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ChatGPT, Codex und Atlas: OpenAI könnte Super-App kreieren
Ein Memo von App CEO Fidji Simo deutet auf die Zusammenführung von OpenAIs Diensten in einer Deskop App hin, die dem Unternehmen mehr Marktanteil verschaffen soll.
Über 900 Millionen wöchentlich aktive User hat ChatGPT bereits, mehr als 50 Millionen zahlen für ein Abonnement des Dienstes und über neun Millionen Geschäftskund:innen kann OpenAI vorweisen. Auch der Coding-Dienst Codex erfreut sich großer Beliebtheit. Im Rahmen der Ankündigung zur Übernahme von Astral, das Open Source Developer Tools bietet, erklärte das Unternehmen, die Codex-Nutzung habe sich bereits seit Jahresbeginn um das Fünffache erhöht. Demnach nutzen inzwischen zwei Millionen Developer pro Woche den Dienst. Ob OpenAIs AI-first Browser Atlas indes Googles Chrome, Apples Safari und Co. in naher Zukunft große Konkurrenz machen kann, ist noch nicht abzusehen – noch ist kein großer Shift im Bereich der Browser-Marktanteile zu erkennen. Das mag auch daran liegen, dass viele User nur einzelne Dienste des KI-Unternehmens nutzen, nicht das ganze Ökosystem. Und das könnte sich mit einer Super-App von OpenAI ändern, die diverse Dienste bündelt. Damit könnte OpenAI auch auf ein großes Problem durch die Konkurrenz von Anthropic reagieren. Fidji Simo bezieht öffentlich Stellung zum Plan und lässt Raum für Interpretationen.
OpenAI erreicht neues User- und Abo-Hoch:
Stoppt CancelChatGPT den Höhenflug?

Super-App für einfachere UX: Ganz konkret ist nichts
Für das Wall Street Journal berichtet Berber Jin vom etwaigen Plan OpenAIs, eine Super-App für den Desktop zu kreieren. Die ChatGPT App, Codex als Plattform und der Browser Atlas sollen nach Informationen eines internen Memos aus dem Unternehmen zusammengeführt werden. Dabei würde die mobile ChatGPT App unberührt bleiben. Dieses Memo stammt von OpenAIs Head of Applications Fidji Simo. Sie soll nach Informationen des Publishers die App strategisch führen und bei der Vermarktung derselben unterstützen. OpenAIs Präsident Greg Brockman wiederum soll die übergeordnete Produktumstellung leiten. Dem Vernehmen nach möchte das Unternehmen eine Refokussierung und vereinfachte User Experience bieten.
Mit einer Super-App könnte OpenAI noch mehr User für sich gewinnen, die an einem Ort zentrale Funktionen und Dienste nutzen können. Dieser Zug könnte ebenso dabei unterstützen, die Nutzer:innen potentiell für die isolierte Nutzung von Diensten wie Atlas in anderen Kontexten zu begeistern. Zugleich könnte das Team eigene Ressourcen effizienter einsetzen und zusammenführen.
Der mögliche Plan von OpenAI mag eine Reaktion auf Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit sein. Immerhin verlor das Unternehmen zahlreiche User aufgrund eines heftig kritisierten Deals mit dem Pentagon, den CEO Sam Altman später als überstürzt abgeschlossen einstufte. Es kam zu Boykottaufrufen und die Konkurrenz von Anthropic erhielt Aufwind, Claude toppte zeitweise die App Store Charts. Auch Google dürfte von diesen Problemen bei OpenAI profitieren.
Claude toppt App Store Charts und ChatGPT vor Boykott
– mitten im Kriegstaumel

Eine neue App-Erfahrung auf dem Desktop wäre bei diesen globalen Problemen nicht die erste Option, um Abhilfe zu schaffen. Doch eine möglichst simple UX macht sich auf die Dauer bezahlt. Schließlich zitiert das Wall Street Journals aus dem Memo Fidji Simo, die über die Verlangsamung der Prozesse durch Fragmentierung geschrieben hat. Das verlangsame das Unternehmen und verhindere, die erwünschte Qualität liefern zu können.
Nun ist allerdings nicht klar, ob OpenAI diesen Plan tatsächlich verfolgen wird. Denn offiziell hat das Unternehmen ihn nicht angekündigt oder bestätigt – was nicht weiter verwunderlich ist. Gegenüber The Verge wurde ein Kommentar abgelehnt. Fidji Simo selbst hat sich aber auf X mit einer unmittelbaren Reaktion auf den Post von Autor Berber Jin geäußert. Sie schreibt, dass Phasen des Ausprobierens und Refokussierens ganz normal seien bei Unternehmen, was alles andere als ein Dementi des Plans ist. Zugleich betont sie, dass man bei neuen Lösungen, die gut funktionieren, „Ablenkungen“ vermeiden und sich voll auf diese konzentrieren solle, während sie Bezug auf die jüngsten Erfolge von Codex nimmt. Diese Aussage spricht eher gegen eine Integration der stark wachsenden Codex-Plattform in eine Super-App.
Companies go through phases of exploration and phases of refocus; both are critical. But when new bets start to work, like we’re seeing now with Codex, it’s very important to double down on them and avoid distractions. Really glad we’re seizing this moment. https://t.co/FH85IvW6CN
— Fidji Simo (@fidjissimo) March 19, 2026
Wir dürfen auf weitere Reaktionen gespannt sein. OpenAI wird die Branche ohnehin weiter mit diversen Updates versorgen. Erst kürzlich wurde beispielsweise GPT-5.4 mini für ChatGPT vorgestellt. Und direkt in der Chat App könnte das Unternehmen künftig auch das Video-KI-Tool Sora integrieren. Einige Wege der Zusammenführung wird OpenAI über kurz oder lang gehen. Mit ChatGPT hat man auch ohne Codex und Atlas Support längst eine Super-App in petto.
OpenAIs neuer Plan:
Sora in ChatGPT

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Discounter: Aldi besinnt sich auf Preiswerbung – mit hohem Schweinebauchanteil
Die Aldi-Botschaft für Grillfans: Gutes muss nicht teuer sein
Unter Insidern gilt das Grillgut längst als inoffizieller Indikator für die Konsumstimmung im Lande. Legte sich mancher Familienvater vor einem Jahr noch ein edles Stück Kobe-Rind auf den Smoker, sind in Zeiten von Iran-Krise und Zoll-Zoff eher ein paar Nürnberger gefragt. Das weiß auch Aldi. In seiner neuen Kampagne kehrt der selbsternannte „Erfinder von günstig“ zurück zu seinen Wurzeln.
Spätestens am vergangenen Wochenende, das dank des Maifeiertags nicht nur sonnig, sondern auch ungewöhnlich lang war, wurde die Outdoor-Saison in Deutschland offiziell eröffnet. Aldi nimmt die deutschen Grillmeister und Sommerfest-Hosts nun verstärkt als Zielgruppe ins Visier. Eine gemeinsame Kampagne positioniert Aldi als Marke, die nicht nur eine große Auswahl an Produkten bietet, sondern Gourmet-Momente im Freien auch für jeden Geldbeutel ermöglicht.
Aldi lockt Sparfüchse mit Eigenmarken
Eine zentrale Rolle spielen in der Werbeoffensive die Eigenmarken des Discounters. Dass Aldi dabei Markenprodukte teils alt aussehen lässt, ist sicher kein Zufall. So lässt eine junge Frau in einem der Werbefilme etwa Markenprodukte von Coca-Cola ganz bewusst links liegen und entscheidet sich am Ende für River Cola, die Cola-Eigenmarke des Discounters, die mit einem Preis von 39 Cent pro Dose deutlich preisgünstiger ist als das Markenprodukt. „Das ist Gutes für alle – zum Aldi Preis“, bringt eine Sprecherin aus dem Off am Ende die Markenbotschaft auf den Punkt.
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