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Samsung fertigt künftig angeblich mehr Chips von AMD, BYD, Google und Tesla


Der weltgrößte Auftragsfertiger TSMC aus Taiwan ist aufgrund des KI-Booms praktisch an seiner Kapazitätsgrenze, sodass immer mehr Großunternehmen ihre Chips auch anderswo produzieren lassen. Einem Bericht aus Asien zufolge ist Samsung dabei der erste Ansprechpartner. Laut mit diesen Angelegenheiten vertrauten Personen verzeichnet der südkoreanische Elektronikkonzern derzeit deutlich mehr Anfragen und Aufträge zur Chipfertigung von bestehenden und neuen Kunden. Dazu sollen neben AMD, Google und Tesla auch chinesische Konzerne wie der Elektroautohersteller BYD gehören.

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Vor wenigen Tagen wurde bereits berichtet, dass Google zur Fertigung einer neuen TPU-Generation neben TSMC auch Samsung nutzen könnte. Zwar soll es sich dabei nur um einen Teil der für 2028 geplanten 10. TPU-Generation Googles handeln, aber auch dies wäre für Samsung ein großer Erfolg als Auftragsfertiger. Nun meldet Nikkei Asia, dass neben Google auch Chinas führender Hersteller von Elektrofahrzeugen, BYD, mit Samsung über die Produktion kommender Halbleiter spricht. Dabei handelt es sich demnach um Chips für autonomes Fahren.

„TSMC priorisiert die Fertigung in modernen Fertigungsverfahren nicht nur, weil dies die Technologieführerschaft und die langfristige Strategie des Unternehmens stärkt, sondern auch, weil diese Verfahren profitabler sind und weiterhin knapp verfügbar bleiben“, erklärt ein Manager eines chinesischen Entwicklers von Autochips, der ungenannt bleiben wollte. „Die Fertigungsausbeuten von Samsung liegen zwar weiterhin hinter denen von TSMC zurück, doch die Verfügbarkeit von Kapazitäten hat das Unternehmen zu einer zunehmend attraktiven Option gemacht.“

Einige chinesische Chipentwickler würden aufgrund der angespannten Auftragslage bei TSMC deshalb auch Samsung mit der Chipherstellung beauftragen, statt sich auf einen Auftragsfertiger zu verlassen. „Geopolitische Faktoren veranlassen auch einige US-amerikanische Kunden dazu, mehrere Auftragsfertiger für Chips zu beauftragen, sofern dies möglich ist“, fügte ein weiterer Manager aus der Chipbranche hinzu.

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Das scheint die aktuelle Strategie der Branche zu sein. „Die Kapazitäten von TSMC für die Fertigung fortschrittlicher Chips sind voll ausgelastet, was es für chinesische Kunden mit geringerem Auftragsvolumen schwierig macht, neue Bestellungen zu platzieren“, erklärt eine Quelle aus der Führungsebene der Chipindustrie. „Daher haben sich einige von ihnen wegen künftiger Möglichkeiten an Samsung gewandt.“

Dazu gehört auch Tesla. Der US-amerikanische Elektroautohersteller lässt etwa den AI4 genannten Chip für Fahrzeuge und Roboter bei Samsung fertigen, der kommende AI5 wird dagegen von TSMC produziert. Doch bei der nächsten Generation greift Tesla wieder auf den südkoreanischen Konzern zurück und lässt die AI6-Chips im Wert von 16,5 Milliarden US-Dollar bei Samsung herstellen. Die Herstellung erfolgt dabei in einem neuen Halbleiterwerk in Texas.

Eine solche Strategie für die Chipfertigung können sich allerdings nur Großkonzerne leisten, denn die Chipentwicklung muss mit der Chipproduktion abgestimmt werden. Bei einem Wechsel des Auftragsfertigers sind deshalb enorme Investitionen erforderlich, etwa bei Forschung und Entwicklung sowie der Koordination der Lieferkette.

Für Nvidia und AMD, beides Großkunden von TSMC, dürften die Vorteile der Nutzung höherer Kapazitäten bei einem anderen Fertigungspartner den Aufwand rechtfertigen. So arbeitet AMD laut Nikkei Asia aufgrund der aktuellen Kapazitätsengpässe derzeit auch mit Samsung an verschiedenen Chipprojekten. Dabei soll es um künftige Prozessoren gehen, die ab 2028 vom südkoreanischen Konzern gefertigt werden sollen.

Auf Anfragen wollten die Unternehmen dies allerdings nicht bestätigen. Samsung erklärte, sich nicht zu Kunden zu äußern. BYD lehnte eine Stellungnahme ab. Google teilte mit, dass man die Einzelheiten der eigenen Lieferkette nicht kommentiert.

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(fds)



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Libernovo Omni im Test: Premium-Bürostuhl mit motorisierter Wirbelsäulenmassage


Der Libernovo Omni verbindet 60 Gelenke, eine motorisierte Dehnfunktion und ein sesselweiches Sitzgefühl. Wir haben ihn getestet.

Der Libernovo Omni bewegt sich dank seiner vielen Gelenke mit jeder Regung des Körpers, fährt auf Knopfdruck die Lendenstütze hoch und massiert sogar den Rücken. Möglich macht das ein dynamisches Stützsystem aus vier verknüpften Mechanismen und laut Hersteller 60 Gelenken. Den nötigen Strom liefert ein integrierter Akku.

Aktuell kostet er ab rund 1134 Euro direkt beim Hersteller. Damit landet der Omni klar im Premium-Segment. Das ist viel Geld und bewegt sich auf dem Niveau des Herman Miller Aeron (Testbericht), den wir für seine Verarbeitung und Ergonomie loben. Anders als der Klassiker setzt der Omni jedoch auf motorisierte Funktionen und eine gepolsterte Sitzfläche statt eines straffen Netzrückens.

Wir haben den Bürostuhl in der grünen Variante getestet. Eine Frage steht dabei im Mittelpunkt: Hält das ungewöhnliche Konzept im Alltag, was es verspricht? Oder ist die viele Technik am Ende mehr Spielerei als echter Nutzen? Was der Stuhl kann und wo er schwächelt, klärt dieser Test.

Montage

Der Libernovo Omni kommt in einem sehr großen Karton. Beim Öffnen begrüßt einen zunächst eine riesige Anleitung. Sie ist vorbildlich bebildert und kommt komplett ohne Schrift aus. Genau so muss das sein. Die Einzelteile stecken ordentlich in Folie verpackt im Karton, ein separater Karton enthält Kleinteile, Werkzeug und den Akku. Tatsächlich benötigt man für den gesamten Aufbau nur vier Schrauben.

Die Montage ist durchaus etwas anspruchsvoller als bei den meisten anderen Stühlen. Dank der guten Anleitung gelingt sie aber auf Anhieb. Die reine Aufbauzeit beträgt rund 40 Minuten.

Der Ablauf ist logisch strukturiert. Zuerst steckt man Rollen und Gasfeder ins Drehkreuz, dann setzt man die Mechanik auf die Gasfeder. Anschließend bringt man die Sitzfläche an, danach die Rückenlehne. Es folgen die Bedienknöpfe und der Drehknopf. Zum Schluss montiert man die Kopflehne und steckt den Akku ein – fertig.

Ein Lob verdient die Verpackung: Nur die Einzelteile stecken in Folie, sonst kommt ausschließlich Karton zum Einsatz. Das ist vorbildlich.

Optional gibt es eine Fußablage für etwa 85 Euro. Sie kommt im extra Karton und richtet sich vor allem an kleinere Personen, die ihre Füße sonst nicht ergonomisch sinnvoll auf den Boden stellen können. Zusätzlich bietet sie eine gepolsterte Auflagefläche zum Hochlegen der Füße. Ihre Montage ist sehr einfach.

Verarbeitung

Bezüglich der Verarbeitung bewegt sich der Libernovo Omni im Premium-Segment. Alles wirkt sauber gefertigt und stabil. Der Stoffbezug besteht aus Kunstfaser und überzeugt mit angenehmer Haptik. Er fühlt sich unfassbar weich an. Sich darauf zu setzen, ist ein tolles Gefühl und so viel angenehmer als ein straffer Mesh-Bezug. Einen kleinen Haken hat das aber: Im Sommer könnte es am Popo heiß werden.

Die Rückenlehne ist dreischichtig aufgebaut. Die Oberfläche besteht aus einem elastischen Gewebe mit Mikroleinen-Gefühl. Darunter sitzt eine Zwischenschicht aus druckentlastendem Schaumstoff, die untere Schicht bildet ein flexibler Kunststoff. Dieser Aufbau sorgt für die nötige Beweglichkeit und gleichzeitig für Halt. Die maximale Belastbarkeit liegt bei 136 kg. Insgesamt macht der Stuhl einen langlebigen Eindruck – nichts wackelt oder knarzt.

Design

Der Libernovo Omni wirkt futuristisch, technisch und bewusst anders als typische Bürostühle. Er sieht modern aus, bleibt dabei aber wohnraumtauglich. Damit erinnert er eher an ein hochwertiges ergonomisches Möbelstück als an einen nüchternen Schreibtischstuhl.

Besonders auffällig ist die offene Rückenstruktur. Statt einer einfach gepolsterten Lehne sieht man die flexible Konstruktion. Trotz der vielen Technik wirkt der Omni jedoch nicht überladen. Das Design bleibt minimalistisch, die Linien sind klar und die Gesamtform elegant. Der Stuhl wirkt weder klobig noch technisch überfrachtet.

Libernovo Omni

Libernovo bietet den Omni in drei Farben an: Grau, Schwarz und Dunkelgrün. Wir haben die grüne Variante im Test, und sie gefällt uns besonders gut. Sie wirkt gemütlich-ruhig und fügt sich harmonisch in den Wohnraum ein.

Ergonomie

Hier zeigt der Omni, warum er so viel kostet. Im Zentrum steht ein dynamisches Stützsystem aus vier verknüpften Mechanismen und laut Libernovo 60 Gelenken. Es verbindet Kopfstütze, Rückenlehne, Armlehnen und Sitzpolster mechanisch miteinander. Allein der Rückenbereich nutzt 16 Gelenke und 8 Rückenzonen. Die Rückenlehne selbst besteht aus 8 flexiblen Paneelen, 14 doppelten Verbindungspunkten, doppelschichtigen Kugelgelenken und 16 Drehpunkten.

Bei der Lendenwirbelstütze hat man einen Verstellweg von 5 cm. Die Gasfeder bietet einen Hub von 11 cm und reicht von 44 bis 55 cm vom Boden bis zur Sitzfläche. Für die Rückenlehne gibt es vier feste Neigepositionen, von 105 Grad aufrecht und fixiert bis 160 Grad fast flach. Den Neigungswiderstand passt man klassisch über einen Drehschalter stufenlos an das eigene Gewicht an.

Die Armlehnen lassen sich bis zu 10 cm nach hinten verschieben. Bei der Sitztiefe hat man die Wahl zwischen 45 und 48 cm, die separate Maxis-Variante kommt mit 52 cm für größere und kräftigere Nutzer. Die Nackenstütze aus Schaumstoff bietet 5 kg Nackenunterstützung.

Libernovo Omni

Das Highlight trägt den Namen Omnistretch. Diese motorisierte Wirbelsäulendekompression fährt die Lendenstütze auf Knopfdruck nach oben und gibt dann sanft nach. So entsteht eine Dehnungs- und Entspannungsbewegung gegen die Belastung im unteren Rücken. Wichtig zu wissen: Omnistretch und die elektrische Lordosenstützen gibt es nur bei den Omni-Modellen. Das Modell Omni SE setzt stattdessen auf eine manuelle Lendenverstellung per Drehknopf, der Omni Pro bietet stattdessen eine Sitzbelüftung.

Die meisten Einstellungen sind gut erreichbar, ohne lange in der Anleitung suchen zu müssen. Nur die Anpassung des Neigungswiderstands ist etwas fummelig. Den Strom für die Motorik liefert ein integrierter 2200-mAh-Akku mit 12 V. Er lässt sich sehr gut einhändig und ohne hinzuschauen wechseln. Laut Hersteller hält er bei drei Einstellungen pro Tag bis zu einem Jahr.

Praxistest

Im Alltag haben wir deutlich das Gefühl, der Stuhl hilft uns dabei, entspannt und aufrecht zu bleiben. Das Sitzgefühl ist bequem, eine gelungene Mischung aus guter Ergonomie und Sesselfeeling. Mehrere Stunden lassen sich problemlos schmerzfrei absitzen.

Die motorisierte Massage entspannt tatsächlich. Zusammen mit der mitbewegenden Rückenlehne und den vielen Einstellungen ergibt das ein rundes Bild. Einen besonders hohen Massageeffekt spürt man im Liegemodus. Allerdings ist er nicht für jeden Körpertyp gleich angenehm, weshalb man den Stuhl vor dem Kauf ausprobieren sollte. Ein weiterer Punkt: Die motorisierten Stretch- und Massagefunktionen sind nicht laut, aber deutlich hörbar. In sehr ruhigen oder geteilten Büros stört das gelegentlich. Die Langlebigkeit von Akku und Motor bleibt vorerst ungewiss.

Libernovo Omni Fußstütze

Kleine Schwächen zeigen die Armlehnen. Sie bewegen sich zu leicht nach vorne und hinten und verstellen sich dadurch gelegentlich von selbst, wenn man seinen Arm auflegt. Im Alltag fällt das nicht schlimm auf, da sich beide nur parallel zueinander bewegen. Die Einstellung nach außen haben einen vernünftig hohen Widerstand, und die Höhenverstellung über das Hebelchen fixiert sicher. Die Nackenstütze dagegen hält sehr gut. Ihr durchdachtes System verstellt sich nicht von selbst.

Kleineren Personen sitzt die Lendenstütze unter Umständen zu hoch. Grundsätzlich eignet sich der Omni aber auch für sie, denn die minimale Sitzhöhe fällt recht tief aus.

Preis

Der Libernovo Omni kostet aktuell ab rund 1134 Euro direkt beim Hersteller. Die optionale Fußablage schlägt mit etwa 85 Euro zu Buche. Libernovo gewährt 30 Tage Rückgaberecht.

Fazit

Der Libernovo Omni ist ein außergewöhnlicher Bürostuhl. Er kombiniert ein dynamisches Stützsystem mit 60 Gelenken, eine motorisierte Dehnfunktion und ein sesselweiches Sitzgefühl. Diese Mischung gibt es so kein zweites Mal in unseren Tests. Wer einen Stuhl sucht, der sich aktiv mit dem Körper bewegt und obendrein massiert, findet hier ein spannendes Angebot.

Besonders gut gefallen uns der weiche Stoffbezug, die Verarbeitung im Premium-Segment und die vorbildliche, schriftlose Montageanleitung. Die Omnistretch-Funktion entlastet den unteren Rücken spürbar, der Massageeffekt fällt im Liegemodus am stärksten aus.

Schwächen zeigt der Stuhl bei den Armlehnen, die sich gelegentlich von selbst nach vorne oder hinten verstellen. Die motorisierten Funktionen sind hörbar und können in ruhigen Büros stören. Außerdem ist die Langlebigkeit von Akku und Motor noch nicht abschätzbar. Im Sommer könnte der gepolsterte Sitz warm werden. Wer stark schwitzt, fährt mit einem Mesh-Stuhl besser – oder greift zum belüfteten Omni Pro.



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Auch ohne NPU: Microsoft weicht Kriterien für „Copilot+“ auf


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Vor zwei Jahren kamen die ersten Windows-11-Notebooks mit dem Etikett „Copilot+“ auf den Markt. Laut Microsoft startete damit eine „neue Kategorie von Windows-Rechnern, die für KI entwickelt wurden“. Eine der Voraussetzungen für das Logo Copilot+ ist eine eingebaute Neural Processing Unit (NPU), die pro Sekunde mindestens 40 Billionen 8-Bit-Ganzzahlen verarbeitet (40 Tops).

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Schon nach rund zwei Jahren weicht Microsoft von dieser Vorgabe wieder ab: Das Windows App SDK 2.2 Experimental 9 führt Sprachmodelle auch auf Desktop-PCs und Notebooks ohne NPU („non-Copilot+ PCs equipped with a supported GPU“) aus, sofern diese einen Grafikprozessor (GPU) haben, der bestimmte Mindestanforderungen erfüllt. Wohl kaum zufällig muss es eine Nvidia-GPU ab der Generation GeForce RTX 3000 sein mit mindestens 6 GByte lokalem RAM (VRAM).

Auch das lokale Microsoft-Sprachmodell (Small Language Model, SLM) Phi Silica, das eigentlich für Copilot+-PCs ausgelegt ist, kann auf einer Nvidia-GPU mit denselben Mindestanforderungen laufen. Dabei erwähnt Microsoft ausdrücklich, dass in Zukunft auch AMD-GPUs möglich werden sollen.

Das Microsoft-Marketingprogramm „Copilot+“ für angeblich besonders KI-taugliche Rechner zündete nicht. Das lag vermutlich vor allem daran, dass es bis heute erst wenige Windows-Anwendungen gibt, die die NPU für attraktive Zusatzfunktionen einbinden. Jedenfalls äußerte sich ein Dell-Manager auf der US-Messe CES im Januar kritisch: „Was wir im Laufe dieses Jahres gelernt haben, insbesondere aus Verbrauchersicht, ist, dass sie nicht aufgrund der KI kaufen.“

Zum Start von Copilot+ waren wenige kompatible Notebooks lieferbar, weil Microsoft das Logo ausschließlich Windows-on-ARM-Geräten mit dem damals neuen Qualcomm Snapdragon X verlieh. Die wesentlich weiter verbreiteten x86-Rechner durften erst später dabei sein, zunächst gab es aber nur sehr wenige und teure Prozessoren dafür.

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Alle aktuellen Mobilprozessoren für Windows-Notebooks sind Systems-on-Chip (SoCs), die CPU- und GPU-Kerne sowie mittlerweile durchgehend auch eine NPU enthalten. Bei vielen dieser SoCs liefert die integrierte GPU (IGP) deutlich mehr als 40 Tops. Daher ist schwer zu verstehen, weshalb eine zusätzliche NPU überhaupt nötig ist, außer für lange laufende Hintergrundfunktionen wie dem Entrauschen oder der Perspektivkorrektur von Webcam-Bildern bei Videokonferenzen. Eine weitere Anwendung wäre eine kontinuierlich im Hintergrund laufende Spracherkennung für die Sprachsteuerung des Notebooks.

Das auf der Microsoft Build Anfang Juni 2026 angekündigte Small Language Model (SLM) Microsoft Aion 1.0 wird in einer kommenden Version des Browsers Edge nutzbar. Laut Microsoft soll es sogar mit CPU-Kernen auskommen. Das bisher genutzte „Schreibunterstützungs-API“ Phi-4-mini setzt demnach hingegen eine GPU mit mindestens 5,5 GByte VRAM voraus.


Mobilprozessor Nvidia RTX Spark alias N1X

Mobilprozessor Nvidia RTX Spark alias N1X

Mobilprozessor Nvidia RTX Spark alias N1X

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Außerdem steht die nächste Änderung an: Notebooks und Mini-Workstations mit dem ARM-Prozessor Nvidia RTX Spark. Bei dessen Ankündigung verlor Nvidia-Boss Jensen Huang kein Wort über eine eventuell ebenfalls integrierte NPU. Stattdessen betonte er, wie nicht anders zu erwarten, die KI-Fähigkeiten der GPU.

Im CPU-Teil des RTX Spark, den Kooperationspartner MediaTek besteuert, dürfte allerdings eine NPU stecken. Ob die beim RTX Spark aktiv ist, ist aber unklar.

Das Hin und Her von Microsoft bei Copilot+, also beim bevorzugten Hardware-Unterbau für KI-Apps, verwirrt nicht nur potenzielle Käufer von Notebooks und PCs. Den größeren Schaden richtete es als Bremsklotz für die Verbreitung von KI in Windows-Apps an. Denn KI braucht nun einmal viel Rechenleistung. Aber Entwickler schreckt es ab, wenn sie ihren Code mühselig an zahlreiche unterschiedliche KI-Rechenwerke anpassen müssen. Daher wäre eine klare Roadmap für KI-Unterstützung in Windows wichtig.

Dass KI-Funktionen auch bei Windows-Rechnern immer mehr an Bedeutung gewinnen, ist unstrittig. Nicht aber, ob sie in Zukunft auf CPU, GPU oder NPU laufen. Denn auch die IGP in einem Notebook-SoC kann KI-Berechnungen ausführen. Und falls sie entsprechend ausgelegt ist, taktet sie bei niedrigem Performancebedarf herunter, um effizienter zu rechnen.

Außerdem wollen sowohl AMD als auch Intel ihre CPU-Kerne in Zukunft um KI-Rechenwerke erweitern: „Advanced Matrix Extensions for Matrix Multiplication“ mit der nicht-intuitiven Abkürzung ACE. Der Qualcomm Snapdragon X2 hat die ARM Scalable Matrix Extension (SME). Eine ähnliche Funktion steckt in Apples M-Prozessoren ab dem M4.

Den Verweis auf Nicht-Copilot+-PCs erspähte die Website Windows Latest im GitHub-Repository des Windows App SDK 2.2 Experimental 9. Der Hinweis auf die Nvidia-GPU für Phi Silica findet sich in einer „Transparency Note“ von Microsoft.

Podcast Bit-Rauschen, Folge 2026/3 :


(ciw)



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Google Brazos: Flüssigkeitskühlung für luftgekühlte Rechenzentren


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Google packt mit seinem neuen Kühlsystem Brazos ein wachsendes Problem in Rechenzentren an: Moderne Chips für künstliche Intelligenz und High-Performance Computing (HPC) überschreiten regelmäßig eine Thermal Design Power (TDP) von 1000 Watt. Herkömmliche Luftkühlung stößt bei dieser thermischen Last an ihre physikalischen Grenzen. Bisher blieb Betreibern oft nur der kostspielige und zeitintensive Umbau der Facility-Infrastruktur auf wassergekühlte Systeme.

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Brazos soll diesen Prozess drastisch vereinfachen. Das System ist als Rack-basiertes, geschlossenes Liquid-to-Air-Modul konzipiert. Es erlaubt den Einsatz von flüssigkeitsgekühlter Hardware mit hoher Leistungsdichte in bestehenden, luftgekühlten Rechenzentrumsumgebungen. Statt das gesamte Gebäude aufwendig mit Kühlwasserkreisläufen auszustatten, lassen sich einzelne Racks modular nachrüsten. Laut Google ermöglicht dies eine One-rack-at-a-time-Strategie, bei der die Installation so unkompliziert wie bei Standard-Luftkühlungen bleibt.


Ein vertikales Rack mit mehreren Gasverteilungsmodulen und Verkabelung.

Ein vertikales Rack mit mehreren Gasverteilungsmodulen und Verkabelung.

(Bild: Google)

Technisch fungiert Brazos als geschlossene Kühleinheit, die Wärme direkt an den Komponenten aufnimmt und über hocheffiziente Wärmetauscher an den Warmgang des Rechenzentrums abgibt, wo sie von der vorhandenen Luftführung aufgenommen wird. Die Trennung zwischen dem IT-internen Kühlkreislauf und der Facility-Infrastruktur ist dabei der entscheidende Vorteil: Der Betreiber muss keine neuen Wasserleitungen durch das Gebäude verlegen.

Das Design ist auf den OCP-Standard ausgelegt. Das Open Compute Project ist eine 2011 von Facebook angestoßene, branchenweite Initiative, die offene Hardware-Spezifikationen für Rechenzentren entwickelt. Ziel ist es, durch standardisierte Designs die Effizienz zu steigern, Kosten zu senken und die Skalierbarkeit für Hyperscaler und Enterprise-Anwender zu verbessern.

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Jede Brazos-Einheit belegt 11 Open Units (OU) an Rack-Höhe und ist für die Integration in OCP-ORv3-Racks optimiert. Ein voll ausgebautes System aus drei Einheiten unterstützt eine thermische Last von bis zu 60 Kilowatt pro Rack. Als Kühlmittel kommen wahlweise deionisiertes Wasser oder ein 25-prozentiges Propylenglykol-Gemisch (PG25) zum Einsatz. Die Energieversorgung erfolgt über einen 40- bis 60-Volt-Gleichstromanschluss, der direkt mit den Busbars des Racks verbunden wird.

Für den Betrieb ist zudem ein Monitoring integriert. Das System lässt sich lokal über ein Human-Machine-Interface (HMI) bedienen; für die Fernwartung steht ein Modbus-over-TCP-Protokoll bereit. Google hat bei der Konstruktion zudem auf die Wartungsfreundlichkeit geachtet. Die Einheiten sitzen auf Gleitschienen und lassen sich für Reparaturen leicht aus dem Rack ziehen. Pumpen und Lüfter sind als hot-swappable Field Replaceable Units (FRUs) konzipiert, was die durchschnittliche Reparaturzeit (MTTR) minimieren soll.

Google plant, die technischen Spezifikationen, Design-Prinzipien und visuellen Assets in den kommenden Monaten über die Foren des Open Compute Project öffentlich zugänglich zu machen. Anschließend lassen sich die Entwürfe evaluieren, um die Kühlung für künftige Hochleistungsrechner-Architekturen zu skalieren. Darüber hinaus ist das System bereits allgemein verfügbar; die Fertigungspartner sind laut Google bereit, die Brazos-Designs für den breiteren Markt zu produzieren und anzubieten. Technische Details finden Interessierte in der offiziellen Vorstellung von Brazos.


(fo)



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