Co. bisher offiziell nicht verkündet wurde. Tether hält nun rund 4 % an Neura Robotics. RobCo aus München, sammelte zuletzt 100 Millionen US-Dollar ein – unter anderem von Lightspeed Venture Partners, Lingotto Innovation (Agnelli) und Sequoia Capital. Das Startup, 2020 gegründet, setzt auf einen modularen Industrieroboter. Sereact aus Stuttgart, 2021 gegründet, sammelte kürzlich 110 Millionen US-Dollar ein. Das Startup entwickelt eine „KI-gestützte Software, die den Pick-and-Pack-Prozess in Warehouses und in der Produktion vollständig automatisiert“. Weitere Startups, die uns zuletzt aufgefallen sind: Filics, byte robotics, Ubica Robotics, N Robotics, Nomadic Drones, Botfellows und HandsOn Robotics. Mehr über Robotik
Dominic Thiem
+++ Startups statt Tennis! Auch der ehemalige österreichische Tennisprofi Dominic Thiem investiert inzwischen in Startups. In seinem Portfolio des US Open-Siegers befinden sich derzeit Unternehmen wie Biogena, Fantium, Hut & Stiel, NEOH, Precision und Smash. „Ich habe aktuell neun Beteiligungen, und bei acht davon habe ich investiert, weil ich ein wirklich gutes Gefühl bei der Sache hatte. Ich kenne die Gründer persönlich, sie haben mir Vertrauen vermittelt, und ich verstehe, was sie tun. Manches ist sehr komplex, aber ein grundlegendes Verständnis ist mir immer wichtig“, sagt Thiem im Interview mit Brutkasten. Ein Fokus bei seinen Investments ist dabei insbesondere das Thema Ernährung. (Brutkasten) Mehr über Dominic Thiem
LocalSend
+++ Open Source statt Millionenexit! Die 2022 gestartet Berliner AirDrop-Alternative LocalSend (14 Millionen Downloads, 2 Millionen aktive Nutzerinnen und Nutzer pro Monat) schlug kürzlich nach eigenen Angaben ein möglichen Millionen-Exit aus. „Der potenzielle Käufer wollte die App künftig als geschlossenes, proprietäres Produkt weiterführen. Für die Gründer Tien Do Nam und Christopher Obereder war das keine Option“, heißt es bei Trending Topics. Respekt für diese Entscheidung! (Trending Topics)
Venture Capital
+++ Investment-Bilanz für den April: Im vergangenen Monat zählten wir 11 zweistellige bzw. dreistellige Millioneninvestments bei denen rund 400 Millionen Euro bewegt wurden. Darunter Sereact, CMBLU, Midas, Atmos, Patronus und Omegga. Mehr im Deal-Monitor
Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker
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Foto (oben): KI
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